Montag, 12. Dezember 2016

Sub7even – Sub7even




Sub7even – Sub7even


Besetzung:

Daniel Wirtz – vocals
Chris Wolff – pianos & programming
Spiros Efthimiadis – guitars
Sven “Lord” Fischer – guitars
Christos – Efthimiadis – drums


Gastmusiker:

Fabio Trentini – bass
T.M. Stevens – bass on “Wicked”


Label: BMG


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Rock


Trackliste:

1. Alive (3:06)
2. So Why (3:52)
3. Weatherman (4:53)
4. Wicked (4:06)
5. Too Late (4:27)
6. Ease My Pain (4:16)
7. Be My B. (3:51)
8. Listen To Your Soul (4:34)
9. In My Dreams (4:25)
10. Wake Me Up (3:42)
11. Maybe (4:15)
12. Falling (3:36)
13. Never Ever (3:31)

Gesamtspieldauer: 52:41




„Sub7even“ heißt das erste, selbstbetitelte Album der deutschen Rockband Sub7even, deren Mitglieder aus Dortmund, Essen und Herne stammen. Veröffentlicht wurde dieses Debut-Album auf dem Musiklabel von BMG im Jahr 2000, nachdem sich die Band erst ein Jahr zuvor gegründet hatte.

Guten und eingängigen Rock hört man auf „Sub7even“. Das macht durchaus Laune und man kann zunächst gar nicht glauben, dass dies das Erstlingswerk einer deutschen Band sein soll. Die Stimmung auf dem Album schwangt irgendwo zwischen hart und zart. Auf „Sub7even“ wird immer wieder gerockt, doch auch die sanfteren Töne kommen bei Sub7even zum Tragen. Und dann gibt es noch etwas ganz Besonderes bei dieser Band und auf diesem Album. Etwas, was sie wirklich ein klein wenig über so manch anderes Debut-Album einer deutschen Band erhebt. Es ist das Gefühl der fünf Musiker für die mitreißemde Melodie. Ganz egal, ob hier gerockt wird oder aber eher die etwas sanfteren Töne bei einem Lied im Vordergrund stehen, eingängig klingt das immer. Alles ist melodiös und geht gut ins Ohr. Und genau das ist bei dreizehn Titeln gar nicht so einfach.

Der „Übertitel“ des Albums ist natürlich „Weatherman“, mit dem Sub7even sogar einen kleinen Hit landeten. Ein Lied, welches einen das ganze Leben begleiten kann, da es auch nach dem hundertsten Mal des Hörens nicht langweilig wird. Und dies alles, obwohl es gleich beim ersten Kontakt zu zünden versteht. Das ist überaus selten, dass ein Lied gleich beim ersten Hören überzeugt und trotzdem lange weiter gefällt – auch noch nach vielen Jahren. Aber nicht nur „Weatherman“ klingt da überzeugend. Auf der Scheibe gibt es durchaus noch eine ganze Menge zu entdecken, immer wieder springt einen eine Melodie quasi an und weiß zu gefallen. Da es zusätzlich keinen Ausfall zu beklagen gibt, steht dem Hörgenuss im Grunde genommen nichts mehr im Wege.

Fazit: Ein wahrlich überzeugendes Album ist den fünf Musikern aus dem Ruhrgebiet mit „Sub7even“ gelungen. Gut gemachten Rock, nie langweilig und immer ins Ohr gehend, den gibt es auf dem Erstlingswerk der Band zu hören. Dazu gesellt sich noch der Titel „Weathermann“, der über allem steht und alleine schon den Kauf der Scheibe rechtfertigt. „Sub7even“ von Sub7even macht viel Spaß, rockt manchmal mehr, ein anderes Mal klingt das Ganze ruhiger und etwas melancholischer. Immer allerdings überzeugend. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Weatherman, Too Late, Ease My Pain, Maybe



Sonntag, 11. Dezember 2016

Neil Young – Neil Young (Super Stars Best Collection)




Neil Young – Neil Young (Super Stars Best Collection)


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: CR


Erscheinungsdatum: 1991


Stil: Rock


Trackliste:

1. Harvest (3:12)
2. Tell Me Why (2:58)
3. After The Goldrush (3:46)
4. Only Love Can Break Your Heart (3:08)
5. Southern Man (5:33)
6. Heart Of Gold (3:10)
7. Oh, Lonesome Me (3:50)
8. Don't Let It Bring You Down (2:57)
9. Birds (2:33)
10. When You Dance I Can Really Love (4:05)
11. I Believe In You (3:29)
12. Words (Between The Lines) (6:41)

Gesamtspieldauer: 45:26




„Neil Young“ heißt zum einen das erste Album des Kanadiers Neil Young, zum anderen auch ein inoffizieller Sampler, der im Jahr 1991 auf dem Label CR Records wohl extra für den japanischen Markt konzipiert worden war und dort veröffentlicht wurde. Die Schrift im Booklet ist auf jeden Fall in lateinischen Buchstaben, genau  wie in japanischen Zeichen gehalten.

Nun, das Wort „Sampler“ trifft den Inhalt der Scheibe auch nicht ganz genau. Von den hier vorhandenen zwölf Liedern stammen neun (!) vom dritten Neil Young Album „After The Gold Rush“. Dieses beinhaltet in seiner ursprünglichen Form elf Titel, ist somit also fast komplett auf dieser Zusammenstellung vorhanden. Die restlichen drei Nummern, „Harvest“, „Heart Of Gold“ und „Words (Between The Lines)“ wurden schließlich dem vierten Album „Harvest“ entnommen.

Zur Musik auf diesem Kompilations-Album muss ich also nichts mehr schreiben, denn dies habe ich bereits bei den entsprechenden Alben „After The Gold Rush“ und „Harvest“ getan. Die ist gut und klingt hier auch nicht anders. Wer diese beiden Alben besitzt, die oder der braucht „Neil Young (Super Stars Best Collection)“ absolut nicht.

