Posts mit dem Label Ufo werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ufo werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 13. März 2021

Ufo – Misdemeanor




Ufo – Misdemeanor


Besetzung:

Phil Mogg – vocals
Tommy McClendon – lead guitar
Paul Raymond – keyboards, guitar
Paul Gray – bass
Jim Simpson – drums


Label: Chrysalis Records


Erscheinungsjahr: 1985


Stil: Hard Rock


Trackliste:

1. This Time (4:36)
2. One Heart (4:09)
3. Night Run (4:32)
4. The Only Ones (5:16)
5. Meanstreets (4:17)
6. Name Of Love (4:37)
7. Blue (5:18)
8. Dream The Dream (4:32)
9. Heaven‘s Gate (4:15)
10. Wreckless (4:59)

Bonus Tracks der remasterten Wiederveröffentlichung:

11 The Chase [B-Side of "This Time"] (3:47)
12. Night Run [US Remix] (4:23)
13. This Time [US Remix] (4:39)
14. Heaven‘s Gate [US Remix] (4:17)
15. Name Of Love [US Remix] (3:43)
16. One Heart [US Remix] (4:22)
17. Blue [US Remix] (5:09)

Gesamtspieldauer: 1:16:56



„Misdemeanor“ nannte die englische Rockband Ufo ihr zwölftes Studioalbum, welches im November 1985 erschien. Wie bereits alle Alben zuvor, so wurde auch diese Scheibe auf dem Plattenlabel Chrysalis Records veröffentlicht. Nachdem sich die Band nach der letzten, zwei Jahre zuvor stattgefundenen und sehr erfolglosen Tournee aufgelöst hatte, Beschloss Sänger Phil Mogg die Band neu zu gründen. Er traf sich in Los Angeles mit dem Gitarristen Tommy McClendon und die beiden stellten die neue band zusammen. Mit von der Partie war schließlich auch wieder der ehemalige Ufo-Keyboarder Paul Raymond. Chrysalis Records nahm darauf die band erneut unter Vertrag und ein neues Album wurde geschrieben.

Neue Formation, die Musik hat sich allerdings trotzdem kaum geändert. Auch auf „Misdemeanor“ hört man eher durchschnittlichen Mainstream Rock, der allerdings in Bezug zum letzten Album „Making Contact“ immerhin noch einige schöne Melodien aufweist, die zumindest phasenweisen ins Ohr gehen. Für die Texte gilt leider jedoch dasselbe, was für die meisten Mainstream-Rock-bands de damaligen Zeit gilt, sie sind unfassbar langweilig und handeln von der Liebe, der zerbrochenen Liebe, der aufflammenden Liebe, der melancholischen Liebe, der…

Einige der Lieder rocken ganz gut, mit „The Only Ones“ und „Dream The Dream“ sind zudem auch wieder zwei sehr getragene und schmachtende Balladen auf dem Album enthalten. Zum Wegzappen gibt es nichts auf „Misdemeanor“, einen „Überflieger“ findet man auf dem Album allerdings auch nicht. So bleibt der Gesamteindruck des Albums eher solide, aber eben dennoch maximal durchschnittlich. Als Höhepunkt des Albums habe ich das Lied „Meanstreets“ ausgemacht. Der Ehrlichkeit halber hätte ich hier jedoch auch fast jeden anderen Titel erwähnen können.

Fazit: Nun, wer den Mainstream Rock der 80er Jahre mag, die oder der wird auf „Misdemeanor“ fündig werden – denn damit ist das Album bis zum Rand hin angefüllt. Wer allerdings die früheren Ufos mochte oder differenziertere Musik hören möchte als AOR, die oder der sollte sich eher die früheren Platten der Band geben. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Meanstreets



Samstag, 13. Februar 2021

Ufo – Making Contact




Ufo – Making Contact


Besetzung:

Phil Mogg – vocals
Paul Chapman – guitars, bass
Neil Carter – keyboards, bass, backing vocals
Andy Parker – drums


Label: Chrysalis Records


Erscheinungsjahr: 1983


Stil: Rock


Trackliste:

1. Blinded By A Lie (3:58)
2. Diesel In The Dust (4:29)
3. A Fool For Love (3:57)
4. You And Me (3:20)
5. When It‘s Time To Rock (5:26)
6. The Way The Wild Wind Blows (4:14)
7. Call My Name (3:14)
8. All Over You (4:24)
9. No Getaway (3:32)
10. Push, It’s Love (3:16)

Bonus Tracks der remasterten Wiederveröffentlichung:

11. Everybody Knows (3:36)
12. When It‘s Time To Rock (Live Birmingham 26/03/83) (5:49)
13. Blinded By A Lie (Live from Oxford 25/03/83) (3:48)

Gesamtspieldauer: 53:09



„Making Contact“ heißt das elfte Studioalbum der britischen Rockband Ufo. Es erschien am 14. Februar 1983 auf dem Plattenlabel Chrysalis Records und ist das erste Album ohne Gründungsmitglied und Bassist Pete Way. Nach einer absolut erfolglosen Europatournee löste sich die Band im selben Jahr vorübergehend sogar noch ganz auf.

Ganz überraschend ist das nicht, dass die Europatournee so fehlschlug. Denn „Making Contact“ ist nicht viel mehr als ein irgendwie uninspiriertes und langweiliges Allerwelts-Rockalbum geworden. Diesen typischen Rock-Sound der 80er Jahre gibt es auf dem Album zu hören, Mainstream, der gerade noch den Durchschnitt erreicht – ohne dabei auch nur irgendeinen Eindruck zu hinterlassen. Außer oftmals den der Langeweile. Leider.

