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Dienstag, 7. Dezember 2021

Eminem – The Marshall Mathers LP

 



Eminem – The Marshall Mathers LP


Besetzung:

Eminem – vocals (tracks 1–3, 5–19)


Gastmusiker:

Dr. Dre – vocals (track 15)
Mike Elizondo – bass (tracks 2, 3, 5, 7–10, 14, 15), guitar (tracks 7, 8), keyboards (tracks 15)
Thomas Coster, Jr. – keyboards (tracks 2, 5, 7, 8, 10, 12)
DJ Head – drum programming (tracks 11, 13, 14, 17–19)
Sean Cruse – guitar (tracks 2, 3)
John Bigham – guitar (tracks 5, 10)
Jeff Bass – vocals (track 1)
Dido – vocals (track 3)
Paul "Bunyan" Rosenberg – vocals (track 4)
Steve Berman – vocals (track 6)
RBX – vocals (track 9)
Sticky Fingaz – vocals (track 9)
Camara Kambon – keyboards (track 9)
Dina Rae – vocals (track 13)
Bizarre – vocals (track 14)
Snoop Dogg – vocals (track 15)
Xzibit – vocals (track 15)
Nate Dogg – vocals (track 15)
D-12 – vocals (track 17)




Erscheinungsjahr: 2000


Stil: Rap, Hip Hop


Trackliste:

1. Public Service Announcement 2000 (0:25)
2. Kill You (4:24)
3. Stan (6:44)
4. Paul (0:10)
5. Who Knew (3:47)
6. Steve Berman (0:53)
7. The Way I Am (4:50)
8. The Real Slim Shady (4:44)
9. Remember Me? (3:38)
10. I'm Back (5:10)
11. Marshall Mathers (5:20)
12. Ken Kaniff (1:01)
13. Drug Ballad (5:00)
14. Amityville (4:14)
15. Bitch Please II (4:48)
16. Kim (6:17)
17. Under The Influence (5:22)
18. Criminal (5:19)

Gesamtspieldauer: 1:12:15



„The Marshall Mathers LP“ ist das dritte Studioalbum des US-amerikanischen Rappers Eminem. Es wurde am 23. Mai 2000 auf dem Plattenlabel Aftermath veröffentlicht. Das Album wurde hauptsächlich von Dr. Dre und Eminem produziert und enthält Texte, die selbst in deutschen Radios aufgrund der vielen Kraftausdrücke kaum gespielt werden können. Inhaltlich beschäftigt sich Eminem mit seinem Aufstieg vom Tellerwäscher zum Millionär, die Kritik an seiner Musik auf den vorherigen Alben und seiner Entfremdung von seiner Familie und seiner Frau Kim. Als Gastmusiker sind unter anderem Dr. Dre, Dido, Bizarre und Snoop Dogg zu hören.

„The Marshall Mathers LP“ besteht aus „hartem“ Rap, was vor allen Dingen die Texte betrifft. Des Weiteren befinden sich auf der Platte kurze, eingesprochene Einspielungen, die ebenfalls nicht jugendfrei sind und in dieser Konsequenz fast schon langweilen. Provozieren um des Provozieren Willens? Keine Ahnung, aber genau so wirkt dieses Album, was nichtsdestotrotz zu den meistverkauften Alben aller Zeiten gehört. Aber genau dieser Umstand macht das Zuhören auch etwas schwierig. Vielleicht bin ich auch zu alt für sowas, aber so häufig das „F“-Wort in allen möglichen Konstellationen und weitere wahrlich üble Ausdrücke zu benutzen, langweilt irgendwann nur noch. Mich zumindest.

Der Rap des Marshall Mathers ist dagegen eingängig und beruht auf ins Ohr gehenden Melodien. Klar wird vermutet, dass dieses Album, bei dem sogar der richtige Name Eminems im Titel erscheint, eines seiner persönlichsten Alben darstellt. Ob das stimmt kann ich nicht beurteilen. Ich bin, wenn man diese Seite hier liest, kaum ein Freund von Hip Hop und Rap, trotzdem hat die Musik was, lässt selbst mich mitwippen. Wenn da nur nicht diese Sprache wäre. Ach so, das hatten wir schon.

