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Freitag, 12. August 2016

Pete Townshend – Psychoderelict




Pete Townshend – Psychoderelict


Besetzung (Angaben als „Psychoderelict Family”:

Jeremy Allom
Jon Astley
Richard Barnes
Paul Bonnick
Ian Broudie
Mark Brzezicki
John "Rabbit" Bundrick
Chyna
Allan Corduner
Bruce Davies
Barry Diament Audio
Julie Duff of Anne Henderson Casting
Andrew Eccles
Nick Goderson
Linal Haft
Deirdre Harrison
Steve Hill
Peter Hope-Evans
Icon Communications
Nicola Joss
Kick Horns
Roger Knapp
John Labanowski
Jamie Lane
Dee Lewis
Gavin Lewis
Jody Linscott
Jaz Lochrie
Andy Macpherson
Billy Nicholls
Michael Nicholls
Tessa Niles
Phil Palmer
Josh Phillips-Gorse
Bob Pridden
Jan Ravens
Simon Rogers
Adam Seymour
Paul Stevens
Paul Townshend
Simon Townshend
Nigel Walker
Cleveland Watkiss
Suzy Webb
Lee Whitlock
Paul "Tubbs" Williams
Ian Wilson


Label: Atlantic Records


Erscheinungsdatum: 1993


Stil: Rock


Trackliste:

1. English Boy (5:07)
2. Meher Baba M3 (3:31)
3. Let's Get Pretentious (3:36)
4. Meher Baba M4 (Signal Box) (2:23)
5. Early Morning Dreams (3:54)
6. I Want That Thing (3:58)
7. Dialogue Introduction To "Outlive The Dinosaur" (0:32)
8. Outlive The Dinosaur (3:24)
9. Flame (Demo Version) (1:07)
10. Now And Then (4:25)
11. I Am Afraid (4:34)
12. Don't Try To Make Me Real (2:59)
13. Dialogue Introduction To "Predictable" (0:34)
14. Predictable (2:16)
15. Flame (2:41)
16. Meher Baba M5 (2:35)
17. Fake It (3:29)
18. Dialogue Introduction To "Now And Then (Reprise)" (0:32)
19. Now and Then (Reprise) (2:57)
20. Baba O' Riley (Demo) (1:20)
21. English Boy (Reprise) (7:04)

Gesamtspielauer: 1:03:12




„Psychoderelict” ist ein Konzeptalbum des Pete Townshend, eine sogenannte Rock Oper, die in Form einer Radiosendung gehalten ist. Gleichzeitig ist die Scheibe aus dem Jahr 1993 auch das letzte Solo-Album, welches Pete Townshend aufgenommen hat. Nun und das ist jetzt immerhin schon 23 Jahre her. Allerdings veröffentlichte Pete Townshend noch Platten zu Ehren seines spirituellen Mentors Meher Baba, der hier auch des Öfteren Erwähnung findet sowie, zusammen mit Roger Daltrey, im Jahr 2006 „Endless Wire“, das elfte The Who Studio-Album.

„Psychoderelict“ war als Nachfolger von „The Iron Man“ gedacht. „Normale“ Solo-Alben wollte Pete Townshend zu dieser Zeit anscheinend nicht mehr veröffentlichen, wieder sollte es eine Art Rock-Oper beziehungsweise Musical werden. Und so ist es auch nicht ganz einfach dieser Scheibe zu folgen, auf der die Musik immer wieder von Dialogen unterbrochen wird. Im Zentrum der Geschichte steht Raymond Highsmith, ein Rockstar der 60iger Jahre, dessen Geschichte hier abschnittsweise erzählt wird. Viele Kritiker sahen in diesem Ray High Pete Townshend persönlich, der hier auch wieder Meher Baba, seiner spirituellen Inspiration huldigt.

Nun, die Scheibe wurde nicht sehr erfolgreich, verkaufte sich überall recht schleppend, was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass der Fluss der Musik durch die vielen eingestreuten Dialoge einfach verloren geht. Es ist nicht ganz einfach, sich auf diese Scheibe einzulassen. Das sahen der Künstler und sein Management dann wohl auch so und veröffentlichten eine Version der Platte ohne diese Gesprächsfetzen, die allerdings auch nicht erfolgreicher lief. Das wiederum liegt wohl an dem Umstand, dass das enthaltene Liedmaterial eben alles andere als überzeugend klingt. Man kann „Psychoderelict” zwar anhören, ohne dauernd irgendwelche Tasten auf der Fernbedienung drücken zu müssen, allerdings besonders ins Ohr geht hier nichts. Nur auf die Lieder bezogen zieht die Musik einfach so an einem vorbei, ohne großartige, länger anhaltende Eindrücke zu hinterlassen. Die Musik des Pete Townshend war endgültig im Mittelmaß angekommen.