Dabei ist das Album immer noch keine schlechte Scheibe, allerdings eben eine, welche so durchläuft. Ein Lied überspringen muss man beim Hören nicht, aber es gibt eben auch kaum etwas, auf das man sich freut, es ein zweites Mal zu hören. Keine Melodie, die überzeugt oder sich festsetzt. Dazu gesellen sich – wie bei so vielen Mainstream-Rockbands der 80er Jahre – unterirdisch schlechte Texte, die sich fast ausnahmslos um das Thema der Liebe drehen und dabei deutlich überzuckert klingen. Sehr schade.

Fazit: Manchmal kann Musik auch langweilig sein, ohne dabei richtig schlecht zu klingen. Ein Paradebeispiel für solch eine Scheibe ist „Making Contact“ von Ufo. Aber was rede ich? Leute, die gerade diesen Mainstream mögen, werden das anders sehen. Vielleicht auch der ein oder andere Ufo-Fan. Begleitet man diese Band allerdings schon länger und liebt die früheren Alben von Ufo, so kann man beim Hören von „Making Contact“ nur enttäuscht werden. Sechs Punkte.

Anspieltipps: The Way The Wild Wind Blows



Mittwoch, 13. Januar 2021

Ufo – Mechanix




Ufo – Mechanix


Besetzung:

Phil Mogg – vocals
Paul Chapman – guitars
Neil Carter – keyboards, guitar, backing vocals, saxophone, orchestral arrangements
Pete Way – bass
Andy Parker – drums


Gastmusiker:

Gary Lyons – orchestral arrangements


Label: Chrysalis Records


Erscheinungsjahr: 1982


Stil: Rock


Trackliste:

1. The Writer (4:12)
2. Somethin‘ Else (3:21)
3. Back Into My Life (4:59)
4. You‘ll Get Love (3:09)
5. Doing It All For You (5:02)
6. We Belong To The Night (3:57)
7. Let It Rain (4:01)
8. Terri (3:53)
9. Feel It (4:07)
10. Dreaming (3:57)

Bonus Tracks der remasterten Wiederveröffentlichung aus dem Jahr 2009:

11.Heel Of A Stranger (4:09)
12. We Belong To The Night (Live In Oxford, 25 March 1983) (4:34)
13. Let It Rain (live in Oxford, 25 March 1983) (3:07)
14. Doing It All For You (Soundcheck At The Birmingham Odeon, 26 March 1983) (5:21)

Gesamtspieldauer: 57:57



„Mechanix“ heißt das zehnte Studioalbum der britischen Rockband Ufo. Es erschien im Februar 1982 auf dem Plattenlabel Chrysalis Records. Das Album wurde schließlich am 26. Januar 2009 auf demselben Label mit einem neuen Track, der ursprünglich nur auf der japanischen Ausgabe des Albums vorhanden war und mit drei Live-Versionen wiederveröffentlicht. „Let It Rain“ sowie „Back Into My Life“ hießen die beiden Singleauskopplungen des Albums.

Auf „Mechanix“ haben Ufo nun endgültig und deutlich Abkehr von der Musik ihrer vorherigen Alben genommen. War dort meist eine Mischung aus Rock und Ballade zu hören, die immer eingängig klang, so ist auf „Mechanix“ der Fokus deutlich hin zum Rock verschoben und zwar zum eher geradlinigen und schnörkellosen Rock. Lediglich die Nummer „Terri“ fällt da noch ein wenig aus dem Rahmen, denn da ist sie nämlich dann doch noch, die obligatorische Ufo-Ballade. Jedoch auf „Mechanix“ stellt sie eine Ausnahme dar. Die Eingängigkeit geht der Musik von Ufo auf diesem Album insgesamt ein klein wenig verloren, auch klingt die Musik der Engländer deutlich weniger differenziert, als noch auf den Platten zuvor. Das macht die Musik von Ufo leider deutlich ausrechenbarer und damit auch – ebenfalls natürlich leider – ein klein wenig langweiliger.

Nun, will man die Höhepunkte auf „Mechanix“ benennen, so fällt das gar nicht so einfach, da das Album größtenteils in einem Schub an einem vorbeizieht, ohne großen Eindruck zu hinterlassen. Es befinden sich zwar keine wirklichen Ausfälle auf der Platte, doch Begeisterungsstürme lösen die einzelnen Titel dann ebenfalls nicht aus. Um hier jedoch trotzdem zwei Lieder zu nennen, sei zum einen das rockige und durchaus ein wenig eingängige „Doing It All For You“ erwähnt, sowie jene besagte Ballade, das Lied „Terri“, welches eben eine Besonderheit der Platte darstellt und alleine deswegen auffällt.

Fazit: Leider hört man auf „Mechanix“ zum allergrößten Teil relativ schnörkellosen Mainstream Rock. Dieser ist dabei zumeist langweilig und lässt einen selten aufhorchen. „Mechanix“ ist kein schlechtes Album, allerdings dann doch nur ein mittelmäßiges mit überwiegend mittelmäßigen Liedern. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Doing It All For You, Terri



Sonntag, 13. Dezember 2020

Ufo – The Wild, The Willing And The Innocent




Ufo – The Wild, The Willing And The Innocent


Besetzung:

Phil Mogg – vocals
Paul Chapman – guitars
Neil Carter – keyboards, guitar, backing vocals, saxophone on "Lonely Heart"
Pete Way – bass guitar
Andy Parker – drums


Gastmusiker:

John Sloman – keyboards (uncredited)
Paul Buckmaster – orchestral arrangements, orchestra conductor


Label: Chrysalis Records


Erscheinungsjahr: 1981


Stil: Rock


Trackliste:

