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Mittwoch, 12. Dezember 2018

The Jimi Hendrix Experience – Electric Ladyland




The Jimi Hendrix Experience – Electric Ladyland


Besetzung:

Jimi Hendrix – lead vocals, guitar, piano, percussion, comb and tissue paper kazoo, electric harpsichord, bass on "Have You Ever Been (To Electric Ladyland)", "Long Hot Summer Night", "Gypsy Eyes", "1983", "House Burning Down", and "All Along The Watchtower"
Noel Redding – backing vocals, bass on "Crosstown Traffic", "Little Miss Strange", "Come On (Let The Good Times Roll)", "Burning Of The Midnight Lamp", and "Voodoo Child (Slight Return)", acoustic guitar and lead vocals on "Little Miss Strange"
Mitch Mitchell – backing vocals, drums (except on "Rainy Day Dream Away" and "Still Raining, Still Dreaming"), percussion, lead vocals on "Little Miss Strange"


Gastmusiker:

Jack Casady – bass on "Voodoo Chile"
Brian Jones – percussion on "All Along The Watchtower"
Al Kooper – piano on "Long Hot Summer Night"
Dave Mason – twelve-string guitar on "All Along The Watchtower", backing vocals on "Crosstown Traffic"
The Sweet Inspirations – backing vocals on "Burning Of The Midnight Lamp"
Steve Winwood – Hammond organ on "Voodoo Chile"
Chris Wood – flute on "1983... (A Merman I Should Turn To Be)"
Larry Faucette – congas on "Rainy Day, Dream Away" and "Still Raining, Still Dreaming"
Mike Finnigan – organ on "Rainy Day, Dream Away" and "Still Raining, Still Dreaming"
Buddy Miles – drums on "Rainy Day, Dream Away" and "Still Raining, Still Dreaming"
Freddie Smith – tenor saxophone on "Rainy Day, Dream Away" and "Still Raining, Still Dreaming"


Label: Sony Music (ursprünglich: Reprise Records / Track Records)


Erscheinungsdatum: 1968


Stil: Psychedelic rock


Trackliste:

1. And The Gods Made Love (1:22)
2. Have You Ever Been (To Electric Ladyland) (2:10)
3. Crosstown Traffic (2:26)
4. Voodoo Chile (14:59)
5. Little Miss Strange (2:52)
6. Long Hot Summer Night (3:27)
7. Come On (Let The Good Times Roll) (4:09)
8. Gypsy Eyes (3:43)
9. Burning Of The Midnight Lamp (3:39)
10. Rainy Day, Dream Away (3:42)
11. 1983... (A Merman I Should Turn To Be) (13:39)
12. Moon, Turn The Tides...Gently Gently Away (1:01)
13. Still Raining, Still Dreaming (4:25)
14. House Burning Down (4:32)
15. All Along The Watchtower (4:00)
16. Voodoo Child (Slight Return) (5:13)

Gesamtspieldauer: 1:15:28




„Electric Ladyland“ heißt das dritte und letzte Studioalbum der Englisch-US-amerikanischen Rockband The Jimi Hendrix Experience. Das Doppelalbum, welches ursprünglich am 16. Oktober 1968 auf den Plattenlabeln Reprise Records in Nordamerika und Track Records in Europa veröffentlicht wurde, war die einzige Platte der Band, die Jimi Hendrix auch selbst produzierte. Bis Mitte November hatte das Album in den Vereinigten Staaten Platz 1 erreicht, wo es sich zwei Wochen lang an der Spitze halten konnte. „Electric Ladyland“ war die kommerziell erfolgreichste Veröffentlichung der Jimi Hendrix Experience und ihr einziges Nummer 1 Album in den USA. In Großbritannien erreichte das Album immerhin den sechsten Platz; in Deutschland Platz 12. „Electric Ladyland“ enthält das Bob Dylan Cover „All Along The Watchtower“, was zur meistverkauften Single der Band wurde. Die ursprünglich als Doppel-LP veröffentlichte Platte ist auf vielen Listen vertreten, wenn es darum geht die besten Alben aller Zeiten zu küren. So belegt Electric Ladyland“ Platz 55 in der Liste des Rolling Stone Magazines der „500 größten Alben aller Zeiten“.

Die Musik auf „Electric Ladyland“ ist sehr breit gefächert. Von Pop über Rock, hin zu Psychedelic und Blues gibt es auf dieser Platte jede Menge unterschiedlicher musikalischer Genres zu hören. Genau dies macht diese Scheibe auch so spannend. Solch einen Titel wie „Voodoo Chile“, der irgendwo zwischen den Genres Psychdelic Rock und improvisiertem Blues angesiedelt ist, den gab es so zuvor noch nie. Gleiches gilt für den zweiten Longtrack „1983... (A Merman I Should Turn To Be)“ eine tolle und abgefahrene Nummer, bei der man nur selten Abschnitte mit Eingängigkeit entdeckt. Sehr viel mehr hört man sphärische Klänge oder auch mal ein Schlagzeug-Solo. Das ist Psychedelic Rock, in den man sehr tief eintauchen kann und sich darin zu verlieren scheint, wenn man denn das Außergewöhnliche sucht. Solche Musik war wahrlich neu für die damalige Zeit.

