Sonntag, 10. Juli 2016

The Sisters Of Mercy – Floodland




The Sisters Of Mercy – Floodland


Besetzung:

Andrew Eldritch – vocals, keyboards, synthesizers, guitar, bass guitar, programming
Patricia Morrison – bass guitar, vocals
Doktor Avalanche – drums


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1987


Stil: Gothic Rock, Dark Wave


Trackliste:

1. Dominion / Mother Russia (7:01)
2. Flood I (6:22)
3. Lucretia My Reflection (4:56)
4. 1959 (4:10)
5. This Corrosion (10:55)
6. Flood II (6:46)
7. Driven Like The Snow (6:27)
8. Never Land (A Fragment) (2:56)

Bonus Tracks der remasterten Wiederveröffentlichung:

9. Torch (3:49)
10. Colours (7:18)

Gesamtspieldauer: 1:00:45




„Floodland“ heißt das zweite, bekannteste und erfolgreichste Album der englischen Gothic Rock Band The Sisters Of Mercy, die sich mit dieser Scheibe allerdings endgültig zu einer Art Ein-Mann-Unternehmung des Andrew Eldritch entwickelt hatte. Andrew Eldritch zeichnet sich auf „Floodland“ für alle Kompositionen verantwotlich und spielte auch den allergrößten Teil der Instrumente selbst ein. Seit der letzten Veröffentlichung der Sisters Of Mercy hatte Andrew Eldritch zwischenzeitlich mit der Band Sisterhood ein Album veröffentlicht, was jedoch bei Kritikern und Fans floppte. So entschied er sich The Sisters Of Mercy wiederzubeleben und nahm einen Titel, „This Corrosion“, der eigentlich für das zweite Sisterhood Album gedacht war, als Grundlage für die neue The Sisters Of Mercy Platte.

Auf „Floodland hört man sehr Synthesizer-lastigen Gothic Rock, der praktisch immer und an jeder Stelle dunkel und düster klingt. Allerdings gehen die einzelnen Titel der Scheibe auch durchaus gut ins Ohr. Lieder wie „Dominion / Mother Russia“ und natürlich „This Corrosion“ zünden sofort beim ersten Mal des Hörens und setzen sich fest. „This Corrosion“ entwickelte sich vor allen Dingen in England und Deutschland zum Hit und wurde dort in den entsprechenden Clubs rauf- und runtergespielt. Die Nummer beginnt ziemlich untypisch mit vielen „Aaahs“ und „Ooohs“ weiblicher wie männlicher Chorstimmen. Dann setzen Rhythmus und Instrumente ein und das Lied groovt, immer wieder ergänzt durch diese Chorstimmen. Trotz seiner knapp zwölfminütigen Spieldauer passiert in dem Lied nicht allzu viel. Klar, die Nummer geht ins Ohr, sehr schnell sogar, durch die vielen Wiederholungen ist es allerdings auch eine Art meditativer Ansatz, der dieses Stück zu etwas Besonderem werden lässt.

Auch der Rest auf „Floodland“ kann sich hören lassen, wobei hier das Lied „1959“ noch ein wenig vor den anderen hervorsticht. Nur Piano und Gesang sind hier zu hören, erneut sehr eingängig komponiert und arrangiert, umschmeicheln hier die weichen Töne das Ohr von Hörerin und Hörer. Dabei kommt natürlich der sehr intensive Gesang des Andrew Eldritch besonders gut zum Tragen, der hier seine Worte fast schon beschwörerisch ins Mikro hineinhaucht.

Fazit: Ein schönes und abwechslungsreiches Album ist „Floodland“ von den Sisters Of Mercy geworden. Im Alleingang komponiert und fast im Alleingang eingespielt, hat Andrew Eldritch auf dieser Scheibe so ziemlich alles richtig gemacht. Einige Höhepunkte hält die Platte für die Hörerinnen und Hörer parat und wird dann überzeugen, wenn man düsteren Gothic Rock zu schätzen weiß. Zudem klingt einem hier einmal mehr der Sound der 80er Jahre entgegen. Wer die Musik dieser Zeit mag, wird auch „Floodland“ mögen. Elf Punkte.

Anspieltipps: 1959, This Corrosion



Samstag, 9. Juli 2016

Red Hot Chili Peppers – The Getaway




Red Hot Chili Peppers – The Getaway


Besetzung:

Flea – bass, piano, backing vocals, trumpet
Anthony Kiedis – lead vocals
Josh Klinghoffer – guitars, backing vocals, bass
Chad Smith – drums, percussion


Gastmusiker:

Brian ‘Danger Mouse’ Burton – mellotron, organ, synthesizers
Elton John – piano
Mauro Refosco – percussion
Anna Waronker – additional vocals
Beverley Chitwood – vocal solo
Peter Kent – 1st violin
Sharon Jackson – 2nd violin
Briana Bandy – viola
Armen Ksajikian – cello
Beverley Chitwood – choir
Alexx Daye – choir
David Loucks – choir
Kennya Ramsey – choir
Matthew Selby – choir
SJ Hasman – choir
Loren Smith – choir
Gregory Whipple – choir


Label: Warner Bros. Records


Erscheinungsdatum: 2016


Stil: Rock, Pop, Funk Rock


Trackliste:

1. The Getaway (4:10)
2. Dark Necessities (5:02)
3. We Turn Red (3:20)
4. The Longest Wave (3:31)
5. Goodbye Angels (4:28)
6. Sick Love (3:41)
7. Go Robot (4:23)
8. Feasting On The Flowers (3:22)
9. Detroit (3:46)
10. This Ticonderoga (3:35)
11. Encore (4:14)
12. The Hunter (4:00)
13. Dreams Of A Samurai (6:09)

Gesamtspieldauer: 53:47




Am 17. Juni 2016 wurde das elfte Studioalbum der US-amerikanischen Band Red Hot Chili Peppers auf dem Label Warner Bros. Records mit dem Titel „The Getaway“ veröffentlicht. Natürlich rauschten die Verkaufszahlen sofort wieder in die Höhe, wie bei jeder Veröffentlichung der Red Hot Chili Peppers in den letzten zweieinhalb Dekaden. Aber sowohl bei Fans wie bei Kritikern stieß die Platte nicht ganz so uneingeschränkt auf Begeisterung. Da gab es Lob und Lobeshymnen bis hin zum totalen Verriss. Jedoch wie immer in solchen Fällen, liegt die Wahrheit wohl wieder irgendwo in der Mitte. Obwohl, schlecht ist die Scheibe auf gar keinen Fall geworden.

Natürlich hat die Musik der Red Hot Chili Peppers nur noch wenig bis gar nichts mehr mit jener zu tun, für die die Band zu Beginn ihrer Karriere stand. Harten HipHop gibt es hier auch nicht mehr zu hören. Zudem fällt der Rock-Anteil auf „The Getaway“ einigermaßen niedrig aus. Viel eher ist die Musik der US-Amerikaner sanfter und vor allen Dingen auch irgendwie melodischer geworden. Hintergrundchöre und Streicher erweitern immer wieder mal die etwas nachdenklichere Stimmung und verstärken diese noch. Trotzdem gibt es allerdings noch diese etwas funkigeren Elemente in der Musik der Red Hoit Chili Peppers, für die sie früher schon standen – allerdings eben nicht mehr in diesem Ausmmaß.

