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Samstag, 4. August 2018

The Yardbirds – Little Games




The Yardbirds – Little Games


Besetzung:

Keith Relf – vocals, harmonica, percussion
Jimmy Page – guitars
Chris Dreja – bass guitar on all songs except where indicated, backing vocals
Jim McCarty – drums, percussion, backing vocals


Gastmusiker:

Clem Cattini – drums on “Ten Little Indians” and “Goodnight Sweet Josephine”
Bobby Gregg – drums on “Little Games”
Nicky Hopkins – keyboards on “Goodnight Sweet Josephine”
John Paul Jones – bass guitar on “Goodnight Sweet Josephine” and “No Excess Baggage”, bass and cello arrangement on “Little Games”, bass and orchestral arrangement on “Ten Little Indians”
Chris Karan – tabla on “White Summer”
Joe Macho – bass on “Ha Ha Said the Clown”
Rick Nielsen – organ on “Ha Ha Said the Clown”
Ian Stewart – piano on “Drinking Muddy Water”
Dougie Wright – drums on “Little Games”
Unidentified – oboe on “White Summer”


Label: Parlophone


Erscheinungsdatum: 1967


Stil: Psychedelic Rock


Trackliste:

1. Little Games (2:28)
2. Smile On Me (3:16)
3. White Summer (3:56)
4. Tinker, Tailor, Soldier, Sailor (2:49)
5. Glimpses (4:24)
6. Drinking Muddy Water (2:53)
7. No Excess Baggage (2:32)
8. Stealing Stealing (2:24)
9. Only The Black Rose (2:52)
10. Little Soldier Boy (2:39)

Gesamtspieldauer: 30:17




„Little Games“ heißt das fünfte Studioalbum der englischen Psychedelic Rock Band The Yardbirds. Die Platte erschien im Jahr 1967 und sollte bis zum Jahr 2003 auch die letzte Studio-Veröffentlichung der Band bleiben. Nach „Little Games“ war erst mal Schluss mit den Yardbirds und Keith Relf sollte bald die Progressive Rock Formation Renaissance gründen, Jimmy Page die Band Led Zeppelin. Wenn man bedenkt, was für bahnbrechende Musik diese Musiker noch veröffentlichen würden, so fällt die Betrachtung von „Little Games“ umso ernüchternder aus.

Auf dem Album hört man hauptsächlich 60ies Pop, etwas rockig angehaucht. Die Lieder gehen dabei weder ins Ohr noch wissen sie sonst irgendwie zu überzeugen. Sehr viel mehr klingt die Scheibe langweilig und fast schon belanglos. Warum die Yardbirds unter dem Label „Psychedelic Rock“ eingruppiert werden, erschließt sich einem beim Anhören von „Little Games“ auch in kaum einem Takt oder Akkord. Die sanften, diesbezüglichen Annäherungen sind rar gesät und klingen dabei alles andere als innovativ. Die Platte rauscht durch, ohne Spuren zu hinterlassen – auch noch nicht nach mehreren Durchläufen.

Selbst das Ausmachen und Benennen von Höhepunkten fällt auf der Scheibe schwer. Um dem doch zumindest etwas Rechnung zu tragen, seien hier der Opener und gleichzeitig das Titellied „Little Games“ erwähnt. Dann die ganz nette Instrumentalnummer „White Summer“. Das rockige und etwas indisch angehauchte Lied „Glimpses“ sowie das nach Sehnsucht klingende „Only The Black Rose“. Diese Titel mögen auf diesem Album Höhepunkte sein, würden auf anderen Scheiben jedoch unter „ferner liefen“ firmieren.

Fazit: Vor allen Dingen 60ies Pop bekommt man auf „Little Games“ von den Yardbirds geboten. Zu allermeist ist die Musik der Band eher langweilig denn begeisternd. Jimmy Page und Keith Relf sind an der Scheibe beteiligt, schaffen es jedoch nicht, ihre in der Zukunft vorhandenen wunderschönen Ideen schon auf diesem Album umzusetzen. Psychedelisch klingt hier nicht viel, doch das Albumcover ist schön farbenfroh gehalten. Das war es dann aber auch schon. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Little Games, White Summer, Glimpses, Only The Black Rose



Sonntag, 5. November 2017

The Yardbirds – Classic Cuts




The Yardbirds – Classic Cuts


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: ARC Records


Erscheinungsdatum: 1987


Stil: Pop, 60ies Pop


Trackliste:

CD1:

1. Smokestack Lightning (5:36)
2. You Can’t Judge A Book (2:58)
3. Let It Rock (2:19)
4. Boom Boom (2:26)
5. Who Do You Love (4:12)
6. Too Much Monkey Business (3:49)
7. Got Love If You Want It (2:46)
8. Here ‘tis (5:07)
9. What Do You Want (3:03)
10. I Ain’t Done Wromg (3:41)
11. Respectable (5:28)
12. My Girl Sloopy (5:37)
13. You’re A Better Man Than I (3:20)
14. New York City Blues (4:09)
15. Someone To Love Pt. 1 (2:23)
16. Someone To Love Pt. 2 (4:17)

Gesamtspieldauer: 1:01:02




Die Yardbirds sind eine englische Rock Band, die im Jahr 1963 in London gegründet wurde. Die Band hatte mehrere Lead-Gitarristen, die unter anderem Eric Clapton, Jimmy Page und Jeff Beck hießen. Alle drei befinden sich in den Top 5 der besten Gitarristen aller Zeiten, die das Rolling Stone Magazine veröffentlichte. Die Yardbirds starteten als Blues Band und ihnen wird Einfluss auf sehr viele musikalische Genres nachgesagt. So sollen von ihnen die ersten progressiven Rocktöne zu hören sein, die Grundlagen des Punks und des Hard Rock gelegt worden sein. Dazu schafften es die drei bekannten Gitarristen der Band Innovationen bezüglich des Gitarrenspiels wie Verzerrung und Feedback in der Rock Musik zu etablieren. Nach dem Auseinanderbrechen der Band im Jahr 1967 gründeten Sänger Keith Relf und Schlagzeuger McCarty die Band Renaissance, Jimmy Page die noch deutlich bekanntere Band Led Zeppelin. In den 90er Jahren reformierten sich die Yardbirds erneut. Von der ursprünglichen Besetzung waren Schlagzeuger Jim McCarty und Gitarrist Chris Dreja wieder mit von der Partie. Chris Dreja verließ die Yardbirds schließlich erneut im Jahr 2012, sodass heute nur noch Jim McCarty von der ursprünglichen Formation Bestandteil der Band ist.

Klingt alles sehr gut, nur kann man das beim Hören dieser Zusammenstellung kaum nachvollziehen. Auf dem absolut lieblos zusammengestellten Kompilationsalbum mit dem Titel „Classic Cuts“, welches im Jahr 1987 auf dem Plattenlabel ARC Records veröffentlicht wurde, hört man die Band zu Beginn ihrer Karriere, also Anfang bis Mitte der 60er Jahre. Auf der Scheibe befinden sich zumeist atemberaubend schlechte Live-Aufnahmen von hauptsächlich Pop- oder Rock’n’Roll-Nummern, die nur mit einer sehr hohen Toleranzschwelle angehört werden können. Oftmals hört man auf dieser kruden Zusammenstellung lediglich ein Geschepper der Schlagzeugbecken sowie einen dumpfen Sound, der umso fieser klingt, je lauter man sich das Ganze gibt. Einen Überblick über die Musik der Yardbirds, die solch ein Album sicherlich auch geben soll, kann man hier unmöglich gewinnen.

Allerdings ist nicht nur die Aufnahmequalität der Lieder schlecht, auch die Titel selbst klingen nach den 60ern. Von Innovation oder neuen Wegen, die die Band samt ihrer Gitarristen ging, ist auf „Classic Cuts“ reichlich wenig zu hören. Eine kleine Ausnahme ist vielleicht die Nummer „You’re A Better Man Than I“, die sowohl klangtechnisch besser gelungen ist und wirklich erste Ansätze des Progressive Rock enthält. Das ist allerdings leider wirklich die Ausnahme auf der Scheibe, auf der ansonsten die Musik dröhnt wie beim grauenvollen „Respectable“ oder beim durchaus noch interessanten „Someone To Love Pt. 2“. Viel mehr Worte sollte man über diese Scheibe nicht verlieren.

Fazit: Eine unfassbar schlechte Zusammenstellung der musikalischen Anfänge der Yardbirds stellt das Kompilationsalbum „Classic Cuts“ dar. Die Musik langweilt, der Sound ist oftmals absolut miserabel. Das, was die Yardbirds ausmacht, bekommt man auf dieser Zusammenstellung nicht oder nur in sehr kleinen Ansätzen zu hören. Ist es nicht die Musik selbst, die einen verzweifeln lässt, dann ist es die Aufnahmequalität der Stücke, die einen kopfschüttelnd zurücklässt. Hier wollte eine Plattenfirma ganz schnell Geld mit einem bekannten Namen machen. Nicht mehr und nicht weniger. Zwei Punkte.

Anspieltipps: You’re A Better Man Than I