Fazit: Die Musik des Neil Young auf den beiden originalen Alben „After The Gold Rush“ und „Harvest“ ist gut. Trotzdem ist diese Scheibe hier absolut überflüssig. Man sollte sich ganz bestimmt lieber die offiziellen Studio-Alben zulegen, wenn man die Musik des Neil Young kennenlernen möchte, denn auf diesen ist nicht von irgendwem eine Vorauswahl bezüglich der Lieder getroffen worden. „Neil Young (Super Stars Best Collection)“ ist eines der überflüssigsten Alben, die ich kenne. Keine Bewertung.

Anspieltipps: Die Platten „After The Gold Rush“ und „Harvest“



Samstag, 10. Dezember 2016

Small Faces – Lazy Sunday




Small Faces – Lazy Sunday


Besetzung:

Kenney Jones – drums, percussion, vocals
Ronnie Lane – bass, vocals, guitar
Steve Marriott – vocals, guitar, harmonica, keyboards
Jimmy Winston – keyboards, vocals, guitar
Ian McLagan – keyboards, vocals, guitar, bass


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Soundwings


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. Lazy Sunday (3:07)
2. Collibosher (3:14)
3. Just Passing (1:14)
4. Wham Bam, Thank You Mam (3:24)
5. Red Balloon (4:16)
6. Here Comes The Nice (3:03)
7. Itchycoo Park (2:52)
8. Wide Eyed Girl On The Wall (2:50)
9. I Can't Make It (2:07)
10. The Autumn Stone (4:02)
11. Afterglow (3:24)
12. The Universal (2:43)
13. Talk To You (2:08)
14. My Way Of Giving (1:59)
15. I'm Only Dreaming (2:25)
16. Green Circles (2:49)

Gesamtspieldauer: 45:45




„Lazy Sunday“ heißt eine der vielen Kompilations-Alben, die von und über die britische Band Small Faces veröffentlicht wurden. Die vorliegende Platte wurde auf dem Label Soundwings im Jahr 1992 veröffentlicht. Auf dem Album sind einige der Hits der Band vertreten, jedoch leider nicht alle, sodass man kaum von einem „Best Of…“-Album sprechen kann. So fehlt zum Beispiel der einzige Nummer 1 Hit der Small Faces in England, „All Or Nothing“, aus dem Jahr 1966.

Nicht fehlen darf aber natürlich die Nummer „Lazy Sunday“, welche wohl das bekannteste Lied der Small Faces ist und gleichzeitig auch die erfolgreichste Single der Band in Deutschland darstellt. Das Lied kletterte im Jahr 1968 bis auf Platz 2 der deutschen wie der britischen Charts, wird auch heute noch im Radio gespielt und hat diesen speziellen Ohrwurmcharakter inne. „Lazy Sunday“ ist eines der Lieder, die man mal gehört nie wieder vergisst. Auch „Itchycoo Park“ fällt ein wenig in diese Kategorie. Ebenfalls eines der bekannteren Lieder der Small Faces und auch eines, was auch längerfristig hängenbleibt. Lied Nummer 3, welches hier besonders Erwähnung finden sollte heißt „Just Passing“. Auch diese Nummer geht gut ins Ohr, ist bekannt, da sie auch heute noch ab und an im Radio gespielt wird und weiß ebenfalls durch ihre Melodie zu überzeugen, die hängenbleibt.

Der Rest der Scheibe stellen dann doch eher weniger bekannte Titel dar, die mal nach 60ies Pop klingen, ein anderes Mal durchaus auch einen rockigen Anstrich besitzen. Vollends überzeugen können diese Nummern dann allerdings nicht mehr so, ohne aber zu enttäuschen. Vielmehr ist es so, dass diese Lieder eher so mit- beziehungsweise durchlaufen. Das Alter hört man dabei den Titeln schon relativ gut an. Schlecht ist das alles nicht, besonders eindrucksvoll allerdings auch nicht mehr.

Fazit: Auch wenn einige erfolgreiche Nummern in der Karriere der Small Faces fehlen, so bekommt man doch einen gewissen Überblick über das Schaffen der britischen Band mit diesem Kompilations-Album „Lazy Sunday“. Ein paar Nummern sind es dabei auch wahrlich wert, gehört zu werden und schaffen es sogar, nach bald 50 Jahren noch Spaß zu erzeugen. Revolutionär oder gar wegweisend war die Musik der Small Faces nie, dafür jedoch gut unterhaltend. Acht Punkte.

Anspieltipps: Lazy Sunday, Just Passing, Itchycoo Park



Freitag, 9. Dezember 2016

Various Artists – We Are Only Riders: The Jeffrey Lee Pierce Sessions Project




Various Artists – We Are Only Riders: The Jeffrey Lee Pierce Sessions Project


Label: Glitterhouse Records


Erscheinungsdatum: 2009


Stil: Alternative Country, Americana, Folk


Trackliste:

1. Ramblin' Mind (3:10)

     Nick Cave – vocals
     Jeffrey Lee Pierce – guitar
     Kid Congo Powers – slide guitar
     Cypress Grove – guitar
     Barry Adamson – bass
     Willie Love – percussion

2. Constant Waiting (3:40)

     Mark Lanegan – vocals
     Jeff Zentner – banjo, mandolin
     Rene van Barneveld – lap steel
     Cypress Grove – guitar
     Barry Adamson – bass
     Willie Love – percussion

3. Free To Walk (3:02)

     Sune Rose Wagner – guitars, treatments, percusssion
     Sharin Foo – vocals
     Cypress Grove – acoustic guitar

4. Lucky Jim (4:06)

     Deborah Harry – vocals
     Nick Cave – piano
     Chris Stein – moog guitar
     Jeffrey Lee Pierce – guitar
     Cypress Grove – guitars, bass, backings
     Willie Love – drums, percussion

