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Samstag, 1. September 2018

Udo Lindenberg – Der Detektiv - Rock Revue 2




Udo Lindenberg – Der Detektiv - Rock Revue 2


Besetzung:

Udo Lindenberg – Gesang, Schlagzeug, Perkussion


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1979


Stil: Deutsch Rock, Rock’n‘Roll


Trackliste:

1. Der Amerikanische Traum (4:21)
2. Dialog zu ”As Time Goes By” (0:36)
3. As Time Goes By (1:39)
4. New York (3:12)
5. Es reicht gerade noch zum Überleben (Living For The City) (4:08)
6. Born To Be Wild (4:28)
7. Lost Paradise (0:47)
8. Desperado (3:24)
9. Ich Steh Ja So Auf Disco (4:55)
10. Baltimore (4:50)
11. Die kleine Stadt (My Little Town) (4:09)
12. Kentucky Mädchen (3:58)
13. Candle In The Wind (Good-bye, Norma Jean) (3:47)

Gesamtspieldauer: 44:21



Nach „Lindenbergs Rock Revue“ im Jahr 1978 veröffentlichte Udo Lindenberg ein Jahr später, am 15. Oktober 1979, gleich noch ein zweites Album mit Cover-Versionen hinterher. Sein elftes Studio-Album heißt „Der Detektiv - Rock Revue 2“ und erschien ursprünglich bei Teldec / Telefunken und wurde von Warner Music neu aufgelegt.

Auf „Der Detektiv - Rock Revue 2“ hört man Cover-Versionen von Steppenwolf, den Eagles, Randy Newman, Elton John und vielen mehr. Die Texte sind dabei häufig sehr nah am Original und einfach nur ins Deutsche übersetzt. Man braucht diese Platte vielleicht, wenn man eingefleischter Udo Lindenberg Fan ist, ansonsten ganz sicher nicht. Über die Musikauswahl kann man sowieso geteilter Meinung sein, das ist immer Geschmackssache. Warum man diese Lieder allerdings auch noch in der Version von Udo Lindenberg hören soll, das weiß wohl nur er selbst. Die Originale sind definitiv gelungener.

Fazit: Es gibt Platten, die sind absolut überflüssig. „Der Detektiv - Rock Revue 2“ von Udo Lindenberg gehört definitiv dazu. Wenn einem gerade nichts mehr einfällt, veröffentlicht man eben mal ein Album mit Cover-Versionen. Udo Lindenberg machte das sogar zwei Mal in direkt aufeinanderfolgenden Jahren. Das muss wirklich nicht sein und somit ist dieses Album ein weiteres, welches sich allerhöchstens für Komplettisten lohnt. Absolut belanglos und überflüssig. Zwei Punkte.

Anspieltipps: Baltimore



Freitag, 10. August 2018

Udo Lindenberg – Dröhnland Symphonie




Udo Lindenberg – Dröhnland Symphonie


Besetzung:

Udo Lindenberg – Gesang, Schlagzeug, Perkussion


Gastmusiker:

Bertram Engel – Schlagzeug
Gebhard Gloning – Saxophone
Dave King – Bass
Jean Jacques Kravetz – Keyboards
Thomas Kretschmer – Gitarre
Neppie Noya – Percussion
Steffi Stephan – Bass
Paul Vincent – Gitarre


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1978


Stil: Deutsch Rock, Rock’n‘Roll


Trackliste:

1. Dröhnland-Ouvertüre (3:05)
2. Øle Pinguin (4:34)
3. Höllenfahrt (3:59)
4. Lady Whisky (5:08)
5. Guten Tag, Ich heiße Schmidt (3:43)
6. Na und?! (4:21)
7. Bett-Män (3:52)
8. Angelika (3:35)
9. Bis ans Ende der Welt (2:36)
10. Svenska Flicka (4:09)

Gesamtspieldauer: 39:05



„Dröhnland Symphonie“ heißt das zehnte Studio-Album des Udo Lindenberg, welches am 1. Dezember 1978 ursprünglich auf dem Plattenlabel Teldec veröffentlicht wurde. Inzwischen ist auch dieses Album in einer remasterten Version auf dem Label Warner Music erschienen.

Auch „Dröhnland Symphonie“ ist – wie praktisch alle Alben des Udo Lindenberg – angefüllt mit oftmals sehr witzigen Texten. Reimen müssen sich die Worte dabei nicht unbedingt und neue Wortschöpfungen waren für Udo Lindenberg schon immer ein probates Mittel, Texte passender und auch spannender klingen zu lassen. Da macht es immer Spaß zuzuhören. Einmal mehr sind auch auf „Dröhnland Symphonie“ Lieder enthalten, die direkt oder indirekt das Thema Alkohol beziehungsweise Drogen allgemein beinhalten. Themen, die die Lieder des Udo Lindenberg immer begleiteten. Dazu etwas Sozial-Kritik und das Werben für mehr Toleranz. Alles interessant und gelungen und niemals platt verpackt.

Leider nur weiß die Musik auf der „Dröhnland Symphonie“ nicht zu überzeugen. Kein Lied ist darauf enthalten, welches sich im Ohr festsetzt, kein Titel, der zumindest etwas bekannter wäre und auch heutzutage noch ab und an im Radio gespielt werden würde. Ein Wiedererkennungswert ist nur dadurch enthalten, dass zum Beispiel beim Lied „Guten Tag, Ich heiße Schmidt“, jener „Herr Schmidt“ in einer Mickey Mouse Stimme mitsingt. Besonders originell war das Ende der 70er Jahre auch schon nicht mehr. David Bowie hatte so etwas schon mal zehn Jahre zuvor im Titel „The Gnome“ ausprobiert. Irgendwie klingt das allerdings immer wie Vader Abraham und seine „lustigen“ Schlümpfe. Diese eingängigen Melodien, die sich festsetzen, die fehlen leider auf „Dröhnland Symphonie“ und sind noch am ehesten im Opener und Titellied „Dröhnland Symphonie“ und im letzten Lied „Svenska Flicka“ enthalten – doch das sind beides Instrumentalnummern.

