Posts mit dem Label Spock's Beard werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Spock's Beard werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 26. Dezember 2019

Spock’s Beard – Noise Floor




Spock’s Beard – Noise Floor


Besetzung:

Ted Leonard – lead vocals
Alan Morse – electric and acoustic guitars, backing vocals
Ryo Okumoto – keyboards
Dave Meros – bass guitar, backing vocals


Gastmusiker:

Nick D’Virgilio – drums and percussion, backing vocals
Eric Gorfain – violin
Leah Katz – viola
Richard Dodd – cello
David Robertson – english horn


Label: InsideOut Music


Erscheinungsjahr: 2018


Stil: Progressive Rock, Mainstream Rock


Trackliste:

CD1: Noise Floor

1. To Breathe Another Day (5:38)
2. What Becomes Of Me (6:13)
3. Somebody’s Home (6:34)
4. Have We All Gone Crazy Yet (8:06)
5. So This Is Life (5:37)
6. One So Wise (7:00)
7. Box Of Spiders (5:36)
8. Beginnings (7:25)

CD2: Cutting Room Floor

1. Days We’ll Remember (4:17)
2. Bulletproof (4:44)
3. Vault (4:43)
4. Armageddon Nervous (3:32)

Gesamtspieldauer CD1 (52:13) und CD2 (17:17): 1:09:30



„Noise Floor“ heißt das dreizehnte Studioalbum der US-amerikanischen Progressive Rock Band Spock‘s Beard. Es wurde am 25. Mai 2018 auf dem Plattenlabel InsideOut Music veröffentlicht. Es ist gleichzeitig das erste Doppelalbum nach „Snow“ aus dem Jahr 2002, dem letzten unter Mitwirkung von Hauptsongwriter und Sänger Neal Morse – zumindest hat dies so den Anschein. Richtig ist vielmehr, dass sich auf der ersten Scheibe das Hauptalbum, „Noise Floor“ befindet, auf der zweiten CD hört man dann die EP mit dem Titel „Cutting Room Floor“. Dafür ist auf „Noise Floor“ zum ersten Mal auf einem Studioalbum seit 2010 und dem Album „X“ wieder Original-Schlagzeuger Nick D‘Virgilio zu hören.

Spock‘s Beard waren in den letzten Jahren und mit den letzten Veröffentlichungen immer schwerer dem Genre Progressive Rock zuzuordnen. Ist es noch dieses musikalische Genre oder bewegen sich die Musiker nun schon völlig auf dem Gebiet des Mainstream Rocks? Legt man „Noise Floor“ ein und es ertönt „To Breathe Another Day“ so ist man sich sicher, dass nun der Ansatz der Band endgültig hin zum Mainstream gekippt sei. Das klingt schon sehr nach AOR oder eben Mainstream Rock, wie er in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts aufkam.

Nun, ganz so ist es dann doch nicht. Schon mit dem zweiten Lied „What Becomes Of Me“ hört man dann, neben eben jenem Mainstream Rock, doch wieder das eine oder andere progressive Einsprengsel. Dies tut der Musik von Spock’s Beard gut, da diese die Lieder auf Noise Floor“ definitiv spannender und interessanter werden lässt. Insgesamt klingt „Noise Floor“ rockig, allerdings hauptsächlich im Mid-Tempo angesiedelt. Die Lieder gehen allesamt – auch jene der EP „Cutting Room Floor“ – sehr gut ins Ohr. Richtige Ohrwürmer lassen sich zwar nicht ausmachen, doch mit seinen Melodien und Harmonien unterhält das Album sehr gut, wenn man auf diesen Aspekt der Musik steht.

Die Höhepunkte der Scheibe sind für mich die drei Titel „What Becomes Of Me“, „Somebody’s Home“ und „So This Is Life“. Jedoch nicht deshalb, weil sie die verbliebenen Progressive Rock Stücke der Band wären, sondern weil sie eben gut ins Ohr gehen und ihre Melodien sich gut in diesem festsetzen. Die letztgenannte Nummer erinnert zum Beispiel sehr an die Beatles. Hätte ich an dieser Stelle ein Lied erwähnen sollen, welches den Progressive Rock der band noch gut darstellt, so würde ich „Have We All Gone Crazy Yet“ erwähnen.

Fazit: Das dreizehnte Album der US-amerikanischen Band Spock’s Beard mit dem Titel „Noise Floor“ – auch in Verbindung mit der EP „Cutting Room Floor“ – ist eine eingängige „Angelegenheit“, die sich hauptsächlich in den Gefilden des Mainstreams abspielt. Einige Ansätze bezüglich des Progressive Rocks, dem musikalischen Genre, in dem Spock’s Beard bekannt wurde, sind vorhanden, jedoch nicht mehr zu stark vertreten. Kein schlechtes Album, allerdings auch kein Meisterwerk. Zehn Punkte.

Anspieltipps: What Becomes Of Me, Somebody’s Home, So This Is Life



Donnerstag, 6. Dezember 2018

Spock’s Beard – The Oblivion Particle




Spock’s Beard – The Oblivion Particle


Besetzung:

Ted Leonard – lead vocals, guitars
Alan Morse – electric guitar, acoustic guitar, pedal steel guitar, lap steel guitar, mandolin, autoharp, backing vocals
Ryo Okumoto – organ, mellotron, piano, synths, clavinet, vocoder
Dave Meros – bass, backing vocals, lead vocals on "Iron Man"
Jimmy Keegan – drums, percussion, timpani, backing vocals, lead vocals on "Bennett Built A Time Machine"


Gastmusiker:

David Ragsdale – violin on "Disappear"
Nick D‘Virgilio – drums on "Iron Man"


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 2015


Stil: Retro Prog, Melodic Rock


Trackliste:

1. Tides Of Time (7:48)
2. Minion (6:56)
3. Hell‘s Not Enough (6:23)
4. Bennett Built A Time Machine (6:55)
5. Get Out While You Can (4:58)
6. A Better Way To Fly (9:01)
7. The Center Line (7:05)
8. To Be Free Again (10:29)
9. Disappear (6:36)

Special Edition Bonus Track:

10. Iron Man (6:14)

Gesamtspieldauer: 1:12:31



„The Oblivion Particle“ nannte die US-amerikanische Progressive Rock Band Spock’s Beard ihr zwölftes Studioalbum. Dieses erschien am 21. August 2015 auf dem Plattenlabel InsideOut Music. Zum letzten Mal hört man auf dem Album den Schlagzeuger Jimmy Keegan, der die Band im Oktober 2016 aus persönlichen Gründen verließ. Dafür ist Nick D‘Virgilio auf „The Oblivion Particle“ beim Bonus Track wieder am Schlagzeug zu hören, der Spock’s Beard nach „X“ verlassen hatte.

Seltsam ist allerdings etwas anderes an diesem Album. Auf „The Oblivion Particle“ stammen die Lieder „Minion“ und „Hell's Not Enough“ aus der Feder von Sänger Ted Leonard. Der Titel „The Center Line“ wurde von Alan Morse und Ryo Okumoto komponiert. „Tides Of Time“ stammt von Stan Ausmus, einem Musiker, der schon auf vorherigen Platten von Spocks Beard Lieder beigetragen hatten. Die restlichen fünf Titel stammen von John Boegehold, ebenfalls Gastmusiker und Co-Autor auf früheren Erscheinungen von Spock’s Beard. Somit wurde überraschenderweise nur wenig auf dieser Platte vom eigentlichen Stammpersonal der Band selbst komponiert.

