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Donnerstag, 25. März 2021

Damien Rice – My Favourite Faded Fantasy

 



Damien Rice – My Favourite Faded Fantasy


Besetzung:

Damien Rice – vocals, acoustic guitar (1–8), electric guitar (1), piano (1, 2, 4–7), clarinet (1, 8), tambourine (1), sounds and percussion (2), pump organ (5, 6), bass (7, 8), harmonium (8)


Gastmusiker:

Joel Shearer – crotales (1, 8), tambourine (1), shaker (1), electric guitar swells (1), bass (2, 6, 7), sounds and percussion (2), electric guitar (2, 4, 8), cuatro (7), muted guitar (7), dulcimer (7), cymbals (7), wurlitzer (8), bells (8), vibraphone (8), piano (8), celeste (8), glockenspiel (8), chimes (8), acoustic guitar (8), harmonium (8)
Zac Rae – wurlitzer (1, 4), pad (1), tack piano (1), vibraphone (2), hammond organ (3, 4), piano (4)
David Rawlings – archtop guitar (1, 7), backing vocals (7)
Cora Venus Lunny – violin (1–4, 7), backing vocals (1, 2, 7), viola (2, 3)
Borgar Magnason – double bass (1, 3, 5, 7)
Sólrún Sumarliðadóttir – cello (1)
Julia Mogensen – cello (1, 2, 5, 6, 8)
Shahzad Ismaily – bass (1, 2, 4), drums (6, 8), shaker (6), floor tom (7), hammond organ (8), cymbals (8), crotales (8), Moog (8), cowbell (8)
Magnús Trygvason Eliassen – drums (1)
Earl Harvin – percussion (1), drums (4), tambourine (4)
Helgi Jónsson – trombone (1, 2, 3, 6, 8), backing vocals (2)
James Gadson – drums (2)
Alex Somers – sampler (2–4, 8), bass drum (3), sub bass (3), harp (4)
Deron Johnson – piano (2, 3), hammond organ (1)
Tina Dico – backing vocals (2)
Bryndis Halla Gylfadottir – cello (3, 4)
Frank Aarnink – tympani (3), gong (3), cymbals (3)
Una Sveinbjarnardottir – violin (5, 6, 8), viola (8)
Markéta Irglová – piano (6), vocals (8)
Gyda Valtisdottir – cello (6, 8), backing vocals (8)
Victor Indrizzo – drums (7)
Marlana Sheetz – backing vocals (1, 8)
Andrew Heringer – backing vocals (7)
Robbie Arnett – backing vocals (7, 8)
Rónán Ó Snodaigh – bodhran (7), backing vocals (7)
Colm Ó Snodaigh – tin whistle (7)
Emil Friðfinnsson – french horn (8)




Erscheinungsjahr: 2014


Stil: Folk, Pop, Rock


Trackliste:

1. My Favourite Faded Fantasy (6:12)
2. It Takes A Lot To Know A Man (9:32)
3. The Greatest Bastard (5:04)
4. I Don't Want To Change You (5:26)
5. Colour Me In (5:18)
6. The Box(4:27)
7. Trusty And True (8:09)
8. Long Long Way (6:23)

Gesamtspieldauer: 50:34



Nun, man kann sicherlich nicht behaupten, dass Damien Rice übermäßig aktiv wäre. „My Favourite Faded Fantasy“ ist das dritte Studioalbum des Iren und bisher auch seine letzte Scheibe. „My Favourite Faded Fantasy“ erschien am 31. Oktober 2014 auf dem Plattenlabel Atlantic Records, acht Jahre nach dem Vorgänger „9“. In Irland kletterte die Platte selbstverständlich auf Platz 1 der Charts. In Deutschland erreichte sie immerhin Platz 13.

Auch auf „My Favourite Faded Fantasy“ hört man die für den Iren so typische Musik. Eine Mischung aus Folk, Pop und Rock, aufwendig arrangiert, mit mehrstimmigem Gesang und untermalt durch den Einsatz zahlreicher Instrumente. Über allem steht dabei die Sanftheit, diese Zerbrechlichkeit, die der Musik des Damien Rice innewohnt. Die acht Lieder des Albums gehen allesamt sehr schnell ins Ohr, klingen melodiös und eingängig. Musik zum Träumen und ganz tief darin Eintauchen bekommt man auf seiner dritten Patte einmal mehr serviert.

Da fällt es sogar schwer, die Höhepunkte auf „My Favourite Faded Fantasy“ zu benennen. Jedes Lied klingt, jedes Lied klingt gut. Um doch drei Titel zu nennen, sei hier das Titellied selbst erwähnt, welches das Album auch eröffnet. Ebenfalls sehr lohnend klingt die längste Nummer der Platte, „It Takes A Lot To Know A Man“. Und schließlich sei an dieser Stelle auch noch das Ende des Albums hervorhgehoben, das Lied „Long Long Way“. Alles drei wunderschöne sanfte Titel, die die ruhigen Momente des Tages noch zu vertiefen verstehen.

