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Dienstag, 26. April 2016

Roger Hodgson – Hai Hai




Roger Hodgson – Hai Hai


Besetzung:

Roger Hodgson – vocals, synthesizer bass (1), synclavier drums (5), keyboards (3, 4, 5, 7, 8, 9, 10), piano (6), synthesizer (6, 10), guitars (1, 2, 4, 5, 8, 10), 12-string guitars (7), bass (7), backing vocals (1, 3, 4, 5, 8, 9, 10)


Gastmusiker:

Omar Hakim – drums (1)
Joseph Pomfret – drums (1, 4, 6, 7, 8) [dies ist Roger Hodgson selbst. Joseph ist sein zweiter Vorname, Pomfret der Nachname seiner Mutter]
Robbie Buchanan – synthesizer (1), synthesizer programming (4, 6, 10), synthesizer bass (5), rhodes (6), keyboards (3, 4, 5, 9)
Dan Huff – guitars (1, 3, 5, 6, 7, 8, 9, 10)
Lenny Castro – percussion (1, 2, 3, 4, 5, 6, 8, 9, 10)
Ken Allardyce – harmonica (1, 5), rhythm guitar (3), backing vocals (3, 8)
Anni McCann – backing vocals (1, 3, 4, 5, 8, 9, 10)
Jeff Porcaro – drums (2, 3, 4, 6, 9)
David Paich – synthesizer bass (2), hammond organ (2), synthesizer brass (2)
Willie Hines – backing vocals (2)
Brad Lang – backing vocals (2)
Steve Porcaro – synthesizer programming (2)
Nathan East – bass (3, 6)
Larry Williams – saxophone (3), synth Programming (7)
Mikail Graham – dx7 seetar solo (3)
Claire Diament – backing vocals (3)
Albhy Galuten – synclavier drums (5)
Bruce Albertine – synclavier drums (5)
Rhett Lawrence – fairlight programming (5, 8, 10), synthesizer (10)
Eric Persing – synthesizer programming (5, 6)
Carlos Vega – drums (7, 8)
Leland Sklar – bass (8)
Marc Russo – saxophone (8)


Label: A&M Records


Erscheinungsdatum: 1987


Stil: Pop


Trackliste:

1. Right Place (4:15)
2. My Magazine (4:30)
3. London (4:11)
4. You Make Me Love You (5:09)
5. Hai Hai (5:28)
6. Who's Afraid? (4:57)
7. Desert Love (5:26)
8. Land Ho (4:06)
9. House On The Corner (5:30)
10. Puppet Dance (5:16)

Gesamtspieldauer: 48:48




„Hai Hai“ heißt das zweite Solo-Album des Roger Hodgson. Zum einen hört man auf dieser, im September 1987 auf A&M Records veröffentlichten Scheibe, dass diese eindeutig ein Produkt des Ex-Supertramp-Mitglieds ist, zum anderen leider auch, dass es in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts entstand, denn allzu weit sind hier die Synthie-Pop-Klänge leider nicht mehr entfernt.

Und genau daran leidet auch ein wenig die Qualität des Albums. Klar erkennt man Roger Hodgson und damit diesen wichtigen Teil der Supertramp-Erfolgsgeschichte. Allerdings erkennt man ihn weniger an seiner Musik auf „Hai Hai“, sondern sehr viel eher an seiner unverwechselbaren Stimme. Solche Lieder wie „You Make Me Love You“ klingen nicht nur vom Text her äußerst flach und haben mit seinem Songwriting zu Zeiten von Supertramp so gar nichts mehr gemein. Am ehesten nach Supertramp klingt das Lied „Land Ho“, was allerdings nicht weiter überrascht, da es bereits 1974, bei den Arbeiten zu „Crime Of The Century“ entstand.

Gelungen auf „Hai Hai“ ist sicherlich die Nummer „London“, in der Roger Hodgson, der nun in Kalifornien lebte, seiner Sehnsucht nach London Ausdruck verlieh. Ansonsten fällt noch das letzte Lied der Platte „Puppet Dance“ auf. Endlich mal ein Lied, welches schneller ins Ohr geht – und auch hier hört man zugegebenermaßen die Supertramp-Vergangenheit des Roger Hodgson etwas heraus. Das war es allerdings leider schon, der ganze Rest der Scheibe klingt höchst uninspiriert, um nicht das Wort „langweilig“ zu benutzen.

