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Sonntag, 15. November 2020

AC/DC – Power Up




AC/DC – Power Up


Besetzung:

Brian Johnson – lead vocals
Phil Rudd – drums
Cliff Williams – bass guitar, backing vocals
Angus Young – lead guitar
Stevie Young – rhythm guitar, backing vocals




Erscheinungsjahr: 2020


Stil: Hard Rock


Trackliste:

1. Realize (3:37)
2. Rejection (4:06)
3. Shot In The Dark (3:06)
4. Through The Mists Of Time (3:32)
5. Kick You When You're Down (3:10)
6. Witch‘s Spell (3:42)
7. Demon Fire (3:30)
8. Wild Reputation(2:54)
9. No Man‘s Land(3:39)
10. Systems Down (3:12)
11. Money Shot (3:05)
12. Code Red (3:31)

Gesamtspieldauer: 41:03



„Power Up“ heißt das international sechszehnte Studioalbum der australischen Rockband AC/DC und erscheint am 13. November 2020 auf dem Plattenlabel Columbia Records. „Power Up“ ist dabei durchaus ein besonderes Album geworden, da es die Band im Grunde genommen wieder vereint, nachdem Sänger Brian Johnson, Schlagzeugers Phil Rudd sowie Bassist Cliff Williams AC/DC direkt vor, während oder nach der Tournee zum Vorgängeralbum „Rock Or Bust“ verlassen hatten.

Gleichzeitig ist „Power Up“ auch das erste Album von AC/DC, auf dem Malcolm Young, Mitbegründer, Rhythmusgitarrist sowie Bruder von Angus Young nicht mehr zu hören ist, da er im Jahr 2017 leider verstorben war. Im selben Jahr übrigens, als auch sein Bruder George Redburn Young verstarb, der bei der Band Flash And The Pan aktiv und bei einigen AC/DC-Alben als Produzent tätig war. Malcolm Young wurde auf „Power Up“ an der Rhythmusgitarre von seinem Neffen Stephen Crawford Young Jr. ersetzt, Sohn des bereits im Jahr 1989 verstorbenen Bruders von Angus, Malcolm, George und Alex Young.

Musikalisch gesehen gibt es wohl kaum eine Band, die man so schnell am Klang erkennt wie AC/DC. Dieser Sound der Gitarre des Angus Young, die Stimme des Brian Johnson, die im Chor gesungenen Refrains, der Groove in der Musik, alles unverwechselbar. Und so hört man auch auf „Power Up“ diese typischen AC/DC-Klänge, absolut ohne Überraschungen – positiv wie negativ.

Die eine oder der andere mag das bemängeln, als „Alles schon mal gehört“ abtun. Wieder andere werden seelig in den musikalischen Kosmos der Australier eintauchen, die mit den zwölf Liedern auf „Power Up“ eben ihren musikalischen Katalog einfach nochmals erweitern. Die Wahrheit liegt dabei – wie so meist – irgendwo in der Mitte. Die Musik unterhält durchaus und wer die Musik von AC/DC mag, wie sie bereits auf den letzten Alben der Band zu hören war, die oder der wird sicher auch „Power Up“ mögen. Wer sich wirklich „Neues“ von den Australiern erhofft hatte, dürfte demnach einigermaßen enttäuscht werden beim Hören der zwölf Nummern. Trotzdem bleibt das gut gemachter Hard Rock, der ab und an mal etwas bluesig angehaucht aus den Boxen strömt. AC/DC eben, wie man sie in diesem Jahrtausend kennt.

Fazit: Zum Mitwippen wird auf „Power Up“ jede Menge Grundlage geliefert, sodass „Power Up“ durchaus auch Spaß verströmt. Fans der Band dürfen sich also freuen, dass Angus und Co. immer noch Musik veröffentlichen. Und diese verströmt irgendwie auch eine gewisse Nostalgie. Die Band, die viele Hörerinnen und Hörer bereits ihr ganzes Leben lang begleitet, veröffentlicht immer noch Musik – und zwar jene, weswegen Fans sie lieben. Nichts Neues also, aber Bewährtes. Auch was Gutes. Acht Punkte.

Anspieltipps: Witch‘s Spell



Dienstag, 15. Januar 2019

AC/DC – Rock Or Bust




AC/DC – Rock Or Bust


Besetzung:

Brian Johnson – lead vocals
Angus Young – lead guitar, backing vocals
Stevie Young – rhythm guitar
Cliff Williams – bass guitar, backing vocals
Phil Rudd – drums


Label: Columbia Records


Erscheinungsjahr: 2014


Stil: Hard Rock


Trackliste:

1. Rock Or Bust (3:03)
2. Play Ball (2:47)
3. Rock The Blues Away (3:24)
4. Miss Adventure (2:57)
5. Dogs Of War (3:35)
6. Got Some Rock & Roll Thunder (3:22)
7. Hard Times (2:44)
8. Baptism By Fire (3:30)
9. Rock The House (2:42)
10. Sweet Candy (3:09)
11. Emission Control (3:41)

Gesamtspieldauer: 34:58



„Rock Or Bust“ heißt das fünfzehnte international veröffentlichte Studioalbum der australischen Hard Rock Band AC/DC. Das Album erschien am 28. November 2014 auf dem Plattenlabel Columbia Records. „Rock Or Bust“ ist das erste Album von AC/DC ohne Gründungsmitglied und Rhythmusgitarristen Malcolm Young, der sich 2014 aus gesundheitlichen Gründen aus der Band zurückgezogen hatte, obwohl er an der Entstehung von jedem Lied des Albums noch beteiligt war. Am 18. November 2017 verstarb der an Demenz erkrankte Musiker. Bassist Cliff Williams beendete seine aktive Karriere nach der Tour zum Album ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen. Schlagzeuger Phil Rudd konnte an der Tour zum Album erst gar nicht teilnehmen, da er zu dieser Zeit unter Hausarrest stand. Bei ihm waren Drogen gefunden worden und er hatte angeblich einen Mord in Auftrag gegeben, der jedoch nicht ausgeführt wurde. Sänger Brian Johnson schließlich musste die Tour abbrechen, da er von Taubheit bedroht war. Axl Rose ersetzte ihn für die restlichen Konzerte.

Mit den Liedern „Play Ball“, „Rock Or Bust” sowie “Rock The Blues Away“ wurden drei Singles aus dem Album ausgekoppelt. Das Album „Rock Or Bust” erreichte in zwölf Ländern, darunter Australien, Kanada, Deutschland und Schweden die Spitze der Charts. In weiteren zwölf Ländern, unter anderem Neuseeland, Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Italien erreichte sie die Top 5. „Rock Or Bust” ist das kürzeste Studioalbum, welches je von der Band veröffentlicht wurde. Mit knapp 35 Minuten Spielzeit ist es nochmal zwei Minuten kürzer als ihr vorheriges kürzestes Album „Flick Of The Switch“ aus dem Jahr 1983.