Fazit: Die Texte der Lieder auf „Dröhnland Symphonie“ sind wie gewohnt sehr gelungen, wenn man den Humor des Udo Lindenberg teilt. Von der Musik kann man das jedoch leider kaum sagen, sie läuft einfach so durch, ohne irgendwelche großartigen Spuren zu hinterlassen. Von daher ist die „Dröhnland Symphonie“ ganz bestimmt nicht die beste Platte des Udo Lindenberg und lohnt sich für all jene besonders, die gerne ihre Sammlung komplettieren möchten. Essentiell ist das alles wohl jedoch eher nicht. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Dröhnland-Ouvertüre, Svenska Flicka



Mittwoch, 11. Juli 2018

Udo Lindenberg – Lindenbergs Rock Revue




Udo Lindenberg – Lindenbergs Rock Revue


Besetzung:

Udo Lindenberg – Gesang, Schlagzeug, Perkussion


Gastmusiker:

Curt Cress – Schlagzeug
Bertram Engel – Schlagzeug
Dave King – Bass
Jean Jacques Kravetz – Keyboards
Thomas Kretschmer – Gitarre
Kristian Schultze – Keyboards
Steffi Stephan – Bass
Paul Vincent – Gitarre
Eric Burdon – Gitarre
Das Waldemar Wunderbar Syndikat


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1978


Stil: Deutsch Rock, Rock’n‘Roll


Trackliste:

1. Rockin' And Rollin' (3:57)
2. Tutti Frutti (2:53)
3. Verdammt, wir müssen raus aus dem Dreck (We've Gotta Get Out Of This Place) (4:46)
4. Salty Dog (4:42)
5. Ich sitz den ganzen Tag bei den Docks (Sitting On The Dock Of The Bay) (3:39)
6. Reeperbahn (Penny Lane) (3:22)
7. Süsse kleine Sechszehn (Sweet Little Sixteen) (3:27)
8. Der Boss von der Gang (Leader Of The Pack) (3:08)
9. Sympathie für den Teufel (Sympathy For The Devil) (5:31)
10. Immer noch verrückt nach all den Jahren (Still Crazy After All These Years) (2:56)
11. Peter Gunn (3:18)

Gesamtspieldauer: 41:43




„Lindenbergs Rock Revue“ nannte Udo Lindenberg sein neuntes Studio-Album. Es erschien am 15. Mai im Jahr 1978 und wurde von Warner Music Deutschland im Jahr 2012 wieder neu und remastert aufgelegt. Insgesamt elf Lieder sind auf „Lindenbergs Rock Revue“ enthalten. Dabei handelt es sich ausschließlich um Cover-Versionen englischsprachiger Lieder, zu denen Udo Lindenberg neue und deutsche Texte hinzufügte.

Ein wenig fragt man sich schon, was man mit solch einem Album anfangen soll. Mir sind da die Originale immer lieber, auf entsprechende Interpretationen kann man meist verzichten, denn nur selten sind diese besser als die ursprüngliche Version. Die Texte auf „Lindenbergs Rock Revue“ halten sich oftmals sehr nah an den Original-Versionen, umso mehr fragt man sich da, was der Grund für ein solches Album sein könnte. Zu zeigen, was die Engländer oder Amerikaner da singen? Wohl kaum. Irgendwie erscheint das überflüssig.

Zwei Cover-Versionen klingen sehr gelungen. Da ist zum einen das Procol Harum Lied „Salty Dog“ sowie der Beatles Klassiker „Penny Lane“, der bei Udo Lindenberg nun „Reeperbahn“ heißt und über einen lustigen bis sehnsüchtigen Text verfügt. Ansonsten reißt einen wenig auf dieser Scheibe mit. Zumeist langweilt es sogar und man denkt wehmütig an solche Udo Lindenberg Platten wie „Wotan Wahnwitz“, die nur so vor Kreativität überquollen.

Fazit: „Lindenbergs Rock Revue“ ist eine Platte für Fans von Udo Lindenberg, die alles von „ihrem“ Künstler besitzen möchten. Für alle anderen ist die komplette Platte ziemlich überflüssig und langweilig. Lediglich die beiden Nummern „Salty Dog“ und „Reeperbahn“ lohnen da wirklich. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Salty Dog, Reeperbahn



Mittwoch, 13. Juni 2018

Udo Lindenberg – Panische Nächte




Udo Lindenberg – Panische Nächte


Besetzung:

Udo Lindenberg – Gesang, Schlagzeug, Perkussion


Gastmusiker:

Herbert Bornholdt – Perkussion
Curt Cress – Schlagzeug
Bertram Engel – Schlagzeug
Eckhart Hofmann – Saxophon
Dave King – Bass
Jean Jacques Kravetz – Keyboards
Thomas Kretschmer – Gitarre
Johnny Muller – Harmonika
Michael Naura – Keyboards
Kristian Schultze – Keyboards
Steffi Stephan – Bass
Paul Vincent – Gitarre
Lorenz Westphal – Violine


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Deutsch Rock


Trackliste:

1. Mister Nobody (4:20)
2. Riki Masorati (4:08)
3. Schneewittchen (4:20)
4. Der Sizilianische Werwolf (5:33)
5. Fliesenlied (1:25)
6. Teddi (3:16)
7. Sie Ist 40 (3:54)
8. Cowboy (4:16)
9. Flipper (4:20)

Gesamtspieldauer: 35:35



Das achte Studio-Album des Udo Lindenberg heißt „Panische Nächte“ und wurde am 15. Oktober im Jahr 1977 veröffentlicht. Darauf zu hören ist der typische musikalische Mix des Udo Lindenberg zur damaligen Zeit aus sanften Liedern, die kleine Geschichten über die unterschiedlichsten Typen erzählen. Des Weiteren gibt es erneut deutlich rockigere Lieder zu hören, oftmals im Rock’n’Roll beheimatet und inhaltlich gleich bestückt wie die sanfteren Nummern.

