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Sonntag, 7. März 2021

Half Moon Run – A Blemish In The Great Light

 



Half Moon Run – A Blemish In The Great Light


Besetzung (ohne Instrumentenangabe):

Devon Portielje
Dylan Phillips
Isaac Symonds
Conner Molander


Gastmusiker:

Quatuor Esca – string quartet
Colin Stetson – saxophone
Pietro Amato – French horn
Christopher Seligman – French horn
Chœur Des Enfants De Montréal – choir
Rowan Grace Mizerski – additional vocals




Erscheinungsjahr: 2019


Stil: Independent Rock


Trackliste:

1. Then Again (3:19)
2. Favourite Boy (4:02)
3. Flesh And Blood (4:57)
4. Natural Disaster (3:43)
5. Black Diamond (2:59)
6. Yani's Song (2:41)
7. Razorblade (7:26)
8. Undercurrents (2:18)
9. Jello On My Mind (3:52)
10. New Truth (5:08)

Gesamtspieldauer: 40:28



„A Blemish In The Great Light“ heißt das dritte Studioalbum der kanadischen Rock Band Half Moon Run. Es wurde am 1. November 2019 auf dem Plattenlabel Glassnote Records veröffentlicht. Auf dem Album hört man Independent Rock, der erneut mehr in die Richtung des Mainstream Rocks und Pops driftet, wie er bereits auf dem Vorgängeralbum „Sun Leads Me On“ zu hören war.

Und so erklingt auch auf „A Blemish In The Great Light“ sehr eingängiger und melodiöser Rock, der sehr schnell ins Ohr geht und sich dabei auch durchaus abwechslungsreich anhört. Streicher, Bläser und ein Kinderchor lockern die Rockinstrumentierung immer wieder etwas auf, welche dadurch nochmals spannender klingt. Großartige Experimente gehen die Musiker von Half Moon Run dabei nicht ein, alles klingt bereits beim ersten Mal des Hörens auf eine entspannte Art und Weise gut. Und schließlich steigern sich die einzelnen Nummern noch mit den Durchläufen – werden noch vertrauter und damit eingängiger.

Somit ist „A Blemish In The Great Light“ ganz bestimmt keine schlechte Scheibe geworden, wenn man auf die eher sanftere und überaus melodische Ausprägung des Indie-Rocks steht. An die Lieder des Debuts „Dark Eyes“ reichen die Titel jedoch nicht ganz heran. Trotzdem gibt es einige Höhepunkte, die neben den anderen, hörenswerten Stücken noch einen Tick mehr zu überzeugen wissen, als jene restlichen Stücke. Dies wären gleich der Opener „Then Again“, dann das sehr eingängige „Natural Disaster“ sowie die kurze Instrumentalnummer „Undercurrents“.

Fazit: „A Blemish In The Great Light“ ist ein sehr melodisches und eingängiges Independent Rock Album geworden. Alles klingt auf der Platte und geht ins Ohr. Einige Höhepunkte gibt es zudem darauf zu hören, sodass all diejenigen, die auf die eher sanften Töne des Rocks stehen sicherlich Gefallen an diesem Album finden werden. Neun Punkte.

Anspieltipps: Then Again, Natural Disaster, Undercurrents



Donnerstag, 21. Januar 2021

Half Moon Run – Dark Eyes

 



Half Moon Run – Dark Eyes


Besetzung (Ohne Instrumentenangabe):

Devon Portielje
Conner Molander
Dylan Phillips


Gastmusiker:

Thomas Chartré – cello on "Need It", "Give Up" and "21 Gun Salute"
Brigitte Dajczer – violin on "Give Up"
Tosca String Quartet – strings on "Unofferable"
Babette Hayward – background vocals on "21 Gun Salute"




Erscheinungsjahr: 2013


Stil: Independent Rock


Trackliste:

1. Full Circle (3:01)
2. Call Me In The Afternoon (3:03)
3. No More Losing The War (3:57)
4. She Wants To Know (4:11)
5. Need It (3:25)
6. Give Up (3:50)
7. Judgement (3:06)
8. Unofferable (4:06)
9. Drug You (3:47)
10. Nerve (3:17)
11. Fire Escape (2:54)
12. 21 Gun Salute (4:52)

Gesamtspieldauer: 43:36



„Dark Eyes“ heißt das Debüt-Studioalbum der Independent-Rock-Band Half Moon Run aus Montrèal, Kanada. Das Album erschien am 27. März 2012 auf dem Plattenlabel Glassnote Records. Mit den Liedern „Full Circle“, „Call Me In The Afternoon“ sowie „She Wants To Know“ wurden insgesamt drei Singles aus dem Album ausgekoppelt. „Full Circle“ erreichte immerhin Platz 29 der kanadischen Charts und wurde im Trailer zu „Assassin's Creed IV: Black Flag“ verwendet.

Auf „Dark Eyes“ hört man sehr eingängigen und melodiösen Independent Rock. Dieser klingt zumeist eher dunkel bis traurig, sentimental bis melancholisch, dafür aber auch um so bewegender. Die einzelnen Lieder bewegen sich zumeist im eher sanften bis mittleren Tempo und Rhythmus. Nur selten wird die Geschwindigkeit stärker angezogen. Die Lieder gehen allesamt gut ins Ohr und wachsen auch mit den weiteren Durchgängen. Das Zuhören macht dabei jede Menge Spaß und die Titel sind weit davon entfernt, sich im Mainstream des Rocks zu tummeln. Half Moon Run klingen auf „Dark Eyes“ interessant, spannend und auch ein wenig ungewöhnlich – auf eine sehr sympathische Art und Weise. Absolut gelungen sind da immer wieder die aufwendig arrangierten, mehrstimmigen Gesangspassagen. Allein deshalb lohnt sich „Dark Eyes“ bereits.

Die Lieder hören sich allesamt melodiös an. Niemals kommt man in Versuchung einen der Titel mittels der Fernbedienung zu überspringen beziehungsweise auszublenden. Trotzdem besitzt das Album zwei Höhepunkte, die noch mal ein wenig mehr wirken und klingen, als die restlichen zehn Titel. Dies sind die Lieder „Full Circle“ und „Drug You“. Beides Nummern mit einem sehr hohen Wiedererkennungswert und beides auch Lieder, die durchaus sogar einen kleinen Ohrwurmcharakter aufweisen.

Fazit: Mit „Dark Eyes“ ist der kanadischen Band Half Moon Run ein wahrlich gelungenes Debut gelungen. Independent Rock der sanften, hintergründigen Art und zu jederzeit mit tollen Melodien ausgestattet, die ins Ohr gehen. Eine gewisse Melancholie verströmt dieses Album. Süße Melancholie, die es lohnt gehört zu werden. Elf Punkte.

Anspieltipps: Full Circle, Drug You



Donnerstag, 20. Oktober 2016

Half Moon Run – Sun Leads Me On




Half Moon Run – Sun Leads Me On 


Besetzung (Ohne Instrumentenangabe):

Devon Portielje
Dylan Phillips
Conner Molander
Isaac Symonds


Gastmusiker:

Quatnor Quantres Ailes – strings
Tazmyn Eddy – trumpet, flugelhorn
Alex Héon-Goulet – flute


Label: Glassnote Records


Erscheinungsdatum: 2015


Stil: Folk Rock, Independent Rock


Trackliste:

1. Warmest Regards (3:14)
2. I Can’t Figure Out What’s Going On (3:15)
3. Consider Yourself (3:53)
4. Hands In the Garden (3:52)
5. Turn Your Love (4:01)
6. Narrow Margins (4:10)
7. Sun Leads Me On (4:05)
8. It Works Itself Out (4:07)
9. Everybody Wants (5:01)
10. Throes (0:54)
11. Devil May Care (2:22)
12. The Debt (4:00)
13. Trust (4:50)

Gesamtspieldauer: 47:50




„Sun Leads Me On“ heißt die zweite Studio-Veröffentlichung der kanadischen Indie- und Folk Rock Band Half Moon Run. Veröffentlicht wurde das Album im Oktober 2015 beim Musiklabel Glassnote Records. Zu hören gibt es auf „Sun Leads Me On“ warmen und weichen Folk Rock, der ab und an mal Fahrt aufnimmt, dann allerdings immer noch in der sentimentalen bis melancholischen Ecke angesiedelt ist.

Eingängig klingt das zu allermeist und durchaus auch melodiös. Besonders gut hört sich die Musik von Half Moon Run immer dann an, wenn sie diese, mit den mehr im Rock beheimateten Musikinstrumenten einspielt und auf zu viel Technik, in Form von elektronischen Beats und Sounds verzichtet. Umso trauriger ist es da fast schon, dass die erste Single-Auskopplung aus „Sun Leads Me On“ „Trust“ hieß, das letzte Lied auf der Platte. Denn gerade diese Nummer ist angefüllt mit elektronischem und etwas nervendem Schickschnack. Hiermit erwartete der entsprechende Musikmanager anscheinend den größten Erfolg. Manchmal wundert man sich schon, denn diese Nummer steht gewiss nicht stellvertretend für die Musik von Half Moon Run auf „Sun Leads Me On“.

Ansonsten gibt es zwei Kategorien von Liedern auf dem Album. Zum einen sind das die langsamen, melancholischen Stücke, zum anderen jene, die deutlich mehr in das Rockgenre hineinreichen. Es lohnt sich dabei öfters hinzuhören, denn die Nummern wachsen durchaus mit den Durchläufen. Besonders gelungen für meine Ohren sind das Titelstück, „Sun Leads Me On“. Eine eher ruhige Nummer. Sehr viel abwechslungsreicher ist dann das darauffolgende Lied „It Works Itself Out“. Hier gibt es die getragenen Abschnitte, wie die deutlich rockigeren Passagen in einem Lied vereint. Die Nummer geht dabei auch gut ins Ohr, für mich ganz klar der Höhepunkt des ganzen Albums. Und dass die Jungs von Half Moon Run außergewöhnlich hoch singen können, das beweisen sie in diesem Titel auch. Ebenfalls sehr gelungen ist die kurze Nummer „Throes“. Ein kleines sentimentales Piano-Stück, rein instrumental, welches wirklich etwas länger hätte sein dürfen. Negativ anzumerken ist vielleicht noch der Umstand, dass die vier Kanadier an manchen Stellen der Platte ein klein wenig zu zuckersüß klingen, aber auch das ist, wie immer – reine Geschmackssache.

Fazit: Eine gelungene Mischung aus Folk Rock und Independent Rock haben die vier Kanadier von Half Moon Run auf „Sun Leads Me On“, ihrem zweiten Studio-Album, für ihre Hörerinnen und Hörer zusammengestellt. Abwechslungsreich ist die Scheibe, versehen mit Titeln, die zumeist gut ins Ohr gehen. An manchen Stellen wurde vielleicht mit etwas zu viel Süße gewürzt, an anderen dagegen die perfekte Mischung getroffen. Für die ein oder andere Nummer benötigt man vielleicht auch ein paar Anläufe mehr, aber dann funktioniert es eben nach dem zweiten oder dritten Durchlauf. Neun Punkte.

Anspieltipps: I Can’t Figure Out What’s Going On, It Works Itself Out, Throes