Fazit: Ein seltsames Album ist „Psychoderelict”, das siebte und bisher letzte Solo-Album – rechnet man die fünf Alben für seinen spirituellen Mentor Meher Baba jetzt mal nicht mit –geworden. Irgendwie wirkt die ganze Scheibe eher wie ein Hörspiel, obwohl natürlich auch hier die Musik im Vordergrund steht. Diese kann allerdings nicht mehr ganz so überzeugen, wie auf den vorherigen Platten des Pete Townshends. Wenn diese Scheibe nicht eine von Pete Townshend wäre, fände sie noch weniger Beachtung. Nur etwas für den ausgewiesenen Fan. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Now And Then, I Am Afraid, Don't Try To Make Me Real



Sonntag, 22. Mai 2016

Pete Townshend – The Iron Man




Pete Townshend – The Iron Man


Besetzung:

Pete Townshend – vocals, guitars, keyboards


Gastmusiker:


Roger Daltrey – vocals
Deboarh Conway – vocals
John Lee Hooker – vocals
Simon Townshend – vocals
Nina Simone – vocals
Chyna – vocals
Nicola Emmanuel – vocals
Simon Phillips – drums
Charlie Morgan – drums
John Entwistle – bass
Chucho Merchan – bass
John “Rabbit” Bundrick – piano
Peter Beachill – brass
John Barclay – brass
Patrick Clahar – saxophone
Pat Halling – strings
Gina Foster – chorus vocals
Derek Green – chorus vocals
Janice Hoyte – chorus vocals
Ruby James – chorus vocals
Julian Littman – chorus vocals
Michael Nicholls – chorus vocals
Earnestine Pearce – chorus vocals
Raymond Simpson – chorus vocals
The Children Of St. Stevens And Orleans School – chorus vocals



Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1989


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. I Won't Run Any More (4:51)
2. Over The Top (3:31)
3. Man Machines (0:42)
4. Dig (4:07)
5. A Friend Is A Friend (4:44)
6. I Eat Heavy Metal (4:01)
7. All Shall Be Well (4:02)
8. Was There Life (4:19)
9. Fast Food (4:26)
10. A Fool Says... (2:51)
11. Fire (3:47)
12. New Life/Reprise (6:00)

Gesamtspielauer: 45:36




Es ist schon seltsam. Irgendwann reicht es vielen Rock-Musikern manchmal einfach nicht mehr, lediglich Pop- und Rock-Musik zu schreiben, sie sehnen sich nach vermeintlich „Höherem”. Da werden die eigenen Stücke dann schon mal mit großem Orchester eingespielt, um ihnen den Anstrich der ernsten Musik zu geben. Oder noch schlimmer, man komponiert die Musik speziell für völlig andere musikalische Zielgruppen. Musste es im Falle des Pink Floyd Bassisten Roger Waters gleich eine ganze Oper mit dem Namen „Ça Ira“ sein, so begnügte sich Pete Townshend dann doch noch mit einem Musical, welches den Titel: „The Iron Man“ trägt.

Das Stück wurde von den Kritikern ziemlich zerrissen und ich sage es gleich vorweg, ich hasse Musicals. Ich habe selbst drei in meinem Leben besuchen (müssen), die mit die schlimmsten „musikalischen“ Erlebnisse meines Lebens bedeuteten. Nun, dieses „Musical“ von Pete Townshend klingt allerdings glücklicherweise nur manchmal nach einem „richtigen“ Musical. zuallermeist ist das im Grunde genommen ganz normale Pop- und Rock-Musik, die man auf „The Iron Man“ zu hören bekommt. Aber leider hakt es auch gerade hier, denn diese Pop- beziehungsweise Rock-Musik ist zum größten Teil alles andere als überzeugend. Meist erreichen die Titel maximal noch Durchschnittsniveau. Und da ist es dann auch völlig egal, ob diese von Roger Daltrey, Pete Townshend selbst oder irgendjemand anderem eingesungen wurden.

Allerdings zwei Ausnahmen gibt es dann doch auf „The Iron Man“, die wahrlich gelungen sind. Zum einen ist da das rockige „I Eat Heavy Metal“, welches John Lee Hooker einsingt und schließlich noch das sehr sanfte und von Pete Townshend selbst vorgetragene „A Fool Says…“. Beides schöne Nummern, die ins Ohr gehen und ein klein wenig über solch Grausamkeiten wie „New Life“ oder ähnlichen Stücken hinwegtrösten.

Fazit: Nimmt man die „Musical-Lieder“, die es leider logischerweise auch auf „The Iron Man“ gibt, weg, würde ein kurzes, mit zwei Höhepunkten versehenes Album übrigbleiben. Die Platte ist sicherlich keine essentielle in der Diskographie des Pete Townshend und eher was für eingefleischte Fans, die eben alles von ihm ihr Eigen nennen wollen. Für mich hat sich die Scheibe wegen der zwei guten Titel jedoch durchaus gelohnt, für den Rest allerdings nicht mehr. Sieben Punkte.

Anspieltipps: I Eat Heavy Metal, A Fool Says...



Dienstag, 10. Mai 2016

Pete Townshend – Another Scoop




Pete Townshend – Another Scoop


Besetzung:

Pete Townshend – many instruments


Gastmusiker:

Nicht extra aufgeführt


Label: ATCO Records


Erscheinungsdatum: 1987


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

Platte / CD 1:

1. You Better You Bet (5:19)
2. Girl In A Suitcase (3:26)
3. Brooklyn Kids (4:49)
4. Pinball Wizard (3:00)
5. Football Fugue (3:25)
6. Happy Jack (2:15)
7. Substitute (3:35)
8. Long Live Rock (3:47)
9. Call Me Lightning (2:12)
10. Holly Like Ivy (2:54)
11. Begin The Beguine (4:10)
12. Vicious Interlude (0:22)
13. La-La-La-Lies (1:58)
14. Cat Snatch (3:22)


Platte / CD 2:

1. Prelude #556 (1:19)
2. Baroque Ippanese (2:25)
3. Praying The Game (4:17)
4. Driftin' Blues (3:17)
5. Christmas (1:57)
6. Pictures Of Lily (2:50)
7. Don't Let Go The Coat (4:00)
8. The Kids Are Alright (2:58)
9. Prelude: The Right To Write (1:36)
10. Never Ask Me (4:24)
11. Ask Yourself (4:30)
12. The Ferryman (5:46)
13. The Shout (3:52)

Gesamtspieldauer: 1:25:47




„Another Scoop” heißt die zweite Veröffentlichung der dreiteiligen „Scoop-Reihe“, in der Pete Townshend seinen Hörern, wie mit einer großen Schaufel, neben ein paar neuen Stücken, eine ganze Menge Demos und alternative Versionen von bereits bekannten Liedern hinwirft. Auch auf dieser zweiten Doppel-LP gibt es allerdings wieder nicht übermäßig viel Neues zu hören, vielmehr ist es interessant zu beobachten, wie einzelne Lieder auch hätten klingen können, wenn der Unterschied auch nicht immer sehr groß ausfällt.