5. My Cadillac (4:42)

     Lydia Lunch – vocals
     Kid Congo Powers – ambient guitar
     Cypress Grove – acoustic guitar, bass

6. Ramblin' Mind (Alternate Version) (3:43)

     David Eugene Edwards – vocals
     Jeff Zentner – banjo, mandolin, slide guitar
     Cypress Grove – guitars, bass
     Rene van Barneveld – lap steel
     Willie Love – drums, percussion

7. Constant Waiting (Alternate Version) (3:20)

     Dallar Good – guitar
     Travis Good – guitar, vocals
     Sean Dean – bass
     Mike Belitsky – drums

8. Free To Walk (Alternate Version) (2:54)

     Mark Lanegan – vocals
     Isobel Campbell – vocals
     Cypress Grove – guitars, bass
     Rene van Barneveld – lap steel
     Jeff Zentner – banjo, mandolin, slide guitar
     Willie Love – percussion

9. St. Marks Place (2:53)

     Lydia Lunch – vocals
     Cypress Grove –guitar, bass, piano

10. Bells On The River (7:53)

     Justin Greaves – drums, electric & bass guitar
     Kostas Panagiotou – organ
     Karl Demata – electric guitar
     Joe Volk – vocals
     Mark Ophidian – modular synth, sample/effects

11. Ramblin' Mind (Alternate Version) (4:09)

     Cypress Grove – vocals, acoustic guitar, bass
     Nick Cave – backing vocals
     Willie Love – percussion
     Kid Congo Powers – guitar
     Can Khan Oral – guitar

12. Constant Waiting (Second Alternate Version) (2:18)

      Johnny Dowd – guitar, vocals
      Billy Corté – guitar, keyboards
      Brian Wilson – drums, bass

13. Free To Walk (Second Alternate Version) (3:09)

      Nick Cave – vocals
      Deborah Harry – vocals
      Chris Stein – moog guitar
      Mick Harvey – nylon-string acoustic guitar
      Cypress Grove – acoustic guitar, bass
      Willie Love – percussion

14. The Snow Country (3:54)

     Mick Harvey – vocals
     Gene Temesy – backing vocals, reverse translation vocals
     Jeffrey Lee Pierce – guitar
     Spencer P. Jones – guitar
     Cypress Grove – guitar, bass
     Willie Love – drums

15. Just Like A Mexican Love (6:08)

     David Eugene Edwards – vocals
     Justin Greaves – electric & bass guitar, ebow
     Karl Demata – acoustic & electric guitar, dobro
     Kosatas Panagiotou – piano
     Danny Ashbury – hammond organ
     Merijn Royaards – drums

16. Walkin' Down The Street (Doin' My Thing) (6:33)

     Lydia Lunch – vocals
     Dave Alvin – lead guitar
     Cypress Grove – guitars, bass, drums, backings
     Kid Congo Powers – backing vocals, percussion
     Mike Stark – piano
     Willie Love – backing vocals
     Walter daniels – harmonica
     Gene Temesy – backing vocals
     Can Khan Oral – backing vocals
     Texacala Jones – backing vocals
     Christine Dunleavy – backing vocals

Gesamtspielauer: 1:05:42




„We Are Only Riders: The Jeffrey Lee Pierce Sessions Project“ ist ein Kompilationsalbum rund um die Musik des Jeffrey Lee Pierce, Mitbegründer der Band The Gun Club und ein erfolgreicher und manchmal unterschätzter Blues Gitarrist und Sänger, der am 31. März 1996, aufgrund von jahrelangem Drogenmissbrauch und diverser weiterer Erkrankungen im Alter von lediglich 37 Jahren an einer Gehirnblutung verstorben war.

Cypress Grove, ein musikalischer Weggefährte des Jeffrey Lee Pierce, rief dieses Projekt ins Leben, als er beim Aufräumen auf eine Kassette, beschriftet mit „JLP Songs“ stieß, auf der sich drei Titel befanden, die so bisher jedoch noch nicht veröffentlicht worden waren. Cypress Grove schrieb weitere Freunde und Wegbegleiter des Jeffrey Lee Pierce an, die dann ebenfalls noch bisher unveröffentlichtes Material mit einbrachten und so gesellten sich weitere, bisher unbekannte Titel dazu, die nun von den verschiedenen Musikern auf ihre Art und Weise interpretiert wurden. Gleich mehrere Titel sind dabei in unterschiedlichen Versionen auf dem Kompilationsalbum vorhanden. Da diese jedoch völlig andersartigen Interpretationen unterliegen, sind sie manchmal nur anhand des Textes als ein und dasselbe Lied auszumachen. Auch werden bereits bekannte Lieder, wie zum Beispiel „Lucky Jim“ vom letzten, gleichnamigen The Gun Club Album neu eingespielt. Debbie Harry versucht sich dabei durchaus gelungen an dem Titel.

Auf „We Are Only Riders: The Jeffrey Lee Pierce Sessions Project“ hört man eine Mischung aus Alternative Country, Americana und Folk. Die Stimmung der ganzen Scheibe ist düster bis ganz dunkel. Über allem schwebt ein Hauch an Melancholie und Sentimentalität. Auch klingen einige der Songs immer wieder ein wenig mystisch und glücklicherweise nie ganz nah am herkömmlichen amerikanischen Country angelehnt. Die Nummern gehen dabei so ziemlich alle sehr schnell ins Ohr, sodass man sofort, beim ersten Mal des Hörens der Platte, gebannt zuhört. Spannend auch, wie unterschiedliche Künstler ein und dasselbe Lied zu interpretieren versuchen und dabei zu Ergebnissen gelangen, die diametral anders klingen. Mit Blues, für den die Musik des Jeffrey Lee Pierce auch immer stand, hat die Musik auf „We Are Only Riders: The Jeffrey Lee Pierce Sessions Project“ übrigens so gar nichts zu tun. Alternative Country trifft den Stil da schon deutlich treffender.

