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Mittwoch, 12. März 2025

Eloy – Echoes From The Past

 



Eloy – Echoes From The Past


Besetzung:

Frank Bornemann – vocals, guitar
Steve Mann – keyboards
Klaus-Peter Matziol – bass
Stephan Emig – drums, percussion


Gastmusiker:

Tobias Reckfort – several additional keyboards on 1, 2, 4, 6, 7, programmings on 6
Nic Knoll – several additional keyboards on 1, 4, 6,7, 8
Arthur Kühfuss – backing vocals
Finn Mac Cozmac – backing vocals
Carinha – backing vocals
Elin Bell – backing vocals
Anke Renner – backing vocals
Kim Baete – backing vocals




Erscheinungsjahr: 2023


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Conspiracy (5:44)
2. Compassion For Misery (3:04)
3. Echoes From The Past (5:39)
4. Danger (4:41)
5. Deceptive Glory (5:09)
6. Warning Signs (6:33)
7. Fate (3:20)
8. The Pyre (9:21)
9. Farewell (5:17)

Gesamtspieldauer: 48:53



„Echoes From The Past“ ist nicht nur das zwanzigste Studioalbum von Eloy, wenn man den Soundtrack „Code Name: Wild Geese“ von 1984 nicht mitrechnet, es ist auch der dritte und abschließende Teil der Trilogie um das Leben und Wirken der französischen Nationalheldin Jeanne d’Arc. „Echoes From The Past“ erschien im Jahr 2023 auf dem Plattenlabel Drakkar Entertainment.

Nun, lange muss man nicht in die Platte hineinhören, um zu spüren, dass es sich bei „Echoes From The Past“ um ein Eloy-Album handelt. Bereits im ersten Stück „Conspiracy“ gibt es eine Passage, die unüberhörbar an „Poseidon’s Creation“ aus dem 1977er Album „Ocean“ angelehnt ist. Doch auch ansonsten klingt diese Platte nach Eloy. Natürlich ist da der Gesang Frank Bornemanns, dessen Stimme nun etwas gealtert klingt – kein Wunder bei inzwischen 78 Jahren. Doch dieser Gesang gehört einfach zu Eloy und ist nicht wegzudenken. Schließlich sind es auch der Synthesizer-Sound sowie das Gitarrenspiel, alles Zutaten, die eindeutig nach Eloy klingen.

Alle Zutaten eines überzeugenden Eloy-Albums sind auch auf „Echoes From The Past“ enthalten. Opulente Instrumentierung, schöne Melodien und viele atmosphärische Wechsel im Liedaufbau. Das klingt mal sphärischer, dann wieder rockig, und das ein oder andere überzeugende Gitarrensolo lässt Frank Bornemann auch wieder mit einfließen. Kopfhörer auf, ein gemütliches Plätzchen gesucht und eine kleine musikalische geschichtliche Reise kann beginnen, die inhaltlich aber bekanntlich kein Happy End nahm. Dafür kann die Musik Eloy-Fans umso mehr überzeugen.

Im Booklet sind glücklicherweise alle Texte in einem Heftchen mit abgedruckt, wenn man denn die Geschichte mit verfolgen möchte ist das sicher eine angenehme Zugabe. Dazu gibt es noch ein kleines Poster, was allerdings natürlich sehr klein gefaltet werden musste. Trotzdem kein 08/15 Cover und insgesamt natürlich wertiger als jedes Streaming-Format.

Fazit: Wer die Musik von Eloy bereits lange verfolgt und diese zu schätzen weiß, der wird auch „Echoes From The Past“ mögen. Eloy experimentieren auf dieser Scheibe nicht mit ihrem musikalischen Stil, sondern präsentieren Musik, die nach Eloy klingt und die so wohl auch von Eloy-Fans gewünscht wird. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Danger, Farewell



Samstag, 5. Oktober 2019

Eloy – The Vision, The Sword And The Pyre – Part II




Eloy – The Vision, The Sword And The Pyre – Part II


Besetzung:

Frank Bornemann – lead and backing vocals and all guitars
Klaus-Peter Matziol – bass
Hannes Folberth – keyboards
Michael Gerlach – keyboards
Stephan Emig – drums


Gastmusiker:

Arthur Kühfuss – keyboards on tracks 1 & 3
Laila Nysten – vocals on track 1
The Youth Choir Of The Market Church, Hannover – choir on tracks 1 & 5


Label: Artist Station Records


Erscheinungsjahr: 2019


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. An Instant Of Relief... Still The War Rages On (6:28)
2. Between Hope, Doubts, Fear And Uncertainty (2:14)
3. Patay (5:25)
4. Joy (3:45)
5. Reims... The Coronation Of Charles VII (2:32)
6. Résumé (2:47)
7. Armistice Of War (4:29)
8. Paris (3:50)
9. Abandoned (4:43)
10. Compiègne (5:12)
11. Tormenting Imprisonment (2:33)
12. Rouen (4:58)
13. Eternity (3:42)

Gesamtspieldauer: 52:45



Zwei Jahre hat es gedauert, bis Frank Bornemann mit seiner Band Eloy den zweiten Teil der Geschichte um Jeanne d’Arc erzählt. Dieses Mal bis zum bitteren Ende, bis Jeanne d’Arc mit dem Titel „Eternity“ in die Ewigkeit einzieht. Auch dieses neunzehnte Studioalbum mit dem logischen Titel „The Vision, The Sword And The Pyre - Part II“ erschien auf dem Plattenlabel Artist Station Records und ist unverwechselbar ein Eloy-Album geworden. Die Fans wird es freuen.

Die Musik auf „The Vision, The Sword And The Pyre - Part II“ ist – wie schon beim Vorgänger – sehr viel eher an der Musik der Band der 70er Jahre angelehnt, als an jener der 80 und 90er Jahre. Doch trotzdem unterschieden sich die Lieder auf dem Album mit jenen der damaligen Zeit und auch etwas im Vergleich zum Vorgänger. Eloy rocken deutlich mehr. An manchen Stellen fließt auf „The Vision, The Sword And The Pyre - Part II“ eine Prise Hard Rock mit ein, die man sonst von Eloy eher weniger kennt. Zudem klingt die Musik dieses Mal nicht mehr so bombastisch und enthält weniger Pathos, als noch auf dem vorherigen Album zu vernehmen war. Nichtsdestotrotz ist die Platte ein Eloy-Album geworden, mit sehr vielen der Zutaten, weswegen Fans diese Band so lieben.

Auf „The Vision, The Sword And The Pyre - Part II“ wird einmal mehr die Abwechslung groß geschrieben. Der Text wird gesungen oder eingesprochen, um den erzählerischen Ansatz zu betonen. Frank Bornemann singt und spricht den größten Teil ein, aber man hört auch weibliche Stimmen. Die Atmosphären der Musik wechseln, genau wie Tempi und Rhythmen. Es gibt wunderschöne Melodien zu entdecken, schwebende wie rockende Passagen. Die Band versucht dabei die Szenen im Leben der Jeanne d’Arc musikalisch umzusetzen. Das gelingt nicht durchgängig packend, an vielen Stellen allerdings doch sehr gut.