Am Interessantesten sind hier die Titel, die Pete Townshend mit Orchester eingespielt hat und eben noch nicht auf den bisherigen Platten zu finden sind. Diese sind allesamt sehr eingängige Stücke, kraftvoll und voll klingend, sehr melodiös und ins Ohr gehend. „Brooklyn Kids“, „Football Fugue“, „Praying The Game“ und vor allen Dingen „The Ferryman“ sind hierbei zu nennen. Hier klingt „Another Scoop“ jetzt auch sehr eindrucksvoll und lohnenswert. Das kann man aber natürlich nicht von allen Titeln behaupten, da diese wirklich oftmals im Heimstudio des Musikers entstanden und deshalb selbstverständlich auch kein Schlagzeug aufweisen. Das wiederum hat zur Folge, dass einige der Titel schon sehr „synthie“ klingen. Wenn dann jedoch, wie bei „Baroque Ippanese“, noch eine interessante Melodie dazukommt, wirkt die Nummer trotzdem – aber das ist eben nicht immer der Fall, obwohl „Another Scoop“ an jeder Stelle interessant bleibt.

Richtig gut und gelungen sind übrigens die Erklärungen, die Pete Townshend zu den einzelnen Titeln mit dazu liefert. Auf den beiden Plattenhüllen sind diese mit abgedruckt und erzählen etwas über die Geschichte der Musik und auch der jeweiligen Texte. Dadurch lernt man den Musiker noch ein wenig besser kennen und erhält zahlreiche interessante Informationen über die Entstehung der einzelnen Lieder.

Fazit: Auch „Another Scoop” wendet sich in erster Linie an den Fan der Musik des Pete Townshend. Ganz egal ist es dabei, ob man sicher eher von der Who- oder von der Solo-Seite des Pete Townshend nähert. Mag man die Musik des Engländers, dann wird einen dieses Album auch zusagen und überzeugen. Der Sound ist gut und auch wenn die Lieder oftmals Demo-Aufnahmen darstellen, merkt man das höchstens an der Perkussion, die dann eben dem Drum-Computer entspringt. Eine schöne Ergänzung. Neun Punkte.

Anspieltipps: Brooklyn Kids, Football Fugue, Praying The Game, The Ferryman



Sonntag, 10. April 2016

Pete Townshend – Deep End Live!




Pete Townshend – Deep End Live!


Besetzung:

Pete Townshend – vocals, guitar


Gastmusiker:

David Gilmour – guitar
Simon Phillips – drums
John "Rabbit" Bundrick – keyboards
Jody Linscott – percussion
Peter Hope Evans – harmonica
horn section


Label: ATCO Records


Erscheinungsdatum: 1986


Stil: Rock, Live


Trackliste:

1. Barefootin' (3:09)
2. After The Fire (4:36)
3. Behind Blue Eyes (3:40)
4. Stop Hurting People (5:09)
5. I'm One (2:36)
6. I Put A Spell On You (4:03)
7. Save It For Later (4:10)
8. Pinball Wizard (3:00)
9. A Little Is Enough (5:20)
10. Eyesight To The Blind (3:02)

Gesamtspieldauer: 38:45




Am 1. und 2. November 1985 gab Pete Townshend in London, in der Brixton Academy zwei Konzerte, über die ein Konzertfilm gedreht wurde, der anschließend bei Atlantic Video veröffentlicht worden war. Die Platte „Deep End Live!”, die danach schließlich im August 1986 veröffentlicht wurde, enthält Auszüge aus diesem Konzert. Auf der Rückseite der Platte kann man nachlesen, dass Pete Townshend dies nur aufgrund der großen Nachfrage gemacht hätte, da die Platte ursprünglich lediglich für die Radiostationen gedacht gewesen wäre, um das Video mit zu unterstützen.

Auf der Platte hört man eine Mischung aus The Who, Pete Townshend Solo-Liedern und einigen Cover-Songs, die beim Publikum für ordentlich Begeisterung sorgen. Bläser werden unter anderem mit eingebaut, die Platte klingt rockig, jedoch bekommt man hier leider nur eine sehr eingeschränkte Übersicht über das Wirken und Schaffen des Pete Townshend geliefert. Mit den Nummern „Barefootin'“, „I Put A Spell On You“, „Save It For Later“ und „Eyesight To The Blind“ sind gleich vier Cover-Versionen auf der Scheibe enthalten. „After The Fire“ schrieb Pete Townshend für das Live Aid Konzert und wurde auf Roger Daltreys sechstem Solo-Album, „Under A Raging Moon“, veröffentlicht. Dies war 1985, also in dem Jahr, in dem auch das Konzert in der Brixton Academy stattfand.

