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Montag, 16. Juli 2018

Rick Springfield – Living In Oz




Rick Springfield – Living In Oz


Besetzung:

Rick Springfield – lead vocals, guitar, bass, backing vocals, string arrangements


Gastmusiker:

Tim Pierce – guitar
Mike Seifrit – bass
Dennis Belfield – bass
Brett Tuggle – keyboards
Alan Pasqua – keyboards
Gabriel Katona – keyboards
John Philip Shenale – keyboards
Mitchell Froom – keyboards
Mike Baird – drums
Jack White – electronic drums
Richard Elliot – saxophone solo on "Human Touch"
Michael Fisher – percussion
Richard Page – backing vocals
Tom Kelly – backing vocals
Tom Scott – string arrangements on „Like Father, Like Son“, conductor
John Philip Shenale – string arrangements on „Like Father, Like Son“


Label: RCA Records


Erscheinungsdatum: 1983


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

1. Human Touch (5:07)
2. Alyson (3:49)
3. Affair Of The Heart (4:33)
4. Living In Oz (3:48)
5. Me & Johnny (4:26)
6. Motel Eyes (3:12)
7. Tiger By The Tail (3:25)
8. Souls (4:15)
9. I Can’t Stop Hurting You (3:48)
10. Like Father, Like Son (2:57)

Gesamtspieldauer: 39:24



„Living In Oz“ heißt das siebte Studioalbum des australischen Rock-Musikers Rick Springfield. Das Album wurde im Juli 1983 auf dem Plattenlabel RCA Records veröffentlicht. Mit den Liedern „Human Touch“ und „Affair Of The Heart“ wurde zwei Singles ausgekoppelt. Für den Titel „Affair Of The Heart“ wurde Rick Springfield 1984 sogar für einen Grammy Award in der Kategorie „Beste männliche Rock-Performance“ nominiert. Das Lied kletterte bis auf Platz 10 der US Billboard Hot 100 und wurde in den USA mit Platin ausgezeichnet.

Auf „Living In Oz“ hört man zwar ebenfalls wieder diesen poppigen Rock, der so typisch ist für die Musik des Rick Springfield in den 80er Jahren. Doch hat es der Australier auf diesem Album geschafft, die Lieder abwechslungsreicher und unterhaltsamer zu gestalten. Die einzelnen Stücke gehen deutlich besser ins Ohr, als jener auf so manch anderer Vorgänger-Platte. Und glücklicherweise erweisen sie sich dabei auch nicht als Eintagsfliege, sondern verbleiben dort sogar ein wenig.

Beginnt die Platte mit „Human Touch“ noch recht gewöhnlich und steigert sich auch mit dem folgenden Titel „Alyson“ nicht großartig, so werden die einzelnen Stücke danach doch sehr viel interessanter und lohnender. „Affair Of The Heart“, das Titellied „Living In Oz“, das sich anschließende „Me & Johnny“, alles Nummern, die sich zwar im unspektakulären Mainstream bewegen, jedoch über Melodien verfügen, die dann doch wirken und nicht nur einfach so durchlaufen. Dies gilt ebenfalls die die folgenden Lieder und mündet schließlich im letzten und mit zahlreichen Streichern instrumentierten Titel „Like Father, Like Son“. Der Höhepunkt der Platte.

Fazit: Auch auf „Living In Oz“ erfindet Rick Springfield die Musik nicht neu und fischt im Mainstream des Pop Rocks. Viele der Lieder hallen allerdings besser nach, als noch auf so manchem Vorgänger-Album des Australiers. Von daher wird man mit dieser Scheibe gut unterhalten, wenn man sich mal nur etwas Berieseln lassen möchte und das Ganze dabei nicht zu kompliziert klingen soll. Acht Punkte.