„Rock Or Bust“ ist eindeutig ein AC/DC Album geworden. Das hört man vom ersten bis zum letzten Akkord, vom ersten bis zum letzten Takt. Keine Experimente wurden also unternommen, die Fans hätten es wohl auch nicht anders gewollt. Allerdings scheint es fast so, als ob die letzte Geschichte von AC/DC in Form eines Liedes bereits erzählt sei. Man hört auf „Rock Or Bust” handwerklich gut gemachten Hard Rock, der allerdings bereits bekannt zu sein scheint. Die Lieder ähneln allesamt, auch zum letzten Album. Dazu gesellt sich der Umstand, dass auf der Platte keine außergewöhnlichen Stücke mehr zu hören sind. Zwar gibt es auch nicht die Ausreißer nach unten, sämtliche Lieder besitzen die für AC/DC typische Qualität, doch Höhepunkte findet man leider auch keine mehr auf dieser Scheibe, die auch wirklich schnell durchläuft. Und so bleibt nicht viel hängen am Ende dieser Platte, die etwas weniger AC/DC-Musik enthält als frühere Veröffentlichungen und leider auch ein wenig langweilig klingt.

Fazit: Ein typisches AC/DC Album der späteren Schaffensphase der Australier ist „Rock Or Bust” geworden. Die Fans dürfte es freuen, denn sie bekommen eine Ausweitung dessen, was sie lieben. Manch einen wird es vielleicht auch ein wenig langweilen, denn alles was man auf dieser Platte hört, hat man von AC/DC schon in leicht abgewandelter Art und Weise vernommen. Nichts Neues also, eher Bewährtes oder Langeweile – ganz wie man es sehen will. Acht Punkte.

Anspieltipps: Dogs Of War



Samstag, 17. Juni 2017

AC/DC – Let There Be Rock (DVD)




AC/DC – Let There Be Rock (DVD)


Besetzung:

Bon Scott – lead vocals
Angus Young – lead guitar
Malcolm Young – rhythm guitar, backing vocals
Cliff Williams – bass, backing vocals
Phil Rudd – drums, percussion


Label: Warner Brothers


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: Hard Rock


Trackliste:

1. Live Wire (5:23)
2. Shot Down In Flames (3:18)
3. Hell Ain't A Bad Place To Be (3:54)
4. Sin City (3:52)
5. Walk All Over You (2:30)
6. Bad Boy Boogie (11:08)
7. The Jack (5:21)
8. Highway To Hell (3:10)
9. Girls Got Rhythm (3:09)
10. High Voltage (5:27)
11. Whole Lotta Rosie (4:41)
12. Rocker (8:57)
13. Let There Be Rock (7:17)

Gesamtspieldauer des Films: 93:54




„AC/DC: Let There Be Rock“ ist ein Musikfilm der australischen Hard Rock Band AC/DC, in dessen Zentrum ein Konzert steht, welches die Band am 9. Dezember 1979 im Pavillon de Paris in Paris gab. Zusätzlich enthält der Musikfilm auch Einblendungen mit Interviews der fünf Musiker von AC/DC. Der Film hat denselben Titel wie das vierte Studioalbum der Band, das hier gezeigte Konzert enthält allerdings Titel aus den Alben „T.N.T.“, „Powerage“, dem bereits erwähnten „Let There Be Rock“ sowie „Highway To Hell“.

Gut zwei Monate nach den Aufnahmen zum Film starb Bon Scott am 19. Februar 1980 an seinem Erbrochenem, nach einer weiteren, durchzechten Nacht. Umso trauriger erscheint dabei nun seine Antwort auf die Frage des Interviewers im Film, warum ihn die anderen Bandmitglieder toll finden würden, gleichzeitig jedoch auch irgendwie „speziell“. Seine Antwort darauf: „Weil ich ein Säufer bin. Ich trinke zu viel.“

Nun, sicherlich trug ein wenig Melancholie und Sentimentalität, vermittelt durch den Tod Bon Scotts, mit dazu bei, dass der Film ein solcher Erfolg wurde. Jedoch ist dies mit Sicherheit nicht der Hauptgrund dafür. Dieser Erfolg liegt auch nicht in den weiteren Interviews begründet, sondern ganz eindeutig in der Musik, in den Live-Aufnahmen, die das damalige Konzert erneut aufleben lassen. Diese Bühnenpräsenz der fünf Musiker, die hier konsequent ihre Musik überaus mitreißend zelebrieren, wirkt einfach begeisternd und packend. Klar sollte man dem Genre Hard Rock etwas abgewinnen können, um in der Lage zu sein, diese Musik zu feiern – trotzdem lässt einen auch dann dieser Film nicht unbeeindruckt zurück, wenn man kein spezieller Hard Rock Fan ist. Ist dem allerdings so, kann man eintauchen in diesen großartigen Film mit seinen Live-Bildern, der die Band auf ihrem musikalischen Höhepunkt zeigt.

Fazit: „AC/DC: Let There Be Rock“ ist ein grandioser Konzertfilm der australischen Band AC/DC. Mit Interviews der Musiker unterfüttert, sieht man hier einen Film, der einem diese Band näherbringt und dabei die Musik von AC/DC kraftvoll und mitreißend zelebriert. Dabei sieht man den ursprünglichen Sänger der Band, Bon Scott, bei einem seiner letzten Auftritte und kann sich gegen ein gewisses Maß an Melancholie kaum erwehren. Für alle, die die Rock-Musik lieben. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: Alles



Dienstag, 21. Juli 2015

AC/DC – Plug Me In (DVD)




AC/DC – Plug Me In (DVD)


Besetzung:

Ohne einzelne Auflistung


Gastmusiker:

Ohne einzelne Auflistung


Label: Sony Entertainment


Erscheinungsdatum: 2007


Stil: Hard Rock


Trackliste:

DVD1 (mit Bon Scott als Sänger):