Das Besondere an den Texten des gebürtigen Gronauers ist, dass sie sich nicht unbedingt reimen müssen, sie klingen trotzdem. Auch die Wortschöpfungen des Udo Lindenberg sind etwas Spezielles, die oftmals beeindrucken und einem ein kleines Grinsen in das Gesicht zaubern. All das gibt es auch auf „Panische Nächte“ zu hören, trotzdem ist die Scheibe ganz bestimmt nicht seine beste Platte der damaligen Zeit geworden. Das wiederum liegt allerdings eben nicht an diesen Texten, die auch auf dieser Scheibe wieder überzeugen. Es ist schlicht und ergreifend die Musik, die dieses Mal fast gar nicht mehr zu zünden versteht. So richtig mag da kaum etwas ins Ohr gehen, vieles langweilt irgendwie – auch wenn die Texte sich lohnen.

Lediglich eine Nummer sticht etwas heraus und ist auch der Höhepunkt der ganzen Patte. Das Lied „Schneewittchen“ besitzt alles, wofür man Udo Lindenbergs Musik mag. Ein toller Text, der zum Nachdenken anregt und dieses Mal eine Melodie, die sich im Ohr festsetzt – auch wenn das Lied eines der rockigsten auf der Platte überhaupt ist. Leider ist „Schneewittchen“ allerdings die große Ausnahme auf „Panische Nächte“. Ansonsten überzeugt hier lediglich noch der direkt darauf folgende Titel „Der Sizilianische Werwolf“. Auch dieses Lied ist eingängig und überzeugt. Das war es dann allerdings leider auch schon. Der ganze Rest läuft irgendwie maximal noch mit.

Fazit: „Panische Nächte“ heißt das achte Studio-Album des Udo Lindenberg und ist gewiss nicht seine beste Platte geworden. Auch wenn viele Zutaten seiner Musik der 70er Jahre darauf enthalten sind, so überzeugen maximal noch die Texte, nicht jedoch die Musik, die einfach nicht so recht ins Ohr gehen will. Zwei Ausnahmen gibt es mit den Liedern „Schneewittchen“ und „Der Sizilianische Wolf“. Doch das ist einfach zu wenig. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Schneewittchen, Der Sizilianische Werwolf



Freitag, 4. Mai 2018

Udo Lindenberg – Panik Udo




Udo Lindenberg – Panik Udo


Besetzung:

Udo Lindenberg – Gesang


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1976


Stil: Deutsch Rock


Trackliste:

1. Hoch Im Norden (3:50)
2. Candy Jane (3:14)
3. Good Life City (2:56)
4. Rock ’n’ Roll Band (3:18)
5. Tief Im Süden (2:27)
6. Wanderin’ Man (2:01)
7. Jonny Controletti (3:13)
8. Bodo Ballermann (3:16)
9. 0-Rhesus-Negativ (3:38)
10. Cello (2:59)
11. Rudi Ratlos (3:10)
12. Wir Wollen Doch Einfach Nur Zusammen Sein (3:05)

Gesamtspieldauer: 37:12




„Panik Udo“ ist das erste „Best Of…“-Album des Udo Lindenberg. Es erschien am 15. Mai 1976 und enthält Lieder der ersten sechs Studio-Alben sowie das englisch eingesungene und sonst auf keiner anderen Platte enthaltene Lied „Wanderin‘ Man“.

Besitzt man die ersten Alben des Udo Lindenberg, ist diese Scheibe natürlich absolut überflüssig und für „Wanderin‘ Man“ lohnt sich der Kauf wahrlich nicht. Allerdings gibt die Scheibe selbstverständlich einen schönen Überblick über das Schaffen des Udo Lindenbergs zu Beginn seiner Solo-Karriere. Und solche Perlen wie „Hoch Im Norden“, „Tief Im Süden“, „0-Rhesus-Negativ“, „Cello“ oder „Wir Wollen Doch Einfach Nur Zusammen Sein“ sind ebenfalls enthalten. Die Musik des Udo Lindenberg Anfang bis Mitte der 70er Jahre wird zumindest mit einigen Höhepunkten wiedergegeben.

Fazit: „Panik Udo“ ist etwas für Komplettisten, die alles von Udo Lindenberg besitzen möchten oder für all jene, die sich einen kurzen Überblick über die Musik des gebürtigen Gronauers am Anfang der 70er Jahre machen wollen. Nicht alles auf „Panik Udo“ überzeugt, doch das ist wie immer reine Geschmackssache. Acht Punkte.