Fazit: Eine nicht allzu überzeugende Platte ist das zweite Solo-Album des Roger Hodgson mit dem Titel „Hai Hai“ geworden. Richtig überzeugend klingt darauf nur sehr wenig, die meisten Lieder plätschern so vor sich hin, ohne groß aufzufallen oder gar Eindruck zu hinterlassen. Oftmals klingen die Lieder dabei auch ein wenig zu synthetisch, was sicherlich auch der Entstehungszeit des Albums geschuldet ist. Nun, da hat Roger Hodgson schon deutlich bessere Musik gemacht, beziehungsweise bessere Lieder geschrieben. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Right Place, London, Puppet Dance



Freitag, 22. Mai 2015

Roger Hodgson – Open The Door




Roger Hodgson – Open The Door


Besetzung:

Roger Hodgson – vocals, guitars, 12 string guitar, keyboards, harmonium, piano, pipe organ, harpsichord, bass guitar


Gastmusiker:

Alan Simon – high whistle, bodhran, harmonica
Loïc Ponthieu – drums, wavedrum
Laurent Verneret – bass guitar
Denis Banarrosh – percussion
Gerry Conway – percussion, drums
Christophe Negre – saxophone
Bruno Le Rouzic – bagpipe
Pascal Martin – uilleann pipe
Arnaud Dunoyer – hammond organ
Jean Louis Roques – accordion
Jean Pierre Meneghin – scottish drums
Gurvan Houdayer – Scottish drums
Marco Canepa – morse code
Trevor Rabin – electric guitar, keyboards, vocals
Olivier Rousseau – piano
Didier Lockwood – violin
Jean-Jacques Milteau – harmonica
Claude Samard – banjo, dobro slide guitar, bouzouki, pedal steel guitar, oud
Dominique Regef – rebec, vielle a roue
Jeff Phillips – drums
Alan Thomson – bass guitar
Zdenek Rys – oboe
Pavel Belohlavek – cello
Michel Gaucher – flute
Manuel Delgado – spanish guitar, palmas
Dan Ar Braz – arpegg. guitar
Ilana Russell (Alana Cunningham) – children's choir
Sierrah Dietz – children's chorus
Justine Black – children's chorus
Molly Katwman – children's chorus
The Symphonic Orchestra of Prague – conducted by Mario Klemens
The Bulgarian Voices "Philippopolis" – conducted by Hristo Arabadjiev


Label: Epic Records


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Pop


Trackliste:

1. Along Came Mary (6:24)
2. The More I Look (4:56)
3. Showdown (5:19)
4. Hungry (4:27)
5. The Garden (2:15)
6. Death And A Zoo (7:32)
7. Love Is A Thousand Times (3:29)
8. Say Goodbye (3:57)
9. Open The Door (8:55)
10. For Every Man (4:44)

Gesamtspieldauer: 52:02




Doch, doch, das ist schon irgendwie Supertramp-Musik, die man da auf dem dritten Solo-Album von Roger Hodgson zu hören bekommt. Und zwar jene Supertramp-Musik, für die sich ausschließlich Roger Hodgson auszeichnete. Die sehr viel eingängigere also, als jene von seinem Supertramp-Kollegen Rick Davies. Im Jahr 2000 ist „Open The Door“ erschienen und da diese Scheibe bisher auch die letzte war, die von Roger Hodgson veröffentlicht worden ist – im Jahr 2010 erschien lediglich noch ein Live-Album – ist zu befürchten, dass die kreative Phase des Engländers aus Portsmouth endgültig erschöpft ist.

Nun, die Platte reicht nicht an die Qualität der Supertramp Platten heran, obwohl sich einige sehr schöne Stücke darauf befinden, allerdings auch ein paar Füller, die nun so gar nicht mehr überzeugen können. Richtig gelungen ist gleich der Opener „Along Came Mary“, der nach den schottischen Highlands klingt, nach Weite, nach süßer Melancholie. Versehen mit einer tollen Melodie ist dieses Stück einer jener Ohrwürmer, für die Roger Hodgson schon immer stand. Die nächste wirklich sehr gelungene Nummer ist „The Garden“ sehr spärlich instrumentiert ist es auch hier wieder die Melodie, die sich einbrennt. Leider ist dieses Stück nur viel zu kurz. Und dann gibt es da noch das letzte Lied der Platte. Es startet wie ein Folk-Song und fast schon ein wenig zu süßlich, steigert sich dann im weiteren Verlauf aber auch deutlich und entwickelt sich ebenfalls zu einem sehr gelungenen Ohrwurm.

Nun und der Rest? Der Titelsong hält mit seinen knapp neun Minuten einiges für den Hörer parat. Geht ebenfalls ins Ohr und steigert sich schön und konsequent. Durchaus hörenswert, jedoch irgendwie nicht mehr ganz so überzeugend. Bei „Showdown“ wollte Herr Hodgson mal wie Herr Davies klingen. Ist etwas ungewohnt so einen doch eher groovenden und rockigeren Titel von ihm zu hören, aber durchaus noch gelungen. Richtig schwierig wird es allerdings mit „Hungry“. Solch simplen Pop, nein sowas möchte man irgendwie nicht hören vom ehemaligen Supertramp Mitglied und passt eher zu Bands der Kategorie „Typisch Dieter Bohlen“. Dann gibt es noch so ein paar Nummern, die wahrlich etwas zu lieblich beziehungsweise süßlich klingen, nicht ganz mein Ding, wird jemand anderes aber wieder ganz anders beurteilen – wie immer: Geschmackssache.

