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Dienstag, 25. Januar 2022

Kate Bush – The Sensual World

 



Kate Bush – The Sensual World


Besetzung:

Kate Bush – piano, keyboards, vocals


Gastmusiker:

Del Palmer – fairlight cmi percussion, bass guitar (1, 4, 7), rhythm guitar and percussion (5)
Charlie Morgan – drums (1, 4, 6, 11)
Stuart Elliott – drums (2, 3, 5, 7, 8, 9)
Bill Whelan – arranger ("The Irish sessions")
Paddy Bush – whip (swished fishing rod) (1), valiha and backing vocals (2), mandolin (4), tupan (6)
Davy Spillane – uilleann pipes (1, 8), whistle (3)
John Sheahan – fiddle (1)
Dónal Lunny – bouzouki (1)
John Giblin – bass guitar (2, 6, 9)
David Gilmour – guitar (2, 9)
Alan Murphy – guitar, guitar synth (3, 5, 7)
Jonathan Williams – cello (3, 5, 7)
Nigel Kennedy – violin (3), viola (5)
Michael Kamen – orchestral arrangements (3, 5, 10)
Alan Stivell – celtic harp (3, 7), backing vocals (7)
"Dr. Bush" (Robert Bush, Kate’s father) – dialogue (3)
Balanescu Quartet – strings (4)
Michael Nyman – string arrangement (Balanescu Quartet)
Mick Karn – bass guitar (5)
Trio Bulgarka – vocals (6, 8, 9)
Yanka Rupkina (of Trio Bulgarka) – solo vocalist (6, 9)
Dimitar Penev – arranger (Trio Bulgarka)
Eberhard Weber – double bass (8, 11)


Label: EMI


Erscheinungsjahr: 1989


Stil: Pop


Trackliste:

1. The Sensual World (3:57)
2. Love And Anger (4:42)
3. The Fog (5:06)
4. Reaching Out (3:12)
5. Heads We‘re Dancing (5:21)
6. Deeper Understanding (4:46)
7. Between A Man And A Woman (3:30)
8. Never Be Mine (3:44)
9. Rocket‘s Tail (4:07)
10. This Woman's Work (3:38)
11. Walk Straight Down The Middle (3:48)

Gesamtspieldauer: 45:57



„The Sensual World“ heißt das sechste Studioalbum der englischen Musikerin Kate Bush. Es wurde am 16. Oktober 1989 auf dem Plattenlabel EMI veröffentlicht und kletterte bis auf Platz 2 der britischen Albumcharts. In Deutschland erreichte es immerhin Platz 10, in den USA Platz 43. Das Titellied sowie die beiden Stücke „This Woman‘s Work“ und „Love And Anger“ wurden aus dem Album als Singles ausgekoppelt.

Auf „The Sensual World“ hört man eingängigen bis gefälligen Pop, der vom ersten bis zum letzten Stück eine gleichbleibende Qualität aufweist. Sonderlich experimentell klingt Kate Bush auf diesem, ihrem sechsten Studioalbum nicht mehr. Da allerdings auch kein Titel besonders oder besonders wenig überzeugt, läuft das Album als Einheit durch und hinterlässt dabei jedoch leider nur sehr wenige Spuren.

Wer die Musik der Kate Bush mag, die oder der kommt mit diesem Album natürlich trotzdem auf ihre beziehungsweise seine Kosten. Die unverwechselbare Stimme der Engländerin steht wieder einmal im Vordergrund der Musik, die mehrstimmigen Arrangements wissen ebenso zu überzeugen wie die Melodien. Alles klingt einmal mehr sehr eingängig und unaufgeregt. Mitunter glaubt man sich beim Hören eines Kate Bush-Albums in einem Märchen zu befinden, so besonders klingt ihre Stimme. Nur eine etwas abwechslungsreichere „Handlung der Geschichte“ hätte man sich dabei noch gewünscht. Und da genügt die tolle und gesanglich außergewöhnliche Einführung im Lied „Rocket‘s Tail“ leider nicht.

Fazit: „The Sensual World“ erreicht nicht die Klasse des Vorgängeralbums „Hounds Of Love“. Doch auch „The Sensual World“ ist wahrlich keine schlechte Scheibe geworden. Kate Bush Fans dürften sowieso von diesen Klängen überzeugt sein und werden nicht enttäuscht werden. Was jedoch etwas fehlt, dass ist das besondere Lied, welches man immer wieder auf einer Kate Bush Veröffentlichung findet. Acht Punkte.

