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Montag, 18. September 2023

Gary Jules – Trading Snakeoil For Wolftickets

 



Gary Jules – Trading Snakeoil For Wolftickets


Besetzung:

Gary Jules – vocals, guitars, mandolin, harmonica


Gastmusiker:

Michael Andrews – guitars, bass, vocals, piano, keyboards, melodica, drums, percussion
Sarah Brysk – vocals
Robert Walter – piano
Al Sgro – vocals
George Sluppick – drums (tracks 2 and 9)
Matt Lynott – drums (tracks 1 and 11)




Erscheinungsjahr: 2001


Stil: Folk, Pop


Trackliste:

1. Broke Window (2:40)
2. No Poetry (3:57)
3. DTLA (3:39)
4. Lucky (1:54)
5. Something Else (4:25)
6. Pills (2:21)
7. Boat Song (4:07)
8. Umbilical Town (3:56)
9. The Princess Of Hollywood Way (3:55)
10. Patchwork G (3:28)
11. Barstool (5:03)
12. Mad World (3:04)
13. Keep (5:26)

Gesamtspieldauer: 48:01



„Trading Snakeoil For Wolftickets“ heißt das zweite Studioalbum des US-amerikanischen Musikers Gary Jules. Das Album wurde im Jahr 2001 auf dem Plattenlabel Sanctuary Records veröffentlicht. Trotz des Erscheinungsdatums dauerte es drei Jahre, bis sich „Trading Snakeoil For Wolftickets“ sowohl im Vereinigten Königreich, als auch in den USA in die Charts platzieren konnte. Das lag sicherlich am Tears For Fears-Cover „Mad World“, welches auf dem Album enthalten ist. Das Lied nahm Gary Jules für den Film Donnie Darko auf, der im Jahr 2001 erschien und Teil dessen Soundtracks es ist. Doch erst im Jahr 2003 veröffentlichte Gary Jules das Lied schließlich zur Vorweihnachtszeit auch als Single, wodurch es sich in den Charts platzieren konnte.

Manche Lieder klingen in den Cover-Versionen einfach besser als im Original. Das ist zwar nicht allzu häufig der Fall, manches Mal aber eben doch. Als Beispiel fällt mir hier das grandiose „Hurt“ in der Version des Johnny Cash ein und eben jenes „Mad World“. Es ist in der Tears For Fears Version ein gutes Lied, bei Gary Jules wird es zu einem besonderen Lied mit absolutem Wiedererkennungswert. Klasse.

Und der Rest von „Trading Snakeoil For Wolftickets“? Der ist in Ordnung, allerdings reicht die Musik, die restlichen zwölf Titel nicht an dieses „Mad World“ heran. Man hört auf „Trading Snakeoil For Wolftickets“ sanfte Musik, die auch durchaus ins Ohr geht. Im Zentrum steht zumeist die akustische Gitarre und der sanfte Gesang des Gary Jules. Das klingt gut und unterhält zudem, auch findet sich kein Ausfall auf dem Album, sodass man es sehr schön in einem Durchhören kann und immer wieder gerne hinhört. Vom Genre her bewegen sich die Lieder zumeist im Bereich des Folk. Nach dem Hören, auch dem wiederholten Mal des Hörens, bleibt allerdings doch nur „Mad World“ im Ohr.

Fazit: „Trading Snakeoil For Wolftickets“ von Gary Jules ist ein sanftes und schönes Album geworden. Es wird durch die Cover-Version von „Mad World“ sehr aufgewertet. Denn während der Rest des Albums nett oder gut klingt, überdauert dieses „Mad World“ eine sehr viel längere Zeit im Ohr. Neun Punkte.

Anspieltipps: Umbilical Town, Mad World



Mittwoch, 29. Juli 2020

Stone Temple Pilots – Shangri-La Dee Da




Stone Temple Pilots – Shangri-La Dee Da


Besetzung:

Scott Weiland – lead vocals, keyboards (tracks 2,8,9)
Dean DeLeo – guitar
Robert DeLeo – bass, backing vocals, percussion (tracks 4,5, 7), guitar (tracks 4,5), acoustic guitar (tracks 5,7,12), keyboards (tracks 5,7), piano (track 6), autoharp (track 10), electric sitar (track 11)
Eric Kretz – drums, percussion (tracks 4,9,10,12), keyboards (track 5), banjo (track 10)


Gastmusiker:

Brendan O'Brien – keyboards (tracks 2,6,7,10), percussion (tracks 2,4,8,11)


Label: Atlantic Records


Erscheinungsjahr: 2001


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Dumb Love (2:50)
2. Days Of The Week (2:35)
3. Coma (3:41)
4. Hollywood Bitch (2:43)
5. Wonderful (3:47)
6. Black Again (3:26)
7. Hello It‘s Late (4:22)
8. Too Cool Queenie (2:47)
9. Regeneration (3:55)
10. Bi-Polar Bear (5:04)
11. Transmissions From A Lonely Room (3:15)
12. A Song For Sleeping (4:15)
13. Long Way Home (4:32)

Gesamtspieldauer: 47:19




„Shangri-La Dee Da“ heißt das fünfte Studioalbum der US-amerikanischen Rock Band Stone Temple Pilots. Es wurde am 19. Juni 2001 auf dem Plattenlabel Atlantic Records veröffentlicht. Die Lieder auf „Shangri-La Dee Da“ spielten auf späteren Auftritten der Band nur selten eine Rolle, wurden kaum live gespielt. Auch verkaufte sich das Album deutlich schlechter, als die Vorgängerplatten – immerhin wurde es in den USA jedoch immer noch mit „Gold“ ausgezeichnet. Die beiden Lieder „Days Of The Week“ und „Hollywood Bitch“ erschienen als Singles und erreichten im ersten Fall Platz 4 der Mainstream Rock Tracks, „Hollywood Bitch“ schaffte es bis auf Platz 25 derselben Charts.

Auf „Shangri-La Dee Da“ hört man ziemlich unaufgeregten Alternative Rock, der mal etwas härter, mal etwas sanfter klingt. Diese Abwechslung macht das Album insgesamt noch interessant, besonders oder außergewöhnlich klingt die Scheibe allerdings nicht mehr. Lieder, die hervorstechen und sofort ins Ohr gehen fehlen auf dem Album. Die Melodien sind da, verstehen aber nicht zu packen und mitzureißen.

So ist es dem entsprechend auch schwierig, die Höhepunkte auf „Shangri-La Dee Da“ zu benennen, denn es gibt sie eigentlich nicht. Deswegen ist das Album sicherlich keine schlechte Scheibe geworden, allerdings auch keine Lieblingsplatte. Gut gemachter und solider Alternative Rock, der ein wenig durchläuft und man ist beim Hören plötzlich überrascht, wenn die Platte ausklingt. War da was?