Fazit: Mag man die Musik von Nick Cave und Alternative Country à la 16 Horsepower und David Eugene Edwards, dann kann man mit dieser Scheibe im Grunde genommen nichts falsch machen. Deutlich wird hier auch, welch begnadeter Songschreiber dieser Jeffrey Lee Pierce war, der mit seinem eigenen Leben nie klarzukommen schien. Die Musik auf „We Are Only Riders: The Jeffrey Lee Pierce Sessions Project“ überzeugt und ist für all diejenigen Musikhörerinnen und Musikhörer bestens geeignet, die mal etwas Anderes, als radiotaugliche Hits genießen möchten. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Just Like A Mexican Love



Donnerstag, 8. Dezember 2016

Love Like Blood – Chronology Of A Love-Affair




Love Like Blood – Chronology Of A Love-Affair


Besetzung:

Yorck Eysel – vocals
Gunnar Eysel – bass
Timo Deininger – guitars
Alex Schädler – guitars
Al Sauer – drums


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Hall Of Sermon GmbH


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Rock, Gothic


Trackliste:

1980-1985

01. Decades (Joy Division) (5:44)
02. She's In Parties (Bauhaus) (4:25)
03. A Strange Day (The Cure) (5:03)
04. Lucretia My Reflection (The Sisters Of Mercy) (5:14)

1986-1990

05. Church Of No Return (Christian Death) (3:56)
06. Wasteland (The Mission) (5:43)
07. Rain (The Cult) (3:57)
08. April Skies (Jesus And The Mary Chain) (4:00)

1991-1995

09. Love Under Will (Fields Of The Nephilim) (5:30)
10. Injustice (Love Like Blood) (4:30) 
11. Love Like Blood (Killing Joke) (5:28)
12. True Belief (Paradise Lost) (4:35)

1996-2000

13. Copycat (Lacrimosa) (5:01)
14. Black No.1 (Type O' Negative) (4:36)
15. Whatever That Hurts (Tiamat) (5:02)
16. Great Big White World (Marilyn Manson) (5:06)

Gesamtspieldauer: 1:18:15




Love Like Blood war eine deutsche Gothic Rock bis Gothic Metal Band, die sich 1988 in der Nähe von Göppingen gründete. Insgesamt neun Studioalben veröffentlichte Love Like Blood in der Zeit von 1990 bis 2001. „Chronology Of A Love-Affair“ ist dabei ihr letztes Werk und erschien in eben diesem Jahr 2001 auf dem Label Hall Of Sermon GmbH. Nach dieser Zeit gab es nur noch ab und an Live-Auftritte.

Von den sechzehn Titeln auf „Chronology Of A Love-Affair“ sind fünfzehn Cover-Versionen verschiedenster Bands und Künstler. Lediglich die Nummer „Injustice“ stammt von Love Like Blood selbst. Dieser Umstand wiederum ist für ein Album natürlich ein sehr zweischneidiges Schwert. Irgendwie muss man in solch einem Vorgehen den Sinn erkennen, um mit dem Album etwas anfangen zu können. Im Falle „Chronology Of A Love-Affair“ muss auf jeden Fall die Titelauswahl gelobt werden, die wirklich überzeugen ist. Das, was dann allerdings doch eher nachdenklich stimmt ist der Umstand, dass so gut wie jedes Lied irgendwie nach den Sisters Of Mercy klingt. Fast jeder Titel wurde dem Sound dieser Band angepasst, was das Ganze nicht nur überzeugend, sondern mitunter auch ein wenig langweilig klingen lässt. Die Lieder ähneln sich dadurch irgendwie alle sehr.

Die Titel-Auswahl bleibt dabei allerdings trotzdem eine gute. Die Nummern rocken und gehen auch schnell ins Ohr. Nicht immer ist dabei das Original gleich zu erkennen und Love Like Blood muss sich bei solch einem Album natürlich die Vergleiche zu den Originalen gefallen lassen. Mitunter halten die Versionen von Love Like Blood diesen Vergleichen stand, ein anderes Mal geht das Ganze dann auch ziemlich daneben. Ausschlaggebend dafür ist nicht selten die Frage, welche Version eines Titels man zuerst gehört hat. Aber an dieser Stelle darf dann doch die Frage erlaubt sein, warum veröffentlicht man überhaupt solch ein Album mit Liedern, die es schon gibt?

Fazit: „Chronology Of A Love-Affair“ ist ein Cover-Album von Love Like Blood geworden, auf dem Titel aus den Jahren 1980 bis 2000 zu hören sind. Besonders innovativ ist das nicht, auch wenn viele der Lieder wirken. Aber das taten sie eben auch schon in den Originalfassungen. Dazu klingen viele der Nummern nun nach den Sisters Of Mercy, der Interpretationsspielraum ist also verhältnismäßig begrenzt angelegt. Nun, man muss sich einfach fragen, braucht man solch ein Album überhaupt? Viele könnten diese Frage mit „Nein“ beantworten. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Whatever That Hurts



Mittwoch, 7. Dezember 2016

Various Artists – The Musical Voices Of Movies Artists




Various Artists – The Musical Voices Of Movies Artists


Besetzung:

Keine Angaben außer den jeweiligen Sängerinnen und Sängern


Gastmusiker:

Keine Angaben


Label: Bella Musica


Erscheinungsdatum: 1991


Stil: Filmmusik, Film-Schlager


Trackliste:

1. Mariliyn Monroe – Kiss [1951] (3:02)
2. Gene Kelly – Singin' in the rain [1952] (2:40)
3. Zarah Leander – Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen [1940] (3:30)
4. Harpo Marx – Stardust [1946] (3:21)
5. Maurice Chevaller – Valentine [1928] (2:31)
6. Jean Gabin – Quand on a ca [1930] (1:55)
7. Ginger Rogers – You'll never know [1952] (2:15)
8. Deanna Durbin – When april sings [1936] (2:51)
9. Marta Eggerth – Manola [1938] (3:04)
10. Joan Crawford – I never knew heaven could speak [1939] (3:13)
11. Marlene Dietrich – Ich bin von Kopf bis Fuss auf Liebe eingestellt [1939] (3:02)
12. Marika Rökk – Ja, die Frauen sind gefährlich [1937] (1:29)
13. Al Joison – Sonny boy [1928] (3:09)
14. Doris Day – Sentimental journey [1951] (2:51)
15. Judy Garland – Over the rainbow [1939] (3:13)
16. Fred Astaire – I cant be bothered now [1939] (2:25)
17. Jane Russell – Ain't there anyone here for love? [1953] (3:23)
18. Jean Harlow – Reckless [1935] (1:30)
19. Eleanor Powell – Got a bran' new suit [1935] (2:27)
20. Stan Laurel & Oliver Hardy – At the ball, that's all [1937] (2:21)
21. Shirley Temple – Captain January [1936] (2:02)
22. Jan Klepura – Ninon [1930] (3:26)
23. Dorothy Lamour – It had to be you [1944] (2:35)
24. Vittorio De Sica – Parlami d'amore Mariú [1932] (3:36)

Gesamtspieldauer: 1:06:04




Bei dem Album „The Musical Voices Of Movies Artists“ handelt es sich um eine Zusammenstellung von zumeist Original-Aufnahmen gesanglicher Einlagen diverser Schauspieler in den Jahren von 1928 bis 1953. Die Aufnahmen von Ginger Rogers und Judy Garland sind allerdings live und vor Publikum eingesungen worden, ohne dass man hier genauere Angaben über den Ort der Aufnahme erfahren würde. Veröffentlicht wurde das Album wohl 1991 auf dem Label Bella Musica. So ganz klar ist das allerdings nicht, da eine Jahresangabe auf der Scheibe nicht zu finden ist.

Die Qualität der Einspielungen ist nicht immer die Beste, was man zum Teil sicherlich mit dem Alter der Titel erklären kann. Ab und an rauscht es schon ziemlich, was allerdings diesem Nostalgie-Gefühl durchaus zuträglich ist. Deutsche, englische, französische und italienische Titel hört man auf diesem Kompilationsalbum, die nicht immer unbedingt bekannt sind. Nicht jede Nummer ist also ein bekannter Klassiker. Dafür sind jedoch die diversen Schauspieler dem auch nur durchschnittlichen Filmfreund überwiegend bekannt.

Eine ganz nette Zusammenstellung hält man hier also in den Händen, die allerdings für den Cineasten sehr viel interessanter ist, als für die Musikhörerin beziehungsweise den Musikhörer. Von daher ist das Ganze eher ein kleines geschichtliches Dokument, denn eine Platte, die man auflegt, um begeisternde Musik zu genießen.

Fazit: Man hört hier die Stimmen der Schauspieler, unsynchronisiert und singend. Das verspricht auch der Titel des Albums „The Musical Voices Of Movies Artists“. Dieser Ansatz wird also erfüllt. Im Falle von Stan Laurel und Oliver Hardy ist dies allerdings eine Mogelpackung, da man die beiden in dem Lied „At The Ball, That's All“ gar nicht hört, sie tanzen nur zu diesem, Lied. Sonst jedoch kann man gut feststellen, wer von diesen Schauspielerinnen und Schauspielern zusätzlich noch eine überzeugende Stimme hatte und bei wem die Schauspielerei wohl sehr viel mehr im Vordergrund stand. Ganz interessant, aber eher als Dokument zu sehen, denn als Platte, die man auflegt, um Musik zu hören. Ohne Bewertung.

Anspieltipps: Ich weiß es wird einmal ein Wunder geschehen, Ja die Frauen sind gefährlich



Dienstag, 6. Dezember 2016

Doro – Calling The Wild




Doro – Calling The Wild


Besetzung:

Doro Pesch – vocals


Gastmusiker:

Jürgen Engler – guitars, keyboards, bass
Thomas Franke – drums
Chris Lietz – programming, keyboards
Mario Parillo – guitar solos
Steve Stevens – guitar
Jimmy Harry – guitars, bass, keyboards, programming, drum programming
Lemmy Kilmister – vocals, bass, acoustic guitars
Bob Kulick – guitars
Eric Singer – drums
Joe Taylor – guitars
Michi Besler – drums
Andreas Bruhn – guitars, bass, keyboards
Nick Douglas – bass
Jürgen Engler – guitars
Thomas Franke – drums
Mario Parillo – rhythm guitar
Slash – guitar solo
Al Pitrelli – guitar solo on "Dedication"


Label: SPV/Steamhammer


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Rock


Trackliste:

1. Kiss Me Like A Cobra (3:18)
2. Dedication (I Give My Blood) (3:53)
3. Burn It Up (2:47)
4. Give Me A Reason (4:20)
5. Who You Love (3:52)
6. Scarred (4:39)
7. Ich Will Alles (2:25)
8. White Wedding (4:36)
9. I Wanna Live (2:43)
10. Love Me Forever (5:16)
11. Fuel (3:53)
12. Constant Danger (3:39)
13. Black Rose (3:43)
14. Now Or Never (Hope In The Darkest Hour) (3:54)
15. Danke (2:57)

Gesamtspieldauer: 56:02




Nachdem Doro Pesh in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts bereits vier Studio-Alben mit ihrer ersten Band Warlock aufgenommen hatte, folgten im Anschluss daran zahlreiche Solo-Einspielungen. Bis heute, Stand Dezember 2016, sind das zwölf Solo-Studioalben. Die Platte „Calling The Wild“ ist dabei die siebte Veröffentlichung in dieser Reihe der gebürtigen Düsseldorferin. Das Album wurde im September des Jahres 2000 auf dem Musiklabel SPV/Steamhammer veröffentlicht. In den USA kam die Platte in deutlich veränderter Zusammenstellung auf den Markt. Mit „Love Me Forever“ von Motörhead aus dem Jahr 1991, sowie dem Billy Idol Klassiker „White Wedding“ aus dem Jahr 1982, sind zwei Cover-Versionen enthalten. Englisch ist die vorherrschende Sprache auf „Calling The Wild“. Mit den beiden Stücken „Ich Will Alles“ und „Danke“ singt Doro allerdings auch zwei Nummern in Deutsch ein.

