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Montag, 17. Januar 2022

The Lumineers – Brightside

 



The Lumineers – Brightside


Besetzung:

Wesley Schultz – lead vocals, electric and acoustic guitar
Jeremiah Fraites − piano, drums, drum programming, firewood, rhodes, electric guitar, tambourine, electric bass and glockenspiel


Gastmusiker:

Simone Felice − background vocals, tambourine, claps and maracas 
David Baron − synthesizers, rhodes sub bass, hammond b3, minimoog and mellotron
Lauren Jacobson – violin and background vocals
Byron Isaacs – bass and background vocals
Diana DeMuth – background vocals
James Felice – background vocals
Cindy Mizelle – background vocals
Alex Waterman – cello
Palenville Firehouse – siren


Label: Decca


Erscheinungsjahr: 2022


Stil: Independent Rock, Art Pop


Trackliste:

1. Brightside (3:50)
2. A.M. Radio (3:57)
3. Where We Are (2:52)
4. Birthday (4:14)
5. Big Shot (3:01)
6. Never Really Mine (3:01)
7. Rollercoaster (3:48)
8. Remington (1:52)
9. Reprise (3:30)

Gesamtspieldauer: 30:09



„Brightside“ heißt das vierte Studio-Album der Lumineers aus Denver, Colorado, deren einzige feste Mitglieder die beiden Musiker Wesley Schultz und Jeremiah Fraites sind. „Brightside“ wurde innerhalb zweier Sessions im Jahr 2021 aufgenommen und erschien am 14. Januar 2022 auf dem Plattenlabel Decca.

Auf „Brightside“ hört man einmal mehr die Stärke der Lumineers und das sind wunderschöne, sanfte Melodien, die sofort ins Ohr gehen. Diese Eingängigkeit zusammen mit dem leicht zerbrechlich klingenden Gesang des Wesley Schultz machen ein Lumineers-Album aus. Und so lohnt es sich auch bei diesem Album sich etwas Zeit zu nehmen, es sich gemütlich zu machen und dieser ruhigen, unaufgeregten Musik zu lauschen und sie wirken zu lassen. Die Lieder scheinen mit jedem weiteren Durchgang zu wachsen, werden noch vertrauter wie ein lieber Freund, den man nicht mehr missen möchte.

„Brightside“ ist ein schönes Album geworden, wenn es auch nicht ganz an den Vorgänger „III“ heranreicht, auf dem die Lieder für mich noch einen Tick intensiver klangen. Doch packend und ergreifend klingen auch die Stücke auf diesem vierten Album der Lumineers. Ein wenig bemängeln muss man allerdings die Laufzeit von lediglich einer halben Stunde. Das wäre selbst in Zeiten, als noch keine CDs gab eine kurze Darbietung gewesen.

Doch das Album lohnt sich trotzdem und gerade nach mehrmaligem Durchhören scheint es noch schöner und wertvoller zu klingen. Ausfälle hört man keine auf „Brightside“, dafür viele Höhepunkte. Mein persönliches Highlight ist das letzte Lied des Albums, das Lied „Reprise“. Ganz sicher Geschmackssache, denn auch die anderen acht Lieder lohnen gehört zu werden und so wird sicher jede und jeder hier einen Favoriten für sich finden – oder gar mehrere.

Fazit: Auch „Brightside“ lohnt sich für alle Fans der Lumineers und jene, die auch die ruhigeren Momente in der Musik genießen können. Man hört wunderschöne Melodien, die schnell ins Ohr gehen. Unaufgeregte, zumeist sehr ruhige, nachdenkliche Musik, die bewegt. Ein schönes Album, welches allerdings recht kurz ausgefallen ist. Trotzdem wegen der tollen Musik für mich sehr lohnend und hörenswert. Elf Punkte.