Anspieltipps: The Fog, Rocket‘s Tail



Mittwoch, 15. Dezember 2021

Kate Bush – The Dreaming




Kate Bush – The Dreaming


Besetzung:

Kate Bush – vocals, piano, fairlight cmi synthesizer (1, 2, 5–10), yamaha CS-80 (2), strings (4)


Gastmusiker:

Paddy Bush – sticks (1), mandolins and strings (4), bullroarer (6), backing vocals (1, 6, 10)
Geoff Downes – fairlight cmi trumpet section (1)
Jimmy Bain – bass guitar (1, 5, 10)
Del Palmer – bass guitar (2, 4, 8), fretless and 8 string bass (7)
Preston Heyman – drums (1, 3, 5, 10), sticks (1)
Stuart Elliott – drums (2, 4, 6–9), sticks (4), percussion (8)
Dave Lawson – synclavier (2, 4)
Brian Bath – electric guitar (3)
Danny Thompson – string bass (3)
Ian Bairnson – acoustic guitar (5), backing vocals
Alan Murphy – electric guitar (5, 10)
Rolf Harris - digeridoo (6)[a]
Liam O'Flynn – penny whistle and uilleann pipes (7)
Seán Keane – fiddle (7)
Dónal Lunny – bouzouki (7)
Eberhard Weber – double bass (9)
Stewart Arnold – backing vocals (1)
Gary Hurst – backing vocals (1)
David Gilmour – backing vocals (3)
Percy Edwards – animals (6)
Gosfield Goers – crowd (6)
Richard Thornton – choirboy (8)
Gordon Farrell – "Houdini" (9)
Del Palmer – "Rosabel Believe" (9)
Paul Hardiman – "Eeyore" (10)
Esmail Sheikh – drum talk (10)


Label: EMI


Erscheinungsjahr: 1982


Stil: Pop, Art Pop


Trackliste:

1. Sat In Your Lap (3:30)
2. There Goes A Tenner (3:24)
3. Pull Out The Pin (5:25)
4. Suspended In Gaffa (3:54)
5. Leave It Open (3:19)
6. The Dreaming (4:40)
7. Night Of The Swallow (5:22)
8. All The Love (4:28)
9. Houdini (3:49)
10. Get Out Of My House (5:27)

Gesamtspieldauer: 43:24



„The Dreaming“ heißt das vierte Studioalbum der englischen Sängerin Kate Bush. Es wurde am 13. September 1982 auf dem Plattenlabel EMI veröffentlicht. Kate Bush hat das Album selbst produziert und von Juni 1981 bis November 1982 wurden daraus die Lieder „Sat In Your Lap“, „The Dreaming“, „There Goes A Tenner“, „Suspended In Gaffa“ sowie „Night Of The Swallow“ als Singles veröffentlicht. „The Dreaming“ kletterte zwar bis auf Platz 3 der britischen Charts, verkaufte sich allerdings schlechter, als noch die drei Vorgängeralben. Inzwischen taucht die Platte jedoch in zahlreichen Besten- und Lieblingslisten auf.

Durchgängig eingängig ist „The Dreaming“ auch nicht. Kommerziell klingt das keineswegs, der Art Pop Aspekt wird auf dem Album groß geschrieben, welches man sich durchaus erst erarbeiten muss. Doch es klingt eindeutig nach Kate Bush und dies ist nicht nur dem außergewöhnlichen Gesang der Engländerin zu verdanken. Es sind auch die Arrangements der Lieder und deren Wendungen, die „The Dreaming“ zu einem Kate Bush Album werden lassen. Klasse dabei einmal mehr der vielschichtige Hintergrundgesang, den es sonst so, in dieser Art, nirgendwo anders zu hören gibt. Und einige schrägere Töne haben sich auch mit eingefunden. All diese Zutaten zusammen hört man bestens auf dem Lied „Pull Out The Pin“.

