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Freitag, 14. Februar 2025

Rival Sons – Darkfighter

 



Rival Sons – Darkfighter


Besetzung:

Jay Buchanan – vocals, acoustic guitars
Scott Holiday – acoustic & electric guitars, additional percussion on track 3
Michael Miley – drums
Dave Beste – bass guitars
Todd Ögren – keyboards


Gastmusiker:

Dave Cobb – acoustic guitars on tracks 6 &7, shaker on tracks 1, 2 & 5, additional percussion on track 3




Erscheinungsjahr: 2023


Stil: Rock


Trackliste:

1. Mirrors (5:01)
2. Nobody Wants To Die (3:42)
3. Bird In The Hand (4:28)
4. Bright Light (4:33)
5. Rapture (4:24)
6. Guillotine (5:05)
7. Horses Breath (6:04)
8. Darkside (6:18)

Gesamtspieldauer: 39:39



„Darkfighter“ heißt das siebte Studioalbum der US-amerikanischen Band Rival Sons. Es wurde am 2. Juni 2023 auf dem Plattenlabel Atlantic Records veröffentlicht und enthält die beiden ausgekoppelten Singles „Nobody Wants To Die“ sowie „Bird In The Hand“. Die Platte belegte Platz 36 der US-Billboard Charts, Platz 30 der UK-Albums und kletterte in Deutschland sogar bis auf Platz 15 der Charts.

Auch mit „Darkfighter“ veröffentlichen die Rival Sons ein sehr überzeugendes Album. Die acht Titel der Platte rocken und gehen sehr schnell ins Ohr, bereits beim ersten Mal des Hörens. Dazu animieren die Nummern unverzüglich zum Mitwippen – Rock mitreißend und ansteckend. Klasse gelungen sind auch die Stimmungswechsel, die einen Titel von sanft klingend nach kompromisslos rockend und wieder zurück, wunderschön und spannend auflockern.

Wer auf eingängigen und niemals langweiligen Rock steht, die oder der wird auf diesem Album mit Sicherheit fündig. Zudem gibt es unter den acht Titeln keine negativen Ausreißer. Alle Lieder lohnen gehört zu werden. Höhepunkte sind dabei gleich der Opener „Mirrors“, eine Nummer, die die ganze Bandbreite der Musik der Rival Sons in sich vereinigt. „Bird In The Hand“ beginnt fast wie ein Folk-Stück, um sich dann zu einem stampfenden Rocker zu entwickeln, der sich schnell im Ohr festsetzt und ein wenig 80er-Vibes verströmt. „Bright Light“ klingt sehnsüchtig und im Refrain fast schon hymnisch. „Darkside“ stellt schließlich den würdigen Abschluss dieses Albums dar. Das Lied umschmeichelt einmal mehr das Ohr und spielt wunderschön mit den Atmosphären, indem es sich mal überaus sanft generiert, um dann wieder ordentlich los zu rocken.

Fazit: Mit „Darkfighter“ haben es die Rival Sons einmal mehr geschafft ein sehr überzeugendes Rock-Album vorzulegen. Es finden sich keine Ausfälle auf dem Album, dafür allerdings acht gute Titel. Für Rock-Fans sicherlich eine lohnende Sache. Und wenn man dann doch einen negativen Aspekt anführen möchte, dann ist es die relativ kurze Laufzeit von nicht mal vierzig Minuten. Ansonsten ein wahrlich gutes Album. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Mirrors, Bird In The Hand, Bright Light, Darkside



Dienstag, 9. November 2021

Rival Sons – Feral Roots

 



Rival Sons – Feral Roots


Besetzung:

Jay Buchanan – vocals, rhythm guitar on tracks 5 and 9
Scott Holiday – guitars
Michael Miley – drums
Dave Beste – bass guitars


Gastmusiker:

Todd Ögren – keyboards on tracks 1-5, 7–11
Kristen Rogers and Whitney Coleman – backing vocals on tracks 1-3, 5, 7, 8 and 9
The Nashville Urban Choir – additional vocals on track 11




Erscheinungsjahr: 2019


Stil: Rock


Trackliste:

1. Do Your Worst (3:30)
2. Sugar On Tthe Bone (3:02)
3. Back In The Woods (3:32)
4. Look Away (5:19)
5. Feral Roots (5:56)
6. Too Bad (4:44)
7. Stood By Me (4:05)
8. Imperial Joy (4:09)
9. All Directions (4:29)
10. End Of Forever (3:52)
11. Shooting Stars (4:20)

Gesamtspieldauer: 47:03



„Feral Roots“ heißt das sechste Studioalbum der US-amerikanischen Rockband Rival Sons. Es wurde am 25. Januar 2019 auf dem Plattenlabel Atlantic Records veröffentlicht. Mit den Liedern „Do Your Worst“, „Back In The Woods“, „Feral Roots“, „Look Away“, „Too Bad“ sowie „Shooting Stars“ wurden ganze sechs Titel des Albums als Singles veröffentlicht, wobei die erste Auskopplung, „Do Your Worst“ sogar den ersten Platz der US Billboard Mainstream Rock Songs Charts erklomm.

Auf „Feral Roots“ hört man absolut eingängigen und kraftvollen Rock, der seine Ursprünge durchaus im Blues zu haben scheint, jedoch dabei rockig aus den Boxen quillt. Dazu klingen die elf Titel des Albums unfassbar entspannt und nicht zuletzt der mitreißende Gesang des Jay Buchanan und auch jener der Background-Sängerinnen Kristen Rogers und Whitney Coleman tragen mit zu dieser relaxten Atmosphäre des Albums bei. Die Melodien der Lieder funktionieren unmittelbar und sofort und rocken, sodass man gar nicht umhinkommt an der einen oder anderen Stelle mit zu wippen.

Immer wieder wird das Gehörte aufgelockert. Sei das durch den Einsatz einer Sitar, wie beim sich später zu einem wahren Rocker entwickelnden „Look Away“ oder akustische Auflockerungen, die es im anschließenden Titeltrack zu hören gibt. Und beim letzten Stück ist es gleich ein ganzer Gospel-Chor, der in das Lied einführt. Langeweile kommt da niemals auf, das Zuhören gestaltet sich durchgängig abwechslungsreich und spannend.

Ausfälle findet man auf diesem gelungenen Album keine, dafür jede Menge Höhepunkte. Die beiden gerade erwähnten Lieder „Look Away“ und „Feral Roots“ gehören sicherlich dazu, das kraftvolle „Too Bad“, das mit einem Schlagzeug-Intro startende „Back In The Woods“, was mich etwas an Led Zeppelin erinnert oder „End Of Forever“, bei dem eine Rhythmusmaschine die Einleitung übernimmt. Viel zu hören und zu entdecken gibt es somit auf „Feral Roots“, auf dem sich die Lieder qualitativ kaum unterscheiden.

Fazit: Ein sehr gelungenes Album ist den US-Amerikanern aus Long Beach, Kalifornien mit „Feral Roots“ gelungen. Die Lieder brauchen keine lange Anlaufzeit, um zu überzeugen. Sie rocken sofort und gehen dabei ohne Umwege ins Ohr. Klasse und abwechslungsreiche Musik, die jede und jeden überzeugen dürfte, die eingängigen Rock mit leichten Blues-Einschüben lieben. Elf Punkte.

Anspieltipps: Feral Roots, End Of Forever



Samstag, 12. Januar 2019

Rival Sons – Hollow Bones




Rival Sons – Hollow Bones


Besetzung:

Jay Buchanan – vocals
Scott Holiday – guitar, string arrangement
Dave Beste – bass guitar
Michael Miley – drums


Gastmusiker:

Todd E. Ogren-Brooks – keyboards
Kristen Rogers – backing vocals on "Tied Up" and "Black Coffee"
Whitney Coleman – backing vocals on "Tied Up" and "Black Coffee"
April Rucker – backing vocals on "Tied Up" and "Black Coffee"
Eamon McLoughlin – cello, violin


Label: Earache Records


Erscheinungsdatum: 2016


Stil: Rock, Blues Rock


Trackliste:

1. Hollow Bones Pt. 1 (2:52)
2. Tied Up (3:27)
3. Thundering Voices (2:52)
4. Baby Boy (3:36)
5. Pretty Face (3:23)
6. Fade Out (4:49)
7. Black Coffee (5:33)
8. Hollow Bones Pt. 2 (6:50)
9. All That I Want (3:39)

Gesamtspieldauer: 37:05



„Hollow Bones“ heißt das fünfte Studioalbum der amerikanischen Rockband Rival Sons und wurde am 10. Juni 2016 auf dem Plattenlabel Earache Records veröffentlicht. Während die Scheibe im Heimatmarkt der US-Amerikaner lediglich bis auf Platz 115 der US Billboard 200 kletterte, so erreichte „Hollow Bones“ in Deutschland immerhin Platz 12 der Charts und ist damit das bisher erfolgreichste Album der Rival Sons in Deutschland.

Dies ist umso überraschender, da das Vorgängeralbum „Great Western Valkyrie“ noch eine Idee eingängiger und melodiöser klang. Allerdings auch nur auf das erste Mal des Hörens hin. Die Lieder auf „Hollow Bones“ klingen zum Teil vielleicht ein wenig rauer, doch die Musik erschließt sich einem mit jedem weiteren Durchlauf des Albums immer besser. Vorher kantige Passagen scheinen plötzlich deutlich geschmeidiger und eindringlicher zu sein. Die Platte rockt und zeigt nur wenige Passagen im Bereich des Blues Rocks. Oftmals klingt der Rock auf „Hollow Bones“ sehr geradlinig, ohne jedoch zu hart zu klingen. Dabei ist die Musik weniger verspielt und regt die Füße zum Mitwippen an.

Höhepunkte der Platte sind für mich die beiden Titel „Fade Out“ und „Hollow Bones Pt. 2“. „Fade Out“ beginnt wunderschön rockig, um danach sofort deutlich langsamer und eingängiger zu klingen. Im Refrain knallt die Musik dann richtiggehend und setzt sich fest. Auch „Hollow Bones Pt. 2“ ist ein sehr abwechslungsreiches Stück, welches mit Stimmungen und Atmosphären spielt. Gerade in den etwas rockigeren Abschnitten scheint die Nummer nahezu aus den Boxen heraus zu explodieren. „Hollow Bones Pt. 2“ ist ein mitreißendes Stück, rockig und spannend. Genau so muss Rock auch klingen, wenn er begeistern möchte.

Fazit: Vielleicht zu Beginn noch nicht ganz so überzeugend und eingängig wie der Vorgänger „Great Western Valkyrie“, so entwickelt sich „Hollow Bones“ jedoch mit jedem weiteren Durchlauf weiter, bis die Musik schließlich endgültig zündet. Gut gemachten Rock, der zu begeistern weiß und nie langweilig wird gibt es auf diesem Album zu hören. Pop sucht man hier vergebens. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Fade Out, Hollow Bones Pt. 2



Samstag, 10. November 2018

Rival Sons – Great Western Valkyrie




Rival Sons – Great Western Valkyrie


Besetzung:

Jay Buchanan – vocals
Scott Holiday – guitar
Dave Beste – bass guitar
Michael Miley – drums


Gastmusiker:

Ikey Owens – keyboards
Mike Webb – keyboards on "Where I've Been"
Kristen Rogers – backing vocals


Label: Earache


Erscheinungsdatum: 2014


Stil: Rock, Blues Rock, Hard Rock


Trackliste:

CD1:

1. Electric Man (Take You To The Sugar Shack) (3:20)
2. Good Luck (It's Going To Hurt Right Now) (3:18)
3. Secret (Just Bring Me A Jar Full Of Shine) (4:41)
4. Play The Fool (The Way That Girls Talk) (3:17)
5. Good Things (Boy With A Bomb In His Jacket) (5:56)
6. Open My Eyes (Folding Like A Jack Knife) (3:55)
7. Rich And The Poor (Her Teeth Bound by Braces) (5:15)
8. Belle Starr (The Gem Inside Sparkles Yet) (4:35)
9. Where I've Been (The Habit Wasn't Cheap) (6:18)
10. Destination On Course (Slipped From The Rail) (7:06)

CD2:

1. Too Much Love (3:44)
2. My Nature (4:33)
3. Open My Eyes (Live At Juke Joint Studio) (3:43)
4. Long As I Can See The Light (Live At Juke Joint Studio) (3:32)
5. Where I've Been (Live At Juke Joint Studio) (6:06)
6. Black Coffee (5:35)

Gesamtspieldauer CD1 (47:44) und CD2 (27:16): 1:15:00




„Great Western Valkyrie“ heißt das vierte Studioalbum der amerikanischen Rockband Rival Sons. Das Album erschien am 6. Juni 2014 auf dem Plattenlabel Earache und konnte sich in zahlreichen Charts platzieren. In Deutschland kletterte die Platte immerhin bis auf Platz 24. Auf „Great Western Valkyrie“ ist zum ersten Mal Dave Beste am Bass zu hören, der Gründungsmitglied Robin Everhart ersetzt hat. Mit den Titeln „Electric Man“, „Open Your Eyes” sowie „Good Things“ wurden drei Singles aus dem Album ausgekoppelt.

Auf „Great Western Valkyrie“ hört man Rock, der zwischen den Genres Blues Rock und Hard Rock pendelt, mal mehr in diese, mal mehr in jene Richtung ausschlägt. Mit jedem Durchgang der Scheibe scheint die Musik darauf intensiver und fesselnder zu werden. Häufig ist es ein qualitätsmerkmal, dass Musik einiger Durchläufe bedarf, um letztendlich vollends im Ohr der Hörerin beziehungsweise des Hörers zu zünden. Bei den Rival Sons und ihrem „Great Western Valkyrie“ ist dies definitiv der Fall. Erstklassigen und abwechslungsreichen Rock bekommt man auf diesem Album von den vier US-Amerikanern präsentiert, der ins Ohr und in die Beine geht, begeistert und an vielen Stellen des Albums richtiggehend mitreißt. Und dieser wächst eben noch im Laufe der Zeit. Mit jedem Anhören ein klein wenig mehr. Die Musik klingt dabei nicht wie aus diesem Jahrtausend, sondern sehr viel eher nach den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts. Trotzdem hört sich die Musik keineswegs antiquiert an, sondern wie eine erstklassig verpackte Reminiszenz an längst vergangene Zeiten. Sehr beeindruckend.

Die Höhepunkte auf „Great Western Valkyrie“ befinden sich unter anderem in der Mitte der Platte. „Good Things“, „Open My Eyes“ und „Rich And The Poor” sind drei Rock-Titel, die ins Ohr gehen und die Füße mitwippen lassen. Dabei sind die Lieder abwechslungsreich und klingen auf ihre Art retro. Besonders genial dabei auch immer wieder ein fetter Orgelteppich im Hintergrund, der die Lieder im Falle von „Good Things“ und „Rich And The Poor” zusätzlich anschwellen lässt. „Open My Eyes“ lebt dagegen vom sehr atmosphärischen Spiel der Gegensätze. Schwere E-Gitarren gegenüber der akustischen Gitarre, wunderbar abwechslungsreich arrangiert. Schließlich sei an dieser Stelle auch noch das abwechslungsreichste Lied der gesamten Platte erwähnt. „Destination On Course“ spielt ebenfalls mit den Stimmungen, geht ins Ohr, wirkt an der einen oder anderen Stelle fast schon psychedelisch und durchgängig packend. Die Nummer endet in einer Hommage an Pink Floyd, wenn ein rockiger Teil aus „Echoes“ gecovert wird und sich dabei weiterentwickelt. Wahrlich gelungen.

Die „Tour Edition“ des Albums hält für die Hörerin beziehungsweise den Hörer noch eine zweite CD parat. Sechs weitere Titel, drei davon live eingespielt. Zwei dieser live eingespielten Lieder sind allerdings bereits auf der offiziellen ersten CD enthalten. Macht nichts, denn auch diese zweite Scheibe weiß zu überzeugen und stellt eine willkommene Erweiterung des ursprünglichen Albums dar.

Fazit: Eine wahrlich gelungene Rock-Platte haben die Rival Sons mit „Great Western Valkyrie“ vorgelegt. Rock Musik, im weiten Feld zwischen Blues und Hard Rock angesiedelt, die wirkt und klingt und an vielen Stellen auch mitreißt. Die einzelnen Lieder klingen leicht retro, geradezu so, als ob sie in den 1970er Jahren entstanden wären. Für Freundinnen und Freunde gut gemachten Rocks bestens geeignet. Elf Punkte.

Anspieltipps: Open My Eyes, Rich And The Poor, Destination On Course