„Famous Last Words“ heißt das zwölfte Studioalbum des schottischen Musikers Al Stewart. „Famous Last Words“ wurde am 21. September 1993 ursprünglich auf dem Plattenlabel EMI veröffentlicht. Anders als der Name des Albums vielleicht andeuten könnte, war die Platte noch nicht das letzte Album des Al Stewart. Vier weitere Platten folgten bisher noch und mit „Sparks Of Ancient Light“ im Jahr 2008 dann wohl wirklich das letzte Album des Schotten.
Auf „Famous Last Words“ hört man oft jenen Sound, für den Al Stewart bereits seit Beginn seiner Karriere steht. Sanfte Lieder, angesiedelt irgendwo zwischen Pop und Folk und immer schnell ins Ohr gehend. Doch Al Stewart variiert auf diesem zwölften Album dann doch etwas mehr. Mal klingt es ein wenig rockiger, dann wieder grooviger, schließlich hört man auch mal eine spanische Gitarre. Akkordeon, Saxophon und diverse Streicher haben ihren Auftritt und sorgen zusätzlich für einiges an Abwechslung auf diesem Album.
Für eingängige Melodien stand der Schotte schon immer. Und diese findet man auch auf „Famous Last Words“. Besonders gelungen klingen hier die Titel „Angel Of Mercy“, „Peter On The White Sea“ und „Charlotte Corday“. Letztgenannter Titel entstand aus einer Zusammenarbeit mit Tori Amos und ist vielleicht der Höhepunkt der ganzen Platte. Dieses Zusammenspiel von Akkordeon und Piano klingt wahrlich einnehmend.
Und der Rest des Albums? Nun, das sind bewährte Lieder im Stile des Al Stewart. Das gefällt mal mehr, mal weniger, reine Geschmackssache eben. Der etwas unbeholfene Gesang des Schotten zieht sich durch die ganze Platte, gehört aber eben auch zur Musik des Al Stewart. Richtige Ausfälle gibt es keine zu beklagen, bis auf die drei genannten Titel und mit Abstrichen noch das über achtminütige „Trains“ klingt der Rest allerdings auch nicht mehr großartig mitreißend.
Fazit: Al Stewart Fans wird „Famous Last Words“ sicherlich zusagen. Die Abwechslung auf dem Album überzeugt allerdings auch die etwas neutralere Zuhörerin. Im Vergleich zu den Veröffentlichungen der vorangegangenen Jahre klingt „Famous Last Words“ sehr viel spannender, zum Teil auch eingängiger und überzeugender als die Platten unmittelbar davor. Neun Punkte.
Anspieltipps: Angel Of Mercy, Peter On The White Sea, Charlotte Corday
„Last Days Of The Century“ nannte der schottische Musiker Al Stewart sein bereits elftes Studioalbum. „Last Days Of The Century“ erschien am 24. August 1988 ursprünglich auf dem Plattenlabel Enigma und wurde später auf Parlophone wiederveröffentlicht. Interessant ist dabei in den Liner Notes zu lesen, dass Tori Amos bei den Liedern „Last Days Of The Century“ und „Red Toupée“ im Hintergrundgesang zu hören ist. Man sollte diesbezüglich die Lieder auch laut hören. Trotzdem erkennt man Tori Amos kaum.
Al Stewart klang immer dann gut, wenn er sich im Bereich des Folk bewegte, in dem er zu Beginn seiner Karriere auch sehr verwurzelt war. Im Laufe der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts sprang der Musiker dann (wie viele andere Bands, Musikerinnen und Musiker) auf den „Elektro-Zug“ auf. Die Musik wurde einerseits poppiger und andererseits sehr viel mehr vom Synthesizer dominiert.
Sehr schön kann man das auch auf „Last Days Of The Century“ hören. Hier gibt es poppige Stücke zu hören und solche, die dann doch zumindest etwas mehr im ursprünglichen Genre des Al Stewart verwurzelt sind. Selbst bei diesen hört man zwar eine poppige Attitude heraus, was häufig am Schlagzeug oder Keyboard und dessen Rhythmusmöglichkeiten liegt. Trotzdem macht es hier noch etwas mehr Spaß zuzuhören. Von daher wäre mein Höhepunkt des Albums auch das Lied „Where Are They Now“.
Möchte man Al Stewart mit reinem Folk hören, so muss man bis zum letzten Lied, der Instrumentalnummer „Ghostly Horses Of The Plain“ warten. Doch die Ansätze dazu gibt es immer wieder, wenn sie dann auch durch poppige Anwandlungen leider etwas „zerstört“ werden.
Fazit: Al Stewart war immer dann gut, wenn er zu seiner Gitarre griff, schöne Melodien erfand und dazu mit seiner sanften Stimme sang. English Folk. In diesem Fall sogar Scottish Folk. Der ganze Pop überzeugt nicht mehr. Somit hört man auf „Last Days Of The Century“ noch ein paar schöne Ansätze, doch restlos überzeugen kann das Album längst nicht mehr. Sieben Punkte.
Anspieltipps: Where Are They Now, Ghostly Horses Of The Plain
„Russians & Americans“ heißt das zehnte Studioalbum des schottischen Musikers Al Stewart. Das Album wurde ursprünglich im Mai 1984 auf dem Plattenlabel RCA Records veröffentlicht. Auf dem Album sind noch einige der Musiker seiner kurzlebigen Begleitband Shot In The Dark zu hören. Ergänzt wurden sie durch Studiomusiker. „Russians & Americans“ ist das letzte Al Stewart Album, welches sich wenigstens noch in Großbritannien in den Charts platzieren konnte. Hier erreichte es noch mal Platz 83.
Auf dem Album hört man sehr typische Al Stewart-Musik. Meist eher sanft und warm gehalten, dazu der unverwechselbare Gesang des Schotten. Geändert hat sich zu früheren Veröffentlichungen die Instrumentierung. Al Stewart zollte der Zeit Tribut und so hört man sehr viele elektronische Klänge auf dem Album, welches nur noch wenig an seine folkigen Töne und Stücke zu Beginn seiner Karriere erinnern. Die Musik spielt sich nun sehr viel mehr im Pop ab, streift manches Mal sogar den Rock. Trotzdem ist die Al Stewart Musik noch eindeutig zu vernehmen, nur eben an die Zeit angepasst.
Man kommt nie in Versuchung ein Lied überspringen zu müssen, alles klingt ganz nett bis gut. Höhepunkt ist für mich das Stück „Cafe Society“, eine Nummer mit viel Pianoklängen und Saxophon, welches sich deutlich vom Rest der Platte abhebt. Im Grunde kein typisches Al Stewart Lied, zumindest deutlich weniger als der Rest der Platte. Ob es daran liegt, dass man sonst alles bereits von Al Stewart gehört zu haben glaubt? Keine Ahnung, aber diese leicht rockende Nummer groovt klasse.
Fazit: Auf seinem zehnten Album transformiert Al Stewart seinen Folk in die Genres des Pop und des Rock. Es bleibt unverwechselbare Al Stewart Musik, doch irgendwie punktet der Schotte auf „Russians & Americans“ dann am meisten, wenn er mal anders klingt. Für Al Stewart Fans selbstverständlich ein Muss. Acht Punkte.
„Live At The Roxy Los Angeles 1981“ heißt das erste Live-Album des schottischen Musikers Al Stewart mit vollem Titel. Es wurde ursprünglich als Doppel-LP mit einer Seite Studioaufnahmen veröffentlicht. Die fünf Studio-Lieder dieser ersten Schallplattenseite wurden später in Form von Bonus-Tracks der Wiederveröffentlichung von „24 Carrots“ angehängt. Das Album wurde mit Al Stewarts Begleitband zur damaligen Zeit „Shot In The Dark“ eingespielt, die ursprünglich auf dem Cover jedoch keine Erwähnung fand. In der Anmoderation des Konzertes werden sie aber vor dem ersten Lied erwähnt. Es ist die zweite und gleichzeitig letzte Zusammenarbeit von Al Stewart und Shot In The Dark.
Auf diesem Live-Album hört man eine Zusammenstellung der bis dahin bekanntesten Titel des Al Stewart. Im Grunde genommen ist dies eine Art „Best-Of-Album“ der 70er Jahre des Musikers. Man hört die sanfte Musik des Al Stewart, dem Saxophon wird eine schöne und größere Rolle eingeräumt und schließlich klingen einzelne Lieder auch ein wenig rockiger als im Original – jedoch nicht zu sehr und nur phasenweise.
Wer die vorherigen Platten des Al Stewart bereits kennt, benötigt diese Ausführungen der Lieder nicht mehr. Das Publikum spielt auf dem Album die Rolle der Applaudierer, ohne sonst weiter großartig in Erscheinung zu treten. Höhepunkte sind die Lieder „Roads To Moscow“ sowie „Year Of The Cat“, was sie auch auf den entsprechenden Studioalben sind. Alles nett und schön anzuhören, ebenso die restlichen neun Titel, wobei Al Stewart bei „Clarence Frogman Henry“ lediglich redet.
Fazit: Wer die Musik des Al Stewart mag, kann hier bedenkenlos zugreifen. Wer alle Lieder bereits kennt, kann sich dies sicherlich sparen, denn es passiert nicht viel Neues. Aber Komplettisten werden hier sicherlich trotzdem zugreifen, wenn sie alles von „ihrem“ Lieblingsmusiker besitzen möchten. Sieben Punkte.
„24 Carrots“ heißt das neunte Studioalbum des schottischen Musikers Alastair Ian Stewart, der sehr viel besser mit seinem gekürzten Vornamen Al Stewart bekannt ist. „24 Carrots“ erschien am 20. August 1980 auf dem Plattenlabel RCA Records. Es ist das erste Album des Schotten, welches er mit seiner neuen Begleitband Shot In The Dark aufnahm, die auch auf dem Frontcover Erwähnung findet. Mit den Liedern „Midnight Rocks“, „Mondo Sinistro“ und „Paint By Numbers“ wurden insgesamt drei Singles aus dem Album ausgekoppelt.
Auf „24 Carrots“ hört man eine Mischung aus Pop und Rock, zu der Al Stewart mit seiner sanften Stimme singt. Die Lieder des Albums bewegen sich noch nicht im Bereich des Synthie-Pops, der Anfang der 80er Jahre groß in Mode kam. Für Al Stewart-Verhältnisse wird sogar überraschend viel auf dem Album gerockt. Weltbewegend klingt das allerdings freilich nicht mehr. Ein richtiger Ohrwurm fehlt der Platte, wenn auch die Lieder allesamt schnell ins Ohr gehen. Jedoch bleiben sie dort nicht allzu lange hängen.
Besonders lohnenswert klingen das rockige „Constantinople“, und das sich daran anschließende „Merlin‘s Time“. In diesem Lied knüpft Al Stewart nochmals an seine musikalische Vergangenheit an, da diese Nummer sich durchaus auch auf den ersten Alben des Schotten hätte befinden können. Freundinnen und Freunden der Musik des Al Stewart, die dessen Werdegang seit Beginn seiner Karriere verfolgen, dürfte mit diesem Lied das Herz aufgehen. Sanft und folkig geht „Merlin‘s Time“ mit schöner Melodie dann doch längerfristig ins Ohr und setzt sich fest. Ebenfalls lohnenswert ist das abwechslungsreiche „Rocks In The Ocean“.
Fazit: Mit fester Begleitband ausgestattet klingt die Musik des Al Stewart manchmal deutlich rockiger, als noch zu Beginn seiner Karriere. Das hört sich ganz nett an, doch Rock können andere Musiker einfach besser. Trotzdem ist „24 Carrots“ kein schlechtes Album geworden. Für Al Stewart Fans ist die Scheibe sowieso Pflicht. Alle jedoch, die sich in die Musik des Schotten erst einmal einhören möchten, sollten dagegen lieber zu früheren Werken greifen. Acht Punkte.
Al Stewart – Times Passages Besetzung: Al Stewart – vocals, guitar, keyboards Gastmusiker: Peter White – guitars, lead guitar (Tracks 1, 2 and 9), keyboards, accordion Peter Robinson – piano and organ on Track 2 Peter Solley – synthesizer on Track 6 Peter Wood – keyboards, organ, piano Tim Renwick – electric guitar, lead guitar (Tracks 3, 4, 5 and 6) Robin Lamble – bass guitar Mark Goldenberg – rhythm guitar on Track 2 Phil Kenzie – alto saxophone on Tracks 1 and 8 Stuart Elliott – drums (except Track 2) Jeff Porcaro – drums on Track 2 Al Perkins – pedal steel guitar Bill Linnane – guitar Art Tripp lll, Lindsey Elliott – percussion Brian Huddy – background vocals Joe Puerta – background vocals David Pack – background vocals James R. West – background vocals Krysia Kristianne – background vocals Jeff Borgeson – background vocals Andrew Powell – orchestration Label: Warner Music Erscheinungsdatum: 1978 Stil: Folk, Rock, Pop Trackliste: 1. Time Passages (6:41) 2. Valentina Way (4:04) 3. Life In Dark Water (5:49) 4. A Man For All Seasons (5:50) 5. Almost Lucy (3:43) 6. The Palace Of Versailles (5:19) 7. Timeless Skies (3:36) 8. Song On The Radio (6:22) 9. End Of The Day (3:11) Gesamtspieldauer: 44:38
„Time Passages“ nannte der englische Musiker Al Stewart sein achtes Studio-Album. Es erschien im September des Jahres 1978 auf dem Plattenlabel RCA Records und wurde später bei Warner Music wiederveröffentlicht. Es ist die dritte Scheibe des Al Stewart, die nach den Platten „Modern Times“ (1975) und „Year Of The Cat“ (1976) von Alan Parsons produziert wurde. „Time Passages“ wurde in der Karriere des Al Stewart verkaufstechnisch gesehen sein zweiterfolgreichstes Album. Das Titellied kletterte bis auf Platz 7 der US Billboard Charts und das Album erreichte in den USA Platin- und in Großbritannien Silber-Status.
Alle Zutaten eines Al Stewart-Albums sind auch auf „Time Passages“ enthalten. Musik mit akustischer Gitarre, wozu Al Stewart seine Geschichten erzählt. Trotzdem ist „Time Passages“ anders geworden, denn diese gerade erwähnten Momente sind deutlich rarer geworden. „Time Passages“ klingt sehr viel poppiger, als noch viele der Vorgängeralben. Alle Lieder verfügen über eine gewisse einfache Eingängigkeit, soll heißen, man muss sich diese Musik nicht erst großartig erschließen. Und da „Year Of The Cat“ so erfolgreich war, hat Al Stewart die Instrumentierung von diesem Lied gleich mit auf „Time Passages“ übertragen und so hört man auf diesem Album auch öfters den Klang des Saxophons.
Insgesamt ist die Platte auch durch die fast ständige Verwendung der „üblichen“ Rock- und Pop-Instrumente austauschbarer geworden. Die Musik des Al Stewart unterscheidet sich nicht mehr großartig von der, anderer Pop-Bands. Zudem fehlen auf „Time Passages“ auch ein wenig die Höhepunkte. Noch schlimmer sogar. Solch ein Titel wie „End Of The Day“ klingt nach Ambient-Fahrstuhlmusik oder Easy Listening der Kaufhaus-Hintergrund-Beschallung. Der Höhepunkt der Platte heißt „Life In Dark Water“. Ein spannender Titel, der eine eher dunkle Atmosphäre verströmt. Ansonsten klingt einiges „ganz nett“, einiges jedoch auch belanglos und langweilig.
Fazit: „Time Passages“, das achte Studio-Album des Briten Al Stewart, kann insgesamt nicht mehr so überzeugen, wie noch seine Vorgänger. Vieles auf dieser Platte klingt austauschbar und auch mal uninteressant. Ein wenig scheint sich Al Stewart hier dem Massenmarkt anzubiedern. Der Erfolg sollte ihm Recht geben, trotzdem fehlt dieses Album in den Listen der besten Alben des englischen Musikers. Sieben Punkte.
Al Stewart – Year Of The Cat Besetzung: Al Stewart – vocals, guitar, keyboards Gastmusiker: Peter White – guitar, keyboards Tim Renwick – guitar Peter Wood – keyboards Don Lobster – keyboards George Ford – bass Stuart Elliott – drums, percussion, background vocals Andrew Powell – string arrangements Bobby Bruce – violin Marion Driscoll – triangle Phil Kenzie – alto saxophone David Pack – background vocals John Perry – background vocals Tony Rivers – background vocals Graham Smith – harmonica Label: Warner Music Erscheinungsdatum: 1976 Stil: Folk, Rock Trackliste: 1. Lord Grenville (5:06) 2. On The Border (3:23) 3. Midas Shadow (3:12) 4. Sand in Your Shoes (3:05) 5. If It Doesn’t Come Naturally, Leave It (4:34) 6. Flying Sorcery (4:23) 7. Broadway Hotel (3:59) 8. One Stage Before (4:41) 9. Year Of The Cat (6:49) Gesamtspieldauer: 39:15
„Year Of The Cat“ nannte der Engländer Al Stewart sein siebtes und bisher auch erfolgreichstes Studio-Album. Produziert von Alan Parsons erschien es im Juli 1976 ursprünglich auf dem Plattenlabel RCA Records und wurde später von Parlophone, einer Tochter der Warner Music, wiederveröffentlicht. Das Album war weltweit erfolgreich und kletterte in den USA sogar bis auf Platz 5 der dortigen Billboard Charts.
„Year Of The Cat“ enthält selbstverständlich auch das Titellied „Year Of The Cat“, der wohl bekannteste Titel des Al Stewart. Nicht zuletzt dieses Lied trug auch mit zum Erfolg des Albums bei. Dabei steht dieser Titel stellvertretend für viele der Lieder auf „Year Of The Cat“. Man hört hier eingängigen und sehr melodiösen Folk bis Pop-Rock, der nun deutlich aufwendiger instrumentiert ist, als auf vielen anderen Al Stewart-Platten. Nicht mehr nur – wie so häufig – Gesang und Gitarre, sondern mehrere Gitarren, Orgel, Streicher, Piano, Saxophon und mehr gibt es jetzt zu hören. Das Ganze zu einem sehr melodischen Ganzen zusammengesetzt, von Alan Parsons perfekt produziert und fertig war das Erfolgsalbum des Al Stewart.
Höhepunkte der Platte sind die Titel „On The Border“, „One Stage Before“ und eben jenes „Year Of The Cat“. Gerade diese drei Lieder sind es, die so wunderschön ins Ohr gehen, den Charakter des Ohrwurms besitzen, ohne dabei penetrant zu werden. Allerdings lässt sich auch der Rest der Scheibe wahrlich sehr gut hören, denn Ausfälle gibt es glücklicherweise keine auf „Year Of The Cat“. Selbstverständlich sollte man jedoch mit der etwas monotonen Stimme des Al Stewart kein Problem haben, um die Scheibe wirklich genießen zu können. Dann wirkt und klingt alles und lohnt gehört zu werden.
Fazit: Ein sehr eingängiges Album ist „Year Of The Cat“, das siebte Studio-Album des Al Stewart geworden. Es ist nicht weiter überraschend, dass dies auch seine erfolgreichste Platte wurde, denn in diese Musik kann man völlig eintauchen, sie ist massenkompatibel ohne dabei anbiedernd zu klingen. Schöne und unaufgeregte Musik, die gut unterhält. Zehn Punkte.
Anspieltipps: On The Border, One Stage Before, Year Of The Cat
Al Stewart – Zero She Flies Besetzung: Al Stewart – guitar, keyboards, vocals Gastmusiker: Louis Cennamo – bass Gerry Conway – drums Pete Gavin – drums Steve Gray – guitar Tim Hinkley – keyboards Trevor Lucas – guitar Label: CBS Records Erscheinungsdatum: 1970 Stil: Folk Trackliste: 1. My Enemies Have Sweet Voices (5:14) 2. A Small Fruit Song (2:02) 3. Gethsemane, Again (5:28) 4. Burbling (3:19) 5. Electric Los Angeles Sunset (3:47) 6. Manuscript (4:45) 7. Black Hill (1:22) 8. Anna (1:47) 9. Room Of Roots (3:52) 10. Zero She Flies (5:35) Gesamtspieldauer: 37:16
Alles wie gehabt könnte man sagen, wenn man das dritte Album des Meisters der leisen Töne, Al Stewart, hört. „Zero She Flies“ heißt diese Scheibe und erschien im April 1970 auf dem Plattenlabel CBS Records. Darauf zu hören ist einmal mehr sehr sanfter und zurückhaltender British Folk, der zwar auch mal einen ganz kleinen Ausflug in Richtung US-amerikanische Musik nimmt, ansonsten jedoch überwiegend bei seinen Wurzeln bleibt.
Das Album beginnt mit dem Titel „My Enemies Have Sweet Voices“. Und dies ist gleich jenes, welches etwas anders klingt, als der typische Al Stewart Song. Sehr viel Mundharmonika lässt automatisch Reminiszenzen an die US-amerikanische Country- und Western-Music aufkommen. „Schuster bleib bei Deinen Leisten!“ möchte man Al Stewart fast zurufen, denn die Nummer ist zum einen nicht typisch für diese Platte, zum anderen ist sie auch deren schwächstes Lied. Doch schon mit dem nächsten kurzen Titel, „A Small Fruit Song“, wird man wieder versöhnt. Bis ganz zum Schluss wird man mit wunderschönen akustischen Gitarrenklängen umgarnt, um gegen Ende von der Liebesbeziehung eines Apfels zu einer Orange zu erfahren. Nebenbei bemerkt ist auch das Album-Cover eine weitere Skurrilität. Was sich Al Stewart wohl dabei dachte, lediglich seinen Kopf in all dem Gestrüpp zu zeigen? Man wird es wohl nie erfahren.
Es reiht sich im weiteren Verlauf eine schöne Akustik-Nummer an die nächste. Ab und an gibt es im Hintergrund mal eine E-Gitarre zu hören und mit den Liedern „Burbling“ und „Room Of Roots“ sind auch zwei Instrumentalstücke mit auf „Zero She Flies“ enthalten. Alles klingt lieb, nett, sanft, melodiös und eingängig. Eine kleine Ausnahme befindet sich noch am Ende des Albums mit dem Titellied. Das Lied steigert sich und wird gegen Ende hin sogar richtiggehend rockig. Genauso wie der Opener des Albums so steht auch diese Nummer nicht stellvertretend für „Zero She Flies“, sondern stellt eine Ausnahme dar. Und auch wenn sich keine außergewöhnlichen Ohrwürmer mit auf diesem Album befinden, so unterhält die Musik doch und hat mit dem bereits erwähnten „A Small Fruit Song“, dem kurzen „Anna“ sowie dem Instrumentallied „Room Of Roots“ ihre Höhepunkte.
Fazit: Wer Folk Musik mag, wird auch „Zero She Flies“ mögen. Zumeist ist die Musik eine sehr ruhige, nur selten, wie beim Titellied, klingt es ein klein wenig rockiger oder etwas nach Country, wie beim Opener. Ansonsten bleibt sich Al Stewart treu, entwickelt auf seiner akustischen Gitarre sanfte Lieder, zu denen er seine kleinen Geschichten erzählt. Unaufgeregt. Neun Punkte.
Anspieltipps: A Small Fruit Song, Anna, Room Of Roots
Al Stewart – Love Chronicles Besetzung: Al Stewart – vocals, guitar Gastmusiker: Jimmy Page – guitar on “Love Chronicles“ Simon Breckenridge (pseudonym for Simon Nicol) – guitar Mervyn Prestwyck (pseudonym for Richard Thompson) – guitar Brian Brocklehurst – bass Harvey Burns – drums Martyn Francis (pseudonym of Martin Lamble) – drums Brian Odgers – bass John Paul Jones – bass on “Love Chronicles“ Ashley Hutchings – bass Label: Warner Music Erscheinungsdatum: 1969 Stil: Folk Trackliste: 1. In Brooklyn (3:43) 2. Old Compton Street Blues (4:26) 3. The Ballad Of Mary Foster (8:02) 4. Life And Life Only (5:49) 5. You Should Have Listened To Al (3:02) 6. Love Chronicles (18:04) Gesamtspieldauer: 43:09
„Love Chronicles“ heißt das zweite Album des Engländers Al Stewart und es ist gleich in mehrerer Hinsicht eine bemerkenswerte Platte geworden. Das Album erschien im September des Jahres 1969 auf dem Plattenlabel CBS Records und war das erste und einzige der ersten vier Alben des englischen Musikers, welches auch in den USA veröffentlicht wurde. Dazu hatte sich auch die Instrumentierung deutlich gegenüber dem zwei Jahre zuvor erschienenen Debut-Album „Bedsitter Images“ verändert. Es gab kein Orchester mehr, welches den Sound stark beeinflusste. Zu hören sind jetzt Al Stewart mit seinem Gesang und seiner akustischen Gitarre. Dazu erklingen Bass, zumeist ein sanftes Schlagzeug, der Sound einer E-Gitarre, die Soli spielt und damit Lücken füllt sowie ab und an eine Orgel.
Beim Einspielen der Platte erhielt Al Stewart tatkräftige Unterstützung bekannter Musiker. So spielt Jimmy Page die E-Gitarre beim Titellied „Love Chronicles“. Des Weiteren sind vier Mitglieder der Fairport Convention auf dem Album zu hören: Bassist Ashley Hutchings, Gitarrist Simon Nicol (aufgeführt als „Simon Breckenridge“), Schlagzeuger Martin Lamble (angegeben als „Martyn Francis“) und Gitarrist Richard Thompson (aufgeführt als „Marvyn Prestwick“). Ansonsten hat sich wenig geändert an der Musik des Al Stewart. Es gibt britischen Folk zu hören, der sehr melodiös und sanft klingt. Dabei sind die Lieder an jeder Stelle eingängig, alles klingt harmonisch und geht ins Ohr. Wer allerdings „Abrocken“ möchte, ist definitiv schlecht mit „Love Chronicles“ bedient. Die Musik fließt dahin, ohne jegliche Aufregung zu erzeugen. So manche Hörerin oder Hörer könnte dies auch mit „langweilig“ umschreiben.
Nun, schließlich kommt der letzte Titel des Albums. Es ist das Titellied „Love Chronicles“, gleichzeitig mit über achtzehn Minuten Spieldauer auch die längste Nummer der Platte. Das Lied ist aus zweierlei Gründen erwähnenswert. Zum einen ist da der Text. „Love Chronicles“ ist angeblich das erste Lied, in dem ein Sänger oder eine Sängerin das Wort „fucking“ in den Mund nimmt. Dies alleine sorgte schon mal für einen Eklat Ende der 60er Jahre. Zum anderen ist dieser Titel ziemlich einfach strukturiert und wiederholt fast nur ein einziges kurzes Thema über eine Laufzeit von über achtzehn Minuten. Dies in Kombination mit der wenig variierten Stimme des Al Stewart erfordert viel Durchhaltevermögen und Toleranz von der Hörerin beziehungsweise vom Hörer. Beim Hören hat man zwischenzeitlich wahrlich das Gefühl sich selbst Ohrfeigen zu müssen, nur um festzustellen, ob man noch wach ist oder gar noch lebt. Al Stewart erzählt in diesem Lied von seinen gemachten Erfahrungen zum Thema „Liebe“ – und dies in epischer Breite. Da braucht man wahrlich Sitzfleisch, um dies durchzustehen. Unglaublich auch, wie er diesen Text auswendig lernen konnte, den ich hier mit angeführt habe. Allerdings entzieht es sich meiner Kenntnis, ob der englische Musiker dieses Lied jemals live auf der Bühne spielte und ob er dabei nicht den Text vom Blatt ablas.
I can remember the first girl that I did love
It was Stephanie
In kindergarten arithmetic classes she used to
Sit next to me
I'd pass her sticky sweets under the table
Where the teacher couldn't see
Although she wouldn't remember me now
Sometimes I wonder where she can be
I can remember the first girl I kissed
It was Christine when I was ten
I'd been told we were moving away
I thought I'd never see her again
Oh don't forget me
I'll be back when they let me
Before you learn how to lie when you're leaving
Love is so much easier then
And at school would you believe three hundred boys
And no girls at all
But you're a fool if you should leave
Just think of the joys of rugby football
And prep in the morning and Brylcreem and acne
And cross-country running to kill evil thoughts
I'm surprised that I survived
I ran ten thousand miles with my back to the wall
I can remember the first girl that I made love to
It was in a park
In the lower pleasure gardens in Bournemouth
In summer just after dark
My mind was reeling: Oh what a feeling.
I missed the bus and walked twelve miles home
And it really didn't seem far
And all through my seventeenth summer
Running together from crowds and ties
Taking our clothes off and feeling each other
With fingers and senses and mouths and eyes
Incurring the glances of old disapproval
From elderly local inhabitant's eyes
Oh time, time we hardly even knew you
You didn't touch us with your lies
In the halcyon days of my late adolescence
My goal seemed clearly in sight
Playing electric guitar with a beat group
We set the ballrooms alight
Camping it up for the dyed blonde receptionists
Who told us we were al-ri-yi-yight
On an ego trip for a teenage superstar
On thirty shillings a nigh-yight
And so it fell that I came up to London
To look for fortune and fame
Starry eyed in my seaside successes
And much too sure of the game
First girl I met there I thought I'd get there
But the first girl was nearly the last girl
She left my eyes in the drain
She sat on my floor in the dead of the night
Rolling a joint and looking round for a light
Her clothes were so black and her face was so white
How could I know what was right?
And I sat all huddled upon my bed
Watching her in my innocence
And it was no sense at all, but too much sense
That took me to the bridge of impotence
Oh Artaud's anthology lay spread on the floor
And the thoughts that she gave me,
I'd not met before
And stranded half hypnotised,
I watched her in awe
Of everything that she stood for
And I wanted more than anything to be like her with every sense
But it was no sense at all, but too much sense
That took me to the bridge of impotence
She came over to me and kissed me in play
Taking my hand between her legs as she lay
And she looked in my eyes but I turned them away
Finding no words fit to say
And I hated myself, but could not move
Shattered in my confidence
But it was no sense at all, but too much sense
That took me to the bridge of impotence
Now the stare of the lightbulb tore holes in my brain
As she got up in the silence that hung like a stain
And I wanted to speak, or to call out her name
But how could I begin to explain?
And my prosecuting room still holds
A strand of her hair in evidence
But it was no sense at all, but too much sense
That took me to the bridge of impotence
Oh I still think about her when the night fills with rain
And speaks in its voices uneasy and vain
And I think were I maybe to find her again
Oh I'd probably see her more plain
And I should have known she was just like me
It was after all only common-sense
But it was no sense at all, but too much sense
That took me to the bridge of impotence
But it was no sense at all, but too much sense
That took me to the bridge of impotence
At first I didn't go out much at all
I just stayed at home in my chains
Picking over the threads of my confidence
And searching for the remains
And when I couldn't stand any more of it
Going down to a club
Mixing in with the sounds and the crowds
I let the music cover me up
And only, lonely, the harlequins and painted phonies
Pick their ways, through the haze
Of highs and lows and blues
And all that I could do was to pick my way to you
Though I didn't tell you
You were just a thing to prove
I was hungry when found you, but I'm alright now
They sigh, they lie, the refugees and superheroes
On ice, so nice to see you, what's your name?
And all that I could do was to say the same to you
Take you for the moment, though the moment wasn't true
But I was hungry when I found you and I'm alright now
Though the street lamp cut through the curfew
It shed no light on our mind
It would have been so easy to love you
At any other time
Only, lonely, you came to me the night hung coldly
In your eyes, some other time I might have stayed with you
But all that I could do was to turn around to you
Thanks for what you gave me now it's time to say "Adieu"
I was hungry when I found you but I'm alright now.
Ba ba ba alright now
And so it came that I stood disillusioned
By everything I'd been told
I just didn't believe love existed
They were all just digging for gold
Widows and bankers and typists and businessmen
Loved each other they said
But all it was though was just a manoeuvre
The quickest way into bed
And so I followed the others' example
And jumped into the melee
In the hunting grounds of Earls Court and Swiss Cottage
I did my best to get laid
Beer cans and parties, deb girls and arties
Bouncing around in the social confusion
Missing and making the grade
The very first time I must confess
I thought you'd be like all of the rest
And we'd be strangers once again
By the time we were dressed
But when you'd smoked your cigarette
And talked of some people that we'd met
I found myself asking was it set,
did you have to go yet
And so you laughed and then kissed me
And stayed for the whole weekend
Although the bed was so narrow
We had to sleep end to end
And so the weeks passed through my brain
In their dadaistic chain
I found myself seeing you again, and again and again
And all you gave you gave it free
Asking for nothing back from me
You gave yourself unselfishly as a part of me
And where I thought that just plucking
The fruits of the bed was enough
It grew to be less like fucking
And more like making love
Of all the girls I ever knew
some loved and some denied me
And all the words I ever said
have been no use to hide me
And all the songs I ever sung
each one of them untied me
And all the girls I ever loved
have left themselves inside me
Fazit: Auch wenn man Folk mag, diese Platte des Al Stewart stellt einen auf eine Geduldsprobe. Die Musik ist melodiös und sanft, geht durchaus ins Ohr. Jedoch wird dabei ein Thema immer wieder ausgewalzt, bis es einem zu den Ohren herauskommt. Dies ist nicht nur beim achtzehn minütigen Titellied der Fall. Ein wenig mehr Abwechslung hätte der Platte definitiv gut getan. Zudem hätte ich niemals geglaubt, dass ich einmal behaupten würde, ein gekürztes Lied wäre an dieser Stelle besser gewesen. Doch es ist so, „Love Chronicles“ ist definitiv zu lang geraten. Acht Punkte.
Al Stewart – Bedsitter Images Besetzung: Al Stewart – vocals, guitar, keyboards Gastmusiker: Alexander Faris – conductor, orchestral arrangements Label: Warner Music Erscheinungsdatum: 1967 Stil: Folk Trackliste: 1. Bedsitter Images (3:18) 2. Swiss Cottage Manoeuvres (4:01) 3. The Carmichaels (2:53) 4. Scandinavian Girl (2:35) 5. Pretty Golden Hair (3:39) 6. Denise At 16 (3:19) 7. Samuel, Oh How You've Changed (4:02) 8. Cleave To Me (2:53) 9. A Long Way Down From Stephanie (3:29) 10. Ivich (4:26) 11. Beleeka Doodle Day (7:00) Gesamtspieldauer: 41:40
Das erste Album des britischen Folk-Sängers Al Stewart heißt „Bedsitter Images“ und wurde am 6. April 1967 ursprünglich auf dem Plattenlabel CBS Records veröffentlicht. Im Jahr 2008 erschien das bisher sechszehnte und letzte Album des Al Stewart, der allerdings immer noch Konzerte gibt. Auf „Bedsitter Images“ hört man englischen Folk, Gesang und Gitarre mit jeder Menge Orchester untermalt.
Die Musik des Al Stewart klingt sehr weich, ist immer melodiös und geht ohne großartige Umwege auch sofort ins Ohr. Der Engländer erzählt beziehungsweise singt seine Geschichten mit sehr sanfter Stimme, dazu ertönen weiche akustische Gitarrenakkorde und schließlich erklingen noch viele Orchester-Instrumentierung und runden das warme und weiche Bild ab, welches „Bedsitter Images“ vermittelt. Das klingt immer eingängig, überschreitet allerdings manchmal auch die Grenze zur Überzuckerung, wenn nämlich zu viele Streicher zu viel Puderzucker über die einzelnen Lieder ausschütten. Auch die weiche Stimme des Al Stewart, im Grunde genommen perfekt für diese Art der Musik geeignet, wird auf die Dauer nicht jeder und jedem zusagen. Die Gesangsstimme des Al Stewart wird nur sehr wenig moduliert, klingt somit auf längere Sicht durchaus etwas monoton und einförmig. Die Kritiker von Al Stewart finden seine Musik deutlich zu weichgespült, ein Kritikpunkt, den man durchaus nachvollziehen kann.
Nichtsdestotrotz klingt und wirkt die Musik des Al Stewart. Jedes Lied ist melodiös und angefüllt mit schönen Harmonien. Die Lieder auf „Bedsitter Images“ sind nicht geeignet sich aufzuregen, sondern viel eher, um einen langen und anstrengenden Tag langsam ausklingen zu lassen und sich zu entspannen. Es gibt keine Ausfälle auf diesem Album. Alles, wirklich alles ist im selben Stil gehalten, klingt einheitlich und hört sich unaufgeregt angenehm an. Von daher gibt es im Grunde genommen auch keine wirklichen Höhepunkte, da der Stil vom ersten bis zum letzten Takt durchgezogen wird. Zwei Ausnahmen gibt es allerdings doch. Die Lieder „Denise At 16“ und „Ivich“ sind Instrumentalnummern, während derer lediglich Al Stewart an der Gitarre zu hören ist. Auch diese beiden Lieder sind absolut eingängig und umschwärmen das Ohr und bilden durch den fehlenden Gesang und der ausbleibenden Orchestrierung dann doch eine schöne Abwechslung. Und schließlich sollte an dieser Stelle auch der letzte und längste Titel der Platte, „Beleeka Doodle Day“, Erwähnung finden. Er beginnt mit akustischer Gitarre, der Gesang des Al Stewart setzt ein, schließlich auch Schlagzeug und Orgel. Immer wieder wird das Thema wiederholt, das macht diese Nummer sehr eindringlich und schließlich dann doch zum Höhepunkt auf „Bedsitter Images“. Traurig ist an dem Lied jedoch, dass es ganz am Ende, wenn die Musik ihren Höhepunkt erreicht hat, ziemlich lieblos ausgeblendet wird. Das scheint an der Zeit des Entstehens in den 60er Jahren zu liegen, als solch lange Lieder immer noch etwas Außergewöhnliches darstellten.
Fazit: Eine warme, ruhige und weiche Platte ist das Debut-Album des Al Stewart mit dem Titel „Bedsitter Images“ geworden. Englischer Folk, der überaus melodiös und eingängig klingt. Al Stewart erzählt seine Geschichten, die Musik ist dabei an manchen Stellen etwas überzuckert. Gesang und akustische Gitarre stehen im Vordergrund, das Orchester füllt den Sound auf. Musik zum Entspannen, die einfach, trotz aller Weichheit, irgendwie schön klingt. Zehn Punkte.