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Montag, 13. Juli 2020

King’s X – King’s X




King’s X – King’s X


Besetzung:

Doug Pinnick – bass guitars, vocals
Ty Tabor – guitars, dulcimer, sitar, concertmate 650, vocals
Jerry Gaskill – drums & percussion, vocals


Gastmusiker:

Max Dyer – cellos
Sam Taylor ("Little Willie T.") – "pianto", organ splatches


Label: A&M Records


Erscheinungsjahr: 1992


Stil: Hard Rock


Trackliste:

1. The World Around Me (2:57)
2. Prisoner (4:14)
3. The Big Picture (5:02)
4. Lost In Germany (4:52)
5. Chariot Song (5:22)
6. Ooh Song (4:00)
7. Not Just For The Dead (4:46)
8. What I Know About Love (5:39)
9. Black Flag (4:01)
10. Dream In My Life (4:58)
11. Silent Wind (4:33)

Gesamtspieldauer: 50:29



„King‘s X“ heißt das vierte und selbstbetitelte Studioalbum des US-amerikanischen Hard Rock-Trios King‘s X. Das Album wurde am 10. März des Jahres 1992 ursprünglich auf dem Plattenlabel Atlantic Records veröffentlicht und platzierte sich mit Platz 138 deutlich schlechter in den US-amerikanischen Charts, als die beiden vorherigen Alben der Band.

Die Musik auf „King’s X“ ist wieder deutlich einfacher gestrickt, als noch auf dem Vorgängeralbum „Faith Hope Love“. Man hört auf dieser vierten Platte der Band erneut eher sehr geradlinigen Hard Rock, der ab und an auch mal sanftere Züge aufweist. In sich geschlossen und konsequent hört sich die Musik an, allerdings dementsprechend auch nicht gerade sehr abwechslungsreich. Eher ein stilistisches Zurück zu den ersten beiden Veröffentlichungen lässt sich hier dementsprechend feststellen.

Ehrlich gesagt kann ich auf dieser Platte keine besonderen Höhepunkte erkennen beziehungsweise erhören. Die Musik ist einheitlich gehalten, klingt einheitlich, ohne allzu große Ausschläge nach oben und nach unten aufzuweisen. Die Nummern laufen so durch, nach fünfzig Minuten klingt die Scheibe aus und das war es dann auch. Da bleibt nur relativ wenig hängen, wohl kaum etwas beschäftigt einen länger. Ganz nette rockige Unterhaltung, nicht mehr und nicht weniger.

Fazit: Es gibt richtig spannende Musik. Auf „King‘s X“ von King‘s X findet man diese allerdings nicht. Das Album beinhaltet soliden Rock, zumeist Hard Rock, der jegliche Ausschläge nach oben oder unten vermissen lässt. Rock-Freundinnen oder -Freunde können sicherlich einiges mit dieser Musik anfangen. Mir ist es leider dann doch etwas zu langweilig geraten. Deswegen ist die Musik trotzdem nicht schlecht, nur eben etwas eintönig. Acht Punkte.

Anspieltipps: Prisoner, The Big Picture



Montag, 27. April 2020

Stone Temple Pilots – Core




Stone Temple Pilots – Core


Besetzung:

Scott Weiland – lead vocals
Dean DeLeo – guitar
Robert DeLeo – bass, backing vocals
Eric Kretz – drums


Label: Atlantic Records


Erscheinungsjahr: 1992


Stil: Grunge


Trackliste:

1. Dead & Bloated (5:11)
2. Sex Type Thing (3:38)
3. Wicked Garden (4:05)
4. No Memory (1:20)
5. Sin (6:05)
6. Naked Sunday (3:49)
7. Creep (5:33)
8. Piece Of Pie (5:24)
9. Plush (5:14)
10. Wet My Bed (1:36)
11. Crackerman (3:14)
12. Where The River Goes (8:25)

Gesamtspieldauer: 53:38



„Core“ heißt das erste Studioalbum der US-amerikanischen Rockband Stone Temple Pilots aus San Diego, Kalifornien. Es wurde am 29. September 1992 auf dem Plattenlabel Atlantic Records veröffentlicht. „Core“ ist das erfolgreichste Album der Stone Temple Pilots. Es kletterte bis auf Platz 3 der Billboard 200 Charts und wurde in den USA mit achtmal Platin ausgezeichnet. Im Jahr 2019 wurde das Album zudem vom Rolling Stone Magazine auf Platz 11 seiner Liste der „50 Greatest Grunge Albums“ gesetzt.

Auf „Core“ hört man Grunge in Reinkultur, wie er Anfang der 90er Jahre vornehmlich von der Westküste der USA über den gesamten Globus schwappte. Die Musik klingt rau, sehr rockig und die Betonung liegt eher auf der Härte, als auf Eingängigkeit und Melodiösität. Doch diese Stellen gibt es selbstverständlich ebenso auf „Core“, allerdings stehen sie eben nicht im Zentrum der Musik der Stone Temple Pilots. Dieser Grunge regt sehr viel eher zum Headbanging an, auch auf die Gefahr hin, sich eine leichte Gehirnerschütterung einzufangen. Möchte man allerdings in diese Art der „körperlichen Ertüchtigung“ eintauchen, „Core“ böte sich da perfekt an.

Die Lieder klingen im Zusammenhang. Das bedeutet, das Album klingt als Ganzes. Genau das wollten die Stone Temple Pilots auch erreichen. Ein Album, welches man sich von vorne bis zum Ende anhört, aus dem keinerlei Lieder besonders hervorstechen. Ein Album, welches mit seiner Gesamtheit punktet. Dies ist der Band auch bestens gelungen, die Lieder auf „Core“ bilden wahrlich eine Einheit. Grunge, kraftvoll und kompromisslos. Ein wenig Schicksal ist dabei allerdings schon im Spiel, denn gerade jenes Lied, welches etwas von dieser Linie abweicht, wurde das bekannteste Stück der Platte. „Creep“ ist deutlich ruhiger gehalten, akustische Gitarren sind überwiegend zu hören und dominieren den Titel neben dem Gesang. Und auch wenn das Tempo teilweise leicht angezogen wird, das Lied bleibt eine eher ruhige Nummer. „Creep“ geht eben sehr gut ins Ohr, bleibt hängen, erinnert dabei zudem sehr an die sanfteren Nummern von Nirvana.