Anspieltipps: Hoch Im Norden, Cello



Freitag, 11. August 2017

Udo Lindenberg – Stark Wie Zwei




Udo Lindenberg – Stark Wie Zwei


Besetzung:

Udo Lindenberg – Gesang


Gastmusiker:

Tim Lorenz – Schlagzeug
Bertram Engel – Schlagzeug
Steffen Wilmking – Schlagzeug
Tobias Kuhn – Gitarre
Henrik Menzel – Gitarre, String Arrangement
Andreas Herbig – Gitarre
Jem – Gitarre, Schlagzeug 
Jörg Sander – Gitarre
Carola Ruby Kretschmer – Gitarre
Stephan Gade – Bass, Gitarre
Alexander von Oswald – Gitarre
Tim Humpe – Gitarre
Steffi Stephan – Bass
Dave Anderson – Keyboards, String Arrangement
Jean-Jacques Kravetz – Keyboards
Hendrik Schaper – Keyboards
Martin Tingvall – Keyboards, Piano
Stephan Pintev – Strings
Rodrigo Reichel – Strings
Vince Bahrdt – String Arrangement
Jan Delay – Gesang
Stefanie Kloß – Gesang
Helge Schneider – Gesang und viele Instrumente
Daniel Kramer – Harfe
Oleg “Rool” Rovner – Horn
Philipp Sindi – Horn
Johnny Johnson – Horn
Lukas Fröhlich – Horn
Tiao Borkowski – Horn
Till Brönner – Trompete, Flügelhorn
Martin Gallop – Pedal Steel, Keyboards
Hagen Kuhr – Cello


Label: Warner Brothers Records


Erscheinungsdatum: 2009


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. Ich zieh’ meinen Hut (3:56)
2. Wenn du durchhängst (4:19)
3. Ganz anders (4:06)
4. Was hat die Zeit mit uns gemacht? (4:17)
5. Mein Ding (4:25)
6. Stark wie Zwei (4:17)
7. Der Deal (3:59)
8. Chubby Checker (4:14)
9. Der Greis ist heiß (4:28)
10. Woddy Woddy Wodka (5:30)
11. Nasses Gold (5:45)
12. Interview mit Gott (4:19)
13. Verbotene Stadt (5:07)
14. Der Astronaut muss weiter (3:18)

Gesamtspieldauer: 1:02:06




Mit seinem 35. Studioalbum hat es Udo Lindenberg dann doch noch geschafft, was ihm in den vielen Jahren und mit allen seiner bisherigen Platten in seiner Karriere bisher verwehrt geblieben war: Der gebürtige Westfale aus Gronau hatte endlich sein Nummer 1 Album veröffentlicht. „Stark Wie Zwei“ heißt die Scheibe und sie erschien am 28. März 2008 auf dem Plattenlabel Warner Brothers Records.

Jede Menge Gastmusiker sind Teil der Platte geworden, die bei einzelnen Titeln mit Udo Lindeberg zusammen singen und musizieren. Jan Delay, Stefanie Kloß mit ihrer Band Silbermond, Helge Schneider und Till Brönner hört man auf „Stark Wie Zwei“. Annette Humpe tritt als Mitkomponistin in Erscheinung. Auf dem Album hört man eine Mischung aus Pop- und Rock-Titeln, mit denen Udo Lindenberg häufig wieder so klingt, wie zu Beginn seine Karriere. Auch viele der Texte scheinen in ihrer Machart genau jenen 70er Jahren zu entspringen, in denen Udo Lindenberg ganz zwanglos deutsche und englische Ausdrücke und Formulierungen kombinierte und sich für so manch neue und kreative Wortschöpfung verantwortlich zeigte. „Stark Wie Zwei“ wirkt wie eine Rückbesinnung oder gar Zusammenfassung seiner bisherigen Alben.

Einige sehr schöne Titel verbergen sich auf „Stark Wie zwei“, ein Album, welches auch durch seine Laufzeit von über einer Stunde sehr positiv auffällt. Höhepunkt ist das Lied „Woddy Woddy Wodka“. Sehr melodiös und voll klingend, mit einem schönen Text ausgestattet, der Überraschungen bereithält. Weitere überzeugende Nummern sind „Ich zieh’ meinen Hut“, „Was hat die Zeit mit uns gemacht?“ und „Verbotene Stadt“. Nur wenig auf der Platte klingt nach Füllmaterial, für jede und jeden scheint hier etwas dabei zu sein. Schöne Melodien und Texte, von nachdenklich bis hin zu einem Lächeln auf das Gesicht zaubernd, kann man auf „Stark Wie zwei“ hören.

Fazit: Udo Lindenberg hat zu seinen Wurzeln zurückgefunden. Inhaltlich und musikalisch klingt das bereits 35. Studioalbum oftmals wie zu Beginn seiner langen Karriere in den 70er Jahren. Jene Lieder, die er mit anderen bekannten Musikern einspielte, gehören nicht zu den Höhepunkten, bilden allerdings eine nette Abwechslung. Nicht alles, aber viel macht von dieser Pop-und Rock-Mischung Spaß und einiges bleibt dabei auch richtig fest und nachhaltig hängen. Neun Punkte.

Anspieltipps: Woddy Woddy Wodka



Donnerstag, 24. Dezember 2015

Udo Lindenberg – Lindenberg




Udo Lindenberg – Lindenberg


Besetzung:

Udo Lindenberg – vocal, drums, keyboards, percussion


Gastmusiker:

Carl G. Stephan – bass
Andy Marx – guitars
Helmut Franke – guitar on „Stardance“
Thomas Kretschmer – guitar on „Good Life City“
Mag Johannsen – backing vocals
Ischi Bendorff – backing vocals
Sybille Kynast – backing vocals


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1971


Stil: Rock


Trackliste:

1. Good Life City (2:58)
2. It Is Allright Again (3:10)
3. We've Had Our Time (4:07)
4. Paradise Now (9:01)
5. Stardance (2:16)
6. We Could Be Friends (4:44)
7. The Children Of Your Children Won't Even Know Your Name (11:38)

Gesamtspieldauer: 37:56




Wer beim ersten Studioalbum des Udo Lindenberg mit dem kurzen Titel „Lindenberg“ aus dem Jahr 1971 jenen Udo Lindenberg erwartet, der kurze Zeit später Alben wie „Alles klar auf der Andrea Doria“, „Ball Pompös“, „Votan Wahnwitz“ oder „Galaxo Gang“ veröffentlichte, die oder der wird überrascht sein. Wer hier jedoch auf vergleichbare Platten wie „Udopia“, „Keule“, „Odyssee“ oder „Götterhämmerung“ hofft, wird enttäuscht sein und wer schließlich solch Alben wie „Zeitmaschine", „Der Exzessor", „Atlantic Affairs" oder „Stark Wie Zwei" zum Vergleich heranzieht wird kaum glauben können, dass es sich hierbei um denselben Udo Lindenberg handelt, den sie oder er musikalisch zu kennen glaubt.