1. Chains Chains (3:28)
2. Long Gone (5:20)
3. The Wild, The Willing And The Innocent (5:02)
4. It’s Killing Me (4:32)
5. Makin’ Moves (4:47)
6. Lonely Heart (5:02)
7. Couldn‘t Get It Right (4:35)
8. Profession Of Violence (4:23)

Bonus Tracks der remasterten Wiederveröffentlichung:

9. Long Gone (live) (5:28)
10. Lonely Heart (live) (5:34)
11. Makin‘ Moves (live) (5:41)

Gesamtspieldauer: 53:57




„The Wild, The Willing And The Innocent“ heißt das neunte Studioalbum der englischen Rock Band Ufo. Das Album wurde am 6. Januar 1981 auf dem Plattenlabel Chrysalis Records veröffentlicht. Nachdem auf der vorherigen Platte „No Place To Run“ Paul Chapman Michael Schenker an der Lead Gitarre ersetzt hatte, da dieser die Michael Schenker Group gründete, war es nun Keyboarder Paul Raymond, der durch Neil Carter ersetzt wurde. Paul Raymond war nun ebenfalls in der Michael Schenker Group aktiv. Zwei Singles wurden aus dem Album ausgekoppelt, diese enthielten die Lieder „Couldn‘t Get It Right“ und „Lonely Heart“.

Im Grunde genommen setzt „The Wild, The Willing And The Innocent“ die Tradition der vorherigen Ufo-Alben fort. Auch auf „The Wild, The Willing And The Innocent“ ist eine Mischung aus rockigen und eingängigen Liedern zu hören, die durch sanftere Nummern ergänzt werden. Allerdings hat sich der Anteil der rockigen Stücke gegenüber den sanfteren Balladen deutlich durchgesetzt. Viele der Titel beginnen zwar noch sanft, mitunter auch durch ein ganzes Orchester eingeleitet, um dann allerdings doch ordentlich zu rocken. So bleibt lediglich die letzte Nummer des Albums, „Profession Of Violence“, die durchgängig mit ruhigeren Tönen aufwartet und aufgrund vieler Streicher noch ein wenig sanfter wirkt. Selbst das schöne und getragene Gitarrensolo unterstreicht diesen Ansatz.

Richtige Ausfälle gibt es auf dem Album nicht. Was da besser oder weniger gefällt, bleibt im Bereich des Geschmacks, nicht im Bereich der Qualität der Lieder. Die Höhepunkte sind das bereits erwähnte „Profession Of Violence“ und das Lied „Long Gone“. Letzterer Titel ist aus mehreren Teilen aufgebaut und rockt in der einen Passage, wirkt verträumt im nächsten Abschnitt. Dazu vollführt der Titel noch einige Wendungen und verliert dabei niemals an Spannung. Und auch den Titeltrack sollte man an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, der klassische Rockinstrumente mit denen des Orchesters sehr schön in Einklang bringt.

Fazit: Auch „The Wild, The Willing And The Innocent“ ist ein überzeugendes Ufo-Album geworden. Die einzelnen Lieder gehen ins Ohr und rocken. Auch wenn der sanftere Ansatz in der Musik der Engländer etwas zurückgefahren wurde, so bietet „The Wild, The Willing And The Innocent“ trotzdem immer noch viel Abwechslung. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Long Gone, The Wild The Willing And The Innocent, Profession Of Violence



Samstag, 21. November 2020

Ufo – No Place To Run





Ufo – No Place To Run


Besetzung:

Phil Mogg – vocals
Paul Chapman – lead guitar
Paul Raymond – keyboards, guitars, vocals
Pete Way – bass
Andy Parker – drums




Erscheinungsjahr: 1980


Stil: Rock


Trackliste:

1. Alpha Centauri (1:56)
2. Lettin‘ Go (4:01)
3. Mystery Train (3:55)
4. This Fire Burns Tonight (4:13)
5. Gone In The Night (3:44)
6. Young Blood (4:00)
7. No Place To Run (3:58)
8. Take It Or Leave It (3:02)
9. Money, Money (3:29)
10. Anyday (3:51)

Bonus Tracks der remasterten Wiederveröffentlichung aus dem Jahr 2009:

11. Gone In The Night (Alternative Studio Version) (4:04)
12. Lettin’ Go (Recorded Live At The Marquee, London, 16.11.80) (3:47)
13. Mystery Train (Recorded Live At The Marquee, London, 16.11.80) (6:08)
14. No Place To Run (Recorded Live At The Marquee, London, 16.11.80) (3:46)

Gesamtspieldauer: 54:51



„No Place To Run“ heißt das achte Studioalbum der britischen Rockband Ufo. Es wurde am 8. Januar 1980 auf dem Plattenlabel Chrysalis Records veröffentlicht. Es ist das erste Album bei dem Paul Chapman an der Lead-Gitarre zu hören ist, nachdem Michael Schenker Ufo verlassen hatte, um die Michael Schenker Group zu gründen. Produziert wurde das Album von George Martin, der durch seine Arbeit mit den Beatles Berühmtheit erlangte. Zwei Singles wurden mit den Liedern „Young Blood“ und „Lettin‘ Go“ aus dem Album ausgekoppelt.

„No Place To Run“ klingt ein wenig „alltäglicher“ als so manch anderes Ufo-Album. Auf „No Place To Run“ hört man Rock, der gut anzuhören ist, allerdings deutlich weniger Spuren hinterlässt, als sich dies die Bandmitglieder wohl gewünscht hatten. Handwerklich gut gemachter Rock, der nun auch etwas mehr Hard Rock bedeutet, jedoch nicht über diese Momente verfügt, die einen beim Hören aufhorchen lassen. „No Place To Run“ erfüllt noch nicht das Siegel „bieder“, aber aufregend klingt auch anders.

