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Sonntag, 13. September 2020

Ufo – Lights Out




Ufo – Lights Out


Besetzung:

Phil Mogg – vocals
Michael Schenker – lead guitar
Paul Raymond – rhythm guitar, keyboards
Pete Way – bass
Andy Parker – drums


Label: Chrysalis Records


Erscheinungsjahr: 1977


Stil: Rock


Trackliste:

1. Too Hot To Handle (3:37)
2. Just Another Suicide (4:58)
3. Try Me (4:49)
4. Lights Out (4:35)
5. Gettin’ Ready (3:46)
6. Alone Again Or (3:00)
7. Electric Phase (4:50)
8. Love To Love (7:16)

Bonus Tracks der remasterten Wiederveröffentlichung aus dem Jahr 2008: Live At The Roundhouse, London, 1977

9. Lights Out (5:14)
10. Gettin‘ Ready (4:03)
11. Love To Love (7:15)
12. Try Me (4:53)

Gesamtspieldauer: 58:24




„Lights Out“ heißt das sechste Studioalbum der britischen Rockband Ufo. „Lights Out“ wurde am 7. Mai 1977 auf dem Plattenlabel Chrysalis Records veröffentlicht. Mit dem Titel „Alone Again Or“ befindet sich dieses Mal sogar eine Cover-Version auf einem Ufo-Album. Das Lied stammt ursprünglich von der Band Love. „Lights Out“ erreichte Platz 23 der US Billboard Hot 100 und ist damit jenes Album von Ufo, welches sich am höchsten in den dortigen Charts platzieren konnte.

Überraschenderweise reihte das Musik-Magazin Kerrang! „Lights Out“ auf Platz 28 der „100 größten Heavy-Metal-Alben aller Zeiten“ ein. Das wirft einige Fragen auf. Zum Beispiel, wie man zu dieser Beurteilung kommen kann. Es bedeutet nicht, dass „Lights Out“ ein schlechtes Album wäre, jedoch befindet sich kein Heavy Metal auf der Platte. Ob die dortige Jury die Scheibe überhaupt gehört hat? Mit dem Opener „Too Hot To Handle“ findet sich ein eher biederes Hard Rock Lied am Anfang der Platte. Das Titellied ist dann noch ein wenig „härter“ gehalten und klingt auch sehr viel eingängiger. Toller Titel. Aber das wäre es dann schon mit den Liedern, die härteren Rock transportieren.

Die restlichen Nummern sind entweder rockige Titel oder rockige Balladen. Das bereits erwähnte „Alone Again Or“ ist sogar fast schon im Pop zu verorten und zeigt ein weiteres Markenzeichen der Musik von Ufo auf „Lights Out“, nämlich den Einsatz von Orchester und vor allen Dingen Streichern. Auch da bewegt sich die Musik von Ufo in Bereichen, die meilenweit vom Heavy Metal entfernt sind.

Die Höhepunkte auf „Lights Out“ sind jenes bereits erwähnte Titellied. Dann ist an dieser Stelle ganz sicher das wunderschön gefühlvolle „Try Me“ zu erwähnen. Ein Lied, welches sofort ins Ohr geht und das Herz erwärmt. Und schließlich befindet sich auf „Lights Out“ natürlich noch einer der besten Titel der Band überhaupt, die ursprünglich letzte Nummer des Albums, das Lied „Love To Love“. Die Musik steigert sich zunächst instrumental und elektronisch, geht schließlich in einen sehnsüchtigen Gesangsteil über, der durch zahlreiche Streicher getragen wird, ohne dabei in den Bereich des Kitsches abzudriften. Es folgt wieder jener schon beschriebene Instrumentalteil, dieses Mal allerdings verstärkt durch die E-Gitarre des Michael Schenker. Erneut mündet das Ganze in den Gesangsteil, um letztendlich sehr rockig auszuklingen.

Schließlich enthält die Wiederveröffentlichung aus dem Jahr 2008 noch vier live eingespielte Lieder, welche bei einem Konzert im Roundhouse, London, eingespielt worden waren. Die einzelnen Stücke klingen hier sogar noch ein wenig dynamischer, allerdings lässt die Abmischung und die Aufnahmequalität ein paar Wünsche offen. Doch egal, trotzdem eine lohnende Zugabe.

Fazit: Auch „Lights Out“ macht Spaß. Ufo haben zu Beginn ihrer Karriere viele Alben veröffentlicht, die überzeugen können. Dazu gehört auch „Lights Out“. Gleichzeitig ist diese Scheibe auch eine der abwechslungsreichsten der Band. Ein ganz kleines bisschen Pop, Rock, und Hard Rock. Das Ganze auch mal mit Streichern oder Bläsern versehen. Langweilig klingt anders. Heavy Metal aber auch. Elf Punkte.

Anspieltipps: Try Me, Lights Out, Love To Love



Sonntag, 5. Juli 2020

Triana – Hijos Del Agobio




Triana – Hijos Del Agobio


Besetzung:


Jesus De La Rosa – vocals, keyboards, guitar (7)
Juan Jose Palacios – percussion, effects, moog (4)
Eduardo Rodriguez R. – guitar, vocals (1, 4, 8)


Gastmusiker:

Antonio Pérez – guitar
Manolo Rosa – bass, spanish guitar (8)
Enrique Carmona – guitar (8)
Miguel Angel Iglesias – vocals (4)


Label: Fonomusic


Erscheinungsjahr: 1977


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Hijos Del Agobio (5:21)
2. Rumor (3:23)
3. Sentimiento De Amor (5:35)
4. Recuerdos De Triana (2:52)
5. ¡Ya Está Bien! (3:11)
6. Necesito (4:09)
7. Sr. Troncoso (3:40)
8. Del Crepúsculo Lento Nacerá El Rocío (5:50)

Gesamtspieldauer: 34:03



Zwei Jahre nach dem Debutalbum „El Patio“ erschien im Jahr 1977 das zweite Studioalbum der spanischen Progressive Rock Band Triana, welche auf ihrer ersten Platte so wunderbar die „Mariage“ aus Flamenco und eben jenem Progressive Rock vollzog. Das neue Album heißt „Hijos Del Agobio“, zu Deutsch in etwa „Söhne der Qualen“ und wurde auf dem Plattenlabel Fonomusic veröffentlicht.

Der spanischen Gitarre wird auf „Hijos Del Agobio“ immer noch ein gewisser Spielraum eingeräumt. Nach wenigen Takten weiß man bereits, welchem Land diese Musik entspringt. Auch singt Jesús de la Rosa Luque erneut überaus leidenschaftlich und aus tiefster Seele. Des Weiteren erklingt auch sein hinterlegter Orgelsound wieder fett und breit. Trotzdem hat sich die Musik von Triana in Bezug auf ihr erstes Album zumindest etwas verändert. Die bereits erwähnten „spanischen Einflüsse“ wurden ein wenig zurückgefahren, es wird etwas mehr gerockt auf „Hijos Del Agobio“. Die spanische Gitarre ist deutlich seltener zu hören, das für den Flamenco so typische Klatschen sucht man auf der Scheibe schließlich sogar völlig vergeblich. Dabei kann man sicherlich nicht von eher „gewöhnlichem“ Rock oder gar Hard Rock sprechen, doch an vielen Stellen klingt das Album etwas angepasster an die Musik der englischen Kollegen zu jener Zeit.