Ursprünglich war wohl sogar geplant, mit diesem und weiterem Liedmaterial ein Doppelalbum zu veröffentlichen. Das wäre dann definitiv des „Guten“ zu viel gewesen und nochmals langweiliger geworden. Durch den für ein Album der Stone Temple Pilots eher mäßigen kommerziellen Erfolg gab es weniger Unterstützung durch die Plattenfirma. Auch gab es Gerüchte um eine Auseinandersetzung zwischen Dean DeLeo und Scott Weiland nach der letzten Show der Herbsttournee im Jahr 2002, sodass sich die Band Ende des Jahres auflöste und die Musiker sich Solo-Projekten zuwandten. 2008 sollte es dann zur Wiedervereinigung kommen.

Fazit: Das Album „Shangri-La Dee Da“ der Stone Temple Pilots ist kein essentielles der Band. Alternative Rock der eher durchschnittlichen Art gibt es darauf zu hören. Die Band schien an Kreativität eingebüßt zu haben und löste sich im darauffolgenden Jahr auch auf. „Shangri-La Dee Da“ bleibt ein eher durchschnittliches Album mit dreizehn durchschnittlichen Titeln. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Hollywood Bitch



Samstag, 1. Juni 2019

Antimatter – Saviour




Antimatter – Saviour


Besetzung:

Duncan Patterson – bass guitar, acoustic guitar, electric guitar, keyboards, programming
Mick Moss – bass guitar, acoustic guitar, electric guitar, keyboards, vocals


Gastmusiker:

Michelle Richfield – guest vocals on tracks 1, 2, 3, 4, 6, 8
Hayley Windsor – guest vocals on tracks 5, 6, 7, 9
Brian Moss – sampling
Les Smith – sampling
Mags – lead guitar on "Going Nowhere"


Label: Prophecy Productions


Erscheinungsjahr: 2001


Stil: Art Rock, Trip Hop, Independent Rock


Trackliste: 

1. Saviour (3:07)
2. Holocaust (4:25)
3. Over Your Shoulder (4:40)
4. Psalms (3:41)
5. God Is Coming (5:28)
6. Angelic (4:34)
7. Flowers (5:11)
8. The Last Laugh (5:04)
9. Going Nowhere (7:58)
10. Over Your Shoulder (Acoustic) (3:40)

Gesamtspieldauer: 47:54



„Saviour” nannten die beiden Engländer Duncan Patterson, vormals Bassist von Anathema und Mick Moss das Debut-Album ihrer Band Antimatter. Dieses erschien am 4. September 2001 auf dem Plattenlabel Prophecy Productions und enthält eine sehr intensive musikalische Mixtur aus Art Rock, Trip Hop und Independent Rock.

Es sind die Stimmungen und Atmosphären, die diese Platte zu einer machen, die auch längerfristig nachhallt. Die Musik auf „Saviour” klingt düster bis dunkel, hält für die Hörerin und den Hörer weniger Eingängiges und Melodiöses parat. Allerdings gibt es diese Stellen selbstverständlich ebenfalls auf dem Album, wie bei den Liedern „Angelic“ und „Flowers“ zu hören ist. Mehr jedoch sind es sehr intensive Klangwelten, die das Ohr umgarnen und dabei eine mystisch traurige Atmosphäre hervorzaubern, die den eigenen Blues noch verstärken ohne sich dabei zerstörerisch zu generieren. Auch das Wechselspiel im Gesang, bestehend aus zwei Gast-Sängerinnen und Mick Moss, unterstreicht die Stimmung der Scheibe und trägt zudem zur Abwechslung auf „Saviour” bei.

Für den besonders schwebenden und stimmungsvollen Moment auf dem Album steht der Titel „Going Nowhere“. Im Gegensatz zum unaufhaltsam hektischen Geticke einer Uhr hört man zeitgleich harmonische, sphärische und absolut unaufgeregte Klangwelten, die das Voranschreiten der Uhr herrlich konterkarieren und einen Widerspruch so in Szene setzen, dass dieser zu einer stimmungsvollen und logischen Einheit zu verschmelzen scheint. Keine Gegensätze mehr, sondern sich ergänzende gegensächliche Strömungen sind auf „Going Nowhere“ zu hören, die wunderbar sanft instrumentiert schließlich ein überzeugendes Ganzes bilden.

Fazit: Das Debüt-Album von Antimatter zeigt durchaus den Weg vor, den die Band in Zukunft gehen sollte. Sanfte, oftmals sehr melodische und immer wieder höchst fragil klingende Musik, die sehr atmosphärisch aus den Boxen fließt und Räume ausfüllt. Die Stimmung auf „Saviour” ist eine eher dunkle und traurige, wie geschaffen dafür, sich in süßer Melancholie zu wiegen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Angelic, Flowers, Going Nowhere



Mittwoch, 13. Februar 2019

Yann Tiersen – Le Fabuleux Destin d’Amélie Poulain




Yann Tiersen – Le Fabuleux Destin d’Amélie Poulain


Besetzung:

Yann Tiersen – piano, toy piano, carillon, banjo, mandolin, guitar, harpsichord, vibraphone, accordion, bass, melodica


Gastmusiker:

Ensemble Orchestral Synaxis – orchestra on "Les Jours tristes" and "À quai"
Christine Ott – ondes Martenot on "À quai"
Christian Quermalet – drums on "Les Jours tristes"




Erscheinungsjahr: 2001


Stil: Moderne Klassik, Musette, Soundtrack


Trackliste:

1. J‘y suis jamais allé (1:34)
2. Les jours tristes (3:03)
3. La Valse d‘Amélie (2:15)
4. Comptine d‘un autre été: L‘après-midi (2:20)
5. La Noyée (2:03)
6. L‘Autre valse d‘Amélie (1:33)
7. Guilty (3:13)
8. À quai (3:32)
9. Le Moulin(4:27)
10. Pas si simple (1:52)
11. La Valse d‘Amélie (Orchestral Version) (2:00)
12. La Valse des vieux os (2:20)
13. La Dispute (4:15)
14. Si tu n‘étais pas là (3:29)
15. Soir de fête (2:55)
16. La Redécouverte (1:13)
17. Sur le fil (4:23)
18. Le Banquet (1:31)
19. La Valse d‘Amélie (Piano Version) (2:38)
20. La Valse des monstres (3:39)

Gesamtspieldauer: 54:24



„Le Fabuleux Destin d’Amélie Poulain“ heißt der Soundtrack zum gleichnamigen Kino-Film aus dem Jahr 2001 mit Audrey Tautou in der Hauptrolle als Amélie. Den Soundtrack zum Film schrieb der 1970 geborene französische Musiker und Komponist Yann Tiersen. Das Musik-Album wurde genau wie der Film selbst vor allen Dingen in Europa ein großer Erfolg und konnte sich dort in allen Chats platzieren.