Fazit: Ein sehr überzeugendes Debut ist den Stone Temple Pilots mit „Core“ gelungen. Grunge in seiner Reinform, kraftvoll, zumeist hart und größtenteils sehr kompromisslos. Für Rocker bestens geeignet und diejenigen, die es etwas sanfter mögen, werden die Nummer „Creep“ lieben. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Wicked Garden, Creep



Samstag, 18. August 2018

Various Artists – Dream A Little Dream Of Me

 



Various Artists – Dream A Little Dream Of Me


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Bellaphon


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Oldie, Pop


Trackliste:

1. The Mamas & The Papas - Dream A Little Dream Of Me (3:12)
2. Everly Brothers - All I Have To Do Is Dream (2:19)
3. Sonny & Cher - I Got You Babe (3:07)
4. Sam Cooke - Wonderful World (3:00)
5. Ritchie Valens - Donna (2:25)
6. The Cascades - Rhythm Of The Rain (2:32)
7. The Walker Brothers - The Sun Ain’t Gonna Shine Anymore (3:02)
8. Brenda Lee - I’m Sorry (2:38)
9. Bobby Vinton - Blue Velvet (2:49)
10. The Mamas & The Papas - California Dreamin’ (2:38)
11. Tommy James & The Shondells - Crimson And Clover (3:26)
12. Lobo - I’d Love You To Want Me (4:07)
13. Ben E. King - Stand By Me (2:59)
14. Bobby Goldsboro - Honey (3:54)
15. Percy Sledge - When A Man Loves A Woman (2:51)
16. The Animals - House Of The Rising Sun (4:27)

Gesamtspieldauer: 49:27




Im Jahr 1992 erschien auf dem Plattenlabel Bellaphon das Kompilationsalbum „Dream A Little Dream Of Me“, benannt nach dem ersten darauf enthaltenen Titel, einem Hit der Mamas & Papas. Und dieses Lied steht stellvertretend für die restlichen Lieder des Albums. Enthalten sind auf „Dream A Little Dream Of Me“ Pop-Nummern der 60er und Anfang der 70er Jahre, die zu ihrer Zeit allesamt Hits waren.

Wer auf solche Oldies steht, kann hier in entsprechender Musik schwelgen. Alle Lieder liefen in den Radios der damaligen Zeit rauf und runter und es befindet sich auf der Scheibe praktisch kein Lied, was man nicht schon einmal gehört hat. Von daher ist die Titel-Auswahl sehr gelungen, denn Füllmaterial sucht man vergebens auf dieser Zusammenstellung, die in dieser Form auch sehr gut unterhält.

Höhepunkte des Albums sind die Lieder „California Dreamin’“ von den The Mamas & The Papas, Lobo mit seinem Hit „I’d Love You To Want Me“ sowie die Animals mit dem Klassiker „House Of The Rising Sun“. Das mag jemand anderes natürlich völlig anders sehen, denn im Grunde genommen wirkt und klingt hier wirklich jeder Titel und die eigenen Favoriten sind reine Geschmackssache.

Fazit: Eine schöne Zusammenstellung der Pop Musik der ausgehenden 60er und beginnenden 70er Jahre stellt das Kompilationsalbum „Dream A Little Dream Of Me“ dar. 16 Pop-Oldies, die zu ihrer Zeit alle Hits waren, sich in den damaligen Charts in den oberen Plätzen platzierten, zum Teil heute noch auf diversen Radiostationen gespielt werden und die fast jede und jeder schon mal gehört hat. Acht Punkte.

Anspieltipps: California Dreamin’, I’d Love You To Want Me, House Of The Rising Sun



Mittwoch, 25. Juli 2018

Bon Jovi – Keep The Faith




Bon Jovi – Keep The Faith


Besetzung:

Jon Bon Jovi – lead vocals, additional guitars
Richie Sambora – lead guitar, backing vocals
Alec John Such – bass, backing vocals
Tico Torres – drums, percussion
David Bryan – keyboards, backing vocals


Label: Mercury Records


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: AOR, Stadion Rock


Trackliste:

1. I Believe (5:49)
2. Keep The Faith (5:46)
3. I'll Sleep When I'm Dead (4:43)
4. In These Arms (5:19)
5. Cama De Rosas (5:05)
6. If I Was Your Mother (4:27)
7. Dry County (9:52)
8. Woman In Love (3:48)
9. Fear (3:06)
10. I Want You (5:36)
11. Blame It On The Love Of Rock & Roll (4:24)
12. Little Bit Of Soul (5:45)
13. Save A Prayer (5:57)

Gesamtspieldauer: 1:09:41




„Keep The Faith“ heißt das fünfte Studio-Album der US-amerikanischen Rockband Bon Jovi. Die Scheibe erschien am 30. Oktober 1992 auf dem Plattenlabel Mercury Records und bedeutete das Ende der Heavy Metal Zeit von Bon Jovi, die Ära des Mainstreams und des Stadion Rocks war hiermit eingeläutet und sollte Bon Jovi noch sehr erfolgreicher werden lassen.

Auf „Keep The Faith“ wechseln sich etwas härtere Nummern mit Balladen ab, alles klingt eingängig und sollte wohl keinesfalls Ecken und Kanten aufweisen, um wirklich auch die größtmögliche Hörerschaft anzusprechen. Die Musik klingt dann auch wirklich unfassbar angepasst, besitzt kaum mehr interessante Stellen und verfügt über Texte, die einen fast schon zum Fremdschämen animieren. Süßholzgeraspel an allen Ecken und Enden, sodass der Schleim aus allen Poren quillt. Doch diese Art des Pop-Rocks kommt eben gut an und die Platte verkaufte sich bisher weltweit über zwölf Millionen Mal.

Ein paar der bekannteren Stücke von Bon Jovi sind auf dem Album enthalten. „Keep The Faith“ und „Save A Prayer“ sind hier zu nennen und selbstverständlich „Cama De Rosas“, was den meisten wohl eher unter dem englischen Titel „Bed Of Roses“ bekannt sein dürfte, auf meiner Ausgabe jedoch in der spanischen Version zu finden ist. Alles Mainstream-Massenware, aber durchaus ins Ohr gehend. Der überzeugendste Titel auf „Keep The Faith“ ist das fast zehnminütige „Dry County“, welches vor allen Dingen aufgrund seiner Instrumental-Passagen überzeugt. Inhaltlich handelt das Lied von den Arbeitern in der US-Erdölindustrie, die um ihre Jobs zittern. Donald Trump wird es auch im Nachhinein freuen, auch damals gab es schon „America First“.