Anspieltipps: Affair Of The Heart, Tiger By The Tail, Like Father Like Son



Samstag, 16. Juni 2018

Rick Springfield – Success Hasn’t Spoiled Me Yet




Rick Springfield – Success Hasn’t Spoiled Me Yet


Besetzung:

Rick Springfield – lead vocals, acoustic & electric guitars, backing vocals


Gastmusiker:

Tim Pierce – guitar
Charles Sandford – guitar
Gabriel Katona – keyboards
Alan Pasqua – keyboards
Dennis Belfield – bass
Michael Baird – drums
Tommy Funderburk – backing vocals
Tom Kelly – backing vocals
Richard Page – backing vocals


Label: RCA Records


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

1. Calling All Girls (3:27)
2. I Get Excited (2:34)
3. What Kind Of Fool Am I (3:20)
4. Kristina (3:02)
5. Tonight (3:20)
6. Black Is Black (2:54)
7. Don’t Talk To Strangers (3:00)
8. How Do You Talk To Girls (3:18)
9. Still Crazy For You (3:58)
10. The American Girl (3:09)
11. Just One Kiss (3:16)
12. April 24, 1981 (1:33)

Gesamtspieldauer: 36:56



„Success Hasn‘t Spoiled Me Yet“ ist das sechste Studioalbum des australischen Rockmusikers Rick Springfield. Es erschien am 23. März 1982 auf dem Plattenlabel RCA Records. Das Album wurde in den USA mit Platin ausgezeichnet und beinhaltet drei Top 40 Singles: „Don‘t Talk To Strangers“ erreichte Platz 2 der US Charts, „What Kind Of Fool Am I“ Platz 21 und schließlich „I Get Excited“ Platz 32. Mit dem Lied „Black Is Black“ befindet sich eine sehr bekannte Cover-Version des gleichnamigen Titels der spanischen Rock Band Los Bravos aus dem Jahr 1966 auf dem Album. Das Lied „Kristina“ ist dagegen eine Neuauflage des Liedes „Jamaica“ der Band Bachman-Turner Overdrive, zu dem Rick Springfield einen neuen Text verfasste.

Einmal mehr ist ein Rick Springfield Album eine poppige Rock-Veranstaltung, wobei hier der Rock ein klein wenig mehr im Vordergrund steht, als noch auf der Vorgänger-Platte „Working Class Dog“. Doch auch auf „Success Hasn‘t Spoiled Me Yet“ setzt Rick Springfield auf die schnelle und vor allen Dingen massentaugliche Eingängigkeit. Zwölf Lieder, von denen mindestens zehn ohne Schwierigkeiten im Radio in der Dauerschleife laufen könnten. Diese gab es Anfang der 80er Jahre wohl noch nicht, umso öfters wurde die Scheibe eben aufgelegt, um sie zum Erfolg zu puschen. Es hat funktioniert.

„Success Hasn‘t Spoiled Me Yet“ fällt nicht sehr auf, läuft mit und durch. Richtige Höhepunkte gibt es nicht auf dem Album. Dafür allerdings auch keine Ausreißer nach unten. Alles ist in etwa im selben Stil gehalten, somit sind auch jegliche Besonderheiten ausgemerzt worden. Mainstream in Reinkultur. Am auffälligsten und überraschendsten ist da fast schon das bereits erwähnte Los Bravos Cover „Black Is Black“. Ganz nett sind noch „Don’t Talk To Strangers“, „How Do You Talk To Girls“ und „Still Crazy For You“, sodass sich die hörenswerteren Titel allesamt in der Mitte des Albums befinden. Nicht weiter erwähnen muss man an dieser Stelle, dass die Lieder von Rick Springfield auf „Success Hasn‘t Spoiled Me Yet“ hauptsächlich das Thema „Liebe“ von verschiedenen Seiten beleuchten – als ob nicht schon des Öfteren gemacht worden wäre.

Fazit: Durchaus möglich, dass diese Musik auf „Success Hasn‘t Spoiled Me Yet“ Anfang der 80er Jahre für Aufsehen sorgte. Heute klingt das Ganze eher langweilig und überholt. Massenkompatibler Pop Rock, der von Liebe handelt. Melodien, die unbedingt gehört werden sollten, gibt es nicht auf diesem Album. Genauso wenig Melodien, die längerfristig hängenbleiben. Eher langweilig. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Black Is Black, Don’t Talk To Strangers



Sonntag, 3. Juni 2018

Rick Springfield – Working Class Dog




Rick Springfield – Working Class Dog


Besetzung:

Rick Springfield – vocals, guitar, bass, keyboards


Gastmusiker:

Robben Ford – guitar
Neil Giraldo – guitar, bass
Gabriel Katona – keyboards
Jeff Eyrich – bass
Mike Baird – drums
Jack White – drums
Jeremiah Cox – french horn, background vocals
Tom Kelly – background vocals


Label: RCA Records


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: Pop Rock


Trackliste:

1. Love Is Alright Tonite(3:27)
2. Jessie’s Girl (3:14)
3. Hole In My Heart (3:12)
4. Carry Me Away (3:01)
5. I’ve Done Everything For You (3:18)
6. The Light Of Love (2:45)
7. Everybody’s Girl (3:00)
8. Daddy’s Pearl (2:37)
9. Red Hot & Blue Love (2:59)
10. Inside Silvia (4:49)

Bonus Tracks der Jubiläumsausgabe zur 25-jährigen Veröffentlichung

11. Easy To Cry (3:33)
12. Taxi Dancing (Original Version) (3:35)
13. Jessie’s Girl (Demo Version) (3:11)

Gesamtspieldauer: 42:47



„Working Class Dog“ heißt das fünfte Studioalbum des australischen Rockmusikers Rick Springfield. Es wurde am 24. Februar 1981 auf dem Plattenlabel RCA Records veröffentlicht. Im Jahr 2006 erschien die „25th Anniversary Edition“ des Albums, die drei Bonustracks beinhaltet. Das Album wurde in Amerika mit Platin ausgezeichnet und verkaufte sich alleine in den USA über drei Millionen Mal. „Working Class Dog“ enthält mit dem Titel „Jessie‘s Girl“ auch den größten Hit in der Karriere des Rick Springfield. Dieses, als Single ausgekoppelte Lied, verkaufte sich über eine Million Mal. Im Jahr 1982 wurde Rick Springfield mit dem Grammy Award für die beste männliche „Rock Vocal Performance“ ausgezeichnet.

Es gibt zwei Gründe, warum zumindest ich bestimmte Musik öfters anhöre. Zum einen passiert das, wenn sie mich trifft, ins Ohr geht und dort verweilt. Das muss nicht gleich beim ersten Mal des Hörens geschehen, doch nach dem vierten oder fünften Mal sollte dann schon etwas hängenbleiben. Ein anderer Grund für mich, um Musik öfters zu genießen ist, wenn diese interessant, besonders oder spannend klingt. Manchmal muss man sich ein Album auch erarbeiten und oftmals wird es danach umso wertvoller für einen. Beide Punkte treffen auf „Working Class Dog“ von Rick Springfield leider nicht zu. Bei der Platte handelt es sich um massentauglichen Pop Rock, der kaum über Ecken und Kanten verfügt. Die hier zu hörende Eingängigkeit ist sehr oberflächlich und langweilt bereits nach wenigen Durchläufen des Albums.

„Working Class Dog“ läuft leider einfach nur so durch, ohne dabei Spuren zu hinterlassen. Die Platte ist ein auf die Charts hin produziertes Album, welches beim Hören auf keinen Fall Schwierigkeiten bereiten sollte. Das Ergebnis ist fast schon anbiedernde Pop Rock Fröhlichkeit, die zumeist mit Texten garniert wird, die das Thema der „Liebe“ abhandeln. Die Grundstimmung auf „Working Class Dog“ ist eine beschwingt fröhliche, keine Zeit für Traurigkeit, lediglich der Spaß steht im Vordergrund. Als Höhepunkt kann man lediglich den Hit des Albums anführen. „Jessie’s Girl“ ist ein kleiner Ohrwurm, allerdings wirklich der einzige auf diesem Album, welches sonst eher mit Belanglosigkeiten glänzt, ohne dabei wirklich schlecht zu klingen – allerdings jedoch sehr oberflächlich.