Neben Orchestermusik hört man vor allen Dingen vom Akkordeon und dem Piano dominierte Lieder, denen allesamt eines gemein ist, sie gehen schnell ins Ohr. Melodiös und eingängig klingt es über die gesamte Laufzeit des Soundtracks hinweg. Meist ist die Musik dabei weich und warm, verströmt eine wunderbar friedliche Atmosphäre, in die sich mühelos eintauchen lässt. Erklingt das Akkordeon fühlt man sich in eine Gasse in Paris um den Montmartre versetzt. Steht das Piano im Vordergrund, schwelgen Hörerin und Hörer in eindringlichen und trotz aller Sanftheit auch packenden Klängen – Wohlklang pur.

Die Höhepunkte auf „Le Fabuleux Destin d’Amélie Poulain“ sind die Lieder „Les jours tristes“, „Comptine d‘un autre été: L‘après-midi“ sowie „À quai“. Vor allen Dingen das Piano-Solo-Stück „Comptine d‘un autre été: L‘après-midi“ besitzt diesen gewissen Wiedererkennungswert, die so manches Lied zu einem Ohrwurm werden lässt. Wunderschön eingängig stellt diese Nummer den Höhepunkt dieses Soundtracks dar, der darüber hinaus sehr angenehm in einem durchgehört werden kann, man kommt nie in Versuchung einen oder mehrere Titel überspringen zu müssen.

Fazit: Auf dem Soundtrack zum Film „Le Fabuleux Destin d’Amélie Poulain“ hört man hauptsächlich sehr sanfte und weiche Instrumentalmusik, die ins Ohr geht. Jeder Takt auf diesem Album scheint nachdenklich zu klingen. Obwohl der Film selbst ein eher fröhlicher ist, erklingt die Musik dazu oftmals in Moll. Dies lässt die Lieder sehr intensiv klingen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Les jours tristes, Comptine d‘un autre été: L‘après-midi, À quai



Montag, 8. Oktober 2018

Billy Joel – Fantasies & Delusions




Billy Joel – Fantasies & Delusions


Besetzung:

Richard Hyung-ki Joo – piano solo


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Klassische Musik


Trackliste:

1. Opus 3. Reverie ("Villa d'Este") (9:31)
2. Opus 2. Waltz # 1 ("Nunley's Carousel") (6:58)
3. Opus 7. Aria ("Grand Canal") (11:08)
4. Opus 6. Invention in C Minor (1:04)
5. Opus 1. Soliloquy ("On a Separation") (11:26)
6. Opus 8. Suite for Piano ("Star-Crossed"): I. Innamorato (7:46)
7. Opus 8. Suite for Piano ("Star-Crossed"): II. Sorbetto (1:30)
8. Opus 8. Suite for Piano ("Star-Crossed"): III. Delusion (3:37)
9. Opus 5. Waltz # 2 ("Steinway Hall") (7:00)
10. Opus 9. Waltz # 3 ("For Lola") (3:28)
11. Opus 4. Fantasy ("Film Noir") (8:56)
12. Opus 10. Air ("Dublinesque") (3:46)

Gesamtspieldauer: 1:16:18



„Fantasies & Delusions“ heißt das dreizehnte und wohl auch letzte Studioalbum des US-Amerikaners Billy Joel. Es ist ein Album, auf dem Bills Joel die Musik komponiert hat, selber jedoch gar nicht zu hören ist, da die Musik vom britisch-koreanischen Pianisten Richard Hyung-ki Joo eingespielt wird. Trotzdem wird diese Scheibe auch zu Recht den Studio-Alben des Billy Joel zugerechnet. „Fantasies & Delusions“ ist die einzige Veröffentlichung von Billy Joel mit klassischer Musik, ansonsten steht dieser eher für Pop. Sein letztes Pop-Album hieß „River Of Dreams“ und erschien im Jahr 1993. „Fantasies & Delusions“ selbst erschien auf dem Plattenlabel Sony Music, wurde im Jahr 2001 veröffentlicht und erreichte im Oktober 2001 immerhin noch Platz 83 der Billboard 200 Charts.

Nein, „Fantasies & Delusions“ ist kein „typisches“ Billy Joel Album, wie einem auf diversen Kaufportalen wohl eingefleischte Billy Joel Fans glauben machen wollen. Auf „Fantasies & Delusions“ hört man klassische Klavier-Musik im Stile von Chopin, die dabei weder besonders eingängig noch interessant klingt. Billy Joel wollte sich wohl, wie so viele seiner Kollegen, auch mal in diesem Genre versuchen. Das Ergebnis klingt „nett“, ist jedoch absolut uninteressant. Diese Musik hört kein Klassik-Freund, denn es ist eben allerhöchstens moderne Klassik und Pop-Fans können mit diesem Album schon mal gar nichts anfangen. Bleiben noch die Komplettisten, die von „ihrem“ Lieblingskünstler alles besitzen möchten. Diese werden hier auch zuschlagen, es einmal hören und dann zusehen, wie sich im Regal mit der Zeit auf der Hülle eine immer dickere Staubschicht auftürmt.

Fazit: „Fantasies & Delusions“ ist wirklich nur etwas für absolute Billy Joel Fans. Man hört auf dem Album ziemlich langweilige Klaviermusik und das sage ich, der auch ab und an gerne Klassik hört. Billy Joel wollte sich mal in diesem Genre ausprobieren, hat er gemacht und damit ist es auch gut. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Alles



Montag, 13. August 2018

No-Man – Returning Jesus




No-Man – Returning Jesus


Besetzung:

Tim Bowness – vocals
Steven Wilson – instruments


Gastmusiker:

Colin Edwin – bass guitar and double bass
Steve Jansen – drums
Ian Carr – trumpet on “Only Rain“
Ben Christophers – acoustic guitar on “Only Rain“ and “Slow It All Down“
Ian Dixon – trumpet on “No Defense“, flugelhorn on “Slow It All Down“ and “Close Your Eyes“
Rick Edwards – percussion on “Close Your Eyes“
David Kosten – synthesizer and cymbal on “Only Rain“
Theo Travis – saxophone and flute


Label: KScope


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Ambient, Psychedelic


Trackliste:

CD1:

1. Only Rain (7:28)
2. No Defence (5:20)
3. Close Your Eyes (8:25)
4. Carolina Skeletons (5:08)
5. Outside The Machine (5:46)
6. Returning Jesus (5:19)
7. Slow It All Down (3:42)
8. Lighthouse (8:13)
9. All That You Are (4:50)