Fazit: Klar, diese Mainstream-Suppe verkauft sich sehr gut. Da gibt es einfach Nichts, was einen aufregen könnte. Genauso funktioniert „Keep The Faith“. Poppigen Hard Rock mit jeder Menge Balladen verbandelt. Das kann man gut finden, allerdings auch extrem langweilig und belanglos. Ich tendiere eher in diese Richtung, denn nur ein Lied, welches mal etwas anders funktioniert, ist mir mit „Dry County“ einfach zu wenig. Von den Texten ganz abgesehen. Somit funktioniert „Keep The Faith“ aber für den Großteil der Hörerinnen und Hörer, für mich leider nicht. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Dry County



Donnerstag, 31. Mai 2018

Yanni – Romantic Moments




Yanni – Romantic Moments


Besetzung:

Yanni – keyboards, piano


Gastmusiker:

Charlie Adams – acoustic, electronic drums & percussion
Mona Lisa Young – vocals on „Song For Antarctica“


Label: BMG International


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Instrumental Pop, New Age


Trackliste:

1. Reflections Of Passion (4:36)
2. Santorini (4:35)
3. After The Sunrise (4:39)
4. True Nature (4:31)
5. Almost A Whisper (3:09)
6. Swept Away (5:09)
7. The Mermaid (3:49)
8. Flight Of Fantasy (5:41)
9. Secret Vows (3:59)
10. Acroyali (5:07)
11. Song For Antarctica (4:23)
12. Marching Season (5:36)
13. Sand Dance (5:09)
14. In The Mirror (3:55)
15. Paths On Water (3:52)

Gesamtspieldauer: 1:08:18



Der griechische Musiker Yiannis Chryssomallis, kurz Yanni, steht für in das Genre New Age hineinreichende Instrumentalmusik. Bisher wurden von ihm seit 1984 siebzehn Studio-Alben veröffentlicht. Live Alben sind es zweiundzwanzig an der Zahl und derer gleich fünfundzwanzig Kompilationsalben. Die Platte „Romantic Moments“ ist das dritte Best-Of-Album des Griechen und wurde im Jahr 1992 auf dem Plattenlabel BMG veröffentlicht.

Auf „Romantic Moments“ hört man, wie könnte es bei diesem Titel auch anders sein, überwiegend sehr sanfte und eingängige Instrumentalmusik, dominiert vom Keyboard des Yanni. Das Piano spielt ebenfalls eine Rolle, allerdings nicht mit dieser Dominanz des Keyboards. Die Titel sind durchaus im New Age Bereich angesiedelt, besitzen allerdings alle mehr als „lediglich“ Atmosphäre, sondern verfügen über eine Melodie. Dazu pulsiert manchmal auch ein elektronisches Schlagzeug, sodass die Musik auch ganz treffend mit Instrumental Pop umschrieben werden kann.

Besonders interessant ist das alles nicht, solche Musik hört man auch in Fahrstühlen oder Kaufhäusern als Hintergrundmusik. Das tut niemandem weh, allerdings fällt es auch sehr schwer, sich für die Klänge zu begeistern. Allzu oft klingt das wahrlich unglaublich langweilig und nur wenige Titel lassen einen zumindest mal kurz aufhorchen. Auf „Romantic Moments“ Höhepunkte zu finden ist deshalb einigermaßen schwer, da es irgendwie keine gibt. „Song For Antarctica“ klingt zumindest ein wenig anders, da bei diesem Titel Mona Lisa Young ein paar gesangliche „Aaahs“ und „Ooohs“ dazusteuert. Der darauffolgende Titel „Marching Season“ klingt dann sehr eingängig und zieht sogar mal das Tempo etwas an. Und so könnte man noch das ein oder andere „ganz netten“ Lied an dieser Stelle mit anführen, aber Höhepunkte? Nein, Höhepunkte gibt es trotzdem nicht – andererseits tut auch absolut nichts auf „Romantic Moments“ weh, klingt höchstens mal etwas peinlich, wenn das synthetische Schlagzeug zu dominant klingt. Das Ganze ist insgesamt allerdings eher etwas langweilig und langatmig geraten.

Fazit: Eine poppige New Age Platte ist das Kompilationsalbum „Romantic Moments“ des Griechen Yanni geworden. Zumeist ist die Atmosphäre auf dem Album eine ruhige. Ab und an wird das Tempo allerdings auch moderat angezogen. Alle Titel verfügen über eine Melodie, sind nie rein sphärisch gehalten. Diese Melodien wissen allerdings kaum zu packen, zünden nicht. Hauptsächlich bleibt das Ganze langweilige Hintergrundmusik. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Reflections Of Passion, Marching Season, In The Mirror



Samstag, 3. März 2018

Jon Secada – Jon Secada




Jon Secada – Jon Secada


Besetzung:

Jon Secada – lead vocals (all tracks), background vocals (1, 2, 4-11)


Gastmusiker:

Ed Calle – flute (5)
Jorge Casas – bass (3, 4, 7, 9, 10, 12), programming & arrangements (6, 9), fretless bass (6)
Rouge Cougu – percussion & shaker (10)
John DeFaria – guitar (2, 3, 6, 7, 9, 12)
Mark Dowdle – vocal intro (9)
Emilio Estefan, Jr. – accordion (5)
Gloria Estefan – background vocals (1, 11)
Anita Faye Green – background vocals (2, 7-10)
Rafael Falcon – additional drum programming (1, 4, 11), additional programming (5)
Charlotte McKinnon – background vocals (7, 8, 9)
Tom McWilliams – additional drum programming (4), programming & arrangements (8)
Miguel A. Morejon – programming & arrangements (1-5, 7, 10-12)
Clay Ostwald – additional programming (3, 4, 8, 12); keyboards, programming & arrangements (6, 9); clavinet (8)
Rafael Padilla – shaker (1, 3, 4, 8, 11, 12), percussion (2, 5, 6, 9), tambourine (4, 12)
Rita Quintero – background vocals (5)
Scott Shapiro – guitar solo (8), programming & arrangements (8)
Rene Luis Toledo – guitar (3, 10), guitar solo (12)


Label: SBK Records


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Pop, Latin Pop, R&B


Trackliste:

1. Just Another Day (5:27)
2. Dreams That I Carry (4:45)
3. Angel (4:35)
4. Do You Believe In Us (3:59)
5. One Of A Kind (4:03)
6. Time Heals (4:24)
7. Do You Really Want Me (4:04)
8. Misunderstood (4:22)
9. Always Something (4:12)
10. I'm Free (4:00)
11. Otro Día Más Sin Verte (Spanische Version von „Just Another Day”) (5:27)
12. Angel (Spanische Version) (4:36)

Gesamtspieldauer: 1:12:23



„Jon Secada“ heißt das englischsprachige und selbstbetitelte Debut-Album des kubanischen-US-amerikanischen Pop Sängers Jon Secada. Die Scheibe erschien am 5. Mai im Jahr 1992 auf dem Plattenlabel SBK Records. Das Album enthält den Titel „Just Another Day, der sich weltweit in vielen Charts platzieren konnte. Die Platte verkaufte sich bisher über sechs Millionen Mal und ist mit Abstand die erfolgreichste Scheibe des Jon Secada, der mit seinen weiteren Veröffentlichungen inzwischen auf keinerlei Resonanz mehr stößt. Seit dem Jahr 2011 ist inzwischen allerdings keine neue Platte mehr erschienen.