Die Eingängigkeit und Melodiösität sowie das Besondere in der Musik, dies scheint Ufo mit dem Weggang von Michael Schenker etwas verloren zu haben, der übrigens beim vierzehnten Album „Walk On Water“ wieder Bandmitglied sein sollte. Die Höhepunkte des Albums sind ein sehr gelungenes Intro mit dem kurzen und fast schon futuristisch klingenden Instrumentalstück „Alpha Centauri“ sowie die Nummer „Gone In The Night“, die bezüglich ihrer Eingängigkeit hängenbleibt.

Die remasterte Version des Albums aus dem Jahr 2009 enthält eine alternative Aufnahme von „Gone In The Night“ sowie drei Titel des Albums, die während zweier Konzerte am 15.und 16. November 1980 im Londoner Marquee Club aufgenommen wurden und gegenüber den Studioversionen sehr an Dynamik gewinnen.

Fazit: Ziemlich geradlinigen Rock, zumeist sogar Hard Rock bekommt man auf „No Place To Run“ zu hören. Richtiggehend bewegend klingt das nicht mehr, manchmal sogar ein wenig langweilig. Trotzdem ist „No Place To Run“ keine schlechte Platte, eher eine grundsolide Rock-Scheibe. Acht Punkte.

Anspieltipps: Alpha Centauri, Gone In The Night



Sonntag, 13. September 2020

Ufo – Lights Out




Ufo – Lights Out


Besetzung:

Phil Mogg – vocals
Michael Schenker – lead guitar
Paul Raymond – rhythm guitar, keyboards
Pete Way – bass
Andy Parker – drums


Label: Chrysalis Records


Erscheinungsjahr: 1977


Stil: Rock


Trackliste:

1. Too Hot To Handle (3:37)
2. Just Another Suicide (4:58)
3. Try Me (4:49)
4. Lights Out (4:35)
5. Gettin’ Ready (3:46)
6. Alone Again Or (3:00)
7. Electric Phase (4:50)
8. Love To Love (7:16)

Bonus Tracks der remasterten Wiederveröffentlichung aus dem Jahr 2008: Live At The Roundhouse, London, 1977

9. Lights Out (5:14)
10. Gettin‘ Ready (4:03)
11. Love To Love (7:15)
12. Try Me (4:53)

Gesamtspieldauer: 58:24




„Lights Out“ heißt das sechste Studioalbum der britischen Rockband Ufo. „Lights Out“ wurde am 7. Mai 1977 auf dem Plattenlabel Chrysalis Records veröffentlicht. Mit dem Titel „Alone Again Or“ befindet sich dieses Mal sogar eine Cover-Version auf einem Ufo-Album. Das Lied stammt ursprünglich von der Band Love. „Lights Out“ erreichte Platz 23 der US Billboard Hot 100 und ist damit jenes Album von Ufo, welches sich am höchsten in den dortigen Charts platzieren konnte.

Überraschenderweise reihte das Musik-Magazin Kerrang! „Lights Out“ auf Platz 28 der „100 größten Heavy-Metal-Alben aller Zeiten“ ein. Das wirft einige Fragen auf. Zum Beispiel, wie man zu dieser Beurteilung kommen kann. Es bedeutet nicht, dass „Lights Out“ ein schlechtes Album wäre, jedoch befindet sich kein Heavy Metal auf der Platte. Ob die dortige Jury die Scheibe überhaupt gehört hat? Mit dem Opener „Too Hot To Handle“ findet sich ein eher biederes Hard Rock Lied am Anfang der Platte. Das Titellied ist dann noch ein wenig „härter“ gehalten und klingt auch sehr viel eingängiger. Toller Titel. Aber das wäre es dann schon mit den Liedern, die härteren Rock transportieren.

Die restlichen Nummern sind entweder rockige Titel oder rockige Balladen. Das bereits erwähnte „Alone Again Or“ ist sogar fast schon im Pop zu verorten und zeigt ein weiteres Markenzeichen der Musik von Ufo auf „Lights Out“, nämlich den Einsatz von Orchester und vor allen Dingen Streichern. Auch da bewegt sich die Musik von Ufo in Bereichen, die meilenweit vom Heavy Metal entfernt sind.

Die Höhepunkte auf „Lights Out“ sind jenes bereits erwähnte Titellied. Dann ist an dieser Stelle ganz sicher das wunderschön gefühlvolle „Try Me“ zu erwähnen. Ein Lied, welches sofort ins Ohr geht und das Herz erwärmt. Und schließlich befindet sich auf „Lights Out“ natürlich noch einer der besten Titel der Band überhaupt, die ursprünglich letzte Nummer des Albums, das Lied „Love To Love“. Die Musik steigert sich zunächst instrumental und elektronisch, geht schließlich in einen sehnsüchtigen Gesangsteil über, der durch zahlreiche Streicher getragen wird, ohne dabei in den Bereich des Kitsches abzudriften. Es folgt wieder jener schon beschriebene Instrumentalteil, dieses Mal allerdings verstärkt durch die E-Gitarre des Michael Schenker. Erneut mündet das Ganze in den Gesangsteil, um letztendlich sehr rockig auszuklingen.

Schließlich enthält die Wiederveröffentlichung aus dem Jahr 2008 noch vier live eingespielte Lieder, welche bei einem Konzert im Roundhouse, London, eingespielt worden waren. Die einzelnen Stücke klingen hier sogar noch ein wenig dynamischer, allerdings lässt die Abmischung und die Aufnahmequalität ein paar Wünsche offen. Doch egal, trotzdem eine lohnende Zugabe.