CD2:

1. Something Falls (3:34)
2. Close Your Eyes (EP Version) (7:47)
3. Carolina Reprise (3:01)
4. Until Tomorrow - hifi (2:59)
5. Chelsea Cap (5:26)
6. Darkroom (3:52)
7. Until Tomorrow - lofi (3:15)
8. Song About The Heart (2:48)
9. Lighthouse (First Demo) (10:27)
9. Darkroom (Alternate Version) (5:35)
10. Like A Child (4:10)
11. Chelsea Cap (Alternate Version) (6:50)
12. Lighthouse (Second Demo) (8:56)
13. Slow It All Down (Long Version) (5:13)
14. All That You Are (Demo) (4:42)

Gesamtspieldauer: CD1 (54:15) und CD2 (1:18:41): 2:12:56



„Returning Jesus“ heißt das vierte Studio-Album des Duos Tim Bowness und Steven Wilson, die ihre Platten zusammen unter dem Bandnamen No-Man veröffentlichen. „Returning Jesus“ erschien am 27. März 2001 in Form einer CD, die die hier aufgeführte CD1 enthielt und in Form einer Vinyl-Ausgabe, auf der die oben angegebenen Titel auf drei LPs untergebracht worden waren. Am 3. November 2017 gab es auf dem Plattenlabel KScope eine Wiederveröffentlichung des Albums in Form einer Doppel-CD, die nun alle Lieder wie die ursprüngliche 3er LP enthält.

„Returning Jesus“ ist noch mal deutlich ruhiger geartet, als die beiden Nachfolge-Alben. Mitunter schrammt die Musik sehr nahe am Genre des Ambient vorbei, taucht an der einen oder anderen Stelle sogar in dieses ein. Oftmals klingt die Musik von No-Man auf „Returning Jesus“ sphärisch, leicht schwebend. Somit ergibt sich auch der Umstand, dass auf dieser Platte nicht die eingängigen Melodien zu hören sind – auch wenn darauf Vieles ins Ohr geht. Viel mehr geht es auf „Returning Jesus“ um Atmosphären, die luftig leicht und doch zumeist getragen transportiert werden. Stimmungen werden erzeugt, die die Hörerin und den Hörer sanft umgarnen, einhüllen und schließlich wieder freigeben. Das mag für manche sicherlich ein wenig langweilig klingen, intensiv klingt es allerdings ganz gewiss.

Außer dem Titel „Outside The Machine“, der ein wenig zu soulig klingt, lohnen alle Stücke. Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle das Titellied, welches die besondere Atmosphäre des gesamten Albums besonders gut transportiert. Ein klein wenig klingt es schräg, versetzt, mitunter nur angedeutet und dabei immer, trotz aller Zerbrechlichkeit, packend. Auch „Lighthouse“ sollte an dieser Stelle Erwähnung finden. Ein Lied, welches sich steigert und in einen sehr packenden Instrumentalteil mündet, um schließlich sehr relaxt wieder daraus zu entweichen. Der Ansatz der Zerbrechlichkeit der Musik lässt sich auf viele der weiteren Stücke übertragen, sodass „Returning Jesus“ trotz der hier nicht ganz so vorhandenen Melodiösität durchaus eingängig klingt.

Mit der im November 2017 remasterten Version der Platte, bekommt man nun auch alle Zugaben mitgeliefert, die ursprünglich nur auf Vinyl erhältlich waren. Auf der zweiten CD befindet sich die EP „Carolina Skeletons“, diverse Demos und alternative Aufbauten und Abmischungen von Liedern, die auf dem „offiziellen“ Album bereits vorhanden sind. Die Stimmung ist dieselbe und auch wenn man durch das Vorhandensein alternativer Versionen schon einige Nummern kennt, stellt diese Zugabe eine wirklich lohnende Erweiterung dar, welche das Hörerlebnis im selben Stil verlängert.

Fazit: Sanft, zart und sehr atmosphärisch ist die Musik von No-Man auf „Returning Jesus“. Dabei steht weniger die Melodie, sondern sehr viel mehr die mit den einzelnen Liedern transportierte Stimmung im Vordergrund. Ab und an taucht das Gehörte dabei sogar in das Genre des Ambient ein. Mit der Neuauflage des Albums im Jahr 2017 erhält man eine lohnende Ausweitung dieser Musik, in die sich nun noch länger einzutauchen lohnt. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Returning Jesus, Lighthouse, All That You Are



Dienstag, 15. Mai 2018

Westlife – World Of Our Own




Westlife – World Of Our Own


Besetzung:

Nicky Byrne – vocals
Kian Egan – vocals
Mark Feehily – vocals
Shane Filan – vocals
Brian McFadden – vocals


Gastmusiker:

Esbjörn Öhrwall – acoustic Guitar, electric guitar
Dave Arch – string arrangement
Henrik Janson – string conductor
Ulf Janson – string conductor
Anders von Hofsten – backing vocals
Wayne Hector – backing vocals
Steve Pearce – bass
Tomas Lindberg – bass
Chris Laws – drums
Fredrick "Frizzy" Karlsson – guitar
Paul Gendler – guitar
Per Magnusson – keyboards
Stockholm Session Strings – strings


Label: RCA Records


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Pop


Trackliste:

1. Queen Of My Heart (4:20)
2. Bop Bop Baby (4:23)
3. I Cry (4:11)
4. Uptown Girl (3:07)
5. Why Do I Love You (3:40)
6. I Wanna Grow Old With You (4:08)
7. When You're Looking Like That (3:54)
8. Evergreen (4:04)
9. World Of Our Own (3:32)
10. To Be Loved (3:20)
11. Drive (For All Time) (3:28)
12. If Your Heart's Not In It (4:20)
13. When You Come Around (3:42)
14. Don't Say It's Too Late (4:12)
15. Don't Let Me Go (3:30)
16. Walk Away (4:00)
17. Love Crime (3:17)
18. Imaginary Diva (3:40)
19. Angel (4:24) / Bad Girls (Hidden Track) (3:25)

Gesamtspieldauer: 1:17:49




„World Of Our Own“ heißt das dritte Studio-Album der irischen Boy Band Westlife. Wie bisher immer, so wurde auch diese Scheibe kurz vor Weihnachten veröffentlicht – etwas Umsatz war also schon definitiv mal gesichert. Dieses Mal war es der 12. November 2001, als das Album auf den Plattenlabels RCA Records und BMG erschien. „World Of Our Own“ erreichte im Vereinigten Königreich Platz 1 der Charts und wurde dort insgesamt mit viermal Platin ausgezeichnet. Die Lieder „Queen Of My Heart“, „World Of Our Own“, „Bop Bop Baby“ sowie das Billy Joel Cover „Uptown Girl“ wurden als Singles ausgekoppelt.