Der Musik tut dies allerdings keinen Abbruch, auf „The Oblivion Particle“ hört man durchaus melodischen Progressive Rock, der auch mit einer Mixtur von Melodic Rock und Neo Prog beschrieben werden kann. Viele – nicht alle – der Lieder gehen bereits beim ersten Mal des Hörens ins Ohr, klingen melodisch und eingängig. Auch gibt es für Freundinnen und Freunde eher progressiver Töne einiges auf diesem Album zu entdecken. Neben den bereits erwähnten melodischen Passagen erklingen rockigere Abschnitte, die perfekt miteinander verbunden ein spannendes Gesamthörerlebnis ergeben. Und für Liebhaber der eher frickeligen Fraktion wird an der einen oder anderen Stelle auch immer wieder etwas geboten. Langeweile kommt damit sicherlich nie auf. Als Bonus-Lied der „Special Edition“-Ausgabe der Platte gibt es noch das Black Sabbath Cover „Iron Man“ am Ende des Albums zu hören. Warum dieses noch hinterhergeschoben wurde erschließt sich mir nicht ganz. Ted Leonard versucht ein wenig wie Ozzy Osbourne zu klingen und ansonsten passt dieses Lied stilistisch überhaupt nicht zum Rest der Scheibe.

Die Höhepunkte auf „The Oblivion Particle“ heißen „Bennett Built A Time Machine“, „A Better Way To Fly“ sowie „To Be Free Again“. Zugegebenermaßen enthalten gerade diese Nummern einiges an Melodic Rock, doch gerade damit können Spock’s Beard auf dem Album am allermeisten überzeugen. Zudem variieren die Musiker in diesen Stücken, die allesamt von John Boegehold komponiert wurden, Atmosphären und Stimmungen in wunderschöner Weise, sodass man in diese Musik bestens eintauchen und sich darin verlieren kann. Und gerade die Nummer „A Better Way To Fly“ besitzt dabei auch einige progressivere Ansätze.

Fazit: Eine durchaus gelungene Platte ist das zwölfte Studioalbum der US-amerikanischen Progressive Rock Band Spock’s Beard geworden. Zu viel Progressive Rock hört man darauf zwar nicht mehr, dafür jedoch gut gemachten und eingängigen Melodic Rock, der durchaus zu gefallen und überzeugen weiß. Die Mischung aus beiden Stilrichtungen bewirkt, dass dieses Album nie langweilig wird. Leider scheint den Musikern jedoch die kreative Ader abhanden gekommen zu sein, da die Lieder mehr von außerhalb der Band stehenden Musikern geschrieben wurde, denn von den Band-Mitgliedern selbst. Doch gut klingt es trotzdem. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Bennett Built A Time Machine, A Better Way To Fly, To Be Free Again



Samstag, 3. November 2018

Spock’s Beard – Brief Nocturnes And Dreamless Sleep




Spock’s Beard – Brief Nocturnes And Dreamless Sleep


Besetzung:

Ted Leonard – lead and backing vocals, guitar
Alan Morse – electric and acoustic guitars, backing vocals, pedal & lap steel guitar, mandolin, autoharp
Ryo Okumoto – organ, mellotron, piano, synths, clavinet, vocoder
Dave Meros – bass guitar, backing vocals
Jimmy Keegan – drums and percussion, timpani, backing vocals


Gastmusiker:

Stan Ausmus – additional guitar ("The Man You’re Afraid You Are")
John Boegehold – vocoder ("Something Very Strange")
Craig Eastman – violin, viola, hurdy-gurdy ("Waiting For Me", "Down A Burning Road")
Neal Morse – additional guitar ("Waiting For Me")


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 2013


Stil: Retro Prog, Melodic Rock


Trackliste:

1. Hiding Out (7:14)
2. I Know Your Secret (7:42)
3. A Treasure Abandoned (8:56)
4. Submerged (5:00)
5. Afterthoughts (6:08)
6. Something Very Strange (8:23)
7. Waiting For Me (12:36)

Gesamtspieldauer: 56:02




„Brief Nocturnes And Dreamless Sleep“ heißt das elfte Studioalbum der US-amerikanischen Progressive-Rock-Band Spock's Beard. Es ist das erste Album der Band mit dem neuen Sänger Ted Leonard und dem Schlagzeuger Jimmy Keegan anstelle von Nick D‘Virgilio. Das ehemalige Mitglied und Hauptkomponist Neal Morse schrieb an den Titeln „Afterthoughts“ und „Waiting For Me“ mit, wobei er auf dem letztgenannten Lied auch an der Gitarre zu hören ist.

„Brief Nocturnes And Dreamless Sleep“ klingt rockig, oftmals nach Melodic Rock, angereichert mit einer Prise Progressive Rock. Die Lieder hören sich durchgängig sehr eingängig und melodiös an. Es gibt symphonische Passagen, krumme Takte und wunderschönen mehrstimmigen Gesang auf dem Album zu hören, welches auch gleich beim ersten Durchlauf zu gefallen weiß. Der neue Sänger Ted Leonard macht seine Sache sehr gut, klingt in jeder lauten und leisen Passage überzeugend und lässt den Verlust von Nick D’Virgilio nicht mehr schmerzen, der auch am Schlagzeug vom bereits Spock’s Beard-Tour-erfahrenen Jimmy Keegan unspektakulär und unauffällig ersetzt wurde. „Brief Nocturnes And Dreamless Sleep“ klingt locker und frisch und weiß an vielen Stellen des Albums sehr zu überzeugen.

Dieses Mal sind es jedoch nicht die Stücke, die der ehemalige „Leader“ der Band, Neal Morse schrieb und beisteuerte, die zu den Höhepunkten des Albums gehören. „Afterthoughts“ und „Waiting For Me“ klingen zwar ebenfalls durchaus überzeugend und dabei auch sehr nach der Musik des Neal Morse, allerdings ragen sie aus den restlichen Titeln nicht heraus. Die Highlights auf „Brief Nocturnes And Dreamless Sleep“ heißen „A Treasure Abandoned“ sowie „Something Very Strange“. Mitreißender melodischer NeoProg, der ins Ohr geht und durch zahlreiche Passagen führt, die mal rockiger, mal verträumter und ein anderes Mal progressiver klingen. Überzeugender Gesang, ein- wie mehrstimmig, tolle Soli, klasse Orgelsound und ein Mellotron-Einsatz, der an längst vergangene Zeiten des Progressive Rock zu erinnern scheint. Sehr abwechslungsreich.

Fazit: „Brief Nocturnes And Dreamless Sleep“ ist ein kurzweiliges Album geworden, welches ins Ohr geht. Eingängige und abwechslungsreiche Musik, die beim ersten Hörn zu überzeugen weiß und mit den weiteren Durchläufen der Scheibe noch zu wachsen scheint. Kein platter Melodic Rock und auch kein zu vertrackter Progressive Rock. Irgendwo in der Mitte angesiedelt weiß die Platte zu gefallen und ist genau deswegen auch hörenswert. Elf Punkte.

