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Montag, 24. Februar 2025

The Incredible String Band – The Big Huge

 





Besetzung:

Robin Williamson – lead vocals, guitar, bass guitar, percussion, violin, piano, hammond organ, flute, kazoo, whistle, harmonica, irish harp, drums, backing vocals
Mike Heron – lead vocals, guitar, sitar, organ, percussion, harmonica, backing vocals


Gastmusiker:

Rose Simpson – percussion (1, 6, 7), backing vocals
Licorice McKechnie – percussion (1, 6), irish harp (7), backing vocals


Label: Elektra


Erscheinungsjahr: 1968


Stil: Psychedelic Folk


Trackliste:

1. Maya (9:24)
2. Greatest Friend (3:47)
3. The Son Of Noah's Brother (0:22)
4. Lordly Nightshade (5:13)
5. The Mountain Of God (1:56)
6. Cousin Caterpillar (5:19)
7. The Iron Stone (6:31)
8. Douglas Traherne Harding (6:21)
9. The Circle Is Unbroken (4:41)

Gesamtspieldauer: 43:38



„The Big Huge“ ist das fünfte Studioalbum der schottischen Psychedelic Folk Gruppe The Incredible String Band. Es wurde zum Teil auch als Doppelalbum mit dem Album „Wee Tam“ vertrieben. Beide Platten erschienen im November 1968.

Einmal mehr passt das Label „Psychedelic Folk“ sehr gut zu der auf „The Big Huge“ zu hörenden Musik. Denn psychedelisch ist das auf jeden Fall, was die zwei Musiker hier ihren Hörerinnen und Hörern bieten. Beim Aufnahmeprozess scheint einiges konsumiert worden zu sein, was diesbezüglich in der damaligen Zeit als bewusstseinserweiternd galt. Da wird falsch gesungen und auch so manches Instrument klingt einfach falsch. Ob dies nun gewollt ist oder einfach nur unbeholfen und dilettantisch, das bleibt wohl das Geheimnis von Robin Williamson und Mike Heron, die beide aus Edinburgh stammen.

Mit Genuss anhören kann man diese Platte kaum. Zu sehr wird man immer wieder durch diese falschen Töne und Akkorde erschüttert oder durch wahrlich schlechten Gesang völlig aus allen Träumen gerissen. Überraschenderweise wurde diese abstruse Musik von Kritikern sogar relativ positiv bewertet. Bei den Hörern fiel sie jedoch bereits in den 1968er Jahren durch. In den Billboard 200 Charts konnte sich die Scheibe kurz auf Platz 180 einreihen, ob dies in Großbritannien auch gelang ist nicht mehr bekannt.

Einziges einigermaßen hörenswertes Lied ist die letzte Nummer „The Circle Is Unbroken“. Ansonsten wird man beim Hören fast waghnsinnig.

Fazit: Fürchterlich falsch klingende Musik bekommt man auf „The Big Huge“ der Incredible String Band geboten. Gitarre und Sitar sowie der Gesang stehen dabei im Vordergrund und alles klingt dabei schräg und falsch. Eine sehr seltsame Platte, kaum anhörbar. Drei Punkte.

Anspieltipps: The Circle Is Unbroken



Sonntag, 1. April 2018

Wet Wet Wet – End Of Part One: Their Greatest Hits




Wet Wet Wet – End Of Part One: Their Greatest Hits


Besetzung:

Graeme Clark – bass, vocals
Tommy Cunningham – drums, vocals
Neil Mitchell – keyboards, vocals
Marti Pellow – vocals
Graeme Duffin – lead guitar, vocals


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Polygram


Erscheinungsdatum: 1993


Stil: Adult Contemporary, Pop


Trackliste:

1. Wishing I Was Lucky (3:52)
2. Sweet Little Mystery (3:42)
3. Angel Eyes (4:30)
4. Temptation (3:58)
5. With A Little Help From My Friends (2:37)
6. Sweet Surrender (4:22)
7. Broke Away (3:59)
8. Hold Back The River (4:43)
9. Stay With Me Heartache (Can't Stand The Night) (4:08)
10. This Time (4:14)
11. Make It Tonight (4:04)
12. Put The Light On (3:56)
13. Goodnight Girl (3:38)
14. More Than Love (4:20)
15. Lip Service (4:27)
16. Blue For You (5:15)
17. Shed A Tear (4:38)
18. Cold Cold Heart (4:12)
19. Love Is All Around (3:57)

Gesamtspieldauer: 1:18:40




Wet Wet Wet ist eine ehemalige Schülerband aus Schottland, die sich im Jahr 1982 gründete und mit einer Unterbrechung von 1997-2004 bis heute existiert. Acht Studio-Alben hat die Band bisher veröffentlicht, das letzte erschien allerdings bereits im Jahr 2007. „End Of Part One: Their Greatest Hits“ ist das erste Kompilationsalbum von Wet Wet Wet und erschien am 8. November 1993 auf dem Plattenlabel Polygram.

„End Of Part One: Their Greatest Hits“ umfasst die ersten vier Studioalben „Popped In Souled Out“ (1987), „The Memphis Sessions“ (1988), „Holding Back The River“ (1989), „High On The Happy Side“ (1992) und die meisten bis zu dieser Zeit veröffentlichten Singles. „Blue For You“ stammt dagegen vom Live-Album „Live At The Royal Albert Hall (1993). Dazu gibt es mit den beiden Titeln „Shed A Tear“ und „Cold Cold Heart“ noch zwei neue Nummern auf diesem „Best Of…“-Album, die nun ihrerseits daraus als Singles veröffentlicht wurden. Diese Masche, wegen zwei neuen Liedern den Fans nochmals Geld aus der Tasche zu ziehen, obwohl diese die restlichen Lieder bereits besitzen, war auch nicht an Wet Wet Wet vorübergegangen.

Wet Wet Wet sind keine gecastete Boy-Group, klingen allerdings genauso und hatten als Zielhörerschaft selbige Fangemeinde, wie die vielen andern britischen Boy-Groups. Man hört auf diesem Kompilationsalbum Pop mit einer Prise R&B und Funk sowie Soul. Die Lieder wurden alle von den Bandmitgliedern geschrieben und auch eingespielt, trotzdem macht es diese Platte nicht besser, die allerhöchstens belanglos nebenher läuft und schließlich ausklingt. Die Texte sind sehr schlecht, die Musik ist es ebenfalls und klingt nur an ganz wenigen Stellen erträglich.

Fazit: Sehr sanften und süßlichen Pop hört man auf diesem „Best Of…“-Album der schottischen Band Wet Wet Wet. Die Texte handeln von der Liebe, die Melodien zünden nicht, gehen nicht ins Ohr, sind nicht interessant. Schließlich werden auch noch bisher unveröffentlichte Titel auf dieses Kompilationsalbum hinzu gemischt, um den Fan nochmals zur Kasse zu bitten. Schwierig. Hörbar ist im Grunde genommen lediglich das Beatles-Cover „With A Little Help From My Friends“ sowie das Reg Presley-Cover „Love Is All Around“. Deutlich zu wenig. Null Punkte.