Fazit: Auch „Lights Out“ macht Spaß. Ufo haben zu Beginn ihrer Karriere viele Alben veröffentlicht, die überzeugen können. Dazu gehört auch „Lights Out“. Gleichzeitig ist diese Scheibe auch eine der abwechslungsreichsten der Band. Ein ganz kleines bisschen Pop, Rock, und Hard Rock. Das Ganze auch mal mit Streichern oder Bläsern versehen. Langweilig klingt anders. Heavy Metal aber auch. Elf Punkte.

Anspieltipps: Try Me, Lights Out, Love To Love



Dienstag, 7. Juli 2020

Ufo – Force It




Ufo – Force It


Besetzung:

Phil Mogg – vocals
Michael Schenker – guitar
Pete Way – bass
Andy Parker – drums


Gastmusiker:

Chick Churchill – keyboards


Label: Chrysalis Records


Erscheinungsjahr: 1975


Stil: Rock


Trackliste:

1. Let It Roll (3:57)
2. Shoot Shoot (3:39)
3. High Flyer (4:09)
4. Love Lost Love (3:21)
5. Out In The Street (5:18)
6. Mother Mary (3:49)
7. Too Much Of Nothing (4:02)
8. Dance Your Life Away (3:35)
9. This Kid‘s (6:17)

Bonus Tracks der remasterten Wiederveröffentlichung aus dem Jahr 2007:

10. A Million Miles (previously unreleased) (4:48)
11. Let It Roll (live) (4:59)
12. This Kid‘s (live) (4:19)

Gesamtspieldauer: 52:18




„Force It“ nannte die britische Rock Band Ufo ihr viertes Studioalbum. Es wurde im Juli des Jahres 1975 auf dem Plattenlabel Chrysalis Records veröffentlicht. Es ist das erste Album von Ufo, welches sich in den US-amerikanischen Charts platzieren konnte. Chick Churchill, Mitglied bei Ten Years After und hier als Gastmusiker aufgeführt, bedient auf der Platte zum ersten Mal auf einem Ufo-Album die Keyboards. Das von Hipgnosis entworfene Cover der Platte sorgte vor allen Dingen in den prüden USA für Aufsehen, zumal noch nicht mal die Geschlechter der „halbnackten“ abgebildeten Personen richtig zu erkennen waren.

Musikalisch hatte sich nicht viel verändert gegenüber dem Vorgängeralbum „Phenomenon“. Auch auf „Force It“ hört man Rockmusik, die mal härter, mal sanfter und balladesk aus den Boxen strömt. Erneut haben Phil Mogg und Michael Schenker, die beiden Komponisten der Band, ihre Lieder in eingängige Melodien gehüllt. Ganz egal, ob ein Lied eher im Hard Rock beheimatet ist oder eine sanftere Ballade darstellt, melodiös klingt das immer und geht auch gut ins Ohr.

Besonders gelungen auf „Force It“ sind das wunderschöne und sanfte „High Flyer“ und das deutlich rockigere und vibrierende „Too Much Of Nothing“. Beides Nummern, die hängenbleiben und unabhängig von Tempo und Rhythmus eingängig klingen. Höhepunkt des Albums ist das letzte offizielle Lied der Platte „This Kid‘s“. Eine kraftvolle rockige Nummer, die mit dem nicht extra aufgeführten Instrumentalstück „Between The Walls“ sehr überzeugend beendet wird.

Als Zugaben gibt es auf der remasterten Wiederveröffentlichung von 2007 schließlich noch die beiden Titel „Let It Roll“ und „This Kid’s“ in kraftvollen Live-Versionen sowie das bisher unveröffentlichte und sich ebenfalls lohnende „A Million Miles“ zu hören.

Fazit: Auch „Force It“ ist ein gelungenes Album geworden. Ziemlich geradlinigen Rock gibt es darauf zu hören. Mal etwas härter eingespielt, mal deutlich sanfter klingend. Dabei gehen die einzelnen Titel allesamt gut ins Ohr und zeigen den weiteren Weg von Ufo, weg von der Space Rock Band der ersten beiden Platten, hin zur Hard Rock Band. Neun Punkte.

Anspieltipps: High Flyer, Too Much Of Nothing, Between The Walls



Sonntag, 7. Juni 2020

Ufo – Phenomenon




Ufo – Phenomenon


Besetzung:

Phil Mogg – vocals
Michael Schenker – guitar
Pete Way – bass guitar
Andy Parker – drums


Gastmusiker:

Bernie Marsden – guitar (tracks 11 & 12)


Label: Chrysalis Records


Erscheinungsjahr: 1974


Stil: Rock


Trackliste:

1. Oh My (2:25)
2. Crystal Light (3:47)
3. Doctor Doctor (4:12)
4. Space Child (4:01)
5. Rock Bottom (6:29)
6. Too Young To Know (3:09)
7. Time On My Hands (4:12)
8. Built For Comfort (3:08)
9. Lipstick Traces (2:21)
10. Queen Of The Deep (5:49)

Bonus Tracks der remasterten Wiederveröffentlichung aus dem Jahr 2007:

11. Sixteen (Demo) (3:48)
12. Oh My (Demo) (4:12)
13. Give Her The Gun (Single A-side) (3:58)
14. Sweet Little Thing (B-Side "Give Her The Gun") (3:51)
15. Sixteen (Previously Unreleased) (3:54)

Gesamtspieldauer: 59:23



„Phenomenon“ heißt das dritte Studioalbum der britischen Rockband Ufo, welches im Mai 1974 auf ihrem neuen Plattenlabel Chrysalis Records veröffentlicht wurde. Der etwas proggigere beziehungsweise spacige Sound der erste beiden Alben war verschwunden. Auf „Phenomenon“ hört man Rock, der zwischen sanfteren Balladen und Hard Rock Titeln hin- und herpendelt. Grund dafür dürfte wahrscheinlich der neue Gitarrist der Band gewesen sein, der erst 19-jährige Deutsche Michael Schenker, der Mick Bolton an der Lead Gitarre ersetzt hatte.