Die Musik auf „The Getaway“ geht ins Ohr und es ist dabei glücklicherweise kein einziger Ausfall zu verzeichnen. Alles klingt und wirkt auf seine Art, wenn auch dieser eine, irgendwie herausragende Ohrwurm auch nicht auf dieser Scheibe zu finden ist. Doch macht die Musik trotzdem Spaß und hat gerade ihre Stärken in den sanften, ruhigen und etwas sentimental-melancholischen Momenten. Sehr gelungen ist dabei die Nummer „The Longest Wave“, welche sich bereits nach wenigen Durchläufen im Ohr festzusetzen versteht. Und hier klingen die Red Hot Chili Peppers dann auch wunderschön verträumt. Ebenfalls sehr gelungen sind die beiden Stücke am Ende des Albums. „The Hunter“ und „Dreams Of A Samurai“ gehören ebenfalls zur Kategorie des sanften Rock-Songs – wobei beim letzten Titel „Dreams Of A Samurai“ durchaus auch gerockt wird. Oder ist das hier schon Pop? Nein wohl kaum, jedoch sehr nachdenklicher Rock, der manchmal eben doch Fesseln abwirft und je häufiger gehört, desto mehr zu überzeugen weiß.

Fazit: „The Getaway“ ist sicherlich nicht das beste Album der Red Hot Chili Peppers geworden und sie erfinden hier auch die Musik nicht neu. Innovationen auch in der Musik der Band selbst, gibt es hier nicht zu hören. Dafür allerdings ist „The Getaway“ vollgestopft mit schöner und sanfter Rock-Musik, die manchmal auch etwas die Bremse löst und dann doch Geschwindigkeit aufnimmt. Selten zwar, aber auch diese Stellen gibt es. Hörerinnen und Hörer, die Wert auf Melodiösität und Eingängigkeit in den Liedern legen, können hier im Grunde genommen nichts falsch machen. Neun Punkte.

Anspieltipps: The Longest Wave, The Hunter, Dreams Of A Samurai



Freitag, 8. Juli 2016

Opeth – Pale Communion




Opeth – Pale Communion


Besetzung:

Mikael Åkerfeldt – vocals, guitar, production, art direction, engineering
Fredrik Åkesson – guitar, backing vocals
Joakim Svalberg – piano, keyboard, backing vocals
Martín Méndez – bass guitar
Martin Axenrot – drums, percussion


Gastmusiker:

Dave Stewart – string arrangements


Label: Roadrunner Records


Erscheinungsdatum: 2014


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Eternal Rains Will Come (6:43)
2. Cusp Of Eternity (5:36)
3. Moon Above, Sun Below (10:53)
4. Elysian Woes (4:48)
5. Goblin (4:34)
6. River (7:33)
7. Voice Of Treason (8:00)
8. Faith In Others (7:41)

Gesamtspieldauer: 55:51




„Pale Communion“ heißt das elfte Studioalbum der schwedischen Band Opeth, die in ihrer Historie mit dem musikalischen Stil Progressive Metal startete und schließlich immer mehr in den Progressive Rock hinüberwechselte. Das merkt und hört man unter anderem an der Tatsache, dass es ein Growling in der Musik von Opeth inzwischen nicht mehr gibt – auch sind die Töne insgesamt gemäßigter geworden. Die Platte wurde im August 2014 auf dem Label Roadrunner Records veröffentlicht und ist eine der erfolgreichsten der Schweden.

Zu hören gibt es auf „Pale Communion“ Progressive Rock, der manchmal rockig und dann auch mal ein wenig vertrackt klingt. Zumeist ist die Musik allerdings sanft. Sanft und melodisch. Und genau darin liegt auch die Stärke dieses Albums. In diesen sanften, melodischen und eingängigen Nummern „Moon Above, Sun Below“, „Voice Of Treason“ und „Faith In Others“ spiegelt sich die Essenz dieses Albums wider, welches das Ohr umschmeichelt und auch ohne Kompliziertheit und Komplexität zu überzeugen weiß. Diese sind zwar vorhanden, treten jedoch nicht so in den Vordergrund. „Pale Communion“ ist weder kompliziert noch ist es vertrackt.

Die Richtung der Platte wird vorgegeben gleich durch die erste Nummer „Eternal Rains Will Come“. Darin enthalten ist das rockige Moment, ebenso wie der melodiöse Augenblick. Die Musik fordert einen zunächst, wird dann eingängig, sanft und umspielt und umschmeichelt das Ohr. Da gibt es gleich diesen Harmoniegesang, der sich über das gesamte Album immer wieder einbringt. Das Ganze klingt irgendwie spannend, wenn auch unaufgeregt. Manches Mal wird das Tempo in der Musik angezogen, doch immer klingt sie rund und genau so gewollt. Das wiederum macht Spaß. Erfreut den Progressive Rock Fan, wie auch die Freundin beziehungsweise den Freund der etwas „alltäglicheren“ Musik.

Fazit: Wenn mich einer fragen würde, ob es vom Genre Progressive Rock auch heutzutage etwas geben würde, was dieses Genre gut abbildet, dann würde ich unter anderem Opeth mit ihrem Album „Pale Communion“ nennen. Diese Scheibe macht Spaß. Sie biedert sich nicht an, ist rockig und geht trotzdem ins Ohr – auch und gerade wegen den zahlreich vorhandenen sanften Nummern. Öfters angehört gefällt das wohl den meisten Musikhörern, auch wenn es nicht so ganz einfach ist. Aber obwohl, zum Anhören ist das dann doch einfach. Elf Punkte.

Anspieltipps: Eternal Rains Will Come, Elysian Woes, Voice Of Treason, Faith In Others



Donnerstag, 7. Juli 2016

Magma – Ëmëhntëhtt-Ré




Magma – Ëmëhntëhtt-Ré


Besetzung:

Stella Vander – chant, chœurs, percussions (1-2-3-4-5)
Isabelle Feuillebois – chant, chœurs (1-2-3-4)
Hervé Aknin – chant, chœurs (1-2-3-4-5)
Benoit Alziary – vibraphone (1-2-3-4)
James Mac Gaw – guitare (1-2-3-4)
Bruno Ruder – fender rhodes (2-3-4)
Philippe Bussonnet – basse, basse piccolo (1-2-3-4-5)
Christian Vander – batterie, chant, piano, fender rhodes, clavier, percussions


Gastmusiker:

Emmanuel Borghi – piano (1-2-3)
Claude Lamamy – chœurs (1)
Marcus Linon – chœurs (1)
Pierre-Michel Sivadier – chœurs (1)
Himiko Paganotti – chœurs (1-2)
Antoine Paganotti – chœurs (1-2)


Label: Seventh Records


Erscheinungsdatum: 2009


Stil: Zeuhl


Trackliste:

1. Ëmëhntëhtt-Ré I (6:54)
2. Ëmëhntëhtt-Ré II (22:24)
3. Ëmëhntëhtt-Ré III (13:07)
4. Ëmëhntëhtt-Ré IV (3:54)
5. Funëhrarïum Kanht (4:13)
6. Sêhë (0:25)