Anspieltipps: Angel Eyes



Dienstag, 14. November 2017

The Waterboys – Out Of All This Blue




The Waterboys – Out Of All This Blue


Besetzung:

Mike Scott – vocals, drumscape, guitars, piano, bridge bass, synthesizer, organ, field recordings, sundries, mellotron, bass, hornscape


Gastmusiker:

David Hood – bass
Brother Paul – synthesizer, organ, piano, electric piano, backing vocals, clavinet
Zach Ernst – guitar licks, guitar
Steve Wickham – sonics, fiddle, horns
Zeenie Summers – verse 3 vocal, backing vocals
Jess Kav – backing vocals, vocals
Aonghus Ralston – bass
Trey Pollard – string and brass arrangements
Conor J. Ryan – basso voice
Ralph Salmins – drums
Kevin Murphy – cello, double bass
Thomas Haugh – lap zithers, ukelin, percussion
John Hegarty – piano
Bill Blackmore – trumpet, flugelhorn
Neil Mahony – bass
Niall C. Lawlor – picking guitar
Wild Bill Crivvens – traps
Max Zaska – electric guitar
Roppongi Hills Crows – themselves
Rokudenashiko – payo payo
Simon Wallace – boogie piano
Harajuku Dude – himself
Announcer Dude – himself
Dublin Soul Choir (Conor J. Ryan, Jess Kav, Caoimhe Barry, Karen Cowley, Saoirse Duane, Zeenie Summers) – backing vocals


Label: BMG


Erscheinungsdatum: 2017


Stil: Pop, Rock, Folk, Country


Trackliste:

CD1:

1. Do We Choose Who We Love (2:58)
2. If I Was Your Boyfriend (4:11)
3. Santa Fe (3:57)
4. If The Answer Is Yeah (3:33)
5. Love Walks In (6:24)
6. New York I Love You (7:49)
7. The Connemara Fox (5:30)
8. The Girl In The Window Chair (2:57)
9. Morning Came Too Soon (8:15)
10. Hiphopstrumental 4 (Scatman) (2:28)


CD2:

11. The Hammerhead Bar (4:36)
12. Mister Charisma (2:04)
13. Nashville, Tennessee (6:00)
14. Man, What A Woman (3:16)
15. Girl In A Kayak (1:24)
16. Monument (2:52)
17. Kinky's History Lesson (5:19)
18. Skyclad Lady (0:57)
19. Rokudenashiko (3:06)
20. Didn't We Walk On Water (5:52)
21. The Elegant Companion (4:31)
22. Yamaben (4:55)
23. Payo Payo Chin (3:24)


CD3:

24. The Memphis Fox (4:08)
25. If The Answer Is Yeah (Alternate Version) (3:29)
26. If I Was Your Boyfriend (Zeenie Mix) (4:00)
27. Epiphany On Mott Street (1:55)
28. Didn't We Walk On Water (JessKav Mix) (5:33)
29. Santa Fe (Instrumental) (3:56)
30. Payo Payo Chin (Tokyo Hotel) (1:16)
31. Return To Roppongi Hills (2:02)
32. Nashville, Tennessee (Live) (5:36)
33. Mister Charisma (Alternate Version) (3:31)
34. So In Love with You (4:36)

Gesamtspieldauer CD1 (48:05) und CD2 (48:21) und CD3 (40:07): 2:16:35




„Out Of All This Blue“ heißt das zwölfte Studioalbum der Waterboys, der Band des in Irland lebenden Schotten Mike Scott. Die Platte erschien im Jahr 2017 auf dem Plattenlabel BMG und wenn man sich die Deluxe-Version der Scheibe bestellt, erhält man eine Ausgabe des Albums, welches aus drei CDs besteht und insgesamt eine Laufzeit von über zwei Stunden besitzt. Dabei sind die erste und die zweite CD durchaus mit unterschiedlichem Lied-Material befüllt, wohingegen sich auf der dritten Scheibe hauptsächlich alternative Versionen oder Live-Aufnahmen befinden.

Dieses Werk musikalisch einzuordnen fällt nicht sehr leicht. Allzu viele musikalische Genres hat Mike Scott auf „Out Of All This Blue“ vereinigt beziehungsweise vermischt – und dies gilt für jede der drei CDs. Dieser Umstand wiederum bewirkt, dass man sich auf dieses Album nur schwer einstellen kann. Pop, Rock, Folk, Country, Funk, Soul und sogar relativ experimentelle Lieder gibt es da oftmals krude durcheinander gemischt zu hören. Ist man dann einem dieser oft doch sehr unterschiedlichen musikalischen Genres nicht so sehr zuneigt, kann das Durchhören des Albums an mancher Stelle zur Belastungsprobe werden. Während man sich bei einem Lied genervt abwendet, weiß das nächste vielleicht schon wieder sehr zu überzeugen oder sogar zu begeistern.

In meinen Ohren klingen Mike Scott und seine Waterboys immer dann am Überzeugendsten, wenn er beziehungsweise sie rocken oder auch mal ganz neue, experimentelle Pfade beschreiten. Ich möchte an dieser Stelle weder Funk noch Soul hören und auch Country dieser Art ist für mich ein Grund, die Fernbedienung zur Hand zu nehmen und den entsprechenden Titel zu überspringen. Auch der exzessive Einsatz des Drum Computers nervt auf „Out Of All This Blue“ etwas. Gelungen ist auf der ersten CD, dem eigentlichen Album, das sanfte und folkige „The Girl In The Window Chair“ sowie das über achtminütige, rockige, zwar fast schon monotone aber gerade dadurch auch mitreißende „Morning Came Too Soon“. Brother Paul kann man an dieser Stelle gar nicht genug für sein tolles Orgel-Spiel loben, welches das Lied im Duett mit viel Gitarrensoli noch intensiver werden lässt. Auf CD2 sind es das sentimentale und etwas schräge „Mister Charisma“, das rockige und eingängige „Yamaben“ sowie „Payo Payo Chin“, ebenfalls ein eher rockiges Lied, welche am meisten zu überzeugen wissen. Bleibt auf CD3 erneut ein rockiges Lied. „The Memphis Fox“ ist mit einem fetten Orgelsound beseelt und auch hier kann man Brother Paul wieder in Höchstform hören. Die restlichen 28 Stücke bewegen sich dann allerdings leider in Gefilden von „ganz nett“ bis „Bitte nicht!“. Eindeutig zu viel Ausschuss für ein gutes Album.

Fazit: Milke Scott scheint bei der zwölften Veröffentlichung seiner Waterboys nach dem Prinzip vorgegangen zu sein, seinen Hörerinnen und Hörern ganz viel verschiedene musikalische Stile vorsetzen zu wollen, damit für jede und jeden auch etwas dabei ist, um alle irgendwie glücklich zu machen. Dies wird auch aufgegangen sein, bedeutet jedoch im Umkehrschluss, dass sich auf dem Album, nicht nur auf der Deluxe-Edition mit drei CDs, eine ganze Menge Musik befindet, die man eben nicht mehr unbedingt gut finden kann, wenn man sich nicht in jedem musikalischen Genre heimisch fühlt. So gibt es auf „Out Of All This Blue“ durchaus ein paar schöne und lohnende Titel, allerdings auch jede Menge Füllung, die einfach langweilt oder gar nervt. Deutlich zu wenig Höhepunkte für ein gutes Album. Sieben Punkte.