„Phenomenon“ ist eine runde und durchaus immer wieder begeisternde Scheibe geworden. Wenn auch die Musik nicht gerade vor Komplexität strotzt, die Titel klingen eingängig und gehen gut ins Ohr. Vertrackte Passagen wurden durch geradlinigen Rock ersetzt, der zum Mitwippen animiert. Der andere Pol der Musik auf „Phenomenon“ sind jene bereits angesprochenen rockigen Balladen, die sehr viel sanfter und nicht weniger melodiös aus den Boxen strömen.

Höhepunkte gibt es einige auf „Phenomenon“. Und diese gibt es bei den härteren Titeln wie den sanfteren Nummern. Für tollen Rock steht sicherlich eines der bekanntesten Titel von Ufo, das Lied „Doctor, Doctor“. Nicht weniger interessant klingt „Rock Bottom“, während dessen Michael Schenker ein Solo zum Niederknien zum Besten gibt. Von den etwas ruhigeren Nummern möchte ich dieser Stelle das Lied „Crystal Light“ erwähnen. Klasse melodiöser Titel. Dies gilt auch für „Space Child“. Das Gespür für die Eingängigkeit in der Musik hatten die vier Ufo-Musiker definitiv.

Fazit: „Phenomenon“ ist eine wahrlich gelungene Rock-Scheibe geworden. Es sind die Melodien, die das Album in Erinnerung bleiben lassen. Alles klingt gut auf dieser Platte. Dabei ist der Rock nie zu hart oder krachend, die Balladen nicht zu schmalzig oder verwaschen. Eine gute Mischung, bei der sich auch die Bonus Tracks lohnen gehört zu werden. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Crystal Light, Doctor Doctor, Space Child, Rock Bottom



Mittwoch, 21. Dezember 2016

Ufo – Rock Champions




Ufo – Rock Champions


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Label: EMI Plus


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Rock


Trackliste:

1. Let It Roll (3:57)
2. Doctor Doctor (2:46)
3. Rock Bottom (6:29)
4. Mother Mary (3:47)
5. This Time (3:44)
6. Only You Can Rock Me (4:10)
7. Oh My (2:24)
8. Too Hot To Handle (3:37)
9. The Way The Wind Blows (4:13)
10. Shoot Shoot (4:07)
11. Something Else (3:19)
12. Built For Comfort (3:00)
13. Back Into My Life (4:53)
14. Lipstick Traces (2:20)

Gesamtspieldauer: 52:51




„Rock Champions“ ist eine Veröffentlichungsreihe, in der diverse Rock Bands eine Art „Best Of…“-Album veröffentlichen. In dieser Reihe gibt es Alben von Uriah Heep genau wie von Great White, April Wine, Saxon, Black Sabbath und noch vielen mehr. Unter anderem eben auch von Ufo, deren Kompilationsalbum unter der Überschrift „Rock Champions“ im Jahr 2000 auf dem Label EMI Plus veröffentlicht wurde.

Selten habe ich ein Kompilationsalbum in Händen gehalten, bei dem es mir mehr aufgefallen wäre, dass die Auswahl eines Greatest Hits Albums so absolut nichts mit meiner eigenen Auswahl an guten Liedern einer Band gemein hat. Ich kenne einige tolle Songs von Ufo, kein einziger hat es auf diese Zusammenstellung geschafft, auf der irgendwie eine ganze Menge etwas nichtssagender Lieder vereint zu sein scheint. Viele davon eher höchstens Durchschnitt und mit Sicherheit nicht die Perlen im Liedkatalog von Ufo.

Um es jedoch nicht ganz schlecht zu machen, ein paar gute Lieder sind auch auf dieser Zusammenstellung vorhanden. Dies soll gleichzeitig jedoch nicht bedeuten, dass der Rest schlecht wäre, aber er ist eben nur Durchschnitt, nichts Besonderes mehr. Die Höhepunkte gibt es allerdings, wie bereits erwähnt, natürlich auch. Und einer ist mit Sicherheit das Lied „Doctor Doctor“, wohl auch eines der, wenn nicht sogar das bekannteste Lied von Ufo überhaupt. Eine schöne Rock-Nummer, die gut ins Ohr geht. Eine Unverschämtheit ist es da jedoch, dass das Lied hier nur in einer stark verkürzten Version enthalten ist. Ebenfalls bekannter und überzeugend klingt „Only You Can Rock Me“. Diese Nummer weiß sich ebenfalls festzusetzen. Höhepunkt für mich ist jedoch das lange, ausschweifende und rockige „Rock Bottom“. Die Melodie ist eingängig, dazu gesellt sich ein mitreißendes und langes Gitarren-Solo, welches das Herz des Rock Fans höherschlagen lässt. Eine tolle Nummer. Und der ganze Rest? Manchmal ganz nett, manchmal aber auch eher etwas langweilig geraten. Richtig aufhorchen muss man da zumindest nicht mehr. Schlecht ist das jedoch wahrlich auch nicht, Durchschnitt eben.