Mag man es dagegen lieber sehr eingängig, dann sollte man sich die beiden Lieder „There Goes A Tenner“ und vor allen Dingen „Suspended In Gaffa“ genauer anhören. Gerade letztgenanntes Lied ist für mich der Höhepunkt auf „The Dreaming“ und auch ein Höhepunkt im Schaffen der Kate Bush überhaupt. Außergewöhnliche und beeindruckende Vokalarrangements und eine wunderschöne Melodie machen dieses Lied zu etwas ganz Besonderem. Begeisternd. Ansonsten ist „The Dreaming“ ein Album, welches sich lohnt öfters gehört zu werden, da es umso besser zu werden scheint, je vertrauter man mit ihm wird.

Fazit: Mit Sicherheit ist „The Dreaming“ nicht das kommerziellste Album der Kate Bush. Einiges darauf muss man sich dieses Mal „erarbeiten“. Es ist allerdings eine Platte, die einwandfrei und unverwechselbar nach Kate Bush klingt und mit „Suspended In Gaffa“ einen sehr schönen Höhepunkt aufweist. Kate Bush Fans werden es sicherlich mögen. Für Menschen, die ihre erste Begegnung mit Kate Bush unternehmen möchten, wäre dafür jedoch wohl das Nachfolgealbum „Hounds Of Love“ besser geeignet. Neun Punkte.

Anspieltipps: There Goes A Tenner, Suspended In Gaffa



Freitag, 8. November 2013

Kate Bush – The Red Shoes




Kate Bush – The Red Shoes


Besetzung:

Kate Bush – bass, guitar, piano, keyboards, vocals


Gastmusiker:

Jeff Beck – guitar
Gary Brooker – hammond organ
Paddy Bush – vocals, whistle (human), whistle (instrument), mandola, valiha, singing bowls, fujara, musical bow
Eric Clapton – guitar
Gaumont D'Oliver – bass, percussion, drums, sound effects
Stuart Elliott – percussion, drums
John Giblin – bass
Lenny Henry – vocals
Nigel Hitchcock – baritone & tenor saxophones
Michael Kamen – orchestration
Nigel Kennedy – violin, viola
Lily – narrator
Danny McIntosh – guitar
Charlie Morgan – percussion
Del Palmer – fairlight sampler
Prince – bass, guitar, keyboards, vocals
J. Neil Sidwell – trombone
Steve Sidwell – trumpet, flugelhorn
Paul Spong – trumpet
Trio Bulgarka – vocals
Colin Lloyd Tucker – vocals
Justin Vali – vocals, valiha, kabosy


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1993


Stil: Art Pop


Trackliste:

1. Rubberband Girl (4:45)
2. And So Is Love (4:18)
3. Eat The Music (5:11)
4. Moments Of Pleasure (5:18)
5. The Song Of Solomon (4:29)
6. Lily (3:53)
7. The Red Shoes (4:03)
8. Top Of The City (4:15)
9. Constellation Of The Heart (4:47)
10. Big Stripey Lie (3:33)
11. Why Should I Love You? (5:02)
12. You're The One (5:53)

Gesamtspieldauer: 55:28




„The Red Shoes“ ist das siebte Studio-Album Kate Bushs. Es wurde 1993 veröffentlicht und sollte für die nächsten zwölf Jahre auch die letzte Platte der Engländerin bleiben, die sich nun mehr um ihre Familie kümmern wollte. Und die Musik auf diesem Album, auf dem man unter anderem neben Gary Brooker von Procol Harum auch Jeff Beck, Eric Clapton und Prince hört? Nun, diese kann leider so gar nicht mehr überzeugen. Ein Stilmix ist entstanden. Kate Bush versucht sich auf „The Red Shoes“ in sehr vielen verschiedenen Genres der Musik.

Mal klingt ein Lied poppig, dann wieder geht es in die Richtung Soul. Ein anderes Mal wird es richtig funkig und schließlich kann man sich auch noch nach Mexiko verzaubern lassen. Eine ganze Menge Stile, die man, bis auf den ersten, eigentlich von Kate Bush bisher gar nicht so gehört hat und vielleicht auch gar nicht so hören möchte. Das Album startet mit „Rubberband Girl“, einer Pop-Nummer, die so oder so ähnlich durchaus auch von Madonna etwa zur selben Zeit hätte stammen können. Nicht anders ist das bei „Eat The Music“, dem Song mit den mexikanischen Klängen, bei dem sogar die Stimme Kate Bushs manchmal an Madonna erinnert.

