Posts mit dem Label Mila Mar werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mila Mar werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 17. April 2020

Mila Mar – Mila Mar




Mila Mar – Mila Mar


Besetzung:

Anke Hachfeld – Gesang
Maaf Kirchner – Synthesizer, Perkussion
Katrin Beischer – Flöte
Søan Meyer – Perkussion



Label: Dryland Records (Wiederveröffentlichung)


Erscheinungsjahr: 1997


Stil: Celtic, Weltmusik, Alternative Folk


Trackliste:

1. Goldene Tiere (7:27)
2. Der Wurm (7:37)
3. 1,5 (5:17)
4. Hasso (6:28)
5. Follow Me (10:59)
6. Eva + Maria (6:45)

Gesamtspieldauer: 44:36




Mila Mar wurden Ende 1994 in der Wiesenmühle in Marth bei Göttingen gegründet. Ein Photo dieser Mühle befindet sich auch im Booklet zu ihrem ersten selbstbetitelten Album, welches im Jahr 1997 zunächst im Selbstverlag veröffentlicht worden ist. Im Jahr 2019 wurde das Album einer remasterten Version auf dem Plattenlabel Dryland Records wiederveröffentlicht, welche man als durchaus gelungenen bezeichnen kann.

Auf „Mila Mar“ von Mila Mar hört man elektronisch angehauchte Folk Musik, auf der Anke Hachfeld die Lieder in einer Kunstsprache einsingt. Dabei verfügt sie über ein breites Spektrum ihrer Stimme, welche sie gekonnt einsetzt. Die Lieder klingen mystisch bis verwunschen, zumeist etwas getragen und sind angefüllt mit Harmonien und eingängigen Melodien. Häufiger Bestandteil in der Musik von Mila Mar ist die Querflöte von Katrin Beischer, die in den Liedern allerdings nicht als rockiges Element wie zum Beispiel von Ian Anderson bei Jethro Tull eingesetzt wird. Bei Mila Mar klingt die Flöte etwas entrückt und verzaubernd, immer sanft und ebenfalls eingängig.

Dieses Debutalbum von Mila Mar wirkt in seine Gesamtheit. Es lässt sich wunderschön vom ersten bis zum letzten Akkord in einem durchhören. Die hier transportierte Atmosphäre bleibt dabei eine mystische. Alle sechs Lieder gehen ins Ohr und klingen melodiös, manchmal etwas getragener, ein anderes Mal etwas befreiter. Allerdings wirklich niemals hört sich ein Lied auf „Mila Mar“ fröhlich an. Die Höhepunkte sind bei gleichbleibender Qualität schwer zu benennen. So erwähne ich an dieser Stelle die drei aufeinander folgenden Nummern „1,5“, „Hasso“ und „Follow Me“. Atmosphärisch sehr dichte Titel, die die Musik von Mila Mar auch in ihrer ganzen Bandbreite gut beschreiben.

Fazit: Natürlich ist das besondere Musik, die man von Mila Mar auf ihrem Debutalbum geboten bekommt. Da sind zum einen Texte, die in einer Sprache eingesungen wurden, die es einfach nicht gibt. Zum anderen hört und spürt man diese etwas dunkle, mystische Atmosphäre, die alle sechs Lieder auf „Mila Mar“ von Mila Mar transportieren. Ruhiger atmosphärischer Alternative Folk, mit etwas sanftem Celtic Rock angereichert. Das funktioniert und hört sich gut an. Zehn Punkte.