Zu hören gibt es auf „Calling The Wild“ Heavy Metal in Reinkultur, nichts erinnert mehr an elektronische Sounds oder gar Drum-Computer, die es bei Veröffentlichungen von Doro Pesch auch schon zu hören gab. Dazu waren auch einige Größen des Rocks an der Entstehung der Platte mit beteiligt. Lemmy Kilmister von Motörhead ist hier beim Gesang zu hören, Gitaren-Soli wurden unter anderem vom Savatage Gitarristen Al Pitrelli und vom Guns N' Roses Gitarristen Slash eingespielt. Auch der ehemalige Sisters Of Mercy Gitarrist Andreas Bruhn, der sich hier auch als Produzent betätigte, ist auf dem Album zu hören.

Dieser bereits erwähnte Heavy Metal wird lediglich von einigen Balladen unterbrochen, ansonsten ist die Stimmung auf „Calling The Wild“ eine eher harte und kompromisslose. Dass man Heay Metal auch auf Deutsch singen kann, beweist Doro Pesch dabei mit dem Titel „Ich Will Alles“. Selten, dass man auf Deutsch eingesungene Musik in diesem musikalischen Genre zu hören bekommt. Allgemein ist der Heavy Metal der Doro Pesch auf „Calling The Wild“ kein ausufernder, sondern ein sehr melodischer. Bei aller Härte der einzelnen Titel, gehen diese doch gut ins Ohr. Das gilt sogar ganz besonders für die deutlich zurückhaltenderen Balladen, die alle kleine Ohrwürmer darstellen und gleichzeitig schöne Auflockerungen im Gesamtkontext der Scheibe sind.

Fazit: Eingängigen und melodiösen Heavy Metal gibt es auf „Calling The Wild“ von Doro Pesch zu hören. Die Nummern wirken und gehen ins Ohr. Zum Gelingen der Platte konnte Doro einige Größen des Musikbusiness gewinnen, die sich hier nicht in den Vordergrund spielen, sondern das Bild der Scheibe noch weiter abrunden. Nichts auf „Calling The Wild“ wirkt aufgesetzt oder anbiedernd. Ganz im Gegenteil, man hört und spürt ganz deutlich, dass dies die musikalische Heimat der Doro Pesch ist, nicht irgendein „Synthesizer-Gedudel“: Acht Punkte.

Anspieltipps: Scarred, Love Me Forever, Constant Danger



Montag, 5. Dezember 2016

Mahavishnu Orchestra – Between Nothingness & Eternity




Mahavishnu Orchestra – Between Nothingness & Eternity


Besetzung:

John McLaughlin – guitar
Jan Hammer – keyboards
Jerry Goodman – violin
Rick Laird – bass
Billy Cobham – percussion


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 1973


Stil: Jazz Fusion (live)


Trackliste:

1. Trilogy: Sunlit Path/La Mere De La Mer/Tomorrow's Story Not The Same (12:02)
2. Sister Andrea (9:52)
3. Dream (21:21)

Gesamtspieldauer: 43:16




„Between Nothingness & Eternity“ heißt das dritte Album des Mahavishnu Orchestras und ist gleichzeitig deren erstes Live-Album, welches im November 1973 veröffentlicht wurde. Aufgenommen wurden die Lieder am 17. und 18. August 1973, während des Schaefer Music Festivals im Central Park, New York. Angeblich stammen allerdings alle drei Aufnahmen vom zweiten Tag des Festivals, also vom 18. August 1973, wie man den noch vorhandenen Tonspuren offensichtlich entnehmen kann. Ursprünglich sollte das Mahavishnu Orchestra jedoch ein drittes Studio-Album veröffentlichen, welches auch im Juni 1973 in den Trident Studios in London aufgenommen worden war. Diese Veröffentlichung wurde aber verworfen, stattdessen wurden drei, der insgesamt sechs auf diesem nichtveröffentlichten Album eingespielten Lieder, live auf dem bereits erwähnten Festival eingespielt und unter dem Namen „Between Nothingness & Eternity“ veröffentlicht. Das ursprünglich geplante Studio-Album wurde dann erst im Jahr 1999 unter dem Namen „The Lost Trident Sessions“ den Fans der Band zugänglich gemacht.

„Between Nothingness & Eternity“ stellt die letzte Veröffentlichung der ursprünglichen Besetzung des Mahavishnu Orchestras dar. Die Lieder „Trilogy: Sunlit Path/La Mere De La Mer/Tomorrow's Story Not The Same“ sowie „Dream“ komponierte John McLaughlin, „Sister Andrea“ stammt dagegen vom Keyboarder Jan Hammer. Nun, ist das Vorgängeralbum „Birds Of Fire“ oder auch die erste Platte, „The Inner Mounting Flame“, durchaus noch für den Rock Fan gut hörbar, für Freunde des Progressive Rock sogar interessant, so wird das bei dieser Scheibe schon deutlich schwieriger. Hier bewegt sich das Mahavishnu Orchestra nun keinesfalls mehr im Bereich des Rock, fast schon gleichgültig, wie weit man diesen Begriff inhaltlich auch ausdehnen möchte. Auf „Between Nothingness & Eternity“ hört man Jazz Fusion – und zwar Jazz Fusion der besonders frickeligen Art.