1. High Voltage – (King of Pop Awards, Australia; October 1975)
2. It's a Long Way To The Top (If You Wanna Rock 'n' Roll) – ("Bandstand" Channel 9, Australia; 21 February 1976)
3. School Days – (St. Albans High School, Australia; 3 March 1976)
4. T.N.T. – (St. Albans High School, Australia; 3 March 1976)
5. Live Wire – ("Super Pop / "Rollin' Bolan", London, England; 13 July 1976)
6. Can I Sit Next To You Girl – ("Super Pop" / "Rollin' Bolan", London, England; 13 July 1976)
7. Baby Please Don't Go – (Myer Music Bowl, Melbourne; 5 December 1976)
8. Hell Ain't A Bad Place To Be – ("Sight & Sound, in Concert" (BBC2), Golders Green Hippodrome, London, England; 29 October 1977)
9. Rocker – ("Sight & Sound, in Concert" (BBC2), Golders Green Hippodrome, London, England; 29 October 1977)
10. Rock 'n' Roll Damnation – (Apollo Theatre, Glasgow; 30 April 1978)
11. Dog Eat Dog – (Apollo Theatre, Glasgow; 30 April 1978)
12. Let There Be Rock – (Apollo Theatre, Glasgow; 30 April 1978)
13. Problem Child – ("Rock Goes To College" (BBC2), Colchester, England; 28 October 1978)
14. Sin City – ("Rock Goes To College" (BBC2), Colchester, England; 28 October 1978)
15. Bad Boy Boogie – ("Rock Goes To College" (BBC2), Colchester, England; 28 October 1978)
16. Highway To Hell – ("Countdown" (ABC), Arnhem, the Netherlands; 13 July 1979)
17. The Jack – ("Countdown" (ABC), Arnhem, the Netherlands; 13 July 1979)
18. Whole Lotta Rosie – ("Countdown" (ABC), Arnhem, the Netherlands; 13 July 1979)


DVD2 (mit Brian Johnson als Sänger):

1. Shot Down In Flames – (Budokan, Tokyo; 5 February 1981)
2. What Do You Do For Money Honey – (Budokan, Tokyo; 5 February 1981)
3. You Shook Me All Night Long – (Budokan, Tokyo; 5 February 1981)
4. Let There Be Rock – (Budokan, Tokyo; 5 February 1981)
5. Back In Black – (Capital Center, Landover, Maryland; 20 December 1981)
6. T.N.T. – (Capital Center, Landover, Maryland; 20 December 1981)
7. Shoot To Thrill – (The Summit, Houston, TX; 30 October 1983)
8. Guns For Hire – (Joe Louis Arena, Detroit, Michigan; 17 November 1983)
9. Dirty Deeds Done Dirt Cheap – (Joe Louis Arena, Detroit, Michigan; 17 November 1983)
10. Flick Of The Switch – (Capital Center, Landover, Maryland; 12 December 1983)
11. Bedlam In Belgium – Capital Center, Landover, Maryland; 12 December 1983)
12. Montage: Coup Victims Memorial Service "Hell's Bells" / "Back In Black" – (Tushino Airfield, Мoscow; 28 September 1991)
13. Highway To Hell – (Tushino Airfield, Москва; 28 September 1991)
14. Whole Lotta Rosie – (Tushino Airfield, Москва; 28 September 1991)
15. For Those About To Rock (We Salute You) – (Tushino Airfield, Moscow; 28 September 1991)
16. Gone Shootin' – (VH1 Studio B, London, England; 5 July 1996)
17. Hail Caesar – (Entertainment Center, Sydney; 14 November 1996)
18. Ballbreaker – (Entertainment Center, Sydney; 14 November 1996)
19. Rock And Roll Ain't Noise Pollution – (Entertainment Center, Sydney; 14 November 1996)
20. Hard As A Rock – (Stade de France, Paris; 22 June 2001)
21. Hells Bells – (Stade de France, Paris; 22 June 2001)
22. Ride On – (Stade de France, Paris; 22 June 2001)
23. Stiff Upper Lip – (Circus Krone, München; 17 June 2003)
24. Thunderstruck – (Circus Krone, München; 17 June 2003)
25. If You Want Blood (You've Got It) – ("Toronto Rocks" Downsview Park, Toronto; 30 July 2003)
26. The Jack – ("Toronto Rocks" Downsview Park, Toronto; 30 July 2003)
27. You Shook Me All Night Long – ("Toronto Rocks" Downsview Park, Toronto; 30 July 2003)

Gesamtspieldauer DVD 1 & 2: 300:00




„Plug Me In“ aus dem Jahr 2007 ist eine überaus gelungene Zusammenstellung von Live- beziehungsweise Fernsehauftritten der australischen Hard Rocker von AC/DC. Dabei sind die einzelnen DVD’s in die Ära Bon Scott und Brain Johnson unterteilt. Chronologisch angeordnet, kann man hier sehr gut die Entwicklung der Australier verfolgen, die im Laufe der Jahre ihrer Karriere, man mag es kaum glauben, allerdings doch dann etwas ruhiger und entspannter geworden sind. Die Qualität der einzelnen Aufnahmen divergiert natürlich durch deren unterschiedliche Entstehungszeit, schmälert die Freude am Genuss dieser Zusammenstellung jedoch in keinster Weise.

Immer wieder ertappe ich mich gerade auf DVD 1 dabei, wie sich sentimentale Gefühle beim Ansehen der Bilder entwickeln. Dies ist aus zweierlei Gründen durchaus überraschend. Zum einen habe ich AC/DC natürlich zu Beginn ihrer Karriere und in den darauffolgenden, ersten Jahren noch gar nicht aktiv verfolgen können, zum anderen hat die Musik der Band natürlich auch gar nichts „Sentimentales“ oder gar „Melancholisches“ an sich. Doch es ist ein weiteres Beispiel dafür, wie sehr Musik dazu imstande ist, Gefühle und Stimmungen zu transportieren, die einen als Hörer einfach treffen. Und gerade darin liegt auch die Stärke dieser DVDs. Wenn jemand die Musik in bester Qualität hören möchte oder aber bestens aufbereitete Konzertmitschnitte genießen will, dann gibt es da durchaus bessere Alternativen. Ist man jedoch an der Geschichte von AC/DC, deren Entwicklung und den in jeder Epoche vorhandenen Zeitgeist interessiert, dann gibt es für diese Zusammenstellung kaum eine bessere Möglichkeit, all dies auch erspüren zu können.

Fazit: Nun, über die Musik muss ich mich hier nicht extra auslassen. Die kennt man und die wurde auf diesen Seiten auch schon besprochen. Jede beziehungsweise jeder wird wissen, ob er der Musik von AC/DC etwas abgewinnen kann oder ob das eben nicht der Fall ist. Ist dem so und man mag die Musik nicht, so wird diese DVD sicherlich im Regal verstauben. Mag man allerdings diese Art des Hard Rocks von AC/DC, so stellt „Plug Me In“ einen wahrhaft großen Gewinn dar. Zum einen kann man hier bestens die Entwicklung dieser wahrlich außergewöhnlichen Band verfolgen, zum anderen eben in Erinnerungen schwelgen, die wohl jeder AC/DC-Freund ihr oder sein Eigen nennt. Für all jene, die AC/DC mögen, egal ob mit Bon Scott oder aber Brian Johnson, ist „Plug Me In“ eine sehr lohnenswerte Anschaffung – auch wenn die Dokumenten-Qualität, vor allem zu Beginn, nicht immer restlos überzeugt. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Alles, jedoch vor allem die Bon Scott DVD…