Wer glaubt auf „Jon Secada“ von Jon Secada hört man vor allen Dingen Latin Pop, die oder der sieht sich eines Besseren belehrt, wenn die Scheibe aufgelegt ist und durchläuft. Sehr viel eher hört man auf dem Album westlichen Pop, der mit ganz viel Drum-Computer und manchmal einigen Bläsern versehen ist. Ins Ohr geht das nicht zwangsläufig und noch sehr viel weniger direkt.

Die Platte enthält zumeist tanzbaren Pop, der allesamt im ziemlich gleichen Stil gehalten ist. Die Musik eignet sich von daher wohl am ehesten für entsprechende Diskotheken, dürfte dort allerdings heute auch keinerlei Anklang mehr finden.

Fazit: Sehr langweiligen Pop, der dafür allerdings tanzbar ist, gib es auf „Jon Secada“ von Jon Secada zu hören. Nichts, was heute noch irgendwie interessant klingt. Die Texte handeln das Thema „Liebe“ ab – wie sollte es auch anders sein. Die Musik geht dafür nicht ins Ohr. Überflüssig. Zwei Punkte.

Anspieltipps: Just Another Day



Samstag, 30. Dezember 2017

10cc – Castle Master Collection




10cc – Castle Master Collection


Besetzung:

Eric Stewart
Kevin Godley
Graham Gouldman
Lol Creme


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Castle Communications


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Art Pop, Art Rock


Trackliste:

1. The Wallstreet Shuffle (3:51)
2. The Worst Band In The World (2:43)
3. Silly Love (3:57)
4. Donna (2:54)
5. The Hospital Song (2:41)
6. Hotel (4:50)
7. Baron Samedi (3:43)
8. The Dean And I (3:02)
9. Speed Kills (3:46)
10. Old Wild Man (3:19)
11. Clockwork Creep (2:43)
12. Somewhere In Hollywood (6:37)
13. Johnny, Don't Do It (3:35)
14. Oh Effendi (2:49)
15. Rubber Bullets (5:15)

Gesamtspieldauer: 56:17




10cc haben während ihrer Karriere in der Zeit von 1973 bis 1995 elf Studioalben aufgenommen. Seitdem wurde kein derartiges Album mehr herausgegeben, obwohl die Band unter der Führung von Graham Gouldman und zig Band-Umbesetzungen bis in die heutige Zeit aktiv ist. Kein Studioalbum mehr, dafür gibt eine ganze Menge von Kompilationsalben, die regelmäßig auf den Plattenmarkt geschmissen werden. Auf 66 derartiger Zusammenstellungen bin ich bereits nach kurzer Internetrecherche gestoßen, wahrscheinlich sind es noch deutlich mehr. 10cc unter der Überschrift „Castle Master Collection“ ist eine davon und erschien im Jahr 1992 auf Castle Communications in Deutschland.

Was diese Zusammenstellung allerdings zeigen oder darstellen soll, wird nicht so ganz klar. Von den fünfzehn auf der Kompilation enthaltenen Lieder stammen sechs vom ersten, selbstbetitelten Album „10cc“. Die restlichen neun Nummern sind dem zweiten Studioalbum „Sheet Music“ entnommen, von dem lediglich der Titel „The Sacro-Iliac“ auf der „Castle Master Collection“ fehlt. Von daher kann man natürlich behaupten, hier soll ein Überblick über die ersten beiden Alben der Band ermöglicht werden. Da hier allerdings, zumindest im Falle von „Sheet Music“, praktisch jedes Lied enthalten ist und nur eine Nummer fast schon willkürlich weggelassen wurde, erübrigt sich dieser Denkansatz bereits. Was wiederum zu dem Schluss führt, dass die Originalalben eine definitiv bessere Investition darstellen.

Die auf der Zusammenstellung zu hörende Musik ist eine Mischung aus Art Pop und Art Rock. Nicht immer will das Gehörte gleich ins Ohr gehen, spannend klingt es allerdings immer, wenn man denn auch mit dem ein oder anderen schrägen Ton leben kann. Die Musik ist beileibe keine 08/15-Ware und hat es durchaus verdient, gehört zu werden. Die einzelnen Lieder klingen dabei auch heute noch frisch und modern, man hört ihnen das Alter nicht an. Eindeutig ein Qualitätsmerkmal guter Musik, die einfach zeitlos bleibt – auch noch nach einigen Jahrzehnten des Entstehens.

Fazit: „Castle Master Collection“ ist eines der vielen Kompilationsalben der englischen Band 10cc, auf der man überzeugenden Art Rock und Art Pop hören kann. Trotzdem kann man dieser Veröffentlichung keine hohe Bewertung einräumen, weil sie einfach sinnlos ist und willkürlich Lieder aus den ersten beiden Platten der Band zusammengefasst wurden. Ist man an der Musik von 10cc interessiert, lohnt sich definitiv der Kauf der Originalalben, denn damit kann man deutlich besser in die musikalische Welt der Engländer eintauchen und letztendlich selbst entscheiden, welches die eigenen Favoriten der beiden ersten Alben von 10cc sind. Also keine Bewertung der Musik, sehr viel eher dieser sinnlosen Veröffentlichung. Vier Punkte.

Anspieltipps: Old Wild Man, Clockwork Creep



Donnerstag, 21. Dezember 2017

Simon And Garfunkel – The Definitive Simon And Garfunkel




Simon And Garfunkel – The Definitive Simon And Garfunkel


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Columbia Records


Erscheinungsdatum: 1992 (Musik von 1964 - 1970)


Stil: Rock, Progressive Rock


Trackliste:

1. Wednesday Morning, 3 A.M. (2:12)
2. The Sound Of Silence (3:03)
3. Homeward Bound (2:26)
4. Kathy's Song (Live) (3:23)
5. I Am A Rock (2:50)
6. For Emily, Whenever I May Find Her (Live) (2:14)
7. Scarborough Fair / Canticle (3:07)
8. The 59th Street Bridge Song (Feelin' Groovy) (1:38)
9. Seven O'Clock News / Silent Night (1:58)
10. A Hazy Shade Of Winter (2:17)
11. El Condor Pasa (If I Could) (3:08)
12. Mrs. Robinson (3:54)
13. America (3:32)
14. At The Zoo (2:21)
15. Old Friends (2:33)
16. Bookends Theme (1:22)
17. Cecilia (2:50)
18. The Boxer (5:09)
19. Bridge Over Troubled Water (4:49)
20. Song For The Asking (1:49)

Gesamtspieldauer: 56:46




Das US-amerikanische Sänger- und Songwriter Duo Simon & Garfunkel hat seit dem Jahr 1964 fünf Studioalben, fünfzehn Kompilationsalben, vier Live-Platten, eine EP (Extended Play) sechsundzwanzig Singles, einen Soundtrack sowie vier Boxen veröffentlicht. Schon sehr beeindruckend, was man aus fünf Alben mit jeweils einer Laufzeit um die halbe Stunde alles herausholen kann. „The Definitive Simon And Garfunkel“ ist eines jener fünfzehn Kompilationsalben, enthält zwanzig Titel unter denen sich auch alle der bekanntesten Nummern des Duos befinden und wurde im Jahr 1992 auf dem Plattenlabel Columbia Records veröffentlicht.

Einige Ohrwürmer, um die man im Laufe eines Lebens in der westlichen Welt kaum herumkommt, befinden sich auf diesem „Best Of…“-Album. „The Sound Of Silence”, „Scarborough Fair”, „El Condor Pasa”, „Mrs. Robinson” oder auch „The Boxer“, um nur einige zu nennen. All diese Titel sind enthalten, neben anderen mehr oder weniger berühmten Stücken. Dies ist auch ein Unterscheidungsmerkmal der verschiedenen Kompilationsveröffentlichungen. Während die bekannten „Hits“ immer vorhanden sind, unterschieden sich die jeweiligen Platten immer in der Zusammenstellung der etwas unbekannteren Titel. Verkauft haben sich diese Alben allesamt gut, sodass vor allen Dingen Paul Simon, der die allermeisten Lieder schrieb, bei etwaigen Geldsorgen nur solch eine neue Veröffentlichung in Auftrag geben muss, und es läuft wieder.

Sanften und weichen Pop bis Folk hört man bei Simon And Garfunkel. Viele der Lieder gehen ins Ohr und werden dort zu Ohrwürmern. Das Schöne an der Musik von Simon And Garfunkel ist dabei auch, dass man diese immer wieder hören kann. Auch nach jetzt bald 50 Jahren seit der Entstehung der Lieder, wirken sie immer noch. Dies gilt nicht für jeden Titel, doch zumindest für sehr viele, der hier auf „The Definitive Simon And Garfunkel“ enthaltenen Nummern.

Fazit: Pop der 60er, Folk, Oldie, ganz egal wie man die Musik der beiden US-Amerikaner umschreibt, sie bleibt immer melodiös, eingängig, sanft und weich. Und sie geht vor allen Dingen ins Ohr. Man benötigt dazu jedoch keine zig Kompilationsalben, um in die musikalische Welt des Duos eintauchen zu können. Eines genügt im Grunde genommen, denn auf allen sind die „Hits“ der beiden vertreten. Der Rest ist dann eher die Auswahl einer Marketingabteilung und muss nicht mehr unbedingt mit dem eigenen Geschmack übereinstimmen. Nichtsdestotrotz, „schön“ klingen Simon And Garfunkel immer. Elf Punkte.

Anspieltipps: The Sound Of Silence, Scarborough Fair, El Condor Pasa, Mrs. Robinson



Samstag, 9. Dezember 2017

Vangelis – 1492 - Conquest Of Paradise




Vangelis – 1492 - Conquest Of Paradise


Besetzung:

Vangelis – all instruments


Gastmusiker:

Bruno Manjarres – spanish guitar, voices
Pepe Martinez – spanish guitar, voices
Francis Darizcuren – mandolin, violin
Didier Malherbe – flutes
Guy Protheroe – vocals
English Chamber Coir


Label: Atlantic Records


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Soundtrack, Instrumentalmusik


Trackliste:

1. Opening (1:22)
2. Conquest Of Paradise (4:48)
3. Monastery Of La Rábida (3:38)
4. City Of Isabel (2:16)
5. Light And Shadow (3:46)
6. Deliverance (3:28)
7. West Across The Ocean Sea (2:53)
8. Eternity (1:59)
9. Hispañola (4:56)
10. Moxica And The Horse (7:06)
11. Twenty Eighth Parallel (5:14)
12. Pinta, Niña, Santa María (Into Eternity) (13:20)

Gesamtspieldauer: 54:52




„1492 - Conquest Of Paradise“ ist das vierundzwanzigste Album des griechischen Komponisten Evangelos Odysseas Papathanassiou, der den meisten wohl eher unter seinem Künstlernamen Vangelis bekannt sein dürfte. Gleichzeitig ist das Album der neunte Soundtrack, den Vangelis zu einem Film beisteuerte und veröffentlichte. Auf „1492 - Conquest Of Paradise“ arbeitete Vangelis erneut mit Regisseur Ridley Scott zusammen, für dessen Film „Blade Runner“ aus dem Jahr 1982 er ebenfalls den Soundtrack komponierte. Der Soundtrack und die im Film verwendete Musik unterschieden sich im Falle von „1492 - Conquest Of Paradise“ jedoch deutlich.

„1492 - Conquest Of Paradise“ klingt sehr intensiv, zum Teil auch fast schon martialisch. Das bekannteste Lied des Soundtracks dürfte das Titellied „Conquest Of Paradise“ sein. Genau wie der Film wenig Zuschauer anlockte, so verkaufte sich auch der Soundtrack zunächst wenig erfolgreich. Das änderte sich allerdings, als der deutsche Boxer Henry Maske das Lied „Conquest Of Paradise“ Ende des Jahres 1994 für den Einmarsch in den Ring bei einem seiner Weltmeisterschaftskämpfe verwendete. Das Lied stand danach elf Wochen lang auf Platz Eins der deutschen Single-Charts. Im Sog dieses Erfolgs verkaufte sich nun auch das ganze Soundtrack-Album deutlich besser.

Die Musik ist oftmals dicht, seltener klingt es auch mal sphärischer. Jedes Lied auf der Platte geht gut ins Ohr, ist melodiös und eingängig gehalten. Man kann die einzelnen Stücke auch ganz herausgelöst aus dem Gesamtzusammenhang hören, da sie sehr wohl einzeln wirken. Im weiteren Verlauf der Platte klingt es dann allerdings manchmal etwas experimenteller, was wohl daran liegt, dass die entsprechenden Bilder zu den filmischen Szenen nicht gesehen werden können. Trotzdem lässt sich alles – im Gegensatz zu manch anderem Soundtrack – auch gut ohne bildliche Untermalung anhören. Die Musik klingt intensiv und wirkt.

Fazit: „1492 - Conquest Of Paradise“ ist ein Soundtrack-Album zum gleichnamigen Film. Die Musik vom griechischen Komponisten Vangelis klingt dicht gepackt und wirkt auch ohne den Film, dessen musikalische Untermalung sowieso stark vom Soundtrack abweicht. Berühmtestes Lied ist jenes, welches der Boxer Henry Maske zu seinem Einlauflied auserkor, das Titellied „Conquest Of Paradise“. Acht Punkte.

Anspieltipps: Conquest Of Paradise, Monastery Of La Rábida



Montag, 4. Dezember 2017

Lionel Richie – Back To Front




Lionel Richie – Back To Front


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Motown Records


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Soul, R&B, Pop


Trackliste:

1. Do It To Me (6:04)
2. My Destiny (4:49)
3. Love, Oh Love (5:48)
4. All Night Long (4:19)
5. Easy (4:17)
6. Still (3:46)
7. Endless Love (4:28)
8. Running With The Night (4:09)
9. Dancing On The Ceiling (4:22)
10. Sail On (4:00)
11. Hello (4:09)
12. Truly (3:21)
13. Penny Lover (3:46)
14. Stuck On You (3:10)
15. Say You, Say Me (4:02)
16. Three Times A Lady (3:37)

Gesamtspieldauer: 1:08:15



„Back To Front“ heißt das erste Kompilationsalbum des US-amerikanischen Musikers Lionel Richie. Es erschien auf dem Plattenlabel Motown Records am 5. Mai des Jahres 1992. „Back To Front“ ist ein Album, welches die Höhepunkte aus der Kariere des Lionel Richie bis zu diesem Zeitpunkt wiedergibt. Es sind Lieder aus seinem Solo-Schaffen, wie aus seiner Zeit bei den Commodores enthalten. Dazu gibt es noch drei neue Titel, diese befinden sich alle am Anfang des Albums, es sind die ersten drei Stücke.

Die Lieder „Easy“, „Still“, „Sail On“ sowie „Three Times A Lady“ stammen aus seiner Zeit bei den Commodores, die restlichen Nummern entspringen den Solo-Werken des Lionel Brockman Richie Jr., wie er mit vollem Namen heißt. Insgesamt sechszehn Lieder gibt es auf „Back To Front“ zu hören, die allesamt im Bereich zwischen Soul, R&B sowie Pop angesiedelt sind. Mal schlägt das musikalische Genre mehr in diese, mal in jene Richtung aus. Niemals klingt die Musik des Lionel Richie rockig, dagegen immer irgendwie relaxt, unaufgeregt und sehr entspannt.

Die Höhepunkte des Albums sind gleichzeitig die größten Hits des Lionel Richie und der Commodores. Das wären die Nummern „All Night Long“, „Easy“, „Running With The Night“, „Dancing On The Ceiling“, „Hello“ sowie „Say You, Say Me“. Alles sechs Lieder, die ins Ohr gehen und auch, wenn man sich der Musik immer eher von der rockigeren Seite nähert, einen gewissen Wiedererkennungswert besitzen. Wird das Ganze zu soulig, wie beim schmachtenden „Still“ oder dem Duett mit Diana Ross, „Endless Love“, dann wird es allerdings sehr schwierig und man muss sich zwingen, die Fernbedienung nicht zur Hand zu nehmen, um diese Lieder zu überspringen.

Fazit: Auf dem Kompilationsalbum „Back To Front“ von Lionel Richie gibt es einige bekannte Lieder zu entdecken. Ein reines „Best Of…“-Album ist es allerdings nicht, da am Beginn der Scheibe drei neue Lieder zu hören sind. Ansonsten erklingen auf dem Album die wichtigsten Hits des Lionel Richie aus seinen Solo-Werken und seiner Zeit bei den Commodores, bis eben zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Albums. Für Lionel Richie Fans sicherlich ein Ärgernis, wenn man die anderen Alben schon besitzt und für drei neue Lieder ein weiteres ganzes Album kaufen soll. Allen anderen wird hier ein ganz guter Überblick über die Musik des Lionel Richie geboten. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Running With The Night, Dancing On The Ceiling, Hello



Freitag, 24. November 2017

Elton John – The One




Elton John – The One


Besetzung:

Elton John – keyboards, vocals


Gastmusiker:

Davey Johnstone – guitar (2-5, 7-9, 11), backing vocals (7, 9)
David Gilmour – guitar on "Understanding Women"
Olle Romo – drums, percussion, drum programming
Pino Palladino – bass guitar (1-8, 10, 11)
Mark Taylor – keyboards (1-3, 6, 7)
Guy Babylon – keyboards and programming (2-5, 7-11)
Adam Seymour – guitar (1, 2, 6, 7)
Eric Clapton – guitar and vocals on "Runaway Train"
Nigel Olsson – backing vocals (7, 9)
Kiki Dee – backing vocals (7, 9, 10)
Jonice Jamison – backing vocals (4)
Carole Fredericks – backing vocals (4)
Beckie Bell – backing vocals (4)


Label: Phonogram


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Pop


Trackliste:

1. Simple Life (6:26)
2. The One (5:53)
3. Sweat It Out (6:38)
4. Runaway Train (5:23)
5. Whitewash County (5:30)
6. The North (5:15)
7. When A Woman Doesn't Want You (4:55)
8. Emily (4:58)
9. On Dark Street (4:43)
10. Understanding Women (5:03)
11. The Last Song (3:20)

Gesamtspieldauer: 58:07



„The One“ ist bereits das 23. Studioalbum des englischen Musikers Elton John. Es war Elton Johns erste Veröffentlichung nach seinem Drogenentzug und der Behandlung seiner Bulimie im Jahr 1990. Veröffentlicht wurde „The One” am 22. Juni des Jahres 1992 auf dem Plattenlabel Phonogram. Das Cover-Konzept entwarf Gianni Versace für Elton John und „The One” ist Vance Buck gewidmet. Vance Buck war ein naher Freund und ehemaliger Liebhaber von Elton John, der nur wenige Tage nach der Veröffentlichung, am 6. Juli 1992, an den Folgen seiner AIDS-Erkrankung verstarb.

