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Dienstag, 13. Juni 2017

Mike Batt – Starsound Collection




Mike Batt – Starsound Collection


Besetzung:

Mike Batt – vocals, keyboards


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: CBS Records


Erscheinungsdatum: 1983


Stil: Pop


Trackliste:

1. It Seemed Like A Good Idea At The Time (2:53)
2. Lady Of The Dawn (4:00)
3. Railway Hotel (3:21)
4. The Ride To Agadir (5:54)
5. Love Makes You Crazy (3:36)
6. Run Like The Wind (4:27)
7. Caravan Song (2:04)
8. The Walls Of The World (3:19)
9. The Winds Of Change (3:56)
10. Mona (5:55)
11. Imbecile (5:05)
12. Theme From "Caravans" (3:38)

Gesamtspieldauer: 48:08




Unter dem Titel „Starsound Collection“ wurde im Jahr 1983 ein „Best Of…“-Album mit den Hits des Mike Batt aus den Jahren 1977 bis 1982 veröffentlicht. Die Scheibe erschien auf dem Label CBS Records und unter der Überschrift „Starsound Collection“ gab es auch Veröffentlichungen von Joan Baez, Santana, Janis Joplin, Donovan, Leonard Cohen und Fleetwood Mac unter anderen. Als Beilage zu diesen Veröffentlichungen lag jeder Platte noch eine sogenannte „Künstlerstory“ bei, in der das Werk und die Karriere des jeweiligen Künstlers beziehungsweise der jeweiligen Band nochmals ausführlich beschrieben wurde. Diese Beilage wurde von den Musikjournalen Musik Express und Sounds erstellt.

Deutlich wird an diesem Kompilationsalbum einmal mehr, dass Mike Batt die Verbindung zwischen Orchester und populärer Musik zu lieben scheint. Diese Verbindung gibt es auf dieser Zusammenstellung des Öfteren zu hören. So beinhaltet auch eines der bekanntesten Mike Batt Stücke, das Lied „The Ride To Agadir“, diese Fusion unterschiedlicher musikalischer Stile. Ein Höhepunkt des Albums ist sicher der Titel „Love Makes You Crazy“, den Mike Batt im Rahmen des Auftrags für ein Video-Musical für das australische Fernsehen schrieb. Das Lied ist eine Synthie Pop Nummer, sehr eingängig und mit Ohrwurmcharakter ausgestattet. Weiterer Höhepunkt ist das Lied „The Winds Of Change“, von seinem 1980er Album „Waves“. Schließlich sei an dieser Stelle noch das Lied „Imbecile“, ein weiterer Zusammenfluss von Rock und klassischen Instrumenten, gesungen von Roger Chapman.

Auch die weiteren Nummern auf dieser „Starsound Collection“ sind durchaus melodiös gehalten. Überzeugend klingt dies allerdings nicht immer, denn die manchmal auch etwas inflationär eingesetzten Streicher und Orchesterinstrumente können so manches Lied auch an den Rand des Kitsches balancieren lassen. Seicht klingt es dann und anbiedernd. Für Hörerinnen und Hörer, die eher auf rockige Töne stehen, könnten somit einzelne Lieder hart an der Grenze und nur noch schwer zu ertragen sein.

Fazit: Mit Mike Batts „Starsound Collection“ bekommt man einen schönen Überblick über das Schaffen des Briten gegen Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts. Vieles davon wirkt sehr weich, was nicht zuletzt an der orchestralen Instrumentierung liegt. Nicht absprechen kann man Mike Batt sein Gespür für so manch schöne Melodie. Für Freunde der „härteren“ Töne ist die Musik von Mike Batt allerdings definitiv nicht geeignet. Acht Punkte.

Anspieltipps: The Ride To Agadir, Love Makes You Crazy, The Winds Of Change, Imbecile



Mittwoch, 7. Juni 2017

Mike Batt – Waves




Mike Batt – Waves


Besetzung:

Mike Batt – vocals, keyboards


Gastmusiker:

Trevor Morais – drums
Frank McDonald – bass guitar
Jim Cregan – guitars
Ray Russel – guitars
Nigel Jenkins – guitars
Frank Ricotti – percussion
Mel Collins – saxes
Eddie Conrad – congas on “Conga Reel”
B.J. Cole – steel guitar on “Lobsterissimus Bumbicissimus”
The Amsterdam Chamber Orchestra


Label: CBS Records


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: Pop


Trackliste:

1. The Winds Of Change (3:56)
2. Waves (6:00)
3. Portishead Radio (4:08)
4. Mona (6:57)
5. Congal Reel (2:56)
6. Buenas Dias, Capitan (2:40)
7. Lobsterissimus Bumbicissimus (1:05)
8. Fishing For The Moon (3:16)
9. Echo Foxtrot (3:09)
10. Sierra Tango (2:50)
11. Waiting For A Wave (2:00)

Gesamtspieldauer: 38:57




„Waves“ heißt das siebte Studio-Album des britischen Musikers, Komponisten und Musikproduzenten Mike Batt, welches er nicht mit den Wombles oder im Rahmen seines The Mike Batt Orchestras veröffentlichte. Die Platte erschien im Jahr 1980 bei CBS Records und hatte mit dem Lied „The Winds Of Change“ auch einen kleineren Hit.

Auf „Waves“ hört man eine Mischung aus Pop-Musik und verpoppter Orchester-Musik. Dazu noch einige Karibik-Klänge, Rock, etwas Tango und fertig ist eine ziemlich krude musikalische Mischung, die einen etwas hilflos zurücklässt, da man sich auf diese Musik des Mike Batt nur ganz schwer einstellen kann. Abwechslungsreichtum ist selbstverständlich vorhanden, packend klingt das alles jedoch nur in den seltensten Fällen. Und bei solch einem Titel wie „Buenas Dias, Capitan“, bei dem man Calypso hört, wird es sogar ganz schwierig und man sucht unweigerlich den nächsten Notausgang.

Höhepunkt des Albums ist gleichzeitig das erste Lied der Platte und auch dessen Hit, „The Winds Of Change“. Wirklich eine schöne Nummer, die ins Ohr geht und dort auch Nachhaltigkeit besitzt. Sanft und etwas getragen umschmeicheln einen hier die Akkorde, die in ihrer Gesamtheit eine eingängige Melodie ergeben. Dann wird es schon schwierig weitere Titel hervorzuheben. So sei an dieser Stelle zumindest noch das Titellied „Waves“ erwähnt, da es diese Mischung aus Pop im Orchestergewand stellvertretend abbildet. Ob das allerdings gefällt, das muss wohl jede Hörerin, jeder Hörer mit sich selbst ausmachen. Ich finde es ganz „interessant“, gleichzeitig aber auch ein wenig „komisch“. Insgesamt klingt die erste Plattenseite auch deutlich gelungener als Seite 2, die einfach nur durchläuft, manchmal negativ aufhorchen lässt und ansonsten eher belanglos wirkt.

Fazit: Besondere Musik machte Mike Batt hier, das kann man ihm wahrlich nicht absprechen. Sehr viele musikalische Stile werden auf „Waves“ vermischt und miteinander kombiniert. Vor allen Dingen diese Verbindung zwischen Pop und Orchestermusik rückt der Brite auf „Waves“ immer wieder in den Vordergrund. So richtig überzeugen kann das allerdings alles nicht. Sechs Punkte.

Anspieltipps: The Winds Of Change, Waves, Portishead Radio