Bleiben noch „Stop Hurting People“ und „A Little Is Enough“ von seinen Solo-Alben „All The Best Cowboys Have Chinese Eyes“ und „Empty Glass“. Zwei Lieder, bei denen man sich darüber streiten kann, ob sie zu den besten der jeweiligen Alben gehören. Das machen allerdings sicher die drei The Who Lieder „Behind Blue Eyes“, „I'm One“ und „Pinball Wizard“. Hier klingt nun auch die Musik des Pete Townshend am mitreißendsten – und das kann man auch sehr gut an den Reaktionen des Publikums nachvollziehen. Hier macht auch das Zuhören Spaß, was bei den Cover-Versionen, wenn man sie denn nicht live sieht und gleichzeitig hört, nur eingeschränkt der Fall sein kann.

Fazit: „Deep End Live!” ist eine Scheibe für den Pete Townshend Fan oder all jene Leute, die damals dem Konzert beiwohnen durften. Ich glaube dem The Who Gitarristen und Songschreiber gerne, dass er auch Lieder anderer Musiker nachspielen und singen kann, ich muss das allerdings nicht unbedingt auf Platte gepresst hören. Wenn er denn mit seinen zahlreichen Liedern, von mir aus auch einer Mischung aus The Who- und Solo-Titeln ein Live-Album vorstellt, wäre das sicherlich sehr viel interessanter und überzeugender geworden. Das hier, „Deep End Live!”, ist irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes. Was allerdings nicht als Kritik an dem ganzen Film angesehen werden soll, denn der ist sehr überzeugend, enthält noch deutlich mehr Lieder und transportiert die Stimmung des Konzertes auch sehr viel besser. Acht Punkte.

Anspieltipps: Behind Blue Eyes, I'm One, Pinball Wizard



Samstag, 18. Juli 2015

Pete Townshend – Scoop




Pete Townshend – Scoop


Besetzung:

Pete Townshend – vocals, guitar, keyboards


Gastmusiker:

Nicht aufgeführt


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 1983


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

1. So Sad About Us / Brrr (4:44)
2. Squeeze Box (2:27)
3. Zelda (2:25)
4. Politician (3:37)
5. Dirty Water (2:08)
6. Circles (2:10)
7. Piano: Tipperary (1:01)
8. Unused Piano: Quadrophenia (2:33)
9. Melancholia (3:17)
10. Bargain (4:13)
11. Things Have Changed (2:25)
12. Popular (2:28)
13. Behind Blue Eyes (3:29)
14. Magic Bus (4:21)
15. Cache Cache (3:43)
16. Cookin' (3:21)
17. You're So Clever (4:18)
18. Body Language (1:33)
19. Initial Machine Experiments (1:56)
20. Mary (3:19)
21. Recorders (1:18)
22. Goin' Fishin' (2:54)
23. To Barney Kessell (2:01)
24. You Came Back (4:06)
25. Love, Reign O'er Me (4:58)

Gesamtspieldauer: 1:14:59




„Scoop“ ist das erste von bisher insgesamt drei („Scoop“, „Another Scoop“ und „Scoop 3“) Kompilationsalben des Pete Townshend, auf denen der The Who Gitarrist seinen Hörern Demos und auch bisher unveröffentlichtes Material bietet. „Scoop“ selbst, also die erste Veröffentlichung dieser Reihe, erschien im Jahr 1983 und enthält Stücke aus den Jahren 1965 bis 1982.

Diese Scheibe kann aus zwei Gründen interessant sein. Zum einen dann, wenn man alles von Pete Townshend besitzen möchte, zum anderen, wenn man daran interessiert ist, wie sich so mancher Titel in der ursprünglichen Fassung anhört. Diese ist meistens nicht so überzeugend wie die endgültige Fassung, welche dann auf einem The Who Album zu hören ist. Ausnahme hierbei ist gleich der Opener „So Sad About Us“, der auf „Scoop“ in Verbindung mit dem bisher unveröffentlichten Instrumentaltitel „Brrr“ zu hören ist. Die Nummer führt Pete Townshend mit einer persönlichen Ansage ein und das Stück hört sich dann wahrlich sowas von traurig an, dass es die auf dem zweiten Album, „A Quick One“, veröffentlichte Fassung um Längen schlägt.

Auch lässt sich bei einigen Titeln heraushören, welch guter und überzeugender Sänger Roger Daltrey ist. Das Lied „Love, Reign O'er Me“ ist sicherlich eines der besten Stücke überhaupt, welches Pete Townshend in seiner Karriere geschrieben hat und bildet einen würdigen Abschluss der Platte „Quadrophenia“. Auch hier bildet die Nummer das Ende des Albums, jedoch hört man dieses Mal eben Pete Townshend singen. Ein sehr großer Unterschied und ein Vergleich, den Pete Townshend deutlich verliert.

Bleiben noch eine Handvoll Stücke oder aber auch Fragmente, die wirklich neu sind. Diese sind zum Teil witzig und überzeugend, manches Mal merkt man jedoch auch schnell, warum sie es nie auf ein offizielles The Who - oder Pete Townshend Solo Album geschafft haben. Zum Teil also nicht der Rede wert.

Fazit: Nun, „Scoop” ist eher was für absolute Pete Townshend- oder The Who-Fans. Oftmals sind die Unterschiede zur ursprünglichen Version gar nicht so groß und sie unterscheiden sich dann eben zum Beispiel hauptsächlich im Gesang. Aber natürlich, wenn jemand jeden Schnipsel von Pete Townshend besitzen möchte, dann lohnt sich diese ursprüngliche Doppel-LP natürlich schon. Aber wohl auch nur dann. Acht Punkte.

