The Velvet Underground – VU Besetzung: John Cale – viola, bass guitar, celesta and backing vocals on "Stephanie Says" and "Temptation Inside Your Heart" Sterling Morrison – guitar, backing vocals Lou Reed – vocals, guitar Maureen Tucker – percussion, lead vocals on "I'm Sticking with You" Doug Yule – bass guitar, keyboards, lead guitar on "One of These Days", lead vocals on "She's My Best Friend", backing vocals on "I Can't Stand It", "She's My Best Friend", "Lisa Says", "Foggy Notion", "One Of These Days", "Andy's Chest", and "I'm Sticking With You" Label: Polygram Records Erscheinungsdatum: 1985 Stil: Art Rock, Experimental Rock Trackliste: 1. I Can't Stand It (3:23) 2. Stephanie Says (2:51) 3. She's My Best Friend (2:49) 4. Lisa Says (2:55) 5. Ocean (5:12) 6. Foggy Notion (6:44) 7. Temptation Inside Your Heart (2:30) 8. One Of These Days (3:53) 9. Andy's Chest (2:52) 10. I'm Sticking With You (2:26) Gesamtspieldauer: 35:35
„VU” ist eine „Outtake-Zusammenstellung“ von Liedern, die 1969 hauptsächlich von Lou Reed komponiert wurden. Zudem hört man zwei Lieder, die noch in der John Cale Ära der Band entstanden sind, allerdings ebenfalls aus der Feder Lou Reeds stammen. Letztere wären „Stephanie Says“ und „Temptation Inside Your Heart“.
Auch wenn das Album bei Fans ziemlich hoch im Kurs steht, hört man der Platte an, dass es sich hierbei um „Ausschussware“ handelt. Lediglich zwei Titel können überzeugen und das wären das bereits erwähnte „Stephanie Says“ sowie „Ocean“. Beides Nummern mit eingängiger Melodie und dem so typischen Velvet Underground Sound. Ansonsten benötigt man wohl eine schon sehr rosa gefärbte Brille, um diese Platte zu den Höhepunkten des musikalischen Schaffens zählen zu können.
Der Rest klingt nämlich ein wenig unausgegoren und zum Teil auch noch unfertig. Hier wurden Lieder komponiert, ausprobiert und dann für nicht gut genug empfunden, um auf Platte veröffentlicht zu werden. Und genau so klingen diese Stücke dann auch, die erst viele Jahre nach der Entstehung im Jahr 1985 veröffentlicht wurden. Insgesamt 19 unveröffentlichte Nummern wurden übrigens im Velvet Underground Fundus gefunden. Jene, die es dann auch nicht auf „VU“ schafften, wurden schließlich ein Jahr später auf der Platte „Another View“ veröffentlicht. Manchmal scheinen die Lieder hier auch einfach nicht über den ersten Ansatz herausgekommen zu sein. Man hat sie mal gespielt, dann aber wieder verworfen. Zudem hört man einigen Titeln an, dass sie bald schon 50 Jahre alt werden. Auch nicht unbedingt ein Kompliment.
Fazit: Allerdings ist diese Platte natürlich ein Muss für alle Velvet Underground Fans und auch alle Lou Reed Anhänger. Richtig experimentiert wird auf dem Album nicht mehr, alles klingt ein klein wenig nach 60ies Pop, aber eben dem, der noch nicht ganz zu Ende gedacht wurde. Trotzdem gibt es auch hier zumindest zwei schöne Stücke zu entdecken. Von daher, sechs Punkte.