Fazit: Nun, ob dieses Kompilationsalbum jetzt auch gleichzeitig ein „Best Of…“-Album darstellt, das darf zumindest bezweifelt werden, denn viele der überzeugenden Nummern in der Bandgeschichte von Ufo fehlen hier einfach. Doch gibt es auch auf „Rock Champions“ Höhepunkte, die zu hören sich sehr lohnt. Viele der Lieder erreichen allerdings lediglich den Status des Mittelmaßes, nichts Besonderes also. Und wenn es auch keine Ausfälle auf dieser Zusammenstellung gibt, sofern man das Ganze von der Seite des Rock-Fans hört, so hätten ein paar Höhepunkte mehr dem Album doch auch gut getan. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Doctor Doctor, Rock Bottom, The Way The Wind Blows, Lipstick Traces



Donnerstag, 14. April 2016

Ufo – Obsession




Ufo – Obsession


Besetzung:

Phil Mogg – vocals
Michael Schenker – lead guitar, recorder
Paul Raymond – rhythm guitar, vocals, keyboards
Pete Way – bass
Andy Parker – drums


Label: Chrysalis Records


Erscheinungsdatum: 1978


Stil: Hard Rock


Trackliste:

1. Only You Can Rock Me (4:08)
2. Pack It Up (And Go) (3:14)
3. Arbory Hill (1:11)
4. Ain't No Baby (3:58)
5. Lookin' Out For No. 1 (4:34)
6. Hot'n'Ready (3:16)
7. Cherry (3:34)
8. You Don't Fool Me (3:23)
9. Lookin' Out For No. 1" (reprise) (1:14)
10. One More For The Rodeo (3:45)
11. Born To Lose (3:31)

Gesamtspieldauer: 35:59




„Obsession“ heißt das siebte Studio-Album der britischen Rock-Band Ufo und es erschein im Juni 1978 auf dem Label Chrysalis Records. Gleichzeitig ist „Obsession” auch die letzte Platte, in der Michael Schenker bei Ufo an der Gitarre zu hören ist – zumindest gilt dies bis zum vierzehnten Album der Band „Walk On Water“, denn auf dieser 1995 erschienen Scheibe ist er dann wieder der Lead Gitarrist von Ufo.

Auf „Obsession“ hört man Hard Rock, der zum überwiegenden Teil sehr gut ins Ohr geht. Der Opener „Only You Can Rock Me“ war dabei sogar ein kleiner Single Hit für die Band und erreichte immer Platz 50 der britischen Charts. „Only You Can Rock Me“ ist eine Rock Nummer, die gut ins Ohr geht und dort auch etwas nachhallt. Allerdings versuchten sich Ufo auf „Obsession“ auch in der Verbindung mit anderen Sounds. „Lookin' Out For No. 1“ wäre hierfür ein Beispiel, neben „Born To Lose“. Beide Lieder sind eingängig und melodiös gehalten, jedoch ist bei beiden Nummern gerade der Refrain überfrachtet mit Streichern, die das Ganze etwas sehr süßlich klingen lassen. Der Weg zum kitschigen Klang ist hier jetzt wahrlich nicht mehr weit. Auf „Lookin' Out For No. 1“ trifft dies noch etwas deutlicher zu, als auf den zweitgenannten Titel.

Trotzdem hat das Album was. Die Mischung zwischen etwas langsameren und den rockigeren Stücken stimmt. „Arbory Hill“ ist eine nette, wenn auch deutlich zu kurze, sehr melodiöse Auflockerung der Musik auf „Obsession“. „Ain't No Baby“ dagegen beginnt sehr sanft mit akustischer und elektrischer Gitarre und entwickelt sich dann zu einem sehr überzeugenden Rock Titel, der groovt. Noch etwas treibender ist „One More For The Rodeo“. Kraftvoller Rock, der sich dem Hard Rock deutlich mehr annähert und dabei trotzdem nichts von seiner Melodiösität verliert. Diese Mixtur aus verschiedenen Tempi sowie unterschiedlichen Stimmungen macht „Obsession“ auch aus und lässt die Platte gelungen und überzeugend klingen.

Fazit: Nach diesem Album wurde die Musik von Ufo immer unspektakulärer. Wobei allgemein festzuhalten bleibt, dass die Musik der Briten deutlich besser ist, wenn sie Anfang bis Mitte der 70er Jahre entstand. Später wurde das immer mehr ein unbedeutendes Mainstream Geschrammel. Nicht jedoch auf „Obsession“, welches durchaus seine Stärken hat, wenn man auf eingängigen, nicht allzu harten Rock steht. Die ganz großen Nummern fehlen zwar auf „Obsession“, doch die Mischung passt. Acht Punkte.

Anspieltipps: Arbory Hill, Ain't No Baby, One More For The Rodeo



Sonntag, 28. Juli 2013

Ufo – No Heavy Petting




Ufo – No Heavy Petting


Besetzung:

Phil Mogg – vocals
Michael Schenker – guitar
David Peyronel – keyboards and vocals
Pete Way – bass
Andy Parker – drums


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1976 (Wiederveröffentlicht: 2007)


Stil: Hard Rock


Trackliste:

1. Natural Thing (4:01)
2. I'm A Loser (3:55)
3. Can You Roll Her (2:59)
4. Belladonna (4:33)
5. Reasons Love (3:18)
6. Highway Lady (3:50)
7. On With The Action (5:04)
8. A Fool In Love (2:50)
9. Martian Landscape (5:11)


Bonus Tracks:

10. All Or Nothing (3:31)
11. French Kisses (3:07)
12. Have You Seen Me Lately Joan (4:00)
13. Tonight Tonight (3:17)
14. All The Strings (5:58)

Gesamtspieldauer: 55:34




Ufo waren zu Beginn ihrer Karriere mal kurz davor in die progressive Rock-Ecke abzudriften, dann entschied sich die Band allerdings doch für den Hard Rock, der hier auf „No Heavy Petting“, dem fünften Album der Band aus dem Jahr 1976, überwiegend sehr melodiös ausgefallen ist. Darüber hinaus enthält dieses Album mit „Can You Roll Her“ eines der besten Hard Rock Lieder die wohl jemals geschrieben wurden. Absolut mitreißend.