Nichtsdestotrotz macht „Hijos Del Agobio“ immer noch viel Spaß und man hört gerne zu. Frickelig und experimentell klingt nichts auf dem Album. Es sind die Melodien, die auch dieses Mal überzeugen und erneut ins Ohr gehen, sodass sich hier ein genaues Hinhören lohnt. Meine beiden Favoriten sind dabei die Lieder „Rumor“ und „¡Ya Está Bien!“. Klasse und abwechslungsreiche Nummern, die ganz im Progressive Rock verhaftet sind und sich schnell im Gedächtnis festsetzen. „Del Crepúsculo Lento Nacerá El Rocío“ sei an dieser Stelle auch angeführt, weil bei diesem Lied die Leidenschaft der Musiker so wunderschön zum Tragen kommt und hier der spanische Einfluss besonders gut zu hören ist. Ausfälle gibt es glücklicherweise auf dem Album auch nicht zu beklagen, sodass dem Hörerlebnis nichts mehr im Wege steht, wenn man auf Progressive Rock aus der Hochphase dieses musikalischen Genres steht – mit einer Prise spanischer Musik gewürzt.

Fazit: Auch auf „Hijos Del Agobio“ klingen Triana immer noch irgendwie besonders. Auch wenn der Einfluss der spanischen Musik gegenüber dem Debut zumindest etwas zurückgefahren wurde, klingt das Album immer noch außergewöhnlich und anders, als andere Progressive Rock Platten. Elf Punkte.

Anspieltipps: Rumor, ¡Ya Está Bien!, Del Crepúsculo Lento Nacerá El Rocío



Dienstag, 6. August 2019

Novalis – Brandung




Novalis – Brandung


Besetzung:

Detlef Job – Gitarren, Gesang
Heino Schünzel – Bass, Gesang
Lutz Rahn – Hammond Orgel, PPG Synthesizer, Clavinet, Mellotron, Flügel, Fender Piano, Stringensemble
Fred Mühlböck – Gesang, akustische Gitarren, Querflöte
Hartwig Biereichel – Schlagzeug, Perkussion


Label: Vertigo


Erscheinungsjahr: 1977


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Irgendwo, Irgendwann (4:42)
2. Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren (3:09)
3. Astralis (8:57)
4. Sonnenwende
a. Brandung (3:43)
b. Feuer bricht in die Zeit (3:46)
c. Sonnenfinsternis (3:01)
d. Dämmerung (5:41)

Gesamtspieldauer: 33:02



„Brandung“ heißt das insgesamt fünfte Album der Hamburger Band Novalis. Zählt man nur die Studioalben, dann steht Brandung an vierter Stelle in der Band-Diskographie. Nachdem der Österreicher Fred Mühlböck den Gesangspart übernommen hatte, war er bereits auf dem im selben Jahr erschienenen Live-Album „Konzerte“ zu hören. „Brandung“ stellt damit also sein Studioalbum Debut dar. Dieses erschien Ende 1977 zunächst auf dem Plattenlabel Brain und wurde inzwischen mehrmals bei weiteren Plattenfirmen wiederveröffentlicht.

Die Musik auf „Brandung“ ist noch ganz im Progressive Rock verwurzelt, wenn auch das erste Lied der Scheibe, die Nummer „Irgendwo, Irgendwann“ irgendwie unspektakulär rockig klingt und gleichzeitig den schlechtesten Eindruck aller Titel des Albums hinterlässt. Das Lied ist auf seine Weise einfach belanglos. Musikalisch gesehen sind die folgenden Nummern deutlich interessanter, klingen abwechslungsreicher und sind dabei auch eingängiger. Deutlich schwieriger stellt sich auch bei diesen Titeln allerdings der Gesang dar, der an vielen Stellen zu gekünstelt wirkt. In manchen Passagen klingt das heutzutage, also über vierzig Jahre nach dem Entstehen, einfach seltsam, zum Teil auch überholt. Dies gilt ausdrücklich nicht für die Musik ab dem zweiten Titel auf „Brandung“. Wenn man auf Progressive Rock steht und auch der deutschen Variante dieses musikalischen Genres etwas abzugewinnen weiß, kann man perfekt in diese Musik eintauchen und diese genießen.

Die drei letzten Nummern überzeugen allesamt – musikalisch. Vor allen Dingen das Lied „Sonnenwende“ in den Teilen „Brandung“, „Sonnenfinsternis“ und „Dämmerung“ ist hier besonders hervorzuheben. Abwechslungsreichen und melodiösen Progressive Rock kann man hier hören. Der erste Teil des Liedes ist rein instrumental gehalten, die Abschnitte zwei bis vier wurden dann mit Text versehen, der ein Weltuntergangsszenario mit anschließender Rettung einiger weniger Menschen beschreibt. Dramatisch ganz sicher, die Musik setzt auch die Worte gekonnt musikalisch um, nur hätte man sich diese Worte selbst besser nicht gesungen, sondern im Cover erzählt gewünscht.

Fazit: „Brandung“ ist ein schönes Progressive Rock Album aus Deutschland geworden. Novalis sind hier auf der Höhe ihrer Schaffensperiode und somit stellt dieses Album eine sehr hörenswerte Platte dar, die auch heute noch wirkt. Dies gilt weniger für den Text, der mitunter antiquiert klingt. Doch sei es drum, „Brandung“ lohnt musikalisch und stellt einen weiteren Höhepunkt im Schaffen von Novalis dar. Elf Punkte.

Anspieltipps: Astralis, Sonnenwende



Freitag, 2. August 2019

Novalis – Konzerte




Novalis – Konzerte


Besetzung:

Heino Schünzel – Fender Bass, Gesang
Detlef Job – Bibson Les Paul, Gesang
Lutz Rahn – Hammond H100, Mellotron M 400, PPG Synthesizer, Fender Piano, Clavinet, Solina Strings
Fred Mühlböck – Gesang, elektrische und akustische Gitarren, Querflöte
Hartwig Biereichel – Ludwig Drums, Paiste Cymbals und Gongs


Label: Vertigo


Erscheinungsjahr: 1977


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Bolero (0:51)
2. Dronsz (1:52)
3. Es färbte sich die Wiese grün (8:51)
4. Impressionen (9:45)
5. Wer Schmetterlinge lachen hört (9:12)
6. Wunderschätze (11:24)
7. Sommerabend (18:57)
8. Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren (3:30)
9. Astralis (10:11)
10. Irgendwo, irgendwann (4:30)

Gesamtspieldauer: 1:19:08



„Konzerte“ nannte die Hamburger Band Novalis ihr viertes Album, welches, wie der Plattentitel bereits vorwegnimmt, ein Live-Album darstellt. Darauf zu hören sind Lieder des zweiten und dritten Albums. Mit der CD-Wiederveröffentlichung des Albums wurden am Ende noch drei Stücke („Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren“, „Astralis“ und „Irgendwo, irgendwann“), des ebenfalls noch im Jahr 1977 veröffentlichten Studioalbums „Brandung“ hinzugefügt. „Konzerte“ war ursprünglich auf dem Plattenlabel Brain veröffentlicht worden, erschien dann in diversen Neuauflagen. Die Aufnahmen zu „Konzerte“ entstanden zwischen Januar und April 1977 bei Konzerten in Göttingen, Oldenburg, Hamburg, Essen und Lüneburg. Mit von der Partie war nun ein neuer Sänger und Gitarrist, der Österreicher Fred Mühlböck. Angeblich bestanden seine ersten Übungen darin, nicht mehr österreichisch zu klingen, da man die Musik akzentfrei halten wollte. Zudem spielt Fred Mühlböck auch noch Querflöte, setzt das Instrument in der Musik von Novalis auf „Konzerte“ jedoch eher sehr dezent ein.