Nun und dann beginnt die Fahrt endgültig durch verschiedene Bereiche der modernen Musik, die hier auf „The Red Shoes“ allerdings so gar nicht überzeugen können. Da gibt es zwar zumindest noch ein paar Titel, die durchaus hörenswert – wenn auch nicht übermäßig überzeugend sind. Andererseits finden sich jedoch auch Beispiele wie „Constellation Of The Heart“ oder „Why Should I Love You?“ für Nummern auf dem Album, die zu den am wenigsten überzeugenden Liedern in der Karriere der Kate Bush gehören.

Fazit: Neben einigen noch ganz annehmbaren Stücken befindet sich auch richtig schlechte Musik auf „The Red Shoes“. Kate Bush hat hier zu vielen Stilen der Musik einen Besuch abgestattet, die man von Kate Bush einfach nicht hören will. Nichts gegen eine Weiterentwicklung als Künstlerin, dann muss das allerdings auch überzeugend und stimmig sein. Überdies bewirkt dieses Sammelsurium eine Unausgegorenheit auf dieser Platte, mit der man immer wieder konfrontiert und durch die man überrascht wird. Leider nicht im positiven Sinn. Sechs Punkte.

Anspieltipps: And So Is Love





Sonntag, 3. November 2013

Kate Bush – Never For Ever




Kate Bush – Never For Ever


Besetzung:

Kate Bush – vocals, background vocals, piano, keyboards, synthsizer


Gastmusiker:

Ian Bairnson – guitar, vocals
Brian Bath – acoustic & electric guitar, background vocals
Paddy Bush – harmonica, mandolin, balalaika, sitar, vocals, background vocals, koto, banshee, saw
Kevin Burke – violin
Adam Sceaping – viola, string arrangements
Joseph Sceaping – lironi, string arrangements
Duncan Mackay – keyboards, synthesizer
Max Middleton – keyboards, synthesizer, string arrangements
Larry Fast – keyboards, synthesizer
Mike Moran – keyboards, synthesizer
John L. Walters – synthesizer
Richard James Burgess – synthesizer
Del Palmer – bass, vocals, fretless bass
John Giblin – bass, fretless bass
Stuart Elliot – drums, bodhran
Preston Heyman – percussion, drums, background vocals
Morris Pert – percussion, timpani
Gary Hurst – vocals, background vocals
Andrew Bryant – vocals, background vocals
Roy Harper – vocals, background vocals


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: Art Pop


Trackliste:

1. Babooshka (3:21)
2. Delius (Song For Summer) (2:52)
3. Blow Away (For Bill) (3:35)
4. All We Ever Look For (3:49)
5. Egypt (4:12)
6. The Wedding List (4:16)
7. Violin (3:16)
8. The Infant Kiss (2:50)
9. Night Scented Stock (0:52)
10. Army Dreamers (2:59)
11. Breathing (5:30)

Gesamtspieldauer: 37:30




Sehr viel besser gelungen als der Vorgänger „Lionheart” ist das 1980 erschienene dritte Album der Engländerin Kater Bush mit dem Titel „Never For Ever”. Hier erreichen die Melodien nun wieder sehr viel besser den Hörer, können packen und überzeugen. Alles klingt und ist melodisch. Das beginnt gleich mit dem ersten Titel „Babooshka“, der als Opener sofort den Ohrwurm des Albums darstellt. Richtig schön eingängig und mit Wiedererkennungswert kommt hier auch die Stimme Kate Bushs sehr gut zur Geltung.

„Delius (Song For Summer)“ ist dann wiederum ganz anders. Hier geht es um Atmosphäre, eine Stimmung, die transportiert werden soll. Aber auch dieser Song weiß zu überzeugen. Wahrlich gelungen ist hier das stimmliche Zusammenspiel, zwischen ganz hoher weiblicher Stimme und den männlichen Bass-Stimmen des Hintergrundchores beziehungsweise dem Gesang einzelner Sänger. Das klingt alles sehr gut überlegt und arrangiert. „Blow Away (For Bill)“ im Anschluss daran, ist eines der wenigen Lieder des Albums, das nicht überzeugen kann. Keine klare Melodie und hauptsächlich die Stimme der Kate Bush, die hier zwar akrobatische Höhen erklimmt, es trotzdem nicht schafft den Hörer zu fesseln. Irgendwie entwickelt sich da so ein Sing-Sang, der ein klein wenig langweilt. Mit dem etwas schrägen „All We Ever Look For“ wird es aber sofort wieder viel besser. Klasse hier vor allem auch die Instrumentierung, die in diesem Song oftmals so zerbrechlich aber auch so abwechslungsreich wirkt.