Fazit: Auch auf „My Favourite Faded Fantasy“ hört man die so typische Musik des Damien Rice. Sanft und wunderschön melodiös klingt das alles. Kein Lied fällt großartig gegenüber dem anderen ab, das Zuhören macht Spaß und versetzt einen ins Träumen. Wer die ruhigen Momente in der Musik zu schätzen weiß, wird mit „My Favourite Faded Fantasy“ sehr belohnt werden. Elf Punkte.

Anspieltipps: My Favourite Faded Fantasy, It Takes A Lot To Know A Man, Long Long Way



Samstag, 23. Januar 2021

Damien Rice – 9

 





Besetzung:

Damien Rice – clarinet, fender rhodes, guitar, percussion, piano, production, singing bowls, vocals, wurlitzer


Gastmusiker:

Daisy – drawing, painting
Shane Fitzsimons – bass, double bass
Lisa Hannigan – backing vocals
Vyvienne Long – cello
Cora Venus Lunny – viola, violin
Tom Osander – drums, glasses
Joel Shearer – electric guitar




Erscheinungsjahr: 2006


Stil: Folk Rock


Trackliste:

1. 9 Crimes (3:39)
2. The Animals Were Gone (5:41)
3. Elephant (5:57)
4. Rootless Tree (4:22)
5. Dogs (4:10)
6. Coconut Skins (3:45)
7. Me, My Yoke + I (5:57)
8. Grey Room (5:43)
9. Accidental Babies (6:33)
10. Sleep Don’t Weep (21:54)
11. The Rat Within The Grain (3:33)

Gesamtspieldauer: 1:11:19



„9“ nannte der irische Musiker Damien Rice sein zweites Studioalbum, was zuerst in seiner Heimat Irland am 3. November 2006 veröffentlicht wurde. Drei Singles wurden mit den Liedern „9 Crimes“, „Rootless Tree“ sowie „Dogs“ aus der Platte ausgekoppelt. Das Album wurde in Großbritannien mit Gold zertifiziert und erreichte dort Platz vier der UK-Album-Charts.

Ursprünglich wollte Damien Rice lediglich ein einziges Album aufnehmen, sein Debut „O“ aus dem Jahr 2002. Doch auf Drängen seiner Plattenfirma hin veröffentlichte er schließlich vier Jahre später auch noch „9“. Überraschenderweise sagte er später in einem Interview: „Jetzt bereue ich das, denn ich würde die Hälfte der Songs, die auf „9“ zu hören sind, herausnehmen. Ich denke einfach nicht, dass sie als Platte so gut ist, wie sie sein könnte.“

Wahrlich überraschend diese Aussage denn auch auf „9“ gibt es viel Schönes zu entdecken Sanfte Musik voller Gefühl, die sich meist melancholisch bis traurig anhört und dabei mit wunderschönen Melodien ausgestattet wurde. Die Lieder gehen sehr schnell ins Ohr, transportieren sehr viel Atmosphäre und lassen einen träumen und die Hektik des Tages völlig vergessen.

Höhepunkte gibt es einige auf „9“. Besonders herauszuheben sind dabei die ersten beiden Singles des Albums „9 Crimes“ und „Rootless Tree“. Beides sind wunderschöne Lieder, die Musik zu etwas ganz Besonderem werden lassen. Und wie auch schon auf seinem Debut-Album „O“ mit dem Lied „Eskimo“, so packt Damien Rice auch auf „9“ noch einen Höhepunkt in Form eines als Bonus-Tracks verzeichneten Liedes mit auf das Album. „The Rat Within The Grain“ heißt dieser, verfügt über klasse arrangierten mehrstimmigen Gesang und geht ebenfalls ganz schnell ins Ohr.

Fazit: Auch wenn Damien Rice mit dem Ergebnis später anscheinend nicht mehr ganz zufrieden war, finde ich „9“ sehr gelungen. Das Album lebt von diesen traurigen Atmosphären, die die Lieder transportieren und von wunderschönen Melodien, klasse Arrangements und ganz viel Gefühl. Sehr hörenswert. Elf Punkte.