Auf „Konzerte“ hört man eine sehr gelungene Übersicht, über dass Schaffen der Band in ihren Anfangsjahren, auch wenn das englischsprachige Debut-Album dabei ausgelassen wurde. Sehr stimmungsvollen, melodischen und sich in langen Instrumentalpassagen verlierenden Progressive Rock „Made in Germany“ gibt es auf dem Album zu hören, welches an jeder Stelle eine unaufgeregte und sehr eingängige Stimmung verströmt. An manchen Stellen klingen die Lieder ein klein wenig rockiger als die Originale, was allerdings für ein Live-Album durchaus die Regel darstellt. Der Klang der Scheibe ist in Ordnung, kann allerdings mit den Originalen – verwundert ebenfalls nicht – nicht mithalten.

Die Platte lässt sich gut in einem Durchhören und man kann in die Musik von Novalis bestens eintauchen. Die Höhepunkte sind demnach auch alle Lieder, Ausfälle gibt es keine zu beklagen und diese „Novalis-Atmosphäre“ zieht sich über die gesamte Scheibe hinweg. Besonders lohnenswert sind aber sicherlich die langen Instrumentalpassagen, die dann gegenüber den Original-Versionen noch leicht variiert werden und durchaus etwas rockiger erklingen. Und genau diese Passagen gibt es in einigen Liedern auf „Konzerte“ zu hören.

Fazit: „Konzerte“ eignet sich bestens, um sich einen Überblick über die Musik von Novalis zu Beginn ihrer Karriere zu verschaffen. Der Neue Sänger Fred Mühlböck macht seine Sache sehr gut, die Lieder klingen dicht und atmosphärisch, melodiös und abwechslungsreich. Dass man klanglich ein paar Abstriche machen muss, erscheint selbstverständlich. Die Musik von Novalis ist nicht gerade prädestiniert für ein Live-Album, wenn auch das erlebte Live-Erlebnis sicherlich etwas Besonderes darstellt. Zum Reinhören und Kennenlernen der Musik von Novalis allerdings uneingeschränkt zu empfehlen. Elf Punkte.

Anspieltipps: Wer Schmetterlinge lachen hört



Montag, 22. April 2019

Locanda Delle Fate – Forse Le Lucciole Non Si Amano Più




Locanda Delle Fate – Forse Le Lucciole Non Si Amano Più


Besetzung:

Giorgio Gardino – Schlagzeug, Vibraphon
Luciano Boero – Bass, Hammond Orgel
Ezio Vevey – Elektrische Gitarre, Akustische Gitarre, 12-String-Gitarre, Gesang, Flöte
Alberto Gaviglio – Elektrische Gitarre, Akustische Gitarre, 12-String-Gitarre, Gesang
Michele Conta – Piano Forte, Elektrisches Piano, Polymoog, Clavicembalo, Clavinet, Synthesizer
Oscar Mazzoglio – Hammond Orgel, Piano Fender, Moog, Polymoog, Synthesizer
Leonardo Sasso – Gesang


Label: Polydor


Erscheinungsjahr: 1977


Stil: Progressive Rock


Trackliste: 

1. A Volte Un Istante Di Quiete (6:32)
2. Forse Le Lucciole Non Si Amano Più (9:49)
3. Profumo Di Colta Bianca (8:26)
4. Cercando Un Nuovo Confine (6:42)
5. Sogno Di Estunno (4:42)
6. Non Chiudere A Chiave Le Stelle (3:35)
7. Vendesi Saggezza (9:38)

Bonus-Titel der CD-Ausgabe: 

8. New York (Bonustitel von 1978) (4:35)

Gesamtspieldauer: 54:02




Es gibt so Musik, die hört man zum ersten Mal und es beamt einem beim Lauschen sofort in andere Sphären. Bei noch aktiven Bands ging mir das so mit mancher Scheibe von Gazpacho und Motorpsycho. Beides norwegische Bands. Zur Zeit höre ich jede Menge italienischen Progressive Rock der eher frühen 70er Jahre. Grandios zum Teil. Doch gibt es auch Musik dieses Genres, die zu einer Zeit entstand, als die englischen Kollegen bereits im Pop versanken. Musik, die zur damaligen Zeit und auch heute immer noch absolut begeistert. Lieder einer weitestgehend unbekannten Band, in die man bereits beim ersten Kontakt perfekt eintauchen kann. Solche Musik findet sich auf dem Album „Forse Le Lucciole Non Si Amano Più“ der relativ kurzlebigen Formation Locanda Delle Fate. Dieses im Jahr 1977 veröffentlichte Album ist angefüllt mit symphonischen und melodischen Progressive Rock, der den Vergleich mit den englischen Kollegen in der ersten Hälfte der 70er Jahre nicht scheuen muss. Überhaupt stellt „Forse Le Lucciole Non Si Amano Più“ eine relativ späte Progressive Rock Veröffentlichung nicht für die italienische Musik dieses Genres dar.

„Forse Le Lucciole Non Si Amano Più“, das steht für melodischen Progressive Rock, der das Label „Rock“ durchaus zurecht trägt. Diese von den sieben Musikern zelebrierte Musik geht bereits beim ersten Mal des Hörens ins Ohr und gefällt auch nach sehr vielen Durchläufen immer noch. Ganz im Gegenteil sogar, die Lieder wachsen noch mit jedem weiteren Anhören und scheinen das Ohr immer intensiver zu umspielen und sich in diesem festzusetzen. Nichts ist dabei jedoch weichgespült, doch der Schwerpunkt der elegischen Keyboard- und Gitarren-Teppiche liegt ganz klar auf der Eingängigkeit. Die Musik ist angefüllt mit Harmonien, dabei sehr abwechslungsreich gehalten und schlägt immer wieder neue und überraschende Wege ein. Langweile kommt da beim Hören ganz bestimmt nicht auf.