Ansonsten alles wie gehabt bei Westlife. Die Lieder klingen poppig eingängig, oberflächlich und austauschbar, die Texte sind sehr schlecht und handeln einmal mehr vom Thema der „Liebe“. Bei sieben Titeln sind dieses Mal allerdings bereits ein oder mehrere Mitglieder von Westlife am kompositorischen Prozess beteiligt. Die Musik selbst wird dadurch allerdings auch nicht besser. Aber immerhin ist die Band damit ein kleines Risiko eingegangen, auf bewährte und erfolgreiche Strukturen zumindest etwas zu verzichten. Das Ergebnis ist allerdings identisch.

Höhepunkte auf dem Album auszumachen ist einigermaßen schwierig, da alles wirklich sehr ähnlich klingt. Lediglich die Billy Joel Nummer „Uptown Girl“ klingt etwas anders, die allerdings auch nicht dessen Höhepunkt an Kreativität darstellte. Ganz nett ins Ohr gehen noch die beiden Lieder „When You Come Around“ und „Walk Away“, anders klingen diese Titel jedoch auch nicht.

Fazit: Das Problem bei Westlife ist, dass die Musik sehr anbiedernd und kommerziell klingt und dieser Eindruck über viele Alben hinweg feilgeboten wird. Dazu gesellen sich sehr schlimme und immer langweilige Texte. Seichter Pop, leider ohne jeglichen Inhalt und Nachhaltigkeit. Zwei Punkte.

Anspieltipps: When You Come Around, Walk Away



Montag, 30. April 2018

Motorpsycho – Phanerothyme




Motorpsycho – Phanerothyme


Besetzung:

Bent Sæther – bass, vocals, guitars, drums, mellotron, percussion, viscount organ, 12-string guitarmando, fingersnaps
Hans Magnus Ryan – guitars, vocals, bass, viscount organ, mellotron, piano, fingersnaps
Håkon Gebhardt – drums, percussion, vocals, guitars, banjo, lap-steel, glockenspiel, cittern



Gastmusiker:

Even Skatrud Andersen – trombone
Mathias Eick – trumpet & flugelhorn
Ketil Vestrum Einarsen – flute
Øyvind Fossheim – violin
Lars Horntveth – tenor sax and bass-clarinette
Line Horntveth – tuba
Vegard Johnsen – violin
André Orvik – violin
Anne-Grethe Orvik – oboe
Baard Slagsvold – piano, wurlitzer, fender rhodes, clavinette, vocals
Helge Sten (Deathprod) – audio virus, filters, ringmodulators, echoplex, theremin, fingersnaps
Hans Morten Stensland – violin
Jon W. Sønstebø – viola
Anne Britt Søvig Årdal – cello


Label: Stickman Records


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Psychedelic Rock


Trackliste:

1. Bedroom Eyes (2:18)
2. For Free (5:13)
3. B.S. (3:41)
4. Landslide (4:38)
5. Go To California (8:00)
6. Painting The Night Unreal (6:35)
7. The Slow Phaseout (4:30)
8. Blindfolded (3:44)
9. When You're Dead (4:52)

Gesamtspieldauer: 43:37




„Phanerothyme“ nannte die norwegische Rock Band Motorpsycho ihr neuntes Studio-Album. Dieses wurde am 3. September 2001 erneut auf dem Plattenlabel Stickman Records veröffentlicht. „Phanerothyme“ ist nach dem Vorgänger „Let Them Eat Cake“ das zweite Album der Norweger, welches es in ihrem Heimatland bis auf Platz 1 der Charts schaffte. Inn Anbetracht dieses Umstandes kann man sich bereits denken, dass auch die Musik auf „Phanerothyme“ eingängiger sein muss, als jene auf den diversen anderen Platten von Motorpsycho. Der Titel des Albums ist übrigens eine Wortschöpfung des britischen Schriftstellers Aldous Huxley, um damit bewusstseinserweiternde Drogen zu beschreiben. „Drogengeschwängert“ klingt die Musik von Motorpsycho auf „Phanerothyme“ jedoch keinesfalls.

„Phanerothyme“ klingt sogar noch ein wenig poppiger, als der Vorgänger. Und „Phanerothyme“ hört sich dabei auch noch eingängiger als „Let Them Eat Cake“ an und verbreitet dabei sogar eine meist fröhliche Stimmung. Nicht nur als der Vorgänger, denn letzteres trifft wohl auf den Vergleich zu allen anderen Motorpsycho-Platten zu. Die Musik auf „Phanerothyme“ ist hell, sonnig, relaxt. Viele Bläser und Streicher sorgen für zusätzliche Melodiösität – und so klingt die Platte auch fein und nett und auch durchaus mal interessant. Die Betonung liegt hierbei allerdings leider auf dem Wort „mal“. Das Besondere in der Musik von Motorpsycho ist in diesen Stücken kaum mehr zu finden. Da hilft alle Eingängigkeit nichts, denn das Album klingt leider an vielen Stellen ein klein wenig austauschbar.

Am überzeugendsten wirkt die Platte an ihrem Beginn und ihrem Ende. Die beiden Titel „Bedroom Eyes“ und „When You're Dead“ sind wunderschöne poppige Lieder mit Ohrwurmcharakter, bei denen Streicher und Bläser ihre perfekten Einsätze bekommen. Bezüglich der Bläser gilt dies vor allem für die letzte Nummer „When You're Dead“. Wahrlich gelungen ist dabei auch der etwas makabre Text: „Everything is great when you're dead, Your family surrounds you, there are flowers in your bed, Everything is just like they said..., I like lying down just to feel it“ („Alles ist großartig, wenn man tot ist. Deine Familie umgibt dich, da sind Blumen in deinem Bett. Alles ist genau so, wie sie es gesagt haben.... Ich lege mich gern hin, nur um es zu fühlen.).

Fazit: „Phanerothyme“ ist wahrlich kein schlechtes Album. Allerdings ist es eines geworden, welches für die norwegische Band Motorpsycho alles andere als typisch ist. Auf „Phanerothyme“ bekommt man überwiegend sehr sanfte Pop-Musik präsentiert, die häufig auch sehr melodiös gehalten ist und ins Ohr geht. Neben ein paar wirklich gelungenen Höhepunkten gibt es auf diesem Album zwar keine schlechte, jedoch auch deutlich weniger interessante Musik zu hören. Neun Punkte.

