Donnerstag, 9. Juli 2015

Giant Sand – Heartbreak Pass




Giant Sand – Heartbreak Pass


Besetzung:

Howe Geld – sings, plays guitar, vocal effects, banjo, piano, tremolo rhodes


Gastmusiker:

Grant-Lee Phillips – backing vocals, slide guitar
Vinicio Capossela – recites
Thøger T. Lund – bass, rearrangement of dubs
John Parrish – drum kit, cymbal splash
Gabriel Sullivan – guitar, bass, drums, spanish guitar
Winston Watson – drums
Brian Lopez – backing vocals, spanish guitar
Lovely Quinces – sings
Steve Shelley – drums
Antonio Gramentieri – rhythm guitar
Francesco Giampaoli – bass
Diego Sapignoli – percussion
Jason Lytle – keyboards, guitar, drums, backing vocals, synthesizer
Maggie Björklund – pedal steel
Chris Schultz – keyboard thing
John Villa – trumpet
Nikolaj Heyman – wurlitzer piano, organ
Anders Pedersen – electric guitar
Peter Dombernowsky – drums
Dr. Chris Jakobsen – viola
Asger Christensen – violin
Voices Of Praise – gospel choir
Ilse Delange – sings
JB Meijers – dobro
Lonna Beth Kelley – sings
Talula Gelb – sings, guitar


Label: New West Records


Erscheinungsdatum: 2015


Stil: Alternative Country


Trackliste:

1. Heaventually (3:27)
2. Texting Feist (4:13)
3. Hurtin' Habit (3:01)
4. Transponder (3:30)
5. Song So Wrong (2:52)
6. Every Now And Then (3:21)
7. Man On A String (3:55)
8. Home Sweat Home (3:34)
9. Eye Opening (2:57)
10. Pen To Paper (2:56)
11. Bitter Suite (2:21)
12. House In Order (3:27)
13. Gypsy Candle (4:29)
14. Done (3:39)
15. Forever And Always (1:48)

Gesamtspieldauer: 49:36




Giant Sand ist eigentlich gar keine richtige Band, eher ein Projekt des US-Amerikaners Howe Gelb aus Tucson, Arizona. Dieser hat unter der Überschrift „Giant Sand“ in den letzten dreißig Jahren 29 Alben veröffentlicht, wobei er die einzige feste Konstante im Line-Up der Band ist und sich praktisch auch alleine für die Kompositionen verantwortlich zeigt.

Die Musik kann man ganz gut unter dem Überbegriff „Alternative Country“ einordnen, auch wenn man immer wieder mal auf etwas „seltsame“ Synthesizer-Geräusche stößt, die so gar nicht zu diesem Musik-Genre passen wollen. Oftmals ist die Musik von Giant Sand auf „Heartbreak Pass“ ruhig gehalten, kann jedoch auch durchaus das Tempo anziehen und auch rocken. Die lange Liste der Musiker zeigt, dass die einzelnen Nummern häufig mit verschiedenen Besetzungen eingespielt wurden. Das merkt beziehungsweise hört man allerdings auch leider der Musik an, die etwas zerrissen, so gar nicht so einheitlich wirkt, obwohl sie allesamt aus der Feder des Howe Gelb stammt.

Mitunter klingt es auch sehr Country-mäßig, was für ein mitteleuropäisches Ohr durchaus gewöhnungsbedürftig ist. Andere Nummern sind nicht gleich und sofort zugänglich, da benötigt man dann schon ein paar Durchläufe mehr, um mit diesen Titeln „warm“ zu werden. Übermäßig eingängig ist die Scheibe definitiv nicht, dazu fehlt auch manchmal ein wenig der berühmte „rote Faden“, der sich eben nicht unbedingt durch das ganze Album zieht.

Aber es gibt sie durchaus, die schönen Momente auf „Heartbreak Pass“. Drei Beispiele hierfür sind die Nummern „Eye Opening“, „House In Order“ und „Gypsy Candle“. Erster Titel ist ein sehr gefühlvolles Lied, bestehend aus Gesang und akustischer Gitarre, wobei die nachdenkliche bis melancholische Stimmung noch durch Streicher unterstrichen wird. „House In Order“ ist ebenfalls eine Nummer, in der die akustische Gitarre und der Gesang im Vordergrund stehen – wie übrigens bei den allermeisten Titeln auf diesem 2015 veröffentlichten Album – doch ist hier die Grundausrichtung der Musik etwas treibender, auch wenn bei diesem Lied ebenfalls wieder unter anderem die Streicher ihren Einsatz bekommen. „Gypsy Candle“, die längste Nummer der Platte, wirkt sehr getragen und unterscheidet sich dahingehend, dass es dieses Mal das Piano ist, welches das beherrschende Instrument darstellt. Dazu gesellt sich der abwechselnde Gesang des Howe Gelb und der sehr zerbrechlich wirkende der Lonna Beth Kelley, was dem Titel noch zusätzliche Ausdruckskraft verleiht. Natürlich dürfen auch hier die Streicher nicht fehlen – nun, vielleicht habe ich da doch noch einen roten Faden gefunden…

Fazit: „Heartbreak Pass“ von Giant Sand überzeugt nicht durchgängig, jedoch mit manchen Titeln wiederum sehr. Klingt das Ganze zu sehr nach Country, steige ich zumindest aus. Auch ist nicht jeder Titel sofort eingängig, manche werden es auch nie, auch nicht nach dem zwanzigsten Mal des Hörens. Trotzdem ist „Heartbreak Pass“ eine interessante Scheibe geworden. Allerdings ganz sicher eine für die ruhigen Momente des Lebens. Eine Platte zum Abschalten vom Alltag, die in Ruhe gehört und genossen werden möchte. Neun Punkte.

Anspieltipps: Eye Opening, House In Order, Gypsy Candle



Mittwoch, 8. Juli 2015

Sweet Smoke – Just A Poke




Sweet Smoke – Just A Poke


Besetzung:

Andrew Dershin – bass
Jay Dorfman – drums and percussion
Marvin Kaminowitz – lead guitar, vocals
Michael Paris – tenor sax, alto recorder, vocals, percussion
Steve Rosenstein – rhythm guitar, vocals


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1970


Stil: Jazz Rock


Trackliste:

1. Baby Night (16:24)
2. Silly Sally (16:22)

Gesamtspieldauer: 33:08




Sweet Smoke waren eine amerikanische Band, die allerdings 1969 nach Deutschland, nahe der holländischen Grenze übersiedelte und 1970 ihr Debut-Album mit dem Titel „Just A Poke“ aufnahm und veröffentlichte. Mit dem Bandnamen „Sweet Smoke“ und dem dazu passenden Cover wird natürlich eine klare Aussage getroffen und die Scheibe war überaus beliebt in der damaligen Hippie-Szene und bei Freunden, denen Alternativen zum Tabak eine stets willkommene und rauchende Abwechslung darstellten.