Alles klingt und wirkt auf diesem Album von Locanda Delle Fate, was übersetzt wohl so viel wie „Gasthaus der Feen“ heißt. Und ganz schlecht ist dieser Name auch nicht gewählt, wenn man mit Feen „das Schöne“ in Verbindung bringt. Die Musik auf „Forse Le Lucciole Non Si Amano Più“ kann man durchaus mit dem Adjektiv „schön“ umschreiben. Dabei lässt die Übersetzung des Album-Titels „Vielleicht lieben sich Glühwürmchen nicht mehr gegenseitig“, etwas anderes vermuten. Irgendwie scheinen die Glühwürmchen dann doch zueinander zu finden und alles löst sich in ein schwärmerisches Hochgefühl auf. Alle Nummern auf diesem Album wirken und klingen überzeugend. Die Instrumente sind doppelt besetzt, die Lieder klingen voll und einnehmend. Die Höhepunkte stellen somit auch alle Lieder dieser Patte dar, die wunderbar aufeinander abgestimmt nur darauf warten gehört zu werden.

Fazit: Wer auf Harmonien und schwelgerische Melodien steht, die oder der wird mit „Forse Le Lucciole Non Si Amano Più“ von Locanda Delle Fate allerbestens bedient werden. Das Album klingt wie die melodiösen Passagen der frühen Genesis-Scheiben, allerdings mit italienischer Sprache versehen. 22 Jahre später sollte die Band noch ein eher poppiges Album veröffentlichen. Nochmals dreizehn Jahre später eine Scheibe mit Material, welches zur Zeit von „Forse Le Lucciole Non Si Amano Più“ entstand und damals nicht veröffentlicht wurde. Schade, dass diese Band nicht in den 70er Jahren weitergemacht hat, aber der Zeitgeist für den Progressive Rock war wohl verflogen – offensichtlich oder auch gut hörbar leider auch in Italien. Vierzehn Punkte.

Anspieltipps: Forse Le Lucciole Non Si Amano Più, Vendesi Saggezza



Mittwoch, 13. Juni 2018

Udo Lindenberg – Panische Nächte




Udo Lindenberg – Panische Nächte


Besetzung:

Udo Lindenberg – Gesang, Schlagzeug, Perkussion


Gastmusiker:

Herbert Bornholdt – Perkussion
Curt Cress – Schlagzeug
Bertram Engel – Schlagzeug
Eckhart Hofmann – Saxophon
Dave King – Bass
Jean Jacques Kravetz – Keyboards
Thomas Kretschmer – Gitarre
Johnny Muller – Harmonika
Michael Naura – Keyboards
Kristian Schultze – Keyboards
Steffi Stephan – Bass
Paul Vincent – Gitarre
Lorenz Westphal – Violine


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Deutsch Rock


Trackliste:

1. Mister Nobody (4:20)
2. Riki Masorati (4:08)
3. Schneewittchen (4:20)
4. Der Sizilianische Werwolf (5:33)
5. Fliesenlied (1:25)
6. Teddi (3:16)
7. Sie Ist 40 (3:54)
8. Cowboy (4:16)
9. Flipper (4:20)

Gesamtspieldauer: 35:35



Das achte Studio-Album des Udo Lindenberg heißt „Panische Nächte“ und wurde am 15. Oktober im Jahr 1977 veröffentlicht. Darauf zu hören ist der typische musikalische Mix des Udo Lindenberg zur damaligen Zeit aus sanften Liedern, die kleine Geschichten über die unterschiedlichsten Typen erzählen. Des Weiteren gibt es erneut deutlich rockigere Lieder zu hören, oftmals im Rock’n’Roll beheimatet und inhaltlich gleich bestückt wie die sanfteren Nummern.

Das Besondere an den Texten des gebürtigen Gronauers ist, dass sie sich nicht unbedingt reimen müssen, sie klingen trotzdem. Auch die Wortschöpfungen des Udo Lindenberg sind etwas Spezielles, die oftmals beeindrucken und einem ein kleines Grinsen in das Gesicht zaubern. All das gibt es auch auf „Panische Nächte“ zu hören, trotzdem ist die Scheibe ganz bestimmt nicht seine beste Platte der damaligen Zeit geworden. Das wiederum liegt allerdings eben nicht an diesen Texten, die auch auf dieser Scheibe wieder überzeugen. Es ist schlicht und ergreifend die Musik, die dieses Mal fast gar nicht mehr zu zünden versteht. So richtig mag da kaum etwas ins Ohr gehen, vieles langweilt irgendwie – auch wenn die Texte sich lohnen.

Lediglich eine Nummer sticht etwas heraus und ist auch der Höhepunkt der ganzen Patte. Das Lied „Schneewittchen“ besitzt alles, wofür man Udo Lindenbergs Musik mag. Ein toller Text, der zum Nachdenken anregt und dieses Mal eine Melodie, die sich im Ohr festsetzt – auch wenn das Lied eines der rockigsten auf der Platte überhaupt ist. Leider ist „Schneewittchen“ allerdings die große Ausnahme auf „Panische Nächte“. Ansonsten überzeugt hier lediglich noch der direkt darauf folgende Titel „Der Sizilianische Werwolf“. Auch dieses Lied ist eingängig und überzeugt. Das war es dann allerdings leider auch schon. Der ganze Rest läuft irgendwie maximal noch mit.

Fazit: „Panische Nächte“ heißt das achte Studio-Album des Udo Lindenberg und ist gewiss nicht seine beste Platte geworden. Auch wenn viele Zutaten seiner Musik der 70er Jahre darauf enthalten sind, so überzeugen maximal noch die Texte, nicht jedoch die Musik, die einfach nicht so recht ins Ohr gehen will. Zwei Ausnahmen gibt es mit den Liedern „Schneewittchen“ und „Der Sizilianische Wolf“. Doch das ist einfach zu wenig. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Schneewittchen, Der Sizilianische Werwolf



Freitag, 6. April 2018

City – City




City – City


Besetzung:

Georgi Gogow – bass, violin
Toni Krahl – vocals, 12-string guitar
Klaus Selmke – drums
Fritz Puppel – guitar


Label: BMG Ariola (ursprünglich Deutsche Schallplatten GmbH, Amiga)


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Pop, Rock, Rock’n’Roll, Blues


Trackliste:

1. Es ist unheimlich heiß (4:31)
2. Der King vom Prenzlauer Berg (4:55)
3. Nachts um halb eins (3:54)
4. Traudl (3:16)
5. Meister aller Klassen (5:34)
6. Am Fenster (17:24)
I. Traum
II. Tagtraum
III. Am Fenster

Gesamtspieldauer: 39:36




City ist eine ostdeutsche Band, die im Jahr 1972 in Ost-Berlin gegründet wurde und bis heute aktiv ist. 1977 wurde das erste Album der Band veröffentlicht und trug den Namen „Am Fenster“. In West-Deutschland erschien das erste Album unter dem eigenen Namen, kurz „City“. Auf der Platte befindet sich das Lied „Am Fenster“, ein Titel, welcher bis heute weltweit gut zehn Millionen Mal verkauft wurde. Die Debut-Platte selbst, die die siebzehnminütige Version des Liedes enthält, bringt es immerhin bereits eine halbe Millionen Kopien. Das Lied „Am Fenster“ ist der größte Erfolg, den ein DDR-Lied in West-Deutschland erreichte.

