Posts mit dem Label Cure The werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Cure The werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 23. Dezember 2018

The Cure – Pornography




The Cure – Pornography


Besetzung:

Robert Smith – vocals, guitar, keyboards ("One Hundred Years", "The Hanging Garden", "Cold", "Pornography"), cello ("Cold")
Simon Gallup – bass guitar, keyboards ("A Strange Day", "Cold", "Pornography")
Lol Tolhurst – drums, keyboards ("One Hundred Years")


Label: Fiction Records


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: Gothic Rock, New Wave


Trackliste:

1. One Hundred Years (6:41)
2. A Short Term Effect (4:22)
3. The Hanging Garden (4:34)
4. Siamese Twins (5:28)
5. The Figurehead (6:15)
6. A Strange Day (5:03)
7. Cold (4:26)
8. Pornography (6:27)

Gesamtspieldauer: 43:19




„Pornography“ heißt das vierte Studioalbum der britischen Gothic Rock- und New Wave Band The Cure. Am 4. Mai im Jahr 1982 erschien das Album auf dem Plattenlabel Fiction Records. Kurz zuvor war die Nicht-Album-Single „Charlotte Sometimes“ veröffentlicht worden. Die Aufnahmen zu Platte gestalteten sich einigermaßen schwierig, was nicht am neuen Produzenten Phil Thornalley lag. Starker Drogenkonsum, Kämpfe untereinander und die Depression des Robert Smith bestimmen den musikalischen wie textlichen Inhalt auf „Pornographie“. Gleichzeitig bildet das Album den Abschluss der frühen dunklen, düsteren musikalischen Phase von The Cure, die 1980 mit „Seventeen Seconds“ begonnen hatte.

Düster und fast schon hoffnungslos klingt Vieles auf „Pornographie“. Bestes Beispiel hierfür ist der Titel „The Figurehead“, auf dem zu sehr dunkler Musik Robert Smith zig Mal wiederholt „I will never be clean again!“. Das klingt nach Endzeit, nach purer Verzweiflung und eben Hoffnungslosigkeit. Sehr viel dieser tristen Atmosphäre wird mit jedem der acht Lieder transportiert, Hoffnungsschimmer lassen sich keine ausmachen, alles versinkt im Grau. Für Leute, die auf den Untergang stehen ist „Pornography“ natürlich ein Feiertag, für alle anderen wird es dagegen schwieriger – deutlich schwieriger.

Jedoch trotz aller Dunkelheit wollen die Titel auf „Pornography“ doch etwas besser ins Ohr gehen, als noch auf dem Vorgänger-Album „Faith“. Die Melodien sind ein wenig eingängiger geraten, auch wenn man kaum in die Situation kommt, diese mitsummen zu wollen. Doch das Gehörte verfestigt sich mehr. Gut gelingt das beim bereits erwähnten „The Figurehead“ und der Nummer „Cold“, die mittels eines wabernden Synthesizer-Teppichs und dem Klang eines Cellos noch mehr hoffnungslose Gänsehaut produziert. Der Titeltrack „Pornography“ ist dagegen ein Parforce-Ritt durch den Untergang. Verwirrend und verstörend und letztendlich dann erlösend, wenn er abrupt endet.

Fazit: Das dritte sehr dunkle Album in einer Reihe ist „Pornography“ geworden. Nach der Veröffentlichung verließ Simon Gallup die Band, die folgenden Platten waren anschließend sehr viel mehr vom New Wave geprägt und klangen deutlich fröhlicher. Ob diesbezüglich ein Zusammenhang besteht, weiß ich nicht. „Pornography“ ist auf alle Fälle für jene Hörerinnen und Hörer gedacht, die Synthesizer-lastigen Gothic Rock mögen, der durchgängige Tristesse verströmt. Wie mag sich das wohl anfühlen, wenn man dieses Album an einem sonnigen Tag am Strand unter grünen Palmen und blauem Himmel hört? Vielleicht setzt dann eine herabfallende Kokosnuss diesem ganzen Widerspruch ein Ende? Wer weiß. Neun Punkte.

Anspieltipps: The Figurehead, Cold



Sonntag, 25. November 2018

The Cure – Faith




The Cure – Faith


Besetzung:

Robert Smith – vocals, guitars, keyboards
Simon Gallup – bass
Lol Tolhurst – drums


Label: Fiction Records


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: Gothic Rock, New Wave


Trackliste:

1. The Holy Hour (4:26)
2. Primary (3:39)
3. Other Voices (4:23)
4. All Cats Are Grey (5:27)
5. The Funeral Party (4:14)
6. Doubt (3:11)
7. The Drowning Man (4:49)
8. Faith (6:43)

Gesamtspieldauer: 36:57




„Faith“ heißt das dritte Studioalbum der britischen Gothic Rock- und New Wave Band The Cure, welches am 14. April 1981 auf dem Plattenlabel Fiction Records veröffentlicht wurde. Die Platte wurde ein kommerzieller Erfolg in Großbritannien, erreichte dort Platz 14 der Album-Charts und hielt sich insgesamt acht Wochen in diesen. Sie wurde auch von den Kritikern überwiegend gut aufgenommen. Die zuvor ausgekoppelte Single „Primary“ erreichte Position 25 der Charts.