The Velvet Underground – Loaded Besetzung: Lou Reed – vocals, guitar, piano Doug Yule – keyboards, guitar, bass guitar, drums, backing vocals, lead vocals on "Who Loves the Sun", "New Age", "Lonesome Cowboy Bill" and "Oh! Sweet Nuthin'" Sterling Morrison – guitar Maureen Tucker – drums Gastmusiker: Adrian Barber – drums on "Who Loves The Sun" and "Sweet Jane" Tommy Castanero – drums on "Cool It Down" and "Head Held High" Billy Yule – drums on "Lonesome Cowboy Bill" and "Oh! Sweet Nuthin'" Label: Atlantic Records Erscheinungsdatum: 1970 Stil: Rock, Pop Trackliste: 1. Who Loves The Sun (2:45) 2. Sweet Jane (4:09) 3. Rock And Roll (4:45) 4. Cool It Down (3:06) 5. New Age (5:09) 6. Head Held High (2:58) 7. Lonesome Cowboy Bill (2:45) 8. I Found A Reason (4:17) 9. Train Round The Bend (3:22) 10. Oh! Sweet Nuthin' (7:29) Gesamtspieldauer: 39:16
„Loaded“ ist das vierte Album von The Velvet Underground und erschien im November 1970. Und diese Scheibe ist wohl das beste Beispiel dafür, dass ich persönlich überhaupt keine Ahnung von Musik habe und auch nicht über den nötigen Geschmack verfüge. Diese Platte wird in den meisten Rezensionen über den grünen Klee gelobt und taucht in der Rolling Stone Liste von 2003 auf Platz 110 der 500 besten Alben aller Zeiten auf.
„Loaded“ heißt der Titel des Albums, denn die Scheibe sollte angefüllt sein mit Hit-Songs. Und eingängig ist das wirklich, was man darauf zu hören bekommt, allerdings auch unglaublich belanglos. Das klingt alles nach Ende 60er Pop, einfach und ohne Ecken und Kanten. Auch die Produktion der Scheibe stand unter keinem guten Stern. Lou Reed hatte noch während den Aufnahmen die Band verlassen, obwohl alle Titel aus seiner Feder stammten. Er konnte sich jedoch irgendwie nicht mehr damit identifizieren. So haben die verbleiben den Musiker den Rest eben in Eigenregie eingespielt, worüber sich Lou Reed später auch regelmäßig beschwerte. Zu diesen „verbleibenden“ Musikern gehörte jedoch nicht Maureen Tucker, obwohl sie in den Credits ausdrücklich als Schlagzeugerin Erwähnung fand. Wahr ist vielmehr, dass sie auf „Loaded“ überhaupt nicht zu hören ist, da sie zu dieser Zeit schwanger war und beim Einspielen der Titel nicht mehr am Schlagzeug saß. Die Drums teilten sich so Doug Yule, sein Bruder Billy sowie Adrian Barber und Tommy Castanero.
Nun zur Musik. Die Band wollte endlich mal einen Hit haben, deshalb wurden auch diese kurzen und eingängigen Titel, kompromisslos ohne jeglichen Firlefanz und im Mid-Tempo eingespielt. Hat auch hingehauen, „Sweet Jane“ und „Rock & Roll“ liefen in den Radiostationen immer wieder in der Dauerschleife und Velvet Underground hatte endlich seine Hits. Das Album verkaufte sich auch deutlich besser als die vorherigen Werke der Band, denn auf ihm befindet sich nun ganz andere, deutlich massentauglichere Musik.
Keine Experimente mehr, keine tollen Ideen mehr, nichts Besonderes mehr, alles Außergewöhnliche wurde über Bord geworfen, ganz nach der Devise: „Wenn diese Titel nur oft genug im Radio gespielt werden, dann werden die schon ins Ohr gehen“. Genauso schnell verabschieden sie sich jedoch auch wieder aus dem Gedächtnis. Einzige Ausnahme stellt der letzte Titel „Oh! Sweet Nuthin'” dar, der ein wenig aus dem Allerlei herausfällt. Ebenfalls eingängig, jedoch mit einem spannenden, sich steigernden Aufbau versehen.
Fazit: Überraschend, wie solch eine 08/15-Scheibe so gehypt werden kann. Solche Musik gab es damals und auch heute noch an jeder Ecke. Es muss ja nicht immer etwas Revolutionäres sein, aber ein paar nette Ideen helfen manchmal doch weiter und machen ein Album zumindest manchmal spannend. Das ist „Loaded“ jedoch nicht. Aber wie oben bereits erwähnt, ich habe überhaupt keine Ahnung. Fünf Punkte.