Fazit: „Working Class Dog“ ist ein Pop Rock Album, welches typisch für die 80er Jahre klingt. Die Stimmung auf der Platte ist positiv, die Texte handeln von der Liebe, alle Lieder können im Radio laufen, da die einzelnen Stücke allesamt auf die schnelle Eingängigkeit hin angelegt wurden. Das mag beim ersten Mal des Hörens noch ganz nett klingen, bereits beim zweiten Mal beginnt es bereits ein wenig zu langweilen. Keine schlechte Musik, jedoch zumeist absolut belanglose. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Jessie’s Girl



Dienstag, 22. Mai 2018

Rick Springfield – Comic Book Heroes




Rick Springfield – Comic Book Heroes


Besetzung:

Rick Springfield – guitar, moog synthesizer, hammond organ, electric piano, vocals


Gastmusiker:

Terry Cox – drums
Mike Moran – harpsichord, piano
Dave Wintour – bass


Label: RCA Records


Erscheinungsdatum: 1973


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

1. Comic Book Heroes (0:42)
2. I’m Your Superman (3:04)
3. Weep No More (3:39)
4. Why Are You Waiting (3:59)
5. Believe In Me (3:55)
6. Misty Water Woman (4:38)
7. The Liar (3:42)
8. The Photograph (3:24)
9. Bad Boy (3:08)
10. Born Out Of Time (3:45)
11. Do You Love Your Children (6:02)

Gesamtspieldauer: 40:04




„Comic Book Heroes“ heißt das zweite Studio-Album des australischen Musikers Rick Springfield, der mit bürgerlichem Namen Richard Lewis Springthorpe heißt und im nächsten Jahr seinen 70. Geburtstag feiert. „Comic Book Heroes“ veröffentlichte er im Alter von 24 Jahren am 17. September 1973 ursprünglich auf dem Plattenlabel Wizard Records. In den USA erschien das Album zuerst auf Capitol Records, dann auf Columbia Records und wurde später von RCA Records, inzwischen ebenfalls eine Tochter der Sony Music, weltweit wiederveröffentlicht.

Nach Comic klingt „Comic Book Heroes“ keineswegs, auch wenn die ersten beiden Lieder stilistisch durchaus in diese Richtung tendieren. Auch zu Beginn der Platte gibt es eine Mischung aus Pop und Rock zu hören, doch das überzeugt noch nicht ganz und der Refrain von „I’m Your Superman“ mit seinen häufig wiederholten „Na, Na, Na, Na Naaaas“ zeugt auch nicht gerade von allzu viel Einfallsreichtum. Doch spätestens mit der Nummer „Weep No More“ ändert sich die Atmosphäre auf „Comic Book Heroes“. Immer wieder verstärken Streicher die Stimmung, die Atmosphäre wird insgesamt getragener, sanfter, weicher und ein klein wenig erinnert die Musik nun tatsächlich an jene von Barclay James Harvest, die von dieser Band etwa zeitgleich produziert wurde. Dabei gestalten sich die Lieder des Rick Springfielt nicht ganz so weich, wie jene der britischen Kollegen, doch die Tendenz hin zum Soft Rock ist eindeutig gegeben.

Die Lieder sind allesamt melodiös und eingängig gehalten und gehen direkt, ohne große Umwege gleich beim ersten Mal des Hörens ins Ohr. Mal klingt es eher poppig, dann wieder etwas rockiger. Somit verteilen sich auch entsprechende Höhepunkte auf diese beiden musikalischen Genres und werden ganz nach dem eigenen Geschmack unterschiedlich ausfallen. Gerade die drei Titel, die sich hintereinander in der Mitte des Albums befinden, geben einen sehr schöne Übersicht über den Inhalt des Albums und decken die verschiedenen Genres perfekt ab. Zudem klingen „Misty Water Woman“, „The Liar“ und „The Photograph“ auch überzeugend und gehören zu den angesprochenen Höhepunkten.

Fazit: Ein eingängiges und melodiöses Album, angefüllt mit Pop- und Rock-Titeln ist das zweite Album des Rick Springfielt mit dem Titel „Comic Book Heroes“ geworden. Die Musik erinnert dabei immer wieder an die von Barclay James Harvest zu Beginn der 70er Jahre. Die Lieder gehen ins Ohr und wer auf eingängigen Pop und Rock steht, die oder der dürfte jede Menge Spaß mit „Comic Book Heroes“ haben. Acht Punkte.