Nun, die erste Scheibe des geborenen Gronauers klingt so ganz anders, als der Rest des umfangreichen Alben-Katalogs des Udo Lindenberg. Das liegt sicherlich nur zum einen daran, dass „Lindeberg“ das einzige Album ist, welches Udo Lindenberg in Englisch eingesungen hat. Auf „Lindenberg“ hört man Rock Musik, die manchmal etwas psychedelisch angehaucht ist, ein anderes Mal eher sphärisch klingt, sich dann durchaus auch mal progressiv und schließlich sogar etwas folkig anhört – neben all den rockigen Zügen, die diese Platte auch aufweist.

Die Lieder sind dabei gar nicht mal beim ersten Hören sofort sehr eingängig. Manche werden es sogar auch abschnittsweise nie, wie die letzte Nummer, wohl das längste Lied, welches Udo Lindenberg jemals geschrieben hat: „The Children Of Your Children Won't Even Know Your Name“. Gut, sicherlich ist auch der Titel des Liedes selbst der längste aller Lieder des Udo Lindenberg. Die Nummer setzt sich aus mehreren Teilen zusammen, die durch den Text zusammengehalten werden. Da klingt so mancher Part durchaus sehr melodiös, ein anderer jedoch eher sphärisch und experimentell und hier wird dann auf das gesungene Wort ganz verzichtet. Sehr spannend.

Jedoch ist nicht nur dieser Titel durch seine verschiedenen Abschnitte sehr abwechslungsreich gestaltet. Es ist das ganze Album, welches wahrlich ein breites Spektrum an Facetten der Rock Musik abbildet. Und überdeutlich wird hier bereits die Gabe des Udo Lindenberg, tolle Melodien zu komponieren. Auch klingt die Stimme des Wahl Hamburgers hier für mich noch interessanter, als auf manchem der späteren Alben. Zwar erkennt man Udo Lindenberg auch auf „Lindenberg“ mit jeder Silbe, trotzdem klingt sein Gesang hier noch deutlich weicher und irgendwie auch abwechslungsreicher.

Fazit: Wer Udo Lindenberg mal ganz anders hören möchte, hier hat sie oder er die Chance dazu. Ich weigere mich an dieser Stelle von Krautrock zu sprechen, das wäre es nur bezüglich des Herkunftslandes der Musik. Udo Lindenberg zelebriert hier Rock Musik, die durchaus verschiedene Stilrichtungen beinhaltet. Freunde des etwas psychedelischen oder progressiven Musikgenres werden mit „Lindenberg“ sehr viel mehr Spaß haben als Musikhörer, die gerne Pop-Musik hören. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Good Life City, We've Had Our Time, We Could Be Friends



Donnerstag, 26. Februar 2015

Udo Lindenberg – Daumen Im Wind



Udo Lindenberg – Daumen Im Wind


Besetzung:

Udo Lindenberg – Gesang, Schlagzeug, Klavier & sonstige Tastaturen Sounds, Perkussion
Carl G. Stephan – Bass
Robert Hook – Akustikgitarren, Mandoline
Thomas Kretschmer – E. & Soundgitarre


Gastmusiker:

Michael Naura – E-Piano
Peter Herbolzheimer – Posaune
Rale Oberpichler – Gesang
Helmut Franke – Akustikgitarre
Jo Kirsten – Akkordeon
Jonny Müller – Chromonika
Rainer Rubink – Banjo


Label: Teldec Schallplatten


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Deutsch Rock, Pop


Trackliste:

1. Daumen im Wind (6:10)
2. Good Life City (2:51)
3. Meer der Träume (5:04)
4. Biochemon (5:12)
5. Hoch im Norden (3:51)
6. In den dunklen tiefen Gängen der Vergangenheit (5:19)
7. Die Kinder deiner Kinder (3:58)
8. Alkoholmädchen (5:48)

Gesamtspieldauer: 38:13





Nein, so hörte man Udo Lindenberg nie wieder, wie auf seinem ersten Album, welches er in Deutsch einsang. Im Übrigen ist „Daumen im Wind“ seine zweite Scheibe überhaupt und wurde 1972 veröffentlicht. Wenn man die Platte auflegt, kann man kaum glauben, dass es sich dabei überhaupt um Udo Lindenberg handelt, denn auch die Stimme klingt hier noch so ganz anders. Dies zumindest beim Opener und dem Titelsong „Daumen im Wind“, welcher auch einen sehr starken Einschlag in Richtung Folk aufweist.


Das relativiert sich bereits deutlich mit der nächsten Nummer, „Good Life City“. Hier sind bereits die Ansätze zu hören, die Udo Lindenberg in Zukunft so unverwechselbar werden lassen. Diese etwas schnoddrige Sprache, die es so in Deutschland Anfang der 70er Jahre auf Deutsch noch nie zu hören gab. Dies trifft ebenfalls auf die Inhalte zu, die schon diesen typischen „lindenbergschen“ Humor aufweisen. Dazu eine schöne Melodie, erneut etwas folkig angehaucht, jedoch im Refrain durchaus rockig. Ein richtig guter Titel, der einiges aus der Karriere des Gronauers vorwegnimmt.