Anspieltipps: 1,5, Hasso, Follow Me



Sonntag, 9. April 2017

Mila Mar – Nova




Mila Mar – Nova


Besetzung:

Anke Hachfeld – vocals, percussion
Katrin Beischer – violin, flute, percussion
Maaf Kirchner – synthesizer, samples, percussion
Søan Meyer – percussion, vocals


Label: Strange Ways Records


Erscheinungsdatum: 1999


Stil: Weltmusik, Alternative Folk, Pop, Rock


Trackliste:

1. Nova (6:36)
2. Djanga (4:50)
3. H'm Ba (6:10)
4. Seratia (5:34)
5. Mila (4:22)
6. Tha (6:16)
7. Merdina (4:19)
8. Paya (11:02)

Gesamtspieldauer: 49:11




Mila Mar war eine deutsche Band, die in den Jahren 1997 bis 2003 insgesamt vier Studioalben veröffentlichte. „Nova“ ist die zweite Platte in dieser Reihe und erschien im Jahr 1999 auf dem Musiklabel Strange Ways Records. Das besondere an der Band war, dass die Sängerin Anke Hachfeld ihre Texte in einer Phantasiesprache einsang.

Die Musik von Mila Mar klingt zunächst hauptsächlich nach Orient und 1001 Nacht. Dabei sind die einzelnen Stücke auf „Nova“ durchaus etwas in den Okzident, also Europa gerückt worden. Denn trotz allem orientalischen Hauch, sind die einzelnen Stücke alle melodiös gehalten. Speziell ist das alles allerdings trotzdem. Und das liegt nicht am unverständlichen Gesang, denn der könnte auch arabisch sein, womit man genau so viel verstehen würde – nämlich gar nichts. Es sind diese doch hier, in unseren Breiten und Längen, nicht ganz gewohnten Melodiebögen, die diese Musik wahrlich besonders werden lassen.

Zum „Nebenbeihören“ sind die Lieder von Mila Mar definitiv nicht gemacht. Anke Hachfeld singt im Alt, landet bei anderen Titeln im Sopran. Wenn auch sehr an orientalischer Musik angelehnt, so ist „Nova“ doch auch eine kleine musikalische Weltreise. Zum einen hört man hier auch Rhythmen und Melodien, die eher aus Afrika zu stammen scheinen, wie beim Titel „H’m Ba“. Wohingegen es dann beim Titel „Mila“ sogar ein wenig indisch klingt, wodurch sich die Musik auf „Nova“ nun schon eher mit Weltmusik umschreiben lässt. Dies wird auch dadurch bestätigt, dass man im letzten Lied des Albums „Paya“ glaubt, zu Beginn sogar ein wenig Irish Folk heraushören zu können.

„Seratia“ wiederum klingt wie die musikalische Untermalung einer Traumsequenz, hier hört man weder afrikanische noch arabische Einflüsse. Genauso wenig hört man diese bei „Merdina“. Hier bewegen sich Mila Mar nun sogar ganz leicht im Bereich der klassischen Musik, was auch durch den Sopran-Gesang der Anke Hachfeld Ausdruck findet. Dies trägt natürlich alles zur Vielfalt auf „Nova“ bei, wobei es immer schwieriger wird, die Musik von Mila Mar gut zu umschreiben – über zu wenig Abwechslung kann hier wahrlich niemand klagen. Das letzte Stück des Albums, „Paya“, ist übrigens keine elf Minuten lang. Nach knapp sechs Minuten ist Schluss, dann kommt lange nichts und ganz am Ende eine Art Klangkollage, die allerdings auch nicht weiter hörenswert ist. Auch so schafft man es natürlich, die Spieldauer eines Albums zu verlängern.

Fazit: Mal ganz andere Musik, als jene, die man sonst so häufig hört, wird einem von Mila Mar geboten. Auf „Nova“ unternimmt man eine kleine musikalische Reise um die Welt und der Gesang der Anke Hachfeld, der völlig sinnfrei ist, da er einer Phantasiesprache entspringt, dient nur zur Untermalung und Unterstützung der Musik, nicht zur Erklärung. Dabei gehen die Lieder die Scheibe gut ins Ohr, mit jedem weiteren Durchgang sogar noch ein wenig besser. Schon irgendwie beeindruckend. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Seratia, Merdina, Paya