Nun, „City“ von City lohnt auch allein wegen dieser Nummer, die restlichen fünf Stücke sind eher biederer Rock beziehungsweise Blues. Lieder, die auch textlich gesehen heute eher unfreiwillig komisch wirken. Die Nummern gehen auch nicht ins Ohr, klingen so mit und verhallen schließlich schnell wieder. Während am Fenster eher im Progressive Rock beheimatet ist, bewegen sich die restlichen Stücke im Bereich des Rock’n’Rolls, Blues‘ und Pops. Keine grauenvolle Musik, bestimmt nicht, jedoch leider schon etwas belanglos und überwiegend langweilig.

Ganz anders dann „Am Fenster“, was wohl eher durch Zufall aufgenommen wurde, da gerade noch Studiozeit zur Verfügung stand. Das Lied ist auf der deutschen Album-Version dreigeteilt. Der Abschnitt „Traum“ besteht aus wunderschönen und sanften Klängen der akustischen Gitarre, zu denen sich dann das Violinen-Spiel des Georgi Gogow gesellt. Irgendwie warme Musik, sehr harmonisch und eingängig gehalten. Bis hierher ist das Lied ein reines Instrumentalstück. Der zweite Teil, „Tagtraum“, folgt dann sehr abrupt ab Minute 4:40 und ist zunächst eine Art Klangkollage mit Wecker-Ticken, Glockenläuten und Geschepper, in das dann das Gezupfe einer Gitarre integriert wird. Dies klingt nach Stimmen des Instruments, zu dem auch gesummt und etwas schräg gepfiffen wird. Um 6:33 startet schließlich der dritte Teil des Stücks, das eigentliche und ursprüngliche Lied, welches natürlich ebenfalls „Am Fenster“ heißt.

Die Violine setzt wieder ein, das Schlagzeug ebenfalls und es entwickelt sich ein sehr melodiöser Titel, der sofort ins Ohr geht und dabei sehr melancholisch bis sentimental klingt. Dieser Teil ist auch mit Gesang versehen und man hört das gesungene Gedicht der Hildegard Maria Rauchfuß, bei der die zweite Strophe zweimal gesungen wird, da Sänger Toni Krahl bei der Aufnahme die dritte Strophe vergessen hatte. Macht nichts, die Nummer wirkt auch so. Vielleicht wäre es sogar besser gewesen, diesen Text noch häufiger zu wiederholen, denn das ab und an gesungene „Na, Na, Na, Na“ nervt mit der Zeit. Aber das ist selbstverständlich Geschmackssache. Das Lied ist wahrlich gelungen, geht ins Ohr und klingt einfach wunderschön.

Fazit: „Am Fenster“ ist das erfolgreichste ostdeutsche Lied in der BRD. Und genau das nicht ohne Grund, die Nummer klingt warm, sehnsüchtig, eingängig und ist sehr abwechslungsreich. Gerade die Kombination von akustischer Gitarre und Violine erzeugt hier eine wunderbare Atmosphäre, in die einzutauchen lohnt. Die restlichen Stücke reichen bei Weitem nicht mehr an die Qualität von „Am Fenster“ heran. Aber nicht weiter schlimm, allein wegen diesem Titel lohnt sich der Kauf. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Am Fenster



Sonntag, 1. Oktober 2017

Pekka Pohjola – Keesojen Lehto




Pekka Pohjola – Keesojen Lehto


Besetzung:

Pekka Pohjola – bass, piano, harpsichord, string synthesizer, keyboard
Mike Oldfield – acoustic and electric guitar, percussion, mandolin, whistle
Sally Oldfield – vocals
George Wadenius – guitar, percussion
Wlodek Gulgowski – synthesizer, piano
Vesa Aaltonen – drums
Pierre Moerlen – drums, percussion, bells


Label: Love Records (Happy Bird)


Erscheinungsdatum: 1977 (Englische Wiederveröffentlichung 1981)


Stil: Fusion, Jazz Rock, Progressive Rock


Trackliste:

1. Oivallettu Matkalyhty (The Sighted Light) (5:05)
2. Kädet Suoristavat Veden (Hands Calming The Water) (4:34)
3. Matemaatikon Lentonäytös (Mathematical Air Display) (7:27)
4. Pääntaivuttelun Seuraukset (The Consequences Of Indecisions)
1. Osa: Sulamaan Jättey Kipu (Part One: Time Heals All Wounds) (4:30)
2. Osa: Nykviä Keskustelu Tuntemattoman Kanssa (Part Two: Comfort With A Stranger) (11:21)
5. Varojen Varaslähtö (False Start) (1:53)

Gesamtspieldauer: 34:50




Pekka Pohjola ist ein finnischer Multi-Instrumentalist und Komponist, der hauptsächlich Musik in den Genres Jazz Rock, Fusion und Progressive Rock schreibt. Genauso verhält es sich auch mit seinem, im Jahr 1977 erschienen Album „Keesojen Lehto“. Für dessen Fertigstellung und Einspielung konnte er sogar Mike Oldfield und dessen Schwester Sally Oldfield gewinnen. Der Erfolg blieb allerdings wohl aus und so wurde vier Jahre später die Platte erneut aufgelegt. Plötzlich stand da jetzt „Mike & Sally Oldfield“ über dem Namen Pekka Pohjola, das Album hatte keinen eigenen Titel mehr und die Liedernamen waren nun, anstatt auf Finnisch, in englischer Sprache auf dem Cover abgedruckt.

Nun, ein klein wenig ist diese Neuauflage schon eine Schummel-Packung geworden. Denn zum einen hört man hier keine Mike Oldfield Musik, wie die Aufmachung vermuten lässt, sondern Jazz Rock und Fusion à la Pekka Pohjola und zum anderen nimmt man Sally Oldfield kaum wahr, da sie lediglich bei zwei Titeln ein paar „Aaaahs“ und „Lalalas“ in Form eines Hintergrundgesangs ins Mikrophon haucht. Auf dieser Scheibe, egal ob sie jetzt titellos ist oder „Keesojen Lehto“ heißt, hört man sehr jazzige Instrumentalmusik, die ab und an auch dem Genre des Progressive Rock zugeordnet werden kann. Der Schwerpunkt liegt jedoch ganz klar auf den Genres Jazz Rock und Fusion.

Bei einigen Liedern hört man deutlich den typischen Klang der Gitarre des Mike Oldfield, was die Musik etwas wärmer und vertrauter klingen lässt. Nicht viel auf diesem Album ist eingängig und melodiös, was sicherlich sowieso kein vorrangiges Ziel im Jazz darstellt. Noch deutlicher als die Gitarre, steht bei den meisten Liedern das Keyboard und der Bass im Zentrum der Musik. Nicht weiter verwunderlich bei den Instrumenten, die Pekka Pohjola selbst eingespielt hat. Wirr klingen diese fünf Lieder für ein Jazz-ungeübtes Ohr zwar mitunter, spannend jedoch ebenfalls und auch nicht zu abgefahren, wie manche Free-Jazz-Stücke.