The Velvet Underground – The Velvet Underground Besetzung: Lou Reed – lead and rhythm guitar, piano, lead vocals, verse co-vocals on "The Murder Mystery" Sterling Morrison – rhythm and lead guitar, verse co-vocals on "The Murder Mystery", backing vocals Maureen Tucker – percussion, lead vocals on "After Hours", chorus co-vocals on "The Murder Mystery", backing vocals Doug Yule – bass guitar, organ, lead vocals on "Candy Says", chorus co-vocals on "The Murder Mystery", backing vocals Label:MGM Records Erscheinungsdatum: 1969 Stil: Folk Rock, Experimental Rock, Art Pop Trackliste: 1. Candy Says (4:03) 2. What Goes On (4:53) 3. Some Kinda Love (4:01) 4. Pale Blue Eyes (5:40) 5. Jesus (3:24) 6. Beginning To See The Light (4:34) 7. I'm Set Free (4:03) 8. That's The Story Of My Life (2:03) 9. The Murder Mystery (8:53) 10. After Hours (2:08) Gesamtspieldauer: 43:41
Das dritte Album der Band Velvet Underground benannte die Band kurz nach sich selbst: „The Velvet Underground“. 1968 entstanden und 1969 veröffentlicht war es die erste Scheibe, die ohne John Cale eingespielt und veröffentlicht wurde, der sich nach Unstimmigkeiten mit Lou Reed verabschiedet hatte, da man sich nicht über die musikalische Orientierung von The Velvet Underground einig wurde. Doug Yule ersetzte schließlich John Cale.
Auch hatte sich die Band etwas aus dem Einzugsbereich des Andy Warhol entfernt. Dies und eben jener Ausstieg des John Cale sorgte dafür, dass „The Velvet Underground“ ein deutlich anderes Album wurde, als jene beiden zuvor veröffentlichten. Experimentiert wird hier kaum noch, vielmehr klingt die Musik häufiger eher nach Folk oder auch ein wenig nach 60ies Pop. Soll heißen, die Lieder sind überwiegend zwar äußerst melodiös und eingängig gehalten, gehen relativ schnell ins Ohr, stellen größtenteils allerdings auch leider nichts mehr Besonderes dar.
Natürlich kann man das auch anders sehen, denn die Titel klingen nun eben harmonisch und sind mit einer gewissen Melancholie ausgestattet. Hauptsächlich Musik zum Träumen also. Eine Ausnahme stellt da fast schon „Beginning To See The Light“ dar, welches sogar irgendwie fröhlich klingt und neben „What Goes On“ eines der beiden etwas flotteren Titel des Albums darstellt. Die Songs stammen alle aus der Feder Lou Reeds, der hier am Gesang auch mal Doug Yule („Candy Says“) und Maureen Tucker („After Hours“) den Vortritt ließ.
Nun, das wäre alles ganz nett, aber die Musik hebt sich auch nicht groß ab von anderen Scheiben, die im selben Stil zur etwa derselben Zeit entstanden sind. Wenn da nicht noch der Titel „The Murder Mystery” wäre. Diese Nummer klingt zwar ebenfalls sehr melodiös, hier wird es jetzt dann aber doch auch experimentell, ein wenig verschroben, avantgardistisch und zum Teil, durch viele, viele Redundanzen meditativ. Das ganze Lied ist eine Art Klangexperiment, welches sich gerade dadurch auch vom Rest der Platte abhebt. Positiv abhebt. Etwas wirrer zum Ende hin, steht hier trotzdem die Harmonie im Vordergrund und dieses Zusammenspiel des Gesangs von Maureen Tucker mit dem der restlichen, männlichen Bandkollegen ist einfach gelungen.
Fazit: Zum Teil wirkt „The Velvet Underground“ ein klein wenig langweilig, obwohl die einzelnen Nummern durchaus nett und melodiös klingen. Aber so klangen eine ganze Menge Bands zur damaligen Zeit. „The Murder Mystery” reißt die Scheibe dann allerdings doch aus der eintretenden Lethargie, aber das ist zugegebenermaßen auch ein Klagen auf hohem Niveau. Zehn Punkte.
The Velvet Underground – White Light / White Heat Besetzung: John Cale – vocals, electric viola, organ, bass guitar, medical sound effects on "Lady Godiva's Operation" Sterling Morrison – vocals, guitar, bass guitar, medical sound effects on "Lady Godiva's Operation" Lou Reed – vocals, guitar, piano Maureen Tucker – drums, percussion Label: MGM Records Erscheinungsdatum: 1968 Stil: Experimental Rock, Art Rock Trackliste: 1. White Light / White Heat (2:47) 2. The Gift (8:16) 3. Lady Godiva's Operation (4:53) 4. Here She Comes Now (1:59) 5. I Heard Her Call My Name (4:37) 6. Sister Ray (17:27) Gesamtspieldauer: 39:58
Jeder Musikkonsument, der mal wirklich hören will, was „Experimental Rock“ eigentlich für eine Musikrichtung ist, dem sei dieses Album von „The Velvet Underground“ empfohlen. Auf diesem zweiten Album der US-Amerikaner wurde von der Band anscheinend ausprobiert, wie weit man eigentlich gehen kann. Die Avantgarde lebt. Andy Warhol war hierbei nicht mehr beteiligt, genauso wenig wie Nico, die aufgrund von Differenzen mit den restlichen Bandmitgliedern aus der Band geworfen worden war.
Für die damalige Zeit war noch keine Band so weit gegangen, denn das Album ist nicht einfach so anhörbar. Man muss sich schon sehr auf das „Außergewöhnliche“ einstellen. Lediglich sechs Titel umfasst die Platte, von denen drei in etwa in die Zeit Ende der 60er Jahre passen. Da ist zum einen der Opener und gleichzeitig der Titeltrack „White Light / White Heat“. Eine Pop-Rock-Nummer, nicht allzu melodiös, ein wenig monoton, jedoch immer noch einigermaßen radiotauglich. Dann gibt es da das Lied „Lady Godiva's Operation“ aus der Feder Lou Reeds. Ein Titel, der so auch sehr gut seinen Platz auf dem ersten Album von The Velvet Underground gefunden hätte. Ebenfalls wieder ein wenig monoton, jedoch durchaus eingängig und in seiner Art und Weise sogar irgendwie melodiös. Etwas abgefahrener wird es erst gegen Ende des Titels, wenn sich verzerrte Stimmen und Sounds einschleichen. Auch das sehr kurze „Here She Comes Now“ geht als Pop-Song durch – wahrscheinlich sogar am ehesten von allen sechs Titeln. Eine schöne und eingängige Nummer, die aber wohl nur eingefügt wurde, um den Hörer in Sicherheit zu wiegen vor all dem, was dann folgen wird.
Aber diesen nonkonformistische und unangepassten Sound gibt es bereits vorher, beim zweiten Titel „The Gift“ zu hören. Sprechgesang des John Cale, irgendwie stampfender Rhythmus, dröhnender Bass, verzerrte Gitarre und immer wieder Rückkopplungen. Und dann dieser Text, den ich hier mal hinterlegen möchte, um eine kleine Vorstellung von dem zu geben, was den Hörer erwartet:
“Waldo Jeffers had reached his limit. It was now Mid-August which meant he had been separated from Marsha for more than two months. Two months, and all he had to show was three dog-eared letters and two very expensive long-distance phone calls. True, when school had ended and she'd returned to Wisconsin, and he to Locust, Pennsylvania, she had sworn to maintain a certain fidelity. She would date occasionally, but merely as amusement. She would remain faithful.
But lately Waldo had begun to worry. He had trouble sleeping at night and when he did, he had horrible dreams. He lay awake at night, tossing and turning underneath his pleated quilt protector, tears welling in his eyes as he pictured Marsha, her sworn vows overcome by liquor and the smooth soothing of some neanderthal, finally submitting to the final caresses of sexual oblivion. It was more than the human mind could bear.
Visions of Marsha's faithlessness haunted him. Daytime fantasies of sexual abandon permeated his thoughts. And the thing was, they wouldn't understand how she really was. He, Waldo, alone understood this. He had intuitively grasped every nook and cranny of her psyche. He had made her smile. She needed him, and he wasn't there (Awww...).
The idea came to him on the Thursday before the Mummers' Parade was scheduled to appear. He'd just finished mowing and etching the Edelsons lawn for a dollar fifty and had checked the mailbox to see if there was at least a word from Marsha. There was nothing but a circular from the Amalgamated Aluminum Company of America inquiring into his awing needs. At least they cared enough to write.
It was a New York company. You could go anywhere in the mails. Then it struck him. He didn't have enough money to go to Wisconsin in the accepted fashion, true, but why not mail himself? It was absurdly simple. He would ship himself parcel post, special delivery. The next day Waldo went to the supermarket to purchase the necessary equipment. He bought masking tape, a staple gun and a medium sized cardboard box just right for a person of his build. He judged that with a minimum of jostling he could ride quite comfortably. A few airholes, some water, perhaps some midnight snacks, and it would probably be as good as going tourist.
By Friday afternoon, Waldo was set. He was thoroughly packed and the post office had agreed to pick him up at three o'clock. He'd marked the package "Fragile", and as he sat curled up inside, resting on the foam rubber cushioning he'd thoughtfully included, he tried to picture the look of awe and happiness on Marsha's face as she opened her door, saw the package, tipped the deliverer, and then opened it to see her Waldo finally there in person. She would kiss him, and then maybe they could see a movie. If he'd only thought of this before. Suddenly rough hands gripped his package and he felt himself borne up. He landed with a thud in a truck and was off.
Marsha Bronson had just finished setting her hair. It had been a very rough weekend. She had to remember not to drink like that. Bill had been nice about it though. After it was over he'd said he still respected her and, after all, it was certainly the way of nature, and even though, no he didn't love her, he did feel an affection for her. And after all, they were grown adults. Oh, what Bill could teach Waldo - but that seemed many years ago.
Sheila Klein, her very, very best friend, walked in through the porch screen door and into the kitchen. "Oh gawd, it's absolutely maudlin outside." "Ach, I know what you mean, I feel all icky!" Marsha tightened the belt on her cotton robe with the silk outer edge. Sheila ran her finger over some salt grains on the kitchen table, licked her finger and made a face. "I'm supposed to be taking these salt pills, but," she wrinkled her nose, "they make me feel like throwing up." Marsha started to pat herself under the chin, an exercise she'd seen on television. "God, don't even talk about that." She got up from the table and went to the sink where she picked up a bottle of pink and blue vitamins. "Want one? Supposed to be better than steak," and then attempted to touch her knees. "I don't think I'll ever touch a daiquiri again."
She gave up and sat down, this time nearer the small table that supported the telephone. "Maybe Bill'll call," she said to Sheila's glance. Sheila nibbled on a cuticle. "After last night, I thought maybe you'd be through with him." "I know what you mean. My God, he was like an octopus. Hands all over the place." She gestured, raising her arms upwards in defense. "The thing is, after a while, you get tired of fighting with him, you know, and after all I didn't really do anything Friday and Saturday so I kind of owed it to him. You know what I mean." She started to scratch. Sheila was giggling with her hand over her mouth. "I'll tell you, I felt the same way, and even after a while," here she bent forward in a whisper, "I wanted to!" Now she was laughing very loudly.
It was at this point that Mr. Jameson of the Clarence Darrow Post Office rang the doorbell of the large stucco colored frame house. When Marsha Bronson opened the door, he helped her carry the package in. He had his yellow and his green slips of paper signed and left with a fifteen cent tip that Marsha had gotten out of her mother's small beige pocketbook in the den. "What do you think it is?" Sheila asked. Marsha stood with her arms folded behind her back. She stared at the brown cardboard carton that sat in the middle of the living room. "I dunno."
Inside the package, Waldo quivered with excitement as he listened to the muffled voices. Sheila ran her fingernail over the masking tape that ran down the center of the carton. "Why don't you look at the return address and see who it's from?" Waldo felt his heart beating. He could feel the vibrating footsteps. It would be soon.
Marsha walked around the carton and read the ink-scratched label. "Ah, god, it's from Waldo!" "That schmuck!" said Sheila. Waldo trembled with expectation. "Well, you might as well open it," said Sheila. Both of them tried to lift the staple flap. "Ah sst," said Marsha, groaning, "he must have nailed it shut." They tugged on the flap again. "My God, you need a power drill to get this thing open!" They pulled again. "You can't get a grip." They both stood still, breathing heavily.