Ganz anders wird es dann mit „Meer der Träume“. Das ist eine sehr sphärische Nummer, wie sie so von Udo Lindenberg nie wieder zu hören sein wird. Sehr entspannt und relaxt, das Ganze. „Biochemon“ klingt dann eher spacig, ebenfalls sehr ungewohnte Töne von Udo Lindenberg. Und dann kommt es, das einzige, wohl doch bekannte Lied auf „Daumen im Wind“: „Hoch im Norden“. Diese Nummer wurde damals sehr viel im Radio gespielt und war der erste Achtungserfolg des Udo Lindenberg. Die LP „Daumen im Wind“ verkaufte sich dagegen nur sehr zäh. „Hoch im Norden“ ist ein klasse Lied geworden, humorvoll, rockig und sehr tiefgründig. Dazu noch versehen mit einer Melodie, die sich wahrlich schnell ins Musikzentrum des Hörers einbrennt. Richtig gut gemacht und eines meiner Lieblingslieder von Udo Lindenberg.

Dann folgt wieder ein Lied, wie man es so, in dieser Art, wohl eher nicht von Udo Lindenberg erwartet. Spacig bis psychedelisch hört man nun das etwas entrückte „In den dunklen tiefen Gängen der Vergangenheit“, welches wieder sehr sanft und melodiös aus den Boxen quillt. Etwas rockiger, aber keineswegs weniger melodisch, folgt anschließend „Die Kinder deiner Kinder“. Aber auch hier gibt es im mittleren Teil durchaus psychedelische Ansätze, die dem damaligen Zeitgeist geschuldet waren und überaus hörenswert sind, da sie wahrlich etwas Besonders, gerade im Falle des Udo Lindenberg, darstellen. Zudem wurde das Stück wieder mit einem etwas nachdenklich machenden Text ausgestattet, der sich ebenfalls lohnt verfolgt zu werden. Zum Abschluss folgt dann mit „Alkoholmädchen“ eine Nummer, die so auch auf einem der späteren Scheiben des Udo Lindenbergs hätte auftauchen können. Das Thema Alkohol spielte ja auch im Leben des Künstlers eine durchaus nicht zu unterschätzende Rolle, womit diese Redundanz durchaus verständlich wird. Klasse hier auch der fette Orgelsound, der natürlich auch wieder perfekt in die damalige Zeit passt.

Fazit: „Daumen im Wind“ ist ein weitestgehend unbekanntes Album von Udo Lindenberg, allerdings ein sehr überzeugendes. Wunderschöne Melodien, tolle Texte, geniale Einfälle. Wer den Udo Lindenberg von „Alles klar auf der Andrea Doria“ oder „Votan Wahnwitz“ mag, der wird sicherlich auch von dieser Scheibe hier begeistert sein. Dazu kommt, dass man Udo Lindenberg mal so ganz anders hört. Beim ersten Titel wäre ich persönlich zum Beispiel nie darauf gekommen, dass es sich hierbei um Udo Lindenberg handelt, da dessen Stimme doch noch so ganz anders klingt. Das macht die Platte wiederum deutlich spannender, da es nicht nur die Stimme, sondern auch der Sound ist, der zwar ungewohnt, doch sehr überzeugend ist. Lohnt sich sehr. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Hoch im Norden, In den dunklen tiefen Gängen der Vergangenheit, Die Kinder deiner Kinder und jedes andere Lied



Montag, 16. Februar 2015

Udo Lindenberg – Udopia




Udo Lindenberg – Udopia


Besetzung:

Udo Lindenberg – Gesang, Keyboards
Hannes Bauer – Gitarre
Elliot Randall – Gitarre
Peter Hesslein – Gitarre
Mike Miranda – Gitarre
Jean Jacques Kravetz – Keyboards
Thor Baldurson – Keyboards
Dave King – Keyboards, Bass
Thomas Sequi – Keyboards
Steffi Stephan – Bass
Betram Engel – Schlagzeug
Thommy Price – Schlagzeug
Thomas Digl – Schlagzeug
Nippy Noya – Perkussion
Bolle Burmeister – Klarinette
Rale Oberpichler – Chor
Freya Wippich – Chor
Elisabeth Richelsen – Chor
Karlos-Kopflos-Singers – Chor


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: Deutsch Rock, Pop


Trackliste:

1. Strassen-Fieber (4:48)
2. Mit dem Sakko nach Monakko (4:33)
3. Gegen die Strömung (3:38)
4. Affenstern (4:15)
5. Sandmännchen (3:39)
6. Grande Finale (5:12)
7. Ali (3:37)
8. Jonny Gigolo (2:58)
9. Kann denn Liebe Sünde sein (3:38)
10. Kugel im Colt (4:24)
11. No Future? (3:55)

Gesamtspieldauer: 44:42




„Udopia“ ist bereits das fünfzehnte Studioalbum des Udo Lindenberg und wurde im Jahr 1981 veröffentlicht. Wenn man sich dann überlegt, dass das erste Album Udo Lindenbergs im Jahr 1971 erschien, kann man sich schnell ausrechnen, dass der gebürtige Gronauer sehr fleißig im Veröffentlichen von Platten war. Manchmal gab es mehrere neue Scheiben pro Jahr. Nicht weiter überraschend dann dabei, dass auch manchmal die Qualität der Alben zu wünschen übrig ließ. Nicht jede Platte des Udo Lindenberg ist dabei uneingeschränkt überzeugend. Dies gilt ausdrücklich jedoch nicht für „Udopia“, denn diese Scheibe ist zweifelsohne eine seiner besten.