Anspieltipps: Bedroom Eyes, When You're Dead



Montag, 16. April 2018

Ricky Martin – The Best Of Ricky Martin




Ricky Martin – The Best Of Ricky Martin


Besetzung:

Ricky Martin – vocals


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Columbia Records


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Dance-Pop, Latin Pop


Trackliste:

1. Livin’ La Vida Loca (4:04)
2. María (4:30)
3. She Bangs (4:42)
4. Private Emotion (4:03)
5. Amor (3:27)
6. The Cup Of Life (4:33)
7. Nobody Wants To Be Lonely (4:12)
8. Spanish Eyes / Lola, Lola (5:49)
9. She’s All I Ever Had (4:57)
10. Come To Me (4:34)
11. Amor (3:35)
12. Loaded (3:50)
13. Shake Your Bon-Bon (3:12)
14. Be Careful (Cuidado Con Mi Corazón) (4:02)

Gesamtspieldauer: 59:36



„The Best Of Ricky Martin“ heißt das zweite Kompilationsalbum des puertoricanischen Sängers Ricky Martin. Es erschien am 12. November des Jahres 2001 auf dem Plattenlabel Columbia Records. „The Best Of Ricky Martin“ enthält keinerlei neues Material und lediglich neue Remixe des Liedes „Amor“ wurden an ausgewählte Radiostationen versandt, um die Platte zu promoten, die seltsamerweise nicht in den USA veröffentlicht wurde. Dass Ricky Martin dieses Album allerdings ohne neue Lieder veröffentlichte, ist ihm hoch anzurechnen. Damit kam der Fan nicht in Versuchung, diese Platte auch noch zu kaufen, wenn sie oder er schon 90% der Lieder besaß und nur wegen einem oder zwei neuen Titeln sich auch noch diese Scheibe zulegen sollte. Somit kann man sich mit „The Best Of Ricky Martin“ einen schönen Überblick über das bisherige Schaffen des Sängers aus Puerto Rico verschaffen.

Auf dieser Zusammenstellung hört man Dance-Pop und Latin Pop, der zum Teil in englischer, zum Teil in spanischer Sprache eingesungen wurde. Die Musik klingt fröhlich, vibriert an vielen Stellen, sodass sich Hüften einfach kreisend bewegen möchten – wenn man denn in dieser Musik innerlich aufgeht. Zum Tanzen mag das alles auch durchaus geeignet sein, zum Nebenbei-Hören ganz bestimmt nicht. Ricky Martin macht Musik, zu der man sich bewegen sollte oder gar muss. Ganz bestimmt sind das keine Lieder für die Couch.

Die einzelnen Titel gehen zum Teil ins Ohr, zum Teil auch nicht. Das bekannteste Stück auf diesem Kompilationsalbum dürfte gleich die erste Nummer „Livin’ La Vida Loca“ sein. Ansonsten klingt noch „Private Emotion“ ganz überzeugend. Allerdings fällt genau dieses Lied etwas aus der Reihe, klingt weder nach Dance Pop noch nach Latin. „Private Emotion“ ist ein ganz „normales“, eingängiges Pop-Lied. Mit Abstrichen bereits hört sich auch das letzte Stück des Albums ganz nett an. „Be Careful (Cuidado Con Mi Corazón)“ ist ein Duett mit Madonna. Ein sanftes Lied im Latin Stil, welches ins Ohr geht.

Fazit: Wenn man Ricky Martin hört, bekommt man hauptsächlich Latin-angehauchte Musik geliefert. So auch hier, auf „The Best Of Ricky Martin“. Überraschend ist dabei, was in dieser Zusammenstellung unter der Bezeichnung „Best Of“ alles vertreten ist. Da möchte man irgendwie die anderen Lieder der offiziellen Studio-Alben gar nicht hören, die es nicht auf dieses Kompilationsalbum geschafft haben. Trotzdem insgesamt keine schlechte Musik, andere eben. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Livin’ La Vida Loca, Private Emotion, Be Careful (Cuidado Con Mi Corazón



Montag, 9. April 2018

Enrique Iglesias – Escape




Enrique Iglesias – Escape


Besetzung:

Enrique Iglesias – vocals, vocals (background)


Gastmusiker:

Rusty Anderson – guitar (acoustic), guitar (electric)
Paul Barry – bass, drums, guitar (acoustic), keyboards, percussion, vocals (background)
Andy Blackwood – vocals (background)
James Blackwood – vocals (background)
Kara DioGuardi – vocals (background)
Aaron Fishbein – guitar (acoustic), guitar (electric)
Siedah Garrett – vocals (background)
Niki Haris – vocals (background)
Dorian Holly – vocals (background)
Sylvia Mason James – vocals (background)
Lee Levin – drums
Sylvia Mason – vocals (background)
Lester Mendez – keyboards
Steve Morales – keyboards, programming, vocals (background)
Carlos Paucar – vocals
Barry Paul – bass, drums, guitar (acoustic), keyboards, percussion, vocals (background)
Adam Phillips – guitar (acoustic)
Jon Secada – vocals (background)
David Siegel – keyboards
Robin Smith – conductor, string arrangements
Mark Taylor – bass, drums, guitar (electric), keyboards, percussion, string arrangements


Label: Interscope Records


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Pop


Trackliste:

1. Escape (3:28)
2. Don‘t Turn Off The Lights (3:47)
3. Love To See You Cry (4:07)
4. Hero (4:24)
5. I Will Survive (3:43)
6. Love 4 Fun (3:15)
7. Maybe (3:14)
8. One Night Stand (4:11)
9. She Be The One (3:36)
10. If The World Crashes Down (4:45)

Bonus Tracks der Wiederveröffentlichung von 2002:

11. Escapar (3:28)
12. No Apagues La Luz (3:48)
13. Héroe (4:16)
14. Hero (MetroMix) (4:16)

Gesamtspieldauer: 54:33



„Escape“ heißt das insgesamt fünfte und gleichzeitig zweite englischsprachige Studio-Album des spanischen Sängers Enrique Iglesias. Das Album erschien am 30. Oktober im Jahr 2001 auf dem Plattenlabel Interscope Records. Im Jahr 2002 gab es eine Wiederveröffentlichung der Scheibe, die nun vier Bonus-Tracks enthielt. Dabei handelt es sich um bereits auf dem Album enthaltene Titel. Drei Lieder davon wurden nun in spanischer Sprache eingesungen, das Lied „Hero“ gibt nun zusätzlich noch in einer alternativ abgemischten Mix-Version. Das Album verkaufte sich überaus erfolgreich und hat weltweit bereits die Zehn-Millionen-Marke an Verkäufen übertroffen.