Donnerstag, 12. März 2015

AC/DC – Let There Be Rock (DVD II)




AC/DC – Let There Be Rock (DVD II)


Besetzung:

Angus Young – guitar
Malcolm Young – guitar
Bon Scott – vocals
Phil Rudd – drums
Cliff Williams – bass


Label: Falcon Neue Medien


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Hard-Rock


Trackliste:

1. Glasgow, Scotland 18.03.1978 (Scottish TV) (37 Minuten)
     • Intro
     • Riff Raff
     • Rock’n’Roll Damnation
     • Dog Eat Dog
     • Bad Boy Boogie
     • Let There Be Rock
     • I’m A Rocker
2. Arnhem., Riinhalen, Holland “Countdsown” 13.07.1979 (Dutch TV) (25 Minuten) 
     • Highway To Hell
     • Bad Boy Boogie
     • The Jack
     • I’m A Rocker
     • Whole Lotta Rosie
3. Hordon Pavillion, Australia 12.12.1976 (Australian TV) (16 Minuten)
     • Baby, Please Don’t Go
     • Problem Child
4. Madrid, Spain, “Aplauso” 09.02.1980 (Spanish TV, Bon Scott’s Last TV Appearance) (14 Minuten)
     • Intro
     • Beating Around The Bush
     • Girls Got Rhythm
     • Highway To Hell
5. USA, “Midnight Special” 1978 (US TV) (10 Minuten)
     • Intro
     • Sin City
6. Germany, “Rock Pop in Concert” 08.09.1979 (German TV) (5 Minuten)
     • Highway To Hell

Gesamtspieldauer: 1:38:11




Gut, würde es nach der Qualität der Aufnahme, sowohl des Video- wie des Audio-Materials gehen, so müsste man diese DVD zweifelsohne mit einem bis maximal zwei Punkten bewerten. Auf der DVD befinden sich TV-Aufnahmen, die in keinster Weise überarbeitet wurden und leider genau so aussehen, wie aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts und sich leider auch ebenso anhören. Da scheppert das Becken, die Töne verwaschen manchmal, nicht immer sind alle Instrumente gleichberechtigt zu hören und mitunter wirkt das Ganze sehr, sehr krachend und undifferenziert.

Und dabei ist das alles so cool, was sich auf der DVD befindet. Alles Live-TV-Ausschnitte der alten Besetzung, also immer mit Bon Scott. Sogar sein letzter TV-Auftritt, der im spanischen Fernsehen am 9. Februar 1980 stattfand, ist hierauf verewigt… Genau zehn Tage später ist er leider verstorben. Und gerade hier ist das Bildmaterial besonders schlecht. Wobei gerade diesem Auftritt auch eine gewisse unfreiwillige Komik sicherlich nicht abzusprechen ist, denn im Publikum befindet sich eine riesige Fraktion bereits älterer Menschen, sicherlich zum größten Teil deutlich über 70 Jahre. Und das coole dabei ist, diese klatschen ebenfalls nach den einzelnen Titeln,  anscheinend sehr zufrieden und überzeugt, Beifall. Da sag noch einer mal, AC/DC sei nur was für junge Leute und dort auch hauptsächlich etwas für die männlichen Hörer. In Spanien scheint das nicht so ganz zu stimmen, denn hier freuen sich auch ältere Damen über eine ordentliche Portion Hard Rock.

Ich habe die DVD hier übrigens „DVD II“ genannt, da es noch eine DVD mit dem Namen „Let There Be Rock“ gibt, die am 9. Dezember 1979 live im Pavillon de Paris in Paris, Frankreich aufgenommen wurde und auch eingestreute Interviews der Bandmitglieder enthält. Viele Käufer ärgern sich immer, wenn die statt der Live-DVD, die übrigens sowohl vom Film- wie vom Audiomaterial keinerlei Wünsche offen lässt, aus Versehen dann diese DVD hier in Händen halten, beziehungsweise im Player das erste Mal abspielen. Also Vorsicht beim Kauf.

Fazit: Es stimmt, qualitativ ist diese DVD hier eine absolute Katastrophe. Von daher hat auch nur der echte AC/DC-Fan etwas davon. Jene oder jener wird diese Veröffentlichung nämlich auch trotz der schlechten Qualität sehr wahrscheinlich lieben. Die Ausschnitte sind schon etwas Besonders und lassen ganz, ganz viele sentimentale Gefühle beim Hörer aufsteigen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Kann es hier nicht geben….

(Diese Aufnahme ist nicht von der hier besprochenen DVD und qualitativ deutlich besser als die DVD!)



Mittwoch, 6. November 2013

AC/DC – Stiff Upper Lip




AC/DC – Stiff Upper Lip


Besetzung:

Angus Young – lead guitar
Malcolm Young – rhythm guitar
Brian Johnson – vocals
Cliff Williams – bass guitar
Phil Rudd – drums


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Hard-Rock


Trackliste:


CD1:

1. Stiff Upper Lip (3:35)
2. Meltdown (3:41)
3. House Of Jazz (3:56)
4. Hold Me Back (3:59)
5. Safe In New York City (4:00)
6. Can't Stand Still (3:41)
7. Can't Stop Rock'n'Roll (4:02)
8. Satellite Blues (3:46)
9. Damned (3:52)
10. Come And Get It (4:03)
11. All Screwed Up (4:36)
12. Give It Up (3:56)


CD2:

1. Cyberspace (3:00)
2. Back in Black (Live) (4:10)
3. Hard As A Rock (Live) (4:51)
4. Ballbreaker (Live) (4:42)
5. Whole Lotta Rosie (Live) (5:27)
6. Let There Be Rock (Live) (11:55)
7. Stiff Upper Lip (Video) (3:51)
8. Safe In New York City (Video) (4:00)
9. Satellite Blues (Video) (3:50)

Gesamtspieldauer der Musiktitel auf CD1 und CD2: 1:21:12 sowie 11:41 Videomaterial auf CD2




„Stiff Upper Lip“ ist das dreizehnte Studio-Album, welches AC/DC international veröffentlichten. „International“ deshalb, da von den ersten beiden Alben auch Ausgaben existieren, die damals nur in Australien, der Heimat von AC/DC veröffentlicht wurden. „Stiff Upper Lip“ wurde auch in einer „Special Edition“ veröffentlicht, welche mir hier vorliegt. Diese unterscheidet sich durch das Vorhandensein einer zweiten CD, auf der sich mit „Cyberspace“ noch ein neuer Track befindet, sowie fünf live in Madrid eingespielte Titel und zusätzlich noch drei Videos zu den als Singles ausgekoppelten Liedern der Platte.