Gesamtspieldauer: 51:01




Magma ist eine französische Band, die sich 1969 gegründet hat. Zunächst war diese etwas im Progressive Rock beheimatet, gilt dann als Begründer des Zeuhl. Zeuhl? Nun, ich zitiere an dieser Stelle mal Wikipedia, da es dort schön und einfach umschrieben ist: „Zeuhl (ausgesprochen etwa ['zœl]) ist eine Musikrichtung, die in den frühen 1970ern von der französischen Band Magma um den klassisch ausgebildeten Schlagzeuger Christian Vander etabliert wurde. Die Genrebezeichnung ist dabei der von Vander erfundenen Kunstsprache Kobaïanisch entliehen, in der Zeuhl Wortz so viel bedeutet wie himmlische Musik.“

Seit 1970 hat Magma vierzehn Studio-Alben veröffentlicht, wobei „Ëmëhntëhtt-Ré“ die elfte Scheibe dieser Reihe ist. Der gerade bereits erwähnte Christian Vander ist dabei nicht nur der kreative Kopf von Magma, sondern auch das einzig verbliebene Gründungsmitglied dieser nicht ganz alltäglichen Band. „Ëmëhntëhtt-Ré“ wurde im November 2009 auf dem Label Seventh Records veröffentlicht und zieht kaum einfach so an einem vorbei. Diese Musik hinterlässt auf jeden Fall Spuren und ganz sicher auch eine Meinung bei der Hörerin beziehungsweise dem Hörer. Man findet diese Musik toll, spannend und begeisternd oder kann damit nicht ganz so viel anfangen. Letzteres wird wohl auf die meisten Musikkonsumenten zutreffen.

Die Musik auf „Ëmëhntëhtt-Ré“ beinhaltet eine sehr dominante Rhythmusfraktion, was aufgrund der Beteiligung von Christian Vander auch nicht weiter verwundern wird. Die einzelnen Lieder auf der Scheibe beinhalten Einflüsse des Jazz und der klassischen Musik. Rock ist das definitiv nicht mehr – auch kein Progressive Rock. Neben der gar nicht mal sehr melodiösen Musik steht immer wieder der Gesang im Vordergrund. Dieser fällt nicht nur auf, weil er eben in dieser doch etwas ungelenk klingenden, Kunstsprache gehalten ist, manchmal ein wenig an Operettengesang erinnert, sondern häufig auch im Chor vorgetragen wird. Insgesamt wirkt das Ganze meist furchtbar hektisch und immer nach vorne treibend. Hört man diese Musik beim Autofahren, streift man automatisch die Leitplanke. Immer wieder werden rhythmische Kapriolen geschlagen oder der Atonalität gefrönt. Die Musik auf „Ëmëhntëhtt-Ré“ klingt zwar nicht so, dass man sofort panisch den Raum verlassen müsste, allerdings gewöhnungsbedürftig ist das Ganze schon sehr. Neben der Musik-CD befindet sich in dem wirklich toll gestalteten Digi-Pack noch eine 56-minütige DVD, auf der man der Band bei den Studioaufnahmen zusehen darf.

Fazit: „Ëmëhntëhtt-Ré“ von Magma beinhaltet Zeuhl. Eine musikalische Richtung, mit der man gewiss nicht so ohne Weiteres etwas anzufangen weiß – zumindest nicht, wenn man sich nicht allzu häufig in den Gefilden des Jazz bewegt. Die Musik wirkt manchmal ein wenig hypnotisch, immer jedoch hektisch. Der Gesang auf „Ëmëhntëhtt-Ré“ erinnert mitunter entfernt an Carl Orffs Carmina Burana und ist wie die Musik alles andere als mit „melodiös“ zu umschreiben. Diese Kunstsprache „kobaïanisch“ klingt entfernt wie klingonisch bei Raumschiff Enterprise und macht die Musik von Magma dadurch noch ein wenig skurriler. Ich liebe auch das Ausgefallene in der Musik, aber Zeuhl? Leider wieder Musik, die ich wohl nicht richtig zu schätzen weiß. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Ëmëhntëhtt-Ré II



Mittwoch, 6. Juli 2016

Coldplay – A Rush Of Blood To The Head




Coldplay – A Rush Of Blood To The Head


Besetzung:

Chris Martin – vocals, acoustic guitar, keyboards
Jonny Buckland – electric guitar
Guy Berryman – bass guitar
Will Champion – drums, harmony vocals, percussion


Gastmusiker:

Ann Lines – strings
Audrey Riley – strings
Chris Tombling – strings
Dan Green – strings
Laura Melhewish – strings
Leo Payne – strings
Peter Lale – strings
Richard George – strings
Susan Dench – strings


Label: Parlophone


Erscheinungsdatum: 2002


Stil: Pop, Rock, BritPop


Trackliste:

1. Politik (5:18)
2. In My Place (3:48)
3. God Put A Smile Upon Your Face (4:57)
4. The Scientist (5:09)
5. Clocks (5:07)
6. Daylight (5:27)
7. Green Eyes (3:43)
8. Warning Sign (5:31)
9. A Whisper (3:58)
10. A Rush Of Blood To The Head (5:51)
11. Amsterdam (5:19)

Gesamtspieldauer: 54:12




„A Rush Of Blood To The Head“ heißt das zweite Album der englischen Band Coldplay, welches zwei Jahre nach dem Debut-Album „Parachutes“ im Mai 2002 veröffentlicht wurde. Mit diesem, auf dem Label Parlophone veröffentlichten Album, schafften die vier Briten endgültig ihren Durchbruch. Kaum ein westliches Land, in welchem die Scheibe nicht bis auf Platz 1 der Charts kletterte. Außerdem stellt „A Rush Of Blood To The Head“ mit bald zwanzig Millionen verkauften Exemplaren auch die mit Abstand erfolgreichste Scheibe von Coldplay dar.

Nun, für Rocker ist dieses Album definitiv nicht geeignet, denn die Musik darauf kann durchaus mit weich und sanft umschreiben werden. Rock ist das nur an wenigen Stellen, vielmehr steht hier der Pop im Vordergrund, der zugegebenermaßen allerdings manchmal auch leicht rockige Passagen für die Hörerin beziehungsweise den Hörer bereit hält. Und dann ist da natürlich auch noch die Stimme des Chris Martin, die mit Sicherheit auch nicht jedermanns Sache ist, da sie allzu oft sehr weich und mitunter auch ein wenig weinerlich klingt. Andererseits passt die Stimme somit natürlich absolut perfekt zur Musik auf „A Rush Of Blood To The Head“. Beides ergänzt sich prima.