„Faith“ klingt düster und dunkel, wie bereits der Vorgänger „Seventeen Seconds“. Diese musikalische Atmosphäre sollte auch noch auf dem Nachfolgealbum „Pornography“ im Mittelpunkt stehen. Die etwas marode Stimmung der Musik, die mal mehr von der Gitarre, mal mehr vom Keyboard dominiert wird, wirkt durch den verzweifelt klingenden Gesang des Robert Smith noch ein wenig intensiver, durchdringender und packender. Und diese einmal eingeschlagene Stimmung auf „Faith“ wird vom ersten bis zum letzten Stück konsequent durchgezogen.

Somit kann das Album auch mehr mit Atmosphäre, denn mit eingängigen Liedern punkten. So richtig bleibt von den Stücken auf „Faith“ nämlich nichts hängen, auch wenn diese ganz bestimmt nicht schlecht oder langweilig klingen. Langeweile könnte jemand bezüglich der vorhandenen Atmosphäre empfinden, denn diese ändert sich über die Laufzeit des Albums nicht. Hat man diese allerdings für sich erschlossen, fällt es sehr viel leichter in die Musik einzutauchen. Diese zeigt bei mir mit den Titeln „The Funeral Party“ und vor allen Dingen „The Drowning Man“ ihre Höhepunkte. Doch das wird sicher jede und jeder wieder ganz anders sehen und vor allen Dingen hören.

Fazit: Ein dunkles Album ist „Faith“ von The Cure geworden, randvoll gefüllt mit eher sanftem Gothic Rock, der selten das Tempo anzieht. Die Stimmung auf der Platte bleibt von Anfang bis Ende eine sehr düstere. Dazu der Gesang des Robert Smith und fertig ist die Platte, die so perfekt in die dunkle Jahreszeit passt und nach den 80ern riecht. Acht Punkte.

Anspieltipps: The Funeral Party, The Drowning Man



Sonntag, 25. Oktober 2015

The Cure – Disintegration




The Cure – Disintegration


Besetzung:

Robert Smith – vocals, guitars, keyboards, 6-string bass
Simon Gallup – bass guitar, keyboards
Porl Thompson – guitars
Boris Williams – drums, percussion
Roger O'Donnell – keyboards, piano
Lol Tolhurst – other instruments


Label: Elektra


Erscheinungsdatum: 1989


Stil: Gothic Rock


Trackliste:

1. Plainsong (5:15)
2. Pictures Of You (7:28)
3. Closedown (4:20)
4. Lovesong (3:30)
5. Last Dance (4:47)
6. Lullaby (4:10)
7. Fascination Street (5:15)
8. Prayers For Rain (6:09)
9. The Same Deep Water As You (9:21)
10. Disintegration (8:23)
11. Homesick (7:10)
12. Untitled (6:26)

Gesamtspieldauer: 1:12:21




Mag die Eine oder der Eine mal Gothic Rock hören? Dann würde ich immer die achte Scheibe von The Cure empfehlen. „Disintegration“ ist so etwas von intensiv, steht dabei sehr überzeugend für dieses musikalische Genre, dass es einem wirklich sehr schwer fällt ein besseres Beispiel zu finden. Es ist schon sehr überzeugend, was die Musiker um Robert Smith hier auf Platte gepresst haben.

Die Musik auf „Disintegration“ ist sehr traurig, sehr schwermütig, sehr düster, dunkel, nachdenklich, depressiv. Und dies alles in einer Art und Weise, die das Herz des Musik-Fans höher schlagen lässt. Auf „Disintegration“ taucht man in eine irgendwie marode geartete Welt ein, die trostlos ist, die darum bettelt, endlich erhört oder befreit zu werden. Dazu gesellt sich dieser Gesang des Robert Smith, der immer traurig, dazu noch manchmal verzweifelt, mal unfassbar enttäuscht, jedoch immer überzeugend und genau zu dieser Musik passend klingt. Hier gibt die Stimme die Stimmung wieder, das ist wahrlich was Besonderes in der heutigen Zeit.

Die Lieder auf „Disintegration“ gehen ins Ohr, breiten sich dort aus und werden nicht selten zu Ohrwürmern, die eine oder einem so schnell nicht mehr loslässt beziehungsweise vergessen werden. Höhepunkte sind für mich das fast schon swingende „Lovesong” und das sehr intensive „Lullaby”, welches so wirkt, als ob es in der psychiatrischen Station eines ganz beliebigen Krankenhauses geschrieben wurde. Und dann gibt es da noch die längste Nummer der Platte, „The Same Deep Water As You“. Das ist durchaus ein Zwischending zwischen New Wave und Gothic Rock, aber so etwas von intensiv und überzeugend. Hier wird keine Atmosphäre transportiert, hier wird Atmosphäre erzeugt, erschaffen. Bei diesem Titel – und nicht nur bei diesem Lied auf dem Album – gibt es diese Redundanzen, in die sich einzutauchen lohnt, die manche Musik zu etwas Besonderem machen.

Fazit: Musik wird immer in bestimmte Genres eingeteilt. Dieses hier heißt Gothic Rock. Und wenn dieses Album „Disintegration“ dieses musikalische Genre wirklich darstellen sollte, dann aber perfekt. Das ist Gothic Rock. Diese Platte sollten niemals Menschen anhören, die traurig sind schon gar zu depressiven Episoden neigen. Alles was negativ ist, das wird hier verstärkt. Trübselige Menschen, haltet Euch von dieser Platte fern! Elf Punkte.

Anspieltipps: Lovesong, Lullaby, The Same Deep Water As You



Mittwoch, 5. August 2015

The Cure – Standing On A Beach – The Singles




The Cure – Standing On A Beach – The Singles


Besetzung:

Robert Smith – vocals, guitar, keyboards, violin
Michael Dempsey – bass
Lol Tolhurst – drums, drum machine, keyboards
Simon Gallup – bass
Matthieu Hartley – keyboards
Goulding – drums
Phil Thornalley – bass
Andy Anderson – drums
Porl Thompson – keyboards
Boris Williams – drums


Label: Fiction Records


Erscheinungsdatum: 1986


Stil: New Wave, Alternative Rock, Gothic Rock


Trackliste:

1. Killing An Arab (2:22)
2. Boys Don't Cry (2:35)
3. Jumping Someone Else's Train (2:54)
4. A Forest (4:53)
5. Primary (3:33)
6. Charlotte Sometimes (4:13)
7. The Hanging Garden (4:21)
8. Let's Go To Bed" (3:33)
9. The Walk (3:28)
10. The Love Cats (3:38)
11. The Caterpillar (3:38)
12. In Between Days (2:56)
13. Close To Me (3:39)

Gesamtspieldauer: 45:44




Dass sich Kompilationsalben auch lohnen können, bewiest diese, unter dem Namen „Standing On A Beach“, im Jahr 1986 erschienene Zusammenstellung der Singles der britischen Band The Cure. Hierbei werden die Jahre 1978 bis 1985 abgedeckt. Auf „Standing On A Beach“ bekommt man zu hören, wie die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts eben auch klingen konnten. Ist das Gothic Rock, Alternative Rock oder doch New Wave? Vollkommen egal, The Cure klingen hier frisch und spannend, teilweise irgendwie marode sowie immer sehr verspielt. Alle Titel sind dabei überaus eingängig und melodiös und bleiben sofort im Ohr hängen.

Viele, jedoch nicht jeder der Titel wurde auch ein Hit. Hört man die Platte zum ersten Mal, so werden einem viele Nummern bekannt vorkommen, da sie auch heute noch immer wieder mal im Radio gespielt werden. Andere Lieder sind einem dagegen eher unbekannt, wenn man denn nicht schon immer ein The-Cure-Junkie war oder ist und alle Scheiben der Band sein Eigen nennt. Doch auch wenn man eben nicht alle Nummern bereits mehrmals gehört hat, so wird bei deren erstem Hören bereits klar, dass diese sich qualitativ in keinster Weise von den bekannteren Stücken unterscheiden. Kein Lied fällt hier großartig gegenüber dem anderen ab, alles besitzt Qualität und das auf einem, für diese damalige musikalische Epoche, doch überraschenderweise hohem Niveau.

Nicht verwechseln darf man „Standing On A Beach“ übrigens mit der CD-Ausgabe der Platte, die unter dem Titel „Staring At The Sea“ veröffentlicht wurde. Aber man kann diese beiden Ausgaben verwechseln, denn so groß sind die Unterschiede nicht. Dies wiederum bedeutet, dass der Kauf der einen Ausgabe kaum lohnt, wenn man die andere bereits besitzt. Auf der CD-Ausgabe befinden sich vier weitere Titel, die ursprünglich allerdings keine Singles-Auskopplungen darstellten.

Fazit: New Wave bis Rock von seiner besten Seite bekommt man auf “Standing On A Beach“ serviert. Schöne, eingängige Melodien gibt es hier zu hören, kein Titel fällt gegenüber den anderen ab. Da macht es wahrlich Spaß zuzuhören. Leben muss man dabei allerdings mit der Stimme des Robert Smith, die mancher beziehungsweise manchem sicherlich zu weinerlich klingen wird. Allerdings macht diese – so finde zumindest ich – jedoch auch ein wenig der Magie von The Cure aus. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Boys Don’t Cry, Jumping Someone Else's Train, Close To Me