Ebenso richtig toll und fesselnd sind „Egypt“ und „Army Dreamers“. Schöne eingängige Melodien, welche nicht allzu viel Zeit benötigen, um beim Hörer anzukommen. Auch der Rest der Platte braucht sich nicht zu verstecken und ist hörenswert, da findet sicher jeder sein eigenes Highlight. Lediglich beim Lied „Violin“ wird vielleicht ein wenig zu viel „geschrien“. Aber genau dieser Umstand macht auch gleichzeitig den Charakter des Liedes aus, welches zudem, trotz des Namens, auch der rockigste Titel auf „Never For Ever” ist.

Fazit: Eine richtig schöne Platte ist „Never For Ever” geworden. Wer auf Eingängigkeit und schöne Melodien steht, der wird hier fündig werden. Dazu gesellt sich jede Menge Abwechslung in Bezug auf das Tempo der einzelnen Titel, deren Stimmungen, die mal trauriger, mal fröhlicher geartet sind und deren Spannbreite, die von Soft-Pop bis Rock einiges zu bieten haben. Eine Platte, die nicht langweilig wird. Elf Punkte.

Anspieltipps: Babooshka, All We Ever Look For, Army Dreamers





Dienstag, 2. Juli 2013

Kate Bush – Lionheart




Kate Bush – Lionheart


Besetzung:

Kate Bush – vocals, background vocals, piano, keyboards, recorder


Gastmusiker:

Ian Bairnson – acoustic-, rhythm- & electric guitar, vocals
Brian Bath – guitar
Paddy Bush – harmonica, mandolin, vocals, pan flute, slide guitar, mandocello, pan pipes
Richard Harvey – recorder, vocals
Duncan Mackay – synthesizer, keyboards
Francis Monkman – harpsichord, keyboards, hammond organ
Del Palmer – bass, vocals
David Paton – bass
Stuart Elliott – drums, percussion
Charlie Morgan – drums
Andrew Powell – keyboards
David Katz – violin


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1978


Stil: Art Pop


Trackliste:

1. Symphony In Blue (3:36)
2. In Search Of Peter Pan (3:46)
3. Wow (4:00)
4. Don't Push Your Foot On The Heartbrake (3:15)
5. Oh England My Lionheart (3:12)
6. Full House (3:14)
7. In The Warm Room (3:35)
8. Kashka From Baghdad (3:56)
9. Coffee Homeground (3:39)
10. Hammer Horror (4:39)

Gesamtspieldauer: 36:56




Noch im gleichen Jahr wie das Debut-Album “The Kick Inside” wurde 1978 die zweite Platte Kate Bushs im Herbst unter dem Titel “Lionheart” veröffentlicht. Und leider klingt die Scheibe ein wenig so, als ob da jemand noch schnell vom Erfolg des Vorgängers profitieren wollte. Die einzelnen Lieder besitzen demnach nicht mehr die Qualität der Songs des Vorgängers und wirken ein bisschen - mit nur wenigen Ausnahmen - wie Stücke, die es auf das Debut-Album einfach nicht geschafft haben.

Die Lieder zünden einfach nicht so, wie noch ein paar Monate zuvor auf “The Kick Inside”. Die Melodien schaffen es nicht in derselben Weise den Zuhörer zu packen und zu fesseln. Dies drückte sich auch in den Verkaufszahlen des Albums im Vergleich zum Vorgänger aus. Weder das Album selbst, noch die drei daraus veröffentlichten Singles „Hammer Horror“, „Wow“ und „Symphony In Blue“ erreichten die Chart-Platzierungen, die mit dem Debut erreicht wurden.

