Samstag, 23. Dezember 2017

Robbie Williams – Greatest Hits




Robbie Williams – Greatest Hits


Besetzung:

Robbie Williams – vocals, vocals (background)

Gastmusiker:

Kristel Adams – vocals (background)
André Barreau – guitar, vocals (background)
Dave Bishop – brass
Winston Blissett – bass
Pauline Boeykens – tuba
Richard Boothby – loops
Andy Caine – vocals (background)
Richard Campbell – loops
Dave Catlin-Birch – bass, guitar (acoustic), vocals (background)
Guy Chambers – clavinet, guitar, guitar (acoustic), guitar (electric), keyboards, mellotron, moog synthesizer, omnichord, organ, piano, sampling, synthesizer bass
David Clayton keyboards, synthesizer
B.J. Cole – pedal steel
Alex Dickson – autoharp
Melvin Duffy – pedal steel
Stephen Duffy – bass, guitar (acoustic), harmonica
Geoff Dugmore – drums, percussion
Andy Duncan – drum programming, percussion
Fil Eisler – bass, bass slide, guitar, slide guitar
Richard Flack – drum loop, drum programming
Claudia Fontaine – vocals (background)
Derek Green – vocals (background)
Neil Hannon – vocals (background)
Marielle Herve – vocals (background)
Edgar Herzog – clarinet
Kerry Hopwood – programming
Sylvia Mason James – vocals (background)
Luis Jardim – percussion
Chester Kamen – guitar
Paul Kegg – loops
Katie Kissoon – vocals (background)
Bob Lanese – trumpet
Nick Littlemore – programming
Brian May – guitar (electric)
Steve McEwan – guitar, guitar (acoustic), guitar (electric), vocals (background)
Kylie Minogue – vocals
Tessa Niles – vocals (background)
Gary Nuttall – guitar, guitar (electric), vocals (background)
Boots Ottestad – keyboards
Phil Palmer – guitar (acoustic), guitar (electric)
Nicole Patterson – vocals (background)
Daniel Pierre – keyboards, piano
Tony Pleeth – loops
Steve Power – glockenspiel, keyboards, programming, vocoder
Johnny Rockstar – drum loop
Zenia Santini – vocals (background)
Chris Sharrock – drums, percussion, sounds
J. Neil Sidwell – brass
Steve Sidwell – brass, brass conductor, piccolo trumpet, soloist, trumpet
Anne Skates – choir director
Beverley Skeete – vocals (background)
Mark Cooper Smith – bass, programming
Phil Spalding – bass, fuzz bass, guitar (electric)
Jeremy Stacey – drums
Neil Taylor – guitar (acoustic), guitar (electric), slide guitar
Neil Tennant – vocals (background)
Carroll Thompson – vocals (background)
Andy Wallace – piano
Derek Watkins – soloist, trumpet
Paul "Hucklebuck" Williams – vocals (background)
Claire Worrall – piano, vocals (background)
Gavyn Wright – orchestra leader


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. Old Before I Die (3:53)
2. Lazy Days (3:53)
3. Angels (4:27)
4. Let Me Entertain You (4:22)
5. Millennium (3:46)
6. No Regrets (4:43)
7. Strong (4:19)
8. She's The One (4:19)
9. Rock DJ (4:16)
10. Kids (4:19)
11. Supreme (4:15)
12. Let Love Be Your Energy (4:06)
13. Eternity (5:00)
14. The Road To Mandalay (3:18)
15. Feel (3:43)
16. Come Undone (3:54)
17. Sexed Up (4:10)
18. Radio (3:51)
19. Misunderstood (4:01)

Gesamtspieldauer: 1:18:44



„Greatest Hits“ heißt das zweite „Best Of…“-Album des englischen Sängers Robbie Willliams. Es erschien am 18. Oktober 2004 auf dem Plattenlabel EMI und stellte im Vereinigten Königreich einen neuen Rekord auf. Dort war es das Album, welches bis zu diesem Zeitpunkt mit 320.000 Kopien in der ersten Woche die meisten Verkaufszahlen aufweisen konnte. Neben siebzehn bereits veröffentlichten Titeln enthält „Greatest Hits“ mit „Radio“ und „Misunderstood“ auch zwei neue Lieder, die jeweils als Single veröffentlicht wurden und sich auch beide in den Charts platzierten. Der Spruch auf der Rückseite des Booklets: „...si quid habet mammas vel rotas, res habebis difficiles aliquando“ bedeutet auf Deutsch: „Wenn es Brüste oder Räder hat, macht es das Leben schwierig.“

Die ersten vier Lieder stammen vom 1997er Album „Life Thru A Lens“. Es folgen vier Lieder vom 1998er Album „I've Been Expecting You“. Die Titel neun bis vierzehn wurden der Platte „Sing When You're Winning“ entnommen, die im August 2000 veröffentlicht worden war. Die Ausnahme stellt Lied Nummer 13, „Eternity“, dar, eine Single-Veröffentlichung, die bisher auf keinem Album zu hören war. Die nächsten drei Lieder stammen vom 2002er Album „Escapology“. Schließlich folgen noch die beiden bereits erwähnten und bisher noch nicht veröffentlichten Stücke „Radio“ sowie „Misunderstood“.

Nun, es sind alle Hits des Robbie Williams bis zu diesem Zeitpunkt auf dem Kompilationsalbum enthalten. Man hört auf dieser Zusammenstellung zumeist eingängigen Pop, der ab und an in den Gefilden des Rocks fischt. Melodiös klingt hier viel, die Musik geht ins Ohr. Besonders anspruchsvoll sind die einzelnen Lieder dabei jedoch sicherlich nicht. Sie sollen unterhalten und das bereits mit dem ersten Mal des Hörens. Und das schaffen die neunzehn Titel auch. Zudem bekommt man mit „Greatest Hits“ eine schöne Übersicht über die Musik des Robbie Williams auf seinen ersten Vier Solo-Platten, die allesamt um die Jahrtausendwende entstanden.

Fazit: Wer auf eingängigen, poppigen Rock steht, die oder der kann mit diesem „Greatest Hits“-Album von Robbie Williams kaum etwas falsch machen. Die Musik klingt und geht schnell ins Ohr. Alles ist auf die Eingängigkeit hin getrimmt, Experimente werden dabei sicherlich keine gewagt. Man erhält einen Überblick über die ersten Solo-Veröffentlichungen des Robbie Williams und wird unterhalten. Neun Punkte.

Anspieltipps: Angels, She's The One, Supreme, The Road To Mandalay, Feel



Freitag, 22. Dezember 2017

Leftfield – Leftism




Leftfield – Leftism


Besetzung:

Neil Barnes – keyboards, guitar, drum programming
Paul Daley – keyboards


Gastmusiker:

Stuart Lock – additional keyboards & drums
Earl Sixteen – vocals
Cheshire Cat – vocals
Papa Dee – vocals
Djum Djum – vocals
Toni Halliday – vocals
Danny Red – vocals
John Lydon – vocals
Lemn Sissay – vocals
Kevin Hayes – berimbau


Label: Columbia Records


Erscheinungsdatum: 1995


Stil: House


Trackliste:

1. Release The Pressure (7:40)
2. Afro-Left (7:34)
3. Melt (5:12)
4. Song Of Life (7:03)
5. Original (6:22)
6. Black Flute (3:46)
7. Space Shanty (7:15)
8. Inspection (Check One) (6:29)
9. Storm 3000 (5:44)
10. Open Up (6:51)
11. 21st Century Poem (5:45)

Gesamtspieldauer: 1:09:46



Leftfield ist eine britische Band, die im Jahr 1989 gegründet wurde und sich der elektronischen Musik verschrieben hatte. Die Band begann als Duo, bestehend aus Neil Barnes und Paul Daley. Zwei Alben wurden in dieser Besetzung in den Jahren 1995 und 1999 veröffentlicht. Neil Barnes belebte Leftfield schließlich erneut im Jahr 2010, dieses Mal allerdings ohne Paul Delay und veröffentlichte 2015 sogar ein weiteres, drittes Album. „Leftism“ heißt das Debut-Album der Band und es erschien am 30. Januar 1995 auf dem Plattenlabel Columbia Records. Darauf enthalten sind neue Stücke und überarbeitete Versionen von Liedern, bereits vorher als Single veröffentlicht worden waren. Die Platte lief vor allen Dingen im Heimatland der Musiker, Großbritannien, sehr gut und wurde dort mit zweimal Platin ausgezeichnet.

Legt man das Album auf, so glaubt man zunächst beim Hörern der ersten Takte von „Release The Pressure“ eine Jean Michel Jarre Platte aufgelegt zu haben. Im weiteren Verlauf des Liedes wird allerdings schnell klar, dass es sich bei der Musk von Leftfield um House handelt, bei der die Beats im Vordergrund stehen und zum Abtanzen auffordern. Club Musik ist zu hören, die oftmals relativ sphärisch eingeleitet wird, um dann den Rhythmus aufzunehmen und fortzutragen. Selten kommt es wie beim Stück „Melt“ vor, dass die Musik länger im eher atmosphärisch schwebenden Bereich verbleibt. Hier werden dann auch erneut Parallelen zu Jean Michel Jarre hörbar.

Die Lieder klingen in den Instrumentalpassagen oder bei den reinen Instrumentalstücken deutlich besser, überzeugender und mitreißender, als wenn Gesang zu hören ist, der manchmal auch im Bereich des Hip Hop angesiedelt ist. In diesen Instrumentalpassagen kann man zudem das musikalische Genre nachvollziehen, dem dieses Album auch oftmals zugerechnet wird, dem Progressive House. Bis zum ersten Hören von „Leftism“ wusste ich ehrlich gesagt noch nicht einmal, dass es solch ein Genre überhaupt gibt, beim Anhören der Scheibe erscheint einem diese Wortschöpfung allerdings durchaus logisch – zumindest bei einzelnen Titeln, wenn auch nicht bei allen.

Fazit: House, Progressive House und Hip Hop House gibt es auf „Leftism“, dem Debut-Album der englischen Band Leftfield zu hören. Selbstverständlich sollte man beim Hören der Scheibe dem Genre der elektronischen Musik etwas abgewinnen können, um die einzelnen Lieder besser genießen und darin eintauchen zu können. Insgesamt gesehen ist das Album mehr eines für die Clubs, da diese Art der Musik zu Hause, in den eigenen vier Wänden gehört, deutlich weniger wirkt. Ein gewisser Lautstärkepegel ist beim Hören sowieso angesagt. Manches auf „Leftism“ klingt spannend, anderes dagegen eher langweilig und oberflächlich. Für House-Freunde jedoch sicherlich eine Bereicherung. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Melt, Black Flute



Donnerstag, 21. Dezember 2017

Simon And Garfunkel – The Definitive Simon And Garfunkel




Simon And Garfunkel – The Definitive Simon And Garfunkel


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Columbia Records


Erscheinungsdatum: 1992 (Musik von 1964 - 1970)


Stil: Rock, Progressive Rock


Trackliste:

1. Wednesday Morning, 3 A.M. (2:12)
2. The Sound Of Silence (3:03)
3. Homeward Bound (2:26)
4. Kathy's Song (Live) (3:23)
5. I Am A Rock (2:50)
6. For Emily, Whenever I May Find Her (Live) (2:14)
7. Scarborough Fair / Canticle (3:07)
8. The 59th Street Bridge Song (Feelin' Groovy) (1:38)
9. Seven O'Clock News / Silent Night (1:58)
10. A Hazy Shade Of Winter (2:17)
11. El Condor Pasa (If I Could) (3:08)
12. Mrs. Robinson (3:54)
13. America (3:32)
14. At The Zoo (2:21)
15. Old Friends (2:33)
16. Bookends Theme (1:22)
17. Cecilia (2:50)
18. The Boxer (5:09)
19. Bridge Over Troubled Water (4:49)
20. Song For The Asking (1:49)

Gesamtspieldauer: 56:46




Das US-amerikanische Sänger- und Songwriter Duo Simon & Garfunkel hat seit dem Jahr 1964 fünf Studioalben, fünfzehn Kompilationsalben, vier Live-Platten, eine EP (Extended Play) sechsundzwanzig Singles, einen Soundtrack sowie vier Boxen veröffentlicht. Schon sehr beeindruckend, was man aus fünf Alben mit jeweils einer Laufzeit um die halbe Stunde alles herausholen kann. „The Definitive Simon And Garfunkel“ ist eines jener fünfzehn Kompilationsalben, enthält zwanzig Titel unter denen sich auch alle der bekanntesten Nummern des Duos befinden und wurde im Jahr 1992 auf dem Plattenlabel Columbia Records veröffentlicht.

Einige Ohrwürmer, um die man im Laufe eines Lebens in der westlichen Welt kaum herumkommt, befinden sich auf diesem „Best Of…“-Album. „The Sound Of Silence”, „Scarborough Fair”, „El Condor Pasa”, „Mrs. Robinson” oder auch „The Boxer“, um nur einige zu nennen. All diese Titel sind enthalten, neben anderen mehr oder weniger berühmten Stücken. Dies ist auch ein Unterscheidungsmerkmal der verschiedenen Kompilationsveröffentlichungen. Während die bekannten „Hits“ immer vorhanden sind, unterschieden sich die jeweiligen Platten immer in der Zusammenstellung der etwas unbekannteren Titel. Verkauft haben sich diese Alben allesamt gut, sodass vor allen Dingen Paul Simon, der die allermeisten Lieder schrieb, bei etwaigen Geldsorgen nur solch eine neue Veröffentlichung in Auftrag geben muss, und es läuft wieder.

Sanften und weichen Pop bis Folk hört man bei Simon And Garfunkel. Viele der Lieder gehen ins Ohr und werden dort zu Ohrwürmern. Das Schöne an der Musik von Simon And Garfunkel ist dabei auch, dass man diese immer wieder hören kann. Auch nach jetzt bald 50 Jahren seit der Entstehung der Lieder, wirken sie immer noch. Dies gilt nicht für jeden Titel, doch zumindest für sehr viele, der hier auf „The Definitive Simon And Garfunkel“ enthaltenen Nummern.

Fazit: Pop der 60er, Folk, Oldie, ganz egal wie man die Musik der beiden US-Amerikaner umschreibt, sie bleibt immer melodiös, eingängig, sanft und weich. Und sie geht vor allen Dingen ins Ohr. Man benötigt dazu jedoch keine zig Kompilationsalben, um in die musikalische Welt des Duos eintauchen zu können. Eines genügt im Grunde genommen, denn auf allen sind die „Hits“ der beiden vertreten. Der Rest ist dann eher die Auswahl einer Marketingabteilung und muss nicht mehr unbedingt mit dem eigenen Geschmack übereinstimmen. Nichtsdestotrotz, „schön“ klingen Simon And Garfunkel immer. Elf Punkte.

Anspieltipps: The Sound Of Silence, Scarborough Fair, El Condor Pasa, Mrs. Robinson



Mittwoch, 20. Dezember 2017

Various Artists – The Spirit Of Sireena




Various Artists – The Spirit Of Sireena


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Sireena Records


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Alternative Rock, Rock & Roll, Punk, Psychedelic Rock, Prog Rock


Trackliste:

1. The Strangemen – Diane (5:01)
2. The Shiny Gnomes – What Ulli Says (5:35)
3. The Perc – Good Grass, Bad Bay (4:57)
4. The Perc Meets The Hidden Gentleman – The Infant King (5:08)
5. Barbara Gosza – Harder Than That (3:01)
6. Hermann Lammers-Meyer & Willie Nelson – The Part Where I Cry (2:54)
7. The Flying Klassenfeind – Sin City (4:26)
8. The Pachinko Fake – Wrong Notes Don't Exist (4:29)
9. The Electric Family – Bricks Of Time (7:04)

Gesamtspieldauer: 42:38




„The Spirit Of Sireena“ heißt ein Kompilationsalbum, welches einige Bands des im Jahr 2000 gegründeten Labels Sireena Records vorstellt. Man erhält mit dieser Scheibe einen weit ausgebreiteten Fächer verschiedener Stilrichtungen des Genres Rock. Die einzelnen Titel wurden dabei bereits veröffentlichten Alben entnommen. Erschienen ist diese Zusammenstellung im Jahr 2001.

Solch ein Kompilationsalbum ist immer dann eine nette Sache, wenn man es als Informationsquell betrachtet, um neue Bands beziehungsweise neue Musik für sich zu entdecken, die in das eigene „Beuteschema“ passen. So gibt es für Rock-Freundinnen und Rock-Freunde gerade zu Beginn der Scheibe eine ganze Menge Musik zu entdecken von Bands, die nicht ganz so bekannt sind, sich jedoch definitiv lohnen gehört zu werden.

Zu Beginn der Scheibe macht noch jeder Titel Spaß. Die Shiny Gnomes mit ihrem “What Ulli Says” seien an dieser Stelle positiv herausgehoben und auch Barbara Gosza mit dem Titel „Harder Than That“. Einmal etwas mehr rockig, Barbara Gosza in Richtung Folk driftend. Schöne Lieder, die ins Ohr gehen. Das kann man von der zweiten Hälfte des Albums – bis auf den letzten Titel „Bricks Of Time“ von The Electric Family – nicht mehr behaupten. Hermann Lammers-Meyer & Willie Nelson machen natürlich Country und sowohl The Flying Klassenfeind wie auch The Pachinko Fake versuchen mit atonaler und anstrengender Musik Hörerinnen und Hörer zu überzeugen, die man jedoch nicht mehr unbedingt kennen muss. Von daher möchte ich dem Titel von The Pachinko Fake, „Wrong Notes Don‘t Exist“, auch vehement widersprechen.

Fazit: Eine interessante Zusammenstellung verschiedener musikalischer Stile bietet das Kompilationsalbum „The Spirit Of Sireena“ des Plattenlabels Sireena Records. Man sollte diese Scheibe als Informations- und Inspirationsquell sehen, als was sie wohl auch gedacht ist. Einige schöne Nummern tummeln sich da neben kaum hörbaren Stücken. Welche das jeweils sind, das bleibt selbstverständlich jeder und jedem selbst überlassen. Acht Punkte.

Anspieltipps: What Ulli Says, Harder Than That



Dienstag, 19. Dezember 2017

A-ha – Headlines And Deadlines - The Hits Of A-ha




A-ha – Headlines And Deadlines - The Hits Of A-ha


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Warner Brothers Records


Erscheinungsdatum: 1991


Stil: Pop, New Wave, Synthie Pop


Trackliste:

1. Take On Me (3:48)
2. Cry Wolf (4:08)
3. Touchy! (4:37)
4. You Are The One (3:47)
5. Manhattan Skyline (4:50)
6. The Blood That Moves The Body (4:06)
7. Early Morning (2:59)
8. Hunting High And Low (3:47)
9. Move To Memphis (4:17)
10. I've Been Losing You (4:26)
11. The Living Daylights (4:16)
12. Crying In The Rain (4:24)
13. I Call Your Name (4:53)
14. Stay On These Roads (4:46)
15. Train Of Thought (4:16)
16. The Sun Always Shines On T.V. (5:05)

Gesamtspieldauer: 1:08:33



Im Jahr 1991 veröffentlichte die norwegische Pop Band A-ha ihr erstes weltweit erscheinendes „Best Of…“-Album mit dem Titel „Headlines And Deadlines - The Hits Of A-ha“. Darauf enthalten sind Lieder der ersten vier Studioalben des skandinavischen Trios. „Hunting High And Low“ aus dem Jahr 1985 ist viermal vertreten. Drei Beiträge wurden vom 1986 erschienen Album „Scoundrel Days“ hinzugefügt. Von „Stay On These Roads“ aus dem Jahr 1988 stammen mit fünf Liedern die meisten Titel und schließlich ist auch das vierte Album von A-Ha, „East Of The Sun, West Of The Moon“, aus dem Jahr 1990 mit drei Nummern vertreten. Dazu gesellt sich noch der Titel „Move To Memphis“, der bisher noch gar nicht veröffentlicht worden war. Einmal mehr fragt man sich, was ein bisher unveröffentlichtes Lied auf einem „Greatest Hits“-Album verloren hat, aber so scheint das Geschäft wohl zu laufen und die Fans kaufen die Platte dann eben für diese eine Nummer auch noch. Heute, in Zeiten des Downloads, wird das sicherlich nicht mehr so einfach und wirkungsvoll funktionieren. „Headlines And Deadlines - The Hits Of A-ha“ erschien am 4. November 1991 auf dem Plattenlabel Warner Brothers Records.

A-ha waren mit ihrer Debut-Platte „Hunting High And Low“ weltweit überaus erfolgreich. Nicht zuletzt auch das Video zum Lied „Take On Me“ trug mit zum Erfolg der Scheibe bei. Aber auch das Titellied „Hunting High And Low“ oder „The Sun Always Shines On T.V.“ waren alles sehr eingängige und melodiöse Pop Nummern, die durchaus ins Ohr gingen und hängenblieben. Der kommerzielle Erfolg der Band nahm jedoch von Platte zu Platte deutlich ab und mit diesem Kompilationsalbum kann man auch sehr gut nachvollziehen, warum das so war. Alles, was nach „Hunting High And Low“ kam – zumindest auf dieser Zusammenstellung – klingt höchstens noch durchschnittlich, wenn es nicht sogar langweilt. Die drei Norweger schienen ihre Ideen schnell verbraucht zu haben.

Somit ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Höhepunkte dieses Greatest Hits Albums drei Lieder von der ersten Veröffentlichung von A-ha sind. Die Nummern „Take On Me“, „Hunting High And Low“ sowie „The Sun Always Shines On T.V.“ wären hier zu nennen, wobei das schönste Lied von A-ha, „Hunting High And Low“, auf „Headlines And Deadlines - The Hits Of A-ha“ in einem neuen Remix zu hören ist, der durch zu viel Orchester etwas überfrachtet wirkt und klingt. Der Remix von „The Sun Always Shines On T.V.“ klingt leider auch sehr viel synthetischer, als das Original. Eine weitere Unsitte, einem „Best Of“-Album einen Remix und nicht das Original hinzuzufügen. Und ansonsten? Unaufgeregter Pop, nichts mehr, was heraussticht oder begeistern könnte. Weitere Höhepunkte sind da leider nicht mehr auszumachen. Wenn das allerdings die besten Lieder der Platten zwei, drei und vier sein sollen…

Fazit: Mit „Headlines And Deadlines - The Hits Of A-ha“ erhält man eine schöne Übersicht über das Schaffen der norwegischen Band A-ha auf ihren ersten vier Studioalben. Interessant klingen auf diesem Kompilationsalbum jedoch lediglich die Nummern von der ersten Platte „Hunting High And Low“. Der ganze Rest ist höchstens noch durchschnittlicher Pop, der einfach so durchrauscht, ohne Spuren zu hinterlassen. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Take On Me, Hunting High And Low, The Sun Always Shines On T.V.



Montag, 18. Dezember 2017

Elton John – Songs From The West Coast




Elton John – Songs From The West Coast


Besetzung:

Elton John – piano, harmonium, vocals


Gastmusiker:

Rusty Anderson – guitars, electric guitars, bozouki
Gary Barlow – backing vocals
Jay Bellerose – percussion
Paul Buckmaster – horn and string arrangements, conductor
Paul Bushnell – bass guitar, backing vocals
Matt Chamberlain – drums, percussion
David Channing – acoustic guitar, dobro
Bruce Gaitsch – acoustic guitar
Davey Johnstone – acoustic and electric guitars, mandolin, backing vocals
Kudisan Kai – backing vocals
Patrick Leonard – hammond b3 organ, mellotron, keyboards
Nigel Olsson – drums, backing vocals
Billy Preston – electric and hammond b3 organs
Tata Vega – backing vocals
Rufus Wainwright – harmony vocals on "American Triangle"
Stevie Wonder – clavinet and harmonica on "Dark Diamond"


Label: Mercury Records


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Pop


Trackliste:

1. The Emperor's New Clothes (4:28)
2. Dark Diamond (4:26)
3. Look Ma, No Hands (4:22)
4. American Triangle (4:49)
5. Original Sin (4:49)
6. Birds (3:52)
7. I Want Love (4:35)
8. The Wasteland (4:21)
9. Ballad Of The Boy In The Red Shoes (4:52)
10. Love Her Like Me (3:58)
11. Mansfield (4:56)
12. This Train Don't Stop There Anymore (4:40)

Gesamtspieldauer: 54:11




„Songs From The West Coast“ nannte der englische Musiker Elton John sein 26. Studioalbum. Die Platte wurde am 1. Oktober 2001 veröffentlicht und stellt eine kleine Zäsur dar. Mit „Songs From The West“ Coast kehrte Elton John wieder zurück zu seinem Piano-basierten Pop der früheren Jahre seiner Karriere. Die Platte verkaufte sich auch durchaus erfolgreich, in Europa ein wenig besser, als in den USA.

Zwölf Lieder finden sich auf „Songs From The West Coast“. Alle zwölf Stücke sind Lieder, die ins Ohr gehen. Eingängigen und melodiösen Pop bietet Elton John hier seinen Fans. Neben seiner Stimme steht dabei ganz klar sein Piano-Spiel im Zentrum der Musik. Nicht zuletzt durch dieses Instrument entsteht ein warmer und weicher Pop-Sound, der mit Harmonien angefüllt ist. Auch wenn auf „Songs From The West Coast“ kein ganz großer Hit des Elton John vertreten ist, so macht es doch das Gesamterlebnis dieses Albums, welches es zu einer hörenswerten Platte werden lässt.

Einen Titel des Albums besonders herauszuheben ist nicht ganz einfach, da alle zwölf Lieder klingen und unterhalten. Elton John hat mit „Songs From The West Coast“ ein Album von gleichbleibender Qualität vorgelegt. Auch die Texte sind durchdacht und abwechslungsreich, handeln nicht nur vom Thema der Liebe. Um hier trotzdem drei ganz typische Nummern des Albums zu nennen, seinen an dieser Stelle die Lieder „Look Ma, No Hands“, „American Triangle“ und „Original Sin“ erwähnt. Vor allen Dingen das letztgenannte Lied hat durchaus das Potential zum Ohrwurm.

Fazit: Ein schönes Pop-Album hat Elton John mit „Songs From The West Coast“ im Jahr 2001 veröffentlicht. Die Musik erinnert dabei sehr stark an seine, vom Piano dominierte Schaffensphase Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre. Die Lieder gehen gut ins Ohr und klingen. Freilich ist „Songs From The West Coast“ kein „Überalbum“, doch wer auf Pop steht, dürfte mit diesem Album jede Menge Spaß haben. Neun Punkte.

Anspieltipps: Look Ma No Hands, American Triangle, Original Sin



Sonntag, 17. Dezember 2017

Chris De Burgh – Spark To A Flame - The Very Best Of Chris De Burgh




Chris De Burgh – Spark To A Flame - The Very Best Of Chris De Burgh


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: A&M Records


Erscheinungsdatum: 1989


Stil: Pop


Trackliste:

1. This Waiting Heart (4:09)
2. Don't Pay The Ferryman (3:24)
3. Fire On The Water (4:27)
4. Sailing Away (4:59)
5. The Lady In Red (4:17)
6. Borderline (4:33)
7. Say Goodbye To It All (5:04)
8. One Wort (Straight To The Heart) (4:31)
9. A Spaceman Came Travelling (5:02)
10. Ship To Shore (3:48)
11. Missing You (4:08)
12. Diamond In The Dark (3:31)
13. Tender Hands (4:28)
14. The Getaway (3:50)
15. Where Peaceful Waters Flow (3:53)
16. High On Emotion (4:25)

Gesamtspieldauer: 1:08:36



„Spark To A Flame - The Very Best Of Chris De Burgh“ ist das dritte Kompilationsalbum des Iren Chris de Burgh und erschien im Jahr 1989. Inzwischen gibt es eine zweistellige Anzahl solcher „Best Of…“-Alben des irischen Musikers. „Spark To A Flame - The Very Best Of Chris De Burgh“ wurde auf A&M Records veröffentlicht und beinhaltet hauptsächlich die doch sehr poppigen Stücke der 80er Jahre aus den Alben „The Getaway“, „Man On The Line“, „Into The Light“ und „Flying Colours“, um die Karriere des Iren nochmals so richtig anzukurbeln.

Selbstverständlich konnte es sich das Management des Chris de Burgh nicht verkneifen, diesem „The Very Best Of Chris De Burgh“ gleich noch zwei bisher unveröffentlichte Titel beizumischen. „This Waiting Heart“ und „Diamond In The Dark“ heißen diese und sind ganz bestimmt keine Hits, sondern sehr viel eher unterdurchschnittlicher Pop. Langweilige Pop-Liedchen, die diesem Album beigefügt wurden, damit die Fans, die die anderen Studioalben des Iren bereits besitzen, nochmals dazu verleitet werden, sich auch diese Scheibe zuzulegen. Nicht nett, aber wenn die Kunden es kaufen, trotzdem alles richtig gemacht.

Am ehesten kann man diese Platte noch mit deutschem Schlager, der auf Englisch eingesungen wurde, vergleichen. So klingt die Musik an vielen Stellen, die Aussagen der Texte weisen ebenso darauf hin. Viel zu häufig hört man hier ein synthetisches Schlagzeug und die ganze Musik driftet in die unendliche Belanglosigkeit ab. Lediglich ein paar ältere Stücke heben hier noch das Niveau – ganz schaffen sie dies allerdings auch nicht mehr, denn auch bei diesen Titeln lässt die Auswahl, bis auf „A Spaceman Came Travelling“, sehr zu wünschen übrig. Natürlich sind die „Hits“ des Chris de Burgh aus der Zeit der 80er Jahre vorhanden. Lieder wie „The Lady In Red“, „Ship To Shore“ oder „High On Emotion“ fehlen nicht. Wenn einen Chris de Burgh mit derartigen Liedern allerdings bereits als Hörer verloren hatte, man genau diese Titel jedoch hier als positive Nummern heraushört, dann sagt dies einiges über den Rest dieses Kompilationsalbums aus. Der Rest ist nämlich wahrlich schlecht, absolut kommerzieller Radio-Pop, langweilig bis in den letzten Takt hinein. Die 80er Jahre konnten musikalisch gesehen wahrlich hart sein.

Fazit: Ein weiteres „Greatest Hits“-Album stellt „Spark To A Flame“ dar. Dieses Mal liegt der Fokus mehr auf den 80er Jahren der Karriere des Chris de Burgh. Das bedeutet nichts Gutes, wenn man diesen einfallslosen und banalen Pop nicht so mag. Klar, man kann das irgendwie nebenbei hören, doch das ist wahrlich selten der Sinn von Musik. „Spark To A Flame - The Very Best Of Chris De Burgh“ ist ein rein kommerzielles Marketingprodukt, welches noch um zwei neue Lieder ergänzt wurde, um einen zusätzlichen Kaufanreiz zu schaffen. Zu allermeist langweilt das Ganze sehr. Fünf Punkte.

Anspieltipps: A Spaceman Came Travelling



Samstag, 16. Dezember 2017

Bon Jovi – Greatest Hits




Bon Jovi – Greatest Hits


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 2010


Stil: Rock, Pop Rock


Trackliste:

1. Livin' On A Prayer (4:10)
2. You Give Love A Bad Name (3:43)
3. It's My Life (3:44)
4. Have A Nice Day (3:48)
5. Wanted Dead Or Alive (5:08)
6. Bad Medicine (5:16)
7. We Weren't Born To Follow (4:04)
8. I'll Be There For You (5:46)
9. Born To Be My Baby (4:40)
10. Bed Of Roses (6:35)
11. Who Says You Can't Go Home (4:40)
12. Lay Your Hands On Me (3:49)
13. Always (5:53)
14. In These Arms (5:19)
15. What Do You Got? (3:47)
16. No Apologies (3:44)

Gesamtspieldauer: 1:14:13



„Greatest Hits“ ist ein Kompilationsalbum der US-amerikanischen Band Bon Jovi, welches am 29. Oktober 2010 veröffentlicht wurde. Es ist bereits die fünfte derartige Veröffentlichung der Amerikaner und umfasst die Alben „Bon Jovi“ (1984), „Slippery When Wet“ (1986), „New Jersey“ (1988), „Keep The Faith“ (1992), „Crush“ (2000), „Have A Nice Day“ (2005) und „The Circle“ (2009). Ergänzt wird diese Zusammenstellung durch den Titel „Always“, der als neues Lied dem ersten „Best Of…“-Album „Cross Road“ im Jahr 1994 beigegeben worden war. Und schließlich wird das Ganze noch durch die beiden Nummern „What Do You Got?“ sowie „No Apologies“ vervollständigt. Zwei völlig neue Lieder, damit auch diejenigen Fans das Album kaufen, die die anderen Platten der Band bereits besitzen.

Bon Jovi machen zum allergrößten Teil ziemlich anbiedernden Pop Rock, bei dem die dauergewellten Haare ordentlich durch die Luft gewirbelt werden. Diese Art der Musik gefällt sehr vielen Menschen, da sie auch wirklich schnell ins Ohr geht, eingängig und melodiös klingt. Auf die Texte hört sowieso kaum jemand. Diese sind größtenteils unfassbar schmalzig und man kann kaum glauben, dass erwachsene Männer solch einen Stuss von sich geben können, ohne dabei rot anzulaufen. Nun, vielleicht bin auch nur ich nicht romantisch genug. Der Hauch des Hard Rock haftet der Musik von Jon Bon Jovi und seiner Band an, im Grunde genommen ist alles von Bon Jovi allerdings nur eine zum Teil etwas härtere Variante des Pop Rock.

Keinesfalls kann man behaupten, dass diese Musik schlecht wäre. Sie klingt und sie unterhält. Sie ist auf die schnelle Eingängigkeit hin produziert worden und diesen Anspruch erfüllen Bon Jovi auch. Allerdings kann dies schnell einen gewissen Grad der Langweile aufkommen lassen. Denn auch wenn die Lieder nicht unbedingt alle exakt gleich klingen, die Machart ist immer dieselbe – und das über mehrere Jahrzehnte hinweg. Die Hits der Band sind jedoch größtenteils vertreten, wenn auch solch eine Nummer wie „Runaway“ zum Beispiel leider fehlt. Doch die Schmachtwerke der 80er und 90er Jahre sind vollständig vertreten.

Fazit: Mit diesem „Greatest Hits“-Album von Bon Jovi erhält man eine sehr schöne Übersicht über das Schaffen und Wirken der US-amerikanischen Pop-Rock-Band. Schnell stellt man fest, egal aus welchem Jahrzehnt ein Lied auch stammt, es klingt nach derselben Machart, hört sich ähnlich an. Allerdings ist diese Ähnlichkeit zugleich auch eingängig, vielen Hörerinnen und Hörern wird das sehr gut gefallen. Mir ist es leider viel zu langweilig. Und diese Texte, die lösen bei mir Kopfschütteln und tiefe Betroffenheit aus. Aber schlecht? Nein, schlecht ist das alles nicht. Nur fast schlecht. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Have A Nice Day, Wanted Dead Or Alive



Freitag, 15. Dezember 2017

PJ Harvey & John Parrish – Dance Hall At Louse Point




PJ Harvey & John Parrish – Dance Hall At Louse Point


Besetzung:

PJ Harvey – vocals
John Parish – all instruments


Gastmusiker:

Mick Harvey – organ, bass, additional guitar on „Is That All There Is?“


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 1996


Stil: Alternative Rock, Experimental Rock, Art Rock


Trackliste:

1. Girl (1:29)
2. Rope Bridge Crossing (5:10)
3. City Of No Sun (2:14)
4. That Was My Veil (3:01)
5. Urn With Dead Flowers In A Drained Pool (3:03)
6. Civil War Correspondent (4:23)
7. Taut (3:15)
8. Un Cercle Autour Du Soleil (5:07)
9. Heela (3:19)
10. Is That All There Is? (5:11)
11. Dance Hall At Louse Point (2:10)
12. Lost Fun Zone (1:28)

Gesamtspieldauer: 39:56




„Dance Hall At Louse Point“ ist das vierte Album der englischen Musikerin Polly Jean Harvey und gleichzeitig die erste von bisher zwei Platten, die sie in Co-Produktion mit dem Musiker John Parish veröffentlichte, der sie auf einigen weiteren Alben unterstützte. Veröffentlicht wurde „Dance Hall At Louse Point“ am 23. September 1996 auf dem Plattenlabel Island Records. John Parish schrieb auf „Dance Hall At Louse Point“ den allergrößten Teil der Musik und spielte sie auch gleichzeitig ein, währenddessen PJ Harvey die Texter schrieb und einsang. Beide Musiker kannten sich schon lange. Polly Jean Harvey hatte als Teenagerin bereits in John Parrishs Band Automatic Dlamini Saxophon und Gitarre gespielt sowie im Hintergrund gesungen, bis sie 1991 anfing eigene Lieder zu schreiben und aufzunehmen. John Parish war später Co-Produzent Gitarrist, Perkussionist und Keyboarder auf PJ Harveys 1995er Album „To Bring You My Love“ und war ebenfalls stark in die Entstehung des 1998er Albums „Is This Desire?“ eingebunden.

Die Musik auf „Dance Hall At Louse Point“ klingt sehr experimentell und unterschiedet sich deutlich von den anderen Veröffentlichungen der PJ Harvey. Richtiggehend melodiös klingt nur sehr wenig auf der Scheibe, die dafür an der ein oder anderen Stelle eher atonal und mitunter sogar extrem schrill klingt – nicht zuletzt durch den Gesang selbst. PJ Harvey sagte in späteren Interviews, dass es ihr bei diesem Album hauptsächlich darum ging, ihre Fähigkeiten im Schreiben von Texten zu verbessern – die Musik selbst hätte für sie auf der Scheibe nicht so sehr im Vordergrund gestanden. Von daher ist es auch nicht sonderlich verwunderlich, dass „Dance Hall At Louse Point“ sowohl bei Kritikern wie auch den Hörerinnen und Hörern nicht auf allzu viel Lob stieß. Auch ist es wohl jene Scheibe mit größerer Beteiligung der englischen Musikerin, die sich mit Abstand am schlechtesten verkaufte.

Es fällt wahrlich schwer auf „Dance Hall At Louse Point“ Höhepunkte auszumachen. Es ist definitiv nicht so, dass experimentelle Musik nicht auch zünden und gut sein kann. Auf diesem Album hört man allerdings lediglich wenige Lieder, die wirklich lohnend sind. Die beiden Lieder zu Beginn seien an dieser Stelle jedoch genannt. Das kurze und sehr sanfte, fast schwebende „Girl“, ein Lied ohne eigentlichen Gesang sowie „Rope Bridge Crossing“, ein etwas bluesiger Titel, der sich langsam steigert. „Civil War Correspondent“ rockt dagegen sogar etwas und besitzt auch eine Melodie, die zumindest etwas ins Ohr geht. „Heela“ klingt ebenfalls rockig, dabei sehr dunkel und etwas verschroben und weiß mit dieser Mischung ebenfalls zu überzeugen. Bliebe noch die Nummer „Is That All There Is?“ aus der Feder des Komponisten-Duos Jerry Leiber und Mike Stoller zu erwähnen, die diese für Peggy Lee im Jahr 1969 schrieben und welche PJ Harvey hier so wunderschön naiv, fast erzählend vorträgt.

Fazit: Wenig Eingängigkeit oder Melodiösität gibt es auf „Dance Hall At Louse Point“ zu hören. Dafür ist das Album angefüllt mit eher experimentellen Klängen, die auch gar nicht harmonisch klingen müssen. Leider klingen sie dabei allerdings auch nicht gerade spannend, manchmal eher nervig. PJ Harvey wollte diese Scheibe benutzen, um ihre Fähigkeiten beim Textschreiben zu verbessern. Ob ihr dies an dieser Stelle gelungen ist, kann ich nicht erkennen. Auf späteren Alben jedoch sehr wohl. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Girl, Civil War Correspondent, Heela, Is That All There Is?



Donnerstag, 14. Dezember 2017

Michael Bublé – It’s Time




Michael Bublé – It’s Time


Besetzung:

Michael Bublé – vocals


Gastmusiker:

David Foster – keyboards
Chris Botti – trumpet
Gilbert Castellanos – trumpet
Sal Cracchiolo – trumpet
Kye Palmer – trumpet
George Bohanon – trombone
Ira Nepus – trombone
Bill Reichenbach Jr. – bass trombone
Jeff Clayton – alto saxophone
Keith Fiddmont – alto saxophone
Charles Owens – tenor saxophone
Rickey Woodard – tenor saxophone
Lee Callet – baritone saxophone
Dan Higgins – flute, saxophone
Alan Chang – piano
Tamir Hendelman – piano
Randy Waldman – piano
Jochem van der Saag – harmonica, organ
John Chiodini – guitar
Brian Green – guitar
Brandon Jenner – guitar
Dean Parks – guitar
Heitor Pereira – guitar
Michael Thompson – guitar
Anthony Wilson – guitar
Brian Bromberg – bass
Robert Hurst – bass
Christian McBride – bass
Vinnie Colaiuta – drums
Jeff Hamilton – drums
Joseph Quevedo – drums
David Tull – drums
Rafael Padilla – percussion
Nelly Furtado – vocals
Debbie Timuss – background vocals


Label: Reprise Records


Erscheinungsdatum: 2005


Stil: Vocal Jazz


Trackliste:

1. Feeling Good (3:57)
2. A Foggy Day (In London Town) (2:31)
3. You Don't Know Me (4:14)
4. Quando, Quando, Quando (4:45)
5. Home (3:45)
6. Can't Buy Me Love (3:14)
7. The More I See You (3:47)
8. Save The Last Dance For Me (3:38)
9. Try A Little Tenderness (4:05)
10. How Sweet It Is (2:58)
11. Song For You (4:42)
12. I've Got You Under My Skin (3:40)
13. You And I (3:54)

Gesamtspieldauer: 49:16



„It’s Time“ heißt das vierte Studioalbum des Kanadiers Michael Bublé. Es erschien am 8. Februar des Jahres 2005 auf dem Plattenlabel Reprise Records, einem Tochterunternehmen der Warner Brothers Records. Das Album enthält Cover Versionen von traditionellen sowie zeitgenössischen Pop-Stücken. Die Komponisten sind unter anderem George Gershwin, Cole Porter, Stevie Wonder oder die Beatles John Lennon und Paul McCartney. Dazu gibt es die Nummer „Home“, bei der Michael Bublé als Co-Autor aufgeführt ist.

„It’s Time“ heimste überwiegend sehr schlechte Kritiken ein, verkaufte sich nichtsdestotrotz jedoch sehr gut. Michael Bublé transformierte die dreizehn Lieder hin zu einem etwas jazzigen Big Band Sound, der in die Kategorie fällt: Mag man oder hasst man. Auch ich empfinde es als Desaster, solch ein Lied wie „Can‘t Buy Me Love“ von den Beatles in einer solchen Version anhören zu müssen. Irgendetwas sperrt sich da in mir. Big Band Sound und die Beatles? Das klingt mehr als gewöhnungsbedürftig. Auch sonst, dieser swingende Sound, wie er früher in US-amerikanischen Revuen zu hören war, das ist ganz bestimmt nicht jedermanns Sache. Die Stimme des Michael Bublé ist ausdrucksstark, die Lieder klingen größtenteils jedoch gekünstelt, langweilig und vor allen Dingen zeitlich überholt.

Wer allerdings Frank Sinatra oder Sammy Davis Jr. mochte, der oder dem wird auch dieser Retro-Sound sicherlich gefallen. Diese bewusst ultrarelaxte oder dann wieder swingende Musik, kann andere wiederum ziemlich langweilen. Das gilt für alle Lieder – mit zwei Ausnahmen. Eines der bekanntesten Interpretationen des Michael Bublé dürfte das Lied „Feeling Good“ sein. In diesem Titel verströmt der kanadische Musiker auch genau dieses Gefühl, welches der Titel aussagt. Die Nummer geht ins Ohr, ist absolut gelungen und der Höhepunkt der Platte. Dazu gesellt sich als zweite Ausnahme von der Tristesse noch das Lied „Home“. An diesem Stück war Michael Bublé kompositorisch beteiligt und es klingt und wirkt. Ebenfalls ein Stück, welches längerfristig hängenbleibt. Man hätte sich mehr davon auf „It’s Time“ gewünscht.

Fazit: „It’s Time“ ist eine Platte, die Big Band Freunden und solchen, die Fans der Musik der großen amerikanischen Entertainer der 50er Jahre sind, gefallen wird. Pop-Musik wurde hier in den jazzigen Big Band Sound konvertiert. Das kann gefallen, muss allerdings nicht. Im Falle von „Feeling Good“ ist dieses Vorhaben überaus gelungen, sonst leider kaum noch. Selten ist Musk mehr Geschmacksfrage als im Falle von Michael Bublé. Vier Punkte.

Anspieltipps: Feeling Good



Mittwoch, 13. Dezember 2017

Curtis Stigers – Curtis Stigers




Curtis Stigers – Curtis Stigers


Besetzung:

Curtis Stigers – lead vocals, backing vocals (1, 3, 4, 5, 8, 9, 10), tenor saxophone (1, 7, 11), alto saxophone (2, 10)


Gastmusiker:

Danny Kortchmar – guitar (1, 4, 9)
Michael Landau – guitar (1-7, 9, 10, 11), guitar solo (5)
Buzz Feiten – guitar (2, 3, 5, 6, 10)
Basil Fung – guitar (2, 3, 5)
Michael Thompson – guitar (8)
T. M. Stevens – bass (1, 4, 9, 11)
Abraham Laboriel – bass (2, 3, 6, 7, 8, 10)
Neil Stubenhaus – bass (5)
Jeff Porcaro – drums (1, 4, 9, 11)
John Robinson – drums (2, 3, 5, 6, 7, 10)
Mike Baird – drums (8)
Paulinho da Costa – percussion (3, 5, 6, 7, 10)
David Paich – keyboards (1, 4, 11)
Randy Kerber – keyboards and piano (2, 3, 5-8)
Glen Ballard – additional keyboards (2, 3, 5, 6, 7, 10)
Bill Payne – organ (2, 3, 5, 6, 7, 10)
Jerry Hey – string arrangements (2, 3, 9, 11), horn arrangements (3)
Brandon Fields – horns (3)
Gary Grant – horns (3)
Jerry Hey – horns (3)
Kim Hutchcroft – horns (3)
Ralph Morrison – strings (2, 3)
Reg Hill – strings (2, 3)
Rene Mandel – strings (2, 3)
Helen Nightingale – strings (2, 3)
Frederick Seykora – strings (2, 3)
Richard Altenbach – strings (2, 3)
Roland Kato – strings (2, 3)
Carole Kleister-Castillo – strings (2, 3)
Lisa Johnson – strings (2, 3)
Paula Hochhalter – strings (2, 3)
Ralph Morrison – strings (9, 11)
Frederick Seykora – strings (9, 11)
Margaret Wooten – strings (9, 11)
Roland Kato – strings (9, 11)
Lisa Johnson – strings (9, 11)
Kenneth Yerks – strings (9, 11)
Karen Jones – strings (9, 11)
Ronald Folsom – strings (9, 11)
Christine Ermacoff – strings (9, 11)
Carrie Holzman-Little – strings (9, 11)
Sheldon Sanov – strings (9, 11)
Michael Markman – strings (9, 11)
Angel Rogers – backing vocals (2, 3, 7, 10)
Alfie Silas – backing vocals (2, 6, 7)
Táta Vega – backing vocals (2, 3, 7, 10)
Siedah Garrett – backing vocals (3, 10)
Sarah Taylor – backing vocals (4, 9)
Alexandria Brown – backing vocals (4, 9)
Pattie Brooks – backing vocals (4, 9)
Andraé Crouch – backing vocals (6)
Pattie Howard – backing vocals (6)
Perry Morgan – backing vocals (6)
Sandra Crouch – backing vocals (6)
Rose Banks – backing vocals (6)
Howard McCrary – backing vocals (6)
Jackie Gouche – backing vocals (6)
Geary Faggett – backing vocals (6)


Label: Arista Records


Erscheinungsdatum: 1991


Stil: Soul, Pop


Trackliste:

1. Sleeping With The Lights On (4:03)
2. I Wonder Why (4:28)
3. You're All That Matters To Me (4:40)
4. The Man You're Gonna Fall In Love With (4:26)
5. People Like Us (4:36)
6. Never Saw a Miracle (3:43)
7. I Guess It Wasn't Mine (3:57
8. Nobody Loves You Like I Do (4:04)
9. I Keep Telling Myself (3:56)
10. Count My Blessings (4:22)
11. The Last Time I Said Goodbye (3:41)

Gesamtspieldauer: 46:02



„Curtis Stigers“ heißt das selbstbetitelte Debut-Album des US-amerikanischen Jazz-Musikers Curtis Stigers. Veröffentlicht wurde das Album am 24. September 1991 auf dem Plattenlabel Arista Records. Auf dieser ersten Scheibe des US-Amerikaners hört man allerdings keinen Jazz, sondern sehr viel Soul-Musik, angereichert mit etwas Pop. Die Platte enthält den größten Hit des Curtis Stigers, „I Wonder Why” und kletterte in den britischen Albumcharts bis auf Platz 7.

Genauso wie das Coverbild aussieht, so klingt auch die Musik des Curtis Stigers auf seiner Debut-Platte: Sehr schleimig die Musik betreffend und in Bezug auf die Texte hin absolut einfallslos. Dieses Thema der „Liebe“ wird hoch und runter gewälzt, manchmal blutet ihm wohl das Herz, manchmal springt es vor Freude – absolut uninteressant und uninspiriert. Bezüglich der Musik bleibt festzuhalten, dass sie keine ist, die ins Ohr geht, melodiös klingt oder gar längerfristig hängenbleibt. Ein süßliches Soul-Gesäusel, garniert mit allzu viel Streichern gibt es auf dem Album zu hören, welches an es keiner Stelle schafft mich zu interessieren geschweige denn zu faszinieren.

Auf „Curtis Stigers“ von Curtis Stigers Höhepunkte auszumachen fällt mir daher sehr schwer, weil diese Musik eben an keiner Stelle auch „meine“ Musik ist. Um jedoch trotzdem ein Lied zu erwähnen, sei hier die Nummer „I Guess It Wasn't Mine“ genannt. Ein Lied, welches sich deutlich weniger in den Gefilden des Soul bewegt, sondern vielmehr im Pop beheimatet ist. Ansonsten ist diese Scheibe eher Qual als Spaß. Nun, Musik ist und bleibt eben Geschmackssache.

Fazit: „Curtis Stigers“, das Debut-Album des US-Amerikaners Curtis Stigers ist eine Platte, angefüllt mit weißer Soul Musik, die hier und da mit ein paar Pop-Einflüssen unterfüttert wird. Gefallen wird einem diese Musik sicherlich nur, wenn man mit dem Genre des Soul auch etwas anzufangen weiß. Ich kann es leider nicht. Außerdem scheint es ein Gesetz zu geben, dass Musik dieser Art immer mit unterirdisch schlechten Texten ausgeliefert wird. Nachhören kann man das einmal mehr auf dem ersten Album des Curtis Stigers mit gleichnamigem Titel. Zwei Punkte.

Anspieltipps: I Guess It Wasn't Mine



Dienstag, 12. Dezember 2017

Anastacia – Anastacia




Anastacia – Anastacia


Besetzung:

Anastacia – vocals, background vocals


Gastmusiker:

Jeff Anderson – bass
Kenny Aronoff – drums
Dallas Austin – guitar, keyboards, midi drums
Glen Ballard – guitar, keyboards
Paul Bushnell – bass
Gary "Mudbone" Cooper – vocals (background)
Andrew Dawson – keyboards
Kara DioGuardi – vocals (background)
Ned Douglas – drum programming, synthesizer programming
Josh Freese – drums
Siedah Garrett – vocal arrangement, vocals (background)
Teese Gohl – string Arrangements
Sean Hurley – bass
Richie Jones – drums
Randy Kerber – keyboards
Eric Kupper – drums, guitar, keyboards
Michael Landau – guitar
Matt Laug – drums
Patrick Leonard – keyboards, programming
Paul Lequerica – vocals (background)
Dan Levitt – guitar
David Levitt – guitar
Brian Macleod – drums
Billy Mann – vocals (background)
MC Foureyez – vocals
Lance Morrison – bass, guitar
Jamie Muhoberac – keyboards
Tim Pierce – guitar
Tony Reyes – bass, guitar
Mark Russell – bass
John Shanks – guitar, keyboards
Rick Sheppard – midi
Ed Sherman – conductor
Dave Stewart – guitar
Shari Sutcliffe – music contractor
Lisa Vaughn – vocals (background)
Audrey Wheeler – vocals (background)
Colin Wolfe – bass


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Pop, Rock, Soul


Trackliste:

1. Seasons Change (4:17)
2. Left Outside Alone (4:17)
3 Time (3:33)
4. Sick And Tired (3:30)
5. Heavy On My Heart (4:26)
6. I Do (3:04)
7. Welcome To My Truth (4:03)
8. Pretty Little Dum Dum (4:37)
9. Sexy Single (3:52)
10. Rearview (4:12)
11. Where Do I Belong (3:26)
12. Maybe Today (5:15)

Gesamtspieldauer: 48:37



Im Jahr 2003 war bei der US-amerikanischen Sängerin Anastacia Lyn Newkirk Brustkrebs diagnostiziert worden. Sie besiegte den Krebs und ein Jahr später spielte sie ihr drittes, jetzt selbstbetiteltes Studioalbum „Anastacia“ ein und plötzlich klang die Musik der US-Amerikanerin völlig anders, als auf den beiden zuvor veröffentlichten Scheiben. Kein R&B mehr, kein Funk, wenig Pop und nur noch ein Hauch von Soul. Nein, Anastacia klang nun völlig anders – stimmlich wie musikalisch – und das Genre, in dem sie nun wandelte heißt Rock. Am 29. März 2004 wurde das neue Album auf dem Plattenlabel Sony Music veröffentlicht.

Selbst die Stimme von Anastacia klingt hier nicht mehr so übertrieben schnarrend, auch wenn sie es nicht ganz lassen kann. Doch bei vielen Titeln klingt sie fast wie eine „normale“ Rocksängerin, was in diesem Fall ein großer Vorteil ist. So gibt es auf ihrem dritten Album einiges zu hören, was auch wahrlich hörenswert ist. Da bekannteste Stück der Platte ist da zu nennen, „Left Outside Alone“. Das Lied kletterte bis auf Platz 1 der Charts in Australien, Österreich, Italien, Spanien und der Schweiz. „Left Outside Alone“ ist eine melodiöses Rock-Nummer, welche schnell, ins Ohr geht und dort auch länger verbleibt. Weiter überaus hörenswert sind die Stücke „Pretty Little Dum Dum“, ein Lied, welches irgendwo zwischen den Genres Pop und Rock angesiedelt ist. Dazu noch die Nummer „Where Do I Belong“. Sanft startend und sich dann rockig weiterentwickelnd gehört es ebenfalls zu den eingängigen Höhepunkten der Platte.

Das Album selbst belegte in elf europäischen Ländern den ersten Platz der Charts. Darunter waren auch Deutschland, das Vereinigte Königreich, die Niederlande und Schweden. Umso kurioser wirkt es von daher, dass „Anastacia“ von Anastacia in der Heimat der Amerikanerin, den USA, seltsamerweise nie veröffentlicht wurde. Hätte sich jedoch sicherlich gelohnt, denn der hier zu hörende Rock kann durchaus überzeugen, ist melodisch und kraftvoll und bleibt im Ohr hängen – und in den USA soll es ja bekanntlich auch eine ganze Menge Rockfreundinnen und -freunde geben. Anastacia singt deutlich besser und vor allen Dingen wenige aufdringlich, als auf ihren ersten beiden Alben, sodass man auf diesem Album als Fan rockiger Musik durchaus etwas für sich finden wird. Unter den zwölf Liedern versteckt sich auch kein Ausfall, was ebenfalls positiv anzumerken ist.

Fazit: Im Gegensatz zu den ersten beiden Alben der US-Amerikanerin Anastacia, auf denen R&B, Soul und Funk zu hören waren, bekommt man auf ihrer dritten Studioveröffentlichung eine ganze Menge sehr gelungenen Rock geboten. Ihre Stimme nimmt die Sängerin etwas zurück, sie klingt sehr viel angenehmer, als diese schnarrende und schrille Ausführung auf den beiden vorherigen Alben. Die Musik rockt und geht ins Ohr. Lohnt sich für Rock-Fans. Acht Punkte.

Anspieltipps: Left Outside Alone, Pretty Little Dum Dum, Where Do I Belong