Nun, wer also auch mit den sanfteren Tönen in der Musik etwas anzufangen weiß, die oder der dürfte hier durchaus etwas für sich entdecken. Alle Titel sind äußerst melodiös und gehen auch schnell ins Ohr, ohne dort allesamt gleich zum Ohrwurm zu mutieren. Aber auch diese Titel gibt es auf der Scheibe. Ganz bestimmt sogar mit dem Titel „Clocks“, was gleichzeitig wohl auch das bekannteste Lied von Coldplay darstellt. Ein Lied, welches man einmal gehört, nicht mehr so ohne weiteres vergisst. Auch das Titellied „A Rush Of Blood To The Head“ weiß sich gut festzusetzen, wobei hier allerdings der Gesang des Chris Martin besonders intensiv zum Tragen kommt. Gleiches gilt auch für den letzten Titel des Albums. „Amsterdam“ ist ein sanftes Lied, bei dem Chris Martin lediglich vom Piano begleitet wird und welches sich ebenfalls nach wenigen Durchläufen bereits fest im Ohr verankert hat.

Fazit: Sanften und weichen Pop bekommt man auf „A Rush Of Blood To The Head“ von Coldplay zu hören. Das bisher bekannteste Lied der Band, „Clocks“ ist darauf ebenfalls enthalten. Die Musik besteht aus durchgängig melodiösen und eingängigen Titeln, wobei sich kein Ausfall unter den elf Nummern befindet. Manchmal wünscht man sich allerdings ein klein wenig mehr „Leben“ in den einzelnen Liedern, die konzeptionell alle ähnlich aufgebaut sind. Was bleibt ist sanfte Musik für die Träumerinnen und Träumer unter uns. Neun Punkte.

Anspieltipps: Politik, Clocks, A Rush Of Blood To The Head, Amsterdam



Dienstag, 5. Juli 2016

Dio – Holy Diver




Dio – Holy Diver


Besetzung:

Ronnie James Dio – lead vocals, synthesizers
Vivian Campbell – guitar
Jimmy Bain – bass, keyboards
Vinny Appice – drums


Label: Mercury Records


Erscheinungsdatum: 1983


Stil: Heavy Metal


Trackliste:

1. Stand Up And Shout (3:17)
2. Holy Diver (5:40)
3. Gypsy (3:39)
4. Caught In The Middle (4:11)
5. Don't Talk To Strangers (4:52)
6. Straight Through The Heart (4:32)
7. Invisible (5:20)
8. Rainbow In The Dark (4:12)
9. Shame On The Night (5:31)

Bonus Material der remasterten Album-CD-Ausgabe:

10. - 19. Ronnie James Dio Audio Interview (34:57)

Gesamtspieldauer: 45:46 (Musik), inklusive Interview: 80:43




„Holy Diver“ heißt das erste Solo-Album des Ronnie James Dio. Für viele Kritiker und Fans ist es gleichzeitig auch seine beste Platte geworden. Überzeugend klingt die Darauf enthaltene Musik wahrlich. Dazu gesellt sich noch der Umstand, dass Ronnie James Dio mit Sicherheit einer der, wenn nicht der beste Sänger im Bereich des musikalischen Genres Heavy Metal war. Seine Stimme alleine macht es schon aus, das Anhören seiner Platten zu einem lohnenswerten Erlebnis werden zu lassen.

Die Texte auf „Holy Diver“ stammen allesamt aus der Feder des Ronnie James Dio – und er schafft es hier, nicht nur über Herzschmerz zu singen, wie so viele seiner Kollegen. Auch an den Kompositionen ist er immer beteiligt, dabei wird er allerdings unterstützt von den restlichen Band-Mitgliedern. Die einzelnen Titel gehen gut ins Ohr und zünden durchaus, vielleicht nicht gleich beim ersten Male des Hörens, doch mit den weiteren Durchläufen dann umso mehr. So breitet sich beim Hören ein sehr überzeugendes Heavy Metal Album vor dem Ohr der Hörerin beziehungsweise des Hörers aus, welches musikalisch gesehen im Falle des Ronnie James Dio nur durch seine drei Beteiligungen bei Rainbow getoppt wird.

Einen Ausfall gibt es auf der Platte glücklicherweise nicht zu beklagen, alles hat seine Qualität und wirkt. Neben härteren Stücken fehlen natürlich auch nicht die langsameren Lieder – wenn auch nur abschnittsweise, wie beim wirklich überzeugenden „Don't Talk To Strangers“. Ebenfalls sehr gelungen ist der Titeltrack „Holy Diver“. Ein Lied, welches bereits nach wenigen Durchläufen Ohrwurmcharakter entwickelt. Ebenfalls in diese Richtung tendiert die Nummer „Rainbow In The Dark“, die ihren hohen Wiedererkennungswert durch einen sehr eingängigen Keyboardlauf erhält. Und schließlich ist da noch das letzte Lied des Albums, „Shame On The Night“. Ein Heavy Metal Klassiker, der toll mit den Stimmungen spielt.

Der remasterten Fassung des Albums ist noch ein Interview mit Ronnie James Dio hinzugemischt worden, in dem er einiges über die Entstehungsgeschichte und über den Inhalt von „Holy Diver“ erzählt.

Fazit: Da muss sich niemand wundern, das Heavy Metal Fans sich vor dieser Scheibe verneigen. „Holy Diver“ ist Heavy Metal pur – in einer sehr melodiösen Ausprägung. Dazu gesellt sich der einmalige und immer überzeugende Gesang des Ronnie James Dio und fertig ist der Heavy Metal Klassiker, der sich vor der Konkurrenz nicht zu verstecken braucht. Steht man auf schwere Gitarren und harte Riffs, kann man mit „Holy Diver“ im Grunde genommen nichts falsch machen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Holy Diver, Don't Talk To Strangers, Rainbow In The Dark, Shame On The Night



Montag, 4. Juli 2016

The Beach Boys – Pet Sounds




The Beach Boys – Pet Sounds


Besetzung:

Al Jardine – lead, harmony and backing vocals, tambourine
Bruce Johnston – harmony and backing vocals
Mike Love – lead, harmony and backing vocals
Brian Wilson – lead, harmony and backing vocals, organ, piano, dog whistles, sound effects
Carl Wilson – lead, harmony and backing vocals, guitar, twelve-string guitar
Dennis Wilson – harmony and backing vocals, drums


Gastmusiker:

Tony Asher – plucked piano strings on "You Still Believe In Me
Terry Melcher – tambourine on "That's Not Me" and "Here Today"
Arnold Belnick – violin
Chuck Berghofer – string bass
Hal Blaine – bongos, drums, timpani
Norman Botnick – viola
Glen Campbell – guitar, twelve-string electric guitar
Frank Capp – bells, glockenspiel, latin percussion, percussion, timpani, vibraphone
Al Casey – guitar
Roy Caton – trumpet
Jerry Cole – electric guitar, guitar, mandolin
Gary Coleman – bongos, timpani
Mike Deasy – guitar
Al De Lory – harpsichord, organ, piano, tack piano
Joseph DiFiore – viola
Justin DiTullio – cello
Steve Douglas – clarinet, flute, percussion, tenor saxophone, saxophone
Jesse Erlich – cello
Carl Fortina – accordion
Ritchie Frost – drums, empty Coca-Cola cans, percussion
James Getzoff – violin
Jim Gordon – drums, percussion
Bill Green – flute, percussion, saxophone, tenor saxophone
Leonard Hartman – bass clarinet, clarinet, english horn
Jim Horn – baritone saxophone, flute, tenor saxophone, saxophone
Paul Horn – tenor saxophone
Harry Hyams – viola
Jules Jacob – flute
Plas Johnson – flute, percussion, saxophone, tenor saxophone
Carol Kaye – electric bass
Barney Kessel – guitar, mandolin
Bobby Klein – tenor saxophone
Larry Knechtel – organ
William Kurasch – violin
Leonard Malarsky – violin
Frank Marocco – accordion
Gail Martin – trombone
Nick Martinis – drums
Mike Melvoin – harpsichord
Jay Migliori – baritone saxophone, bass clarinet, clarinet, flute, saxophone
Tommy Morgan – harmonica
Jack Nimitz – baritone saxophone
Bill Pittman – guitar
Ray Pohlman – danelectro bass, electric bass, mandolin, guitar
Don Randi – piano
Alan Robinson – french horn
Jerome Reisler – violin
Lyle Ritz – string bass, ukulele
Joseph Saxon – cello
Ralph Schaeffer – violin
Sid Sharp – violin
Billy Strange – electric guitar, guitar, twelve-string electric guitar
Ron Swallow – tambourine
Ernie Tack – bass trombone
Paul Tanner – electro-theremin
Tommy Tedesco – acoustic guitar
Darrel Terwilliger – viola
"Tony" – sleigh bell
Jerry Williams – percussion
Julius Wechter – timpani, latin percussion, percussion, vibraphone
Tibor Zelig – violin


Label: Capitol Records


Erscheinungsdatum: 1966


Stil: Sixties Pop


Trackliste:

1. Wouldn't It Be Nice (2:25)
2. You Still Believe In Me (2:34)
3. That's Not Me (2:30)
4. Don't Talk (Put Your Head On My Shoulder) (2:54)
5. I'm Waiting For The Day (3:06)
6. Let's Go Away For Awhile (2:21)
7. Sloop John B (3:00)
8. God Only Knows (2:53)
9. I Know There's An Answer (3:11)
10. Here Today (2:55)
11. I Just Wasn't Made For These Times (3:15)
12. Pet Sounds (2:23)
13. Caroline, No (2:53)

Gesamtspieldauer: 36:25




„Pet Sounds“ von den Beach Boys ist deren elftes Studio-Album und wohl eines der bekanntesten Alben der Band. Interessant dabei ist, dass dieses Album das elfte seit 1962 ist. In den drei Jahren zuvor veröffentlichten die Beach Boys drei Platten pro Jahr! Nun, von Unproduktivität kann man in diesem Falle wohl wirklich nicht sprechen. Geht dieser rasante Ausstoß an Alben dann allerdings auch auf Kosten der Qualität der Musik? Liest man viele Rezensionen nach, dann stimmt das in diesem Fall wohl eher nicht. Im Mai 1966 wurde „Pet Sounds“ auf dem Label Capitol Records veröffentlicht und die Scheibe wird vor allen Dingen von den Kritikern in den höchsten Tönen gelobt. In der Liste des Rolling Stone Magazines der 500 besten Platte aller Zeiten rangiert das Album gar auf Platz 2, gleich hinter „Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band“ von den Beatles. Liest man im Internet nach, so wird die Musik der Beach Boys auf „Pet Sounds“ mit Psychedelic Rock, Art Rock oder Progressive Pop umschrieben.

Es tut mir furchtbar leid, aber „Pet Sounds“ klingt nach 60ies Pop – mehr kann ich da irgendwie nicht entdecken. Auch die Texte des Albums werden in den höchsten Tönen gelobt, dabei handelt es sich hauptsächlich um Liebesgesäusel, welches man von zig anderen Platten und zig anderen Liebesliedern her kennt. Was hier psychedelisch oder progressive sein soll, das erschließt sich einem ganz bestimmt nicht sofort. Nun könnte man natürlich sagen, dass bis zu diesem Jahr 1966, noch niemals eine Band psychedelischer oder progressiver klang. Nun, die Beatles-Scheiben „Rubber Soul“, welches 1965 veröffentlicht wurde und „Revolver“, zwei Monate nach „Pet Sounds“, klingen ganz bestimmt nicht weniger progressiv. Der Erfolg von „Pet Sounds“ hielt sich zunächst auch in Grenzen, da die Platte in der Aufmerksamkeit von der Beatles-Scheibe „Revolver“ ausgestochen wurde.

Dabei ist die Musik auf „Pet Sounds“ ganz bestimmt nicht schlecht. Aber es ist eben 60ies Pop. Zwei der auf der Scheibe enthaltene Lieder sind wohl auch allen Musikinteressierten bekannt. Da ist zum einen „Wouldn't It Be Nice“ und das neu arrangierte, traditionelle Lied „Sloop John B“. Beides Titel, die auch durchaus schnell ins Ohr gehen. Der ganze Rest erzeugt dagegen nicht mehr allzu viel Aufsehen. Zumindest heute nicht mehr, aber vielleicht machte es damals die Mischung aus gesungenen Liedern und mit „Let's Go Away For Awhile“ sowie „Pet Sounds“ zwei Instrumentalstücken aus, dass diese Scheibe als etwas Besonderes angesehen wurde und wird. Oder ist es die kurze Klangkollage am Ende der Scheibe, bei der man zu Zuggebimmel Hundebellen hört? Paul McCartney fand „Pet Sounds“ auch klasse und angeblich wurden die Beatles durch diese Scheibe auch zu „Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band“ inspiriert. Parallelen sind da für mich als Laie wirklich nicht zu entdecken. Aber man muss ja auch nicht alles verstehen.

Fazit: „Pet Sounds“ von den Beach Boys ist sicherlich kein schlechtes Album. In der heutigen Zeit allerdings eine sehr langweilige Platte. Die Musik klingt genau so, wie sie alt ist, nach mindestens fünfzig Jahren. Psychedelische oder progressive Ansätze lassen sich darauf für mich nicht entdecken – oder wenn dann wirklich nur ganz rudimentär. Die Musik klingt nach Pop. Pop, der in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden ist. Manchmal unterhaltsam, manchmal belanglos. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Wouldn't It Be Nice, Sloop John B, Here Today



Sonntag, 3. Juli 2016

Emtidi – Saat




Emtidi – Saat


Besetzung:

Maik Hirschfeldt – 12- & 6-saitige Gitarre, E-Gitarre, E-Bass, Synthesizer, Leslie-Gitarre, F-Alt Flöte, Vibraphone, Mauktrommeln, Cimbeln, Gesang
Dolly Holmes – Gesang, Orgel, E-Piano, Mellotron, Elektro-Spinett, Klavier


Label: ZYX Music


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Krautrock, Folk


Trackliste:

1. Walking In The Park (6:25)
2. Träume (3:22)
3. Touch The Sun (11:50)
4. Love Time Rain (2:48)
5. Saat (3:57)
6. Die Reise (9:56)

Gesamtspieldauer: 38:20




Allzu viel Erhellendes lässt sich über Emtidi nicht mehr finden. Diese „Band“ hatte lediglich einen sehr kurzen Auftritt gehabt, ohne sonderlich viele Spuren zu hinterlassen. „Saat“ aus dem Jahr 1972 ist die zweite und letzte Veröffentlichung dieses Duos, bestehend aus dem Deutschen Maik Hirschfeldt und der Engländerin Dolly Holmes. Gab es auf dem ersten, selbstbetitelten Album aus dem Jahr 1970 noch hauptsächlich Folk Musik zu hören, so wird die Musik von Emtidi auf „Saat“ nun abwechslungsreicher und auch spannender. Aber was ist das denn nun? Ist das immer noch Folk oder ist das Krautrock oder gar Progressive Rock? Nun, es ist irgendwie alles zusammen, eine Mischung aus diesen musikalischen Genres, die die beiden Musiker hier miteinander verwoben haben.