Nun die Musik auf „Stiff Upper Lip“ kann den AC/DC-Freund vieler vorheriger Platten nicht mehr so richtig packen. Gut gemachter Hard Rock ist da zu hören, der allerdings nichts mehr Geniales an sich hat, was man so oft auf anderen Platten AC/DC’s entdecken konnte. Die Scheibe rockt natürlich von vorne bis hinten durch, diese „Übersongs“ jedoch, die auf den ersten Veröffentlichungen der Band zuhauf vorhanden waren, auf den späteren Platten immerhin noch ab und an, die fehlen hier ganz klar. Natürlich kann man aber auch auf „Stiff Upper Lip“ noch dem Headbanging frönen und die Haare ordentlich durcheinander wirbeln, allerdings macht das längst nicht mehr so viel Spaß wie früher. Ein wirklich toller Song ist „Can't Stand Still“, hier sind die Zutaten noch vorhanden, die einen AC/DC-Song zu etwas Besonderem werden lassen. Klasse Gitarrenlauf, eingängige Melodieführung, guter Groove und eben diese gewisse Eingängigkeit, die ein Lied manchmal über die anderen heraushebt. Der ganze Rest der Platte ist handwerklich gut gemachter, harter Rock’n’Roll, den man sich gut anhören kann, leider allerdings auch nichts verpasst hat, wenn man diese CD nicht kennt.

Kommen wir mal zur Zugabe, denn die lohnt sich hier bei dem Album wirklich. Damit meine ich jetzt aber nicht die drei Videos, die in recht schlechter Qualität auf CD gepresst wurden und auch nicht die Zugabe in Form des Liedes „Cyberspace“, denn das reiht sich nahtlos ein in die Stücke auf CD1. Nichts Besonderes eben, hart zwar, das gewisse Etwas, das fehlt jedoch auch hier. Aber die Live-Einspielungen sind wahrlich klasse gelungen. Kraft- und druckvoll wird hier gerockt, was das Zeug hält. „Whole Lotta Rosie“, ehemals von Bon Scott interpretiert, bringt Brian Johnson absolut auf den Punkt. Perfekt. Und dann gibt es da noch die fast zwölfminütige Version von „Let There Be Rock“. Der absolute Wahnsinn. Wann jemals hat Live-Musik besser geklungen? Das Lied wird deutlich schneller gespielt als in der Original-Version, es knallt rein wie ein Donnerschlag. Und dann kommt es eben, dieses episches Solo des Angus Young, der danach blutige Finger gehabt haben dürfte. Absolut klasse und genial. Wenn man bei diesem Song versucht mit zu wippen bekommt man einen Krampf im Fuß. Ein absolutes Meisterwerk des Rock’n’Roll. Besser kann man Hard Rock nicht spielen, nicht wiedergeben. Man muss aufpassen, dass einem nicht Tränen der Rührung in die Augen steigen.

Fazit: „Stiff Upper Lip“ ist ein grundsolides und durchschnittliches Album geworden. Kein Höhepunkt im Schaffen von AC/DC. Jedoch auch kein schlechtes Album, wenn man ein Ohr für Hard Rock hat. Die Anschaffung lohnt sich für den Freund härterer Musik allerdings trotzdem. „Let There Be Rock“ in dieser Version ist eine Offenbarung. Dem Album würde ich acht Punkte geben, Durchschnitt eben. Aber dieser Zusatz in der Special Edition hebt das Level an. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Hold Me Back, Whole Lotta Rosie (Live), Let There Be Rock (Live)




Freitag, 25. Oktober 2013

AC/DC – Ballbreaker




AC/DC – Ballbreaker


Besetzung:

Angus Young – lead guitar
Malcolm Young – rhythm guitar
Brian Johnson – vocals
Cliff Williams – bass guitar
Phil Rudd – drums


Label: East West Records


Erscheinungsdatum: 1995


Stil: Hard-Rock


Trackliste:

1. Hard As A Rock (4:32)
2. Cover You In Oil (4:33)
3. The Furor (4:10)
4. Boogie Man (4:07)
5. The Honey Roll (5:35)
6. Burnin' Alive (5:06)
7. Hail Caesar (5:14)
8. Love Bomb (3:14)
9. Caught With Your Pants Down (4:15)
10. Whiskey On The Rocks (4:35)
11. Ballbreaker (4:32)

Gesamtspieldauer: 49:53




Mit „Ballbreaker“ betitelte die australische Hard-Rock-Formation AC/DC ihr zwölftes Studioalbum, welches 1995 veröffentlicht wurde. Und wieder gibt es satt auf die Ohren, wenn man denn mit Hard’n’Heavy etwas anzufangen versteht. Nichts Neues also, sollte man meinen. Im Line-Up der Band hatte sich allerdings eine Veränderung ergeben. Phil Rudd, der auf den Alben von „Dirty Deeds Done Dirt Cheap“ bis „Flick Of The Switch“ bereits an den Drums saß, war zurückgekehrt und vervollständigte somit die „klassische“ Besetzung der Band wieder – natürlich mit der Ausnahme von Bon Scott.

Die Musik auf „Ballbreaker“ sehe ich ein wenig differenziert. Da gibt es zum einen solch absolute Highlights wie „The Furor“, eines der besten Lieder in der Diskographie der Band. Allerdings findet sich auf der Platte auch eine ganze Menge „Ware“, die zwar hart klingt, jedoch qualitativ nicht mehr den Stand erreicht, den AC/DC-Titel oftmals innehatten. Im Komponieren der einzelnen Titel ist dieser Wiedererkennungswert, diese Eingängigkeit der Stücke, den Australiern zum Teil abhandengekommen. Ausnahmen von diesem Umstand wären noch „Hard As A Rock“ und das für AC/DC-Verhältnisse fast schon gemäßigte und ruhige „Boogie Man“ sowie, jedoch bereits mit Abstrichen, der Titeltrack „Ballbreaker“.

„Burnin‘ Alive“ weiß ebenfalls noch zu zünden, der Rest geht jedoch ein wenig unter, stellt nichts Besonderes mehr dar, bleibt einfach nicht hängen. Das geniale Riff, die einen packenden Akkordfolge, die finden sich hier einfach in manchen Titeln nicht mehr. Wahrlich ist der Rest der Platte nicht schlecht, nur ragt er eben nicht mehr aus dem Durchschnitt heraus, den AC/DC-Titel eigentlich so oft zu erreichen verstehen. Nicht schlecht also, aber eben auch nicht mehr.

Fazit: „Ballbreaker“ besitzt seine Stärken und die befinden sich vor allem im Song „The Furor“. Als meine Kinder noch klein waren, meinten sie bei diesem Titel immer: „Papa, da singt wieder der Wütende!“ Passender hätte man das nicht umschreiben können. Das Album hat seine paar Höhepunkte, jedoch auch einige Längen. Trotzdem noch zehn Punkte.