Fazit: Auf „Keesojen Lehto“ hört man jazzige Musik. Jazz Rock, Fusion und ein wenig Progressive Rock. Experimenteller klang Mike Oldfield noch nie und er spielt hier auch keine Hauptrolle, wie die Cover-Aufmachung vielleicht suggeriert. Keyboard und Bass stehen im Zentrum der Musik von Pekka Pohjola. Das klingt dann selten eingängig, nie jedoch langweilig und immer abwechslungsreich. Acht Punkte.

Anspieltipps: Pääntaivuttelun Seuraukset (The Consequences Of Indecisions)



Dienstag, 26. September 2017

Neil Young – Decade




Neil Young – Decade


Besetzung:

Neil Young – guitar, harmonica, piano, vibes, vocals


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Warner Brothers Records


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Rock, Folk


Trackliste:

Seite 1:

1. Down To The Wire (2:25)
2. Burned (2:14)
3. Mr. Soul (2:41)
4. Broken Arrow (6:13)
5. Expecting To Fly (3:44)
6. Sugar Mountain (5:43)

Seite 2:

1. I Am A Child (2:17)
2. The Loner (3:50)
3. The Old Laughing Lady (5:59)
4. Cinnamon Girl (2:59)
5. Down By The River (9:16)

Seite 3:

1. Cowgirl In The Sand (10:01)
2. I Believe In You (3:27)
3. After The Gold Rush (3:45)
4. Southern Man (5:31)
5. Helpless (3:34)

Seite 4:

1. Ohio (2:56)
2. Soldier (2:28)
3. Old Man (3:21)
4. A Man Needs A Maid (3:58)
5. Harvest (3:08)
6. Heart Of Gold (3:06)
7. Star Of Bethlehem (2:46)

Seite 5:

1. The Needle And The Damage Done (2:02)
2. Tonight's The Night (Part 1) (4:41)
3. Tired Eyes (4:33)
4. Walk On (2:40)
5. For The Turnstiles (3:01)
6. Winterlong (3:05)
7. Deep Forbidden Lake (3:39)

Seite 6:

1. Like A Hurricane (8:16)
2. Love Is A Rose (2:16)
3. Cortez The Killer (7:29)
4. Campaigner (3:30)
5. Long May You Run (3:48)

Gesamtspieldauer: 2:24:22



„Decade“ heißt das erste Kompilationsalbum des Neil Young und sollte für lange Zeit auch das letzte bleiben. Am 28. Oktober des Jahres 1977 wurde das Album in Form einer Dreifachplatte auf dem Plattenlabel Warner Brothers Records veröffentlicht. Darauf enthalten sind 35 Lieder, die zwischen 1966 und 1976 von Neil Young geschrieben worden sind. Fünf dieser Nummern waren bis zu diesem Zeitpunkt jedoch noch unveröffentlichte Stücke. Dieses sind die Lieder „Down To The Wire“, „Love Is A Rose“, „Winterlong“, „Campaigner“ sowie „Long May You Run“.

Ob sich auf „Decade“ die „richtigen“ Lieder befinden, also der eigene Musikgeschmack bezüglich Neil Young treffend widergespiegelt wird, kann natürlich nur jede und jeder einzelnen für sich bestimmen. Eine gute Auswahl aus den vielen Veröffentlichungen des Neil Young findet auch allerdings allemal auf „Decade“. Das Dreifachalbum, welches inzwischen auch als Doppel-CD erhältlich ist, bietet einen schönen Überblick über das Schaffen des Neil Young, kann allerdings die Originalalben nicht ersetzen, wenn man vollständig in den musikalischen Kosmos des Neil Young eintauchen möchte.

Wer auf folkig angehauchten Rock steht, die oder der dürfte mit dieser Platte allerdings sehr viel Spaß haben. Singen kann Neil Young zwar nicht besonders gut, jedoch gehört seine Stimme einfach zu seiner Musik dazu und bildet mit ihr eine Einheit, die die Lieder des Kanadiers so unverwechselbar werden lässt. Diese Kompilation ist reich gesegnet mit Höhepunkten. Auch gibt es keine Stücke auf „Decade“, die man am liebsten überspringen würde. Alles wirkt und kling auf dieser Zusammenstellung, deren Grundton ein eher melancholischer, nachdenklicher bis trauriger ist.

Fazit: Eine sehr schöne Übersicht über das Schaffen des Neil Young in der Zeit von 1966 bis 1976 bietet das Dreifachalbum „Decade“. Sehr melodiösen Folk Rock gibt es hier zu hören, die allermeisten Lieder setzen sich über ihre Eingängigkeit schnell fest und wirken nach. Zumeist ist die Musik von Neil Young warm und weich und sanft, nur ab und zu klingt das Ganze etwas rockiger, kann allerdings auch in diesen Passagen überzeugen. Neil Young lohnt sich. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Cowgirl In The Sand und vieles mehr



Sonntag, 24. September 2017

Peter & Gordon – Remember The Golden Years




Peter & Gordon – Remember The Golden Years


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: 60ies Pop, Oldies


Trackliste:

Seite 1:

1. A World Without Love (2:37)
2. Nobody I Know (2:27)
3. Sunday For Tea (2:20)
4. High Noon (Do Not Forsake Me) (3:50)
5. The Green Leaves Of Sommer (3:01)
6. If I Fell (2:18)

Seite 2:

1. Exodus Song (2:57)
2. Woman (2:26)
3. A Taste Of Honey (2:35)
4. Somewhere (2:41)
5. Love Is A Many Splendored Thing (2:09)
6. I Don't Want To See You Again (2:00)

Seite 3:

1. Lady Godiva (2:23)
2. Baby I'm Yours (2:44)
3. To Know You Is To Love You (2:35)
4. Willow Garden (3:01)
5. Five Hundred Miles (3:12)
6. All My Trials (2:30)
7. True Love Ways (2:37)

Seite 4:

1. Knight In Rusty Armour (2:36)
2. Let It Be Me (3:40)
3. Stranger With A Black Dove (2:33)
4. The Flower Lady (3:55)
5. I Would Buy (2:39)
6. Baby What You Want Me To Do (3:15)
7. Homeward Bound (2:19)

Gesamtspieldauer: 1:11:20




„Peter & Gordon“ waren ein britisches Pop-Musik-Duo, das ab dem Jahr 1964 Alben veröffentlichte. Ihre Schallplatten erschienen bis zum Jahr 1967, danach trennten sich Peter Asher und Gordon Waller wieder. In diesen vier Jahren der gemeinsamen musikalischen Karriere veröffentlichte das Duo unfassbare elf Studio-Alben. Zu allermeist hörte man auf diesen Platten allerdings Cover-Versionen anderer Künstler oder extra für das Duo geschriebene Titel. Auf „Peter & Gordon – Remember The Golden Years“ sind lediglich die beiden Titel „Stranger With A Black Dove“ und „I Would Buy“ von ihnen selbst komponiert und geschrieben. „Remember The Golden Years“ ist eine Reihe der EMI, die in Deutschland durch die Fernsehzeitschrift Hörzu veröffentlicht wurde. Diese Reihe erschien Ende der 70er Jahre und obwohl auf der Platte nirgendwo ein Datum zu finden ist, müsste die Scheibe im Jahr 1977 veröffentlicht worden sein, als die Platten dieser Reihe erschienen.