Anspieltipps: The Girl In The Window Chair, Morning Came Too Soon, Mister Charisma, Yamaben, Payo Payo Chin, The Memphis Fox



Mittwoch, 8. November 2017

Alex Harvey – Considering The Situation




Alex Harvey – Considering The Situation


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Mercury Records


Erscheinungsdatum: 2003


Stil: Rock


Trackliste:

CD1:

1. Alex Harvey & His Soul Band – Shout (4:45)
2. Alex Harvey & His Soul Band – Framed (3:22)
3. Alex Harvey & His Soul Band – I Just Wanna Make Love To You (2:27)
4. Alex Harvey & His Soul Band – Elevator Rock (2:09)
5. Alex Harvey – St James Infirmary (3:02)
6. Alex Harvey & His Soul Band – Penicillin Blues (3:53)
7. Alex Harvey & His Soul Band – Reelin' And Rockin' (3:29)
8. Alex Harvey & His Soul Band – Ain't That Just Too Bad (2:25)
9. Alex Harvey – Agent OO Soul (2:41)
10. Alex Harvey – Work Song (2:36)
11. Hair Rave-Up – Hair (2:46)
12. Hair Rave-Up – Birthday (2:28)
13. Alex Harvey – Roman Wall Blues (2:45)
14. Alex Harvey – Midnight Moses (3:30)
15. Alex Harvey – Hammer Song (3:10)
16. Rock Workshop – Hole In Her Stocking (4:10)
17. Rock Workshop – Wade In The Water (3:45)
18. Alex Harvey – Isobel Goudie (13:01)
19. Alex Harvey – The Harp (5:23)
20. The Sensational Alex Harvey Band – The Harp (5:09)


CD2:

1. The Sensational Alex Harvey Band – Midnight Moses (4:25)
2. The Sensational Alex Harvey Band – Framed (4:55)
3. The Sensational Alex Harvey Band – There's No Lights On The Christmas Tree - They're Burning Big Louie Tonite! (3:44)
4. The Sensational Alex Harvey Band – Buff's Bar Blues (3:05)
5. The Sensational Alex Harvey Band – Swampsnake (4:55)
6. The Sensational Alex Harvey Band – Next (4:02)
7. The Sensational Alex Harvey Band – The Last Of The Teenage Idols (7:11)
8. The Sensational Alex Harvey Band – The Hot City Symphony Part 1: Vambo (5:00)
9. The Sensational Alex Harvey Band – Sergeant Fury (3:28)
10. The Sensational Alex Harvey Band – Tomahawk Kid (4:33)
11. The Sensational Alex Harvey Band – Action Strasse (3:15)
12. The Sensational Alex Harvey Band – Give My Compliments To The Chef (5:33)
13. The Sensational Alex Harvey Band – Faith Healer (Live) (7:00)
14. The Sensational Alex Harvey Band – Delilah (5:01)
15. The Sensational Alex Harvey Band – Boston Tea Party (4:37)
16. The Sensational Alex Harvey Band – Water Beastie (4:51)
17. Alex Harvey – I Love Monsters Too (0:40)

Gesamtspieldauer CD1 (1:17:04) und CD2 (1:16:24): 2:33:28




Mit dem Doppelalbum „Considering The Situation“ bekommt man einen Überblick über das Wirken und Schaffen des Alex Harvey von seinen musikalischen Anfängen bis zum Ende der Sensational Alex Harvey Band. Die wenigen produktiven Jahre, die er danach bis zu seinem frühen Tod noch aktiv war, finden sich dagegen auf dem Album nicht mehr wieder. Veröffentlicht wurde dieses Kompilationsalbum im Jahr 2003 auf dem Plattenlabel Mercury Records.

Mag diese Zusammenstellung für Alex Harvey Fans noch einen gewissen Reiz darstellen, so hält sich dieser bei allen anderen Hörerinnen beziehungsweise Hörern doch sehr in Grenzen. Auf der ersten CD sind die Anfänge des Alex Harvey zu hören. Hier bekommt man Rock, Rock’n’Roll, Blues und etwas Musical Musik geboten. Interessant ist dabei für den Fan sicherlich, wie sich solch Titel wie „Hammer Song“ oder „Isobel Goudie“ angehört haben, bevor sie von der Sensational Harvey Band überarbeitet und eingespielt wurden. Diese „Evolution“ der Lieder ist durchaus beeindruckend. Ebenfalls noch sehr hörenswert ist der Titel „The Harp“ in beiden vorhandenen Ausführungen. Diese Nummer war die B-Seite der ersten The Sensational Harvey Band-Single „Big Louie“ und hätte durchaus einen gebührenden Platz auf einem offiziellen Album verdient gehabt.

Auf der zweiten CD hört man dann vor allen Dingen die Sensational Harvey Band. Ein Best Of, bei dem das Lied „The Faith Healer“ seltsamerweise in der Live-Version zu hören ist. Wie immer bei solchen Zusammenstellungen lässt sich trefflich über den angebotenen Inhalt streiten, ob hier denn wirklich die hörenswertesten Stücke der Band zu finden sind. Meiner Meinung nach nicht, jedoch ist das eindeutig Geschmackssache. Immerhin gibt es mit über zweieinhalb Stunden Spieldauer so einiges auf „Considering The Situation“ zu hören und mit drei bisher noch nicht veröffentlichten Versionen von Liedern („Elevator Rock“, bisher noch nicht veröffentlicht und „Isobel Goudie“ sowie „The Harp“ in der Version von Alex Harvey ohne die Senastional Alex Harvey Band) sogar etwas Neues vom Schotten Alex Harvey.

Fazit: Es gibt einige Kompilationsalben von der Sensational Alex Harvey Band. Vor allen Dingen „All Sensations“ ist da deutlich besser gelungen. „Considering The Situation“ ist eher etwas für Fans des schottischen Musikers und Komplettisten, die alles von „ihrem“ Musiker besitzen möchten. Und obwohl „The Harp“ ein tolles Lied ist, lohnt sich dafür nicht der Kauf des ganzen Doppelalbums. Sieben Punkte.