Anspieltipps: 9 Crimes, Rootless Tree, The Rat Within The Grain



Montag, 21. September 2020

Damien Rice – O




Damien Rice – O


Besetzung:

Damien Rice – vocals, piano, guitar, percussion, clarinet


Gastmusiker:

Lisa Hannigan – backing vocals, lead vocals on "Silent Night" (hidden track), piano
Vyvienne Long – cello
Mark Kelly – electric guitar
Shane Fitzsimons – bass guitar
Tom Osander aka Tomo – percussion, drums
Caroline "Caz" Fogerty – djembe
Doreen Curran – mezzo-soprano vocals on "Eskimo"
Nicholas Dodd – conducting
Colm Mac Con Iomaire – violin
Conor Donovan – timpani, percussion
Jean Meunier – improvisation, piano


Label: 14th Floor


Erscheinungsjahr: 2003


Stil: Folk, Acoustic Rock


Trackliste:

1. Delicate (5:13)
2. Volcano (4:38)
3. The Blower’s Daughter (4:44)
4. Cannonball (5:10)
5. Older Chests (4:46)
6. Amie (4:37)
7. Cheers Darlin‘ (5:49)
8. Cold Water (4:59)
9. I Remember (5:31)
10. Eskimo ((5:06) inkl. Hidden Tracks „Prague“ (5:54) und „Silent Night“ (1:50)) (15:59)

Gesamtspieldauer: 1:01:28




„O“ heißt das erste Studioalbum des irischen Musikers Damien Rice, welches am 1. Februar 2002 auf dem Plattenlabel 14th Floor veröffentlicht wurde. Damien Rice wollte dabei ganz bewusst auf einem kleineren Label veröffentlichen, da er Sorge hatte sonst zukünftig nicht mehr genug eigene Einfluss auf seine Musik zu haben.

Das Ergebnis und damit das Debut des irischen Musikers kann sich sehen beziehungsweise besser sehr gut hören lassen. Auf „O“ hört man unglaublich melodiöse Musik, oftmals unterstützt durch Orchesterinstrumente, die wunderschöne Melodien aufweisen und ohne große Umwege ins Ohr gehen. Die Musik klingt größtenteils sehr sanft und zurückhaltend, an manchen Stellen gar fast schon zerbrechlich. Damien Rice erzeugt mit seiner Musik eine Atmosphäre, die Hörerin wie Hörer einnimmt und fesselt. Dabei klingt die Musik niemals altbacken und langweilig, sondern sehr viel eher spannend und mitreißend – und das bei einer sehr ruhigen Grundhaltung. Die Lieder packen einen und lassen einen nicht mehr los.

Höhepunkte gibt es einige auf „O“. Da ist zum einen das wunderschöne „Volcano“, welches Damien Rice zusammen, im Duett mit Lisa Hannigan einsingt. Besonders erwähnenswert hier das perfekt abgestimmte Gesangsarrangement am Ende des Liedes. „Amie“ ist eine sehr eingängige und folkige Nummer. Auch wieder ausgestattet mit einer sehr schönen und eingängigen Melodie. Im nachfolgenden „Cheers Darlin‘“ scheint man zunächst Zeuge einer Kneipen- oder Bar-Szene zu sein. Das Lied entwickelt sich von sehr getragen und langsam hin zu einer sogar schrägen Nummer, die das ganze Album zusätzlich auflockert.

Und schließlich gibt es dann noch jenen letzten Titel des Albums, „Eskimo“, der mit knapp sechszehn Minuten Spieldauer angegeben wird. Doch in Wirklichkeit sind dies drei Lieder, wobei die letzten beiden Nummern als sogenannte „Hidden Tracks“ angehängt sind. Man hört also das eigentliche „Eskimo“, das Lied „Prague“ und schließlich noch für eine Minute und fünfzig Sekunden „Silent Night“, was wirklich jenes „Stille Nacht, Heilige Nacht“ ist, welches wir auch in Deutschland zu Weihnachten singen. Hier übernimmt den Gesangspart erneut Lisa Hannigan. Musste nicht unbedingt sein, wirkt etwas deplatziert und ist ein seltsamer Abschluss für dieses Album, da zuvor mit „Eskimo“ und „Prague“ zwei wahre musikalische Schätze zu hören sind.

„Eskimo“ ist ein so wunderschönes Lied, voller Melancholie und Tiefe, bei dem Doreen Curran mit ihrem Mezzo-Sopran eine unglaubliche Intensität produziert. Das Lied steigert sich in seinem Verlauf und klingt einfach nur schön und ergreifend. Auch „Prague“ lohnt gehört zu werden und es ist wahrlich schade, dass dieses Lied in Form eines „Hidden Tracks“ fast schon auf „O“ versteckt wurde.

Fazit: Ein sehr gelungenes und überzeugendes und intensives und einnehmendes Debut ist Damien Rice mit „O“ gelungen. Zumeist sanfte Musik hört man auf dem Album, welche das Herz erwärmt, einen packt und nicht mehr loslässt. Sehr hörenswert. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: Volcano, Eskimo, Prague