„Saat“ von Emtidi klingt nur selten treibend und nach vorne preschend, jedoch gibt es auch diese Momente. Doch das ist nicht die Regel, denn ansonsten hören sich die Lieder eher ruhig und zurückhaltend an. Gesungen wird mal auf Englisch, mal auf Deutsch. Den Gesang teilen sich die beiden zumindest größtenteils nach der jeweiligen Muttersprache auf. Alles auf dieser Scheibe klingt sehr melodiös und geht auch schnell ins Ohr. Auf seine Weise klingt alles auf „Saat“ auch ein wenig unscheinbar und unschuldig. Vor allen Dingen „unschuldig“ erscheint mir in diesem Zusammenhang sehr passend. Auf „Saat“ probieren sich zwei Musiker gerade aus, ohne auf irgendwelche Konventionen zu achten und das Ergebnis wirkt durchaus.

So gibt es hier lange und sphärische Instrumentalpassagen zu hören, wenige, etwas vertracktere Abschnitte und ganz viel, einfach irgendwie schön klingende Musik, die sich dann auch wirklich folkig angehaucht anhört. Die beiden Musiker versuchen mit jedem Titel eine Geschichte zu erzählen, denen man allerdings nicht immer ganz so ohne Weiteres folgen kann. Traumwelten eben, die passend zu der Musik erschaffen werden. Manchmal erinnert Dolly Holmes auch ein klein wenig Annie Haslam – allerdings wirklich nur ein klein wenig.

Ich schreibe auf diesen Seiten selten etwas über die Qualität der Aufnahmen. Hier ist dies allerdings definitiv angebracht, was jedoch nicht an Emtidi selbst liegt. Das Plattenlabel ZYX Music hatte bei der CD Wiederveröffentlichung keine bessere Idee, als die originale Schallplatte aufzulegen und dieses Abspielen aufzunehmen. Das Ergebnis ist, dass man das Rauschen und Knistern der Schallplatte hier auf CD hört. Das mag für den ein oder anderen Nostalgiker von Interesse sein, hat jedoch nichts mehr mit seriösem Gebaren zu tun. Hier werden Käufer eindeutig über den Tisch gezogen.

Fazit: Die Musik von Emtidi auf „Saat“ ist schön. Es gibt kein besseres Adjektiv, um diese Lieder zu umschreiben. Freilich gilt das nur für all jene Hörerinnen und Hörer, die mit der sehr sanften Ausführung des Genres Krautrock bis hin zu Progressive Rock etwas anzufangen wissen. Für alle anderen könnte das seltsam bis langweilig klingen. Nun, mir gefällt es, jedoch sollten all jene, die sich überlegen, die CD zu kaufen, vorher einen Blick auf das Plattenlabel werfen. Finger weg von der ZYX Music -Ausgabe. Elf Punkte.

Anspieltipps: Touch The Sun, Love Time Rain, Die Reise



Samstag, 2. Juli 2016

Linkin Park – Hybrid Theory




Linkin Park – Hybrid Theory


Besetzung:

Chester Bennington – lead vocals
Mike Shinoda – lead vocals, rapping, rhythm guitar, keyboard, piano
Brad Delson – lead guitar, bass guitar, backing vocals
Joe Hahn – turntables, samples, programming, backing vocals
Rob Bourdon – drums, percussion, backing vocals


Gastmusiker:


Ian Hornbeck – additional bass (on tracks 1, 9 and 10)
Scott Koziol – additional bass (on One Step Closer)
Mark Wakefield – additional writing (on tracks 6, 9 and 10)
The Dust Brothers – sequencing, samples (on track 3)


Label: Warner Bros. Records


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Nu Metal, Rap Metal


Trackliste:

1. Papercut (3:05)
2. One Step Closer (2:35)
3. With You (3:23)
4. Points Of Authority (3:20)
5. Crawling (3:29)
6. Runaway (3:03)
7. By Myself (3:09)
8. In The End (3:36)
9. A Place For My Head (3:04)
10. Forgotten (3:14)
11. Cure For The Itch (2:37)
12. Pushing Me Away (3:11)

Gesamtspieldauer: 37:51




„Hybrid Theory“ ist nicht nur das erste Studioalbum der US-amerikanischen Nu Metal Band Linkin Park, sondern auch deren mit Abstand erfolgreichste Platte. Im Oktober des Jahres 2000 wurde die Scheibe auf dem Label Warner Brothers veröffentlicht und wurde bis heute etwa 28 Millionen Mal verkauft – mit Sicherheit wohl hauptsächlich an ein sehr junges Publikum.

Zu hören gibt es auf „Hybrid Theory“ vor allen Dingen gerappten Metal, der alle Jünger des Head Banging in Verzückung versetzen wird. Hart ist die Musik allemal, hart und kompromisslos. Da wird gerappt, gescratcht oder geschrien, zwar lassen sich auch Melodien entdecken, die durchaus auch mal ins Ohr gehen können, jedoch ist es eher die Härte der Lieder, die hier im Vordergrund steht. Kein Lied erreicht die Länge von vier Minuten, so wirkt das Ganze ein klein wenig wie ein Stakkato der schweren Gitarren und des gesprochenen Wortes – obwohl natürlich auch gesungen wird. Dazu ist die Laufzeit der Platte mit nicht einmal achtunddreißig Minuten auch nicht allzu üppig ausgefallen.

Es ist die Gesamtheit der Scheibe, die „Hybrid Theory“ ausmacht. Ein Lied, welches besonders herausragt, gibt es nicht. Die einzelnen Titel besitzen alle denselben Stil, klingen somit irgendwie auch ähnlich, da nicht großartig an der Grundstimmung des gesamten Albums herumexperimentiert wird. Man muss sich darauf einlassen können und definitiv auf etwas Chaos stehen.

Fazit: „Hybrid Theory“ ist Musik für junge Männer. „Hybrid Theory“ ist definitiv „männliche“ Musik. Die Härte steht im Vordergrund, weniger die Melodie. Wer rocken will und dem HipHop nicht abgeneigt gegenüber steht, wird hier sein Nirwana entdecken. Interessant klingt das durchaus und wenn man sich Linkin Park hier von der rockigen Seite aus nähert, stellt die Platte durchaus auch eine gewisse Abwechslung an sich dar. Aber immer hören kann man das auch nicht – muss wohl an meinem Alter liegen. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Papercut, Pushing Me Away



Freitag, 1. Juli 2016

Red Fun – Red Fun




Red Fun – Red Fun


Besetzung:

Tomas Person − lead vocals, backing vocals, rhythm guitar & acoustic guitar
Kee Marcello – lead guitar, rhythm guitar, backing vocals, percussion
Tobbe Moen − bass guitar & backing vocals
Freddy von Gerber – drum, percussion, rhythm guitar, acoustic guitar & backing vocals


Gastmusiker:

Tommy Lucell – hammond organ & piano
Mats Hedström – keyboards, rhythm guitar & backing vocals
Janne Johansen – percussion & backing vocals
Dubben – slide guitar
Lotta Lundberg – backing vocals
Lena Wikström – backing vocals


Label: BMG Ariola


Erscheinungsdatum: 1993


Stil: Mainstream Rock, AOR


Trackliste:

1. My Baby's Coming Back (4:11)
2. Dr. Love (4:26)
3. Could Have Been Love (4:47)
4. Rock This Town (3:45)
5. Midnight Stranger (4:06)
6. My Babe (4:12)
7. Bad Reputation (3:55)
8. Don't Close Your Eyes (4:48)
9. Party (3:28)
10. Red Hot 'N' Ready (4:34)

Gesamtspieldauer: 42:13




Im Jahr 1992 löste sich die Band Europe auf, da es nach ihrem Erfolg mit „The Final Countdown“ deutlich schlechter lief und die Bandmitglieder wandelten schließlich auf Solo-Pfaden oder gründeten neue Bands. Im Falle des Lead Gitarristen von Europe, Kee Marcello, war dies die Band Red Fun, die dann im Jahr 1993 ihr erstes und selbstbetiteltes Album herausbrachte. Die übrigen Bandmitglieder waren Schweden, die vorher in der Hard Rock- / Metal-Szene engagiert waren.

Auf „Red Fun“ von Red Fun gibt es Mainstream Rock zu hören, der alles andere als innovativ klingt. Erfolgreich wurden Red Fun nie besonders, was einem nach dem Hören dieser Scheibe auch nicht mehr weiter überrascht. Hier gibt es katastrophal schlechte Texte zu hören, die nur so vor Schmalz und Süße triefen. Die Liebe steht also meist im inhaltlichen Fokus. Leider kann, neben den Texten, allerdings auch die Musik nicht überzeugen. Bei solchen Titeln wie zum Beispiel „Could Have Been Love“ rollen sich einem einfach die Zehennägel auf und man ist sehr überrascht, was erwachsene Männer so alles von sich geben.

Auf „Red Fun“ bekommen Hörerin und Hörer zehn Titel geboten, die allesamt, wenn nicht richtig schlecht, dann doch zumindest unfassbar langweilig geworden sind. Interessant ist hier nichts mehr, absolute 08/15-Musik, die es einfach nicht schafft, einen zu packen oder zu fesseln. Ist die erste Hälfte der Scheibe schon schwierig, so ist man doch einigermaßen überrascht, dass die zweite Albumhälfte noch schlechter gelungen ist. Und dabei kann man noch nicht einmal behauten, dass die vier Jungs es nicht drauf hätten oder zum Beispiel schlecht spielen würden. Allerdings ist das Ergebnis, was hier dargeboten wird, allenfalls dazu geeignet, irgendwo sehr leise im Hintergrund zu laufen.

Fazit: Es gibt wirklich Alben, die, warum auch immer, langweilen. Und zwar bis zur absoluten Schmerzgrenze. Eines davon ist „Red Fun“ von Red Fun. Angefüllt ist die Platte mit Mainstream Rock bis AOR, Adult Oriented Rock. Alles komponiert und produziert für die schnelle Eingängigkeit, versehen mit absolut lieblosen Texten. So kann es eben passieren, dass Musik, die im Grunde genommen schon etwas zum „Beuteschema“ passt, so absolut an den Ohren versagt. Vier Punkte.

Anspieltipps: Rock This Town, Midnight Stranger



Donnerstag, 30. Juni 2016

Oasis – Be Here Now




Oasis – Be Here Now


Besetzung:

Liam Gallagher – vocals
Noel Gallagher – lead guitar, vocals
Paul "Bonehead" Arthurs – rhythm guitar, acoustic guitar
Paul McGuigan – bass guitar
Alan White – drums, percussion


Gastmusiker:

Mark Coyle – backwards parts on "D'You Know What I Mean?"
Johnny Depp – slide guitar on "Fade In-Out"
Mark Feltham – harmonica on "All Around The World"
Mike Rowe – keyboards


Label: Creation Records


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: Rock, BritPop


Trackliste:

1. D'You Know What I Mean? (7:42)
2. My Big Mouth (5:02)
3. Magic Pie (7:19)
4. Stand By Me (5:56)
5. I Hope, I Think, I Know (4:22)
6. The Girl In The Dirty Shirt (5:49)
7. Fade In-Out (6:52)
8. Don't Go Away (4:48)
9. Be Here Now (5:13)
10. All Around The World (9:20)
11. It's Gettin' Better (Man!!) (7:00)
12. All Around The World (Reprise) (2:08)

Gesamtspieldauer: 1:11:36




„Be Here Now“ nannte die englische BritPop-Band Oasis ihre dritte Platte, welche 1997 auf dem Label Creation Records veröffentlicht wurde. Nach dem Vorgänger-Album „(What's The Story) Morning Glory?“, welches allein in Großbritannien vierzehn Mal Platin einheimste und sich weltweit über zweiundzwanzig Millionen Mal verkaufte, war die Erwartung an dieses Nachfolgealbum natürlich bei Kritikern wie den Fans enorm. Nun, festzuhalten bleibt auf jeden Fall, „Be Here Now“ ist kein zweites „(What's The Story) Morning Glory?“ geworden. Die Musik von Oasis klang nun deutlich rockiger, der ursprünglich fest verankerte BritPop trat doch ein ganzes Stück in den Hintergrund.

Festzumachen und vor allen Dingen zu hören ist dies gleich beim ersten Stück „D'You Know What I Mean?“. Eine richtige Rock-Nummer, mit verzerrten Gitarren und entsprechenden Soli sowie Rückkopplungen. Doch auch dieses Lied ist eingängig, wenn es vielleicht auch nicht mehr den „Ohrwurmcharakter“ so manches Liedes auf dem Vorgängeralbum aufweist. Vielleicht zeigt ja auch der versenkte Rolls Royce auf dem Cover bereits an, dass die Band etwas abschütteln wollte und jetzt eben an einem anderen Punkt angekommen ist, wie man es dem Albumtitel entnehmen kann.

So wird auf „Be Here Now“ munter weitergerockt. Mal klingt das Ganze etwas eingängiger, mal eher rockiger, mitunter schafft es Noel Gallagher auch, der alle Titel des Albums im Alleingang schrieb, beides miteinander zu verbinden. Allerdings gelingt ihm das deutlich weniger, als auf manch anderer Oasis-Scheibe. So lässt sich auch etwas erklären, dass der zunächst bei der Veröffentlichung der Scheibe einsetzende Hype, der sich in den rasant in die Höhe schießenden Verkaufszahlen wiederspiegelte, bereits kurze Zeit später abebbte und in Kritiken mündete, die in den rockigeren Tönen der Band eben keine Weiterentwicklung mehr sahen, sondern sehr viel eher Stillstand. Auch Noel Gallagher ging später mit dieser Scheibe schwer ins Gericht. Er bezeichnete das Album später als „Shit“ und begründete dies mit seinem eigenen Drogenkonsum und dem Umstand, dass die Band zu der Zeit bereits stark zerstritten war.