Die Lieder auf „Remember The Golden Years“ entstanden zwischen den Jahren 1952 und 1967. Eingespielt wurden sie von dem Duo in ihren aktiven Jahren von 1964 bis 1967. Man hört hier 60ies Pop, der absolut die Kriterien des Oldies erfüllt. Die Instrumentierung beinhaltet oftmals ein ganzes Orchester und den Zweigesang von Peter Asher und Gordon Waller, um die Musik noch eingängiger klingen zu lassen. Heutzutage klingt das alles allerdings nur noch nach ganz viel Patina und längst überholt.

Seltsamerweise kennt man nur relativ wenige Stücke von Peter & Gordon, obwohl viele davon eben Cover-Versionen waren und Zeit hatten bis heute sehr oft irgendwo gespielt zu werden. Natürlich gehen die Lieder allesamt ganz gut ins Ohr, wie das damals eben so war mit dem Pop in den 60ern. Mitreißend klingt hier allerdings nichts mehr. Die Texte handeln selbstverständlich hauptsächlich von der Liebe und Liebeskummer und sind absolut brav. Gut interpretiert klingt das Lied „A Taste Of Honey“, das war es dann leider aber auch schon mit den Höhepunkten.

Fazit: Ein Doppelalbum wie gemacht für Oldie-Fans. Mit „Remember The Golden Years“ von Peter & Gordon kann man perfekt in die 60er Jahre Musik eintauchen. „Oldies but Goldies“? Nun, das kann man sicherlich nur behaupten, wenn man mit dieser Musik groß wurde. Heute klingt das alles längst überholt. Für alle, die nach den 50er Jahren geboren wurden, klingt das alles sehr überholt. Fünf Punkte.

Anspieltipps: A Taste Of Honey, Five Hundred Miles



Freitag, 8. September 2017

Arlo Guthrie – The Best Of Arlo Guthrie




Arlo Guthrie – The Best Of Arlo Guthrie


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Warner Brothers Records


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Folk Rock


Trackliste:

1. Alice's Restaurant Massacree (18:33)
2. Gabriel's Mother's Highway Ballad #16 Blues (6:25)
3. Cooper's Lament (2:46)
4. Motorcycle (Significance Of The Pickle) Song (6:28)
5. Coming Into Los Angeles (3:03)
6. Last Train (3:03)
7. City Of New Orleans (4:31)
8. Darkest Hour (4:04)
9. Last To Leave (2:35)

Gesamtspieldauer: 51:28




Folk Rock bekommt man von Arlo Guthrie, dem Sohn der US-amerikanischen Folk Legende Woody Guthrie, präsentiert. Neunzehn offizielle Studioalben hat Arlo Guthrie bisher veröffentlicht, allerdings lediglich zwei „Best Of…“-Alben, was in der heutigen Zeit einigermaßen überraschend ist. Die erste Platte dieser Art heißt auch „The Best Of Arlo Guthrie“ und erschien im Jahr 1977 auf dem Plattenlabel Warner Brothers Records. Die Lieder stammen dabei von den Alben „Alice's Restaurant, 1967, („Alice‘s Restaurant Massacree“ und „The Motorcycle Song“); „Running Down The Road”, 1969, („Coming Into Los Angeles”); „Washington County“, 1970, („Gabriel's Mother's Highway Ballad #16 Blues“); „Hobo's Lullaby“, 1972, („City Of New Orleans“); „Last Of The Brooklyn Cowboys“, 1973, („Cooper's Lament“ und „Last Train“); „Arlo Guthrie“, 1974, („Last To Leave“) sowie „Amigo“, 1976, („Darkest Hour“). Somit sind die ersten sieben Studioalben alle mit zumindest einem Titel vertreten.

Arlo Guthrie macht Folk Rock mit klaren politischen Aussagen. In seinen Texten steht jedoch nicht der erhobene Zeigefinger im Vordergrund, sondern er arbeitet seine Themen mit einer reichlichen Portion Humor ab. Dies unterhält sein Publikum sehr gut, wie man auf dem live eingespielten „Alice‘s Restaurant Massacree“ hören kann. Ein Lied, welches im Jahr 1969 sogar von Arthur Penn mit Arlo Guthrie in der Hauptrolle verfilmt wurde. Der Titel selbst ist ein sozialkritischer, 18-minütiger Folk Blues, in dem Arlo Guthrie die Geschichte einer Vorstrafe aufgrund von unsachgemäß beseitigtem Müll erzählt, die allerdings nur als Aufhänger fungiert, um seine Sicht auf die USA Ende der 60er Jahre zu vermitteln.

Bei den Liedern des Arlos Guthrie steht nicht unbedingt die Musik im Vordergrund, es sind die Texte, die Geschichten, die er erzählen möchte. Das bedeutet nicht, dass die Lieder des US-Amerikaners atonal oder unmelodiös klingen würden, richtige Ohrwürmer finden sich jedoch auch nicht allzu häufig in den Liedern des Musikers. Zwei Ausnahmen gibt es dabei auf diesem Kompilationsalbum. Zum einen ist dies das Lied „Coming Into Los Angeles“, zum anderen die Nummer „City Of New Orleans“, deren Melodielinie Rudi Carrell für sein „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer“ verwendete. Beides sind Nummern, die sich einprägen und hängenbleiben. Der Rest klingt nett, läuft allerdings lediglich so mit.

Fazit: Es ist hilfreich, wenn man beim Hören der Musik des Arlo Guthrie sehr gut des Englischen mächtig ist. Seine Lieder leben von den witzigen Texten und den Geschichten allgemein, die er zu erzählen weiß. Die Melodie steht dabei nicht ganz so sehr im Vordergrund. Ansonsten hört man auf diesem „Best Of…“-Album Folk Rock, mal gesungen, mal eingesprochen. Unterhaltsam ist dieser allemal – noch mehr allerdings, wenn man eben die Texte mit verfolgt. Acht Punkte.