Dass die Musiker ihre Instrumente perfekt beherrschen, bekommt man hier ein ums andere Mal vortrefflich vorgeführt. Zum Teil klingt das allerdings fast schon ein wenig selbstverliebt, wenn in ungeahnten Geschwindigkeiten die Akkorde wie Duelle zwischen den verschiedenen Instrumenten hin- und hergeschleudert werden. Nun, eine Melodie erwartet man kaum, wenn man sich dieser Musik widmet, jedoch ein Instrument ganz schnell zu spielen, nur weil man es denn kann, schafft vielleicht bei so mancher und manchem Eindruck, allerdings verliert sich darin die allergrößte Masse. Leider selbst jene, die der ganzen Sache an sich durchaus aufgeschlossen gegenüberstehen. Die Musik klingt unfassbar aggressiv und nur schwer kann man ihr immer folgen. Nicht extra erwähnen muss man dabei wohl, dass „Between Nothingness & Eternity“ nichts für den Hintergrund ist. Ganz oder gar nicht will das alles gehört werden, denn nur für ein Ohr ist diese Musik völlig ungeeignet.

Fazit: Progressive Rock ist eine feine Sache. Und auch die sehr anspruchsvollen, weniger eingängigen Stücke können da noch überzeugen. Hier, mit „Between Nothingness & Eternity“, wird das jetzt allerdings schon deutlich schwieriger. Melodien und Eingängigkeit mögen deutlich überschätzt werden, auf diesem Album sind sie jedoch überhaupt nicht vorhanden. Ganz sicher eine tolle Platte für Freunde des Jazz. Ganz sicher aber auch ein sehr schwieriges Album für alle, die sich eher von der populären Musik an dieses herannähern. Wer allerdings mal hören möchte, wie schnell und schräg man Gitarre, Keyboard, Bass, Schlagzug oder Violine spielen kann, die oder der findet hier ihre und seine Erfüllung. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Dream



Sonntag, 4. Dezember 2016

Sade – Diamond Life




Sade – Diamond Life


Besetzung:

Sade Adu – vocals


Gastmusiker:

Andrew Hale – keyboards
Stuart Matthewman – guitar, saxophone
Paul Denman – bass
Terry Bailey – trumpet
Paul Anthony Cook – drums
Martin Ditcham – percussion
Dave Early – drums, percussion
Gordon Matthewman – trumpet


Label: Epic Records


Erscheinungsdatum: 1984


Stil: Smooth Soul


Trackliste:

1. Smooth Operator (5:01)
2. Your Love Is King (3:41)
3. Hang On To Your Love (5:55)
4. Frankie's First Affair (4:40)
5. When Am I Going To Make A Living (3:27)
6. Cherry Pie (6:20)
7. Sally (5:23)
8. I Will Be Your Friend (4:44)
9. Why Can't We Live Together (5:28)

Gesamtspieldauer: 44:43




„Diamond Life“ heißt das erste Studio-Album der Helen Folasade Adu, kurz Sade Adu und noch kürzer einfach Sade. Die Platte wurde im Juli 1984 in Europa veröffentlicht – erst Ende Februar des darauffolgenden Jahres kam die Scheibe auch in den USA auf den Markt. „Diamond Life“ ist das erste Album der Sade und stellt gleichzeitig auch den internationalen Durchbruch der gebürtigen Nigerianerin dar. Die Platte verkaufte sich bisher über sechs Millionen Mal weltweit und stellt gleichzeitig eines der am meistverkauften Debut-Alben der 80er Jahre dar.

Nun, das ist schon so eine Sache mit diesem souligen Easy Listening der Sade. Weltweit löste „Diamond Life“ bei Erscheinen geradezu einen Hype aus und jeder der mitreden wollte, musste die Scheibe kennen und noch besser, auch gut finden. Mir gefiel diese Musik beim ersten Male des Hörens überhaupt nicht und erst sehr viel später legte ich mir das Album zu. Man soll schließlich immer über den Tellerrand hinausblicken und offen sein, für manchmal auch andere Töne, als die gewohnten. Nun, was Sade hier ihren Hörerinnen und Hörern kredenzt, das mag durchaus für viele Menschen tolle Musik sein. Hier kommt nun allerdings, zumindest in meinem Fall, wieder mal der Umstand zum Tragen, dass ich persönlich Musik einfach nicht objektiv beurteilen kann. Musik packt mich – oder eben nicht. Deshalb bitte nicht böse sein, ihr Soul- und Funk-Freunde da draußen, für mich ist das Ganze eine riesengroße Quälerei, die ich mir auch immer nur mal häppchenweise reinziehen kann. Ich sehe mich außerstande, eine knappe dreiviertel Stunde hier zuzuhören.

Die Musik klingt weder melodisch noch rhythmisch besonders aufregend. Eine Meodie ist so gut wie nie erkennbar – schon gar keine, die ins Ohr gehen möchte. Cool und relaxt klingt Sade allerdings, das kann man ihr sicher nicht absprechen. Nur den gemeinen Rockfreund spricht das jedoch so überhaupt nicht an. Jedes Lied klingt gleich und die vermittelte Atmosphäre mag durchaus auch wunderbar entspannt sein, trotzdem verkrampft man beim Hören immer mehr und hofft auf ein schnelles Ende der Scheibe oder noch besser, gleich auf einen Stromausfall.

Fazit: Ich Soul-Banause, wie kann ich nur? Ein großes „Entschuldigung“ an alle Soul-Freunde, die mit diesem Album sicherlich jede Menge Spaß haben. Wer auf diese Art der Musik steht, wird hier Erfüllung finden, ganz ohne Zweifel. Ich habe mir die Platte gekauft, um ergründen zu können, was sie ausmacht, was dieser Scheibe innewohnt, sodass viele Hörerinnen und Hörer so begeistert und überzeugt davon sprechen. Ich konnte es leider nicht ergründen, in keinem einzigen Takt dieser Fahrstuhlmusik oder Restaurant-Hintergrundmusik. Genau an diesen Orten hört man Sade inzwischen auch oft. Allgemein Geschmackssache eben, definitiv jedoch nicht meine. Zwei Punkte.