Anspieltipps: Piano: Tipperary, Unused Piano: Quadrophenia



Montag, 15. Juni 2015

Pete Townshend – All The Best Cowboys Have Chinese Eyes




Pete Townshend – All The Best Cowboys Have Chinese Eyes


Besetzung:

Pete Townshend – vocals, guitars and keyboards prophet 5–10 synthesizer, arp 2500 and synclavier


Gastmusiker:

Virginia Astley – piano
Tony Butler – bass
Peter Hope-Evans – harmonica
Mark Brzezicki – drums
Simon Phillips – drums
Jody Linscott – percussion
Chris Stainton – additional keyboards
Poli Palmer – tuned percussion
John Lewis – fairlight cmi synthesizer programmes


Label: ATCO Records


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: Rock


Trackliste:

1. Stop Hurting People (3:55)
2. The Sea Refuses No River (5:53)
3. Prelude (1:31)
4. Face Dances, Part 2 (3:24)
5. Exquisitely Bored (3:41)
6. Communication (3:19)
7. Stardom in Acton (3:42)
8. Uniforms (Corp d'Esprit) (3:42)
9. North Country Girl (2:27)
10. Somebody Saved Me (4:51)
11. Slit Skirts (4:54)


Bonus Tracks der remasterten Albumfassung:

12. Vivienne (3:37)
13. Man Watching (2:32)
14. Dance It Away (3:39)

Gesamtspieldauer: 51:13




„All The Best Cowboys Have Chinese Eyes“ nannte Pete Townshend sein drittes Solo-Album. Diese Platte erschien im Jahr 1982 und der seltsame Album-Titel deutet, laut Aussage von Pete Townshend, darauf hin, dass man im Grunde nicht verstecken kann, was man mag, auf was man steht. Nun, klarer wird mir dadurch der Titel jedoch auch nicht, man muss allerdings auch nicht alles verstehen.

Auch dieses Solo-Werk des Pete Townshend ist wieder bis oben hin vollgefüllt mit tollen Songs. Manches Mal sind die Töne sanfter, zurückhaltender, dann wird jedoch wieder ordentlich gerockt. Insgesamt überwiegen jedoch die ruhigen und leiseren Stimmungen auf dieser Scheibe. Doch ganz egal, ob Pete Townshend auf „All The Best Cowboys Have Chinese Eyes“ nachdenklich klingt oder doch eher rockt, über allem stehen bei dem gebürtigen Londoner die Melodien. Jedes der elf ursprünglich auf Schallplatte vorhandenen Lieder geht ziemlich zügig ins Ohr und mag von dort auch nicht mehr verschwinden. Ausfälle gibt es keine zu verzeichnen, alles hat seine Qualität und weiß zu überzeugen.

Die Höhepunkte der Scheibe sind dabei das wunderschön verträumte und sehnsüchtige „Prelude“. Dann sicherlich „Exquisitely Bored“, eines der vielen tollen Stücke, die Pete Townshend in seiner Karriere geschrieben hat. Es ist die Stimmung, die hier transportiert wird, die von ein wenig düster, über spielerisch bis kraftvoll reicht. Alles zusammen in einem doch gar nicht mal so langen Lied. Einfach nur gut. Dann gibt es da noch das unglaublich fröhliche „Uniforms (Corp d'Esprit)“ und natürlich „Slit Skirts“, welches einen Pianolauf zum Dahinschmelzen enthält – einfach nur schön.

Der remasterten Album-Fassung sind drei Zugaben beigemischt worden, die, wie es sich für Bonus-Titel gehört, am Ende der Scheibe zu finden sind. Diese erreichen nicht ganz die Qualität, der ursprünglichen Nummern, jedoch ist das „Jammern auf hohem Niveau“, da auch diese drei Titel durchaus hörenswert sind.

Fazit: Wer eingängigen Rock mag, der allerdings auch manchmal die Grenze zum Pop überschreitet, die oder der dürfte jede Menge Spaß an diesem Album haben. Bei Pete Townshend klingt es immer melodiös und eingängig, ganz egal ob da gerockt wird oder alles hauchzart und weich zu sein scheint. „All The Best Cowboys Have Chinese Eyes“ ist ein schönes Album geworden, ein abwechslungsreiches und vielleicht das beste Pete Townshend Solo-Album überhaupt. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Exquisitely Bored, Uniforms (Corp d'Esprit), Slit Skirts



Freitag, 5. Juni 2015

Pete Townshend – Empty Glass




Pete Townshend – Empty Glass


Besetzung:

Pete Townshend – vocals, guitars, synthesizers

Gastmusiker:

John "Rabbit" Bundrick – "straight" keyboards
Simon Phillips – drums
James Asher – drums
Kenney Jones – drums
Mark Brzezicki – drums
Tony Butler – bass guitar
Raphael Rudd – brass arrangements on "Rough Boys"
Peter Hope-Evans – harmonica on "Cat's In The Cupboard"


Label: ATCO Records


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: Rock


Trackliste:

1. Rough Boys (4:03)
2. I Am An Animal (3:48)
3. And I Moved (3:23)
4. Let My Love Open The Door (2:45)
5. Jools And Jim (2:35)
6. Keep On Working (3:23)
7. Cat's In The Cupboard (3:33)
8. A Little Is Enough (4:43)
9. Empty Glass (5:23)
10. Gonna Get Ya (6:25)


Bonus Tracks der remasterten Albumfassung:

11. I Am An Animal (Demo Alternate Vocal Version) (3:48)
12. Keep On Working (Demo Alternate Vocal Version) (3:32)
13. And I Moved (Demo Alternate Vocal Version) (3:05)
14. Gonna Get Ya (Work-in-Progress Long Version) (11:23)

Gesamtspieldauer: 1:01:55




Manche Musiker schaffen es einfach, sogar über Jahrzehnte hinweg, tolle Musik zu erschaffen. Einer dieser Musiker ist zweifelsohne Pete Townsend, der nicht nur mit The Who viele wunderschöne Scheiben veröffentlichte, sondern auch auf seinen Solo-Pfaden bewies, dass er das Gespür für die geniale Melodie besitzt, die das Ohr des Hörers umschmeichelt und sich festsetzt.

Nicht anders ist es auf „Empty Glass“, seinem zweiten Soloalbum aus dem Jahr 1980. Zehn Titel befinden sich darauf, welche Rock-Musik, mit einem manchmal durchaus vorhandenen Pop-Touch beinhalten. Jeder dieser zehn Titel geht dabei ziemlich schnell ins Ohr. Egal, ob Pete Townshend ordentlich rockt oder immer wieder mal auch ganz weich wirkt, wie zum Beispiel bei „I Am An Animal“ oder abschnittsweise auch im Titeltrack „Empty Glass“. Völlig zerbrechlich klingt dann die Stimme des Pete Townshend und transportiert dabei jede Menge Gefühl.

Ich kann auf dieser Scheibe keinen Ausfall erkennen. Alles hat seine Qualität und geht ziemlich schnell ins Ohr. Ganz im Gegenteil sogar, im Grunde genommen gibt es  jede Menge Höhepunkte auf „Empty Glass“ zu hören. Welche das sind, bleibt natürlich wieder jeder beziehungsweise jedem Hörer selbst überlassen, meine Favoriten habe ich unten bei den Anspieltipps hinterlegt. „Empty Glass“ unterscheidet sich übrigens durchaus von einem The Who Album. Die Lieder sind poppiger, als bei seiner Band. Dazu wird dem Synthesizer ein noch größeres Spielfeld eingeräumt und auch das Piano spielt eine deutlichgewichtigere Rolle, als noch bei den Who.

Auf der remasterten Fassung des Albums gibt es schließlich noch vier Zugaben. Drei davon sind alternative Gesangsversionen. Ganz nett, jedoch ist der Unterschied nicht gerade gravierend. Sehr viel interessanter ist da dann schon die über elfminütige „Gonna Get Ya“-Variante. Allerdings nur deshalb lohnt ein weiterer Kauf des Albums nicht, wenn man dies schon sein Eigen nennt.

Fazit: Auf „Empty Glass“ hört man einen „anderen“ Pete Townshend. Einen der weniger rockt, bei dem noch mehr die ruhigeren Momente der Musik im Vordergrund zu stehen scheinen, obwohl „Empty Glass“ alles andere als ein Soft-Pop Album darstellt. Vielmehr ist es vollgestopft mit netten und schönen und melodiösen Titeln, die sich wahrlich lohnen gehört zu werden. Elf Punkte.

Anspieltipps: I Am An Animal, And I Moved, Keep On Working, Empty Glass



Montag, 25. Mai 2015

Pete Townshend – Who Came First




Pete Townshend – Who Came First


Besetzung:

Pete Townshend – vocals, guitars, keyboards, bass guitar, drums, percussion, harmonica on "Day Of Silence"


Gastmusiker:

Ronnie Lane – vocals, guitar on "Evolution"
Billy Nicholls – vocals, guitar on "Forever's No Time At All"
Caleb Quaye – guitars, bass guitar, percussion on "Forever's No Time At All"


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Rock


Trackliste:

1. Pure & Easy (5:33)
2. Evolution (3:45)
3. Forever No Time At All (3:09)
4. Let's See Action (6:23)
5. Time Is Passing (3:28)
6. Heartache (3:22)
7. Sheraton Gibson (2:38)
8. Content (2:56)
9. Parvardigar (6:50)


Bonus Tracks der remasterten Albumfassung:

10. His Hands (2:08)
11. The Seeker (4:36)
12. Day Of Silence (2:52)
13. Sleeping Dog (2:57)
14. The Love Man (5:01)
15. Lantern Cabin (4:10)
16. Mary Jane (2:38)
17. I Always Say (5:47)
18. Begin The Beguine (4:49)

Gesamtspieldauer: 1:13:08




Das erste Solo-Album von Pete Townshend heißt „Who Came First” und wurde im Oktober 1972 veröffentlicht. Auf dieser Platte bringt der The Who Gitarrist und hauptsächliche Songschreiber seine innige geistige Beziehung zum indischen Guru und Mystiker Meher Baba zum Ausdruck, der auch auf der LP beziehungsweise CD mehrfach abgedruckt ist. Dieser Meher Baba, dem auch im The Who Titel „Baba O’Riley“ gedacht wurde, entschied sich im Jahr 1925 nicht mehr zu reden, da ihm aus mehreren Gründen die Konversation zwischen den Menschen zu laut und aggressiv erschien. Er hielt dies auch 44 Jahre, bis zu seinem Tod im Jahr 1969 durch. Seine letzten Worte vor seinem Schweigegelübde am 10. Juli 1925 waren übrigens „Don’t Worry, Be Happy“, welche wiederum Bobby McFerrin für seinen weltweiten Nummer 1 Hit im Jahr 1988 nutze.

Auf „Who Came First” hört man keine indische Musik und auch nicht The Who. Vielmehr ist die Platte eine Ansammlung zumeist sehr leiser und nachdenklicher Songs, die durchaus alle ins Ohr zu gehen verstehen. Vielleicht trifft das noch nicht beim ersten Hören zu, mit jedem weiteren Durchlauf der Scheibe wächst die Musik, auf „Who Came First” jedoch stetig. Alles klingt melodiös und geht ins Ohr. So richtig gerockt, wie bei The Who, wird auf dieser ersten Soloscheibe des Pete Townshend nur abschnittsweise. Vielmehr steht hier die Stimmung, die Atmosphäre, die vermittelt werden soll, im Vordergrund. Das wiederum macht sehr viel Spaß, da auch kein Lied großartig gegenüber dem anderen abfällt.

Die Höhepunkte der Scheibe liegen für mich jedoch ganz klar im Beginn und am Ende des Albums – der ursprünglichen Platte. „Pure & Easy“ ist einfach ein mitreißendes Lied, im Mid-Tempo gehalten und mit einer tollen Melodie ausgestattet, die gleich beim ersten Hören ins Ohr geht. Beim ehemaligen letzten Stück „Parvardigar“ fühlt man sich fast schon manchmal in das Folk-Genre versetzt. Diese Nummer ist ein überaus unaufdringliches Lied, welches wirkt und hängenbleibt. Sehr melodiös bleibt dieser Titel im Ohr hängen. Kein Wunder also, dass Pete Townshend gerade dieses Lied als Abschluss seiner Platte wählte.

Ursprünglich waren neun Lieder auf der LP vorhanden. Die remasterte CD-Ausgabe enthält nun achtzehn Tracks, also insgesamt neun Zugaben. Die meisten davon hätten es auch ohne weiteres auf das Original-Album schaffen können. Zwei wunderschöne Instrumentalnummern sind dabei mit „His Hands“ sowie „Lantern Cabin“ enthalten. Instrumentallieder von Pete Townshend? Allein dies ist eine Investition wert und wertet das Album nochmals auf.

Fazit: Auf „Who Came First“ hört man keine indische Musik und auch keine The Who Songs. Das Album ist auch keine „Resterampe“ mit unveröffentlichten Titeln, sondern war genau so geplant. Auf „Who Came First“ hört man Pete Townshend so, wie man ihn sonst nicht kennt – zumindest nicht in dieser Ausprägung: ruhig, gedämpft und nachdenklich. Für Pete Townshend Fans ein absolutes „Muss“, aber auch The Who Freunde können hier mal andere Musik der Band hören, die trotzdem in deren Geiste entstand. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Pure & Easy, Parvardigar, His Hands



Samstag, 27. September 2014

Pete Townshend & Ronnie Lane – Rough Mix




Pete Townshend & Ronnie Lane – Rough Mix


Besetzung:

Ronnie Lane and Pete Townshend – vocals, guitars, electric guitars, mandolins, bass guitars, banjos, ukuleles
Edwin Astley – orchestrations on "Street In The City"
John "Rabbit" Bundrick – organ, Fender Rhodes on "Nowhere To Run," "Rough Mix," "Keep Me Turning," "Heart To Hang Onto"
Boz Burrell – bass guitar on "Heart To Hang Onto" and "Till The Rivers All Run Dry"
Mel Collins – saxophones on "Catmelody"
Eric Clapton – guitars, dobro on "Rough Mix," "Annie," "April Fool," "Till The Rivers All Run Dry"
Julian Diggle – percussion on "Misunderstood"
John Entwistle – horns, vocals on "Heart To Hang Onto" and "Till The Rivers All Run Dry"
Peter Hope Evans – harmonica on "Nowhere To Run," "Misunderstood"
Benny Gallagher – accordion on "Annie"
Tony Gilbert – orchestral leader on "Street In The City"
Chris Green – principal cello on "Street In The City"
Charlie Hart – violin on "Annie"
Chris Laurence – principal bass on "Street In The City"
Graham Lyle – twelve-string guitar on "Annie"
Dave Markee – double bass on "Annie" and "April Fool"
Billy Nicholls – vocal on "Till the Rivers All Run Dry"
Steve Shingles – principal viola on "Street In The City"
Henry Spinetti – drums on "Nowhere To Run," "Rough Mix," "Keep Me Turning," "Heart To Hang Onto," "Till The Rivers All Run Dry"
Ian Stewart – piano on "Catmelody"
Charles Vorsanger – principal second violin on "Street In The City"
Charlie Watts – drums on "My Baby Gives It Away" and "Catmelody"


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Rock


Trackliste:

1. My Baby Gives It Away (4:03)
2. Nowhere To Run (3:18)
3. Rough Mix (3:12)
4. Annie (2:57)
5. Keep Me Turning (3:47)
6. Catmelody (3:12)
7. Misunderstood (3:01)
8. April Fool (3:34)
9. Street In The City (6:07)
10. Heart To Hang Onto (4:29)
11. Till The Rivers All Run Dry (3:54)


Bonus Tracks:

12. Only You (4:29)
13. Good Question (3:35)
14. Silly Little Man (3:44)

Gesamtspieldauer: 53:23




The Who hatten gerade eine kleine Schaffenspause eingelegt und Ronnie Lane verließ die kurz zuvor wiedervereinigten „Small Faces" noch vor der Einspielung eines neuen Albums frustriert. Pete Townshend und Ronnie Lane, die sich als Musiker und Songschreiber sehr schätzten, beschlossen, gemeinsam ein neues Album aufzunehmen. 1977 wurde dieses schließlich unter dem Titel „Rough Mix" veröffentlicht. Leider blieb dieses Werk jedoch weitestgehend unbeachtet, denn wer auf gut gemachte Pop und auch auf Folk Musik steht, der sollte sich diese Platte durchaus mal zu Gemüte führen. Die Musik-Kritiker lobten übrigens diese Scheibe sehr.