Auf „Escape“ hört man Pop Musik, die nicht sehr anspruchsvoll ist, jedoch zum Teil sogar ganz gut ins Ohr gehrt. Zwar hallt dies dort nicht besonders nach, die Lieder selbst klingen allerdings selten so schleimig, wie man es von mancher Boy Group her kennt. Dies trifft allerdings nicht auf die Texte zu, die einfach gehalten sind und selbstverständlich von Liebeskummer, Liebesschmerz und oder auch erfüllter Liebe handeln.

Besser hört sich Enrique Iglesias immer dann an, wenn es etwas rockiger klingt. Wenn man ein echtes Schlagzeug hört und keinen Drum-Computer, Gitarren und keine Synthesizer. Diese Momente gibt es ebenfalls auf „Escape“, wenn auch nicht im Überfluss. Am eingängigsten klingen die Lieder „Don‘t Turn Off The Lights“ und „Hero“. Insgesamt istt das alles radiotauglicher, massenkompatibler und relativ kommerziell klingender Pop, der auch nebenbei gehört werden kann.

Fazit: Radio-Musik gibt es auf „Escape“ von Enrique Iglesias zu hören. Lieder, die für die Dauerrotation von etwa einem Monat gedacht sind und danach nie wieder gespielt werden, da sie dann irgendwann nerven und schließlich vergessen werden. Zugutehalten muss man dem Spanier, dass er am kompositorischen Prozess der einzelnen Stücke immer beteiligt war. Zudem ist das keine Musik zum Davonlaufen, nimmt man mal viele der Texte aus. Einige der Titel gehen ins Ohr, langweilig sind sie allerdings bereits nach der dritten Wiederholung. Vier Punkte.

Anspieltipps: Don‘t Turn Off The Lights, Hero, I Will Survive



Dienstag, 20. März 2018

The Flower Kings – The Rainmaker




The Flower Kings – The Rainmaker


Besetzung:

Roine Stolt – lead & backing vocals, guitars
Tomas Bodin – piano, organ, synthesizers, mellotrons
Hasse Fröberg – lead & backing vocals, acoustic guitars
Jonas Reingold – basses
Jaime Salazar – drums


Gastmusiker:

Ulf Wallender – soprano saxophone


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Progressive Rock, RetroProg


Trackliste:

1. Last Minute On Earth (11:51)
2. World Without A Heart (4:30)
3. Road To Sanctuary (13:49)
4. The Rainmaker (6:02)
5. City Of Angels (12:04)
6. Elaine (4:56)
7. Thru The Walls (4:28)
8. Sword Of God (6:03)
9. Blessing Of A Smile (3:10)
10. Red Alert (1:07)
11. Serious Dreamers (9:00)

Gesamtspieldauer: 1:17:05



„The Rainmaker“ heißt das sechste Studio-Album der schwedischen RetroProg Band The Flower Kings um Roine Stolt, der auch dieses Mal wieder alle Lieder komponierte und die Texte gestaltete. „The Rainmaker“ erschien am 18. September im Jahr 2001 auf dem Standard Plattenlabel der Flower Kings, auf InsideOut Music. Auch wenn es etwas Neues in der Musik der Schweden gibt, so gilt doch einmal mehr, dass man bei den Flower Kings schon beim Einlegen der CD weiß, was einen erwartet.

„The Rainmaker“ unterscheidet sich dahingehend von den bisherigen Veröffentlichungen der Band, da auf „The Rainmaker“ mehr gerockt und das zum Teil sehr konsequent. Dabei weist das ein oder andere Lied durchaus Passagen auf, die dem Hard Rock zuzurechnen sind. Daneben erklingen natürlich auch wieder sehr sanfte und das Ohr umschmeichelnde Abschnitte, die in Kombination bewirken, dass die Musik der Flower Kings auf der Platte selbst niemals langweilig wird. Abwechslung wird auch auf „The Rainmaker“ groß geschrieben, allerdings wirkt es ein wenig so, dass Roine Stolt durch seine häufigen und auch langen Veröffentlichungen etwas die Ideen ausgehen. So richtig mitreißend klingt auf „The Rainmaker“ nämlich nichts mehr. Die einzelnen Stücke bauchen definitiv ein paar Durchläufe, bis sie sich einem etwas mehr erschließen. So etwas wie einen Ohrwurm oder aber ein Stück, was wirklich längerfristig hängenbleibt, das findet man auf dieser Platte nicht.

Trotzdem ist „The Rainmaker“ ganz bestimmt kein schlechtes Album geworden, aber irgendwie scheint sich bei den Flower Kings mit jedem Album noch mehr zu wiederholen. Alles irgendwie schon mal dagewesen. Nichtsdestotrotz unterhält das Album natürlich. Die Musik der Flower Kings ist immer eine Art Reise, die einen durch verschiedene musikalische Landschaften führt, die sich einem mal lieblicher, mal zerklüfteter präsentieren. Diese musikalischen Abschnitte gehen ineinander und überraschen immer wieder. Vorhersehbar ist diese Musik der Flower Kings niemals. Am überzeugendsten klingt für mich das Titellied „The Rainmaker“. Diese Instrumentalnummer verfügt über eine sanfte Steigerung, ist mit das ruhigste Lied der Platte und dabei atmosphärisch dicht. Zwar gibt es bei dieser Nummer auch keine besondere Melodie, die sich einprägen könnte, dafür wird mit dem Stück allerdings Atmosphäre transportiert, die wirkt.

Fazit: Das sechste Studio-Album der schwedischen RetroProg Band The Flower Kings mit dem Titel „The Rainmaker“ lässt nur noch an wenigen Stellen richtig aufhorchen. Vieles klingt bekannt auf dieser Platte, die mich weniger an die progressiven Bands der 70er Jahre erinnert, denn an die Flower Kings selbst. Wenn man diese Scheibe zuerst hört, gefällt sie wahrscheinlich mehr. Hört man sie allerdings nach vielen anderen Platten der Schweden, hört es sich irgendwie nach Routine an. Acht Punkte.