Ist das Ganze zu Beginn der Platte noch ganz gefällig, so lassen im weiteren Verlauf des Albums die Titel qualitativ deutlich nach. Da läuft dann alles so ein wenig durch. Und solche Titel wie „Full House“ und „In The Warm Room“ fangen dann sogar an richtig zu langweilen. Vor allem bei der letztgenannten Nummer versuchte man wohl, nur noch die Stimme der Kate Bush in den Vordergrund zu stellen, sodass man sich eine Melodie gleich sparen konnte und auf diese verzichtete.

Richtig überzeugen kann im Grunde genommen nur „Don't Push Your Foot On The Heartbrake“, denn hier gibt es dann doch wieder das schöne Zusammenspiel von Melodie und Stimme, die dieses Stück noch einmal interessant werden lässt. Leider ist das auf „Lionheart“ aber die Ausnahme.

Fazit: Es wirkt so, als ob dieses Album ein klein wenig zu schnell nach dem erfolgreichen Debut auf den Markt gekommen ist. Die Lieder wirken nicht, langweilen zum Teil sogar oder sind gewöhnungsbedürftig. Nein, überzeugen kann „Lionheart“ leider nicht. Auf dem Album hört man gerade Mal durchschnittliche Musik, die nur durch die Stimme Kate Bushs zu etwas Anderem und Besonderem wird – nicht jedoch durch die auf der Platte vertretenen Lieder. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Don't Push Your Foot On The Heartbrake




Samstag, 4. Mai 2013

Kate Bush – The Kick Inside




Kate Bush – The Kick Inside


Besetzung:

Kate Bush – vocals, background vocals, piano, keyboards


Gastmusiker:

Ian Bairnson – guitar, vocals, background vocals, bottle
Paul Keogh – guitar
Alan Parker – guitar
Paddy Bush – harmonica, mandolin, vocals
Duncan Mackay – organ, synthesizer, keyboards, electric piano, clavinet
Andrew Powell – synthesizer, keyboards, electric piano
Alan Skidmore – saxophone
David Paton – bass, background vocals
Bruce Lynch – bass
Barry DeSouza – drums
Stuart Elliott – drums
Morris Pert – percussion
David Katz – violin


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1978


Stil: Art Pop


Trackliste:

1. Moving (3:02)
2. The Saxophone Song (3:53)
3. Strange Phenomena (2:59)
4. Kite (2:57)
5. The Man With The Child In His Eyes (2:41)
6. Wuthering Heights (4:29)
7. James And The Cold Gun (3:37)
8. Feel It (3:03)
9. Oh To Be In Love (3:18)
10. L'Amour Looks Something Like You (2:29)
11. Them Heavy People (3:05)
12. Room For The Life (4:06)
13. The Kick Inside (3:35)

Gesamtspieldauer: 43:12




Ich könnte mir vorstellen, dass viele Menschen relativ irritiert waren, als sie im Jahr 1978 zum ersten Mal die damals 19-jährige Kate Bush hörten. Solch einen hohen und ungewöhnlichen Gesang hatte es bis dorthin so noch nicht gegeben. Das war nun etwas ganz Neues und für die eine oder den anderen sicherlich auch gewöhnungsbedürftig. Was an diesem ersten Album Kate Bushs noch besonders erwähnenswert ist, ist die Tatsache, dass sie einige Lieder auf dem Album bereits mit dreizehn Jahren geschrieben hatte. Respekt, denn dafür klingt die Musik ganz schön ausgereift und „erwachsen“. David Gilmour von Pink Floyd, den mit Kate Bush eine Freundschaft verbindet, förderte und ermutigte Kate Bush bei der Umsetzung des Projekts und trat bei zweien der Songs als Produzent auf.

Nun, die Musik auf „The Kick Inside“ ist überaus melodisch und harmonisch. Sehr eingängige Musik startet da ihren Weg zum Ohr des Hörers. Was das Ganze so ungewöhnlich macht, das ist die bereits erwähnte Stimme der Kate Bush, die irgendwo zwischen Sopranistin, Elf und Fee anzuordnen ist. Sehr ungewöhnlich und nicht zuletzt auch daraus zieht das Album seine Spannung.

Die Musik selbst ist Pop-Musik, wie man sie Ende der 70er Jahre so nicht allzu oft hörte. Klasse arrangiert mit Orchester, Saxophon oder Mandoline werden hier ganz eigene Klangwelten aufgebaut, die einen durchaus einfangen können. „Wuthering Heights“ zum Beispiel, jenes Lied, welches nicht zuletzt auch für den Erfolg und den Durchbruch der Kate Bush verantwortlich war, ist eine tolle und stimmungsvolle Nummer, bei der die Stimme der Sängerin noch mal einen Tick höher zu erklingen scheint.

Ebenfalls sehr gelungen und ein wenig melancholisch klingt „The Man With The Child In His Eyes“. Das Orchester sorgt für die nötige Fülle und es entwickelt sich ein sehr ruhiger und nachdenklicher Song welcher wirkt. „Them Heavy People“ dagegen hört sich sehr viel fröhlicher und auch druckvoller an. Besonders gelungen ist bei diesem Lied der Refrain, in dem mehrere Gesangsspuren Kate Bushs zu hören sind. Sehr melodisch und eingängig.

Auch auf dem Rest der Platte befinden sich schöne Melodien, die mal etwas mehr, mal etwas weniger überzeugen können. Einen richtigen Ausfall gibt es auf „The Kick Inside“ jedoch nicht. Alles wirkt, nimmt höchstens mal ein mittleres Tempo auf und erzeugt meist eine sentimental und nachdenklich machende Stimmung. Mit jedem weiteren Hören werden einem die Songs vertrauter und man entdeckt immer wieder neue Seiten an der Musik, die allerdings auch nach dem hundertsten Mal des Hörens nicht langweilig wird.

Fazit: Es ist diese Kombination aus Melodiösität in Verbindung mit der Stimme Kate Bushs, welche die Musik der Sängerin zu etwas Besonderem werden lässt. Alles wirkt ein wenig verträumt und fast schon unwirklich, meist nachdenklich und immer weit entfernt vom Mainstream der Musik - auch bereits zur Zeit der Entstehung des Albums. Dazu gibt es einige Höhepunkte, die einen auch länger begleiten werden. Das Debut der jungen Engländerin ist wahrlich gelungen und macht Spaß. Zehn Punkte.

Anspieltipps: The Man With The Child In His Eyes, Wuthering Heights, Them Heavy People





Montag, 23. Juli 2012

Kate Bush – Hounds Of Love





Kate Bush – Hounds Of Love


Besetzung:

Kate Bush – vocals, fairlight, piano


Gastmusiker:

John Williams – guitar, cello
Alan Murphy – guitar
Brian Bath – guitar
Eberhard Weber – bass
Youth – bass
Danny Thompson – double bass
Stuart Elliott – drums
Charlie Morgan – drums
Morris Pert – percussion
Paddy Bush – didgeridoo, violin, fujara, vocals
Del Palmer – fairlight bass, vocals
Kevin McAlea – synthesizer
Donal Lunny – bouzouki
John Sheahan – flute
Liam O’Flynn – flute
The Medicci Sextet – string arrangements
The Richard Hickox Singers – choir
Michael Kamen – orchestral arrangements


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1985


Stil: Pop bis Progressive Rock


Trackliste:

1. Running Up That Hill (A Deal With God) (5:04)
2. Hounds Of Love (3:03)
3. The Big Sky (4:41)
4. Near Wild Heaven (3:09)
5. Mother Stands For Comfort (5:10)
6. Cloudbusting (2:46)
7. And Dream Of Sheep (2:22)
8. Under Ice (4:19)
9. Waking The Witch (4:07)
10. Jig Of Life (4:04)
11. Hello Earth (6:13)
12. The Morning Fog (2:35)

Gesamtspieldauer: 47:33




Mit “Hounds Of Love” hat Kate Bush eines ihrer bestes Alben vorgelegt. Dieses ist thematisch in zwei Teile geteilt. Der erste, die ehemalige A-Seite der Platte, ist wie das Ganze Album mit „Hounds Of Love“ betitelt und enthält dabei die vier Singleauskopplungen der Platte. Die ehemalige B-Seite der LP, mit „The Ninth Wave“ überschrieben, geht dagegen eher in Richtung progressiver Rockmusik. Inhaltlich werden dabei die Träume und Visionen einer Frau „aufgearbeitet“, die gerade einem Schiffsunglück entgangen ist und einen Tag im Wasser treibt.

„Running Up That Hill“ ist der erste Titel des Albums und ein richtig guter Popsong. Besonders interessant dabei die Rhythmusfraktion, die man so auch noch nicht allzu oft gehört hat. Ebenfalls toll: Der Hintergrundgesang Kate Bushs, der hier eine unglaublich dichte und fesselnde Atmosphäre erzeugt und dem Lied somit eine ganz spezielle Stimmung verpasst.

Der nächste Track, „Hounds Of Love“, lebt dann von seinen Streicherarrangements und wird durch die Drums schön vorangetrieben. Klasse hier auch wieder Kate Bushs wandlungsfähige Stimme, bei der man sich auch überhaupt keinen anderen Hintergrundsänger als sie selbst, vorstellen kann. „The Big Sky“, der dritte Track auf der Platte und gleichzeitig auch die dritte Singleauskopplung, ist dann allerdings auch das schwächste Stück. Allzu poppig kommt die Nummer aus den Boxen und belegte von den vier Singleauskopplungen auch die schlechtesten Plätze.

Es folgt „Mother Stands For Comfort“, ausnahmsweise mal keine Single. Schön feenhaft klingt hier Kate Bushs Gesang erneut, wohingegen die Instrumentierung reichlich abgefahren ist. Man hört so etwas wie Fensterscheibenbersten, einen Perkussionspart, der fast wie Schüsse klingt und einen sehr sphärischen Synthesizersound. „Cloudbusting heißt schließlich das fünfte Lied auf der „Hounds Of Love“ Seite, gleichzeitig die vierte Singleauskopplung ganz sicher eines der besten Stücke auf der Platte. Wunderschön gelungen hier das Zusammenspiel der Streicher mit der Stimme Kate Bushs. Dazu noch eine Melodie zum Dahinschmelzen. Ein perfektes Pop-Lied.

Auf der „The Ninth Wave“ Seite wird es dann nicht mehr so eingängig. Noch mehr Wert wird jetzt auf den ausdrucksstarken Gesang Kate Bushs gelegt, der nun zudem auch noch ein Stückchen mehr im Mittelpunkt steht. Das zeigt sich gleich bei „And Dream Of Sheep“ und noch deutlicher wird es bei „Under Ice“, eine Nummer, die zusätzlich von ihrem beeindruckenden Cellopart lebt. Ein sehr gutes Stück Musik, welches man so oder so ähnlich, kaum vorher oder aber danach gehört hat.

„Waking The Witch“ klingt dann fast schon verstörend. Zunächst nur aus Klavier und Wortfetzen bestehend, entwickelt es sich schließlich zu einem Song mit Kirchenglocken, einer männlichen “Growling-Stimme“, dem zum Teil stakkatohaften Gesang Kate Bushs und reichlich Samples. „Watching You Without Me“ kommt anschließend erneut sehr schön „schwebend“ daher, ohne groß eine Melodie zu haben. Und bei „Jig Of Life“ wird es ganz Irisch. Ein toller Song, klasse Rhythmus, klasse Instrumentierung und man wird fast dazu verleitet, es dem „Lord of the Dance“ gleichzutun.

„Hello Earth“, im Anschluss daran, ist erneut ein schöner und ruhiger Song, bei dem vor allem wieder Kate Bushs Stimme und ein männlicher Hintergrundchor überzeugen können. Man hört schließlich ein Echolot und dann die Aussage auf Deutsch: „Tiefer, tiefer, irgendwo in der Tiefe gibt es ein Licht“ Die Dame scheint nun kurz vor dem Ertrinken zu sein. Warum Kate Bush sich dazu der deutschen Sprache bemächtigte, darüber fehlt mir allerdings die Information. „The morning Fog“ ist dann wieder ein fröhliches Lied, in dem Kate Bush aufzählt, wem sie alles noch sagen will, dass sie ihn liebt.

Fazit: „Hounds Of Love“ ist ein richtig gutes Album geworden, bei dem der Titel „Poplieder“ nur auf die ersten fünf Stücke zutrifft. Ab Lied Nummer 6 wird es schließlich deutlich experimenteller, aber auch interessanter. Dabei steht Kate Bushs Stimme über allem. Und wer mal ein anspruchsvolleres Album aus den 80ern hören möchte, der sollte hier zugreifen. Mir ist das Album zehn Punkte wert.

Anspieltipps: Running Up That Hill, Cloudbusting, Under Ice, Jig Of Life, Hello Earth