Die Lieder bilden von daher eine Einheit, die eine Geschichte erzählt. Diesbezüglich hat sich kaum etwas zu den Eloy Platten Mitte der 70er Jahre geändert. Einzelne Stücke herauszuheben generiert sich damit einigermaßen schwierig, da sie alle Teil eines Ganzen sind und dort auch am besten wirken. Um die Bandbreite der Platte ein wenig wiederzugeben, empfehle ich den Opener „An Instant Of Relief... Still The War Rages On“ und das Lied „Armistice Of War“ zur Orientierung anzuspielen, da diese beiden Nummern alles enthalten, was „The Vision, The Sword And The Pyre - Part II“ ausmacht. 

Fazit: „The Vision, The Sword And The Pyre - Part II“ ist ein gutes Album geworden, ganz im Stile der Eloy Musik der 70er Jahre. Ganz so beeindruckend wie damals klingen Eloy allerdings nicht mehr. Jedoch deutlich interessanter als in den 80er Jahren. Auch kommt der zweite Teil der Geschichte um Jeanne d’Arc nicht an den ersten heran. Die Melodien wussten da noch ein wenig mehr zu packen. Doch „The Vision, The Sword And The Pyre - Part II“ macht Spaß. Eindeutig. Und welche Band kann mit dem 19. Studioalbum noch solch einen Höhepunkt vorweisen? Mir fällt da wenig ein. Zehn Punkte.

Anspieltipps: An Instant Of Relief... Still The War Rages On, Armistice Of War



Sonntag, 22. Oktober 2017

Eloy – The Vision, The Sword And The Pyre - Part 1




Eloy – The Vision, The Sword And The Pyre - Part 1


Besetzung:


Frank Bornemann – lead and backing vocals, all guitars and some additional keyboards
Klaus Peter Matziol – bass
Hannes Folberth – keyboards
Michael Gerlach – keyboards
Kristof Hinz – drums and percussion


Gastmusiker:

Alice Merton – spoken parts as Jeanne on 5,6 & 8
Alexandra Seubert – backing vocals on 3,9 & 11
Jessy Martens – vocals as Jeanne on 13
Anke Renner – Backing vocals on 3, 5, 6 & 11
Isgaard – vocals on 9
Lisa Laage-Smidt – backing vocals on 6
Kim Hutchinson – spoken part as Jeanne's Mother Isabelle on 2
Kai Ritter – spoken parts as Jeanne's Father on 2 & 4
Simon Moskon – backing vocals on 3,8 & 9
Sven-Arne Zinnke – backing vocals on 5
Jens Lueck – keyboards on 1 & 5
The Children's Choir of the Marktkirche Hannover on 9
Peter Becket – Army Choir on 10
Tom Jackson – Army Choir on 10
Volker Kuinke – recorders and flutes on 3, 6, 8 & 10
Eric Pulverich – vocals on 8
Leon Kaack – vocals on 8
Bick Buttchereit – vocals on 8
Steve Mann – spoken parts as Dauphin Charles on 8
Christoph Van Hal – strings on 1 & 10
Artur Kühfuss – keyboards on 5 & 8
Niklas Fischer – keyboards on 3 & 8
Johannes Berger – bass viol on 9
Julian Göke – bass voice on 1


Label: Artist Station Records


Erscheinungsdatum: 2017


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. The Age Of The Hundred Years' War (4:16)
2. Domremy On The 6th Of January 1412 (1:47)
3. Early Signs...From A Longed For Miracle (4:12)
4. Autumn 1428 At Home (0:55)
5. The Call (5:51)
6. Vaucouleurs (4:34)
7. The Ride By Night...Towards The Predestined Fate (3:29)
8. Chinon (9:45)
9. The Prophecy (4:39)
10. The Sword (5:53)
11. Orléans (4:25)
12. Les Tourelles (7:22)
13. Why? (5:10)

Gesamtspieldauer: 1:02:24




Totgesagte leben länger. Viel länger sogar. Als im Jahr 2009 mit der Platte „Visionary“ nach elf Jahren das siebzehnte Studioalbum von Eloy veröffentlicht wurde, da war irgendwie klar, dass dieses nun auch das letzte Album der Band um Frank Bornemann gewesen sein muss. Doch weit gefehlt, denn im Jahr 2017 gibt es nun auch noch das achtzehnte Album von Eloy mit dem Titel „The Vision, The Sword And The Pyre - Part 1“. Erschienen ist die Scheibe im August dieses Jahres auf dem Plattenlabel Artist Station Records. Nun und der kleine Zusatz „Part 1“ deutet bereits darauf hin, dass es dies immer noch nicht gewesen sein muss. Mit dem Album soll die Geschichte der Jeanne d’Arc erzählt werden, welche also mit dem zweiten Teil ihren Abschluss finden soll.

Hört man sich in „The Vision, The Sword And The Pyre - Part 1“ hinein, wird man angenehm überrascht. Eloy klingen auf dieser Platte so, wie sie bereits in den 70er Jahren zu ihrer schöpferischen Hochzeit klangen. Wunderschöne Melodien, abwechslungsreiche und vielschichtige Lieder, gesprochener Text neben gesungenen Zeilen. Dazu natürlich auch jede Menge Bombast und Pathos, den man mögen muss, um Eloy schätzen zu können. All das gab es schon mal vor vierzig Jahren und trotzdem erschafft Frank Bornemann hier mit seiner Band keine Kopie der Alben „Power And The Passion“, „Dawn“ oder „Ocean“. Vielmehr ist „The Vision, The Sword And The Pyre - Part 1“ eine Ausweitung beziehungsweise Weiterentwicklung der früheren Musik. Leichte mittelalterliche musikalische Anspielungen haben Einzug gefunden in die Musik der Band, ohne dabei zu sehr präsent zu wirken. Auf diese Art und Weise eingesetzt erweitern sie das Spektrum der Musik von Eloy.

Die Lieder der Platte gehen allesamt ins Ohr und sind spannend. Es macht einfach Spaß hier zuzuhören und nichts ist bei den ersten Malen des Zuhörens vorhersehbar. Schnell wird die Musik mit jedem weiteren Durchlauf zu einem guten alten Bekannten, den man schon jahrelang zu kennen scheint. Trotzdem klingt es auch dann noch nicht langweilig, sondern bleibt weiterhin überzeugend und interessant. Alle diejenigen Hörerinnen und Hörer, die früher schon nichts mit dieser Band anfangen konnten, werden sich bestätigt fühlen – wohingegen Fans der ersten Tage „The Vision, The Sword And The Pyre - Part 1“ feiern werden. Die Zeit scheint stillzustehen. Doch nicht ganz, denn etwas hat sich definitiv in der Musik von Eloy verändert. Es ist die Aussprache des Frank Bornemann, dessen Englisch deutlich besser geworden ist und somit sein Gesang nicht mehr von der schönen Musik ablenkt, sondern diese ergänzt. Interessant auch das letzte Lied des Albums. Hier hat Frank Bornemann offensichtlich seiner Liebe zu Pink Floyd ein Denkmal gesetzt. Bei diesem Stück stand aber 2:30 eindeutig Pink Floyds „A Great Gig In The Sky“ Pate. Macht nichts, denn es klingt auch in dieser Version von Eloy überzeugend.

Fazit: „The Vision, The Sword And The Pyre - Part 1“ ist ein sehr gelungenes Comeback von Eloy geworden und man darf sich bereits jetzt auf „Part 2“ freuen. Alle Zutaten, die die Musik von Eloy in der Mitte der 70er Jahre beinhaltete sind auch auf diesem achtzehnten Studioalbum wieder enthalten. Das wird alle Fans der frühen Jahre der Band freuen, den anderen wird es egal sein. So klingt Progresse Rock auch, der viele Jahrzehnte nach seiner Blütezeit soundtechnisch in die Gegenwart versetzt wurde. Elf Punkte.

Anspieltipps: The Sword, Why?



Sonntag, 11. Juni 2017

Eloy – The Legacy Box (DVD)




Eloy – The Legacy Box (DVD)


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Artist Station Records


Erscheinungsdatum: 2010


Stil: Progressive Rock, Rock


Trackliste:

DVD1:

Mighty Echoes - The Story Of Eloy:

1. The Beginning And First Steps Forward (1969-1975)
2. Years Of Success (1976-1979)
3. New Paths And Old Values (1980-1984)
4. From Project To Band (1985-Today)
5. Credits 

Gesamtspieldauer DVD1: 1:42:32

6. Picture Gallery


DVD2:

Clip Collection:

1. The Sun Song (1977)
2. The Midnight-Fight / The Victory Of Mental Force (1977)
3. Decay Of Logos (1978)
4. Illuminations (1980)
5. Silhouette (1980)
6. Shadow And Light (1983)
7. Fools (1983)
8. Heartbeat (1983)
9. On The Verge Of Darkening Lights (1983)
10. Voyager Of The Future Race (1988)
11. Rainbow (1988)
12. Poseidon‘s Creation (1994)
13. Generation Of Innocence (1994)
14. The Tides Return Forever (1994)
15. Age Of Insanity (2010)
16. I Work It Out (Bonus)
17. The Midnight-Fight / The Victory Of Mental Force (Bonus)
18. Shadow And Light (Bonus)
19. Fools (Bonus)

Gesamtspieldauer DVD2: 1:45:12




„The Legacy Box“ heißt eine Doppel-DVD der deutschen Progressive Rock Band Eloy. Auf der ersten DVD bekommt mittels Musik und einiger Interviews die Geschichte der Band erzählt, von ihren Anfängen, Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts, bis zur Entstehung dieser DVD. Die zweite DVD wartet dann mit fünfzehn verschiedenen Clips auf, die zum allergrößten Teil diversen Fernsehauftritten entnommen wurden. Und zu guter Letzt gibt es auch noch eine Photo-Galerie, die die Band in unterschiedlichen Formationen im Studio, bei Auftritten oder speziellen Photo-Shootings zeigt.

Auf der ersten DVD kommen einige Eloy-Musiker der unterschiedlichen Band-Zusammenstellungen zu Wort, sowie auch zwei ihrer Produzenten. Die Musiker erzählen etwas über die Entstehungsgeschichte verschiedener Alben, über Schwierigkeiten künstlerischer Art, jedoch auch über Probleme untereinander, die zu mehreren Trennungen bei Eloy führten. Man erhält so einen schönen Eindruck und Einblick über vierzig Jahre Bandgeschichte. Auch erfährt man, wie Frank Bornemann zum Sänger wurde, der er auf dem ersten Album von Eloy noch nicht war. Seine etwas gewöhnungsbedürftige Aussprache der englischen Sprache bleibt an dieser Stelle allerdings unerwähnt. Häufig werden Auftritte und Konzert-Mitschnitte eingeblendet, welche durchaus interessant sind. Jedoch gibt es auch immer wieder Einschübe, musikalisch untermalt, die eine Reise durch ein verschwommenes Weltall darstellen. Kurz, man sieht nichts außer bunten Punkten, die an einem vorbeiziehen. Dieses Stilmittel wurde leider deutlich über Gebühr strapaziert und nervt spätestens nach dem fünften oder sechsten Mal, doch es kommt noch deutlich öfter.

Auf der zweiten DVD bekommt man dann vor allen Dingen Mitschnitte von Fernsehaufnahmen zu sehen. Hier hätte man sich ganz klar einen vollständigen Konzertmitschnitt aus der Hochzeit von Eloy, Mitte bis Ende der 70er Jahre gewünscht. Oder zumindest mehrere Live-Mitschnitte unterschiedlicher Abschnitte in der Bandgeschichte. Stattdessen gibt es eben jene Fernsehaufzeichnungen und diese leider dann auch noch hauptsächlich aus den 80er Jahren, als die Musik der Band längst nicht mehr so der Bringer und überzeugend war, wie noch in dem Jahrzehnt zuvor.

Fazit: Die beiden DVDs bereiten den Zuschauerinnen und Zuschauern einen schönen Überblick über die Geschichte der Band Eloy mit zahlreichen Informationen, die man so bisher noch nicht gehört hatte. Dies gilt natürlich vor allen Dingen für die erste DVD. Die zweite DVD bringt einem dagegen mehr die Musik von Eloy in den 80er und 90er Jahren in Form von Fernsehauftritten nahe, die 70er Jahre mit den musikalischen Höhepunkten der Band, kommen hier definitiv zu kurz. Trotzdem, für Fans von Eloy sicherlich eine lohnende Anschaffung. Neun Punkte.

Anspieltipps: DVD 1



Dienstag, 29. März 2016

Eloy – Live




Eloy – Live


Besetzung:

Frank Bornemann – Gesang, Gitarre
Klaus-Peter Matziol – Bass, Gesang
Detlev Schmidtchen – Keyboards
Jürgen Rosenthal – Schlagzeug, Stimme


Label: Harvest


Erscheinungsdatum: 1978


Stil: Progressive Rock, Live


Trackliste:

1. Poseidon's Creation (11:37)
2. Incarnation Of Logos (8:46)
3. The Sun-Song (8:30)
4. The Dance In Doubt And Fear (7:26)
5. Mutiny (7:36)
6. Gliding Into Light And Knowledge (4:24)
7. Inside (6:34)
8. Atlantis' Agony At June 5 Th - 8498, 13 P.M. Gregorian Earthime (20:54)

Gesamtspieldauer: 75:47




Im Jahr 1978 wurde „Live” veröffentlicht, welches bis zum Jahr 2014 das einzige Live-Album Eloys bleiben sollte. Erst dann wurde mit „Reincarnation On Stage“ eine zweite solche Konzertscheibe veröffentlicht. Auf „Live“ ist vor allen Dingen das Album „Ocean“ vertreten. Außer dem Lied „Decay Of The Logos“ sind alle drei weiteren Nummern der Platte vertreten. Aus dem Album „Dawn“ gibt es drei weitere Titel, eines aus „Power And The Passion" sowie ein weiterer Titel aus dem zweiten Album „Inside“.

„Live“ vermittelt im Grunde genommen eine tolle Übersicht über das Schaffen von Eloy Anfang bis Mitte der 70er Jahre. Zu hören ist hier sehr melodiöser Progressive Rock, absolut verspielt und überaus eingängig. Nahezu alles auf „Live“ klingt harmonisch und bombastisch. Die Musiker schwelgen in ihrem vollen Sound, zelebrieren ihre Musik und errichten hier wundervolle Klangwelten, die einen einfach einzunehmen verstehen.

Natürlich hört sich das alles auf den jeweiligen Studio-Alben noch etwas voller an, trotzdem klingt der Sound auch auf diesem Live-Album ausgereift und dicht. Man kann sehr gut eintauchen in die musikalische Welt der deutschen Progressive Rocker, die gerade in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts so innovativ und überzeugend klangen. Aber auch eine Neuerung gibt zu hören. Vor dem Titel „Sun-Song“ wird eine Einleitung in Deutsch gesprochen. Man wünschte sich, das wäre immer so gewesen, denn dann hätte man sich zum Beispiel den Beginn der Scheibe erspart, bei dem sehr pathetisch ein Eingangstext zu „Poseidon's Creation“ gesprochen wird – auf Englisch. Oder sollte man doch besser sagen „Denglisch“. Es klingt einfach nicht gut, wenn Deutsche mit diesem Akzent versuchen Englisch zu sprechen. Gut, irgendwie gehört das auch zur Musik von Eloy dazu, aber es klingt einfach nicht gut…

Fazit: „Live“ von Eloy ist eine sehr gelungene Scheibe, die einen guten Überblick über die Musik der Band im ersten Jahrzehnt ihres Bestehens liefert. Der Sound kommt für eine Live-Platte ebenfalls gut rüber, auch von daher sind dem Klangerlebnis also keine Grenzen gesetzt. Die Musik von Eloy klingt auf „Live“ verspielt, voll, melodiös und auch ein wenig bombastisch. Für alle, die diese Ausprägung des Progressive Rock mögen natürlich eine tollen Scheibe. Ein kleiner Nachteil ist wieder mal die etwas seltsame Aussprache, aber das hatten wir ja schon zu genüge. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: The Sun-Song, The Dance In Doubt And Fear, im Grunde genommen alles.



Samstag, 25. April 2015

Eloy – Visionary




Eloy – Visionary


Besetzung:

Frank Bornemann – lead and backing vocals, acoustic & electric guitars
Klaus-Peter Matziol – bass
Michael Gerlach – keyboards
Bodo Schopf – drums, percussion
Hannes Folberth – additional keyboards


Gastmusiker:

Anke Renner – vocals
Tina Lux – vocals
Volker Kuinke – renaissance flute
Christoph Littmann – keyboards, orchestra sounds
Stephan Emig – additional percussion


Label: Artist Station Records


Erscheinungsdatum: 2009


Stil: RetroProg


Trackliste:

1. The Refuge (4:54)
2. The Secret (7:44)
3. Age Of Insanity (7:55)
4. The Challenge (Time to Turn, Part 2) (6:43)
5. Summernight Symphony (4:27)
6. Mystery (The Secret, Part 2) (9:01)
7. Thoughts (1:22)

Gesamtspieldauer: 42:10




Was hatten sie nicht gebeten und gebettelt, die Fans von Eloy. Frank Bornemann sollte sich doch noch einmal einen Ruck geben und nochmals ein Eloy-Album veröffentlichen. Das „Kapitel“ Eloy, welches eigentlich mit „Ocean 2 – The Answer“ abgeschlossen sein sollte, konnte doch noch nicht so einfach beendet sein. Nun, Frank Bornemann ließ sich schließlich wirklich noch einmal erweichen und überzeugen, somit wurde elf Jahre nach der letzten Scheibe, mit „Visionary“, das nun wohl endgültig letzte und gleichzeitig siebzehnte Studio-Album von Eloy im Jahr 2009 veröffentlicht.

„Visionary“ ist eindeutig eine Eloy-Scheibe geworden, das hört man an jedem Akkord, am Gesang Frank Bornemanns sowieso, dessen Englisch sich bis zum Jahr 2009 auch deutlich verbessert hat. Erneut bekommen Hörerin und Hörer von Eloy die symphonische Ausrichtung des Progressive Rock geboten. Alles klingt, ist harmonisch, die Melodie steht immer im Vordergrund. Experimente werden da nicht großartig gewagt, melodiös soll es klingen und melodiös klingt es auch.

Das Album ist also eingängig, trotzdem ist die große Zeit der Band leider vorbei. Eine ganze Menge Nummern befinden sich unter den sieben Titeln, die irgendwie einfach so durchlaufen, ohne großartig Spuren zu hinterlassen. Eloy sind auf „Visionary“ immer dann gut, wenn es ein wenig rockiger wird. Dies ist bei den Titeln 1 und 3 der Fall. Bei „The Refuge“ gesellt sich zu den etwas härteren Tönen noch ein ganz netter Flötensound, der die Nummer spannend werden lässt – und natürlich ist das alles auch wieder sehr eingängig. „Age Of Insanity“ wird ebenfalls durch seine rockige Ausrichtung aufgewertet, sodass auch dieser Titel etwas aus diesem, ansonsten etwas langweiligeren Rest heraussticht.

Fazit: Das war es also mit Eloy – zumindest was die Studio-Alben angeht. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, wenn manche Kritiker und auch Fans über diesen Album schreiben, dass es gut ist, dass die Band nun aufhört, da sie nichts mehr zu sagen hat, „Visinary“ nur noch ein Abklatsch alter Tage sei. „Visionary“ ist sicherlich keine schlechte Scheibe geworden. Wenn man die Platte allerdings mit den Höhepunkten von Eloy in den 70er Jahren vergleicht, dann kann diese nur verlieren. Neutral betrachtet dürften jedoch die meisten Eloy Fans durchaus gefallen an dem Album finden. „Visionary“ ist sicherlich nicht die richtige Einstiegsplatte, um den Eloy-Kosmos zu ergründen, aber durch diese Scheibe dürfte auch niemand den Spaß an Eloy verlieren. Wer also auf symphonischen und vollen und melodiösen Progressive Rock steht, der kann mit „Visionry“ nicht viel falsch machen – wenn sie oder er zumindest keine Vergleiche zu früheren Alben zieht. Neun Punkte.

Anspieltipps: The Refuge, Age Of Insanity



Samstag, 11. April 2015

Eloy – The Tides Return Forever




Eloy – The Tides Return Forever


Besetzung:

Frank Bornemann – vocals, guitar
Michael Gerlach – keyboards, backing vocals
Klaus-Peter Matziol – bass


Gastmusiker:

Nico Baretta – drums
Jocelyn B. Smith – vocals on "The Tides Return Forever"
Miriam Stockley – vocals on "Company Of Angels"
Peter Beckett – vocals on "Company Of Angels", "Last In Line" and "The Tides Return Forever"
Tom Jackson – vocals on "Company Of Angels", "Last In Line" and "The Tides Return Forever"
Susanne Schätlze – backing vocals on "Last In Line"
Bettina Lux – backing vocals on "Last In Line"
Steve Mann – acoustic guitar solo on "The Tides Return Forever"
Ralf Vornberger – acoustic guitar on "The Tides Return Forever"
Dirk Michaelis – acoustic guitar on "Childhood Memories"


Label: ACI


Erscheinungsdatum: 1994


Stil: RetroProg


Trackliste:

1. The Day Of Crimson Skies (5:02)
2. Fatal Illusions (9:21)
3. Childhood Memories (6:21)
4. Generation Of Innocence (6:10)
5. The Tides Return Forever (6:39)
6. The Last In Line (4:01)
7. Company Of Angels (9:44)

Gesamtspieldauer: 47:22




Das fünfzehnte Eloy-Studioalbum wurde im Jahr 1994 unter dem Namen „The Tides Return Forever“ veröffentlicht. Nachdem der Vorgänger „Destination“ – mit nur wenigen Ausnahmen – gar nicht mehr so recht überzeugen konnte und wollte, weiß „The Tides Return Forever“ durchaus wieder an der einen oder anderen Stelle mehr zu gefallen. Vielleicht liegt es auch daran, dass Eloy nun nicht mehr nur noch ein Zweimannprojekt waren, sondern Frank Bornemann sich anschickte, wieder eine richtige Band um sich zu scharen. Nun, der Anfang wurde mit Klaus-Peter Matziol am Bass gemacht, der schon 1976 bis 1984 Teil der Besetzung von Eloy war und bereits auf „Destination“ wieder als Gastmusiker seinen erneuten Einstand feierte.

Natürlich spielen Eloy in den 90er Jahren nicht mehr dieselbe Musik, wie noch in den 70ern. Die einzelnen Titel sind vielleicht auch nicht mehr ganz so komplex, auf jeden Fall kompakter. Progressive Rock ist das allerdings immer noch, zumindest an manchen Stellen und jene Art des Progressive Rock, die in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts noch überlebt hatte. Sehr abwechslungsreich gestalten sich immer noch viele Titel von Eloy, vor allen Dingen herauszuheben sind dabei für mich die Nummern „The Day Of Crimson Skies“, der Titeltrack „The Tides Return Forever“ und vor allen Dingen „Company Of Angels“. Schön zu hören, dass die Band es immer noch nicht verlernt hat, tolle Melodien und Harmonien zu kreieren. Macht einfach Laune und wenn man dann dem Gesang des Frank Bornemanns lauscht, so muss man konstatieren, dass dieser eindeutig besser geworden ist in Bezug auf seine englische Aussprache. Trotzdem klingt er diesbezüglich aber noch nicht perfekt genug, um nicht dieses Nostalgie-Lächeln auflegen zu können.

Fazit: Nein, „The Tides Return Forever“ ist natürlich nicht das beste Eloy-Album geworden. Aber es ist eines, was sich gut anhören lässt und wenn man es vergleicht mit jenen, die chronologisch gesehen davor entstanden sind, so muss man Frank Bornemann sogar Respekt zollen. Das war eindeutig ein Schritt in die richtige Richtung. Auf „The Tides Return Forever“ hört man Eloy wieder ab und an so, wie man sie zu schätzen gelernt hat. Nicht mehr in der Ausprägung wie 15 bis 20 Jahre zuvor, jedoch noch immer vorhanden, lebendig und zugegen. Neun Punkte.

Anspieltipps: The Day Of Crimson Skies, Company Of Angels



Dienstag, 31. März 2015

Eloy – Destination




Eloy – Destination


Besetzung:

Frank Bornemann – vocals, guitar
Michael Gerlach – keyboards


Gastmusiker:

Nico Baretta – drums
Klaus-Peter Matziol – bass on "Silent Revolution" and "Racing Shadows"
Detlev Goy – bass on "Jeanne d'Arc", "Fire And Ice" and "Call Of The Wild"
Helge Engelke – bass on "Destination", "Prisoner In Mind", rhythm-guitars on "Prisoner In Mind", acoustic-guitar and solo-guitar on "Fire And Ice"
Kai Steffen – solo-guitar on "Silent Revolution"
Lenny McDowell – Flute on "Destination" and "Call Of The Wild"
Classical Choir on "Jeanne d'Arc" arranged and conducted by Peter Chrastina


Label: ACI


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Melodic Rock, ArtRock, RetroProg


Trackliste:

1. Call Of The Wild (7:01)
2. Racing Shadows (7:12)
3. Destination (7:41)
4. Prisoner In Mind (4:27)
5. Silent Revolution (7:55)
6. Fire And Ice (5:12)
7. Eclipse Of Mankind (6:29)
8. Jeanne d'Arc (7:37)

Gesamtspieldauer: 53:37





Studio-Album Nummer 14, welches 1992 veröffentlicht wurde, nannten die beiden Musiker von Eloy „Destination“. Noch immer bestand die Band Eloy also, auch vier Jahre nach „Ra“, lediglich aus Frank Bornemann sowie Michael Gerlach. Dabei ließ sich dieses Duo nun einmal mehr in ihrer Musik von zahlreichen Gastmusikern unterstützen. Und wie bereits der Vorgänger, so gehört auch „Destination“ nicht zu den besten Werken der Band. Das klingt alles sehr nach Pop bis Mainstream Rock, etwas anbiedernd und manches Mal irgendwie auch zu konstruiert.

Ja, Eloy scheinen auf „Destination“ zu einer ganz normalen AOR Mainstream Band mutiert zu sein. Die Gitarren klingen durchaus härter, als noch zu den Anfängen der Band. Das Keyboard spielt zwar keine kleine Rolle, jedoch eine etwas reduziertere. Allerdings stimmt auch diese Aussage nicht uneingeschränkt. So ist das Titelstück, die Nummer „Destination“, fast schon dem Genre Synthie-Pop zuzurechnen. Zwar gibt es auch hier, besonders im Refrain, einen ausgeprägten Gitarrenteil, ansonsten wirkt dieses Lied jedoch äußerst konstruiert und einfach synthetisch. Dazu fällt bei diesem Titel noch auf, dass Frank Bornemann hier anscheinend Jon Anderson imitieren möchte. Dieser hohe Gesang passt nun überhaupt nicht zur Stimmanlage des Eloy-Sängers und klingt hier auch leicht deplatziert. Leider ist „Destination“ nicht das einzige Lied, bei dem Frank Bornemann diesem Gesang frönt. Da braucht man mitunter schon recht starke Nerven.

Auch die Melodien zünden irgendwie nicht so richtig. Klar werden sie vertrauter, wenn man die Scheibe immer und immer wieder hört, zu Freunden werden sie allerdings nicht – obwohl sie durchaus als eingängig zu bezeichnen sind. Noch am ehesten in die frühere Richtung geht die letzte Nummer der Platte, „Jeanne d’Arc“. Dieses Lied ist aus mehreren Teilen zusammengesetzt, die sich sehr schön ergänzen, ein Chor ist mit eingebunden und jetzt schaffen es auch mal die Melodien zu überzeugen. Leider bewirkt diese Nummer, die auch keinen Hard Rock beinhaltet, jedoch nicht mehr, den Gesamteindruck von „Destination“ wesentlich zu verbessern.

Fazit: Ich mag irgendwie keinen Mainstream Rock hören, wenn ich mir eine Eloy-Platte auflege. Auch keinen Hard Rock – obwohl ich Hard Rock durchaus mag. Bei Eloy klingt das jedoch komisch und andere Bands können das einfach besser. Das ist kein Grund, um diese Platte zu verteufeln, denn es gibt wahrlich deutlich schlechtere Musik. Aber gut ist diese krude Mischung aus harten Rock Tönen und Synthie-Pop-Anlehen auch nicht – schon gar nicht mehr, wenn man sie mit früheren und auch späteren Platten von Eloy vergleicht. Im Grunde genommen ein wirklich sehr untypisches Album von Eloy, mit lediglich einem kleinen Höhepunkt. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Call Of The Wild, Jeanne d’Arc



Sonntag, 22. März 2015

Eloy – Ra




Eloy – Ra


Besetzung:

Frank Bornemann – vocals, guitar
Michael Gerlach – keyboards, drums, synth bass


Gastmusiker:

Achim Gieseler – keyboards on "Invasion Of aA Megaforce" & "Rainbow"
Stefan Höls – bass on "Invasion Of A Megaforce", backing vocals on "Dreams" & "Rainbow"
Darryl van Raalte – fretless bass on "Dreams"
Paul Harriman – bass on "Sensations"
Anette Stangenberg – vocals on "Rainbow", "Dreams" & "Invasion Of A Megaforce"
Diana Baden – whispering vocals on "Dreams"
Tommy Newton – additional guitars on "Sensations"
Udo Dahmey – drums on "Invasion Of A Megaforce"
Sue Wist – vocal intro on "Voyager Of The Future Race"


Label: ACI


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: RetroProg, ArtRock


Trackliste:

1. Voyager Of The Future Race (9:03)
2. Sensations (5:13)
3. Dreams (8:09)
4. Invasion Of A Megaforce (7:45)
5. Rainbow (5:23)
6. Hero (6:53)

Gesamtspieldauer: 42:28




Nach vier Jahren Pause erschien 1988 das dreizehnte Studio-Album von Eloy, jener Band um den Sänger und Gitarristen Frank Bornemann, die nun zu einem Duo zusammengeschrumpft war. „Ra“ wurde mit jeder Menge Gastmusikern eingespielt und wartet durchaus mit Klängen auf, die an die letzten Veröffentlichungen erinnern. Dort war bereits festzustellen, dass Eloy nun deutlich härter klingen, als noch auf den erfolgreichen Alben Mitte bis Ende der 70er Jahre.

Jedoch hatte sich auch etwas geändert an der Musik von Eloy. Es ist der Gesang des Frank Bornemanns, der zum einen auf „Ra“ deutlich englischer als deutsch klingt, was auf jeden Fall positiv zu vermerken ist. Negativ fällt hierbei jedoch auf, dass Frank Bornemann nun Stimmhöhen ausprobiert, die der Musik von Eloy auf „Ra“ immer wieder einen sehr süßlich-poppigen Anstrich verleihen. Die Stimme Frank Bornemanns wirkt dabei selbst in dieser Tonhöhe keineswegs gepresst sondern ziemlich klar, jedoch mag man so etwas sicherlich gerne in kurzen Pop-Songs hören, bei Eloy wirkt das Ganze etwas deplatziert. Es macht die Musik, die auch hier manchmal noch einen deutlichen RetroProg Ansatz aufweist, im Verbund mit zum Teil sehr einfachen, jedoch auch eingängigen Melodien, mitunter zu allzu seichter Pop-Musik. Beispielhaft hierfür steht die Nummer „Dreams“, die wohl am ehesten mit ein paar Bierchen zu genießen ist, da man sich Musik mitunter auch „Schönsaufen“ kann, manchmal auch muss – hier wäre das definitiv angebracht.

Trotzdem hat „Ra“ auch seine Stärken. Gleich der Opener „Voyager Of The Future Race” ist eine rockige Nummer im RetroProg Gewand, die zu überzeugen weiß. Auch hier gibt es erneut sehr schöne Melodien zu erhören, die dieses Mal jedoch nicht von einer Art Falsett-Gesang zunichte gemacht werden. Ebenso ist „Invasion Of A Megaforce” eine gute und eingängige Nummer, die durchaus progressive Ansätze aufweist. Allerdings hier auch wieder zum Teil mit einem sehr komisch hohen Gesang garniert, den man einfach nicht haben muss. Dieser wird übrigens bei „Rainbow“ im Refrain fast unerträglich, da das dann so etwas von süßlich und kitschig klingt, dass man nur noch – ach ja, zum Bier greifen möchte. Die letzte Nummer „Hero“ ist dagegen wiederum durchaus gelungen, wenn auch nicht unbedingt typisch für Eloy. Hier wird jetzt doch ziemlich kräftig gerockt, das allerdings auf eine durchaus überzeugende Art und Weise.

Fazit: Die Musik auf „Ra“ ist immer wieder mal gelungen und macht Spaß, auch wenn sie manchmal schon sehr poppig klingt. Kommt dann dieser hohe Gesang dazu, wird es allerdings ein ganzes Stück schwieriger. Für die Zeit damals, 1988, ist die Platte jedoch durchaus eine gute Scheibe, wenn man überlegt, was damals so alles an Musik durch die Gegend waberte. Im Rahmen der Diskographie von Eloy ist „Ra“ dann jedoch kein gutes Album mehr. Sicherlich kein Ausfall, aber da gab es wahrlich schon deutlich bessere Scheiben, da diese hier einfach oftmals zu poppig und damit ein wenig austauschbar klingt. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Voyager Of The Future Race, Hero



Dienstag, 24. Februar 2015

Eloy – Ocean 2 – The Answer




Eloy – Ocean 2 – The Answer


Besetzung:

Frank Bornemann  vocals, guitar
Michael Gerlach  keyboards, backing vocals
Klaus-Peter Matziol  bass
Bodo Schopf  drums & percussion


Gastmusiker:

Steve Mann  slide guitar on "The Answer"
Susanne Schätzle  backing vocals
Tina Lux  backing vocals
Hannes Folberth  minimoog on "Ro Setau"
Volker Kuinke  recorder (flute) on "Paralysed Civilization", "Waves Of Intuition", "The Answer"
Peter Beckett  choir on "The Answer"
Tom Jackson  choir on "The Answer"
Daniela Wöhler  soprano voices on "The Answer"
Frederike Stübner  soprano voices on "The Answer"
Susanne Moldenhauer  soprano voices on "The Answer"
Prague Philharmonic Choir on "The Answer"


Label: Gun Records


Erscheinungsdatum: 1998


Stil: Progressive Rock, ArtRock


Trackliste:

1. Between Future And Past (2:42)
2. Ro Setau (7:09)
3. Paralysed Civilization (9:28)
4. Serenity (3:11)
5. Awakening Of Consciousness (6:03)
6. Reflections From The Spheres Beyond (12:59)
7. Waves Of Intuition (4:56)
8. The Answer (11:19)

Gesamtspieldauer: 57:51




„Ocean 2 – The Answer” ist das bereits sechzehnte Studioalbum der deutschen Progressive Rock Formation Eloy. Inhaltlich bezieht sich die Scheibe auf das 1977 erschienene Album „Ocean”, welches durchaus mit einen Höhepunkt im Schaffen der Band darstellt. Allerdings wird der geneigte Hörer von einem Aufguss alter Zeiten und Zoten verschont, vielmehr sollte der Sound des Progressive Rock der 70er Jahre in die 90er Jahre überführt werden. Nun, man kann Frank Bornemann nur herzlich zu dem Ergebnis gratulieren, denn „Ocean 2 – The Answer” ist eine wahrlich gelungene Scheibe geworden.

Wahrlich ganz im Stil, wie die überaus gelungenen Scheiben der späteren 70er gehalten, öffnen sich hier vor der Hörerin und dem Hörer erneut musikalische Landschaften, die vor Melodiösität und Harmonie nur so schwelgen. Viele der Titel gehen sofort ins Ohr. Dabei ist die Musik auch durchaus spannend und abwechslungsreich. Kein Titel gleicht dem anderen. Immer wieder gibt es überraschende Wendungen, Wechsel in Rhythmus und Tempo, in der Intensität und Ausrichtung der Musik, die mal rockiger, mal sehr viel entspannter ausgeprägt sein kann. Über allem steht jedoch die Eingängigkeit der Musik, die zum Teil voll und orchestral klingt, plötzlich jedoch wiederum sehr zerbrechlich.

Dies gilt auch für den Gesang, denn wann schon haben Eloy so viele Backgroundsängerinnen und Sänger mit in die Umsetzung ihrer Kompositionen einbezogen? Überraschend in Bezug auf den Gesang ist jedoch der Umstand, dass sich Frank Bornemann anscheinend auch seine eigenen Darbietungen der 70er Jahre zum Vorbild genommen zu haben scheint. Klang sein Englisch auf den Platten der 80er Jahre durchaus deutlich weniger akzentbehaftet, so hört man auf „Ocean 2 – The Answer” seinen deutschen Akzent erneut sehr deutlich heraus. Für Nostalgie ist also auch auf diesem Weg durchaus gesorgt.

Fazit: Nun, wer Eloy der 70er Jahre liebte, der wird auch „Ocean 2 – The Answer” lieben. Ich muss sogar gestehen, dass mir diese Scheibe sogar noch ein wenig besser gefällt, als die „Schwesterplatte“ aus dem Jahr 1977. Hier wirkt alles noch einen Tick eingängiger und auch spannender und abwechslungsreicher, als etwas über zwanzig Jahre zuvor. Damit ist „Ocean 2 – The Answer” zwar nicht das beste Eloy-Album, jedoch gehört es mit zu den besten. Überaus empfehlenswert, wenn man diese melodiöse Ausprägung des Progressive Rock mag und sich nicht zu sehr an der Aussprache des Sängers stößt. Elf Punkte.

Anspieltipps: Reflections From The Spheres Beyond, The Answer (ich hätte hier jedoch auch praktisch jeden anderen der restlichen sechs Titel erwähnen können)



Samstag, 14. Februar 2015

Eloy – Metromania




Eloy – Metromania


Besetzung:

Frank Bornemann  guitar, lead vocals
Klaus Peter Matziol  bass guitar
Hannes Folberth  keyboards
Hannes Arkona  guitar, keyboards, vocoder, syncussion, synthesizer drums
Fritz Randow  drums


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1984


Stil: Rock, Pop, Melodic Rock, Progressive Rock


Trackliste:

1. Escape To The Heights (4:59)
2. Seeds Of Creation (4:29)
3. All Life Is One (6:28)
4. The Stranger (4:01)
5. Follow The Light (9:40)
6. Nightriders (4:39)
7. Metromania (6:08)

Gesamtspielzeit: 40:27




Ihr zwölftes Studioalbum tauften die Musiker von Eloy „Metromania“, welches 1984 veröffentlicht wurde. Nach dieser Platte löste Frank Bornemann Eloy erst einmal auf. Er war nicht mehr zufrieden mit der Musik, für die Eloy nun stand. Nun, es hatte sich auch einiges verändert im Sound der Band. Die Lieder sind zum Teil härter geworden, mitunter klingen sie jedoch auch sehr synthetisch, was wohl allgemein der damaligen Zeit und der Musiklandschaft in den 80ern geschuldet ist.

Aber hat es jemals schon so ein Hard Rock Lied wie „Nightriders“ von Eloy gegeben? Nein, bisher sicherlich nicht. Auch die Startnummer, „Escape To The Heights”, wartet mit schweren Gitarren auf, obwohl sich hier auch Synthie-Pop-Klänge mit zum Gesamtbild hinzugesellen. Bei diesem Titel wird ziemlich deutlich, auf was sich der Hörer beim Genuss von „Metromania“ einzulassen hat. Da gibt es Melodic Rock-Abschnitte neben Hard Rock-Teilen. Hier hört man Pop, in Ansätzen jedoch auch noch Progressive Rock Anteile. Eine richtig krude Mischung stellt das jedoch nicht dar, da man die Musik von Eloy immer heraushört, die Musik dieser Band eindeutig zuordnen kann, was nicht ausschließlich am Gesang des Frank Bornemann liegt.

Das Manko dieser Platte ist jedoch, dass sie wirklich einige Durchläufe benötigt, um sich doch noch etwas im Ohr des Hörers festsetzen zu können. Beim allerersten Abspielen wirken die Lieder von Eloy auf „Metromania“ eher hektisch und keineswegs sehr melodiös. Der Nebel lichtet sich zwar mit der Zeit etwas, jedoch an die großen Alben der 70er Jahre, reicht diese Scheibe in Bezug auf Melodiösität und Spannung nicht mehr heran.

Fazit: Frank Bornemann löste die Band, wie oben bereits erwähnt, nach „Metromania“ erst einmal auf, um vier Jahre später mit alten Weggefährten sein Eloy erneut aufleben zu lassen. Eloy versuchte hier überdeutlich den Spagat zwischen Progressive Rock und dem gerade so angesagten Pop zu vollziehen – auch wenn das Album an vielen Stellen sogar etwas härter klingt, was einer irgendwie gearteten Kompensation gleichkommt. Dieses Unterfangen ist allerdings wohl ein Ding der Unmöglichkeit, was der Quadratur des Kreises gleichkäme. Aber es ist der Versuch der zählt… Verglichen mit dem, was andere Progressive Rock Bands zu der Zeit produzierten, immer noch beachtenswert. Acht Punkte.

Anspieltipps: All Life Is One



Montag, 2. Februar 2015

Eloy – Performance




Eloy – Performance


Besetzung:

Frank Bornemann – lead vocals, guitar
Klaus-Peter Matziol – bass
Fritz Randow – drums, percussion
Hannes Arkona – guitar, keyboards
Hannes Folberth – keyboards, grand piano


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1983


Stil: Rock, Pop, Melodic Rock, Progressive Rock


Trackliste:

1. In Disguise (4:32)
2. Shadow And Light (5:20)
3. Mirador (3:44)
4. Surrender (5:41)
5. Heartbeat (6:28)
6. Fools (5:10)
7. A Broken Frame (8:14)


Bonus Tracks der remasterten Fassung des Albums:

8. Shadow And Light (Live 1983) (5:08)
9. Heartbeat (Live 1983) (6:00)
10. Fools (Live 1983) (4:49)

Gesamtspieldauer: 55:12




Ich gebe es ja gerne zu, dass dieses elfte Studio-Album der deutschen progressive Rocker von Eloy besser gelungen ist als so manch anderes, was 1983 von Bands der 70er Jahre veröffentlicht worden ist. Trotzdem kann mich „Performance” nicht mehr richtig erwärmen beziehungsweise erfreuen. Die Plattenfirma wollte wohl am ehesten, dass die Band nun „moderner“ klingen sollte. Herausgekommen ist dabei ein Album, welches ganz nett klingt und auch durchaus noch hörbar ist, jedoch hat Eloy mit diesem Album ganz viel von dem Charme verloren, der dieser Band mal innewohnte.

Die Musik ist nun deutlich poppiger geworden, Ecken und Kanten fehlen meistens. Alles wurde auf die schnelle Eingängigkeit getrimmt, soll wirken – und zwar blitzschnell. Das macht es auch, niemand wird sich wohl vom Gehörten großartig gestört fühlen, egal ob man die Musik jetzt mag oder nicht. Die Nummern könnten so alle auch im Radio laufen, nur die Länge der einzelnen Stücke ist da vielleicht noch ein wenig hinderlich. Trotzdem gibt es auch sehr schöne Stellen auf der Platte. Diese befinden sich vor allem zum Ende des Albums hin. Allerdings sollte man das Ganze nicht mehr so sehr unter der Überschrift „Progressive Rock“ sehen. Das ist schon deutlich mehr zum Melodic Rock mutiert. Aber auch das kann natürlich Spaß machen, wie solch ein Titel wie „A Broken Frame“ beweist. Auch die beiden Nummern davor, „Heartbeat“ und „Fools“, sind durchaus hörenswert. Hat man sich denn mal auf diese neue Seite von Eloy eingestellt, kann man mit den meisten der sieben Titel durchaus „warm“ werden. Einzige Ausnahme stellt da vielleicht nur die Instrumentalnummer „Mirador“ dar, diese ist auch nach dem zehnten Male des Hörens noch langweilig. Schlimmer noch, sie wird sogar immer noch langweiliger.

Drei Bonus Titel wurden der remasterten Fassung des Albums hinzugefügt. Diese drei Nummern sind auch auf der offiziellen Platte vertreten, hier nun jedoch als Bonus in den Live-Versionen. Diese unterscheiden sich kaum von den Originalen, Zuschauer sind keine zu hören und der Sound ist deutlich schlechter. Wo da der Sinn der Zugabe sein soll, erschließt sich einem mal wieder nicht unbedingt.

Fazit: Unter den Gesichtspunkten des Melodic Rocks ist die Scheibe „Performance“ von Eloy durchaus gelungen, wenn auch nicht der Überflieger. Ist man jedoch mal in diese Musik eingetaucht, dann wirkt sie auch. Das ist zwar alles nicht besonders spannend oder aufregend, aber wer will das schon die ganze Zeit haben… Spannung und Aufregung… Zu viel davon ergeben einen Herzinfarkt, also dann doch auch mal „Performance“ von Eloy. Im Übrigen, Danke an die Band, dass sie zumindest nicht ganz so abgestürzt ist, wie viele ihrer englischen Kollegen, die Anfang der 80er Jahre nur noch nach Plastik klangen. Von daher doch noch gelungen – bis auf das Album-Cover. Wer wohl auf die Idee kam, genau dieses Bild zu verwenden? Unfassbar. Acht Punkte.

Anspieltipps: Heartbeat, A Broken Frame



Montag, 26. Januar 2015

Eloy – Time To Turn




Eloy – Time To Turn


Besetzung:

Frank Bornemann – lead vocals, guitar
Klaus-Peter Matziol – bass
Fritz Randow – drums
Hannes Arkona – guitar, percussion, keyboards
Hannes Folberth – keyboards


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: Rock, Pop, Progressive Rock


Trackliste:

1. Through A Somber Galaxy (6:02)
2. Behind The Walls Of Imagination (6:25)
3. Time To Turn (4:33)
4. Magic Mirrors (5:25)
5. End Of An Odyssey (9:25)
6. The Flash (5:35)
7. Say, Is It Really True (4:46)

Gesamtspieldauer: 42:14




„Time To Turn” ist das zehnte Studio-Album der Deutschen Progressive Rockband Eloy. 1982 wurde es veröffentlicht, kurz nach der Platte „Planets“, mit der es ursprünglich ein Doppelalbum bilden sollte. Die Plattenfirma war dagegen, so gab es also zwei unabhängige Veröffentlichungen. Im Grunde genommen ganz gut so, denn mit „Planets“ hat die Musik auf „Time To Turn” nicht mehr ganz so viel zu tun. Klar, das ist eindeutig noch Eloy, was hier zu hören ist, allerdings bereits deutlich poppiger, als noch auf dem Album zuvor.

Allerdings behalten Eloy auch auf „Time To Turn” noch ihren Grundstil bei und verfallen nicht in den nervenden Aktionismus, jetzt, Anfang der 80er Jahre, besonders poppig klingen zu wollen, wie so viele andere ehemalige Progressive Rock Bands. Nun, was sagt das also aus? Der Sound ist voll, sehr gut abgemischt, Frank Bornemann spricht in den 80ern wesentlich besser Englisch als noch in dem Jahrzehnt zuvor und alle Tracks sind durch die Bank weg melodisch und gehen ins Ohr. Das ist wahrlich eine Kunst von Frank Bornemann und seinen jeweiligen Begleitern, dass sie es immer wieder schaffen, harmonischen Rock bis Pop über all die Jahre auf Platte zu pressen.

Besonders eingängig und gelungen sind diesbezüglich der Titelsong „Time To Turn”, der gleichzeitig auch die poppigste Nummer des Albums darstellt. „End Of An Odyssey” stellt für mich dann den absoluten Höhepunkt der Platte dar. Nicht nur, dass dieser Titel am ehesten dem Genre Progressive Rock nahekommt, er wurde auch ausgestattet mit einer Melodie zum dahinschmelzen. Wahrlich sehr einnehmend. Ebenfalls sehr gelungen ist der Abschluss der Platte. „Say, Is It Really True” klingt irgendwie ein wenig nach Pink Floyd auf “Wish You Were Here”. Eine Mischung aus “Shine On You Crazy Diamond“ und jenem Titeltrack “Wish You Were Here”. Besonders erwähnen muss man an dieser Stelle glaube ich nicht, dass auch diese Nummer unglaublich ohrumschmeichelnd aus den Boxen wabert.

Fazit: Manchmal muss man seine Meinung zu einer bestimmten Platte oder Musik auch mal revidieren. Als ich das Album vor vielen Jahren erwarb, klang es für mich sehr durchschnittlich, etwas Besonderes konnte ich darauf schon gar nicht entdecken. Jetzt im Laufe der Zeit ist es für mich immer noch nicht zum besten Eloy-Album geworden, trotzdem hat es den Status der Durchschnittlichkeit verlassen und wird nun bei mir unter der Rubrik „gut“ eingereiht. Klar ist das jetzt etwas poppiger geworden, trotzdem wirken die Songs von Eloy noch. Wieder mal eine Scheibe, die mit dem Hören zu wachsen versteht. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Time To Turn, End Of An Odyssey, Say Is It Really True