Anspieltipps: Hard As A Rock, The Furor, Boogie Man, Ballbreaker




Samstag, 19. Oktober 2013

AC/DC – The Razors Edge




AC/DC – Back In Black


Besetzung:

Angus Young – lead guitar
Malcolm Young – rhythm guitar
Brian Johnson – vocals
Cliff Williams – bass guitar
Chris Slade – drums


Label: ATCO Records


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Hard-Rock


Trackliste:

1. Thunderstruck (4:53)
2. Fire Your Guns (2:54)
3. Moneytalks (3:46)
4. The Razor's Edge (4:23)
5. Mistress For Christmas (4:00)
6. Rock Your Heart Out (4:07)
7. Are You Ready (4:10)
8. Got You By The Balls (4:30)
9. Shot Of Love (3:57)
10. Let's Make It (3:32)
11. Goodbye And Good Riddance To Bad Luck (3:14)
12. If You Dare (3:08)

Gesamtspieldauer: 46:33




„The Razors Edge“ ist bereits das elfte international veröffentlichte Album der Australier von AC/DC. Und dieses Album hält wahrlich einige Perlen in der Bandgeschichte der Hard-Rocker parat. An erster Stelle zu erwähnen dabei der Titelsong „The Razors Edge“, eines der besten und kraftvollsten Stücke in der langen Schaffensphase von AC/DC. Dazu gesellen sich solch tolle Rocker wie „Thunderstruck“, „Moneytalks“, „Mistress For Christmas“ oder „Are You Ready“.

Auch der Rest der Platte rockt, wie man es nicht anders von AC/DC gewohnt ist. Dabei liegt es natürlich wieder im und am Ohr des Hörers, welches der zwölf Titel sein ganz persönlicher Favorit ist. Festzustellen bleibt allerdings, dass man dieses Mal mit „The Razors Edge“ noch etwas mehr bekommt, als man womöglich erwartet hatte, nach den Veröffentlichungen der Australier in den letzten Jahren. Diese AC/DC-Scheibe weiß deutlich mehr zu begeistern und ist seit „Back In Black“ das Beste, was die australischen Musiker ihren Fans geboten haben. Auf „The Razors Edge“ gibt es wieder Rock, der dieses Mal eben nicht „nur“ rockt vom ersten bis zum letzten Takt des Albums. Hier, auf diesem Album gesellen sich nun auch wieder besondere Riffs und ebensolche Melodien hinzu, die den Hörer sofort beim ersten Hören zu begeistern wissen. Und somit gibt es sie auf diesem elften Album der Band wieder: Titel, die sicherlich zu den Höhepunkten im Schaffen von AC/DC zählen und sich sehr positiv vom „Durchschnitt“ abheben, den AC/DC allzu oft in den 80er Jahren auch produziert hat. Es gibt also erneut knallharten Rock auf die Ohren, dieses Mal schafft es dieser allerdings auch beim Hörer zu zünden.

Fazit: Die Höhepunkte des Albums liegen in der ersten Hälfte der Scheibe. Dann folgt viel kraftvoller Rock, der sich zwar nicht ganz so schnell festsetzt, jedoch ebenfalls hörenswert ist. Und mit „The Razor's Edge“ befindet sich ein Lied auf der Platte, welches man als AC/DC-Fan unbedingt mal gehört haben sollte. Dieser Titel ist absolute erste Sahne für Freunde der härteren Töne. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Thunderstruck, Moneytalks, The Razor's Edge




Samstag, 5. Oktober 2013

AC/DC – Blow Up Your Video




AC/DC – Blow Up Your Video


Besetzung:

Angus Young – lead guitar
Malcolm Young – rhythm guitar
Brian Johnson – vocals
Cliff Williams – bass guitar
Simon Wright – drums


Label: Atlantic Records


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Hard-Rock


Trackliste:

1. Heatseeker (3:50)
2. That's The Way I Wanna Rock'n'Roll (3:45)
3. Meanstreak (4:08)
4. Go Zone (4:26)
5. Kissin' Dynamite (3:58)
6. Nick Of Time (4:16)
7. Some Sin For Nuthin' (4:11)
8. Ruff Stuff (4:29)
9. Two's Up (5:20)
10. This Means War (4:32)

Gesamtspieldauer: 42:57




„That's The Way I Wanna Rock'n'Roll“ singt Brian Johnson auf dem zweiten Titel des 1988 erschienenen zehnten Studio-Albums „Blow Up Your Video“ der Australier von AC/DC. Da muss ich ihm aber leider widersprechen, denn so will ich den Rock’n’Roll irgendwie doch nicht. „Blow Up Your Video“ reiht sich in die Platten der Hard-Rocker aus den 80er Jahren ein (mit Ausnahme von „Back In Black“), die nicht unbedingt essentiell im Schaffen der Hard-Rock-Formation waren. Zwar wird auch auf „Blow Up Your Video“ gerockt, dass die Wände wackeln, aber es ist eben nicht mehr das Besondere vorhanden, was auf den ersten Platten AC/DC’s immer zu finden war: Dieses markerweichende Riff, diese knallharte und packende Melodie, dieses unbeschreibliche Solo.

„Blow Up Your Video“ ist erneut nur ein durchschnittliches Werk der Australier geworden, auf dem die großen Höhepunkte fehlen, welches aber handwerklich wirklich gut gemachten Hard Rock für den Hörer bereithält. Allerdings ist das jetzt bereits das vierte Album in Folge, bei dem die Lieder so ein klein wenig austauschbar klingen. Das sollte sich mit den nächsten beiden Platten wieder etwas relativieren, denn dort gibt es diese Übersongs dann wieder, die man hier noch ein wenig vergeblich sucht - obwohl hier bereits ein Schritt in die richtige Richtung auszumachen ist, wenn man dieses Album mit den drei Vorgängern vergleicht. Hier zünden die Songs nun doch wieder ein wenig härter und besser und man bleibt nicht nur etwas taub und ratlos zurück.

Unten angegebene Anspieltipps heben sich für mich dann doch ein wenig aus der etwas eintönigen Rock-Melange heraus und haben auch diesen gewissen Wiedererkennungswert, den man für sich in der Musik immer zu finden hofft. Keine Übersongs à la „Let There Be Rock“ oder „The Razors Edge“, allerdings doch Titel, die ich nicht missen möchte, die eine gute AC/DC-Sammlung bereichern.