Das Album kletterte im Vereinigten Königreich bis auf Platz 2 der Charts, erreichte die Spitze dieser unter anderem in Deutschland, Italien und Frankreich, kletterte bis auf Platz 8 der US Billboard Charts und verkaufte sich allein in den USA über zwei Millionen Mal. Einige bekannte Musiker sind auf „The One“ neben Elton John zu hören. Beim Lied „Runaway Train“ singt Eric Clapton ein Duett mit Elton John und spielt hier auch die Gitarrenparts ein. David Gilmour hört man ebenfalls an der Gitarre auf dem Titel „Understanding Women“. Zudem hat Kiki Dee auf dem Album mehrere Auftritte, die mit Elton John in den 70ern den Hit „Don't Go Breaking My Heart” hatte. Bei einigen Titeln singt sie im Hintergrundchor mit.

„The One“ ist ein Pop-Album geworden, welches keine großartigen Höhepunkte aufweist. Titel, die man sofort mit Elton John in Verbindung bringen würde, fehlen hier. Man hört auf „The One“ mehr oder weniger melodiöse Pop-Stückchen, die ab und an auch funky klingen. Leider tröpfelt die Scheibe beim Hören ein wenig durch, man wundert sich zunächst über die Stille, die Eintritt, nachdem die Musik des Albums verklungen ist. Er jetzt wird man gewahr, dass das Album vorbei ist. Somit gab es keinen Anlass, zwischenzeitlich aufzuhorchen, gespannter zuzuhören.

In meinen Ohren langweilt die Musik eher, als dass sie unterhalten würde. Von daher ist es auch gar nicht einfach, hier Höhepunkte herauszuheben, die sich wahrlich lohnen gehört zu werden. Nun, am ehesten erwähnenswert sich vielleicht noch das Titellied „The One“ und das Duett mit Eric Clapton, „Runaway Train“. Beides jedoch ebenfalls keine wirklichen Hits. Ansonsten läuft das Album durch, klingt manchmal sogar ein wenig „überzuckert“ und hinterlässt nichts.

Fazit: Unaufgeregten, unspektakulären und manchmal auch leider langweiligen Pop gibt es auf „The One“ von Elton John zu hören. In den Kompositionen des Elton John finden sich einige Ohrwürmer, diese sucht man auf dieser Veröffentlichung allerdings vergebens. Hörerinnen und Hörer, die auf Pop stehen und vor allen Dingen die Stimme des Elton John mögen, dürften an dieser Scheibe allerdings durchaus ihre Freude haben. In meinem Fall gibt es deutlich bessere Musik, mit der ich meine Zeit verbringen kann. Geschmackssache eben. Fünf Punkte.

Anspieltipps: The One, Runaway Train



Sonntag, 12. November 2017

Various Artists – Metallization




Various Artists – Metallization


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Castle Communications


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Hard Rock, Heavy Metal


Trackliste:

CD1:

1. Black Sabbath – Paranoid (2:48)
2. Uriah Heep – Easy Livin' (2:36)
3. Girlschool – Race With The Devil (2:52)
4. Atomic Rooster – Sleeping For Years (5:27)
5. Juicy Lucy – Midnight Rider (3:15)
6. Gary Moore – Run To Your Mama (4:42)
7. Motörhead – Overkill (5:11)
8. Magnum – Kingdom Of Madness (4:27)
9. Blue Öyster Cult – Born To Be Wild (6:35)
10. Motörhead – Killed By Death (4:35)
11. Girlschool – Tonight – (2:34)
12. Atomic Rooster – People You Can't Trust (3:50)
13. Hawkwind – Space Chase (3:08)
14. Motörhead – Bomber (3:39)


CD2:

1. Motörhead – Ace Of Spades (2:47)
2. Hawkwind – Shot Down The Night (7:43)
3. Angel Witch – Sweet Danger (3:05)
4. Gary Moore – Don't Let Me Be Misunderstood (3:35)
5. Uriah Heep – Love Machine (3:37)
6. Black Sabbath – Iron Man (5:53)
7. Magnum – The Teacher (3:21)
8. Girlschool – Kick It Down (3:01)
9. Tempest – Living In Fear (4:17)
10. Angel Witch – Devil's Tower (2:23)
11. Robin George – Heartline (3:15)
12. Black Sabbath – Sabbath Bloody Sabbath (5:40)
13. Uriah Heep – Return To Fantasy (5:46)
14. Motörhead – Capricorn (4:05)
15. Status Quo – Ice In The Sun (2:09)


CD3:

1. Uriah Heep – Gypsy (6:38)
2. Juicy Lucy – Who Do You Love (3:01)
3. Headgirl (Mötorhead & Girlschool) – Please Don't Touch (2:49)
4. Magnum – Walking The Staight Line (4:51)
5. Gary Moore – Nuclear Attack (5:08)
6. Girlschool – Hit & Run (3:06)
7. Angel Witch – Free Man (4:43)
8. Atomic Rooster – Space Cowboy (3:19)
9. Motörhead – Iron Fist (2:51)
10. Magnum – The Battle (2:09)
11. Girlschool – (I'm Your) Victim (2:42)
12. Tempest – Up And On (4:20)
13. Uriah Heep – Spider Woman (2:25)
14. Black Sabbath – Black Sabbath (6:17)

Gesamtspieldauer CD1 (55:46) und CD2 (1:00:44) und CD3 (54:24): 2:50:54



Im Jahr 1992 erschien auf dem Label Castle Communications das Kompilationsalbum „Metallization“. Auf dieser drei CDs umfassenden Zusammenstellung bekommt man jede Menge Hard Rock und Heavy Metal geboten. Auf diesen drei Scheiben befinden sich insgesamt 42 mehr oder weniger bekannte Lieder von hauptsächlich doch bekannteren Bands und Musikern.