Auf keinem Album vorher oder nachher klang Udo Lindenberg witziger und auch politischer. Dieser Wortwitz des Wahlhamburgers ist wahrlich unerreicht und zaubert dem Zuhörer beim Hören von „Udopia“ so manches Mal ein Lächeln auf das Gesicht. Musikalisch gesehen gibt es auf dieser Platte auch eine relativ große Spannbreite zu erhören. Diese reicht vom etwas härteren Rock über den Pop im Midtempo, bis hin zu den sanften Balladen. Herauszuheben sind dabei drei ganz besondere Lieder. Zum einen „Mit dem Sakko nach Monakko“ („Monakko“ wird hier wirklich so auf dem Album geschrieben). Ein Pop Titel, sicherlich unter den Top 5 der besten Liedern, die Udo Lindenberg in seiner langen Karriere geschrieben hat. Hier schlägt der Humor des Sängers voll durch, einfach grandios gemacht. Wie er in diesem Titel die Königshäuser und die ein Jahr zuvor gescheiterte Ehe zwischen Prinzessin Caroline und dem Finanzmakler Philippe Junot absolut parodistisch verarbeitet, das ist wahrlich eine hohe Kunst.

Auch die swingende Ballade „Sandmännchen“ kann sowohl musikalisch wie inhaltlich überzeugen. Da macht das Zuhören einfach unglaublich viel Spaß. Und auch wenn man nicht alles inhaltlich unterschreiben möchte, was Udo Lindenberg in „Grande Finale“ so von sich gibt, so ist das doch die perfekte Satire. Dieses Mal knallt das Lied sogar richtig – mit dem Opener gehört es zu den härteren Stücken der Platte. Wahrlich alles sehr überzeugend. Nun, auch „Affenstern“ und „Johnny Gigolo“ gehören zu den gelungenen Titeln, die auch nach bald 34 Jahren nichts von ihrer Wirkung eingebüßt haben.

Fazit: Ein wirklich tolles und überzeugendes Album ist „Udopia“ geworden. Textlich mit Sicherheit das beste Werk des Udo Lindenberg. Musikalisch wird es nur von „Votan Wahnwitz“ und „Alles klar auf der Andrea Doria“ übertroffen. Die tollen Melodien gibt es zwar auch auf „Udopia“, jedoch nicht unbedingt bei jedem der elf Nummern. Allerdings ist das jetzt wirklich „Jammern“ auf hohem Niveau. Nein, „Udopia“ überzeugt auf ganzer Linie, sollte man unbedingt gehört haben, da hier auch der Zeitgeist der frühen 80er Jahre erspürt werden kann. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Mit dem Sakko nach Monakko, Sandmännchen, Grande Finale



Mittwoch, 4. Februar 2015

Udo Lindenberg – Galaxo Gang




Udo Lindenberg – Galaxo Gang


Besetzung:

Udo Lindenberg – Gesang, Schlagzeug, Tastaturen
Thomas Kretschmer – Gitarre
„Rockin“ Roger Hook – Gitarre
Gottfried Böttger – Tastaturen
Steffi Stephan – Bass
Keith Forsey – Schlagzeug


Gastmusiker:


Freya, Jutta Weinhold, Otto Waalkes, Steve Marriot, Jean Jaques Kravetz, Dieter Ahrendt, Helmut Franke, Alex Conti, Jürgen Schröder, Burkhardt Plenge, Geoffrey Paley, Peggy „Panther“ Parnass, Jonny Müller, Eckhard Hofmann, Bacci Galupo – alle ohne Instrumentenangabe
Peter Herbolzheimers Laser Bläser
Die Dixieländer von „Bruno’s Space band“
Der Rockerchor „MC Mephisto’s Mob“
Die „Starlets“ unter Kommandant Kurt Lindenau
Die Regierungssymphoniker unter der Kontrolle von Kosmoskanzler Votan W.
Evelyn Künneke – Steppen
Thomas Kukuck & Felix Cix – Finten und Tricks


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1976


Stil: Deutsch Rock, Pop


Trackliste:

1. Rock'N'Roller (3:39)
2. Reggae Meggi (4:09)
3. Nina (3:54)
4. Wenn ich 64 bin (2:21)
5. Ich bin Rocker (4:47)
6. Radio Song (3:43)
7. Bodo Ballermann (3:16)
8. Gene Galaxo: 1990 (4:32)
9. Gene Galaxo: Der Mutant (1:51)
10. Gene Galaxo: Die Welt ist prima (1:27)
11. Mädchen (4:58)
12. Liliputaner: Manege - instrumental (0:30)
13. Liliputaner: Felix (5:08)


Bonustitel der remasterten Wiederveröffentlichung:

14. Ich Träume oft davon, ein Segelboot zu klau'n (3:48)

Gesamtspieldauer: 48:08



Neun Monate nach dem wahrlich überzeugenden Album „Votan Wahnwitz“, veröffentlichte Udo Lindenberg im Januar 1976 sein siebtes Album mit dem Titel „Galaxo Gang“. Keine Ahnung, was in diesem dreiviertel Jahr geschah, festzuhalten bleibt allerdings, dass die Fallhöhe sehr hoch war. „Galaxo Gang“, wenn auch von vielen Lindenberg Fans noch durchaus goutiert, ist für mich manchmal eine Aneinanderreihung von Peinlichkeiten, die dieses Mal eben auch nicht in überzeugende Melodien gepackt wurden.

Klar die Sprache des Udo Lindenberg ist schon etwas Besonderes. Seine Wortakrobatik unerreicht und seine Wortkreationen lassen einen auch dieses Mal wieder schmunzeln. Allerdings bei solch Texten wie „Nina“ ist irgendwie Fremdschämen angesagt, auch wenn er das irgendwie wohl gut meinte mit dem Thema einer 14-jährigen. „Ich bin Rocker“ kommt noch ganz gut, trotzdem ist es hier auch der Text, der etwas anbiedernd ist. Und ist die Musik bei „1900“ noch ganz okay, so wird sie bei „Der Mutant“ und „Die Welt ist prima“ einfach nur noch unerträglich. Lediglich zwei Titel lassen das Album nicht ganz abstürzen. Das ist das legendäre „Bodo Ballermann“, witziger Text und tolle Melodie, sowie das tieftraurige „Felix“, wobei die Musik hier selbst gar nicht so traurig klingt. Nun das war es allerdings bereits. Vieles vom Rest bereitet manchmal einfach nur Schmerzen.

