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Samstag, 11. Januar 2020

Damien Jurado – In The Shape Of A Storm




Damien Jurado – In The Shape Of A Storm


Besetzung:

Damien Jurado – acoustic guitar, vocals


Gastmusiker:

Josh Gordon – high-strung guitar


Label: Loose Music


Erscheinungsjahr: 2019


Stil: Independent Rock, Soft Pop


Trackliste:

1. Lincoln (3:09)
2. Newspaper Gown (2:55)
3. Oh Weather (1:07)
4. South (3:07)
5. Throw Me Now Your Arms (2:27)
6. Where You Want Me to Be (2:10)
7. Silver Ball (2:35)
8. The Shape Of A Storm (2:40)
9. Anchors (2:45)
10. Hands On The Table (4:26)

Gesamtspieldauer: 27:25



In etwa dürfte „In The Shape Of A Storm“ das vierzehnte Studioalbum des US-amerikanischen Musikers Damien Jurado sein. „In etwa“ deshalb, da man sehr leicht den Überblick verliert, denn neben diesen Studioalben wurden Live-Platten, Kompilationen, EPs, Tour-Veröffentlichungen und weitere Platten veröffentlicht, auf denen Damien Jurado mit anderen Musikern zu hören ist. Die Anzahl dieser Veröffentlichungen übersteigt die Zahl 30 bei weitem. Was nun wirklich als Studioalbum zu zählen ist, verschwimmt bei dieser Fülle an Veröffentlichungen ein wenig. „In The Shape Of A Storm“ erschien am 12. April 2019 auf dem Plattenlabel Loose Music.

Die Musik auf dem Album ist relativ einfach zu beschreiben. Man hört auf „In The Shape Of A Storm“ Damien Jurado mit sanfter Stimme zu sanften Klängen der akustischen Gitarre singen. Alles klingt sehr weich, zum Teil fast schon zerbrechlich. Alle Lieder sind im selben Tempo gehalten, dieses ist langsam, die Musik nimmt keine schnellere Fahrt auf. Alle zehn Titel auf „In The Shape Of A Storm“ klingen melodiös und eingängig, gehen ins Ohr, ohne allerdings zu Ohrwürmern zu mutieren. Das klingt nett, jedoch nicht unbedingt begeisternd. Ein großer Nachteil der Scheibe ist zudem die Spieldauer. Alben mit einer Laufzeit von unter dreißig Minuten in der heutigen Zeit noch als Studioalben zu verkaufen bewegt sich irgendwo im Grenzgebiet zwischen „Dreist“ und „in der Vergangenheit stehengeblieben“.

Sanft klingt sie, die Musik des Damien Jurado. Nichts fällt ab, alle Lieder klingen und wirken. Meine Höhepunkte auf „In The Shape Of A Storm“ heißen „Lincoln“ und „South“. Der Ehrlichkeit halber hätte ich an dieser Stelle allerdings wohl aber auch jeden anderen der restlichen acht Nummern aufschreiben können, denn großartig unterscheiden sich die Lieder nicht voneinander. Atmosphärisch überhaupt nicht, musikalisch marginal.

Fazit: Auch das vierzehnte Album des Damien Jurado mit dem Titel „In The Shape Of A Storm“ ist eine sehr ruhige Angelegenheit geworden. Man hört darauf sehr sanfte und weiche Musik, bestehend aus der akustischen Gitarre und dem Gesang des US-Amerikaners. Eingängig klingt das durchaus, allerdings auch wenig unterscheidbar und nach mehreren Durchläufen sehnt man sich irgendwie nach etwas Rhythmus und Tempo. Dazu ist dieses Album wirklich sehr kurz ausgefallen. Acht Punkte.

Anspieltipps: Lincoln, South



Freitag, 7. März 2014

Damien Jurado – Ghost Of David




Damien Jurado – Ghost Of David


Besetzung:

Damien Jurado – keyboard, reel to reel, piano and snare, vocals


Gastmusiker:

Amy E. Rockwell – vocals on “Rosewood Casket”
Rosanne Thomas – vocals on “Parking Lot”
Matthew Johnson – drums on “Paxil”
David Bazan – piano and drums on”Tonight I Will Retire”
Rose Wheeler – piano in “Rosewood Casket”


Label: Sub Pop Records


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Indie Folk


Trackliste:

1. Medication (4:33)
2. Desert (2:57)
3. Johnny Go Riding (3:42)
4. Great Today (2:57)
5. Tonight I Will Retire (5:09)
6. Ghost Of David (2:34)
7. Parking Lot (4:00)
8. Rearview (2:05)
9. Paxil (2:16)
10. Walk With Me (3:16)
11. December (4:19)
12. Rosewood Casket (2:57)
13. Ghost In The Snow (3:07)

Gesamtspieldauer: 43:52




„Ghost Of David“ heißt das dritte Album des Damien Jurado aus Seattle, USA, welches im Jahr 2000 erschien. Sehr ruhige Musik gibt es auf der Scheibe zu hören. Im Grunde genommen noch nicht mal sehr ruhige, sondern sogar absolut ruhige Musik. Meist sind die Lieder nur sehr zurückhaltend instrumentiert, mal begleitet das Piano, dann wieder die akustische Gitarre diesen ganz sanften und weichen Gesang des Damien Jurado. Die Perkussion hält sich größtenteils auch sehr zurück und wird größtenteils nur ganz leise angedeutet.

Die Musik auf „Ghost Of David“ kann man durchaus mit melodiös und harmonisch und auch eingängig umschreiben, aber fast eine dreiviertel Stunde mit manchmal wirklich bloß „Gesäusel“ können mitunter verdammt lang werden. Dabei fällt auf, dass dem Musiker der Beginn des Albums deutlich besser gelungen ist, als das Ende. Oder liegt das vielleicht daran, dass einem diese sanften Lieder mit der Zeit immer mehr auf den Senkel gehen? Nein wohl nicht, zu Beginn des Albums befinden sich eindeutig die besseren Stücke.

Da wäre gleich der Opener „Medication“ zu nennen. Sehr ruhig – aber das hatten wir schon – und wenn dann dieses kleine Xylophon einsetzt, dann verbreitet das schon eine gewisse Atmosphäre. Ebenfalls sehr gelungen ist Titel Nummer 4 „Great Today“, auch oder gerade weil er mit einem wahrnehmbaren Rhythmus ausgestattet wurde. Dazu verfügt dieses Lied über eine Melodie, die auch längerfristig hängenbleibt. Ein richtig schönes Lied. Nun, das wäre es aber im Grunde genommen eigentlich auch schon gewesen. Zwar sind die restlichen Titel ebenfalls eingängig, allerdings jedoch auch überaus langweilig. Eine Geschwindigkeit, ein langsamer Rhythmus, immer alles getragen und nachdenklich, nein das muss man nicht immer haben. Spätestens ab „Parking Lot“ wird es dann noch ein wenig schlimmer und öder und da hilft es auch nicht, dass sogar mal eine Frauenstimme zu vernehmen ist. Umso überraschender ist da schon, dass der einzige Titel des Albums, der ein wenig lauter und kraftvoller daherkommt, „Paxil“, sogar fast schon den Tiefpunkt der Scheibe darstellt. Hier will jetzt aber so gar nichts mehr zünden. Verzerrter Gesang und Bum-Bum-Tschinderassassa retten da einfach nichts mehr.

Fazit: Eigentlich macht Damien Jurado hier keine schlechte Musik, aber auf die Dauer gehört, ist das eben auch langweilige Musik. Alles klingt so furchtbar gleich, eintönig und monoton, dass man irgendwie hofft, mal wieder etwas Lebendigeres hören zu dürfen. So gibt es zwei ganz nette und überzeugende Titel auf der Platte, mit dem Rest kann man sich durchaus schwer tun. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Medication, Great Today