Anspieltipps: Coming Into Los Angeles, City Of New Orleans



Dienstag, 22. August 2017

David Soul – Playing To An Audience Of One




David Soul – Playing To An Audience Of One


Besetzung:

David Soul – vocals, acoustic guitar


Gastmusiker:

Andy Kulberg – bass, stand-up bass
Jimmy Hodder – drums
Jac Murphy – piano
Chris Mickie – 12-string slide, 6-string bass, electric guitar, background vocals
Richard Greene – mandolin, violin
Norton Buffalo – harmonica
Gene Cipriano – clarinet
Peter Limonick – timbales, sandpaper blocks
Peter Kleinow – steel guitar
Jimmy Getzoff – concert master
Tom Hensley – piano
Rick Vito – guitar
Donna Fein – background vocals
Lynne Marta – background vocals
Carolyn Dennis – background vocals
Marti McCall – background vocals
Muffy Hendricks – background vocals
Dennis Young – background vocals
Freeman Clemente – background vocals
Joe Croyle – background vocals
Rich Page – background vocals
Steve Goldin – background vocals


Label: Private Stock Records


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Schlager, Musical, Country


Trackliste:

1. Silver Lady (3:43)
2. Can't We Just Sit Down And Talk It Over (4:01)
3. Tattler (3:37)
4. I Wish I Was... (2:42)
5. Rider (2:58)
6. Going In With My Eyes Open (4:02)
7. Playing To An Audience Of One (3:47)
8. Tomorrow Child (4:09)
9. By The Devil (I Was Tempted) (2:44)
10. Nobody But A Fool Or A Preacher (4:09)
11. Mary's Fancy (4:05)
12. Don't Give Up On Us (3:33)

Gesamtspieldauer: 43:30




Die meisten Leute kennen David Soul wohl aus dem Fernsehen. Bekannt wurde er durch seine Rolle des Detective Kenneth „Hutch“ Hutchinson in der Fernsehserie Starsky & Hutch, die in den Jahren von 1975 bis 1979 aufgenommen wurde. Jedoch ist David Soul, der im Jahr 2004 die britische Staatsbürgerschaft annahm, auch ein Musiker und Sänger, der von 1976 bis 1997 insgesamt fünf Studioalben aufnahm. Die ersten vier dieser Reihe entstanden von 1976 bis 1982 und die Scheibe „Playing To An Audience Of One“ ist seine zweite Veröffentlichung. Das Album erschien im Jahr 1977 auf dem Plattenlabel Private Stock Records.

Auf „Playing To An Audience Of One“ hört man einen Stilmix aus Schlager, Musical Musik und Country & Western. Ich wusste noch nicht einmal, dass es schlagerartige Musik im englischsprachigen Raum gibt, hier kann man sie hören. Zu diesen Genres gesellen sich zahlreiche Streicher, die die Musik mit ihren Instrumenten zusätzlich übertünchen und alles mit Weichmacher zerfließen lassen. Das Ganze klingt am Schluss in seiner Gesamtheit so unfassbar süßlich bis schleimig, dass einem fast die Luft wegbleibt und man um Luft ringt. Sieht man Davids Soul im Fernsehen, so kann man kaum glauben, dass er sich hinter dieser sehr weichen und sanften Stimme versteckt, die er dazu auch noch zu variieren weiß – nur leider macht das die Musik um keinen Deut besser.

Zu dieser wahrlich schlimmen Musik werden der Hörerin und dem Hörer noch unglaublich schlechte Texte gereicht, die natürlich nur das Thema „Liebe“ transportieren. Die hier fehlende Abwechslung kann man in der Musik aber zumindest nicht feststellen. Durch die zahlreichen Genres sind die Lieder durchaus abwechslungsreich, nur leider eben furchtbar süßlich und heutzutage kaum mehr hörbar und einfach langweilig und belanglos.

Fazit: Es sei David Soul gegönnt, dass ihm das Musizieren Spaß macht und er Platten veröffentlichte. Deutlich besser war er allerdings als Schauspieler. Auf „Playing To An Audience Of One“ hört man Musik, die Schlager- und Musical-Fans vielleicht lieben werden. Ganz sicher ist das allerdings auch nicht, denn die hier vorhandenen Lieder haben deutlich Patina angesetzt. Drei Punkte.

Anspieltipps: Playing To An Audience Of One, Mary's Fancy



Dienstag, 15. August 2017

Herman Van Veen – Die seltsamen Abenteuer des Herman Van Veen




Herman Van Veen – Die seltsamen Abenteuer des Herman Van Veen


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Polydor


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Liedermacher, Soundtrack


Trackliste:

1. Türen (1:13)
2. Ach ja, und ich bin Herman (2:50)
3. Strichweise Regen (2:40)
4. Sand, Sand, Sand (3:20)
5. Weg da! (3:10)
6. Warum hast du Angst? (3:30)
7. Kellergang (0:40)
8. Gespenster-Tango (2:00)
9. Spiegel (1:30)
10. Immer dieser Lärm hier (2:07)
11. Liebeslied (4:00)
12. Pingpong Song (1:23)
13. Das woll'n wir doch mal seh'n! (1:24)
14. Unter Wasser (3:03)
15. Das Lied von der Eile (1:10)
16. Das Lied vom Einkaufszettel (0:41)
17. Nicht zu kaufen (3:05)
18. Wir kommen auf dich zu geflogen (2:40)
19. Türen (1:30)

Gesamtspieldauer: 40:56




„Die seltsamen Abenteuer des Herman Van Veen“ heißt ein im Jahr 1977 veröffentlichtes Album des Niederländers Herman van Veen. Es beinhaltet einige Lieder der gleichnamigen, sechsteiligen TV-Kinder- und Jugendfernsehserie aus eben diesem Jahr 1977, die im Rahmen des Kinderprogramms der ARD ausgestrahlt wurde. Die passende Schallplatte wurde auf dem Label Polydor veröffentlicht.

Viele der insgesamt neunzehn Lieder haben eine Laufzeit von um oder unter zwei Minuten Spieldauer und untermalten kurze Episoden der Serie. Die dazugehörigen Texte sind eindeutig eher für ein Kinderpublikum gedacht und sollten dieses zum Teil zum Lachen bringen. Die Musik dagegen ist wunderschön melodisch und viele der auf „Die seltsamen Abenteuer des Herman Van Veen“ enthaltenen Stücke haben absoluten Ohrwurmcharakter.

Während die Serie selbst wohl auch für Kinder sehr fordernd, da mitunter etwas wirr und vielleicht sogar mit didaktischen Ideen der 70er Jahre vollgepackt war, beinhaltet der dazugehörige Soundtrack viele wunderschöne Lieder. Als Höhepunkte sind hier die beiden Nummern „Ach ja, und ich bin Herman“ sowie „Weg da!“ zu nennen, die wahrlich sofort ins Ohr gehen. Jedoch auch die restlichen Titel sind sehr hörenswert und wer als Kind diese Serie im Fernsehen sah, wird wohl den Sinn in den Episoden nicht immer ganz verstanden haben, sich ganz gewiss jedoch an die Musik erinnern.

Fazit: Sehr schön melodische und eingängige Musik, versehen mit Texten für Kinder, gibt es auf „Die seltsamen Abenteuer des Herman Van Veen“ zu hören. Natürlich ist das keine Musik, die man oft hören kann, aber ab und an, um in alten Erinnerungen zu schwelgen, lohnt sich die Scheibe wahrlich. Das dürfte auch der einzige Grund sein, diese Platte besitzen zu wollen, wenn man denn nicht Komplettist in Bezug auf Herman van Veen ist. Doch die Musik, die lohnt sich auch, wenn man die Serie nicht gesehen hat und kein Kind mehr ist. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Ach ja und ich bin Herman, Weg da