Fazit: Für mich das Beste der vier nach „Hells Bells“ erschienenen Alben AC/DC’s. Das ist zwar kein Vergleich mehr zu den früheren Veröffentlichungen der Band, wer jedoch auf Hard Rock steht, der wird hier auch was für sich finden. Die guten Ansätze sind auf „Blow Up Your Video“ deutlicher vorhanden, als noch auf den drei Vorgängern. Head-Banging, der auch wieder Spaß macht, ist hier wieder eher möglich. Immer noch keine gute Platte, aber besser als die vorherigen Alben allemal. Acht Punkte

Anspieltipps: Go Zone, Nick Of Time, Ruff Stuff, Two's Up, This Means War




Mittwoch, 25. September 2013

AC/DC – Fly On The Wall




AC/DC – Fly On The Wall


Besetzung:

Angus Young – lead guitar
Malcolm Young – rhythm guitar
Brian Johnson – vocals
Cliff Williams – bass guitar
Simon Wright – drums


Label: Atlantic Records


Erscheinungsdatum: 1985


Stil: Hard Rock


Trackliste:

1. Fly On The Wall (3:43)
2. Shake Your Foundations (4:08)
3. First Blood (3:40)
4. Danger (4:22)
5. Sink The Pink (4:14)
6. Playing With Girls (3:44)
7. Stand Up (3:53)
8. Hell Or High Water (4:31)
9. Back In Business (4:22)
10. Send For The Man (3:26)

Gesamtspieldauer: 40:03




„Fly On The Wall“ nannten die australischen Hard-Rocker ihr inzwischen bereits neuntes Studioalbum, welches 1985 veröffentlicht wurde. Und wie immer bei einem AC/DC-Album bekommt man ordentlich was auf die Ohren. Knallharten Hard’n’Heavy-Sound gibt es auf „Fly On The Wall“ zu hören, der von der ersten bis zur letzten Note des Albums auch konsequent durchgezogen wird.

So ein klein wenig schienen sich die Australier, bei denen nun Simon Wright den ursprünglichen Drummer Phil Rudd am Schlagzeug ersetzt hatte, allerdings in einer „Schaffenskrise“ zu befinden. Wieder handwerklich perfekt gemacht, voller Sound, treibende Beats und klasse Gitarrensoli, der Funke will allerdings trotzdem nicht so recht überspringen. Irgendwie ist das alles sehr vorhersehbar, zu wenig überraschend und die richtig guten Songs, die man sich selbst auf ein „Best Of“-Album pressen würde, die fehlen hier. Kein Song von „Fly On The Wall“ wäre darauf vertreten.

Die Musik knallt zwar wieder knochentrocken und hart aus den Boxen, eine irgendwie geartete Nachhaltigkeit besitzt sie jedoch nicht. Alles rockt und groovt mitunter auch ganz nett, aber ohne letztendlich doch richtig überzeuge zu können. Vielleicht liegt es auch einfach daran, da kein Titel auf „Fly On The Wall“ vertreten ist, der das gewisse „Etwas“ besitzt, welches ihn zu einem besonderen Song werden lässt. Gut gemachter Durchschnitt, ohne die herausragenden Höhepunkte. Und solche Titel wie „Stand Up“, die ganz offensichtlich zum Mitgrölen konzipiert wurden, die langweilen leider auf Dauer einfach nur.

Fazit: Für Hard’n’Heavy-Fans sowie AC/DC-Jünger natürlich ganz klar ein „Must-Have“. Wer sich allerdings mal in diese Band einhören will, dem seien die Platten mit Bon Scott sowie „Back In Black“ oder die beiden Scheiben aus den 90ern empfohlen. Das hier ist zwar auch AC/DC, aber das konnten sie schon sehr viel besser und werden es auch wieder besser machen. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Shake Your Foundations, First Blood, Danger




Mittwoch, 28. August 2013

AC/DC - Flick Of The Switch




AC/DC – Flick Of The Switch


Besetzung:

Angus Young – lead guitar
Malcolm Young – rhythm guitar
Cliff Williams – bass guitar
Brian Johnson – vocals
Phil Rudd – drums


Label: EPIC Records


Erscheinungsdatum: 1983


Stil: Hard Rock


Trackliste:

1. Rising Power (3:44)
2. This House Is On Fire (3:24)
3. Flick On The Switch (3:14)
4. Nervous Shakedown (4:27)
5. Landslide (3:58)
6. Guns For Hire (3:25)
7. Deep In The Hole (3:20)
8. Bedlam In Belgium (3:52)
9. Badlands (3:39)
10. Brain Shake (4:09)

Gesamtspieldauer: 37:10




„Flick Of The Switch“ heißt das achte Studio-Album der australischen Hard-Rocker von AC/DC. Und das ist auch genau das, was man auf diesem Album zu hören bekommt. Hard Rock, ohne auch nur den Hauch einer „Verweichlichung“. Es wird vom ersten bis zum letzten Takt durchgerockt.

Dies hat allerdings auch einen Nachteil, denn die einzelnen Songs scheinen austauschbar zu sein. Nichts hebt sich in irgendeiner Art und Weise voneinander ab. Die einzelnen Titel klingen sehr ähnlich und sind auch immer nach derselben Art und Weise aufgebaut, sodass einem nach dem Hören kein Song besonders im Ohr hängengeblieben ist.

Klar, das ist knallharter Rock, den man hier zu hören bekommt. Das geniale Riff, die einen packende Melodie, das faszinierende Solo, all das findet sich jedoch nicht auf „Flick Of The Switch“. Alles kracht und knallt in bewährter Manier ohne Besonderheiten, sodass diese achte Veröffentlichung nur ein durchschnittliches AC/DC-Album geworden ist. Die Höhepunkte fehlen einfach. Keiner der Songs zündet sofort, leider auch nicht nach mehrmaligem Durchhören der Scheibe. Das wiederum bedeutet nicht, dass „Flick Of The Switch“ ein schlechtes Album geworden wäre, für die Verhältnisse von AC/DC ist diese Platte jedoch lediglich eher eine „Allerweltsscheibe“, ein Album eben, welches nicht nach oben hin ausschlägt und auf dem man diesen „Mörder-Song“ leider vergeblich sucht.

Fazit: Handwerklich gut gemachter Rock ist auf „Flick Of The Switch“ zu hören, den man durchaus genießen kann, wenn einem diese Art der Musik zusagt. Allerdings nimmt die Platte auch keine irgendwie geartete Sonderstellung in der Diskographie der Australier ein. Wer auf knallharten Hard Rock steht, der wird mit „Flick Of The Switch“ jedoch bestens bedient. Allerdings haben die fünf Australier auch schon bessere Platten auf den Markt geworfen, die deutlich mehr ins Ohr gingen und auch nachhaltiger wirkten. Somit bleibt von „Flick Of The Switch“ der Umstand übrig, dass es das achte Album der Hard-Rocker ist, welches keinen Ausschlag nach unten besitzt. Den nach oben, diesen Ausschlag sucht man leider allerdings auch vergeblich. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Landslide, Deep In The Hole, Bedlam In Belgium





Freitag, 23. August 2013

AC/DC - For Those About To Rock (We Salute You)




AC/DC – For Those About To Rock (We Salute You)


Besetzung:

Angus Young – lead guitar
Malcolm Young – rhythm guitar
Brian Johnson – vocals
Cliff Williams – bass guitar
Phil Rudd – drums


Label: Atlantic Records


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: Hard-Rock


Trackliste:

1. For Those About To Rock (We Salute You) (5:44)
2. Put The Finger On You (3:26)
3. Let's Get It Up (3:54)
4. Inject The Venom (3:31)
5. Snowballed (3:23)
6. Evil Walks (4:24)
7. C.O.D. (3:19)
8. Breaking The Rules (4:23)
9. Night Of The Long Knives (3:26)
10. Spellbound (4:30)

Gesamtspieldauer: 40:00




„For Those About To Rock (We Salute You)“ ist das siebte Studio-Album der Australier von AC/DC und das zweite, welches nach dem Tod von Bon Scott entstand. Und um es gleich vorweg zu nehmen, es ist auch das schlechteste Album, welches AC/DC bis zu diesem Zeitpunkt veröffentlicht hat. Hard Rock pur hört man natürlich wieder auf der Platte, allerdings keinen mehr, der einen packt und mitreißt. Jedenfalls mich nicht. Das ist eher handwerklich gut gemachter Rock, ohne Ecken und Kanten, ohne diese besonderen Songs, die AC/DC zu etwas so Besonderem gemacht haben.

Vielleicht geht das aber auch nur mir so. Ich entdecke hier jedoch nichts mehr, was mich in den Bann zieht, was mich dahin treibt, diese Platte öfters aufzulegen - obwohl ich sie wahrlich des Öfteren gehört habe. Aber immer bleibt am Ende dasselbe Ergebnis stehen: War da was? Klar es kracht und knallt, dieses Mal vielleicht sogar ein wenig mehr blueslastig, aber es ist nichts dabei, was einen länger beschäftigt, was diese Platte zu einem Erlebnis werden lässt, auf welches man sich freuen würde.

Das Haar lässt sich bei dieser Musik noch ganz gut schütteln, aber dazu hat es schon deutlich bessere Anlässe beziehungsweise Aufforderungen gegeben. Der Ehrlichkeit halber sei an dieser Stelle allerdings auch angeführt, dass sich diese Scheibe sehr gut verkaufte und eine der erfolgreichsten von AC/DC wurde. Vielleicht liegt es daher wirklich nur an mir, an meinen Ohren, dass ich hier einfach nicht den Zugang finden kann, den viele andere Freunde der Musik AC/DCs so ohne weiteres zu entdecken scheinen.

Fazit: Ein handwerklich gut gemachtes Album ist „For Those About To Rock (We Salute You)“ geworden. Die genialen „Übersongs“ fehlen allerdings auf dieser Platte, zumindest kann ich sie nicht entdecken - vielleicht mit Ausnahme des Titelsongs. Somit bleibt dieses Album für mich maximal noch Durchschnitt. Da hat AC/DC schon sehr viel bessere Platten abgeliefert und sollte das später auch wieder schaffen. Sieben Punkte.

Anspieltipps: For Those About To Rock (We Salute You)



Montag, 22. Juli 2013

AC/DC – Back In Black




AC/DC – Back In Black


Besetzung:

Malcolm Young – guitar
Angus Young – lead guitar
Brian Johnson – vocals
Phil Rudd – drums
Cliff Williams – bass


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: Hard-Rock


Trackliste:

1. Hells Bells (5:12)
2. Shoot To Thrill (5:18)
3. What Do You Do For Money Honey (3:35)
4. Givin The Dog A Bone (3:32)
5. Let Me Put My Love Into You (4:16)
6. Back In Black (4:15)
7. You Shook Me All Night Long (3:30)
8. Have A Drink On Me (3:59)
9. Shake A Leg (4:06)
10. Rock And Roll Ain't Noise Pollution (4:26)

Gesamtspieldauer: 42:08




„Back In Black“ von AC/DC ist das mit Abstand erfolgreichste Album der australischen Hard-Rocker. „Death Sells“! Fünf Monate nach dem Tod des vormaligen Sängers Bon Scott am 19. Februar 1980 wurde „Back In Black“ im Juli desselben Jahres bereits veröffentlicht. Und es befinden sich wahrlich einige Klassiker auf diesem ganz in schwarz gehaltenem Album, welches so überaus oft über die Ladentheke ging.

Aber das beste AC/DC-Album? Nö, das ist immer noch „Let There Be Rock“. Allerdings ist „Back In Black“ das beste Album, was die Australier mit ihrem neuen Sänger Brian Johnson veröffentlichen sollten. Aber vielleicht kommt da ja noch was. Obwohl, die fünf Australier, die inzwischen wieder in der Zusammensetzung wie zum Beispiel auf „Highway To Hell“ – natürlich bis auf den Sänger - Musik machen, gehen inzwischen auf die 60 zu beziehungsweise habe diese bereits deutlich überschritten. Aber mal abwarten.

„Back In Black“ ist auf jeden Fall ein gutes und hartes und kompromissloses Album geworden. Sanfte Töne? Fehlanzeige! Es wird gerockt, was das Zeug hält und dabei beinhaltet diese Platte solche Klassiker wie „Hells Bells“, „Back In Black“, „You Shook Me All Night Long“ oder „Rock And Roll Ain't Noise Pollution“. Immer wieder finden sich Anspielungen auf Bon Scott’s Tod, die allerdings allesamt „angenehm“ umgesetzt wurden. Nichts wirkt da anbiedernd oder aber allzu pathetisch und nach Aufmerksamkeit haschend, obwohl dies natürlich das Thema bei der Veröffentlichung des Albums war.

Bliebe noch die Frage, wer der bessere Sänger ist. Die Antwort: Bon Scott!

Fazit: „Back In Black“ ist ein tolles Hard-Rock-Album geworden, welches vielen AC/DC-Fans damals die Tränen in die Augen trieb. Die Band hat da weitermacht, wo sie vor dem Tod Bon Scotts angelangt war, beim Hard Rock, der ohne jegliche Schnörkel und Verweichlichungen knallhart durchgezogen wurde. Die Melodien packen den Hörer und gehen ins Ohr. Und solch ein Lied wie „Hells Bells“ ist dramaturgisch einfach perfekt umgesetzt mit diesen Glockenklängen zu Beginn. Selten schafft es ein Titel, den Hörer so spannend in ein Lied einzuführen.  AC/DC waren Ende der 70er und Anfang der 80er auf ihrem Zenit angekommen. Elf Punkte.


Anspieltipps: Hells Bells, Back In Black, You Shook Me All Night Long