Anspieltipps: Reprise



Donnerstag, 3. Dezember 2020

The Lumineers – Cleopatra




The Lumineers – Cleopatra


Besetzung:

Wesley Schultz – lead vocals, guitar, percussion
Jeremiah Fraites – drums, percussion, piano, keyboards
Neyla Pekarek – cello, vocals


Gastmusiker:

Byron Isaacs – bass guitar, background vocals
Simon Felice – percussion, background vocals
David Baron – keyboards
Lauren Jacobson – strings, violin, background vocals
Abraham Hovey – guitar


Label: Decca Records


Erscheinungsjahr: 2016


Stil: Independent Rock


Trackliste:

1. Sleep On The Floor (3:32)
2. Ophelia (2:40)
3. Cleopatra (3:21)
4. Gun Song (3:36)
5. Angela (3:21)
6. In The Light (3:51)
7. Gale Song (3:13)
8. Long Way From Home (2:32)
9. Sick In The Head (2:31)
10. My Eyes (3:36)
11. Patience (1:38)

Gesamtspieldauer: 50:59




„Cleopatra“ nannte die US-amerikanische Independent Band The Lumineers ihr zweites Studioalbum. „Cleopatra“ wurde am 8. April 2016 auf dem Plattenlabel Decca Records veröffentlicht und enthält die vier Single-Veröffentlichungen „Ophelia“, „Cleopatra“, „Angela“ sowie „Sleep On The Floor“. Sowohl in den USA wie auch in Großbritannien erreichte das Album Platz 1 der jeweiligen Charts. In Deutschland platzierte sich „Cleopatra“ auf Platz 16. Das Cover zeigt die Schauspielerin Theda Bara (1885 – 1955), die im Jahr 1917 im gleichnamigen Film die Hauptrolle spielte. Von dem Film sind allerdings leider nur knappe 20 Sekunden Material erhalten.

Auch auf „Cleopatra“ hört man die für die Lumineers so typische Mischung aus Independent Rock und Folk, eine Mischung, die so wunderbar leicht ins Ohr geht. Sanft klingt sie, die Musik des Trios. Zumeist mit der akustischen Gitarre oder dem Piano instrumentiert, dazu die zarten Cello-Klänge der Neyla Pekarek und fertig ist das Album, welches mit den Gefühlen spielt und das Herz erwärmt. Definitiv lohnt es sich die Scheibe in Ruhe und öfters anzuhören, denn Vieles auf „Cleopatra“ erschließt sich einem beim genauen Zuhören. Definitiv ist das keine Musik zum „Nebenbeihören“, damit wäre das Album verschenkt.

Nichts auf diesem Album klingt hektisch, rau oder unmelodiös. Genau das Gegenteil ist der Fall, die Lieder – alle von gleichbleibender Qualität – gehen sanft ins Ohr. Musik für die stillen Momente des Tages, Musik zum Entspannen und Genießen. Schwer fällt es hier Höhepunkte herauszuheben, denn die Lieder der Lumineers auf „Cleopatra“ klingen alle und keiner der einzelnen Titel sticht besonders hervor.

Fazit: Schöne und sanfte, tiefergehende Musik gibt es auf „Cleopatra“ zu hören. Alles auf diesem Album klingt eingängig und melodiös. Wer auf ruhige Musik steht, befreit von jeglicher Hektik und jeglichem Stress, angefüllt mit schönen Melodien, die oder der dürfte viel Spaß mit „Cleopatra“ haben. Nur etwas kurz ist das Album leider ausgefallen. Lediglich etwas mehr als eine halbe Stunde Spielzeit ist in der heutigen Zeit definitiv sehr kurz ausgefallen. Elf Punkte.