Trotz all dieser Kritik ist „Be Here Now“ ganz sicher kein schlechtes Album geworden, allerdings eben ein anderes als „D'You Know What I Mean?“. Die Platte rockt einfach mehr und ist nicht darauf ausgelegt, Hitsingles zu produzieren, was man bereits an der Lauflänge der einzelnen Titel ablesen kann. Und auch wenn die Scheibe vielleicht nicht gleich so zündet, so wird sie es doch mit der Zeit immer mehr tun, man muss ihr nur die nötige Zeit einräumen. Und einige Höhepunkte finden sich durchaus. Da ist der bereits erwähnte Opener „D'You Know What I Mean?“, das schon noch an den Vorgänger und etwas BritPop erinnernde „Magic Pie“, das eingängige „Don't Go Away“ sowie die fast zehnminütige und abwechslungsreiche Nummer „All Around The World“, die ganz zum Schluss sogar noch mal einen Auftritt in Form einer kurzen Wiederholung hat. Durchaus also jede Menge Höhepunkte, die auch diese Scheibe zu einer überzeugenden werden lassen.

Fazit: Ganz klar, „Be Here Now“ ist kein „(What's The Story) Morning Glory?-Reloaded“. Muss auch nicht und geht wohl auch nicht. Auf „Be Here Now“ wird deutlich mehr gerockt, als noch auf dem Vorgänger. Die einen sofort anspringenden Ohrwürmer fehlen zwar, jedoch entwickeln diese sich mit der Zeit aus manchmal zunächst eher unauffälligen Liedern heraus. Auch „Be Here Now“ macht Spaß und unterhält. All das, was Musik unbedingt machen sollte. Oder nicht? Neun Punkte.

Anspieltipps: D'You Know What I Mean?, Magic Pie, Don't Go Away, All Around The World



Mittwoch, 29. Juni 2016

Jethro Tull – M.U. – The Best Of Jethro Tull




Jethro Tull – M.U. – The Best Of Jethro Tull


Besetzung:

Ian Anderson – flute, acoustic guitar, soprano saxophone, mandolin and voice
Martin Barre – electric guitar and acoustic guitar
John Evan – piano, hammond organ, synthesizer and piano accordion
Glenn Cornick – bass guitar
Jeffrey Hammond – bass guitar
Clive Bunker – drums and percussion
Barriemore Barlow – drums and percussion


Label: Chrysalis Records


Erscheinungsdatum: 1976


Stil: Progessive Rock


Trackliste:

1. Teacher (4:07)
2. Aqualung (Alternative Mix) (6:34)
3. Thick As A Brick Edit #1 (Die ersten die Minuten von "Thick As A Brick, Part One") (3:01)
4. Bungle In The Jungle (3:34)
5. Locomotive Breath (Alternative Mix) (4:23) 
6. Fat Man (2:50)
7. Living In The Past (3:18)
8. A Passion Play Edit #8" („Overseer Overture", etwa nach 11 Minuten bei "A Passion Play, Part Two") (3:28)
9. Skating Away (On The Thin Ice Of The New Day) (4:02)
10. Rainbow Blues (3:37)
11. Nothing is Easy (4:23)

Gesamtspieldauer: 43:40




„M.U. – The Best Of Jethro Tull“ ist das zweite „Best Of…“-Album der englischen Prrogressive Rock Band Jethro Tull um Sänger, Flötist und Songschreiber Ian Anderson. Die Abkürzung „M.U.“ steht dabei für „Musician's Union", da auf dem Album mehrere Bandbesetzungen zu hören sind, die Ian Anderson hier den Hörerinnen und Hörern „vereinigt“ zu Gehör bringt. „M.U. – The Best Of Jethro Tull“ ist das zweite „Best Of…“-Album in der Diskographie der Band und steht damit ganz weit vorne in einer inzwischen fünfzehn „Best Of…“-Alben umfassenden Reihe.

Nun, „Best Of…“-Alben sind immer so eine Sache. Diese können sich lohnen, wenn sie günstig zu erwerben sind und man sich zu einem Überblick über das Schaffen einer Band verhelfen möchte. Dann gibt es auch noch die Möglichkeit, dass man lediglich die „Hits“ einer Band, Sängerin oder eines Sängers sein Eigen nennen möchte. Ansonsten, wenn man die regulären Alben besitzt, gibt es im Grunde genommen keinen Grund, sich solch eine Platte zuzulegen. Dies auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass das „Best Of…“ irgendeines Musikmanagers keineswegs dem eigenen Geschmack entsprechen muss und man somit seine Lieblingslieder sowieso nicht wiedergegeben findet. Dies ist leider auch bei „M.U. – The Best Of Jethro Tull“ der Fall. Viele der wirklich guten Nummern von Jethro Tull fehlen hier. Andere, bedeutungslosere Titel sind dafür vertreten.

Nun, die Musik von Jethro Tull ist trotzdem eine sehr überzeugende Musik. Sie ist meist über jeden Zweifel erhaben, gerade in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts. Zumindest gilt dies, wenn man mit Progressive Rock etwas anzufangen weiß. Schwierig wird es allerdings, wenn auf einem Kompilationsalbum zum Teil auch Auszüge aus Liedern dargeboten werden, da die eigentlichen Stücke selbst ganze Plattenseiten einnehmen. Nun und genau dies wurde hier allerdings bei den Titeln „Thick As A Brick“ sowie „A Passion Play“ getan. Ein sehr, sehr fragwürdiges Gebaren, welches einen als Fan und Kenner des gesamten Stückes nur noch kopfschüttelnd und absolut überrascht zurücklässt. Trotzdem sollte wohl ein zusätzlicher Kaufanreiz auch für die Leute, die bereits alles von Jethro Tull besitzen, geschaffen werden, indem ein bisher unveröffentlichter Titel mit hinzugepackt wurde. Dieser heißt „Rainbow Blues“ und war bisher noch auf keinem regulären Album veröffentlicht worden. Die Nummer rockt, ist kein Blues, wie der Name irrtümlich suggeriert, klingt eindeutig nach Jethro Tull und durchaus gelungen, ist jedoch niemals den Kauf einer ganzen Platte wert.

Fazit: „M.U. – The Best Of Jethro Tull“ ist ein „Best Of…“-Album, welches nicht so richtig überzeugen kann. Hier von Frevel zu reden, wenn nur noch Auszüge aus wirklich gelungenen Liedern wiedergegeben werden, ist… in diesem Fall durchaus berechtigt. Auch der ganz nette und bisher nicht veröffentlichte Titel „Rainbow Blues“ macht den Kauf der Scheibe nicht lohnender. Somit bleibt diese Scheibe eine von Jethro Tull, die man sich getrost schenken kann. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Rainbow Blues