Fazit: Wer die Musik von Supertramp mag, die oder der wird auch „Open The Door“ von Roger Hodgson mögen. Aber selbstverständlich ist „Open The Door“ kein „Crime Of The Century“ oder „Breakfast In America“ mehr. Die einzelnen Lieder können auf „Open The Door“ mal mehr, mal etwas weniger überzeugen. Trotzdem macht die Platte in ihrer Gesamtheit Spaß und lässt an vielen Stellen durchaus nostalgische Gefühle aufkommen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Along Came Mary, The Garden, Open The Door



Dienstag, 1. Juli 2014

Roger Hodgson – In The Eye Of The Storm




Roger Hodgson
– In The Eye Of The Storm


Besetzung:

Roger Hodgson – guitars, keyboards, lead and backing vocals, bass guitar, drums on "Lovers In The Wind" and "Hooked On A Problem"


Gastmusiker:

Michael Shrieve – drums (except on "Lovers In The Wind" and "Hooked On A Problem")
Ken Allardyce – harmonica on "I'm Not Afraid", additional vocals on "In Jeopardy", "Lovers In The Wind", and "Give Me Love, Give Me Life"
Jimmy Johnson – fretless bass on "Lovers In The Wind" and "Only Because Of You"
Claire Diament – female voice on "Only Because Of You"
Scott Page – saxophones on "Hooked On A Problem"


Label: A&M Records


Erscheinungsdatum: 1984


Stil: Pop, Soft Rock


Trackliste:

1. Had A Dream (Sleeping With The Enemy) (8:26)
2. In Jeopardy (5:56)
3. Lovers In The Wind (4:13)
4. Hooked On A Problem (5:08)
5. Give Me Love, Give Me Life (7:32)
6. I'm Not Afraid (7:02)
7. Only Because Of You (8:40)

Gesamtspieldauer: 47:11





1982 war für Roger Hodgson Schluss bei Supertramp. Er konnte sich mit Rick Davies einfach nicht mehr auf einen gemeinsamen Stil einigen, wie denn nun die Musik von Supertramp in Zukunft klingen sollte. Roger Hodgson, der die meisten der großen Hits von Supertramp geschrieben hatte, ging jetzt also auf Solo-Pfaden und das erste Werk, welches er dabei „in den Ring warf“ ist „In The Eye Of The Storm“ aus dem Jahr 1984.


Dieses Album „In The Eye Of The Storm“ könnte dabei wahrlich als achtes Studioalbum von Supertramp durchgehen, so sehr klingt der Sound der Platte nach der Band. Sehr klar wurde dadurch auch, wer im Grunde genommen der musikalische Kopf von Supertramp war - ganz offensichtlich Roger Hodgson. Es befindet sich dabei mit „I’m Not Afraid“ sogar ein Song auf dem Album, der vom Stil her eher von Rick Davies geschrieben hätte sein können. Diese rockigste Nummer der Platte stellt zudem eine schöne Abwechslung dar, groovt sehr gut und unterscheidet sich, durch die hier durchaus vorhandene „Härte“, sehr wohl von den restlichen Titeln der Platte, die eindeutig als Kompositionen des Roger Hodgsons auszumachen sind.

Hervorzuheben sind hierbei vor allen Dingen zwei Nummern. Zum einen das wunderschöne und sanfte „Lovers In The Wind“, das kürzeste Lied des Albums, bei welchem Roger Hodgson einmal mehr sein Gespür für die eingängige Melodie beweist. Und dann natürlich als Kontrast die längste Nummer der Platte, „Only Because Of You“, bei der ebenfalls die Harmonie in der Melodie an allererster Stelle steht. Vielleicht kommt dieses Stück nicht ganz an die früheren, längeren Kompositionen des Roger Hodgson wie „Hide In Your Shell“ oder „Fool’s Overture“ heran, allzu viel fehlt jedoch nicht.

Fazit: „In The Eye Of The Storm“ ist deutlich besser gelungen als „Famous Last Words“, dem letzten gemeinsamen Auftritt von Roger Hodgson zusammen mit Rick Davies und Supertramp. Die Ideen und Einfälle schienen wieder vorhanden zu sein und wurden auf diesem ersten Solo-Werk des Briten aus Portsmouth überzeugend umgesetzt. Während sich Supertramp immer weiter von ihrem ursprünglichen Sound entfernten, ließ Roger Hodgson diesen hier noch mal aufleben. Wer also die Musik von Supertramp der 70er Jahre mag, der kann hier getrost zuschlagen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Lovers In The Wind, Only Because Of You