Anspieltipps: The Harp



Freitag, 3. November 2017

The Waterboys – Room To Roam




The Waterboys – Room To Roam


Besetzung:

Mike Scott – guitar, piano, vocals
Barry Beckett – piano
Seamus Begley – background vocals
Eileen Begley - background vocals
Colin Blakey – flute, piano, Hammond organ, whistling, whistle
Noel Bridgeman – percussion, drums, vocals
John "Turps" Burke – background vocals
Trevor Hutchinson – bass guitar, bouzouki
Roddy Lorimer – trumpet
Diarmuid O'Suilleabhan – background vocals
Ken Samson – didjeridu
Sharon Shannon – fiddle, accordion
J. Neil Sidwell – trombone
Anthony Thistlethwaite – mandolin, saxophone
Steve Wickham – fiddle, hammond organ, vocals
Kieran Wilde – clarinet


Label: Chrysalis


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Folk Rock, Rock, Country


Trackliste:

1. In Search Of A Rose (1:20)
2. Song From The End Of The World (1:59)
3. A Man Is In Love (incl. Calliope House) (3:18)
4. Bigger Picture (2:26)
5. Natural Bridge Blues (2:06)
6. Something That Is Gone (3:16)
7. The Star And The Sea (0:26)
8. A Life Of Sundays (6:13)
9. Islandman (2:06)
10. The Raggle Taggle Gypsy (2:58)
11. How Long Will I Love You? (3:38)
12. Upon The Wind And Waves (0:44)
13. Spring Comes To Spiddal (1:24)
14. The Trip To Broadford (1:14)
15. Further Up, Further In (5:32)
16. Room To Roam (2:55)
17. The Kings Of Kerry (0:58)


Collector's Edition Bonus Disc (2008):

1. In Search Of A Rose (2:29)
2. My Morag (The Exile's Dream) (2:11)
3. A Man Is In Love (incl. Calliope House) (alternate) (3:20)
4. The Wyndy Wyndy Road (1:53)
5. Three Ships (3:22)
6. Sunny Sailor Boy (3:06)
7. Sponsored Pedal Pusher's Blues (2:50)
8. The Wayward Wind (3:47)
9. Danny Murphy / Florence (2:22)
10. The Raggle Taggle Gypsy (live) (4:30)
11. Custer's Blues (live) (4:37)
12. Twa Recruitin' Sergeants (live) (4:10)
13. A Reel And A Stomp In The Kitchen (0:51)
14. Down By The Sally Gardens (3:48)
15. A Strathspey In The Rain At Dawn (1:23)
16. A Song For The Life (3:49)
17. The Kings Of Kerry (0:27)

Gesamtspieldauer CD1 (42:42) und CD2 (49:01): 1:31:43




Sie war noch nicht abgeschlossen, die Phase der Waterboys, die mit der Platte „Fisherman’s Blues“ eingeläutet worden war. Folk und Country waren seitdem die bestimmenden musikalischen Richtungen der Waterboys um Mike Scott geworden. Diese Art der Musik hört man nun ebenfalls auf dem am 2. Oktober 1990 veröffentlichten fünften Studioalbum mit dem Namen „Room To Roam“. Auch diese Platte wurde wie der Vorgänger auf dem Label Chrysalis veröffentlicht.

Nimmt man den Titel des Albums wörtlich, so kann man diesen vorgegebenen musikalischen Raum zwar durchstreifen, man kann darin herumwandern, sich vielleicht darin auch verirren, jedoch wird man kaum mehr interessante oder spannende Musk entdecken. Sehr viel eher hört man auf „Room To Roam“ zumeist langweiligen, schon oft gehörten und damit wenig spektakulären Folk, der an mancher Stelle auch vom Country angehaucht wurde. Allerdings passierte letzteres glücklicherweise deutlich weniger als noch auf dem Album „Fisherman’s Blues“ – aber es geschieht leider immer noch. Die Musik bleibt zudem auch bei den Folk Stücken trotzdem eher bieder und zumeist vergisst man die Lieder sofort wieder, nachdem sie ausgeklungen sind.

Rock Musik enthält diese Scheibe so gut wie gar nicht mehr. The Waterboys zelebrieren die traditionelle irische und schottische Musik auf „Room To Roam“ sehr kompromisslos und konsequent. Dies gilt ebenso für die Zusatz-CD der remasterten Wiederveröffentlichung aus dem Jahr 2008, auf der sich allerdings sowieso hauptsächlich alternative oder Live-Versionen, der schon auf dem ursprünglichen Album vorhandenen Lieder finden. Höhepunkte dieser Platte zu entdecken und zu benennen, ist zugegebenermaßen nicht ganz einfach, wenn man dieser Musik nur noch wenig abgewinnen kann. Nach mehrmaligem Anhören bleibt bei mir hauptsächlich das Titelstück „Room To Roam“ in Erinnerung – zumindest dieses Lied geht ins Ohr.

Fazit: Ich mag Folk Musik, doch dieser Folk der Waterboys spricht mich irgendwie nicht an. Die Lieder bleiben nicht mehr hängen, gehen nicht ins Ohr, verblassen sofort wieder, nachdem sie gehört wurden. Der Country-Anteil in der Musik der Band wurde etwas zurückgefahren, der Rock-Anteil in der Musik der Waterboys ist nicht mehr existent. Somit ist „Room To Roam“ eine Platte geworden, welche eingefleischten Folk Fans vielleicht ein Lächeln auf die Lippen zaubert, andere aber wohl eher enttäuscht zurücklässt. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Room To Roam, Danny Murphy / Florence



Montag, 23. Oktober 2017

The Waterboys – Fisherman’s Blues




The Waterboys – Fisherman’s Blues


Besetzung:

Mike Scott – vocals, guitar, piano, hammond organ, drums, bouzouki
Anthony Thistlethwaite – saxophone, mandolin, harmonica, hammond organ
Steve Wickham – violin
Trevor Hutchinson – bass guitar, double bass
Roddy Lorimer – trumpet
Kevin Wilkinson – drums
Peter McKinney – drums
Dave Ruffy – drums
Colin Blakey – piano, flute, border horn
Fran Breen – drums
Vinnie Kilduff – guitar
Noel Bridgeman – tambourine, congas
Jay Dee Daugherty – drums
Máirtín O'Connor – accordion
Alec Finn – bouzouki
Charlie Lennon – violin
Brendan O'Regan – bouzouki
Tomás Mac Eoin – vocals
Paraig Stevens – bells
Jenny Haan – vocals
Ruth Nolan – vocals
Rachel Nolan – vocals
The Abergavenny Male Voice Choir – vocals
Tomas McKeowen – spoken voice


Label: Chrysalis


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Folk Rock, Rock, Country


Trackliste:

1. Fisherman's Blues (4:26)
2. We Will Not Be Lovers (7:01)
3. Strange Boat (3:06)
4. World Party (5:28)
5. Sweet Thing (7:12)
6. Jimmy Hickey's Waltz (2:06)
7. And A Bang On The Ear (9:14)
8. Has Anybody Here Seen Hank (3:18)
9. When Will We Be Married (3:00)
10. When Ye Go Away (3:44)
11. Dunford's Fancy (1:04)
12. The Stolen Child (6:55)
13. This Land Is Your Land (0:54)


Collector's Edition Bonus Disc (2006):