Anspieltipps: The Rainmaker



Montag, 5. März 2018

Steps – Gold Greatest Hits




Steps – Gold Greatest Hits


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Jive Records


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Pop, Disco


Trackliste:

1. Tragedy (4:31)
2. One For Sorrow (4:21)
3. Stomp (3:21)
4. Better Best Forgotten (3:43)
5. Love's Got A Hold On My Heart (3:21)
6. Deeper Shade Of Blue (3:45)
7. Last Thing On My Mind (3:05)
8. Better The Devil You Know (3:48)
9. Summer Of Love (3:53)
10. 5,6,7,8 (3:22)
11. Chain Reaction (3:57)
12. Baby Don’t Dance (3:51)
13. It's The Way You Make Me Feel (3:18)
14. After The Love Has Gone (4:35)
15. Here And Now (3:27)
16. Say You’ll Be Mine (3:32)
17. Only In My Dreams (4:17)
18. Words Are Not Enough (3:25)
19. When I Said Goodbye (3:33)
20. Heartbeat (4:24)

Gesamtspieldauer: 1:15:37




„Gold Greatest Hits“ ist das erste „Best Of…“-Album der englischen Pop Band Steps. Diese „Band“ hat bis heute fünf Studio-Alben, dafür allerdings schon sieben Kompilationsalben veröffentlicht. Die Scheibe erschien am 15. Oktober 2001 und enthält dabei Aufnahmen von 1997 bis zum Jahr 2001. „Gold Greatest Hits“ erschien auf dem Plattenlabel Jive Records, welches zum Mutterkonzern Sony Music Entertainment gehört. Die Platte kletterte bis auf Platz 1 der britischen Charts. Drei Singles wurden aus dem Album ausgekoppelt und letztendlich zwei davon auch veröffentlicht. Die Cover-Version von „Chain Reaction“, einem Diana Ross Hit, kletterte ebenfalls in den britischen Charts bis auf Platz 2, die zweite Single „Words Are Not Enough“ immerhin bis auf Platz 5.

Steps sind Lee Latchford-Evans, Claire Richards, Lisa Scott-Lee, Faye Tozer sowie Ian „H“ Watkins. Während die Frauen während der Lieder singen, scheinen die Männer lediglich zu tanzen, was auf einem Album irgendwie doof kommt, da man sie nicht sieht. Nur ganz selten hört man von ihnen auch mal einen Ton. Dieses Kompilationsalbum enthält Lieder der ersten drei Alben der „Band“, nämlich „Step One“ (September 1998), „Steptacular“ (Oktober 1999) sowie „Buzz“ (Oktober 2000). Dafür gibt es auf der Platte allerdings noch vier bisher unveröffentlichte Titel mit den Liedern „Chain Reaction“, „Baby Don‘t Dance“, „Only In My Dreams“ und „Words Are Not Enough“. Damit wurde der Fan natürlich genötigt, dieses Album auch noch zu kaufen, auch wenn sie oder er die offiziellen Platten bereits besaß.

Steps sind eine reine Kommerz-Veranstaltung. Auch das berühmt berüchtigte Komponisten-Trio Stock – Aitken – Waterman waren an diesem Werk beteiligt. Man hört auf „Gold Greatest Hits“ lediglich Synthesizer Musik und ganz viel Drum Machine. Die Texte sind grottenschlecht, die Musik absolut seicht und belanglos. Musik ist zwar immer Geschmackssache, doch Musik kann durchaus auch schlecht sein. Die Musik von Steps ist schlecht, schlechter geht es nicht mehr.

Fazit: Absolut kommerziellen Disco-Pop gibt es auf „Gold Greatest Hits“ von den Steps zu hören. Steht jemand auf Synthesizer-Pop mit Drum-Computer, könnte sie oder er hier vielleicht sogar etwas für sich finden. Ich kann hier absolut nichts mehr entdecken, was auch nur ansatzweise irgendwie interessant wäre. Ach ja – Hat jemand schon mal ein schlechteres Video gesehen? Die Musik geht zumindest nicht schlechter. 0 Punkte.

Anspieltipps: Say You‘ll Be Mine



Mittwoch, 20. Dezember 2017

Various Artists – The Spirit Of Sireena




Various Artists – The Spirit Of Sireena


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Sireena Records


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Alternative Rock, Rock & Roll, Punk, Psychedelic Rock, Prog Rock


Trackliste:

1. The Strangemen – Diane (5:01)
2. The Shiny Gnomes – What Ulli Says (5:35)
3. The Perc – Good Grass, Bad Bay (4:57)
4. The Perc Meets The Hidden Gentleman – The Infant King (5:08)
5. Barbara Gosza – Harder Than That (3:01)
6. Hermann Lammers-Meyer & Willie Nelson – The Part Where I Cry (2:54)
7. The Flying Klassenfeind – Sin City (4:26)
8. The Pachinko Fake – Wrong Notes Don't Exist (4:29)
9. The Electric Family – Bricks Of Time (7:04)

Gesamtspieldauer: 42:38




„The Spirit Of Sireena“ heißt ein Kompilationsalbum, welches einige Bands des im Jahr 2000 gegründeten Labels Sireena Records vorstellt. Man erhält mit dieser Scheibe einen weit ausgebreiteten Fächer verschiedener Stilrichtungen des Genres Rock. Die einzelnen Titel wurden dabei bereits veröffentlichten Alben entnommen. Erschienen ist diese Zusammenstellung im Jahr 2001.

Solch ein Kompilationsalbum ist immer dann eine nette Sache, wenn man es als Informationsquell betrachtet, um neue Bands beziehungsweise neue Musik für sich zu entdecken, die in das eigene „Beuteschema“ passen. So gibt es für Rock-Freundinnen und Rock-Freunde gerade zu Beginn der Scheibe eine ganze Menge Musik zu entdecken von Bands, die nicht ganz so bekannt sind, sich jedoch definitiv lohnen gehört zu werden.

Zu Beginn der Scheibe macht noch jeder Titel Spaß. Die Shiny Gnomes mit ihrem “What Ulli Says” seien an dieser Stelle positiv herausgehoben und auch Barbara Gosza mit dem Titel „Harder Than That“. Einmal etwas mehr rockig, Barbara Gosza in Richtung Folk driftend. Schöne Lieder, die ins Ohr gehen. Das kann man von der zweiten Hälfte des Albums – bis auf den letzten Titel „Bricks Of Time“ von The Electric Family – nicht mehr behaupten. Hermann Lammers-Meyer & Willie Nelson machen natürlich Country und sowohl The Flying Klassenfeind wie auch The Pachinko Fake versuchen mit atonaler und anstrengender Musik Hörerinnen und Hörer zu überzeugen, die man jedoch nicht mehr unbedingt kennen muss. Von daher möchte ich dem Titel von The Pachinko Fake, „Wrong Notes Don‘t Exist“, auch vehement widersprechen.

Fazit: Eine interessante Zusammenstellung verschiedener musikalischer Stile bietet das Kompilationsalbum „The Spirit Of Sireena“ des Plattenlabels Sireena Records. Man sollte diese Scheibe als Informations- und Inspirationsquell sehen, als was sie wohl auch gedacht ist. Einige schöne Nummern tummeln sich da neben kaum hörbaren Stücken. Welche das jeweils sind, das bleibt selbstverständlich jeder und jedem selbst überlassen. Acht Punkte.

Anspieltipps: What Ulli Says, Harder Than That