Es gibt hier einiges zu entdecken, vor allem jedoch gut und intelligent gemachte Pop und Rock Musik, die manches Mal einen Einschlag in das Folk-Genre aufweist – zugegebenermaßen gibt es auch ein Stück, welches an Country erinnert. Die Texte sind jedoch intelligent und spannend geschrieben, die Melodien sehr eingängig, sodass auch dieser gewisse Wiedererkennungswert durchaus gegeben ist. Jedem der elf von Pete Townshend oder Ronnie Lane allein oder gemeinsam geschriebenen Stücke des Albums wohnt etwas inne, soll heißen, das Zuhören macht einfach Spaß. Einen „Füller" gibt es auch nicht so richtig, aber mit „Misunderstood”, „Street In The City“ und „Heart To Hang Onto” gibt es einige Höhepunkte, sodass „Rough Mix“ sicherlich für jeden Pop-Rock-Freund eine Bereicherung darstellt.

Ronnie Lane verstarb am 4. Juni 1997 an Multipler Sklerose, einer Krankheit, die kurz vor den Aufnahmen zu diesem Album bei ihm diagnostiziert worden war. Von daher ist dieses Album auch irgendwie ein Teil, seiner Lebensgeschichte. Als Gastmusiker haben unter anderem Charlie Watts, Eric Clapton, John Entwistle, Boz Burrell, Henry Spinetti, Mel Collins und etliche weitere zu dem Gelingen dieser Platte beigetragen.

Fazit: Wahrlich gut gemachte Musik. Bei meiner Platte ist „Heart To Hang Onto“ das letzte Lied der zweiten Seite. Auf der CD-Ausgabe, die ich auch besitze, ist angeblich „Till The Rivers All Run Dry“ die letzte Nummer. Egal, „The Who Fans“ werden hier nicht auf ihre Kosten kommen. „Pete Townshend Fans“ jedoch definitiv. Ach ja und für „Ronnie Lane Fans“ ist dieses Album ein „Must Have“. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Heart To Hang Onto



Sonntag, 22. Juli 2012

Pete Townshend – White City: A Novel





Pete Townshend – White City: A Novel


Besetzung:

Pete Townshend


Gastmusiker – Steve Barnacle, Mark Brzezicki, John (Rabbit) Bundrick, Tony Butler, Peter Hope-Evans, David Gilmour, Simon Clarke, Roddy Lorimer, Dave Sanders, Tim Sanders, Peter Thoms, Chucho Merchan, Pino Palladino, Simon Phillips, Clem Burke, Phil Chen

Backround Sänger – Jackie Challenor, Mae McKenna, Lorenza Johnson, Emma Townshend


Label: SPV


Erscheinungsdatum: 1986


Stil: Rock


Trackliste:

1. Give Blood (5:47)
2. Brilliant Blues (3:06)
3. Face The Face (5:54)
4. Hiding Out (3:02)
5. Secondhand Love (4:13)
6. Crashing By Design (3:17)
7. I Am Secure (4:00)
8. White City Fighting (4:41)
9. Come To Mama (4:43)


Bonus Tracks:

10. Night School (Bonus) (3:24)
11. Save It For Later (Bonus) (4:59)
12. Hiding Out (12" Mix) (Bonus) (5:51)




Das Album „White City: A Novel“ war bereits das sechste Soloalbum, welches der Gitarrist und hauptsächliche Songschreiber der „The Who“, Pete Townshend, 1986 veröffentlichte. Und dieses Album ist ein großes Album geworden. Perfekte Rock-Musik, die immer wieder mal „angepoppt“ ist, bekommt der Hörer hier zu hören. Perfekt arrangierte Songs, die sofort ins Ohr gehen, die mitreißen können, die sich im Musikzentrum des Gehirns festsetzen und sich von dort einfach nicht mehr verabschieden wollen.

Auf „White City“ gibt es die ruhigeren Stücke (I Am Secure) gleichberechtigt neben den treibenden Nummern (Give Blood, Face The Face). Hier gibt es solch Ohrwürmer wie den Titeltrack „White City“, für den sich David Gilmour von Pink Floyd mitverantwortlich zeigt. Dies ist allerdings die Ausnahme, alle anderen Stücke wurden von Pete Townshend alleine komponiert.

Und auch all die anderen Titel des Albums haben was. Sie klingen nach – und dies ohne Ausnahme. Kein Lied unterschreitet eine gewisse Qualität. Das gilt zumindest für die neun „offiziellen“ Titel, die auch auf der ursprünglichen Plattenversion vorhanden waren. Die erste Zugabe „Come To Mama“ ist da dann schon ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Das Stück soll wohl funkig klingen, aber das ist einfach nicht das Metier des Pete Townshend. „Save It For Later“ ist da schon wieder sehr viel besser. Eine ruhige Nummer, die auch perfekt zu den ersten neun Titeln des Albums passt. „Hiding Out“ ist schließlich noch eine etwas aufgepeppte Version des vierten Stücks, wobei das Original dann doch noch besser klingt

Fazit: „White City: A Novel“ ist so eine Art „Wohlfühlalbum“. Man kann damit nichts falsch machen, die Lieder sind allesamt klasse und es gibt sogar auch richtige Highlights, die die Zeiten überdauern werden. Ich kenne das Album seit dem Erscheinen und immer wieder landet es bei mir auf dem Plattenteller oder im CD Player. Zeitlos gut gemachte Musik, an der man sich nicht überhören kann. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Give Blood, Face The Face, I Am Secure, White City Fighting