Es gibt allerdings noch weitere Höhepunkte auf diesem Album. Das bereits erwähnte Bob Dylan Cover „All Along The Watchtower“ ist nicht nur eines der bekanntesten Lieder des Jimi Hendrix. Es wertet auch die ursprüngliche Version von Bob Dylan selbst um Klassen auf. Und schließlich sollte an dieser Stelle auch noch die Nummer „Burning Of The Midnight Lamp“ Erwähnung finden. Psychdelic Rock in sehr melodiöser Form, wie er schnell und ohne Umwege ins Ohr geht. Auch dieses Lied wurde als Single ausgekoppelt und erreichte im Vereinigten Königreich immerhin Platz 18 der Charts. Der Rest der Scheibe ist ebenfalls abwechslungsreich, kann vielleicht nicht mehr ganz so beeindrucken, wie die bereits erwähnten Nummern, lohnenswert ist das jedoch allemal.

Fazit: „Electric Ladyland“ ist wohl das bekannteste und auch das erfolgreichste Album der Jimi Hendrix Experience geworden. Und das auch nicht ohne Grund, denn es gibt viel zu entdecken auf dieser Scheibe, die mit den musikalischen Genres spielt und immer wieder Überraschungen für die Hörerin und den Hörer parat hält. Für Menschen, die mit der heutigen Musik des Radios sozialisiert wurden, mag das ein oder andere oder vielleicht sogar das meiste auf „Electric Ladyland“ neu oder gar seltsam klingen. Für Menschen, die der Musik offen gegenüberstehen, überwiegen dagegen die spannenden und mitreißenden Abschnitte. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Voodoo Chile, Burning Of The Midnight Lamp, 1983... (A Merman I Should Turn To Be), All Along The Watchtower



Montag, 18. Juli 2016

Jimi Hendrix – All The Hits




Jimi Hendrix – All The Hits


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Universe


Erscheinungsdatum: 1991 (Musik aus den Jahren Ende der 60er)


Stil: Rock, Blues Rock, Psychedelic Rock


Trackliste:

1. Let Me Light Your Fire (2:41)
2. Highway Chile (3:32)
3. Hey Joe (3:27)
4. Voodoo Chile (5:16)
5. Purple Haze (2:50)
6. Long Hot Summer Night (3:29)
7. The Wind Cries Mary (3:19)
8. Foxy Lady (3:16)
9. Remember (2:46)
10. Gypsy Eyes (3:45)
11. All Along The Watchtower (4:01)
12. Burning Of The Midnight Lamp (3:38)
13. Stone Free (3:37)
14. Manic Depression (3:39)
15. Cross Town Traffic (2:21)
16. 51st Anniversary (3:15)

Gesamtspieldauer: 55:00




Da kann man zu Blues-Rock stehen wie man will, Jimi Hendrix ist auf jeden Fall ein musikalisches Erlebnis. Drei Studio-Alben nahm der gebürtige US-Amerikaner, der allerdings erst durch seinen Aufenthalt in England seinen Durchbruch schaffte, zu seinen Lebzeiten auf. Diese wurden in den Jahren 1967 und 1968 veröffentlicht. Unzählige Kompilationsalben wurden dann nach seinem Tod am 18. September 1970 veröffentlicht, was einmal mehr den Spruch „Death Sells“ unterstreicht.

Eine dieser Zusammenstellungen ist die im Jahr 1991 auf Universe veröffentlichte Platte „All The Hits“. Obwohl auch hier wieder festzuhalten ist, dass die Original-Alben einem einen wesentlich besseren Überblick über das Schaffen eines Künstlers beziehungsweise einer Band ermöglichen, so bekommt man mit solch einer Zusammenstellung doch immerhin eine grobe Richtung über die Musik des jeweiligen Musikers aufgezeigt. Nun und diese ist im Falle des Jimi Hendrix und „All The Hits“ sehr intensiv. Absolut kraftvoll und begeisternd klingt dessen Gitarrenspiel. Und hier von Blues Rock zu sprechen ist gar nicht mal so zutreffend. Sehr oft geht das Ganze dann doch auch in die Richtung Psychedelic Rock. Stellvertretend dafür steht die geniale Nummer „Voodoo Chile“, einfach mitreißend.

Natürlich sind auch alle „Hits“ des Jimi Hendrix enthalten. „Hey Joe“, „Purple Haze“, „The Wind Cries Mary“, „All Along The Watchtower“, „Manic Depression“ und wie sie alle heißen. Das Interessante dabei ist, dass man dieser Musik einfach nicht anhört, dass sie bereits bald fünfzig Jahre alt wird. Irgendwie klingt das Ganze auch heute noch frisch, kraftvoll und völlig auf der Höhe der Zeit. Dies kann man wahrlich nicht von jeder Musik behaupten und macht die Lieder des Jimi Hendrix darum umso wertvoller.

Fazit: Klar, als Rock Fan sollte man auch mal Jimi Hendrix gehört haben. Und das ist wahrlich ein Erlebnis, obwohl bei dieser Art der Musik nur wenig gleich beim ersten Mal des Hörens hängenbleiben möchte. Dafür klingt diese Musik vom ersten Takt an spannend und nistet sich dann im Laufe der Zeit ebenfalls im Musikzentrum der Hörerin beziehungsweise des Hörers ein. Wer auf gut gemachten Rock steht, dem Blues nicht ganz abgeneigt ist und auch diverse psychedelische Ausflüge zu schätzen weiß, der ist allgemein mit der Musik des Jimi Hendrix gut bedient und kann auch mit dieser Zusammenstellung so gut wie nichts falsch machen. Elf Punkte.

Anspieltipps: Voodoo Chile, Purple Haze, All Along The Watchtower