Fazit: Viele Melodien auf „The Marshall Mathers LP“ gehen schnell ins Ohr. Vieles darauf klingt auch durchaus bewegend, selbst wenn man dem Rap nicht so zugetan ist. Doch ebenso Vieles an Text lassen einen manches Mal ein wenig sprachlos zurück. Zu ordinär, zu direkt, manches kann man nämlich genauso drastisch, jedoch intelligenter umschreiben. Über dreißig Millionen Verkäufe geben Marshall Mathers alias Eminem allerdings Recht. Gute Musik, schlechte Sprache. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Kill You, Stan, Kim



Montag, 13. Oktober 2014

Eminem – The Eminem Show




Eminem – The Eminem Show


Besetzung:

Eminem – vocals


Gastmusiker:

Jeff Bass – bass, guitar, keyboards
DJ Head – drum programming
Mike Elizondo – bass, guitar, keyboards
Ron Feemster – keyboards
Shy Felder – vocals (background)
Marti Frederiksen – guitar
Steve King – guitar, keyboards, voiceover
Traci Nelson – vocals (background)
Conesha Owens – vocals (background)
Joe Perry – guitar
Denaun Porter – drum programming
Dina Rae – vocals (background)
Luis Resto – keyboards
Barbara Wilson – vocals (background)
Obie Trice – vocals (background)
D12 – vocals (background)
Dr. Dre – vocals (background)
Nate Dogg – vocals (background)
Hailie Jade – vocals (background)


Label: Aftermath Records


Erscheinungsdatum: 2002


Stil: Hip Hop


Trackliste:

1. Curtains Up (Skit) (0:30)
2. White America (5:24)
3. Business (4:11)
4. Cleanin' Out My Closet (4:56)
5. Square Dance (5:24)
6. The Kiss (Skit) (1:15)
7. Soldier (3:45)
8. Say Goodbye Hollywood (4:32)
9. Drips (4:44)
10. Without Me (4:49)
11. Paul Rosenberg (Skit) (0:22)
12. Sing For The Moment (5:39)
13. Superman (5:49)
14. Hailie's Song (5:20)
15. Steve Berman (Skit) (0:33)
16. When The Music Stops (4:28)
17. Say What You Say (5:04)
18. 'Till I Collapse (4:57)
19. My Dad's Gone Crazy (4:26)
20. Curtains Close (Skit) (1:00)

Gesamtspieldauer: 1:17:31




Alles bin ich, nur mit Bestimmtheit kein Hip Hopper. Trotzdem, an Marshall Bruce Mathers III, alias Eminem, kommt man als Musikkonsument natürlich nicht ganz vorbei. Und „The Eminem Show“, das vierte Album des Amerikaners, habe ich mir sogar selbst zugelegt, gekauft und nicht geschenkt bekommen. Das lag an dem Stück „Cleanin' Out My Closet”, eine Nummer, die unglaublich schnell ins Ohr geht. Nun, wenn Hip Hop denn dann auch so klingen kann, dann könnte man da ja mal ein Ohr riskieren. Vielleicht gibt es da noch mehr?

Und das ist auch genau der Punkt, den man Eminem nicht absprechen kann, sein Gefühl für die eingängige Melodie, für jene Tonfolge, die sich in das Gehirn einbrennt und dieses auch so schnell nicht mehr verlässt. Und solche Melodien hört man natürlich, wie so häufig beim Hip Hop, hauptsächlich im Refrain. So verhält sich das auch hier, bei „The Eminem Show“. Beispielhaft dafür stehen das bereits erwähnte „Cleanin' Out My Closet”, aber auch „White America“, „Business” oder auch „Say Goodbye Hollywood” und „'Till I Collapse“ können dahingehend punkten. Dazu gesellen sich noch gesampelte Titel anderer Künstler, wie unter anderem zum Beispiel „Dream On“ von Aerosmith bei „Sing For The Moment“. Nicht weiter überraschend also auch, dass man sogar Déjà Vu Erlebnisse auf dem Album zu haben scheint.

Was allerdings unfassbar nervt, bei diesem Album und bei Eminem ganz allgemein, das ist die hier benutzte Sprache, die unaufhörlich so was von angefüllt ist mit Fäkalausdrücken, dass man sich wundert, wie viele Kraftausdrücke überhaupt in solch einem Lied Platz haben. Okay, Eminem rechnet auf dieser Platte mit seiner Mutter ab, mit seinen Kritikern geht er hart in Gericht, die Frauen bekommen ebenfalls ihr Fett weg, Politiker sowieso und und und. Da muss man doch einfach schimpfen und beleidigen. Das klingt manchmal ein wenig nach „bockigem“ Teenager, allerdings war Eminem bei der Fertigstellung der Platte bereits knapp 30 Jahre alt. Nun, aber wahrscheinlich hat diese Sprache auch mit zum Erfolg der Scheibe beigetragen.

Fazit: Rappen kann Eminem, das ist klar. Oftmals verbindet er auf „The Eminem Show“ diesen Sprechgesang auch mit tollen Melodien, die das Lied dann auch für Leute hörenswert werden lassen, die sonst nichts mit diesem Musikgenre zu tun haben beziehungsweise anfangen können. Auf Platz 317 rangiert die Platte beim Rolling Stone Magazin in der Liste der 500 besten Alben aller Zeiten. Na, wenn das mal nicht überschätzt ist. Acht Punkte.

Anspieltipps: Cleanin' Out My Closet, Say Goodbye Hollywood