Anspieltipps: A Treasure Abandoned, Something Very Strange



Sonntag, 29. März 2015

Spock’s Beard – Spock’s Beard




Spock’s Beard – Spock’s Beard


Besetzung:

Nick D'Virgilio – lead and backing vocals, drums, timpani, percussion, electric and acoustic guitars
Alan Morse – electric and acoustic guitars, backing vocals, lead vocals on "Sometimes They Stay, Sometimes They Go"
Ryo Okumoto – keyboards, backing vocals
Dave Meros – bass guitar, bass synth, sitar, backing vocals


Gastmusiker:

Leah Katz – viola
Eric Gorfain – violin
Daphne Chen – cello
Leah Katz – viola
Richard Dodd – cello
Stephanie O'Keefe – french horn
Jon Titmus – french horn
Jon Papenbrook – trumpets & flugelhorn
Eric Jorgensen – trombone
Ray Yslas – percussion
Kaylene Peoples – flute
Kiko Izumi – erhu
John Boegehold – vocals, additional guitar, synthesizers
Stan Ausmus – vocals, additional guitar
Rich Mouser – voices
The Barnhart Chorus – kids voices


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: Melodic Rock, Mainstream, Progressive Rock


Trackliste:

1. On A Perfect Day (7:45)
2. Skeletons At The Feast (6:33)
3. Is This Love (2:51)
4. All That’s Left (4:45)
5. With Your Kiss (11:46)
6. Sometimes They Stay, Sometimes They Go (4:31)
7. The Slow Crash Landing Man (5:47)
8. Wherever You Stand (5:09)
9. Hereafter (5:01)
10. As Far As The Mind Can See
I. Dreaming In The Age Of Answers (4:44)
II. Heres A Man (3:28)
III. They Know We Know (3:15)
IV. Stream Of Unconsciousness (5:22)
14. Rearranged (6:08)

Gesamtspieldauer: 1:17:11




Schlicht und ergreifend mit „Spock’s Beard“ betitelten die Musiker der gleichnamigen Band ihr neuntes Studio-Album, welches 2006 erschien. Nach dieser Scheibe sollten die Abstände zwischen den einzelnen Platten deutlich größer werden. Hier auf „Spock’s Beard“ servieren die vier verbliebenen Stammmusiker der amerikanischen RetroProg-Band erneut eine durchaus gelungene Mischung aus Progressive Rock, Mainstream Rock und teilweise mit leicht poppigen Anwandlungen unterfütterten Nummern.

Dass bei solch einer Mischung kein Meisterwerk mehr herausspringen kann, das versteht sich von selbst. Allerdings hat die Platte durchaus ihre Stärken. Das beginnt gleich mit dem Opener „On A Perfect Day”. Eine richtig gute und proggige Nummer, die immer wieder überraschende Moment für den Hörer bereithält. Dazu gesellt sich eine tolle Melodie, die sich sofort im Ohr festsetzt. Das hat was. Genau wie „All That‘s Left“. Hier bewegen sich Spock’s Beard jetzt im Grenzgebiet zwischen Rock und Pop. Der Titel ist wieder mit einer wunderschönen Melodie ausgestattet und gerade der mehrstimmige Gesang im Refrain, lässt das Lied zu etwas Besonderem werden.

Und dann ist da noch das Stück „As Far As The Mind Can See”, welches nicht nur aufgrund seiner Laufzeit von knapp 17 Minuten deutlich in die Richtung Progressive Rock driftet. Aus vier Teilen aufgebaut, wirkt diese Nummer zunächst etwas zurückhaltend im ersten Part, wird dann etwas jazziger im zweiten Teil und entfaltet seine ganze Pracht in den Abschnitten drei und vier. Hier wirkt die Musik von Spock’s Beard jetzt wieder spannend wie zu besten Neal Morse Zeiten. Auch bei dieser Nummer ist der mehrstimmige Gesang wieder besonders herauszuheben, der gerade im dritten Teil, zusammen mit der Bläserfraktion, schon etwas besonders darstellt, was man so sonst nicht unbedingt zu hören bekommt – sehr überzeugend. Dazu immer wieder überraschende Stimmungswechsel, Langeweile kommt hierbei ganz bestimmt nicht auf.

Auch sonst hat die Platte immer wieder etwas zu bieten. Sei es eine schöne Melodie, ein tolles Solo oder aber einen härteren Teil, der richtig gut zum Mitwippen animiert. Klar ist das alles meistens nichts mehr ganz Neues, nichts, was nicht schon irgendwie mal da war – aber sich laufend neu erfinden, das ist keineswegs einfach.

Fazit: Dieses, mit „Spock’s Beard“ selbstbetitelte neunte Album der Amerikaner, ist ein gutes geworden. Musik, die man gerne mal wieder auflegt, die einen nicht durchgängig wegknallt vor Ehrfurcht, die jedoch auch ihre sehr schönen Seiten hat. Wer die Musik der Band mag, wird sicherlich auch die schönen Stellen auf der Platte für sich entdecken. Wer mit Spock’s Beard noch nie so richtig warm wurde, der oder dem wird es mit „Spock’s Beard“ allerdings wieder genauso ergehen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: On A Perfect Day, All That’s Left, As Far As The Mind Can See



Dienstag, 17. März 2015

Spock’s Beard – Octane




Spock’s Beard – Octane


Besetzung:

Nick D'Virgilio – lead vocals, drums, percussion, loops, electric guitar and acoustic guitar
Alan Morse – guitars, theremin, saw, backing vocals
Ryo Okumoto – keyboards
Dave Meros – bass guitar


Gastmusiker:

John Boegehold – ambience, sounds, voices
Molly Pasutti – voices
Eric Gorfain – violin
Daphne Chen – violin
Leah Katz – viola
Richard Dodd – cello
Gina Ballina – french horn
Johnnie Corno – french horn
Ramon Flores – trumpet


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 2005


Stil: Melodic Rock, AOR, Mainstream, Progressive Rock


Trackliste:

CD1:

1. The Ballet Of The Impact (5:34)
     I. Prelude To The Past 
     II. The Ultimate Quiet 
     III. A Blizzard Of My Memories 
2. I Wouldn't Let It Go (4:53)
3. Surfing Down The Avalanche (3:43)
4. She Is Everything (6:46)
     I. Strange What You Remember 
     II. Words Of Forever 
5. Climbing Up That Hill (3:31)
6. Letting Go (1:52)
7. Of The Beauty Of It All (4:53)
     I. If I Could Paint A Picture 
     II. Into The Great Unknowable
8. NWC (4:16)
9. There Was A Time (4:58)
10. The Planet's Hum (4:42)
11. Watching The Tide (5:07)
12. As Long As We Ride (5:35)


CD2 (Bonus):

1. When She's Gone (5:41)
2. Follow Me To Sleep (5:39)
3. Game Face (4:10)
4. Broken Promise Land (4:45)
5. Listening To The Sky (3:08)
6. Someday I'll Be Found (String Quartet, Flash 2) (1:04)
7. I Was Never Lost (Background Vocals, Flash 2) (1:09)
8. Paint Me A Picture (Pipe Organ Outtake from Flash) (1:32)
9. The Formulation Of Octane (Quicktime Video)

Gesamtspieldauer CD1 (55:55) & CD2 (27:10): 1:23:05




„Octane“ heißt das zweite Spock’s Beard Album nach dem Ausscheiden von Neal Morse. Diese Platte ist gleichzeitig das achte Studio-Album dieser amerikanischen Progressive Rockband. Oder sollte man lieber NeoProg-Band sagen? Oder gar AOR-Mainstream Rockband? Nun ein wenig – manchmal auch ein wenig mehr – geht die Musik von Spock’s Beard nun wahrlich in die Richtung AOR, also Adult Oriented Rock – oder auch Arena-Rock genannt. Allzu häufig findet man hier auf „Octane“ nämlich die Zutaten in der Musik, die man auch bei solch Bands wie Bosten, Foreigner oder Journey findet: Eingängige Melodien, und etwas härtere Gitarren. Genau jene Mischung also, die dem durchschnittlichen, erwachsenen, männlichen US-Amerikaner zusagt. Mit dieser Musik kann man Stadien füllen, deshalb auch Arena-Rock. Stadien füllte Spock’s Beard jedoch nie, dazu war die Musik dann doch schon immer ein wenig zu kompliziert und einen Tick weniger eingängig als die der Kollegen von Boston, Foreigner, Journey und so weiter.

Gut, Spock’s Beard spielen vielleicht noch ein kleines bisschen progressiver als andere Mainstream-Bands. Progressive Rock ist das jedoch auch keineswegs mehr. Wenn Spock’s Beard nicht gar so unbekannt wären bei den „normalen“ Radio-Musikhörern, diese Platte hätte sehr viel Erfolg gehabt. Gespielt wurde sie im Radio jedoch nie oder nur kaum. Wäre sie das geworden, die Band hätte deutlich mehr Fans gefunden, denn eingängig ist dieser Rock durchaus und dazu auch noch intelligent und keineswegs platt. Diese Entwicklung, weg von den Wurzeln der Band, welche ganz eindeutig von Neal Morse gelegt worden waren, war bereits auf „Feel Euphoria“ zu hören gewesen, dem ersten Post-Morse-Album. Trotzdem konnte diese Scheibe noch ein wenig mehr überzeugen, da sie das bessere Songmaterial beinhaltete. Die einzelnen Titel waren noch griffiger und eingängiger. Sicherlich reine Geschmackssache, denn vom Stil her ähneln sich die beiden Platten durchaus. Selbstverständlich tritt auch hier, bei „Octane“ wieder jener Effekt zu Tage, der praktisch allen Spock’s Beard Werken innewohnt: Die Musik wächst mit jedem weiteren Durchlauf, sodass sich die eigenen Favoriten früher oder später ganz klar herauskristallisieren.

Auch bei „Octane“ muss die Special Edition sehr positiv erwähnt werden, da man hier eine zusätzliche CD mitgeliefert bekommt, die insgesamt acht Titel enthält. Dabei stehen diese Nummern den Liedern auf der regulären CD in nichts nach. Und auch wenn es sich bei den letzten Dreien um alternative Versionen handelt, stellen alle Titel seine sehr schöne Ergänzung zum Album dar, die die Platte nochmals lohnenswerter machen.

Fazit: Nochmals einen Schritt in die Richtung „ganz normale Rock Band“ haben Spock’s Beard für mich auf „Octane“ unternommen. Das ist zum größten Teil rockiger Mainstream, der hier zu hören ist, unterfüttert mit ein wenig progressiv Rock. Trotzdem ist „Octane“ ein schönes Album geworden, auf dem Spock’s Beard wieder einige nette Einfälle und schöne Melodien für den Hörer bereithalten. Etwas richtig Besonderes ist Spock’s Beard damit jedoch nicht mehr. Neun Punkte.

Anspieltipps: The Ballet Of The Impact, When She's Gone



Dienstag, 3. März 2015

Spock’s Beard – Feel Euphoria




Spock’s Beard – Feel Euphoria


Besetzung:

Alan Morse – guitars, backing vocals
Ryo Okumoto – keyboards
Dave Meros – bass
Nick D'Virgilio – lead vocals, drums, percussion, acoustic & electric guitars, loops


Gastmusiker:

John Boegehold – synthesizers, effects
Gina Ballina – french horn
J'Anna Jacoby – violin
Steve Velez – cello


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 2003


Stil: Progressive Rock, Rock, Mainstream


Trackliste:

1. Onomatopoeia (5:16)
2. The Bottom Line (7:33)
3. Feel Euphoria (7:20)
4. Shining Star (4:04)
5. East Of Eden, West Of Memphis (7:05)
6. Ghosts Of Autumn (6:54)
7. A Guy Named Sid
I. Intro (3:00)
II. Same Old Story (4:25)
III. You Don't Know (3:11)
IV. Judge (3:20)
V. Sid's Boys Choir (1:09)
VI. Change (5:18)
8. Carry On (5:19)


Bonus Tracks.

14. Moth Of Many Flames (2:49)
15. From The Messenger (7:25)

Gesamtspieldauer: 1:14:15


CD2:

1. Conspiracy (Conspiracy) (5:04)
2. Brand New (Steve Hackett) (4:41)
3. Sinking Sand (Enchant) (7:08)
4. Melrose Avenue (California Guitar Trio) (2:18)
5. Head (O.S.I.) (5:18)
6. Some Things You Can't Return (Dead Soul Tribe) (5:19)
7. Starcycle (Derek Sherinian) (5:04)
8. I Never Noticed (Jadis) (5:26)
9. Change (Ray Wilson) (4:09)
10. Small Acts Of Human Kindness (Steve Howe) (4:21)
11. Silent Inferno (The Flower Kings) (14:21)

Gesamtspieldauer CD2: 1:03:15




Nun, das erste Album von Spock’s Beard, nachdem der bisherige Hauptkomponist Neal Morse die Band verlassen hatte, wurde von den Fans mit etwas gemischten Gefühlen erwartet. Und wahrlich ist dieses siebte Album von Spock’s Beard mit dem Titel „Feel Euphoria“ deutlich anders geworden, als die sechs vorherigen Alben.

Die Musik von Spock’s Beard klingt nun härter und sehr viel gitarrenorientierter und gitarrendominierter. Zwar gibt es sie auch noch, die verträumten und ruhigeren Stellen auf „Feel Euphoria“, jedoch seltener. Oftmals weist die Musik eindeutige Parallelen zum Hard Rock auf und diese klingen dann sogar ziemlich kompromisslos. Ist das eigentlich noch Progressive Rock oder zumindest RetroProg, der hier zu hören ist? Schon noch irgendwie, jedoch die Grenzen verschwimmen immer mehr, denn mitunter kann man das durchaus ganz normalen Mainstream nennen, was auf „Feel Euphoria“ zu hören ist. Dann wird es plötzlich wieder ein wenig komplizierter, krumme Takte und Stilwechsel gibt es auf einmal zu hören und schon bewegen sich die Titel auf „Feel Euphoria“ wieder ganz klar auf dem Terrain des Progressive Rock.

Beim ersten Hören lässt einen die Scheibe allerdings noch ziemlich kalt. Irgendwie klingt das Ganze zunächst nicht mehr ganz so spannend, eher ein wenig alltäglich, nach nichts Besonderem eben. Das ist nun mal nicht mehr Neal Morse, der hier zu hören ist und die anderen vier verbliebenen Musiker hatten sich bisher auch noch nicht sonderlich im Songwriting hervorgetan. Nun beteiligten sich jedoch alle Musiker am Komponieren der Stücke und auch von Extern gab es einige Unterstützung. Den Hauptteil der Lieder steuerte jedoch Nick D'Virgilio hinzu, der jetzt auch den Part des Sängers übernommen hat. Nun, die Platte benötigt also einige Durchgänge, um im Ohr des Hörers zur Reife zu gelangen, um dann deutlich mehr zu überzeugen. Da ist jetzt der Unterschied zu den Scheiben mit Neal Morse gar nicht mehr so groß, denn diese benötigten auch immer einige Zeit, um so richtig durchzustarten, wenn diese früheren Platten auch von Beginn an irgendwie spannender wirkten.

Nun, aber die Zeit macht es hier wahrlich. Zwar kann nicht alles restlos überzeugen, das gilt vor allem auch für die Nummer „A Guy Named Sid“, die wohl als der progressive Höhepunkt auf „Feel Euphoria“ vorgesehen war. Hier klingen Spock’s Beard nun aber sehr konstruiert, gerade so, als ob Nick D'Virgilio den Fans der Band zeigen wollte, dass es auch ohne Neal Morse richtig schön progressiv weitergehen werde. Das hat im Fall dieses Titels leider nicht so ganz hingehauen.

Aber Nummern wie „The Bottom Line“ oder auch „East Of Eden, West Of Memphis” können dagegen durchaus überzeugen. Sie spiegeln zwar auch nicht mehr den reinen Progressive Rock wider, sind dennoch sehr abwechslungsreich, spannend und sehr melodiös arrangiert. Da macht das Zuhören dann gleich wieder richtig Spaß. Auch „Ghosts Of Autumn“, eine wunderschöne und ins Ohr gehende Ballade, kann überzeugen. Hier sind wir jetzt wirklich beim absoluten Mainstream angekommen, schön ist es trotzdem, denn in diese Klavier- und Mellotron-Landschaften mag man einfach eintauchen.

Der Deluxe-Ausgabe des Albums sind auf der ersten CD noch zwei Zugaben hinzugefügt worden. Und hier gilt für das erste Stück im Grunde genommen dasselbe wie bei „Ghosts Of Autumn“: Kein Prog mehr, egal, auf jeden Fall gelungen. „Moth Of Many Flames” klingt dabei wie ein Folk-Rock-Stück, welches von den Strawbs vorgetragen wird. Nun und „From The Messenger“ ist jetzt ganz anders. Experimentell, zuweilen an eine Klangkollage erinnernd. Denkt man zunächst, man hört die Gespräche irgendwelcher Außerirdischer – und man hört da auch R2D2 mal kurz pfeifen – so geht die Nummer anschließend in einen sehr sphärischen und relaxten Teil über. Doch das Stück entwickelt sich durchaus noch weiter. Es wird melodischer und bleibt doch immer auch sphärisch. Das klingt wahrlich sehr spannend und trotzdem extrem relaxt. Sehr gut gemacht.

Na und dann bekommt man auf dieser Deluxe-Ausgabe noch eine zweite CD mitgeliefert. Diese hat jetzt allerdings nichts mehr mit Spock’s Beard zu tun, sondern ist eher eine Leistungsschau der Plattenfirma InsideOut Music, die anscheinend aufzeigen möchte, welche Künstler sie gerade unter Vertrag hat, deren Musik ebenfalls in Richtung Progressive Rock tendiert. Bekanntere Bands und Künstler sind dort genauso vertreten, wie unbekanntere. Ganz nett anzuhören, wobei mich vor allem die Beiträge von Steve Hackett und Dead Soul Tribe überzeugen. Eine nette, wenn auch ungewöhnliche Idee der Plattenfirma. Da sich diese Version im Preis allerdings kaum von der „reinen“ Ausgabe von „Feel Euphoria“ unterscheidet, lohnt die Anschaffung auf jeden Fall.

Fazit: Etwas mehr Abstand zum Progressive Rock, dafür mehr Annäherung zum „normalen” Rock bis hin zum Mainstream weist “Feel Euphoria” auf. Das mag zu Beginn für eine Spock’s Beard Platte etwas ungewöhnlich klingen, wird mit jedem Durchlauf der Scheibe allerdings irgendwie sympathischer. Die Melodien und Einfälle auf diesem siebten Album von Spock’s Beard wachsen im Laufe der Zeit und mit ihnen der Gesamteindruck zu dieser Platte, die wahrlich keine schlechte ist. Und auch die beiden Zugaben tragen dazu bei, dass die Bewertung doch noch zweistellig wird. Zehn Punkte.

Anspieltipps: The Bottom Line, East Of Eden West Of Memphis, Ghosts Of Autumn & beide Bonus Titel der CD1



Donnerstag, 19. Februar 2015

Spock’s Beard – Snow




Spock’s Beard – Snow


Besetzung:

Neal Morse – lead vocals, piano, synths, acoustic guitar
Alan Morse – electric guitars, vocals, cello
Ryo Okumoto – hammond organ, mellotron, jupiter 8, minimoog, vocoder
Dave Meros – bass, vocals, French horn
Nick D'Virgilio – drums, percussion, vocals, lead vocals on "Carie" and "Looking For Answers"


Gastmusiker:

Chris Carmichael – violin, viola, cello
Jim Hoke – saxophone, clarinet, autoharp
Neil Rosengarden – flugelhorn, trumpet
Molly Pasutti – backing vocals on "Open The Gates Part 2"


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 2002


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

CD1: 

1. Made Alive / Overture (5:32)
2. Stranger In A Strange Land (4:29)
3. Long Time Suffering (6:03)
4. Welcome To NYC (3:32)
5. Love Beyond Words (3:24)
6. The 39th Street Blues (I'm Sick) (4:05)
7. Devil's Got My Throat (7:17)
8. Open Wide The Flood Gates (6:14)
9. Open The Gates (Part 2) (3:02)
10. Solitary Soul (7:33)
11. Wind At My Back (5:12)


CD2:

1. Second Overture (3:47)
2. 4th July (3:11)
3. I'm The Guy (4:48)
4. Reflection (2:49)
5. Carie (3:06)
6. Looking For Answers (5:17)
7. Freak Boy (2:12)
8. All Is Vanity (4:35)
9. I'm Dying (5:09)
10. Freak Boy (Part 2) (3:01)
11. Devil's Got My Throat Revisited (1:55)
12. Snow's Night Out (2:04)
13. Ladies And Gentlemen, Mister Ryo Okumoto On The Keyboards (2:40)
14. I Will Go (5:08)
15. Made Alive Again / Wind At My Back (8:27)

Gesamtspieldauer CD1 (56:29) & CD2 (58:15): 1:54:44




Das sechste Spock's Beard Studioalbum „Snow“ kann gleich mit einigen Besonderheiten aufwarten. Zum einen ist es das erste Konzeptalbum der Amerikaner und gleichzeitig auch ihr erstes Doppelalbum. Veröffentlicht wurde die Platte im Jahr 2002 und stellt gleichzeitig das letzte Werk der Band da, an dem Neal Morse, Sänger und gleichzeitig Komponist der allermeisten Spock’s Beard Titel, noch mit beteiligt war. Direkt nach der Veröffentlichung des Albums verließ er die Band, um sich nun ganz der christlichen Musik zu widmen. Ein religiöser Hintergrund findet sich allerdings auch bereits in den Texten hier auf „Snow“.

Die Geschichte, die hinter Platte steht und diese dann eben zu einem Konzeptalbum werden lässt, handelt von dem Jungen „Snow“, der nach New York kommt, um hier sein Leben zu leben. Zwei Dinge sind an diesem „Snow“ jedoch äußerst bemerkenswert. Zum einen ist er ein Albino, zum anderen besitzt er die Fähigkeit in die Zukunft jener Menschen zu sehen, die von ihm berührt wurden. Mit einem Freund zusammen versucht er dieses Geschenk Gottes im Sinne der Menschen einzusetzen, wenn es diesen schlecht geht. Allerdings steigt ihm diese Gabe mit der Zeit immer weiter „zu Kopf“, wird immer unausstehlicher. Schließlich versucht er eine Bindung zu einem Mädchen namens Carie einzugehen, die ihn jedoch abweist. Er landet letztendlich in der Gosse und erhält dort dann von den Menschen Hilfe, denen er zu anfangs selber geholfen hat.

Soviel zum Inhalt, nun zur Musik. Diese ist NeoProg oder RetroProg der ganz feinen Sorte – obwohl hier noch eher der Begriff NeoProg passt, denn wie Genesis, Yes oder King Crimson der 70er Jahre klingt „Snow“ keinesfalls. Es ist ein typisches Neal Morse-Spock’s Beard Album geworden. Auch der Umstand, dass Spock’s Beard Titel im allgemeinen häufig länger andauern, als nur wenige Minuten, spricht keineswegs dagegen. Zwar befinden sich 26 Nummern auf den beiden Scheiben, jedoch gehen diese beim Hören ineinander über, sodass diese häufig wie ein langes Stück wirken.

Die Musik ist sehr melodiös und abwechslungsreich – großartig experimentiert wird hier jedoch nicht. Zwar findet man ein breites Spektrum aus langsameren und treibenderen Abschnitten, lauten und leisen Parts, sehr rockigen und dann wieder überaus gemäßigten Bereichen, jedoch ohne irgendwelche allzu schrägen Momente hinzuzufügen. Allgemein ist „Snow“ auch ein wenig rockiger geraten, als so manch andere Scheibe der Band. Das wiederum kann sich allerdings durchaus hören lassen. Dazu ist „Snow“ einmal mehr ein Spock’s Beard Album, dem man wahrlich die Zeit zum Reifen im Ohr des Hörers einräumen muss. Läuft die Musik zu Beginn hauptsächlich einfach durch, ohne negativ aufzufallen, jedoch auch ohne gleich richtig zu begeistern, so wird man mit diesen bald zwei Stunden Musik mit jedem Durchlauf deutlich vertrauter. Die Stücke beginnen dann richtig Spaß zu machen und werden zu dem was sie letztendlich sind, nämlich Beispiele für harmonischen und melodiösen Progressive Rock, der den Schritt in das neue Jahrtausend mit Bravour überstanden hat.

Fazit: „Snow“ ist spannend, was sowohl das dahintersteckende Konzept sowie die Musik betrifft. Wer Spock’s Beard mag, wird sicherlich auch diese Scheibe mögen. Wer gerne Rock-Musik hört, wird von den allermeisten Titeln mit Sicherheit ebenfalls überzeugt werden. Nun und wer der Musik von Genesis, Yes, King Crimson und Co. in den 70er Jahren etwas abgewinnen konnte, der dürfte mit dieser Platte ebenfalls gut bedient werden – auch wenn Spock’s Beard nicht wie diese genannten Bands klingt und funktioniert. Elf Punkte.

Anspieltipps: Made Alive / Overture, Love Beyond Words, Devil's Got My Throat, 4th July, I'm The Guy



Montag, 9. Februar 2015

Spock’s Beard – Day For Night




Spock’s Beard – Day For Night


Besetzung:

Neal Morse – lead vocals, piano, synthesizer
Alan Morse – electric guitar, mellotron, backing vocals
Dave Meros – bass guitar, backing vocals
Nick D'Virgilio – drums, percussion, backing vocals
Ryo Okumoto – hammond organ, mellotron


Gastmusiker:

John Garr – saxophone
Joy Worland – french horn
Eric Brenton – strings
Tom Tally – strings
John Krovoza – strings
Byron House – string bass, cello


Label: Metal Blade


Erscheinungsdatum: 1999


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Day For Night (7:34)
2. Gibberish (4:18)
3. Skin (4:01)
4. The Distance To The Sun (5:12)
5. Crack The Big Sky (9:51)
6. The Gypsy (7:29)
7. Can't Get It Wrong (4:13)
8. The Healing Colors of Sound
     I. The Healing Colors Of Sound Part 1 (2:22)
     II. My Shoes (4:16)
     III. Mommy Comes Back (4:50)
     IV. Lay It Down (3:17)
     V. The Healing Colors Of Sound Part 2 (3:16)
     VI. My Shoes (Revisited) (3:54)
     VII. Urban Noise (0:42)


Bonus Track der Wiederveröffentlichung:

14. Hurt (3:09)

Gesamtspielzeit: 1:07:47




„Day For Night” nannte die amerikanische NeoProg-Band Spock’s Beard ihr viertes Album, welches 1999 veröffentlicht wurde. Auch auf dieser Scheibe gibt es wieder alle Zutaten, die ein Spock’s Beard Album zu einer lohnenden Anschaffung werden lassen. Retro- oder NeoProg Kompositionen die mit sehr viel Spielfreude eingespielt worden zu sein scheinen. Wieder einmal zeichnet sich vor allem Neal Morse für die Kompositionen aus. Die fünf Musiker sind Meister ihrer Instrumente und so ergibt auch „Day For Night“ eine richtig runde Scheibe.

Das Album macht durchaus Spaß, trotzdem erreicht es nicht ganz die Qualität der drei Vorgänger oder auch des Nachfolgers. Das wiederum liegt einzig und allein am Songmaterial, welches einfach nicht ganz an das der vorherigen Platten heranreicht. Sicherlich benötigt man auch hier einige Durchgänge der Scheibe, das ändert jedoch nichts an dem Umstand, dass das alles sehr nach Spock’s Beard und nach NeoProg der 90er klingt, die letzte Zündung im Ohr des Hörers unterbleibt jedoch trotzdem, da sich in die Titel auch ganz viel Mainstream hineingemischt hat, der die Titel zum Teil etwas langweiliger und austauschbarer klingen lässt.

Fazit: Natürlich ist das „Klagen“ auf hohem Niveau. Auch „Day For Night” macht Spaß und wächst auch mit den Durchläufen. Allerdings erreicht es niemals diesen Stellenwert, den viele andere der Spock’s Beard Alben einnehmen. Wer auch RetroProg oder NeoProg oder wie immer man das auch nennen will steht, dem wird diese Scheibe zweifelsfrei zusagen. Man muss ja auch nicht immer nur Vergleiche anstellen. Neun Punkte.

Anspieltipps: The Gypsy



Freitag, 30. Januar 2015

Spock’s Beard – The Kindness Of Strangers




Spock’s Beard – The Kindness Of Strangers


Besetzung:

Neal Morse – lead vocals, piano, synthesizer
Alan Morse – guitars, cello, vocals
Dave Meros – bass guitar, vocals
Nick D'Virgilio – drums, percussion, vocals
Ryo Okumoto – hammond organ, mellotron


Label: Giant Electric Pea


Erscheinungsdatum: 1998


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. The Good Don't Last (10:04)
2. In The Mouth Of Madness (4:45)
3. Cakewalk On Easy Street (5:01)
4. June (5:29)
5. Strange World (4:20)
6. Harm's Way (11:05)
7. Flow (15:50)


Bonus Tracks der remasterten Version:

8. The Good Don't Last (Radio Edit) (3:19)
9. In The Mouth Of Madness (Radio Edit) (3:58)
10. Cakewalk On Easy Street (Radio Edit) (4:02)
11. June (Demo) (5:28)
12. Strange World (Demo) (4:31)

Gesamtspieldauer: 1:17:59




„The Kindness Of Strangers” heißt das dritte Studioalbum der amerikanischen NeoProg-Band Spock’s Beard. Aufgenommen wurde es 1997 und schließlich 1998 veröffentlicht. Sehr melodischen Progressive Rock servieren die fünf Musiker dabei einmal mehr ihren Zuhörern. Man kann es auf „The Kindness Of Strangers” fast spüren, dass die Musiker jede Menge Spaß an ihrer Musik haben, so viel Spielfreude transportiert dieses Album. Natürlich zeichnet sich wieder vor allem Neal Morse für die Kompositionen aus, die voll und rund wirken.

Klar kommen auch bei dieser Scheibe wieder Reminiszenzen zu den Platten anderer Bands und Musiker auf, die sich im selben Genre, nur eben zwanzig Jahre früher getummelt haben. Macht jedoch gar nichts, denn auch wenn Spock’s Beard von Genesis, Yes oder was weiß ich beeinflusst wurde, die Amerikaner haben daraus ihren ganz eigenen Stil entwickelt, der sich zwar anlehnt, jedoch nicht anbiedert oder kopiert. Spock’s Beards Progressive Rock ist durchaus eigenständig zu sehen und zu hören.

Höhepunkt auf „The Kindness Of Strangers” sind für mich die drei über zehn Minuten langen Stücke, in denen Spock’s Beard so ziemlich alles in die Musik einfließen lassen, damit aus diesen Nummer auch wirklich Progressive Rock wird. Da gibt es die melodiösen Abschnitte, neben den treibenden und fordernden, immer wieder Rhythmus- und Tempowechsel, schräge Akkorde und auch mal ungerade Takte. Das alles ist sehr spannend und überzeugend und macht beim Zuhören einfach nur Spaß.

Auf der remasterten Fassung befinden sich noch fünf Zugaben. Drei davon sind Radioversionen von bereits vorhanden Liedern, zwei sind Demo-Versionen, ebenfalls von Liedern, die schon auf „The Kindness Of Strangers” enthalten sind. Nun, ob sich also der Kauf dieser Version des Albums lohnt, wenn man schon erstere sein Eigen nennt, darf stark bezweifelt werden, zumal sich auch die remasterte Versionen klanglich kaum bis gar nicht von den originalen Einspielungen unterscheiden.

Fazit: „The Kindness Of Strangers” ist ein typisches Spock’s Beard Album geworden. Irgendwie klingt das alles nicht ganz neu, ist es allerdings trotzdem, denn sie Musik der Amerikaner ist nicht nur eine platte Kopie, sondern durchaus etwas Eigenständiges. Allerdings, die Musik hätte durchaus auch 25 Jahre zuvor entstanden sein können und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass Leute, die Genesis und Yes mögen, auch an dieser Platte hier Gefallen finden dürften. Elf Punkte.

Anspieltipps: Flow



Freitag, 23. Januar 2015

Spock’s Beard – Beware Of Darkness




Spock’s Beard – Beware Of Darkness


Besetzung:

Neal Morse – lead vocals, piano, synthesizer
Alan Morse – guitars, cello, vocals
Dave Meros – bass guitar
Nick D'Virgilio – drums, percussion, vocals
Ryo Okumoto – hammond organ, mellotron


Gastmusiker:

Wanda Houston – vocals on “Beware Of Darkness”
Molly Pasutti – vocals on “Beware Of Darkness”
Kevin Gilbert – animal noises


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 1996


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Beware Of Darkness (5:41)
2. Thoughts (7:10)
3. The Doorway (11:27)
4. Chatauqua (2:49)
5. Walking On The Wind (9:06)
6. Waste Away (5:26)
7. Time Has Come (16:33)


Bonus Tracks auf der remasterten Albumfassung:

8. The Doorway (Home Demo) (10:26)
9. Beware Of Darkness (Home Demo) (5:12)

Gesamtspieldauer: 1:13:50




„Beware Of Darkness“ heißt das zweite Studioalbum der US-amerikanischen Progressive Rockband Spock’s Beard. Und nun, im Jahr 1996 war aus der Formation ein Quintett geworden, da mit Ryo Okumoto ein Keyboard- und Orgelspieler mit dazu gestoßen war. In den 90er Jahren gab es diese Art der Musik kaum. Spätestens Anfang der 80er hatten alle ehemaligen „Betreiber“ dieses Musikgenres auf kommerziellere Musik umgestellt, beziehungsweise bewegten sich größtenteils nur noch in den Randgebieten des Progressive Rock. Nicht so jedoch Spock’s Beard, die fingen in den 90ern erst mal an damit loszulegen.

So und nun kommt man unweigerlich an den Punkt, bei dem man beim Hören der Scheibe feststellt, dass alles was Spock’s Beard da machen, irgendwie schon mal da war. Da hört man Yes raus, Genesis, Gentle Giant und vielleicht auch ein wenig Emerson, Lake And Palmer. Ist so, da braucht man gar nicht um den heißen Brei herumreden. Jedoch ist, was und wie Spock’s Beard dabei ihre Musik präsentieren, das ist schon aller Ehren wert, denn überaus überzeugend. Das gilt jedoch leider nicht für den ersten Track und gleichzeitig Namensgeber des ganzen Albums. „Beware Of Darkness“ ist die Cover-Version eines George Harrison Liedes. Ich kenne das Original nicht und kann von daher nicht beurteilen, ob diese Art der Interpretation jetzt gelungen oder misslungen ist, die Nummer zündet jedoch nicht, auch nicht nach dem x-ten Male des Hörens.

Ganz anders wird das jedoch mit Titel Nummer 2: „Thoughts“. Okay, der mehrstimmige Gesang ist absolut von Gentle Giant abgekupfert. Trotzdem ist das ein unglaublich überzeugendes Lied. Wer auch mal auf schiefe Töne oder krumme Takte steht, der wird es lieben. Dazu geht die Nummer gut ins Ohr. „The Doorway” wird mit einem schönen Piano-Solo eingeleitet und ist die musikalisch umgesetzte Harmonie. Die Nummer bewegt sich später hauptsächlich im Mid-Tempo-Bereich, verliert dabei jedoch nichts von seiner Melodiösität. Und wenn am Ende des Stücks alles episch ineinanderfließt, dann ist das nur noch zum Knieerweichen.

„Chatauqua” ist ein Lied, wie es Steve Howe vor allen auf den ersten Yes-Alben immer mal wieder mit einfließen ließ: ein kurzes, harmonisches Gitarrensolo. Alan Morse kann das also auch, trotzdem klang es beim Yes-Gitarristen noch einen Tick überzeugender. „Walking On The Wind” beginnt dann sehr kraftvoll und treibend, setzt also genau auf die andere Spielart der Musik. Aber diese Stimmungen bleiben nie lange bestehen, immer wieder wird man als Hörer von der einen Atmosphäre zur nächsten Stimmung geschickt, melodiös ist das allerdings immer. Blieben noch das etwas kürzere „Waste Away”. Auch hier gibt es wieder mehrere Parts und Harmonie im Überfluss. Aus mehreren verschiedenen Abschnitten ist dann logischerweise, bei einer Länge von sechszehneinhalb Minuten, auch „Time Has Come“ zusammengesetzt. Hier geht es jedoch nicht immer nur noch harmonisch zu, manchmal wird es auch fordernder, sodass hier nicht jeder Abschnitt ins Ohr gehen will. Allerdings fühlt sich die Nummer, entspannt genossen, wie eine kleine Reise weg aus dem Alltag an.

Der remasterten Fassung der CD wurden noch zwei Titel hinzugefügt, die allerdings bereits auf dem „normalen“ Album vertreten waren. Diese beiden, mit „Home Demo“ betitelten Alternativversionen, unterscheiden sich jedoch kaum von den offiziellen Stücken, sodass die Frage nach dem Grund einer solchen Beigabe durchaus gerechtfertigt erscheint.

Fazit: Das Fazit kann hier relativ knapp ausfallen. Wer auf Progressive Rock steht und es auch nicht ganz so schlimm findet, dass immer wieder mal, na sagen wir Reminiszenzen zu anderen Bands zu hören sind, der dürfte mit „Beware Of Darkness“ durchaus seinen Spaß haben. Mir gefällt auf jeden Fall, was ich da zu hören bekomme. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Thoughts, The Doorway



Freitag, 30. November 2012

Spock’s Beard – V




Spock’s Beard – V


Besetzung:

Neal Morse – vocals, piano, synthesizer, acoustic guitar
Dave Meros – bass, stand-up bass, vocals, french horn
Ryo Okumoto – hammond organ, mellotron
Alan Morse – electric guitar, vocals, cello, sampler
Nick D’ Virgilio – drums, percussion, vocals


Gastmusiker:

Katie Hagen – french horn
Chris Carmichael – violin, viola, cello
Kathy Ann Lord – english horn
Joey Pippin – trumpet


Label: Inside Out Music


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: RetroProg


Trackliste:

1. At The End Of The Day (16:28)
2. Revelation (6:05)
3. Thoughts (Part II) (4:39)
4. All On A Sunday (4:04)
5. Goodbye To Yesterday (4:40)
6. The Great Nothing (27:02)
   
     I. From Nowhere
     II. One Note
     III. Come Up Breathing
     IV. Submerged
     V. Missed Your Calling
     VI. The Great Nothing




Progressive Rockmusik? War da nicht mal was in den 70ern? Gibt es denn heutzutage noch Bands, die sich dieser Stilrichtung verschrieben haben? Dreimal ein klares „Ja“. Spock’s Beard, eine Band um den Kopf Neal Morse, hält das Banner „Progressive Rockmusik“ auch zu Beginn dieses Jahrtausends noch hoch. Und mit „V“, irgendwie logischerweise dem fünften Output der amerikanischen Formation, haben sie zu Beginn des 21. Jahrhunderts ein richtig gutes Album vorgelegt.

„At The End Of The Day“ beginnt mit dem Sound von Hörnern, wie ein Stück klassische Musik. Und es ist nicht nur wegen seiner Länge von knapp sechzehneinhalb Minuten ein tolles Lied, welches das Herz des Progfans höherschlagen lässt. Rhythmuswechsel, schöne Melodien, schräge Töne, laute und ruhigere Passagen, der Einsatz diverser Instrumente – all diese Stilmittel finden sich auf „At The End Of The Day“. Ein langes Stück Musik, welches nie langweilig wird und immer wieder mit überraschenden Wechseln aufwartet.

Aber auch in ihren kürzeren Titeln geizen die „Bärte“ nicht mit Abwechslung. „Revelation” besteht aus zwei Teilen, einem ruhigen, sphärischen sowie einem fast schon Hardrock-mäßigen und deutlich schnelleren Part. „Thought’s (Part II)“ beginnt anschließend herrlich schwebend mit Gesang und Akustik-Gitarre, bevor es ebenfalls an Fahrt aufnimmt. Und dann kommt er, ein Gesangsteil, der so sehr an beste Gentle Giant Zeiten erinnert. Es folgen noch Streicher und – und – und. In diesem viereinhalbminütigen Stück steckt so viel Abwechslung, wie es einem Musikhörer in der heutigen Zeit nur noch ganz selten geboten wird.

„All On A Sunday“, die nächste Nummer auf dem Album, nähert sich anschließend fast schon der Musikrichtung „Pop“ und erinnert schwer an die Beatles. Wohingegen „Goodbye To Yesterday“ zunächst sehr getragen daherkommt, dann zwar auch an Tempo gewinnt, allerdings nicht wirklich ein „lauteres“ Lied wird. Für mich ist der Song fast schon an der Grenze zum „Schmalzigen“ und auch das schlechteste Lied auf der CD.

Aber dann kommt er noch, der Höhepunkt oder das Werk, des gesamten Albums: „The Great Nothing“. Abwechslungsreicher kann man Musik nicht darbieten. Hier hauen die fünf Amerikaner alles raus, was es „rauszuhauen“ gibt an Melodien, Rhythmen, Instrumentierung, und Atmosphäre. Ein genialer Song, den man nicht mit „kurz mal reinhören“ begreifen kann, dazu ist die Stelle, die man gerade erwischt hat mit Sicherheit zu unterschiedlich zu der Stelle zwei Minuten davor oder danach.

Fazit: Wer die „alten“ Yes mag, gemixt mit etwas „alten“ Genesis und einem Hauch Gentle Giant, den wird das Album begeistern. Und nochmal, dieses Stück Musik entstand nicht in den 70ern, sondern zur Jahrtausendwende. Und von mir gibt es dafür 11 Punkte.

Anspieltipps: Alle Stücke, wobei man sich mit dem “Anspielen” nicht wirklich einen Gefallen erweist, dazu ist die Musik einfach zu abwechslungsreich und selbst in einem Lied zu unterschiedlich.