Anspieltipps: Cleopatra, My Eyes



Mittwoch, 24. Juni 2020

The Lumineers – III




The Lumineers – III


Besetzung:

Wesley Schultz − vocals, guitar
Jeremiah Fraites − piano, drums, tambourine, guitar, backing vocals, synths, vibraphone, cymbal scrapes


Gastmusiker:

Byron Isaacs − bass, backing vocals
Lauren Jacobson − violin, backing vocals
Simone Felice − maraca, backing vocals
David Baron − synths, keyboards, harmonium
Anneke Schaul-Yoder − cello


Label: Decca Records


Erscheinungsjahr: 2019


Stil: Independent Rock


Trackliste:

Chapter 1 - Gloria Sparks

1. Donna (3:06)
2. Life In The City (3:51)
3. Gloria (3:36)

Chapter 2 - Junior Sparks

4. It Wasn‘t Easy To Be Happy For You (3:34)
5. Leader Of The Landslide (5:54)
6. Left For Denver (3:16)

Chapter 3 - Jimmy Sparks

7. My Cell (3:16)
8. Jimmy Sparks (5:56)
9. April (0:50)
10. Salt And The Sea (4:30)

Bonus Tracks:

11. Democracy (6:44)
12. Old Lady (4:17)
13. Soundtrack Song (2:03)

Gesamtspieldauer: 50:59



Kurz mit „III“ betitelte die US-amerikanische Indie-Folk-Band The Lumineers ihr drittes Studioalbum, welches gleichzeitig ein Konzeptalbum ist. „III“ wurde am 13. September 2019 auf dem Plattenlabel Decca veröffentlicht. Mit den Liedern „Gloria“, „It Wasn‘t Easy To Be Happy For You“ und „Salt And The Sea“ wurden insgesamt drei Singles aus dem Album ausgekoppelt.

Die Zahl „3“ spielt noch eine weitere Rolle auf „III“. Das Album ist in drei Kapitel unterteilt, die sich mit Gloria, Junior und Jimmy Sparks beschäftigen. Drei Personen einer Familie, deren Leben durch Süchte und Abhängigkeiten auf unterschiedliche Art und Weise beeinflusst wird. Bis Ende September 2019 hatten Wesley Schultz und Jeremiah Fraites – die beiden Mitglieder der Lumineers – zehn Musikvideos zu den zehn Titel des Albums veröffentlicht. Die restlichen drei Stücke auf „III“ sind Bonustracks, wobei es sich beim Lied „Democracy“ um eine Cover-Version eines Leonard Cohen Titels handelt. In den USA erreichte „III“ Platz zwei der US Billboard 200, in Großbritannien kletterte das Album bis auf Platz 8, in Deutschland auf Platz 40 der Charts.

Auf „III“ hört man zumeist eher sanften Independent Rock, der ab und an auch in den Gefilden des Folks beheimatet ist, jedoch auch etwas Tempo aufnehmen kann. Die Musik der Lumineers auf „III“ ist eingängig, melodiös, melancholisch, traurig, packend. Musik, die mit den Gefühlen spielt, die anfasst. Dieses Album klingt an vielen Stellen ergreifend und man kann wunderschön in diese sanften und doch immer wieder aufwallenden und packenden Melodien eintauchen. Dass es sich vom Inhalt der Geschichte her, die das Album erzählt, um eine eher traurige Erzählung handelt, kann man hören und auf zehn veröffentlichten Musikvideos auch sehen.

„III“ klingt und wirkt und ist gelungen. Dies gilt für alle auf dem Album enthaltenen Stücke. Trotzdem, die Höhepunkte des Albums befinden sich im letzten und dritten Kapitel. „Jimmy Sparks“, „April“ und „Salt And The Sea“ heißen diese und wer auf einfühlsame, melodische und gleichzeitig packende Musik steht, die oder den dürften diese drei Nummern musikalisch sicherlich bereichern. Auch die Bonus-Tracks lohnen gehört zu werden, sodass dem gelungenen Hörerlebnis nichts mehr im Wege steht.