1. Carolan's Welcome (2:51)
2. Killing My Heart (3:54)
3. You In The Sky (5:47)
4. When Will We Be Married? (2:40)
5. Nobody 'Cept You (3:05)
6. Fisherman's Blues (5:49)
7. Girl Of The North Country (4:24)
8. Lonesome And A Long Way From Home (3:05)
9. If I Can't Have You (3:30)
10. Rattle My Bones And Shiver My Soul (2:38)
11. Let Me Feel Holy Again (6:10)
12. Meet Me At The Station (3:24)
13. The Good Ship Sirius (0:43)
14. Soon As I Get Home (12:03)

Gesamtspieldauer CD1 (57:35) und CD2 (1:00:11): 1:57:46




Die Platte „Fisherman’s Blues“ ist das vierte Studioalbum der irisch-schottischen Band The Waterboys und erschien im Jahr 1988 auf dem Label Chrysalis Records. „Fisherman’s Blues“ stellte einen Einschnitt in der Musik der Waterboys dar. Der Rock war zwar noch vorhanden, jedoch nur noch an wenigen Stellen in der Musik der Band stark präsent. Stattdessen gab es nun einen Mix aus traditioneller irischer wie schottischer Musik, Country und auch Rock and Roll zu hören. Dementsprechend unterschiedlich fielen auch die Meinungen über diese Scheibe aus. Während einige Kritiker und Hörer voll des Lobes waren und die Platte sogar Aufnahme in dem Buch „1001 Albums You Must Hear Before You Die” fand, waren andere eher enttäuscht und gar nicht mehr so begeistert von diesem Stilwechsel. Nichtsdestotrotz ist „Fisherman’s Blues“ das Album der Waterboys geworden, welches sich am besten verkaufte. Es kletterte bis auf Platz 13 der UK Charts und erreichte in den USA immerhin Platz 76 der Billboard 200.

Nun, der Wechsel hin zu eher folkloristischer Musik ist wahrlich unüberhörbar. Sind dabei Töne von den britischen Inseln zu hören, hört sich das auch noch ganz nett an. Überwiegt allerdings der Country-Einfluss, so ist die Musik der Waterboys auf „Fisherman’s Blues“ eine eher sehr gewöhnungsbedürftige geworden. Auch diese Rock and Roll-Anwandlungen nerven eher als, dass sie zu überzeugen verstehen. In den zwei Jahren der Entstehung des Albums schrieben die Waterboys wohl über einhundert Titel. Dreizehn davon waren auf der ursprünglichen Platte vorhanden, weitere vierzehn gibt es auf der hier vorliegenden Collector’s Edition zu hören. Auf dieser zweiten CD hört man allerdings noch sehr viel mehr Country und Folk und so gut wie gar keinen Rock mehr. Um das Ganze allerdings noch auf die Spitze zu treiben wurde im Jahr 2013 noch eine weitere Version des Albums veröffentlicht, die insgesamt sieben CDs umfasst und dabei 137 Lieder enthält. Dieser Ausgabe wurde alles hinzugefügt, was in den verschiedenen Sessions der Aufnahme festgehalten wurde.

Die Waterboys sind nicht mehr jene Waterboys, die ich schätze. Mike Scott hat sich auf dieser Platte sehr von Steve Wickham inspirieren lassen, dessen Violine häufig im Vordergrund der Musik steht und diesen folkloristischen Touch sehr dick unterstreicht. Richtig überzeugende und gelungene Lieder höre ich hier nicht mehr. Vieles ist maximal noch Durchschnitt, manches nervt durch diesen penetranten Violin-Einsatz, der einen stimmungsmäßig häufig in den mittleren Westen der USA katapultiert. Die Lieder gehen nicht mehr so ins Ohr, laufen oftmals einfach nur unter Überschrift „langweiliger Country-Folk“ durch. Es bleibt auch wenig hängen, von dieser Scheibe, die musikalisch so gar nichts mit vielen anderen Scheiben der Waterboys zu tun hat. Leider klingen auch die reinen Folk Stücke nicht so überzeugend, dass man dieses Album noch in die Kategorie „lohnend“ eingruppieren könnte. Richtig melodiös klingt auf „Fisherman’s Blues“ nur die Nummer „The Stolen Child“. Ein sehr sanftes Lied, mit viel Querflöte ausgestattet, Sprechgesang gepaart mit gesungenen Worten und jeder Menge folkloristischem Text. Sehr sanft, aber immerhin auch sehr eingängig. Na endlich.

Fazit: „Fisherman’s Blues“ von den Waterboys um Mike Scott ist wahrlich kein Rock Album geworden. Auf dieser Platte hört man Folk und Country, neben Rock and Roll und etwas reinerem Rock. Die Folk Musik klingt dabei noch ganz nett, die Country-Lieder langweilen eher. Schöne Melodien hört man hier deutlich weniger, als auf so manch anderem Waterboys Album. Aber so etwas ist bekanntlich immer Geschmackssache, sodass Freundinnen und Freunde von Country-Klängen das ganz bestimmt völlig anders sehen. Andere wiederum werden „Fisherman’s Blues“ einfach nur schrecklich langweilig finden. Auch das ist verständlich. Sieben Punkte.

Anspieltipps: The Stolen Child



Freitag, 13. Oktober 2017

The Waterboys – Book Of Lightning




The Waterboys – Book Of Lightning


Besetzung:

Mike Scott – vocals guitar (acoustic), guitar (electric) guitar (rhythm), percussion, piano, sound effects, tambourine, bells, loops, bellzouki, sleigh bells, effects
Leo Abrahams – guitar (electric)
Johnny Andrews – vocals, falsetto
Brady Blade – drums
Chris Bruce – guitar (electric)
Clive Deamer – tabla
Roddy Lorimer – trumpet
Barry Mirochnick – drums
Richard Naiff – organ, piano
Ida Nilsen – piano
Daniel Presley – vocals (background), harmony
Mike Rowe – organ, piano (electric)
Jeremy Stacey – drums
Steve Wickham – fiddle, viola


Label: Universal Music


Erscheinungsdatum: 2007


Stil: Rock


Trackliste:

1. The Crash Of Angel Wings (4:02)
2. Love Will Shoot You Down (4:34)
3. Nobody's Baby Anymore (4:43)
4. Strange Arrangement (3:33)
5. She Tried To Hold Me (7:18)
6. It's Gonna Rain (3:03)
7. Sustain (3:21)
8. You In The Sky (4:38)
9. Everybody Takes A Tumble (7:05)
10. The Man With The Wind At His Heels (3:04)

Gesamtspieldauer: 45:35




„Book Of Lightning” heißt das neunte Studioalbum der schottischen Band The Waterboys. Das Album erschien am 2. April 2007 auf dem Plattenlabel Universal Records. Aufgenommen wurde die Scheibe hauptsächlich im Heimstudio von Mike Scott in London. Auf „Book Of Lightning” hört man erneut die für Mike Scott so typische, melodiöse Rock-Musik. Beim Songwriting hat sich der in Edinburgh geborene Schotte lediglich bei den Nummern „Sustain“, „Everybody Takes A Tumble“ sowie „The Man With The Wind At His Heels” kompositorische Unterstützung geholt.

