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Montag, 2. Oktober 2017

Corvus Corax – Gaudia Vite Live (DVD)




Corvus Corax – Gaudia Vite Live (DVD)


Inhalt:


  • Konzertmitschnitt von der Seikilos-Tour (32:35)
  • Dokumentationsfilm „Unterwegs mit Corvus Corax” (40:49)
  • Geheime Videos
  • Diashow
  • Bandinfo



Label: EFA Medien GmbH


Erscheinungsdatum: 2003


Stil: Mittelaltermusik, Mittelalter Rock




Die DVD „Gaudia Vite Live“ von Corvus Corax beinhaltet neben einem etwas über halbstündigen Konzertmittschnitt aus der 2002er Seikilos-Tour, den Dokumentationsfilm „Unterwegs mit Corvus Corax – Ein Jahr unterwegs mit den Königen der Spielleute, Einblicke hinter die Kulissen“, acht „geheime“ Videos, eine Photogalerie sowie eine Bandinformation über die Geschichte der Band Corvus Corax.

Der Konzertmitschnitt ist mit 32:35 definitiv zu kurz geraten. Da helfen auch die „geheimen“ Videos nicht mehr, bei denen es sich zumeist um sehr schlechte Aufnahmen von Freunden oder Fans handelt. Im Zentrum der DVD steht von daher der Dokumentationsfilm „Unterwegs mit Corvus Corax“, in dem man viel über die Band erfährt. Ist man an solchen Informationen interessiert, wird man auch mit zahlreichen geschriebenen Bandinformationen über Corvus Corax bestens ausgestattet. Dazu gibt es noch zahlreiche Bilddokumente von den Anfängen Ende der 80er Jahre bis zur Bandgeschichte am Anfang des 21. Jahrhunderts.

Für Corvus Corax Fans gibt es hier einige Informationen und viel wissenswertes Material, wer sich allerdings für die Musik der Berliner Mittelalter Band interessiert, wird hier deutlich schlechter bedient, da zum einen sehr wenig musikalisches Material vorhanden ist und auch die Tonqualität selbst beim Konzertmitschnitt nicht alle Wünsche erfüllt, obwohl man dieses sogar in 5.1 Qualität anhören kann.

Fazit: Für Fans von Corvus Corax bestens geeignet und auch für all jene, die etwas über die Hintergründe dieser Berliner Band erfahren wollen. Für Hörerinnen und Hörer, die jedoch in die Musik der Mittelalter Band eintauchen möchten nur wenig geeignet, da diese auf dieser DVD nur am Rande eine Rolle spielt. Sieben Punkte.



Donnerstag, 16. Februar 2017

Corvus Corax – Gaudia Vite ~live~




Corvus Corax – Gaudia Vite ~live~


Besetzung:

Castus Rabensang
Wim (Venustus)
Meister Selbfried
Teufel
Hatz
Harmann der Drescher
Kalauer
Ardor vom Venushügel


Label: Pica Records


Erscheinungsdatum: 2003


Stil: Mittelalter Rock


Trackliste:

1. Suam Elle Ires (4:52)
2. Neva Cengi Harbi (2:30)
3. Cheiron (4:57)
4. Douce Dame Joliet (2:25)
5. Ballade De Mercy (4:07)
6. Mit Dans Is All Die Werlt Genesen (3:36)
7. Nominalto (2:52)
8. Oro Se Vie (3:56)
9. Aia (4:39)
10. Titenka (3:35)
11. Ductia (5:11)
12. Platerspiel (8:12)
13. Filii Neidhardi (3:03)
14. Chou Chou Sheng (7:18)
15. Hymnus Apollon (9:35)

Gesamtspieldauer: 1:10:54




Musik ist so vielfältig und kann so viel Spaß machen. Ganz sicher findet jede und jeder irgendwo genau die Lieder, die sie oder ihn mitreißen und verzücken. Und genau so ist es auch mit Mittelalter Rock, wie Corvus Corax ihn präsentieren. Das kann durchaus gefallen, muss aber nicht. Auf diesem Live-Album scheinen die Zuseherinnen und Zuseher jedoch eine ganze Menge Spaß zu haben, wie man am Applaus hören kann. Im Jahr 2003 veröffentlichten Corvus Corax dieses, ihr zweites Live-Album unter dem Titel „Gaudia Vite ~live~“ auf dem Label Pica Records.

Gut möglich, dass solch ein Konzert, live erlebt, einen bleibenden positiven Eindruck hinterlässt, der einen begeistert. Einen bleibenden Eindruck hinterlässt durchaus auch das Album zum Konzert, allerdings keinen wirklich angenehmen. Man kann von dieser Art der Musik halten was man will, das mag einem gefallen oder eben nicht, allerdings auf diesem Album wirkt das Ganze in meinen Ohren leider nur allzu nervig und fast schon penetrant. Diese unfassbar schnarrenden Töne, die dort den Dudelsäcken und den Schalmeien entlockt werden, die mag man ein bis zwei Titel unverletzt durchstehen, allerdings bei fünfzehn verschiedenen Liedern, die sich doch recht ähnlich anhören und allesamt ziemlich ähnlich gehalten sind, wird das auf die Dauer richtig fies.

Irgendwelche einzelne Stücke hier besonders herauszuheben erscheint mit einigermaßen schwierig, da sich die Titel wirklich alle sehr ähneln. Durchaus flott und treibend eingespielt, mit viel Rhythmus unterlegt und eben immer mit diesem schnarrenden Geräusch ausgestattet, kann man kaum eine Unterscheidung zwischen den einzelnen Liedern treffen. Welches da dann der Favorit ist, mag jeder für dich selbst bestimmen, ich finde diesen leider einfach nicht.

Fazit: Mittelalter Musik in der rockigen Variante gibt es auf „Gaudia Vite ~live~“ zu hören. Die einzelnen Lieder ähneln sich sehr und über allem schwebt der Dudelsack, der auf der Scheibe allgegenwärtig ist. So penetrant gegenwärtig, dass diese schnarrenden Töne mit der Zeit nur noch nerven und einen zu verfolgen scheinen. Drei Punkte.

Anspieltipps: Alles



Mittwoch, 14. Dezember 2016

Corvus Corax – Mille Anni Passi Sunt




Corvus Corax – Mille Anni Passi Sunt


Besetzung (ohne Instrumentenangabe):

Teufel
Der Heilige Sankt Brandanarius
Castus Rabensang
Meister Selbfried
Wim (Venustus Oleriasticus)


Gastmusiker (ohne Instrumentenangabe):

Ottomar Rodolphe Vlad Dracula Prinz Kretzulesco


Label: Falcone Musikverlag


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Mittelaltermusik


Trackliste:

1. Mille Anni Passi Sunt (4:09)
2. Avanti (3:42)
3. Nominalto (4:12)
4. In Taberna (2:55)
5. Isabella (4:33)
6. Mit Dans Is All Die Werlt Genesen (3:24)
7. Gaudalier (3:42)
8. Saltatio Mortis A.D. MM (3:42)
9. La Douce (2:13)
10. Meng Lëiv (4:16)
11. Goigs De La Nostra Dona (3:49)
12. Lolone (3:38)
13. Estuans Intrinsecus (4:05)
14. Bucca (5:15)

15. "Prinz Vlad Dracula" (Game CD-Rom Track)

Gesamtspieldauer: 53:40




Corvus Corax heißt die deutsche Mittelalterband, deren sechstes Studioalbum unter dem Namen „Mille Anni Passi Sunt“ erschien. „1000 Jahre sind vergangen“ heißt der ins Deutsche übersetzte Albumtitel. Und dieser ist absolut treffend, für dieses im Jahr 2000 auf dem Label Falcone Musikverlag erschienene Album. Man hört auf der Scheibe Mittelaltermusik, wie man sie auch auf Mittelalterfesten vernehmen kann und wie sie, zumindest in etwa, auch bereits vor etwas weniger als 1000 Jahren wohl geklungen haben muss.

Mit dem damaligen Nebenprojekt der Band „Tanzwut“, hat die Musik auf „Mille Anni Passi Sunt“ so gar nichts gemein. Ist dort noch Rock mit mittelalterlichem Hintergrund zu hören, so geht es hier deutlich mehr um den Klang des Mittalalters, wie auch der Zweitname der Band Corvus Corax vermittelt. Diese nennt sich auch „Die Könige der Spielleute“.

Nun, was man dann auf „Mille Anni Passi Sunt“ zu hören bekommt ist die Musik von vor vielen hundert Jahren, sicherlich aber transferiert in die heutige Zeit. Trotzdem bleibt es Mittelaltermusik, in jedem Takt und mit jedem Ton. Das klingt auch ganz nett, begeistern kann man sich dafür allerdings wohl nur richtig und konsequent, wenn man Spaß daran hat, seinen Met aus einem Horn zu trinken und über einen Hofnarr lachen kann. Ansonsten wird es schwer. Ich kann mir das Ganze auch in Ruhe anhören, Begeisterung löst es bei mir allerdings nicht aus. Für mich einmal mehr Musik, die sicherlich im entsprechenden Rahmen, auf Ritterfesten oder Burgfesten super zum Tragen kommt, jedoch isoliert gehört, heutzutage irgendwie ein wenig „seltsam“ klingt. Vieles auf „Mille Anni Passi Sunt“ ist durchaus tanzbar, sehr viel besser gelungen klingen aber jene Lieder, die eher mystisch und irgendwie geheimnisvoll klingen, wie zum Beispiel der Titeltrack „Mille Anni Passi Sunt“. Nur leider gibt es von dieser Kategorie deutlich zu wenige Lieder.

Fazit: Für alle Mittelalter-Fans bestens geeignet, denn genau dieses musikalische Gefühl transportieren die Musiker von Corvus Corax mit ihren Liedern. Allerdings ist genau auch das der Knackpunkt dieser Musik. Spaß am Ritteressen und Narrenkappe sollte man hierfür definitiv haben, sonst wird es sehr schwierig. Noch zu erwähnen ist das beigefügte Computerspiel, in dem man verschiedene Dinge auffangen oder ihnen ausweichen muss – je nachdem, was für einen Vampir allgemein gesundheitsförderlich beziehungsweise schädlich ist. Schön dabei festzustellen, wie wenig sich die Musik in 1000 Jahren veränderte und wie sehr dies Computeranimation in lediglich sechszehn Jahren tat. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Mille Anni Passi Sunt, Mit Dans Is All Die Werlt Genesen