Fazit: Musik kann so wunderschön und einnehmend klingen. Auf die Lumineers und ihr Album „III“ trifft dies definitiv zu. Sanfte Musik, die ab und an anschwillt, dabei jedoch nicht weniger melodisch, sondern nur noch intensiver klingt. „III“ bedeutet Abschalten und Eintauchen in die Welt der packenden Harmonien. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: Jimmy Sparks, April, Salt And The Sea



Freitag, 12. Oktober 2018

The Lumineers – The Lumineers




The Lumineers – The Lumineers


Besetzung:

Wesley Schultz – vocals, guitar, keyboards, drums, percussion, ukulele and effects
Jeremiah Fraites – vocals, drums, percussion, guitar and mandolin
Neyla Pekarek – vocals, cello, keyboards, mandolin, accordion, drums, percussion
Stelth Ulvang – keyboards, guitar, accordion, mandolin, bouzouki, vocals
Ben Wahamaki – electric bass, vocals


Gastmusiker:

Adam Trachsel – electric bass, upright bass
Lauren Jacobson – violin
All the Lumineers and their Friends – group vocals, stomps, hand claps


Label: Decca Records


Erscheinungsdatum: 2012


Stil: Folk, Independent Folk


Trackliste:

1. Flowers In Your Hair (1:50)
2. Classy Girls (2:45)
3. Submarines (2:43)
4. Dead Sea (4:07)
5. Ho Hey (2:43)
6. Slow It Down (5:07)
7. Stubborn Love (4:39)
8. Big Parade (5:27)
9. Charlie Boy (4:21)
10. Flapper Girl (3:15)
11. Morning Song (5:18)

Gesamtspieldauer: 42:20




The Lumineers sind eine amerikanische Folk-Rock-Band aus Denver, Colorado. Die Gründungsmitglieder waren Wesley Schultz (Lead-Gesang, Gitarre) und Jeremiah Fraites (Schlagzeug, Percussion). Schultz und Fraites begannen 2005 in Ramsey, New Jersey, zusammen zu schreiben und aufzutreten. Die Cellistin und Sängerin Neyla Pekarek stieß im Jahr 2010 zur Band. „The Lumineers“ ist das selbstbetitelte Debüt-Studioalbum der Band. Das Album wurde am 3. April 2012 auf dem Plattenlabel Decca Records veröffentlicht und enthält die Singles „Ho Hey“, „Stubborn Love“ sowie „Submarines“. „The Lumineers“ kletterte bis auf Platz 2 der Billboard 200 Charts.

Das Debut von The Lumineers klingt keineswegs US-amerikanisch, sondern sehr viel eher britisch. Folk, der sehr weit entfernt von Country & Western Klischees wirkt und klingt, ins Ohr geht. Elf sanfte Lieder befinden sich auf der Scheibe, wobei „sanft“ nicht bedeutet, dass die Musik einschläfernd oder auch langweilig klingt und ebenfalls nicht heißt, dass das Tempo nicht doch mal angezogen wird. Es ist die überwiegend akustische Instrumentierung, die die Platte etwas zurückhaltender erklingen lässt und wenn sich das Tempo doch mal etwas schneller gebiert, muss man einfach mitwippen, denn diese Musik wirkt. An den etwas schnelleren Stellen hört man die Musiker und deren Freunde im Chor, die den einzelnen Liedern zusätzlich Fülle verleihen. Die einzelnen Nummern sind ohne Ausnahme melodisch und eingängig, unterhalten bestens.

Jede und jeder wird auf „The Lumineers“ von den Lumineers seine eigenen Lieblingslieder finden. Ausfälle gibt es nämlich keine auf der Platte zu beklagen. Mir gefallen gar nicht mal die drei Single-Auskopplungen am besten, in meinem Fall sind es die Lieder „Dead Sea“ sowie „Slow It Down“, die am meisten begeistern. Wahrscheinlich sind es bei mir die beiden Titel, welche am schnellsten ins Ohr gehen. Spaß macht auch der Rest.

Fazit: Eine schöne und einprägsame Platte ist den Lumineers mit ihrem selbstbetitelten Album gelungen. Moderner Folk, der sehr viel britisch denn amerikanisch klingt. Alle elf Titel auf dem Album gehen eingängig ins Ohr, klingen melodiös und bleiben auch längerfristig hängen. Ein eher unauffälliges Album mit sanften Tönen, welches nachhallt und sich lohnt gehört zu werden. Elf Punkte.

Anspieltipps: Dead Sea, Slow It Down