Sehr eingängigen und melodiösen Rock gibt es somit wieder einmal von Mike Scott und seinen Waterboys zu hören. Musik, die sehr schnell ins Ohr geht und einen sehr hohen Wiederkennungswert besitzt. Die Stimmung der Lieder reicht dabei von fröhlich beschwingt bis eher nachdenklich oder verträumt. Genauso breit gefächert sind auch die Tempi auf „Book Of Lightning”. Rockige und treibende Töne gibt es hier zu hören und daneben auch sehr sanfte und ruhige Nummern, eine Zusammenstellung, die sehr zur Abwechslung des Albums beiträgt. Häufig wird dabei der Violine und der Viola des Steve Wickham ein großer Spielraum eingeräumt, was das Album allerdings keineswegs in die Richtung von Folk oder gar Country rutschen lässt.

Einer der Höhepunkte auf der Platte ist zugleich auch das Eröffnungsstück „The Crash Of Angel Wings“. Eine wunderschöne rockige Nummer, die sogar einen gewissen Ohrwurmcharakter aufweist. Es lassen sich noch eine ganze Reihe anderer schöner Stücke auf dem Album entdecken. Von den eher ruhigeren Nummern sei an dieser Stelle das melodiöse und Piano-dominierte „You In The Sky“ erwähnt. Ebenfalls sehr gelungen ist das letzte Lied auf der Platte, „The Man With The Wind At His Heels“. Einzig das über siebenminütige Stück „She Tried To Hold Me“ kann auf „Book Of Lightning” nicht so ganz überzeugen, denn es ist mit seiner Länge und der dabei fehlenden Abwechslung einfach zu lang geraten. Diese Nummer ist allerdings wirklich die Ausnahme, die restlichen neun Stücke wissen da sehr viel mehr zu überzeugen.

Fazit: Eine sehr schöne Zusammenstellung gelungener und eingängiger Lieder ist „Book Of Lightning” von den Waterboys geworden. Das Album bietet sehr viel musikalische Vielfalt und kann mit sehr schönen Melodien überzeugen. Mike Scott hat es wieder einmal geschafft, ein überzeugendes und abwechslungsreiches Album zu veröffentlichen. The Waterboys Fans werden das Album sowieso lieben. Musikhörerinnen und Musikhörer, die auf eingängigen Rock bis Pop stehen, werden hier ebenfalls fündig werden. Zehn Punkte.

Anspieltipps: The Crash Of Angel Wings, You In The Sky, The Man With The Wind At His Heels



Donnerstag, 3. August 2017

Al Stewart – Exitos De Al Stewart




Al Stewart – Exitos De Al Stewart


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: RCA Records


Erscheinungsdatum: 1979


Stil: Folk Rock


Trackliste:

1. Year Of The Cat (6:37)
2. Sand In Your Shoes (3:02)
3. Clifton In The Rain (2:41)
4. Small Fruit Song (1:58)
5. Almost Lucy (3:44)
6. Love Chronicles (18:06)

Gesamtspieldauer: 36:08




Alastair Ian „Al“ Stewart ist ein in Glasgow geborener englischer Folk Rock Musiker, der in den Jahren von 1967 bis 2005 insgesamt 16 Studioalben veröffentlichte. „Exitos De Al Stewart“ ist eines der zahlreichen Kompilationsalben des Schotten und wurde im Jahr 1979 in Spanien auf dem Plattenlabel RCA Records veröffentlicht. Die sechs hier enthaltenen Lieder stammen dabei von den Alben „Bed-Sitter Images“ (1967; jedoch war das Lied „Clifton In The Rain“ erst auf der 1970er Wiederveröffentlichung enthalten), „Love Chronicles“ (1969; „Love Chronicles“), „Zero She Flies“ (1970; A Small Fruit Song), „Year Of The Cat“ (1976; „Year Of The Cat“ & „Sand In Your Shoes“, letzteres Lied fälschlicherweise mit „Sands In Your Shoes“ betitelt) sowie „Time Passages“ (1978; „Almost Lucy“).

Al Stewarts Musik ist der zumeist sehr sanfte Folk Rock, in dem er seine Geschichten erzählt und historische Ereignisse aufbereitet. Alles klingt hier eingängig und bis in den letzten Akkord überaus melodiös. Sehr weich hört sich nicht nur die Musik des Al Stewart an, sondern auch seine Stimme, die somit zwar bestens zur Musik passt, allerdings auch wenig Variationen aufweist. Gerade einem Lied wie „Love Chronicles“, welches eine Laufzeit von über achtzehn Minuten aufweist und in dem der Schotte fast durchgängig singt, hätte ein wenig Stimmmodulation durchaus gut getan. Bei kürzeren Nummern ergänzen sich Musik und Stimme da deutlich besser.

Vieles auf diesem Kompilationsalbum geht ins Ohr. Vor allem natürlich das wohl bekannteste Lied des Al Stewart, „Year Of The Cat“. Ein sanfter Ohrwurm, den man, hat man ihn einmal gehört, so schnell nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Allerdings wirken auch die anderen Titel. Besonders erwähnenswert ist hier noch das kurze Stück „Small Fruit Song“. Fast schon eine kleine Gitarren-Instrumentalnummer, bis zum Schluss doch noch der Gesang einsetzt. Wunderschön melodiös und ein kleiner, kurzer Höhepunkt dieser Zusammenstellung.

Fazit: Sehr melodiösen und sanften Folk Rock zelebriert Al Stewart auf seinen Alben. Nicht anders ist das auch auf diesem Kompilationsalbum mit dem Titel „Exitos De Al Stewart“, welches in Spanien veröffentlicht wurde. Alles auf dieser Scheibe klingt weich, egal ob es die Musik ist oder die Stimme des Al Stewart. Zumeist wird hier eine melancholische Atmosphäre über die Musik wie über den Text transportiert, bestens geeignet für die ruhigen Stunden des Lebens. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Year Of The Cat, Small Fruit Song



Donnerstag, 6. April 2017

Aereogramme – Seclusion




Aereogramme – Seclusion


Besetzung:

Craig B – voice, guitar
Iain Cook – guitar, programming
Campbell McNeil – bass
Martin Scott – drums


Gastmusiker:

Lynsey Joss – additional vocals on “The Unravelling”


Label: Sonic Unyon


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Inkwell (3:55)
2. Dreams And Bridges (4:40)
3. The Unravelling (10:58)
4. I Don't Need Your Love (4:03)
5. Lightning Strikes The Postman (3:29)
6. Alternate Score (4:53)

Gesamtspieldauer: 32:01


7.Videotrack: Seclusion (Dreams & Bridges Version)
8.Videotrack: Seclusion (Alternate Score Version)




„Seclusion“ heißt das dritte Studioalbum der schottischen Band Aereogramme. In manchen Verzeichnissen wird diese Scheibe auch als EP geführt, was bei einer Gesamtspielzeit von knapp über 32 Minuten auch durchaus seine Berechtigung hätte. Auf „Seclusion“ hört man diesen, für Aereogramme so typischen Alternative Rock, der ganz von der überaus zerbrechlich klingenden Stimme des Craig B getragen wird. Dazu gesellen sich die mal sanfteren, dann wieder die sehr harten Momente in der Musik von Aereogramme. Dies alles ergibt ein nicht häufig zu hörendes Gesamterlebnis.