Fazit: Kann ich wahrlich nicht nachvollziehen, wie man diese Scheibe mit zu den Besten des Udo Lindenberg zählen kann. Die Melodien sind längst nicht so gut, wie zum Beispiel auf „Alles klar auf der Andrea Doria“ oder „Votan Wahnwitz“. Das Ganze wird garniert mit manchmal sehr merkwürdigen Texten, die nerven. Nein, dies ist mit Sicherheit nicht das beste Album Udo Lindenbergs, vielleicht auch nicht die schlechteste Platte, jedoch sehr viel schlechter als der Vorgänger. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Bodo Ballermann, Felix



Mittwoch, 14. Januar 2015

Udo Lindenberg – Ball Pompös






Udo Lindenberg – Ball Pompös


Besetzung:

Udo Lindenberg – Gesang, Schlagzeug
Karl Allaut – Gitarre
Gottfried Böttger – Klavier
Steffi Stephan – Bass
Backi Backhausen – Schlagzeug
Thomas Kukuck – Tonmeister


Gastmusiker:

Keith Forsey – Schlagzeug
Dieter Ahrendt – Schlagzeug
Helmut Franke – Gitarre
Thomas Kretschmer – Gitarre
Lonzo Westphal – Geige
Rudi Ratlos – Geige
Jean Jaques Kravetz – Streichorgel
Gigo Seelenmeyer – Banjo
Chris Hermann – Trompete
Rainer Regel – Saxophon
Bolle Burmeister – Saxophon
Olaf Kübler – Saxophon
Peter Herbolzheimer – Posaune
Wolfgang Schmitz – Posaune
Johnny Müller – Chormonika
Bernie Flottmann – Leitung Honky Tonky Kinderchor
IngaRumpf – Rockermädchen
Otto Waalkes – Cowboy Rocker
Gerhard Gösebrecht – Kosmos-Klänge und Ufo-Pilot
Werner Burghardt – Ahua Chor
Hans Otto Mertens – Ahua Chor
Bernd Bulle – Ahua Chor
Heinz-Peter Meyer – Ahua Chor
Hans Scheibner – Ahua Chor


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1974


Stil: Deutsch Rock, Pop


Trackliste:

1. Jonny Controlletti (3:13)
2. Honky Tonky Show (5:30)
3. Leider Nur Ein Vakuum (3:00)
4. Rudi Ratlos (3:11)
5. Bitte Keine Love Story (3:48)
6. Gerhard Gösebrecht (2:30)
7. Riskante Spiele (4:14)
8. Cowboy Rocker (5:57)
9. Nostalgie Club (1:51)
10. Ich Bin Von Kopf Bis Fuß Auf Liebe Eingestellt (2:36)
11. Glitzerknabe (1:32)
12. Candy Jane (3:13)

Gesamtspieldauer: 40:42




„Ball Pompös“ nannte Udo Lindenberg sein fünftes Studioalbum, welches im Jahr 1974 veröffentlicht wurde. Eingerahmt wird diese Platte von zwei Meisterwerken des Udo Lindenberg, nämlich „Alles Klar Auf Der Andrea Doria“ und „Votan Wahnwitz“. Bei vielen Fans steht „Ball Pompös“ genauso oder zum Teil sogar noch höher im Kurs. Das ist bei mir nicht so ganz der Fall, da auch auf dieser Scheibe zwar tolle Songs vertreten sind, jedoch nicht in der Masse und Intensität, wie auf den beiden bereits genannten und dieses Album umrahmenden Scheiben.

Höhepunkt der Platte ist ganz klar die Nummer „Leider Nur Ein Vakuum“. Sehr melodiös und harmonisch gehalten und wieder mal mit einer Sprache versehen, die sehr viel Spaß macht, da sie so typisch für Udo Lindenberg ist. Hier, in diesem Song, sind die Worte zwar nicht besonders witzig, sondern eher nachdenklich gehalten, mit Humor wird dagegen jedoch in vielen anderen Liedern des Albums nicht gespart. Das Wortspiel und eben jener Humor des gebürtigen Gronauers, findet sich immer wieder in den Texten der insgesamt zwölf Lieder auf „Ball Pompös“. Musikalisch können auch „Bitte Keine Love Story“ und „Cowboy Rocker“ noch voll überzeugen, wobei man bei letzterem Titel übrigens Inga Rumpf und Otto Waalkes in kleinen Sprechrollen hört.

Allerdings muss hier ebenfalls erwähnt werden, dass es auf „Ball Pompös“ auch eine ganze Reihe von Nummern gibt, die eben nichts so schnell ins Ohr gehen, für die man sehr viel mehr Zeit investieren muss, um damit „warm“ zu werden – und manches Mal gelingt einem dies leider überhaupt nicht. Klar, alles reine Geschmackssache, trotzdem befinden sich auf „Ball Pompös“ wesentlich weniger „Klassiker“ aus dem Songkatalog des Udo Lindenberg.

Fazit: Ein schönes Album ist „Ball Pompös“ trotzdem geworden. Der Humor des Udo Lindenberg kommt immer wieder schön zu Tage, die Geschichten, die hier erzählt werden, regen mitunter zum Schmunzeln an, andere machen nachdenklich. Dazu gesellen sich noch einige wirklich überzeugende Melodien. Vielleicht nicht ganz so gut, die die beiden Platten außen herum, jedoch sicherlich immer noch gut. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Leider Nur Ein Vakuum, Bitte Keine Love Story, Cowboy Rocker




Auf der Platte singt Udo Lindenberg den Titel natürlich auf Deutsch, hier mal auf Englisch: