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Mittwoch, 15. September 2021

Asia – Fantasia - Live in Tokyo

 



Asia – Fantasia - Live in Tokyo


Besetzung:

John Wetton – lead vocals, bass, acoustic guitar
Steve Howe – guitars, backing vocals
Geoff Downes – keyboards, backing vocals
Carl Palmer – drums




Erscheinungsjahr: 2007


Stil: Rock, Mainstream, Progressive Rock


Trackliste:

CD1:

1. Time Again (5:14)
2. Wildest Dreams (5:36)
3. One Step Closer (4:20)
4. Roundabout (8:41)
5. Without You (5:44)
6. Cutting It Fine (6:24)
7. Intersection Blues (3:39)
8. Fanfare For The Common Man (7:34)
9. The Smile Has Left Your Eyes (3:40)

CD2:

1. Don't Cry (4:29)
2. Court Of The Crimson King (5:01)
3. Here Comes The Feeling (5:39)
4. Video Killed The Radio Star (4:39)
5. The Heat Goes On (9:14)
6. Only Time Will Tell (5:00)
7. Sole Survivor (6:52)
8. Ride Easy (5:27)
9. Heat Of The Moment (8:26)

Gesamtspieldauer CD1 (50:56) und CD2 (54:51): 1:45:47



Im Jahr 2006 kam es zur Wiedervereinigung der ursprünglichen Besetzung von Asia. Vier Musiker, die man vor allen von ihren Beteilungen an verschiedenen Progressive Rock Bands der 70er Jahre her kennt. King Crimson, Yes und Emerson, Lake und Palmer irgendwie wiedervereint. Nun, Geoff Downes bringt neben seiner Yes-Erfahrung immerhin auch noch die Buggles mit in das Band-Repertoire mit ein. Und so verwundert es dann auch nicht, dass man auf diesem Doppelalbum, welches am 21. Juni 2007 ursprünglich auf dem Plattenlabel Eagles Records veröffentlicht worden war, neben den Asia-Klassikern auch Beiträge von King Crimson, Emerson, Lake & Palmer, Yes und eben jenen Buggles zu hören bekommt.

In Japan waren Asia noch ein wenig größer und bekannter, als in den westlichen Ländern und so ist es folgerichtig ein Live-Konzert aus Tokio, welches das erste neue Lebenszeichen der Band darstellt. Das, was man hier zu hören bekommt ist kurzweilige Rockmusik. Eingängige Rockmusik. Kaum noch Progressive Rock, aber eben sehr melodiöser Rock, der sich gut anhören lässt. Die vier Musiker haben dazu auch viele der Lieder leicht umarrangiert, sodass man kleine Variationen bereits bekannter Titel zu hören bekommt.

Ich finde alle Kompositionen wirken im Original packender. Trotzdem kann ich hier auch gut zuhören und immerhin war diese Veröffentlichung der Auftakt zu drei neuen Studioalben in der Ur-Besetzung und zu vier neuen Studioalben insgesamt, denn bei der letzten Platte „Gravitas“ im Jahr 2014 war Steve Howe bereits wieder ausgeschieden.

Fazit: Für Asia-Fans sicherlich eine feine Sache, die Lieder der Band und auch Stücke der ursprünglichen Bands der Musiker hier live und leicht umarrangiert zu hören. Peinlich klingt es nicht, was die vier Musiker da zu ihrer Wiedervereinigung veröffentlicht haben. Mitreißend sind die Lieder in diesen Versionen allerdings auch nicht – selbst wenn Steve Howe und Carl Palmer hier mit neuen Soli zu hören sind. Neun Punkte.

Anspieltipps: Roundabout, Court Of The Crimson King, Heat Of The Moment



Freitag, 13. August 2021

Asia – XXX

 



Asia – XXX


Besetzung:

John Wetton – vocals, bass guitar
Steve Howe – electric, acoustic and steel guitars, backing vocals
Geoff Downes – keyboards, backing vocals
Carl Palmer – drums, percussion




Erscheinungsjahr: 2012


Stil: Rock


Trackliste:

1. Tomorrow The World (6:47)
2. Bury Me In Willow (6:02)
3. No Religion (6:39)
4. Faithful (5:39)
5. I Know How You Feel (4:55)
6. Face On The Bridge (6:02)
7. Al Gatto Nero (4:38)
8. Judas (4:45)
9. Reno (Silver And Gold) (5:18)
10. Ghost Of A Chance (4:25)

Gesamtspieldauer: 55:16



„XXX“ nannte die britische Rockband Asia ihr zwölftes Studioalbum, welches am 20. Juni 2012 ursprünglich auf dem Plattenlabel Frontiers Records erschien. Es ist das fünfte und letzte Studioalbum in der Originalbesetzung, da Gitarrist Steve Howe im folgenden Jahr die Band verließ. 2014 folgte noch das Album „Gravitas“, die letzte Scheibe der Band, da Sänger und Bassist John Wetton im Jahr 2017 leider verstarb.

Auf „XXX“ hört man eingängigen Mainstream Rock, Musik, die bereits beim ersten Mal des Hörens gut ins Ohr geht. Dazu gibt es auch keine Ausfälle, jeder der inzwischen zehn Titel (auf der ursprünglichen Veröffentlichung fehlte noch das Lied „Reno (Silver And Gold)) des Albums klingt ganz nett. Und dieses „ganz nett“ besagt schon einiges. Zwar gibt es keine allzu schwachen Lieder zu hören, dafür jedoch auch keine herausragenden Titel. Alles klingt irgendwie ähnlich bis gleich, ist es dabei noch nicht mal. Doch glattgeschliffene Musik ohne Ecken und Kanten kann ganz schön langweilig sein.

Und so fällt es mir einigermaßen schwer, die Höhepunkte auf „XXX“ zu benennen. Alle Lieder vielleicht? Angebracht wäre das, da sich alle Titel auf einem Niveau bewegen. Aber bei dem Wort „Höhepunkt“ denkt man eben an tolle, herausragende Stücke. Die findet man nicht auf diesem Album, was trotzdem nicht bedeutet, dass es ein miserables Album geworden ist. Halt nur eine etwas langweiligere Scheiben. Und um an dieser Stelle dann doch einen Titel zu nennen, nehme ich gleich den ersten der Platte „Tomorrow The World“. Das klingt nach Asia, geht ins Ohr und wird trotzdem nie zu einem Lieblingslied.

Fazit: Auch auf dem zwölften Studioalbum von Asia mit dem Titel „XXX“ hört man Musik, die auch nach Asia klingt. Eingängig ist sie zudem, halt nur leider nicht allzu spannend. Doch wer auf Mainstream Rock steht, die oder der wird hier ganz bestimmt fündig. Acht Punkte.

Anspieltipps: Tomorrow The World



Freitag, 9. Juli 2021

Asia – Omega

 



Asia – Omega


Besetzung:

John Wetton – vocals, bass guitar
Steve Howe – electric, acoustic and steel guitars
Geoff Downes – keyboards
Carl Palmer – drums, percussion




Erscheinungsjahr: 2010


Stil: Rock, Melodic Rock


Trackliste:

1. Finger On The Trigger (4:30)
2. Through My Veins (5:09)
3. Holy War (5:58)
4. Ever Yours (4:04)
5. Listen, Children (5:57)
6. End Of The World (5:40)
7. Light The Way (5:11)
8. Emily (Bonus Track) (5:12)
9. I‘m Still The Same (4:43)
10. There Was A Time (5:56)
11. I Believe (4:41)
12. Don:t Wanna Lose You Now (4:46)

Gesamtspieldauer: 1:01:52



„Omega“ nannte die britische Rockband Asia ihr elftes Studioalbum, welches am 21. April 2010 in Japan bei Melodious Frontier und am 23. April 2010 in Europa bei Frontiers Records veröffentlicht wurde. In Japan waren Asia von Anfang an am erfolgreichsten, von daher ist diese um zwei Tage vorgezogene Veröffentlichung nicht weiter überraschend. „Omega“ ist das vierte Studioalbum, welches Asia in der Originalbesetzung einspielten und die zweite Platte nach der Wiedervereinigung der Band im Jahr 2006. Das Album verkaufte sich allerdings nicht sonderlich erfolgreich und konnte sich lediglich in Japan in den Charts platzieren, wo es bis auf Platz 29 kletterte.

Obwohl die vier Musiker John Wetton, Steve Howe, Geoff Downes und Carl Palmer mit King Crimson, Yes sowie ELP im Progressive Rock zu Hause waren, so war Asia niemals eine Band, die sich in diesem musikalischen Genre tummelte. Von daher ist es auch nicht weiter überraschend, dass sich die Musik auf „Omega“ ebenfalls mehr im Mainstream Rock, denn in deutlich komplizierteren Gefilden abspielt. Auf „Omega“ befindet sich eingängiger Rock, der jederzeit im Radio gespielt werden kann. Nicht kompliziert, dafür umso schneller, meist bereits beim ersten Mal des Hörens melodiös und eingängig klingend.

Das machen die vier Musiker allerdings ganz gut. Und bei zwei Nummern gelingt ihnen das besonders gut. „Through My Veins“ und vor allen Dingen „There Was A Time“ heißen die beiden Höhepunkte auf „Omega“. Letztgenanntes Stück ist ein melancholisches bis sentimentales Lied über eine verlorene Liebe, die John Wetton wunderschön zu singen versteht. Ich bin eigentlich kein Freund von Liebesliedern, schon gar nicht von manch schmalzigen Auswüchsen dieser Gattung Lied. Doch hier finde ich das in Verbindung mit der Musik wunderschön gelungen. Eine klasse Nummer, die immer wieder sehr hörenswert ist. Und der ganze Rest? Der ist, wie bereits erwähnt, eingängiger Mainstream Rock – nicht mehr und nicht weniger.

Fazit: Viel unspektakulären Mainstream Rock, radiotaugliche Massenware gibt es auf „Omega“ zu hören. Aber dann gibt es auf diesem Album auch zwei Perlen, die es lohnt gehört zu werden. Zwei Lieder, die hängenbleiben und sich gegenüber dem meist nichtssagenden Rest abheben. Das macht „Omega“ leider immer noch nicht zu einem guten Album, trotzdem ist das Hören nicht ganz verschenkt. Acht Punkte.

Anspieltipps: Through My Veins, There Was A Time



Montag, 21. Juni 2021

Asia – Phoenix

 



Asia – Phoenix


Besetzung:

John Wetton – lead vocal, bass guitar
Steve Howe – electric, acoustic and steel guitars, backing vocals
Geoff Downes – keyboards, backing vocals
Carl Palmer – drums, percussion


Gastmusiker:

Hugh McDowell – cello (on "I Will Remember You" and "An Extraordinary Life")




Erscheinungsjahr: 2008


Stil: Mainstream, AOR


Trackliste:

1. Never Again (4:55)
2. Nothing‘s Forever (5:46)
3. Heroine (4:54)
4. Sleeping Giant / No Way Back/Reprise (8:10)
5. Alibis (5:40)
6. I Will Remember You (5:12)
7. Shadow Of A Doubt (4:18)
8. Parallel Worlds / Vortex / Déyà (8:12)
9. Wish I‘d Known All Along (4:06)
10. Orchard Of Mines (5:12)
11. Over And Over (3:33)
12. An Extraordinary Life (5:00)

Gesamtspieldauer: 1:05:03



„Phoenix“ heißt das bereits zehnte Studioalbum der britischen Rockband Asia, das am 11. April 2008 ursprünglich auf dem Plattenlabel Frontiers Records erschien. Es war das erste Studioalbum in der Originalbesetzung der Band nach dem zweiten Album „Alpha“ aus dem Jahr 1983 und das erste seit der Wiedervereinigung im Jahr 2006. Auf „Phoenix“ hört man Mainstream Rock oder auch AOR, jedoch keinesfalls Progressive Rock, wie man auf manchen Beschreibungen oder in Wikipedia auch zu diesem Album nachlesen kann.

Zwar enthält das Album mit den Liedern „Sleeping Giant / No Way Back/Reprise“ sowie „Parrallel Worlds / Vortex/Déyà“ die längsten Stücke, die je von Asia aufgenommen wurden, doch bleiben auch diese Nummern zumeist einfach nur Mainstream Rock. Die Länge eines Titels hat noch nie etwas über das Genre ausgesagt, auch wenn es manchmal ein Fingerzeig sein kann. Bei diesen Stückern gibt es sogar progressive Einsprengsel zu hören, doch es bleiben lediglich kurze Episoden.

Die Musik, die man auf „Phoenix“ hört hat also weder was mit Yes noch mit King Crimson und auch nichts mit Emerson, Lake & Palmer zu tun. Das bedeutet wiederum nicht, dass „Phoenix“ ein schlechtes oder völlig missratenes Album geworden wäre. Viele der Titel klingen und gehen ins Ohr. Die meisten der Stücke sind überaus radiotauglich und kurze Passagen der beiden genannten längeren Lieder könnten sogar Teil eines Progressive Rock Albums sein, doch es sind wirklich nur kurze Passagen, die hier aus dem Mainstream Rock hervorragen, um dann ganz schnell wieder in massentauglichere Musik eingebettet zu werden.

Fazit: Die Reunion von Asia, sogar in der Originalbesetzung, produziert hauptsächlich Mainstream Rock. Das ist nicht weiter schlimm, denn es war schon immer so bei Asia. Die Musiker, ansonsten bei Progressive Rock Bands unterwegs, toben sich einmal mehr unter der Überschrift „Asia“ auch auf „Phoenix“ in deutlich massentauglicherer Musik aus. Eingängig ist diese Musik auf jeden Fall. Vielleicht nicht besonders spannend, doch es klingt zumindest gut. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Parallel Worlds / Vortex / Déyà



Sonntag, 18. August 2013

Asia – Astra




Asia – Astra


Besetzung:

John Wetton –vocals and bass guitars
Geoff Downes – keyboards
Carl Palmer – drums
Armand “Mandy” Meyer – guitar


Label: Geffen Records


Erscheinungsdatum: 1985


Stil: Mainstream, AOR, Pop


Trackliste:

1. Go (4:05)
2. Voice Of America (4:26)
3. Hard On Me (3:35)
4. Wishing (4:15)
5. Rock And Roll Dream (6:51)
6. Countdown To Zero (4:14)
7. Love Now Till Eternity (4:10)
8. Too Late (4:11)
9. Suspicion (3:46)
10. After The War (5:09)

Gesamtspieldauer: 44:42




1985 erschien die dritte Asia-Scheibe unter dem Titel „Astra“. Steve Howe hatte inzwischen mit Steve Hackett GTR gegründet und die Band verlassen. John Wetton war auf einer Tournee aufgrund seiner Alkoholprobleme durch Greg Lake ersetzt worden. Zur Aufnahme des dritten Albums, für welches er einige Stücke in Zusammenarbeit mit Geoff Downes beisteuerte, kehrte er jedoch zur Formation von Asia zurück, bei der Armand “Mandy” Meyer, ehemals Krokus, inzwischen den Part von Steve Howe übernommen hatte.

An der Ausrichtung der Musik hatte sich im Vergleich zum Vorgänger allerdings nicht viel geändert. Mainsteam-Rock und AOR herrschen auf „Astra“ vor. Musik, die sofort eingängig wirken soll, um möglichst viele Käufer in die Plattenläden zu locken. Die Presse nahm das Album auch recht freundlich auf, die Käufer blieben jedoch trotzdem aus. Dabei stimmen die Zutaten eigentlich wieder. Eingängiger Mainstream, mal balladesk, mal etwas härter nur, das Ganze interessierte nicht mehr allzu viele Musikfreunde. Eine Tour zum Album war geplant, die allerdings aufgrund der geringen Nachfrage dann auch wieder gecancelt wurde.

Nun, die Musik ist wahrlich vergleichbar zum Vorgänger-Album. Vielleicht war aber auch genau für diese Töne der Zug inzwischen abgefahren. Wenn ich heute so etwas höre, dann schlafen mir die Füße ein, da es sich einfach nur noch um Berieselung handelt. Nachhaltigkeit absolut ausgeschlossen.

Fazit: Das klingt zugegebenermaßen alles ganz okay auf „Astra“. Das war es dann aber auch schon. Wer diese Mainstream-Bands der 80er gut findet, der wird mit Sicherheit auch „Astra“ von Asia gut finden. Mich törnt das Ganze nicht mehr an und ich habe auch nur ganz, ganz selten Lust, dieses Album zu hören, um mir dann allerdings wieder bestätigen zu lassen, dass die lange Zeit des Nichthörens eigentlich ganz gut investierte Zeit war. Aber noch mal: Eingängiger Mainstream ist das allemal – nur hören mag man das nicht mehr unbedingt. Vier Punkte.

Anspieltipps: Rock And Roll Dream, Suspicion, After The War





Montag, 5. August 2013

Asia – Alpha




Asia – Alpha


Besetzung:

Geoff Downes – keyboards
Steve Howe – guitars
Carl Palmer – drums
John Wetton – vocals and bass guitars


Label: Geffen Records


Erscheinungsdatum: 1983


Stil: Mainstream, AOR, Pop


Trackliste:

1. Don't Cry (3:41)
2. The Smile Has Left Your Eyes (3:13)
3. Never In A Million Years (3:46)
4. My Own Time (I'll Do What I Want) (4:49)
5. The Heat Goes On (5:00)
6. Eye To Eye (3:14)
7. The Last To Know (4:40)
8. True Colors (3:53)
9. Midnight Sun (3:48)
10. Open Your Eyes (6:26)

Gesamtspieldauer: 42:30




Sie haben es noch mal gemacht. Ein Jahr nach dem Erstlingswerk gingen Geoff Downes, Steve Howe, Carl Palmer und John Wetton gleich noch einmal daran, eine Platte unter der Überschrift „Asia“ aufzunehmen. Nun, ein Jahr zuvor klang das auch überaus eingängig und nicht weiter verwunderlich für eine reine Mainstream-Platte. Diese wies zudem einige sehr schöne Melodien auf, die man immer wieder mal ganz gerne gehört hat – selbst heute noch, dreißig Jahre später.

Das zweite Werk dieser vier eigentlich tollen Musiker, hätte aber nicht mehr unbedingt sein müssen. Das Ganze wirkt eher so, als ob man den Erfolg, den man mit der ersten Platte hatte, einfach noch auskosten wollte. Wer die erste Scheibe gekauft hat, der wird sicherlich auch die folgende Platte noch erwerben – so zumindest könnte der Gedanke gewesen sein. Hat auch funktioniert, ich bin ja das beste Beispiel dafür. Allerdings waren hier den vier Musikern bereits die Ideen ausgegangen. Mainstream AOR in Vollendung hört man auf „Alpha“, da hallt nichts mehr nach, das klingt beim ersten Hören alles noch ganz okay, bereits beim zweiten Durchlauf fängt es jedoch bereits an zu langweilen. Da ist nichts Interessantes mehr dabei. Nichts, was man immer wieder gerne auflegen würde. Alles ist zu offensichtlich für die Radio-Stationen dieser Welt geschrieben worden, um dort in der Endlosschleife wiedergegeben zu werden.

Schade, sehr schade eigentlich, denn auch später noch veröffentlichten diese vier Musiker Musik, die durchaus noch hörenswert war. Nur eben nicht mehr in dieser Konstellation. Steve Howe schien das auch schnell gemerkt zu haben. Außerdem wurde klar, dass er mit John Wetton, der an seiner Alkoholsucht litt, nicht mehr zusammenarbeiten konnte. Die beiden verstanden sich musikalisch wie auch menschlich anscheinend nicht. Steve Howe gründete nach dem Erscheinen von „Alpha“ mit dem Ex-Genesis-Gitarristen Steve Hackett die Band GTR. Hier auf „Alpha“ sind noch die Gründungsmitglieder der Band versammelt und die Musik ist in meinen Ohren nur noch eine Mischung aus Bombast und Schmalz, die allerdings manches Mal sogar trotzdem noch klingt. Das Album floppte jedoch beim Publikum, sodass ein Weiterbestehen der Band in Frage gestellt wurde.

Fazit: Richtig schlecht ist die Musik auf „Alpha“ natürlich auch nicht. Aber es ist eben 08/15-Musik, die so gar nichts mehr mit der Musik zu tun hat, mit der alle vier Musiker zuvor in Berührung kamen, mit der sie „groß“ wurden und mit der sie die Musikwelt bereicherten: dem progressiven Rock. Mich langweilt das, was ich hier höre, auch wenn mir das Cover gut gefällt und dieses eigentlich etwas anderes verspricht als das, was man dann zu hören bekommt. Für Freunde von Foreigner, REO Speedwagon und vielleicht auch noch Chicago aber eine unbedingte Kaufempfehlung. Von mir allerdings nur sechs Punkte. Mehr geht einfach nicht. Sorry.

Anspieltipps: The Smile Has Left Your Eyes, The Heat Goes On





Sonntag, 23. Oktober 2011

Asia – Asia





Asia – Asia


Besetzung:

John Wetton – bass, vocals
Geoff Downes – keyboard
Steve Howe – guitar
Carl Palmer – drums


Label: Geffen Records


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: Mainstream Rock, AOR


Trackliste:

1. Heat Of The Moment (3:55)
2. Only Time Will Tell (4:48)
3. Sole Survivor (4:52)
4. One Step Closer (4:18)
5. Time Again (4:49)
6. Wildest Dreams (5:11)
7. Without You (5:08)
8. Cutting It Fine (5:41)
9. Here Comes The Feeling (5:41)

Gesamtspieldauer: 44:23




Na, was erwartete man damals wohl im Jahre 1982, als sich vier Musiker zusammentaten, um unter dem Namen „Asia“ eine Platte einzuspielen? Man erwartete viel, denn bei den vier Musikern handelte es sich um keine Geringeren als John Wetton, ehemals King Crimson, Roxy Music, Uriah Heep, UK und Wishbone Ash. Um Steve Howe, ehemals Yes. Um Carl Palmer, ehemals Emerson, Lake und Palmer sowie um Geoff Downes, ehemals Buggles und Yes. Bei so viel Kompetenz in Bezug auf progressiver Rockmusik, da musste ja das Überwerk dieses Genres erschaffen werden. Sicherlich, wir waren bereits im Jahr 1982, die Zeit der progressiven Rockmusik war eigentlich vorbei. Aber diese Namen, da musste doch was Geniales entstanden sein.

Nein, ich nehme es vorweg, ist es leider nicht. Die Vier präsentieren uns mit „Asia“ eine Mainstream Rock Platte. AOR, wie es so schön heißt, Adults Orientated Rock, Rockmusik für Erwachsene, zugeschnitten auf den nordamerikanischen Musikmarkt. Und erfolgreich wurde das Album auch, denn es verkaufte sich millionenfach und mit dem ersten Stück, „Heat Of The Moment“, warf es auch gleich einen Hit ab.

Nun, wenn man allerdings die Sache losgelöst von der Vergangenheit der Musiker betrachtet, dann muss man unumwunden zugeben, dass die vier handelnden Personen hier, mit dem Debut von Asia, wirklich etwas geschaffen haben, was tatsächlich überaus eingängig ist und bereits beim ersten Hören hängenbleibt. Das gilt für „Heat Of The Moment“ genau wie für das zweite Stück „Only Time Will Tell“. Und – oh Wunder – auch für das dritte Stück „Sole Survivor”. Alles geht in dieselbe Richtung und schnellstens ins Ohr. Nun ich brauche die Titel nicht alle aufzählen, sie funktionieren alle auf die gleiche Art und Weise. Und dabei meine ich das noch nicht einmal negativ, denn manchmal hat man einfach Lust auf eingängige Musik und zum Beispiel beim Autofahren, kommt diese Musik doch entspannter, als eine frickelige Passage von Emerson, Lake & Palmer oder King Crimson.

Und so finde ich mit „One Step Closer“ auch wirklich nur ein Lied, was mich wirklich tierisch nervt. Ich habe bei diesem Stück auch immer das Gefühl, mein Handy klingelt. Aber und das sei hier auch nicht verschwiegen, ab und an kann man dann ja doch noch ein geniales Gitarrenstück von Steve Howe entdecken, wie zum Beispiel im ersten Teil von „Cutting It Fine“.

Fazit: Die Namen der teilnehmenden Personen sagen in diesem Fall nichts über den Inhalt aus. Der ist Mainstream Musik, aber immerhin gut gemachte Musik, wenn sie mir allerdings meist viel zu rund und glattgeschliffen daherkommt. Aber die Vier verstehen ihr Handwerk, der Sound ist erstklassig und auch der Gesang Wettons gefällt. Gute Musik zum, ja, Autofahren. Zu mehr reicht es dann leider nur noch ab und zu. Neun Punkte.

Anspieltipps: Heat Of The Moment, Only Time Will Tell, Time Again, Wildest Dreams, Cutting It Fine