Die Auswahl an verschiedenen Bands ist da schon deutlich geringer, denn die meisten Formationen sind hier deutlich öfters als einmal zu hören. Motörhead ist gleich sechsmal vertreten, Hawkwind zweimal, Uriah Heep fünfmal, Black Sabbath viermal, Magnum viermal, Girlschool fünfmal, Gary Moore dreimal und so weiter. Allen diesen Bands und Künstlern ist gemein, dass sie ordentlich rocken. Auf „Metallization“ findet sich also nichts für eher zartbesaitete Charaktere, sondern sehr viel eher Musik für Freunde der Headbanging-Fraktion, die auf Schnelligkeit und Härte in der Musik stehen. Viele Kompromisse werden auf dieser Kompilation auch nicht gemacht, sanfte Töne sucht man hier vergebens.

Bei 42 Titeln könnte man meinen, dass man einen breiten Überblick über die Heavy Metal Szene und deren Musik erhält. Dem ist aufgrund des meist mehrmaligen Auftretens der Bands allerdings nicht so. Dafür bekommt man jedoch einen schönen Überblick über die Bands selbst, die sich durchaus musikalisch voneinander unterscheiden. Somit kann man mit diesem umfangreichen Kompilationsalbum sehr gut austesten, in welcher Ecke der eher harten Musik die eigenen Interessen und Vorlieben liegen.

Fazit: Man bekommt mit der Zusammenstellung „Metallization“ sehr gut die Unterschiede verschiedener Bands dargeboten, kann seine Favoriten entdecken und vielleicht über die Originalalben noch tiefer in deren Musik einsteigen. Wer auf Heavy Metal und Hard Rock steht, wird die meisten Titel dieses Kompilationsalbums wahrscheinlich kennen, sicherlich jedoch nicht alle. Da es die drei Scheiben im Verbund auch sehr günstig zu erwerben gibt, könnte sich somit der Erwerb auch für den Heavy Metal Fan lohnen. Neun Punkte.

Anspieltipps: Overkill, Kingdom Of Madness, Heartline, Return To Fantasy



Donnerstag, 17. August 2017

Shiny Gnomes – Yours Gnomefully (A Trip Through The Gnomes’ Empire. Vol. 1)




Shiny Gnomes – Yours Gnomefully (A Trip Through The Gnomes’ Empire. Vol. 1)


Besetzung:

Limo – vocals, acoustic & electric guitars, tremolo guitar, fuzzguitar, shenais, trumpet, clarinet, barking
Gasi – grand piano, organ, strings, sampling, synthesizer, keyboards, noise oscillator
Hanz – bass, acoustic guitar, backing vocals, phantom drums, jews harp, mouth harp, fuzzbass
Mikk – drums, tambourine, congas, percussion, rotodrums
Ufo – drums, sampling, fuzzbass, guitarloop, shenais, amplified baking plate, percussion


Gastmusiker:

Martin Englert – violin
Buddha – congas, tables
Hank Mustapha – psychozouki, violin
Rick Lloyd – celestial choir
Hereward Kaye – celestial choir
Riff Ranshi Baclahara – sitar
Dave Young – acoustic guitar
Mrs. Fit – whisper & backing vocals, electric violin


Label: Roof Records


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Rock, Psychedelic Rock


Trackliste:

1. Cowboys Of Peace (5:27)
2. Wind Of Your Smile (4:42)
3. Lazing At Desert Inn (4:03)
4. Love Torture (3:48)
5. What Ulli Says (5:28)
6. Liquid Ladder (4:13)
7. Shiver With Cold (4:35)
8. Celestial Gymnasium (3:52)
9. Euphoria Machine (5:21)
10. Funny Nightmares (2:39)
11. Hello Darkness (4:08)
12. Hey Hey Don't Get Away (5:22)
13. Cryptic Tones (2:40)
14. Her Dog (3:06)
15. Wild Spells (2:30)
16. Wild Spells (Reprise) (3:05)

Gesamtspieldauer: 1:05:08




Seit 1985 veröffentlichte die Nürnberger Band Shiny Gnomes in regelmäßigen Abständen Platten. Im Jahr 1992 war es dann soweit, dass ein erstes Kompilationsalbum veröffentlicht wurde, welches die ersten sieben Jahre der Bandgeschichte nochmals zusammenfasste. Rock und Folk mit einigen psychedelischen Einschüben ist auf „Yours Gnomefully“ zu hören, einem „Best Of…“-Album, welches auch noch die Unterschrift „A Trip Through The Gnomes’ Empire. Vol. 1“ trägt. Veröffentlicht wurde das Album auf dem Plattenlabel Roof Records. Ein „Volume 2“ wurde bisher übrigens nicht nachgeschoben.

Diesem Album zu lauschen macht eine ganze Menge Laune. Abwechslungsreichen Rock gibt es hier zu hören, womit einmal mehr bewiesen wäre, dass gute Rockmusik auch aus deutschen Landen kommen kann. Gerade dieser psychedelische Einfluss in der Musik der Shiny Gnomes macht die Lieder zu etwas Besonderem, zu keiner 08/15-Ware. Dazu gesellen sich sogar kleinere Country- und Western-Anleihen, was den Titeln auf diesem Kompilationsalbum weitere Abwechslung verleiht.

Viele der Lieder auf „Yours Gnomefully (A Trip Through The Gnomes’ Empire. Vol. 1)“ gehen gut ins Ohr. Das Lied „Lazing At Desert Inn“ ist gar ein richtiger Ohrwurm, der auch jetzt noch, dreißig Jahre nach seiner Entstehung, nichts von seiner Eingängigkeit verloren hat – selbst wenn man das Lied schon sehr oft hörte. Weitere Höhepunkte sind der etwas folkige Opener „Cowboys Of Peace“, das ebenfalls sehr eingängige und sanfte „Hello Darkness“ sowie die eher etwas psychedelische Nummer „Liquid Ladder“. Letztere Nummer, weil sie zusätzlich, neben einem etwas experimentellen Ansatz, sehr gut die Abwechslung in der Musik der Shiny Gnomes widerspiegelt.

Fazit: Sehr interessant und abwechslungsreiche Musik präsentieren die Shiny Gnomes auf „Yours Gnomefully (A Trip Through The Gnomes’ Empire. Vol. 1)“. Alternative Rock, Folk und Psychedelic Rock gibt es hier zu hören. Vieles davon geht gut ins Ohr und wirkt nach, anderes klingt etwas verschroben und experimentell und erweitert damit das musikalische Spektrum der Band, was die Scheibe noch spannender werden lässt. Alles glücklicherweise kein Mainstream. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Cowboys Of Peace, Lazing At Desert Inn, Hello Darkness