Denn die Musik der Schotten klingt immer irgendwie besonders. Da mag zum einen auch daran liegen, dass die vier Musiker das Gespür für die packende Melodie besitzen, denn Vieles in der Musik von Aereogramme geht sehr schnell ins Ohr. Spielerisch gehen sie dabei mit den sanfteren und den fordernden Tönen um, verbinden diese auf eine ganz elegante Art und Weise, sodass die Nummern einfach klingen, immer wieder überraschend sind und sich weit über den Mainstream erheben.

Ein kleiner Nachteil ist der hier zwar selten auftretende, jedoch auch vorhandene Gesang, der in ein riesiges, nervtötendes Geschrei ausartet. Der zweite Titel des Albums, „Dreams And Bridges“ ist bis Spieldauer 3:15 ein wirklich schönes und überzeugendes Lied, entwickelt sich dann im weiteren Verlauf zu einem sehr harten Rock Lied. Dies wäre auch noch eine ganz nette Idee, jedoch der dort dann geschriene Gesang zerstört viel von dem Eindruck, den das Lied zuvor hinterlassen hat. Auch beim Hauptstück der Platte, „The Unravelling“, wird kurz gebrüllt, allerdings wirklich nur kurz, was hier sogar noch als Stilmittel durchgehen kann. Dabei entwickelt sich „The Unravelling“ zu einer phantastischen musikalischen Reise, mit Höhen und Tiefen, Windungen und Geraden. Wahrlich ein spannendes Lied, welches sich einem, mit jedem weiteren Durchgang, noch ein wenig mehr erschließt und dabei immer eingängiger und interessanter zu werden scheint.

Auf dem Album befindet sich zusätzlich noch ein kleiner medialer Teil, in dem man sich auf dem Computer eine Bildergalerie ansehen kann, in der die Bandmitglieder nicht mehr wirklich gut aussehen. Das wiederum passt zu der noch vorhandenen Möglichkeit, sich zwei kurze Horror Filme im Quicktime Format zu den Liedern „Dreams And Bridges“ sowie „Alternate Score“ zu Gemüte führen zu können. Die beiden Filme sind identisch, nur die Musik ist eine andere. Das alles zusammen ist jedoch eher unappetitlich, als interessant oder geschweige denn schön anzusehen – allerdings versteht man nur vielleicht das Geschrei bei „Dreams And Bridges“ besser.

Fazit: Aereogramme machten „andere“ Musik. Diese klingt auch auf dem kurzen Album „Seclusion“ überaus spannend. Darüber hinaus wachsen die einzelnen Lieder, wobei sie durchaus auch schon beim ersten Mal des Hörens überzeugen können. Zwischendrin gibt es kurz mal etwas „Geschrei“, aber der ist zu Verschmerzen. Schade, dass diese Band nicht erfolgreicher war und bereits nach dem vierten Album auseinanderbrach. Elf Punkte.

Anspieltipps: The Unravelling, The Unravelling, Alternate Score



Sonntag, 6. November 2016

Snow Patrol – Eyes Open




Snow Patrol – Eyes Open


Besetzung:

Gary Lightbody – vocals, guitar, backing vocals
Nathan Connolly – guitar, backing vocals
Paul Wilson – bass guitar, backing vocals
Jonny Quinn – drums, percussion
Tom Simpson – keyboards, samples


Gastmusiker:

Iain Archer – background vocals, choir, chorus
Paul Archer – background vocals, choir, chorus
James Banbury – arranger, cello
Sam Bell – engineer
Leon Bosch – double bass
Adrian Bradbury – cello
Charlie Clark – choir, chorus
Caroline Dale – cello
Caroline Dearney – cello
Richard George – violin
Ursula Gough – violin
Janice Graham – violin, leader
Timothy Grant – viola
Ciaran Gribbin – choir, chorus
Hrafnhildur Halldorsdottir – choir, chorus
William Hawkes – viola
Rebecca Hirsch – violin
Eugene Kelly – choir, chorus
Alastair King – choir, background vocals
Jacknife Lee – keyboards, programming, background vocals
Karin Leishman – violin
Beatrix Lovejoy – violin
Pauline Lowbury – violin
Maya Magub – violin
Zoe Martlew – cello
David McGinty – choir, chorus
Richard Milone – violin
Maxine Moore – viola
Steve Morris – violin
Everton Nelson – violin
Richael Reader – choir, chorus
Jenny Reeve – choir, chorus
Ben Russell – double bass
Claire Scott – choir, chorus
Stacey Seivewright – choir, chorus
Charles Sewart – violin
Hilary Skewes – string contractor
Matthew Souter – viola
Cenzo Townshend – mixing
Martha Wainwright – vocals
Paul Willey – violin
Lucy Williams – violin
Sara Wilson – choir, chorus
Warren Zielinski – violin


Label: Fiction Records


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: Rock, Soft Rock, Pop


Trackliste:

1. You're All I Have (4:33)
2. Hands Open (3:17)
3. Chasing Cars (4:27)
4. Shut Your Eyes (3:17)
5. It's Beginning To Get To Me (4:35)
6. You Could Be Happy (3:02)
7. Make This Go On Forever (5:47)
8. Set The Fire To The Third Bar (3:23)
9. Headlights On Dark Roads (3:30)
10. Open Your Eyes (5:41)
11. The Finish Line (3:28)

Gesamtspieldauer: 45:05




„Eyes Open“ heißt das vierte Studio-Album der Nordirischen / Schottischen Band Snow Patrol. Veröffentlicht wurde die Platte im Mai 2006 auf dem Musiklabel Fiction Records. Es hatte einige Umbesetzungen im Band Line-Up von Snow Patrol gegeben. So hatte der bisherige Bassist Mark McClelland Snow Patrol verlassen und war durch Paul Wilson ersetzt worden. Auch Keyboarder Tom Simpson hört man auf „Eyes Open“ zum ersten Mal. Insgesamt sechs Singles wurden aus dem Album veröffentlicht, wobei „You're All I Have“ und „Chasing Cars“ bis in die Top Ten der britischen Charts kletterten. Das letztgenannte Lied, „Chasing Cars“, trägt wohl auch zu dem großen Erfolg des Albums einen nicht unerheblichen Teil bei. Das Lied wurde während des Finales des zweiten Staffel der amerikanischen Krankenhaus-Serie „Grey's Anatomy“ gespielt und verkaufte sich anschließend über fünf Millionen Mal. Der Titel hielt sich insgesamt 166 Wochen in den britischen Singles Charts, länger als jedes andere Lied zuvor. Weltweit wurden von dem gesamten Album bisher sechs Millionen Kopien verkauft.

Auf „Eyes Open“ hört man eingängigen Rock, mit einem starken Einschlag hin zum Pop. Alles, wirklich alles auf „Eyes Open“ klingt harmonisch und melodiös. Kaum ein Lied ist dabei, welches nicht gleich beim ersten Mal des Hörens ins Ohr geht. Dabei sind das erwähnte „Chasing Cars“, „Shut Your Eyes“, „You Could Be Happy“, „Set The Fire To The Third Bar“ und „Open Your Eyes“ richtiggehende Ohrwürmer. Alles klingt irgendwie ruhig und sehr eingängig auf „Eyes Open“. Dazu trägt nicht nur der sanfte und samtige Gesang des Gary Lightbody bei, sondern auch jede Menge Streicher, die an vielen verschiedenen Stellen des Albums ihren Auftritt haben und alles noch ein wenig lieblicher klingen lassen.

Ein Lied zu finden, welches nicht mit diesen Charakteristika ausgestattet ist, gestaltet sich schwierig, beziehungsweise ist das unmöglich, da wirklich kein Titel großartig gegenüber dem anderen abfällt. Diese Platte dann allerdings unter der Überschrift „Alternative Rock“ einzugruppieren, wie dies häufig geschieht, scheint einigermaßen verfehlt bis völlig unangebracht. Eher geht das Ganze in die Richtung Soft Rock bis eben Pop, was an sich garantiert auch nichts Schlechtes bedeuten muss. Allerdings sollte hier auch erwähnt werden, dass das Album insgesamt sehr glatt klingt. Alles ist eben auf diese durchaus immer vorhandene Eingängigkeit hin getrimmt worden. Ein paar Ecken und Kanten hätten der Platte allerdings auch gut zu Gesicht gestanden. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Fazit: Unter der Überschrift „Pop“ lässt sich „Eyes Open“ sehr gut eingruppieren und stellt wahrlich ein sehr überzeugendes Album dar. Mit Alternative Rock, was man in Verbindung von Musik und Snow Patrol auch immer wieder lesen kann, damit hat „Eyes Open“ allerdings gar nichts zu tun. Wenn Rock, dann schon Soft Rock. Aber egal, die Lieder auf dem Album gehen gut ins Ohr und wissen zu überzeugen und auch sehr zu unteralten. Wer auf sanfte und melancholische Musik steht, die oder der wird viel Spaß mit „Eyes Open“ haben. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Chasing Cars, Shut Your Eyes, Set The Fire To The Third Bar



Sonntag, 30. Oktober 2016

Simple Minds – Street Fighting Years




Simple Minds – Street Fighting Years


Besetzung:

Jim Kerr – vocals
Charlie Burchill – acoustic & electric guitars
Mick MacNeil – piano, accordion, keyboards


Gastmusiker:

John Giblin – fretted and fretless bass guitar
Stephen Lipson – bass guitar, producer
Mel Gaynor – drums
Manu Katché – drums
Stewart Copeland – drums
Lou Reed – vocals on "This Is Your Land"
Lisa Germano – violin
Lorna Bannon – backing vocals
Maureen Kerr – penny whistle, bodhran
Sidney Thiam, Abdul M'boup, Leroy Williams – percussion
William Lithgow, Sheena McKenzie – cellos
Roger Sharp – bagpipes
John Altman – orchestral arrangements


Label: A&M Records


Erscheinungsdatum: 1989


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. Street Fighting Years (6:26)
2. Soul Crying Out (6:07)
3. Wall Of Love (5:20)
4. This Is Your Land (6:22)
5. Take A Step Back (4:23)
6. Kick It In (6:11)
7. Let It All Come Down (4:56)
8. Mandela Day (5:45)
9. Belfast Child (6:42)
10. Biko (7:34)

Bonus Track der CD Ausgabe des Albums:

11. When Spirits Rise (2:01)

Gesamtspieldauer: 1:01:51




„Street Fighting Years“ heißt das achte Studioalbum der schottischen Rock Band Simple Minds. Veröffentlicht wurde das Album im Mai 1989 auf dem Musiklabel A&M Records. Mit dem Titel „Don't You (Forget About Me)“, enthalten auf dem Soundtrack zum 1985 erschienen Film „The Breakfast Club“ und dem im selben Jahr veröffentlichten siebten Album „Once Upon A Time“, hatten die Simple Minds weltweit endgültig den Durchbruch geschafft. „Street Fighting Years“ sollte nun daran anknüpfen und dazu wurde extra Trevor Horn als Produzent engagiert, der mit den Buggles und auch Yes bereits Erfolge gefeiert hatte. Und die Platte wurde auch sehr erfolgreich, erreichte jeweils die ersten Plätze der Charts in Deutschland, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden, der Schweiz und Italien. In den USA allerdings kletterte die Platte lediglich bis auf Platz 70 der Charts, konnte beim amerikanischen Publikum nicht so überzeugen wie noch der Vorgänger.

Auf „Street Fighting Years“ gibt es eingängigen Pop bis Rock zu hören, immer melodiös, manchmal sanft, manchmal etwas rauer, jedoch fast immer mit einer Melodie ausgestattet, die sich im Ohr der Hörerin beziehungsweise des Hörers zu verankern versteht. Das bekannteste Lied der Scheibe heißt „Belfast Child“. Die Musik des Titels wurde dem irischen Folk-Song „She Moved Through The Fair“ entnommen, der Text handelt laut Jim Kerr vom Wahnsinn, der Traurigkeit und der Leere, die der Nordirland-Konflikt bei den dort lebenden Menschen hinterlässt. Eine schöne und ergreifende Nummer, die ebenfalls Platz 1 erreichte, dieses Mal in den britischen Single-Charts.

Auf „Street Fighting Years“ findet sich auch die Cover-Version zu Peter Gabriels „Biko“. Diese klingt im Original etwas gelungener, dies mag aber die- oder derjenige anders sehen, die oder der diese Version vor dem Original kennenlernte. Dass sich gerade dieser Titel auch mit auf der Platte befindet wundert jedoch keineswegs, denn die Scheibe ist angefüllt mit politischen Aussagen und Statements zu sozialen Problemen. Musikalisch sehr gelungen ist dazu noch der Titeltrack, gleich das erste Lied des Albums. Nun, Ausfälle gibt es allerdings sowieso nicht zu beklagen, sodass Freunde des rockigen Pops beziehungsweise poppigen Rocks durchaus auf ihre Kosten kommen dürften.

Fazit: „Street Fighting Years“ von den Simple Minds ist ein sehr abwechslungsreiches und unterhaltsames Album geworden. Die Titel auf der Scheibe gehen allesamt gut ins Ohr, die musikalischen Stimmungen variieren genau wie die Arrangements, wodurch jede Menge Abwechslung garantiert ist. Die textlichen Aussagen auf „Street Fighting Years“ sind meist etwas anklagend und vielleicht manchmal etwas zu „Simple“ gestrickt. Trotzdem macht das Album Spaß. Neun Punkte.

Anspieltipps: Street Fighting Years, Belfast Child