Aber auch für die ruhigeren Töne ist auf „No Heavy Petting“ gesorgt. Drei sogenannte Balladen befinden sich auch der Platte, die da wären „I'm A Loser“, „Belladonna“ und „Martian Landscape“. Alle drei Titel sind ebenfalls überaus gelungen und mit dem bereits erwähnten „Can You Roll Her“ die absoluten Highlights des Albums. Der Rest ist zudem auch noch sehr hörenswert, stellt für viele Ohren zwar „lediglich“ Hard’n’Heavy-Durchschnitt dar, aber dieser „Durchschnitt“ kann sich auch noch hören lassen und da wären wir sowieso wieder bei der Geschmackssache. Alles groovt, rockt mal mehr und mal weniger und für die Träumereien ist durch die drei Balladen ebenfalls bestens gesorgt.

Fünf Zugaben gibt es auf der 2007 remasterten Ausgabe der CD. „All Or Nothing“, „French Kisses“ und „Tonight Tonight“ stellen dabei wieder Hard Rock Stücke dar, die von der Qualität her den „offiziellen“ Titeln in nichts nachstehen. „Have You Seen Me Lately Joan“ und „All The Strings“ sind dagegen wieder balladesk gehaltene Lieder, von denen vor allem das letzte Stück „All The Strings“ überzeugen kann.

Fazit: Wer auf gut gemachten Rock steht, der kann hier überhaupt nichts falsch machen. Dazu gibt es auf der remasterten Ausgabe noch fünf Zugaben, die sich qualitativ ebenfalls gut in die neun ursprünglich vorhandenen Titel einreihen. Nun und dann gibt es da eben die Titel 2, 3 und 4, die alleine schon die Anschaffung dieser Scheibe lohnenswert werden lassen. „Can You Roll Her“ muss man einfach mal gehört haben. Sehr zu empfehlen. Elf Punkte.

Anspieltipps: I'm A Loser, Can You Roll Her, Belladonna, Martian Landscape



Donnerstag, 21. Februar 2013

Ufo – Ufo 2 - Flying




Ufo – Ufo 2 - Flying

Besetzung:

Mick Bolton – Lead Guitar
Pete Way – Bass Guitar
Andy Parker – Drums
Phil Mogg – Vocals


Label: Repertoire Records


Erscheinungsdatum: 1971 (Wiederveröffentlicht: 2008)


Stil: Psychedelic Blues Rock


Trackliste:

1. Silver Bird (6:54)
2. Star Storm (18:54)
3. Prince Kajuku (3:56)
4. The Coming Of Prince Kajuku (3:43)
5. Flying (26:32)


Bonus Track:

6. Galactic Love (2:57)

Gesamtspieldauer: 1:02:55




Irgendwie konnten sich die vier Londoner bei ihrem zweiten Album nicht so richtig auf einen Titel einigen. Zumindest erscheint das so, wenn man sich das Cover der zweiten Veröffentlichung ansieht: „Ufo 2“ oder „Flying“ ist da zu lesen. Und um dem ganzen noch eins draufzusetzen wurde der Platte zusätzlich noch mit dem Untertitel „One Hour Of Space Rock“ versehen. Dieser Untertitel löst allerdings einen gewissen Einspruch aus, denn wer hier Space Rock à la Hawkwind erwartet, der wird enttäuscht werden. Denn auch wenn „Ufo 2“ ursprünglich im selben Jahr wie Hawkwinds „In Search Of Space“ erschien, welches wirklich „Space Rock“ beinhaltete, so ist die Musik auf dem Ufo-Album eine andere. Die Musik auf „Ufo 2 – Flying“ ist wohl am besten mit dem Label „Psychedelic Blues Rock“ zu versehen, wenn es dieses Genre denn wirklich geben sollte.

Aber ganz genau so klingt die Musik auf diesem Album. Hier wird selten hart gerockt, eher liegt über den Liedern eine schwere, manchmal traurige, blueslastige und immer gitarrenorientierte Stimmung, die sehr häufig in die Richtung Psychedelic Rock abdriftet. Dazu gibt es ellenlange Instrumentalpassagen, repetitive Abschnitte, die in die Richtung „Förderung des transzendenten Zustands“ gehen, wobei hierzu keine weitere Medikation von Nöten ist. Manches Mal klingt das auch fast schon improvisiert, was dem Hörer hier serviert wird. Dies ist vor allem bei dem tollen „Star Storm“ und dem Titellied „Floating“ zu wahrzunehmen.

Richtig schön melodisch wird es selten, am ehesten wohl bei der Nummer „The Coming Of Prince Kajuku“. Allerdings stört dieser Umstand nicht weiter, denn die Musik lebt von der Atmosphäre, der mitunter vorhandenen Eindringlichkeit und dieser Grenzenlosigkeit, die sich in der Länge der Lieder ausdrückt, welche gespielt werden und wirken, gespielt werden und wirken, gespielt werden und wirken. Mit sechzig Minuten Laufzeit war die Platte ursprünglich für die damalige Zeit fast schon unglaublich lang, durch den Bonus Track „Galactic Love“, eine nicht ganz ungewöhnliche Rock-Nummer, die man leicht der damaligen Zeit zuordnen kann, wird diese Stunde sogar noch ein wenig überboten.

Fazit: Wer gitarrenorientierten Blues mag, wird diese Platte lieben. Wer Gitarrenimprovisationen etwas abgewinnen kann, der kommt hier ebenfalls auf seine Kosten. Und auch jene werden belohnt, die der psychedelischen Rock-Musik etwas abgewinnen können. Für Hit-Radio-Hörer definitiv die falsche Kost. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Star Storm, The Coming Of Prince Kajuku, Flying