Auf „Just A Poke“ hört man lediglich zwei Titel, die unter der Überschrift Jazz-Rock mit einer Prise Funk sowie Progressive Rock einzuordnen sind. Sehr Rhythmus-lastig gehalten, sind es allerdings überhaupt die Instrumentalpassagen, die im Vordergrund der Musik stehen. Werden im ersten Track „Baby Night“ phasenweise noch die Doors mit „The Soft Parade“ gecovert, so steht in der Mitte des zweiten Tracks, „Silly Sally“, ein wirklich ellenlanges Schlagzeugsolo im Vordergrund, welches man so auf einem Studio-Album auch nur selten zu hören bekommt. Dieses ist auch durchaus gelungen, bis es dann in einen Latin-Teil übergeht, der nun nicht mehr unbedingt hätte sein müssen und wie ein kleiner Fremdkörper auf der Scheibe wirkt. Dann jedoch nimmt auch dieser Titel wieder Fahrt auf und es folgt erneut ein Jazz-Progressive-Rock-Abschnitt, mit einem tollen und sehr überzeugenden Saxophon-Solo. Da macht die Musik von Sweet Smoke dann schon wieder deutlich mehr Spaß.

Fazit: Wer mal das Hippie-Flair Anfang der 70er Jahre antesten möchte, der oder dem sei „Just A Poke“ von Sweet Smoke allerwärmstens empfohlen. Die Musik ist nicht zu ausgeflippt, geht durchaus ins Ohr und groovt unwahrscheinlich. Flöten- und Saxophon-Klänge wechseln sich ab, alles klingt, wenn auch vielleicht nicht gleich beim ersten Hören. Es sind vor allem die langen Instrumentalpassagen, die die Atmosphäre der Platte bestimmen und den meisten Eindruck hinterlassen. Bewusstseinserweiterndes Rauchwerk benötigt man noch nicht einmal, um bei dieser Musik in andere Sphären vorzudringen. Einfach Kopfhörer auf, gemütlich auf dem Sofa oder im Bett, Augen schließen und abwarten, was passiert. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Beide Nummern



(Da in Deutschland alle YouTube-Videos der Studioalben von Sweet Smoke durch die GEMA verboten sind, in allen anderen Ländern übrigens jedoch frei verfügbar, musste ich hier auf eine Improvisation von Sweet Smoke zurückgreifen, die so allerdings nicht auf der Platte zu hören ist.)

Dienstag, 7. Juli 2015

Peter Hammill – Sitting Targets




Peter Hammill – Sitting Targets


Besetzung:

Peter Hammill – vocals, guitar, keyboards


Gastmusiker:

Guy Evans – drums
David Jackson – saxophone, flute
Morris Pert – percussion
Phil Harrison – synthesizers


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Breakthrough (3:57)
2. My Experience (3:15)
3. Ophelia (3:15)
4. Empress's Clothes (4:03)
5. Glue (3:40)
6. Hesitation (4:07)
7. Sitting Targets (5:22)
8. Stranger Still (4:54)
9. Sign (3:45)
10. What I Did (3:39)
11. Central Hotel (4:41)

Gesamtspieldauer: 44:20




Irgendwie nicht ganz zum Punkt kommen, will das zehnte Peter Hammill Solo-Album aus dem Jahr 1981 mit dem Titel „Sitting Targets“. Waren die Alben der Jahre zuvor noch überaus überzeugend, da angefüllt, neben progressiven Elementen, mit sehr eingängigen und melodiösen Titeln, so fehlt es auf „Sitting Targets“ irgendwie an Beidem. Das Experimentelle, das nach vorne preschende Momentum in der Musik des Peter Hammill, fehlt hier ebenso ein wenig, wie die Titel, welche angefüllt sind mit Harmonien, die einem als Hörerin beziehungsweise Hörer in Erinnerung bleiben und immer wieder in den Bann zu ziehen verstehen.

Für „Sitting Targets“ benötigt man deutlich mehr Durchläufe der Scheibe, um mit ihr „warm“ zu werden, als mit allen anderen, der bis zu diesem Zeitpunkt von Peter Hammill veröffentlichten Platten. Die Musik wirkt roher, rauer und ungeschliffener. Natürlich ist das beherrschende Element wieder einmal der sehr ausdrucksstarke und auch wieder überzeugende Gesang des Peter Hammill. Das richtige „Wohlfühlgefühl“ will dieses Mal allerdings trotzdem nicht eintreten, obwohl, nachdem auf den letzten Alben lediglich Peter Jackson von Van Der Graaf Generator an der Fertigstellung mit beteiligt war, dieses Mal auch Guy Evans von seiner alten Band mit von der Partie ist.

Nun, herauszuheben sind da lediglich zwei Nummern, die wirklich überzeugen können. Zum einen ist das der Titeltrack, „Sitting Targets“, eine sehr rockige Nummer, treibend und fordernd. Einige Male des Anhörens benötigt man hier allerdings schon, bis dieses Lied so richtig durchstartet. Dann jedoch klingt es immer überzeugender. Beim nachfolgenden „Stranger Still“ ist das etwas anders. Ruhig und sanft geht diese Nummer ausnahmsweise auf „Sitting Targets“ sofort ins Ohr. Ein ruhiger, gefühlvoller Titel, der vom Piano und dem Gesang des Peter Hammill getragen wird. Wahrlich gelungen.

Fazit: „Sitting Targets“ ist keine schlechte Platte geworden, allerdings auch nicht die überzeugendste des Peter Hammill. Die Ideen auf den vorherigen Alben wirkten irgendwie interessanter und durchaus auch gelungener. Immer wieder klingt es mal an, das Gefühl des Peter Hammill für den tollen Song, der begeistert – allerdings passiert dies leider längst nicht immer. Acht Punkte.

Anspieltipps: Sitting Targets, Stranger Still



Montag, 6. Juli 2015

Rome – Flowers From Exile




Rome – Flowers From Exile


Besetzung:

Jerome Reuter – guitars and vocals
Patrick Damiani – guitars, cello, bass, drums and keyboards
Nicos Mavridis – violin


Gastmusiker:

Nestor Crespo – spoken words
Marc Limpach – spoken words
Rupert Kraushofer – spoken words
Doru Atomei – spoken words
Andreea Wade – spoken words
Joseph Colazzo – spoken words


Label: Trisol


Erscheinungsdatum: 2009


Stil: ArtPop


Trackliste:

I. Reiseherrschaft
    1. To A Generation Of Destroyers (1:48)
    2. The Accidents Of Gesture (5:10)
    3. Odessa (4:37)
    4. The Secret Sons Of Europe (3:13)
II. Besitzbegrenzung
    5. The Hollow Self (1:58)
    6. A Legacy Of Unrest (4:51)
    7. To Die Among Strangers (4:02)
III. Ruheverbot
    8. A Culture Of Fragments (1:09)
    9. We Who Fell In Love With The Sea (4:13)
    10. Swords To Rust - Hearts To Dust (3:53)
IV. Verzicht
    11. Flowers From Exile (3:12)
    12. Flight In Formation (5:36)

Gesamtspieldauer: 43:49




Nach holländischen und belgischen Bands, kommt jetzt eine Formation aus Luxemburg hier auf diesen Seiten zum Zuge, damit die BeNeLux-Länder nun auch vollständig abgebildet sind... Und was für eine Band das ist, diese drei Musiker, die sich Rome nennen und von denen Sänger und Gitarrist Jerome Reuter sich für die Kompositionen auszeichnet. NeoFolk machen sie, diese Luxemburger, ist es auch durchaus noch ein wenig, auf ihrem vierten Album „Flowers From Exile“ aus dem Jahr 2009. Allerdings lässt sich die Musik für mich auch durchaus mit dem Genre ArtPop umschreiben, einer der sehr beeindruckenden Form dieses Genres, den Rome hier ihren Hörern präsentieren.

Über allem steht dabei der tiefe und sonore Gesang des Jerome Reuter, durchaus eine Stimme mit hohem Wiedererkennungswert. Tief und voll und völlig unaufgeregt erzählt er hier seine Geschichten, die absolut überzeugend musikalisch untermalt sind. Die Platte beginnt mit Meeresrauschen und endet ebenso. Dazwischen befinden sich zwölf sehr überzeugende Nummern, die ihrerseits nochmals unter vier verschiedenen Überschriften angeordnet wurden: „Reiseherrschaft“. „Besitzbegrenzung“, „Ruheverbot“ und „Verzicht“ heißen diese. Und in diesen zwölf Nummern gibt es einiges zu entdecken. Etwas experimentell angehauchte Klangpassagen, in denen seltsame bis mystische Atmosphären transportiert werden. Untermalt werden diese Stimmungen oftmals noch durch eingesprochene Texte, die diese Stimmungen durchaus vertiefen. Dabei gibt es ganz verschiedene Sprachen zu hören, Rome empfinden sich ganz eindeutig als Europäer. Gesungen wird zwar auf Englisch, die gesprochenen Texte gibt es jedoch auf Russisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch…

Allerdings ist das nur ein kleiner Teil auf „Flowers From Exile“. Den weitaus größeren Anteil machen Lieder aus, die sofort beim ersten Hören ins Ohr gehen. Angefüllt von Melodiösität ist dies eine Platte, die es schafft die Hörerin beziehungsweise den Hörer gleich mit dem ersten Hören der Scheibe völlig in den Bann zu ziehen. Absolut überzeugend von der Melodieführung her, vom Arrangement, der Instrumentenauswahl, dem Gesang und auch dem Hintergrundgesang. Nichts wurde hier dem Zufall überlassen, alles wirkt wohl überdacht, ganz fein abgestimmt, ohne dabei jedoch konstruiert zu klingen. Es ist immer wieder begeisternd, etwas Neues in der Musik für sich zu entdecken und mitunter kann das wahrlich auch begeisternd sein.

Fazit: Eine wunderschöne Platte ist „Flowers From Exile“ von Rome geworden. Völlig unaufgeregt wird man hier als audiophiler Konsument mit den schönsten Melodien überschüttet, die sofort ins Ohr gehen und sich dort auch festsetzen. Dazwischen gibt es immer wieder mal kleine Auszeiten in Form von experimentellen Soundkollagen, die allerdings keinesfalls störend wirken. Wahrlich tolle Musik und sicherlich eine der besten Platten des Jahres 2009. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: A Legacy Of Unrest, Swords To Rust - Hearts To Dust



Sonntag, 5. Juli 2015

Sigrid und Marina – Lust am Leben




Sigrid und Marina – Lust am Leben


Besetzung:

Sigrid Hutterer – Gesang
Marina Hutterer – Gesang


Gastmusiker:

Christian Zierhofer – Keyboards, Programming, Akkordeon, Chor
Harald Pairits – Keyboards, Programming
Charles Hörnemann – Gitarre
Thomas Wallisch – Gitarre
Manuel Lopez – Gitarre
Fritz Koch – Gitarre
Gerhard Zwickl – Trompete
Andreas Pirringer – Saxophon
Tini Keinrath – Chor
Michaela Kollar – Chor
Enjoya Flaschberger – Chor
Edith Prock – Chor
Herbert Moser – Chor


Label: Telamo


Erscheinungsdatum: 2015


Stil: volkstümlicher Schlager


Trackliste:

1. Pure Lust am Leben (2:57)
2. Ein liebes Wort (3:27)
3. Du bist das Ass in meinem Herzen (3:12)
4. Jose spielt Gitarre (2:59)
5. Bitte komm zurück (3:42)
6. Dein Lachen ist wie Sonnenschein (3:14)
7. Die Heimat gibt mir Berge (3:31)
8. Soweit die Sehnsucht reicht (3:31)
9. Wo ist der Mann (3:09)
10. Sommer ist die Zeit (3:13)
11. Miteinander (3:19)
12. Ein halbes Herz (3:16)
13. Ein leeres Glas ein letzter Kuss (3:23)
14. Und geh'n die Lichter aus (3:48)
15. Hörst du die Glocken von Stella Maria (2:31)

Gesamtspielldauer: 49:20




Also Sigrid & Marina bekomme ich immer von einer lieben Freundin geschenkt, die mich dazu bewegen möchte, doch auch mal „andere“ Musik zu hören. Sie gibt nicht auf… Nun gut, wenn ich diesen netten Menschen nicht kennen würde, dann würde ich mich echt fragen, wer denn so etwas nur hören kann, außer man ist vielleicht Angestellter einer Folterkammer und möchte unbedingt ein Geständnis „erfoltern“.

Ich habe mir das Ganze auch echt drei Mal durchgehört, mir ging es nicht gut dabei, gar nicht gut. Wenn man was Positives finden möchte, dann sind es die beiden Stimmen der zwei Damen aus dem Salzkammergut. Singen können sie, naja, sie treffen zumindest die Töne. Auch gibt es die eine oder andere Melodie, die ganz nett ist, allerdings garantiert nicht jede. Das war es dann aber auch schon. Jetzt kommt allerdings das, was dieser Art der Musik so unerträglich werden lässt. Das ist dieser, für Deutsche Schlagermusik so typische Rhythmus-Computer. Unfassbar, wie schlecht und künstlich das klingt. Immer Schung-Bimm-Schung-Bimm und so weiter. Grauenvoll. Und dann sind da auch noch diese Texte, die man hier natürlich leider auch alle versteht. Alle sofort beim ersten Hören. Da wird es dann ganz hart und man fragt sich, was diejenigen Menschen denken, die sich trauen so etwas zu verzapfen, so viel Schmalz auf einen Haufen. Ich habe die Platte heimlich im Auto gehört, da ich mir sicher war, dass ich fürchterlich rot werden würde, wenn das jemand von mir mitbekäme. Sorry A.

Allerdings, über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten und vielleicht – oder sogar wahrscheinlich – geht es wohl wirklich einigen Menschen so, wie Sigrid und Marina auf der Rückseite ihres Booklets vermerken: „Wir laden Euch ein zum Tanzen, Feiern, Träumen – einfach abschalten. Lassen wir den Alltag hinter uns und genießen wir die schönen Stunden im Leben in vollen Zügen! In diesem Sinne euch allen viel Freude und Spaß mit diesem Album! Eure Sigrid & Marina.“ Anscheinend klappt das ja wirklich bei einigen Hörern und damit hat dann natürlich auch diese Art der Musik ihren tieferen Sinn.

Fazit: Ich mache es kurz. Wer den Deutschen Schlager liebt, kann vielleicht etwas mit dieser Scheibe anfangen, allerdings bin ich mir noch nicht mal da ganz sicher. Wohl kaum ein anderer schafft das. Ja A., ich habe mir das Album drei Mal angehört und freue mich schon auf die Veröffentlichung im Jahr 2016. Vier tolle Punkte.

Anspieltipps: 15 Titel, freie Auswahl



Samstag, 4. Juli 2015

Billy Talent – II




Billy Talent – II


Besetzung:

Ben Kowalewicz – lead vocals
Ian D'Sa – guitar, vocals
Jon Gallant – bass, backing vocals
Aaron Solowoniuk – drums


Gastmusiker:

Gavin Brown – Tambourine


Label: Atlantic Records


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: Rock, Alternative Rock


Trackliste:

1. Devil In A Midnight Mass (2:52)
2. Red Flag (3:16)
3. This Suffering (3:57)
4. Worker Bees (3:44)
5. Pins And Needles (3:11)
6. Fallen Leaves (3:19)
7. Where Is The Line? (3:49)
8. Covered In Cowardice (4:12)
9. Surrender (4:06)
10. The Navy Song (4:31)
11. Perfect World (3:06)
12. Sympathy (3:18)
13. Burn The Evidence (3:40)

Gesamtspieldauer: 47:06




Die kanadische Band Billy Talent schien ich vorher immer nur so nebenbei gehört zu haben. Schon ganz okay, aber auch nichts Besonderes irgendwie. Nun, als ich mir dann ihr zweites Album mit dem vielsagenden Titel „II“ zugelegt hatte, welches 2006 veröffentlicht wurde, hörte ich dies zunächst auch nicht allzu intensiv. Schade eigentlich, denn die vier Jungs aus Mississauga in Ontario haben wahrlich einiges zu bieten und überzeugen auf ihrer zweiten Veröffentlichung.

Auf „II“ bekommt man so eine Art „Gute-Laune-Alternativ-Rock“ geboten. Die Scheibe vermittelt eine irgendwie geartete Fröhlichkeit, nichts darauf klingt negativ oder trübsinnig. Nicht ganz können die Musiker ihre Wurzeln im Punk verbergen, mit dem sie zuvor noch unter dem Namen „Pezz“ unterwegs waren. Doch Punk hört man auf „II“ nur noch am Rande, vielmehr ist das richtig guter und eingängiger Gitarrenrock, der hier zu hören ist. Durchaus auch hart, jedoch nicht übertrieben. Alles konzentriert sich auf die Gitarre als das bestimmende Element in der Musik der Band, auf Keyboards oder andere Tasteninstrumente wurde dabei ganz verzichtet.

Stilprägend für die Musik von Billy Talent ist allerdings ohne Zweifel auch die Stimme von Sänger Ben Kowalewicz. Diese dürfte auch sicherlich nicht jeder Hörerin beziehungsweise jedem Hörer zusagen, da sie durchaus sehr markant ist. Wenn Ben Kowalewicz versucht zu schreien, dann klingt es auch nicht mehr unbedingt überzeugend. Bleibt dieser jedoch in seinen stimmlichen „Gefilden“, klingt das für mich äußerst überzeugend und passt perfekt zu dieser sehr mitreißenden Musik. Überhaupt der Gesang. Die Musiker überzeugen hier auch mit ihren mehrstimmigen Gesangs-Arrangements, an denen sich auch Gitarrist Ian D'Sa sowie Bassist Jon Gallant beteiligen. Dies ist durchaus überraschend und erwähnenswert, da es so etwas bei dieser Art von Musik nur selten zu hören gibt.

Fazit: Wer auf die etwas härteren Töne in der Musik steht, dem dürfte diese Platte mit ziemlicher Sicherheit gefallen. Auch findet sich keinerlei Ausfall auf der Platte, die frei von Füllmaterial ist. Deutsche Hörer scheinen sowieso ein Faible für Billy Talent zu haben, denn Deutschland ist eines der wenigen Länder neben Kanada, in denen das Album Platz 1 der Charts erklomm – in den USA reichte es zum Beispiel nur zu Platz 46. Der Rock, der auf der zweiten Platte von Billy Talent zu hören ist, ist kompromisslos und dabei trotzdem überaus melodiös. Eine Platte, die Spaß macht, die abwechslungsreich ist und zu jeder Gelegenheit gehört werden kann. Sehr überzeugend. Elf Punkte.

Anspieltipps: Devil In A Midnight Mass, Pins And Needles, Burn The Evidence



Freitag, 3. Juli 2015

Portishead – Portishead




Portishead – Portishead


Besetzung:

Beth Gibbons – vocals
Geoff Barrow – drums
Adrian Utley – guitar, bass, moog, piano, rhodes


Gastmusiker:

Clive Deamer – drums
Sean Atkins – additional vocals
John Baggot – organ, piano
Andy Hague – horns
Ben Waghorn – horns
John Cornick – horns
S. Cooper – violin


Label: Go! Beat


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: Trip Hop


Trackliste:

1. Cowboys (4:42)
2. All Mine (4:02)
3. Undenied (4:24)
4. Half Day Closing (3:47)
5. Over (4:00)
6. Humming (6:04)
7. Mourning Air (4:15)
8. Seven Months (4:18)
9. Only You (5:02)
10. Elysium (5:57)
11. Western Eyes (3:59)

Gesamtspieldauer: 50:35




Kurz mit dem eigenen Namen „Portishead“ betitelten die drei Musiker aus dem englischen Bristol ihr zweites Album. Und auch hierauf gibt es wieder jede Menge, sehr intensiven, eingängigen und auch überzeugenden TripHop zu hören – auch wenn diese Platte nicht mehr ganz an das Niveau der Debut-Scheibe heranreicht. Trotzdem hört man bereits mit dem ersten Takt, dass dies Musik von Portishead ist. Diese süßlich schwere Melancholie, die den Titeln innewohnt ist eindeutig nur dieser Band zuzuordnen.

Beth Gibbons singt hier etwas häufiger mit einer klangtechnisch veränderten Stimme, was viel zu dieser dichten Atmosphäre der Platte beiträgt. Dabei reicht das Spektrum der transportierten Stimmungen von sentimental bis traurig, über mystisch und verzweifelt bis hin zu hoffnungsvoll, wobei letztgenanntes Adjektiv die wohl kleinste Rolle spielt. Auf jeden Fall ist die Musik wieder überaus intensiv und packend. Beth Gibbons wickelt ihre Hörer sehr gefühlvoll und eindringlich um den Finger, man kann sich ihrer Stimme und ihrem Gesang einfach nicht entziehen.

Zwar gibt es auf „Portishead“ nicht dieses Überlied, welches „Glory Box“ auf dem Debut „Dummy“ darstellte, jedoch finden sich mit „Cowboys“, „Undenied“, „Over“, „Elysium“ und auch „Western Eyes“ ebenfalls Titel auf der Scheibe, die nochmal etwas über den Rest der Nummern herausragen. Man muss sich definitiv auch Zeit nehmen für diese Art der Musik. Zwar lässt sich Portishead auch nebenbei hören, doch man verschenkt eine ganze Menge der Magie dieser Scheibe.

Fazit: Beeindruckend ist Portishead auch für mich, obwohl das im Grunde genommen definitiv nicht meine Musik ist. Doch hört man die drei Engländer, dann scheint man irgendwie in eine andere Welt einzutauchen. Eine Welt, die sich weit entfernt von allem Bekannten, Vertrauten zu befinden scheint. Eine Welt, die einen wohlig warm umspült – auch wenn man sich im Grunde genommen in ganz anderen Welten viel heimischer fühlt. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Cowboys, Undenied, Over



Donnerstag, 2. Juli 2015

Björk – Homogenic




Björk – Homogenic


Besetzung:

Björk – vocals, keyboards


Gastmusiker:

Alasdair Alloy – glass harmonica
Vaughan Armon – violin
Mark Bell – keyboards
Sigurbjorn Bernhardsson – violin
Mark Berrow – violin
Mike Brittain – bass
Jeffrey Bryant – horn
Roger Chase – viola
Ben Cruft – violin
Sigrun Edvaldsdottir – violin
Paul Gardhaim – bass
Roger Garland – violin
Wilfred Gibson – violin
Isobel Griffiths – orchestra contractor
Sigurdur Bjarki Gunnarsson – cello
Hrund Hardardottir – viola
Bill Hawkes – viola
Steve Henderson – timbales, tympani
Paul Kegg – cello
Yasuhiro Kobayashi – accordion
Peter Lale – viola
Chris Laurence – bass
Helen Liebmann – cello
Martin Loveday – cello
Alasdair Malloy – glass harmonica
Perry Mason – violin
Jim McLeod – violin
Perry Montague-Mason – violin
Trevor Morais – drums, electronic drums
Jon R. Ornolfsson – cello
Peter Oxer – violin
Paul Pritchard – bass
Maciej Rakowski – violin
Frank Ricotti – snare drums
George Robertson – viola
Guy Sigsworth – clavichord, keyboards, pipe organ
Moeidur Anna Sigurdardottir – viola
Una Sveinbjarnardottir – violin
Mike Thompson – horn
Sif Tulinius – violin
John Tunnell – cello
Helen Tunstall – harp
Gavyn Wright – violin


Label: One Little Indian


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: ArtPop, Experimental


Trackliste:

1. Hunter (4:15)
2. Joga (5:05)
3. Unravel (3:21)
4. Bachelorette (5:12)
5. All Neon Like (5:53)
6. 5 Years (4:29)
7. Immature (3:06)
8. Alarm Call (4:19)
9. Pluto (3:19)
10. All Is Full Of Love (4:33)

Gesamtspieldauer: 43:36




Nun, Björk, das ist echt so eine Sache. Die zierliche Isländerin lässt sich noch nicht einmal eindeutig einem bestimmten musikalischen Genre zuordnen, Björk ist irgendwie das Musikgenre selbst. Nichts klingt bei Björk irgendwie „normal“, alles klingt unerwartet, völlig überraschend. Und kein anderer Musiker beziehungsweise besser keine andere Musikerin klingt so wie Björk. Genau so ist das auch auf ihrem vierten Studioalbum „Homogenic“, welches 1997 veröffentlicht wurde.

Sicherlich reicht bei Björk niemals ein kurzes Durchhören einer Platte, um an dem Ganzen Gefallen zu finden, schon gar nicht, um die Musik von Björk auch zu verstehen. Entweder, man nimmt Reißaus oder aber, man findet das Gehörte irgendwie interessant. Wenn letzteres allerdings passiert, dann hat diese nordische Elfe einen am Wickel. Denn dann möchte man es irgendwie auch ganz verstehen und legt diese Platte immer wieder auf. Schließlich passiert es dann auch. Irgendwelche, vorher überhaupt nicht sichtbare Schleier scheinen sich zu lösen, die Musik wird deutlich eingängiger, vertrauter und auch auf irgendeine Art und Weise sympathischer.

Gut, auf „Homogenic“ hört man also eine Art experimentellen ArtPop, der von der Stimme der Björk beherrscht wird. Die Musik wird mit der Zeit deutlich eingängiger, allerdings erst nach mehreren Durchläufen. Oder sind es sogar viele Durchläufe? Egal. Spannend klingt das jedoch immer, da es so gar nicht in das Schema der Mainstream-Musik passt. Seltsame Geräusche bahnen sich den Weg zum Ohr der Hörerin oder des Hörers. Dann jedoch auch wieder Abschnitte, angefüllt mit sanften Streicherklängen, die eine wohlige Wärme vermitteln. So wird man als Hörer in musikalische Welten befördert, die einem zum Teil unzugänglich wirken, andererseits wie die Geborgenheit schlechthin erscheinen. Ganz allgemein scheinen die Lieder am Anfang des Albums leichter zugänglich zu sein, eröffnen sich der Hörerin, dem Hörer deutlich schneller. Allerdings gibt es auch Nummern, die werden mir persönlich wohl immer ein Rätsel bleiben…

Fazit: Ich hatte zunächst das Cover von „Homogenic“ gesehen und dachte mir: „Das wird nichts mit uns Beiden.“ Inzwischen empfinde ich das Cover der Platte sehr aussagekräftig, denn es spiegelt sehr gut dieses Album wider. Immer experimentell, manchmal eingängig, manchmal auch nicht zu dekodieren – zumindest nicht für mich. Allerdings macht Björk auch dieses Mal spannende Musik, die sich mit jedem weiteren Hören immer weiter öffnet. Irgendwie scheint es wirklich so zu sein, dass sich das Gehirn auf diese Klänge einstellen muss, bahnen organisieren muss, damit einen diese Musik der Björk auf „Homogenic“ auch wirklich trifft. Wenn das dann aber passiert, dann… Elf Punkte.

Anspieltipps: Hunter, Joga, Bachelorette, Immature



Mittwoch, 1. Juli 2015

Andy Prieboy – …Upon My Wicked Son




Andy Prieboy – …Upon My Wicked Son


Besetzung:

Andy Prieboy – vocals, guitar, piano, keyboards


Gastmusiker:

Mikal Reid – guitar
Marc Moreland – guitar
Scott Thunes – bass
Ned Leukhardt – drums, percussion, drum programming
Dave Scott – drums
Michael Barberra – violin
Johnette Napolitano – vocals
Beth Hooker – vocals
David Dean – trombone
Mike Fennel – computer programming
Estefan Bravo – backing singers
Trudy Trulove – backing singers
Dee La Duke – backing singers
John Maxwell – backing singers
Terry Gahan – backing singers
Steve Siegrist – backing singers
Sue Rawley – backing singers
Joe Chamberlain – backing singers
Ken Petrosky – backing singers
Jeff Hlavary – backing singers


Label: Doctor Dream Records


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Rock


Trackliste:

1. On The Road Again (4:44)
2. To The Dogs (4:09)
3. Montezuma Was A Man Of Faith(3:34)
4. Tomorrow Wendy (4:41)
5. Nearer To Morning (3:24)
6. Man Talk (4:45)
7. Loving The Highway Man (3:32)
8. The New York Debut Of An L.A. Artist (Jazz Crowd) (2:20)
9. Joliet (3:27)
10. That Was The Voice (3:51)
11. For Love (3:05)
12. Maybe That's Not Her Head (3:22)
13. Big Rock Finish (3:52)

Gesamtspieldauer: 48:52




Andy Prieboy war der Nachfolger Stan Ridgways bei Wall Of Voodoo. Mit dieser Band nahm er noch zwei Studio-Alben und eine Live-Platte auf, dann lösten sich Wall Of Voodoo auf. Anschließend veröffentlichte Andy Prieboy noch zwei Solo-Werke. 1990 diese hier vorliegende Scheibe mit dem Titel „…Upon My Wicked Son“, sowie fünf Jahre später „Sins Of Our Fathers“. Danach wurde es ziemlich ruhig um Andy Prieboy. Schade eigentlich, denn „…Upon My Wicked Son“ ist eine durchaus überzeugende Platte geworden, angefüllt mit Liedern, von denen man gerne noch mehr gehört hätte.

Unglaublich abwechslungsreich ist „…Upon My Wicked Son“ geraten. Natürlich ist das Rock-Musik, allerdings keine sehr harte, dafür eine umso variantenreichere. Manchmal gibt es auch kleinere Spielereien, wie das auf Zirkus getrimmte „Maybe That's Not Her Head“ oder etwa „The New York Debut Of An L.A. Artist (Jazz Crowd)“, was zum Teil wie ein Hochgeschwindigkeitszug mehrstimmig am Hörer vorbeiläuft. Beides sind durchaus außergewöhnliche Nummern für diese Platte, dabei jedoch leider auch nicht ganz so überzeugend wie der Rest.

Möchte man einen Titel auf dem Album herausheben, so ist das sicherlich „Tomorrow Wendy“, welches vom Sterben einer AIDS-kranken Frau handelt. Eine sehr intensive und schöne Nummer, die sofort hängenbleibt, da nicht nur der Text bewegend ist, sondern auch die dazugehörende Musik. Das Lied hat allergrößten Ohrwurmcharakter und hat sich bereits nach dem ersten Hören fest im Musikzentrum des Gehirns eingebrannt. Nun, aber auch das im Refrain hymnische „Loving The Highway Man“, das nach Jahrmarkt klingende „Joliet“ oder die rockige Nummer „That Was The Voice“ sind sehr überzeugend. Die Cover-Version des Canned Heat Stücks „On The Road Again“ bildet auf dem Album den Auftakt und ebenfalls einen Höhepunkt der Scheibe. Ich hätte hier auch noch andere Stücke aufzählen können, denn so richtige Ausfälle gibt es im Grunde genommen nicht. Die beiden oben erwähnten Lieder sind da wirklich die Ausnahmen und auch garantiert keine Totalausfälle.

Fazit: Die musikalische Mischung macht es auf „…Upon My Wicked Son“, die dieses erste Solo-Album des Andy Prieboy zu einem überzeugenden werden lässt. Klar wird hier die Musik nicht neu erfunden und auch nicht jeder Titel überzeugt restlos. Trotzdem macht die Scheibe Spaß, da sich hier durchaus einiges entdecken lässt, wenn man Freund des Rocks ist. Musik, die einen auch längerfristig begleitet, da man die Scheibe nicht ungern erneut immer wieder auflegt. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Tomorrow Wendy



Dienstag, 30. Juni 2015

Peter Hammill – A Black Box




Peter Hammill – A Black Box


Besetzung:

Peter Hammill – vocals, guitar, keyboards


Gastmusiker:

David Jackson – saxophone, flute
David Ferguson – synthesizer, tambourine


Label: S-Type Records


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Golden Promises (2:56)
2. Losing Faith In Words (3:40)
3. Jargon King (2:43)
4. Fogwalking (4:04)
5. The Spirit (2:38)
6. In Slow Time (3:26)
7. The Wipe (1:45)
8. Flight (19:19)
     Flying Blind
     The White Cane Fandango
     Control
     Cockpit
     Silk-Worm Wings
     Nothing Is Nothing
     A Black Box

Gesamtspieldauer: 40:53




Ehrlich gesagt kenne ich keine Peter Hammill Platte, die sofort, beim ersten Hören, uneingeschränkt zündet und sofort absolut überzeugt. Na, vielleicht mit Ausnahme von „Fool’s Mate“, dem ersten Album des Engländers, welches wirklich sofort ins Ohr geht. Mit „A Black Box“, dem neunten Solo-Album Peter Hammills, ist das jedoch wie zumeist beim Sänger und Gitarristen von Van Der Graaf Generator, man benötigt einfach einige Durchgänge, um mit dieser Musik so richtig vertraut zu werden, sodass diese ihre ganze Fülle und auch Schönheit besser präsentieren kann.

Außerdem experimentiert Peter Hammill auf „A Black Box“ einmal mehr mit Sounds und den neuesten technischen Möglichkeiten und so sind auch die beiden Stücke „Jargon King“ und „The Wipe“ durchaus mit „experimentell“ ganz gut beschrieben. Eine tiefergehende Melodiösität liegt hier dann definitiv nicht vor. Ansonsten herrscht jedoch eher „Wohlklang“ auf „A Black Box“. Zwar ist das Ganze, wie bereits erwähnt, nicht sofort beim ersten Hören immer melodisch und eingängig, jedoch mit jedem weiteren Durchgang scheinen die einzelnen Titel zu wachsen und sich zu verfestigen. Manches Mal klingt das dann fast schon mystisch, vielleicht manchmal auch ein wenig verschroben, oftmals überraschend und immer spannend. Allgemein herrscht eine etwas düstere Stimmung auf der Platte vor, ohne dass diese Grundausrichtung jedoch überstrapaziert oder völlig ausgereizt werden würde.

Nun, eine Nummer muss hier natürlich noch Erwähnung finden, nämlich „Flight“. Dieses Stück gilt bei vielen Peter Hammilll Fans als das beste Lied, welches er jemals geschrieben hat. Und wahrlich „Flight“ ist wie ein Parforce-Ritt durch unterschiedlichste Stimmungen und Ausprägungen des Rock. Da klingt es mal lieblich und schön, dann wieder zerrissen oder gehetzt. Mal sehr eingängig, dann wieder kakophonisch. Mal laut und fordernd, ein anderes Mal sehr ruhig und beschwichtigend. Sehr hörenswert und eine Art kleine Reise durch das Leben eines Menschen, welches schließlich mit dem Tod und einer „Black Box“ endet. Wahrlich schön und überaus überzeugend.

Fazit: „A Black Box“ ist ein sehr überzeugendes Album geworden. Und das liegt nicht nur an dem Titel „Flight“, der ursprünglich die ganze zweite LP-Seite eingenommen hatte. Nein auch unter den ersten Nummern befinden sich sehr hörenswerte Titel, wie zum Beispiel das sehr plastische „Fogwalking“. Peter Hammill macht auf „A Black Box“ Musik zum Eintauchen. Peter Hammill hat bisher sage und schreibe 34 Solo-Alben veröffentlicht, „A Black Box“ gehört dabei definitiv mit zu seinen besten Scheiben. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: Fogwalking, Flight



Montag, 29. Juni 2015

Nick Cave & The Bad Seeds – The Good Son




Nick Cave & The Bad Seeds – The Good Son


Besetzung:

Nick Cave – vocals, piano, hammond, harmonica
Mick Harvey – bass, acoustic guitar, vibraphone, percussion, backing vocals
Blixa Bargeld – guitar, backing vocals
Kid Congo Powers – guitar
Thomas Wydler – drums, percussion


Gastmusiker:

Alexandre Ramirez – violin
Altamir Tea Bueno Salinas – violin
Helena Akiku Imasoto – violin
Lea Kalil Sadi – violin
Akira Terazaki – viola
Glauco Masahiru Imasoto – viola
Braulio Marques Lima – cello
Cristina Manescu – cello


Label: Mute Records


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Foi Na Cruz (5:39)
2. The Good Son (6:03)
3. Sorrow's Child (4:39)
4. The Weeping Song (4:25)
5. The Ship Song (5:14)
6. The Hammer Song (4:17)
7. Lament (4:54)
9. The Witness Song (5:57)
9. Lucy (4:17)

Gesamtspieldauer: 45:29




„The Good Son“ ist das sechste Studio-Album des Australiers Nick Cave mit seiner Band „The Bad Seeds“. Aufgenommen wurde es Ende 1989 und es erschien schließlich im April 1990. „The Good Son“ ist angefüllt mit sanften Balladen, die Streicher kommen immer wieder zum Zug, alles ist sehr harmonisch und melodisch gehalten, ohne dabei jedoch süßlich oder gar überzuckert zu wirken. Bei vielen Fans des Australiers gilt dieses Album auch als seine gefühlvollste Platte.

Nun, meckern kann man da auch wahrlich nicht, wenn man auf die eher sanfteren Töne in der Musik steht, dann ist diese Scheibe prädestiniert dazu, gehört zu werden. Alles klingt und ist überaus melodiös. Dabei gehen einem sämtliche neun Titel noch nicht einmal beim ersten Hören sofort ins Ohr. Drei bis vier Durchgänge braucht es da schon, bis die Nummern zu guten Freunden werden können. Dann allerdings bleiben sie – wie für gute Freunde selbstverständlich – treue Begleiter.

Eindrucksvoll, wie immer bei Nick Cave, ist sein häufig tiefer, sonorer Gesang, der sehr viel Wärme ausstrahlt. Passender könnten seine Geschichten gar nicht erzählt werden. So klingt diese Eingängigkeit auch niemals langweilig, sondern immer sehr überzeugend und spannend. In all diesen schönen Melodien lässt sich fabelhaft eintauchen, sie laden ein zum Träumen, zum Begleitet werden oder zum genauen Zuhören, je nach Stimmung – überzeugend ist es auf jeden Fall immer.

Fazit: Ein wirklich schönes Album ist „The Good Son“ geworden. Eine völlig unaufgeregte Scheibe, die wirkt. Tolle Melodien umschmeicheln das Ohr der Hörerin und des Hörers. In diese Melodien lässt sich bestens eintauchen und die Musik genießen. Genau dazu wurde diese Scheibe auch gemacht, da bin ich mir sicher, die Hörer sollen Musik genießen. Ziel erfüllt Nick Cave! Elf Punkte.

Anspieltipps: The Good Son, The Weeping Song, The Hammer Song



Sonntag, 28. Juni 2015

Hoelderlin – Rare Birds




Hoelderlin – Rare Birds


Besetzung:

Hans Bäär – bass guitars
Michael Bruchmann – drums, percussion
Christian von Grumbkow – lyrics, supervision
Joachim von Grumbkow – keyboards, vocals
Christoph Noppeney – viola, vocals, acoustic guitar
Pablo Weeber – guitars, vocals


Gastmusiker:

Manfred von Bohr – drums


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Häktik Intergaläktik (8:31)
2. Sky-Lift (4:18)
3. Before You Lay Down (7:36)
4. Rare Bird (7:34)
5. Necronomicon (6:27)
6. Sun Rays (9:00)


Bonus Tracks der remasterten Albumfassung:

7. Blackbird (Demo) (0:57)
8. You Are The One (Demo) (2:28)

Gesamtspieladuer: 46:55




„Rare Birds“ ist das vierte Studio-Album der Wuppertaler Band Hoelderlin und es erschien im Jahr 1977. Erneut haben es die jetzt sechs festen Bandmitglieder geschafft, eine Platte zu veröffentlichen, randvoll angefüllt mit Progressive Rock, jedoch jener Ausprägung, die absolut auf die Harmonie im Stück setzt. Alles klingt auf „Rare Birds“ und zwar sehr, sehr eingängig. Melodiös ist diese Scheibe bis hinein in den letzten Takt jedes einzelnen Liedes. Wobei für die Musik nur fünf Musiker zuständig waren. Christian von Grumbkow wollte nun eher für die organisatorischen Dinge zuständig sein und beteiligte sich auch noch am Kompositionsprozess, jedoch nicht mehr am Einspielen der Platte. Trotzdem wird er auf „Rare Birds“ noch als festes Bandmitglied geführt. Seinen Part an der Gitarre übernahm der Spanier Pablo Weeber.

Der erste Titel „Häktik Intergaläktik“ ist sehr rhythmisch gehalten und überzeugt mit einer, ein klein wenig schräg klingenden Melodieführung, die das Lied allerdings sehr interessant und durchaus auch außergewöhnlich werden lässt. Auch bei Titel Nummer 2, „Sky-Lift“, spielt die Rhythmik durchaus noch eine Rolle, während sie beim wahrlich verträumten „Before You Lay Down“ phasenweise deutlich in den Hintergrund gedrängt wird. Es folgt schließlich das Titellied der Platte, „Rare Bird“, hier allerdings im Singular. Eine wunderschöne, vom Piano stark beeinflusste Nummer, welche so wunderschön mystisch klingt. Auch der Gesang kann hier gar nicht positiv genug herausgestellt werden. Wahrlich gelungen, voller Melodiösität, voller schöner Einfälle. Mit „Necronomicon“ wird es dann wieder ein wenig verschrobener und sogar rockiger, bis die Platte mit „Sun Rays“ sanft ausklingt. Und auch, wenn zumindest bei „Necronomicon“ das Tempo etwas angezogen wird, so steht doch über allem die Harmonie und Melodiösität in den einzelnen Stücken.

Der remasterten Albumfassung wurden noch zwei sehr kurze Demos hinzugefügt, wobei vor allem „You Are The One“ eine wunderschöne Nummer ist, bestehend aus Gesang und der dazugehörenden Piano-Begleitung. Wirklich sehr hörenswert.

Fazit: Wer die melodische Ausrichtung des Progressive Rocks zu schätzen weiß, die oder der kommt hier voll auf ihre / seine Kosten. „Rare Birds“ ist angefüllt mit Wohlklang, allzu viel Abwechslung ist dabei auf der Platte zwar nicht enthalten, aber man braucht ja auch nicht immer Aufregung oder den berühmten Kick. „Rare Birds“ ist für die stillen Stunden des Lebens gedacht, in denen man entspannen oder ganz in Ruhe nachdenken möchte. Zwölf Punkte.



Samstag, 27. Juni 2015

Black – Wonderful Life




Black – Wonderful Life


Besetzung:

Colin Vearncombe – vocals, guitar, keyboards


Gastmusiker:

Roy Corkill – fretless bass
Jimmy Hughes – drums
Martin Green – saxophone
Dave Dix – keyboards, programming
Tina Labrinski – backing vocals
Sara Lamarra – backing vocals
Jimmy Sangster – electric bass
Doreen Edwards – additional backing vocals
The Sidwell Brothers – brass section


Label: A&M Records


Erscheinungsdatum: 1987


Stil: Pop


Trackliste:

1. Wonderful Life (4:46)
2. Everything's Coming Up Roses (4:04)
3. Sometimes for the Asking (4:09)
4. Finder (4:12)
5. Paradise (4:51)
6. I'm Not Afraid (5:00)
7. I Just Grew Tired (4:15)
8. Blue (3:38)
9. Just Making Memories (4:26)
10. Sweetest Smile (5:19)

Gesamtspieldauer: 44:40




Es sammelt sich ganz schön was an, wenn man sich über Jahre hinweg immer wieder mit Musik eindeckt. So komme ich heute zu einer Scheibe, die ich bereis ewig nicht mehr gehört hatte: „Wonderful Life“ von Colin Vearncombe alias Black. Die Platte stellte in den 80er Jahren den Durchbruch für Black dar, danach passierte allerdings auch nicht mehr so viel. Zwei weitere Alben wurden 1988 und 1991 noch veröffentlicht, die dem Briten jedoch längst nicht mehr diesen Erfolg einbrachten, wie „Wonderful Life“ aus dem Jahr 1987. Danach veröffentlichte er hauptsächlich unter seinem richtigen Namen Colin Vearncombe. Und als ich mir die Scheibe nun wieder intensiver angehört hatte, wunderte ich mich auch nicht gropßartig, dass ich sie in den letzten Jahren keineswegs vermisste.

Die beiden lohnenswerten Lieder des Albums befinden sich gleich am Anfang der Scheibe, Titel Nummer 1 und 2 der ehemaligen ersten Plattenseite. „Wonderful Life“, das Titellied, ist natürlich eine überaus poppige Schnulze, allerdings besitzt das Lied einen wahrlich hohen Wiedererkennungswert und stellt durchaus einen Ohrwurm dar, den man so schnell nicht mehr vergisst. „Everything's Coming Up Roses“ geht dann sogar ein wenig in die rockige Richtung und ist auch noch einen Tick gelungener als der Titelsong selbst. Auch diese Nummer erkennt man sofort wieder, wenn man sie einmal gehört hat. Die Melodieführung hat sich sofort fest im Gehirn verankert.

Und der Rest? Nun der ist Pop in Reinkultur. Allerdings leider dabei nicht sehr aufregend. Vielmehr klingt das oftmals sehr oberflächlich und auf Eingängigkeit getrimmt, damit sich vielleicht doch noch ein paar Käufer mehr finden. Wenn man eher auf Rock Musik steht, dann ist es genau dieser Pop, der für einen am allerschwerersten erträglich ist. Dieses zuckersüße Gedudel, welches von der Instrumentierung manches Mal sogar dem Deutschen Schlager sehr nahe kommt, löst sicherlich so manchen Fluchtreflex aus. Lediglich ganz nett, weil etwas verträumt und sehnsüchtig klingend, ist da noch die letzte Nummer der Platte, „Sweetest Smile“. Aber das war es dann im wahrsten Sinne des Wortes auch endgültig.

Fazit: Für Freunde des wahren Pop, sicherlich eine gelungene Scheibe, für mich kaum aus- und durchzuhalten. Wenn die Musik ins Ohr geht, dann ist sie schon noch hörenswert, für mich ist das auf „Wonderful Life“ jedoch auf zwei Stellen begrenzt. Die ersten beiden Titel wirken, der Rest klingt einfach zu seicht und damit auch zu belanglos und irgendwann dann auch überaus langweilig. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Wonderful Life, Everything's Coming Up Roses



Freitag, 26. Juni 2015

Peter Hammill – pH7




Peter Hammill – pH7


Besetzung:

Peter Hammill – voice, guitar, keyboards, percussion


Gastmusiker:

Graham Smith – violin
David Jackson – saxophone, flute


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1979


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. My Favourite (2:52)
2. Careering (4:06)
3. Porton Down (3:41)
4. Mirror Images (3:51)
5. Handicap and Equality (3:56)
6. Not For Keith (2:25)
7. The Old School Tie (5:07)
8. Time For A Change (3:15)
9. Imperial Walls (4:16)
10. Mr X (Gets Tense) (5:13)
11. Faculty X (4:58)

Gesamtspieldauer: 43:44



Sein achtes Studio-Album, welches im September 1979 veröffentlicht wurde, nannte Peter Hammill „pH7“. Und im Grunde genommen ist es wie immer bei Peter Hammill. Sehr eingängige Stücke werden mit Nummern gemischt, die dann schon deutlich komplizierter klingen, gar nicht mehr melodiös, sondern oftmals sogar atonal und experimentell. Immer wieder wird man gezwungen, sich auf die Musik des Peter Hammill ganz einzulassen, nichts nebenbei zu tun, denn sonst können diese Stücke ihre Wirkung nicht in dem Maße entfalten, wie sie es eigentlich müssten, um zu überzeugen.

Peter Hammill experimentiert auf „pH7“ wieder mit Sounds und der sich rasant entwickelnden musikalischen Technik. Manches klingt dadurch zunächst äußerst gewöhnungsbedürftig und wird sicherlich nicht jedes Ohr der Musikhörer erreichen. Allerdings sind da auch wieder diese wunderschönen und zarten Titel, randvoll angefüllt mit Melodiösität und Harmonien, die einen träumen lassen – und genau diese Nummern sind deutlich in der Überzahl auf „pH7“. Drei Titel dieser Sorte habe ich unten als Anspieltipps angeführt. Das YouTube-Video stellt dagegen das andere Extrem dar, den nicht mehr ganz so harmonischen Titel, der immer wieder mal auszubrechen scheint, geradeso als würde Peter Hammill gespannt zuhören und abwarten, wohin sich die Nummer dieses Mal entwickeln wird.

Fazit: Klar, ich mag solche Musik, die auch mal in den Randbezirken der Melodiösität zu fischen scheint, dann jedoch wieder unglaublich einnehmend klingt. So ist „pH7“ für mich durchaus überzeugend, im Grunde genommen genau so wie der Vorgänger „The Future Now“. Ich liebe diese verträumte Stimmung, die viele der Lieder des Peter Hammill transportieren. Das ist mitunter sehr bewegend. Zehn Punkte.

Anspieltipps: My Favourite, Not For Keith, Time For A Change