Anspieltipps: Misty Water Woman, The Liar, The Photograph



Mittwoch, 5. November 2014

Rick Springfield – Tao




Rick Springfield – Tao


Besetzung:

Rick Springfield – guitar, vocals, emulator II, dmx programs, bass, dx 7, percussion, backing vocals, jx-3p


Gastmusiker:

Mitchell Froom – emulator II, optigan, dx 7, Jupiter 8, memory moog, expander
Tim Pierce – guitar, gr 707
John Phillip Shenale – ppg, ob 8, dx 7
Jeff Silverman – gr 707
Mike Baird – drums
Mike Fischer – acoustic percussion
Pino Palladino – fretless bass
Nicky Hopkins – dx 7, jx-3p
Richard Page – backing vocals & lines in “Dance This World Away”
Edie Lehmann – backing vocals & lines in “Dance This World Away”
Tom Funderburk – backing vocals
Tom Kelly – backing vocals
Mike Selfrit – backing vocals
Nigel Lundemo Pierce – talking boy



Label: RCA Records


Erscheinungsdatum: 1985


Stil: Pop, Rock, New Wave


Trackliste:

1. Dance This World Away (4:29)
2. Celebrate Youth (3:51)
3. State Of The Heart (3:59)
4. Written In Rock (4:34)
5. The Power Of Love (The Tao Of Love) (4:58)
6. Walking On The Edge (5:09)
7. Walk Like A Man (4:12)
8. The Tao Of Heaven (1:26)
9. Stranger In The House (4:01)
10. My Father's Chair (3:23)

Gesamtspieldauer: 39:50




Nun, sollte ich mal gefragt werden, wie denn die 80er Jahre musikalisch klangen, dann würde ich dem Fragesteller die Platte „Tao“ von Rick Springfield in die Hand drücken. Damit wäre dann alles gesagt, beziehungsweise man kann es auf dieser Scheibe sehr gut zusammengefasst nachhören, wie dieses Jahrzehnt klang: ein wenig synthetisch durch den Einsatz vieler Synthesizer, sehr schnell eingängig und irgendwie poppig.

1985 war „Tao“ bereits das neunte Studioalbum des Australiers Rick Springfield und ist bis heute auch sein Lieblingsalbum geblieben. Erfolg hatte er mit der Platte vor allen Dingen in Europa und hier ganz besonders in Deutschland. Nach Rick Springfields Meinung klingt die Scheibe auch sehr europäisch. Schwer zu sagen, wann gerade Pop europäisch, australisch oder amerikanisch klingt, aber vielleicht hat man da als Australier einen ganz anderen Blick beziehungsweise Ohr für.

Der Erfolg von „Tao“ in Deutschland lag sicherlich nicht zuletzt am Titel „Celebrate Youth“, der damals in den Radios rauf und runterlief und auch einen festen Platz in den Diskos dieses Landes hatte. Die Tanzflächen füllten sich dann immer ganz automatisch. Genau wie heutzutage bei 80er-Revival-Parties.

Die Musik auf dem Album ist allgemein sehr fröhlich geraten, nimmt man mal den letzten Titel und das etwas verwunschene und sehr kurze „The Tao Of Heaven“ aus. Aber gerade auch letzter Titel gibt ein wenig Einblick in die Vielfältigkeit des Rick Springfields und hätte durchaus auch wegen seiner etwas mystischen Atmosphäre gerne ein wenig länger sein können. Ansonsten sind die einzelnen Titel irgendwo im Grenzgebiet zwischen Rock und Pop angesiedelt. Manchmal schlägt dabei dann das Pendel eben eher in die eine Richtung, ein anderes Mal in die andere Richtung aus. Alle Nummern sind überaus melodisch und eingängig, gehen sofort ins Ohr. Gute Laune Musik eben, für die sich vielleicht die Anschaffung eines Cabrios lohnen würde…

Fazit: Ja, die 80er Jahre leben hier auf dem Album. Absolut unkomplizierte Musik präsentiert Rick Springfield hier seinen Hörern. Jede Nummer ist nach wenigen Sekunden präsent und kann mitgesummt werden. Dazu ist das alles auch noch überaus eingängig, sodass man sich hiermit durchaus den Tag verschönern oder auch mal den geistigen Blues besiegen kann. Aber nein, oberflächlich ist „Tao“ dabei nicht, jedoch unterhaltend. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Celebrate Youth, The Tao Of Heaven, Stranger In The House