"Why don't you get a scissor," said Sheila. Marsha ran into the kitchen, but all she could find was a little sewing scissor. Then she remembered that her father kept a collection of tools in the basement. She ran downstairs, and when she came back up, she had a large sheet metal cutter in her hand. "This is the best I could find." She was very out of breath. "Here, you do it. I-I'm gonna die." She sank into a large fluffy couch and exhaled noisily. Sheila tried to make a slit between the masking tape and the end of the cardboard flap, but the blade was too big and there wasn't enough room. "God damn this thing!" she said feeling very exasperated. Then smiling, "I got an idea." "What?" said Marsha. "Just watch," said Sheila, touching her finger to her head.
Inside the package, Waldo was so transfixed with excitement that he could barely breathe. His skin felt prickly from the heat, and he could feel his heart beating in his throat. It would be soon. Sheila stood quite upright and walked around to the other side of the package. Then she sank down to her knees, grasped the cutter by both handles, took a deep breath, and plunged the long blade through the middle of the package, through the masking tape, through the cardboard, through the cushioning and (thud) right through the center of Waldo Jeffers head, which split slightly and caused little rhythmic arcs of red to pulsate gently in the morning sun.”
Angeblich liest hier John Cale eine Kurzgeschichte des Lou Reed vor. Was diese allerdings bedeutet, hat mir bisher auch noch kein englischer Muttersprachler erklären können. Dafür wäre ich allerdings sehr dankbar! Bei „I Heard Her Call My Name“ legt die Band nun noch sehr viel mehr Wert auf schräge und falsche Töne sowie auf Rückkopplungen, löst diese zwar immer wieder ein wenig auf, um gegen Mitte des Liedes endgültig in den Modus der Kakophonie zu verfallen.
Bliebe noch der letzte und mit über siebzehn Minuten Spieldauer auch längste Titel der Platte: „Sister Ray“. Die Nummer fängt auf ihre Art noch relativ harmlos an, wird dann allerdings auch immer verzerrter und übersteuerter. Hier wird experimentiert und zwar ohne jegliches Limit. Angeblich wurde das Lied gleich in einem einzigen „Versuch“ aufgenommen. Eine Melodie ist nur schwerlich auszumachen, trotzdem hat die Nummer etwas. Etwas Meditatives, was sicherlich nicht viele Musikhörer hören, geschweige denn begeistern wird. Alles ist schrill, laut, atonal und überhaupt nicht dazu gedacht zu begeistern. Trotzdem schafft der Track es gerade in seiner Monotonie etwas Besonderes zu sein. Dieser Longtrack ist nicht wie Pink Floyd in ihrer experimentellen Phase, schon gar nicht wie die längeren Titel von Yes oder Genesis zu deren frühen Zeiten. Er ist auch kein Free Jazz, er ist aber trotzdem bei aller Atonalität etwas Besonderes, was man allerdings wahrlich nicht immer hören kann.
Fazit: Manchmal wirkt es so auf „White Light / White Heat“, dass hier experimentiert wurde um des Experimentierens Willens. Das klappt nicht immer - Nein, wirklich nicht. Mitunter aber hinterlässt das Gehörte Eindruck. Besondere Musik ist das auf jeden Fall, auch wenn ich verstehen kann, dass manche Menschen diesen Tönen den Rang der Musik absprechen würden. „White Light / White Heat“ ist sehr viel gewöhnungsbedürftiger als die erste Platte von The Velvet Underground und auch nicht so gut. Aber trotzdem hat die Scheibe was. Neun Punkte.
The Velvet Underground – The Velvet Underground & Nico Besetzung: Lou Reed – lead guitar, ostrich guitar, vocal John Cale – electric viola, piano, bass guitar, backing vocals, celeste Sterling Morrison – rhythm guitar, bass guitar, backing vocals Maureen Tucker – percussion Nico – chanteuse, backing vocals Label: Verve Records Erscheinungsdatum: 1967 Stil: Psychedelic Rock, Experimental Rock Trackliste: 1. Sunday Morning (2:53) 2. I'm Waiting For The Man (4:37) 3. Femme Fatale (2:38) 4. Venus In Furs (5:09) 5. Run Run Run (4:19) 6. All Tomorrow's Parties (5:57) 7. Heroin (7:09) 8. There She Goes Again (2:38) 9. I'll Be Your Mirror (2:09) 10. The Black Angel's Death Song (3:12) 11. European Son (7:44) Gesamtspieldauer: 48:25
„The Velvet Underground & Nico“ war das erste Album der US-Amerikaner von Velvet Underground aus dem Jahr 1967 und ist wohl auch ihre beste Veröffentlichung. „The Velvet Underground & Nico“ ist das Album einer Band, die stilbildend und häufig kopiert werden würde - zunächst vom Publikum allerdings fast schon verschmäht wurde. Komplett von Andy Warhol produziert befinden sich auf dieser Platte Lieder, die im Grunde genommen gar nicht zusammenpassen wollen. Das liegt weniger am Stil der Songs, sehr viel eher an den Stimmungen, die hier transportiert werden. Mal wirkt alles zuckersüß und lieb, ein anderes Mal endet ein Lied in einer Kakophonie, welches einem das Gehirn einzuschmelzen zu versuchen scheint. Dann wieder wird es folkig flott, rockiger oder aber schmusig verträumt. Ein Mix, bei dem keines der Lieder dem anderen gleicht.
Zu dieser Abwechslung trägt ebenfalls der Gesang bei, der von Lou Reed in jedem Lied etwas anders vorgetragen wird, sodass man glaubt mehrere verschiedene Sänger in den einzelnen Liedern zu hören. Und wenn Christa Päffgen, alias Nico diesen Part übernimmt, dann wird dieses Lied verzweifelt, traurig, düster und transportiert Gefühle, Stimmungen und Atmosphäre, die unweigerlich Erinnerungen an den letzten grauen und verregneten November aufkommen lassen.
Überaus gelungen sind Lou Reed - der sich auch für den Großteil der musikalischen Kompositionen auszeichnete - die Texte, die sich überwiegend mit den Abgründen unserer menschlichen Gesellschaft beschäftigen. Dieser Umstand dürfte auch einen nicht unerheblichen Anteil daran haben, dass sich diese Platte zu Beginn nicht sonderlich gut verkaufte. Wer sollte da schon verwundert sein, dass im prüden Amerika Lieder, die die Prostitution, den Sado-Masochismus („Venus In Furs“, welches sich auf das Werk „Venus im Pelz“ von Leopold von Sacher-Masoch bezieht) oder etwaigen Drogenkonsum behandeln, nicht nur zur damaligen Zeit in den Medien durchfallen, soll heißen, dass diese Lieder nicht im Radio gespielt werden. Aber zumindest verkauft werden solche Platten heute in den Plattenläden, versehen mit einem Sticker, der auf „Explicit Lyrics“ hinweist. Das war in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts allerdings ebenfalls nicht immer so. Den Aufkleber hatte man damals wohl noch nicht…
Gerade das Lied „Heroin“ schafft es dabei, eine Symbiose aus Musik und Text zu generieren, die man heute in Zeiten, in denen ein eingängiger Sound oft mit „I love you“-Metaphern vollgestopft wird, nur noch selten antrifft. Die Abgründe, in denen sich der Protagonist des Songs von Anfang an befindet, werden hier überdeutlich musikalisch wie textlich umgesetzt und es endet alles in einer musikalischen Katastrophe. Sehr eindringlich!
Nicht unerwähnt bleiben soll hier auch die elektrische Viola des John Cale, die der Musik von Velvet Underground ein, zumindest für diese Zeit, Alleinstellungsmerkmal verlieh. Mitunter scheint John Cale sich dabei nicht dem Diktat der Takte unterwerfen zu wollen, was der Musik einen weiteren Spannungsbogen hinzufügt.
Fazit: Ein für die damalige Zeit sicherlich revolutionäres Album, was sich allerdings auch heute immer noch überaus wohltuend vom allgemeinen Mainstream der Musik abhebt. Dazu gibt es spannende Geschichten zu hören und auch sehr eingängige Melodien. Es kommt zum Verschmelzen von Wort und Ton, zu kleinen Kunstwerken, die auch nach vielen Jahren nichts von ihrem Reiz verloren haben. Diese hohe Qualität kann zwar nicht über alle elf Stücke des Albums gehalten werden, trotzdem ist dieses Werk absolut hörenswert und jedem Rock-Musik-Freund zu empfehlen, der auch mal „mehr“ hören möchte als radiotaugliche Mainstream-Musik. Zwölf Punkte.