Anspieltipps: Smooth Operator, Why Can't We Live Together



Samstag, 3. Dezember 2016

Various Artists – Planete Reggae




Various Artists – Planete Reggae


Besetzung:

Keine weiteren Informationen außer den Interpretenangaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Compilation Declic Communication


Erscheinungsdatum: 1991


Stil: Reggae


Trackliste:

1. Peter Tosh – Get Up, Stand Up (3:29)
2. Culture – Good Things (4:02)
3. Black Uhuru – Positive (4:05)
4. Yellowman – Zunggu Zungguguzungguzeng (6:26)
5. Dillinger – Cocaine In My Brain (5:08)
6. Lee Perry & Prince Jazzbo – Prophet Live (3:51)
7. Peter Tosh – Legalize It (4:36)
8. Abyssinians – Satta A Masagana (3:27)
9. Gregory Isaacs – Private Beach Party (4:16)
10. Third World – Love Is Out To Get You (4:51)
11. The Itals – Hallelujah (3:54)
12. Jimmy Cliff – Reggae Night (5:21)
13. Bob Marley – Soul Rebel (3:52)
14. Lucky Dube – Slave (4:25)
15. LKJ – Forces Of Victory (2:42)
16. Dennis Brown – Money In My Pocket (6:51)
17. Burning Spear – Old Marcus Garvey (6:20)

Gesamtspieldauer: 1:17:45




Für Freunde des Reggae hat diese französische Zusammenstellung diverser Reggae-Größen aus dem Jahr 1991 einiges zu bieten. Veröffentlicht wurde das Album auf dem Musiklabel Compilation Declic Communication und darauf enthaltenen Lieder beinhalten einige Größen und Hits des Reggae. So kann man mit dieser Zusammenstellung sehr gut, in das Ende der 60er Jahre auf Jamaika entstandene Musikgenre eintauchen.

Zu hören gibt es hier so Größen des Reggae wie Peter Tosh, Black Uhuru, Jimmy Cliff oder Bob Marley, wenn diese auch nicht immer mit ihren größten Hits auf „Planete Reggae“ vertreten sind. Dazu gibt es noch zahlreiche weitere, wenn auch nicht so bekannte Künstler und Bands zu hören. Die Liedauswahl ist auf „Planete Reggae“ leider nicht immer absolut geglückt, nicht alles kann hier überzeugen, zumal dann nicht, wenn man diesem musikalischen Genre eher ein wenig neutral gegenübersteht. Was man der Musik jedoch auf keinen Fall abstreiten kann, das ist der Umstand, dass hier wirklich zu 100% Reggae zu hören ist. Nicht mehr und auch nicht weniger, denn nichts ist hier verfälscht oder klingt in irgendeiner Art und Weise anbiedernd.

Ein wenig sollte man sich beim Hören auch mal auf die Texte konzentrieren, die zum einen nach Sonne und sorgenfreiem Leben klingen, dann aber auch Missstände anprangern und zum Teil auch einen etwas lockeren Umgang mit Drogen propagieren. Peter Tosh’s Hit „Legalize It“ klingt da heutzutage fast schon ein klein wenig naiv und unfreiwillig komisch – auch wenn die Nummer aus dem Jahr 1976 ganz bestimmt bereits Kult und gleichzeitig eines der bekanntesten Reggae-Lieder überhaupt ist.

Fazit: Nicht immer die bekanntesten Reggae Künstler und Bands gibt es auf „Planete Reggae“ zu hören. Und ist dies doch der Fall, so sind diese meist nicht mit ihren erfolgreichsten Hits vertreten. Macht nichts, denn das Gefühl und die Atmosphäre des Reggae werden durchaus sehr gut mit dieser Scheibe transportiert. Von daher für alle Freundinnen und Freunde dieser Musik sicherlich bestens geeignet. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Peter Tosh: Get Up, Stand Up



Freitag, 2. Dezember 2016

Latin Quarter – Modern Times




Latin Quarter – Modern Times


Besetzung:

Carol Douet – vocals, percussion
Yona Dunsford – vocals, piano
Greg Harewood – bass
Steve Jeffries – keyboards, vocals
Steve Skaith – vocals, guitar
Richard Stevens – drums, percussion
Richard Wright – guitar, vocals
Mike Jones – lyrics


Gastmusiker:

Steve Gregory – saxophone
Martin Ditcham – percussion
Steve Greetham – bass on “Radio Africa”


Label: Arista Records


Erscheinungsdatum: 1985


Stil: Pop


Trackliste:

1. Modern Times (3:45)
2. No Ordinary Return (3:35)
3. Radio Africa (3:53)
4. Toulouse (4:20)
5. America For Beginners (5:16)
6. Eddie (3:08)
7. No Rope As Long As Time (4:28)
8. Seaport September (3:18)
9. New Millionaires (3:35)
10. Truth About John (4:00)
11. Cora (2:58)

Gesamtspieldauer: 42:16




„Modern Times“ heißt das erste Studioalbum der britischen Pop und New Wave Band Latin Quarter. Veröffentlicht wurde die Scheibe 1985 auf dem Label Arista Records und verkaufte sich besonders gut in Deutschland und Schweden, wo das Album bis auf Platz 20 der jeweiligen Charts kletterte.

Zu hören gibt es darauf relativ „harmlosen“ Pop bis New Wave, der mitunter auch mal bis in den Reggae hineinreicht, wie beim Titel „Radio Africa“. Gleichzeitig war diese Nummer die erfolgreichste in Großbritannien und kletterte dort bis auf Platz 19 der Single Charts. Den Erfolg des Albums in Deutschland bewirkte dagegen wohl eher die Single „New Millionaires“, ein kleiner Ohrwurm, dem damals durchaus seine Spielzeit in den diversen Radiostationen eingeräumt wurde.

Allgemein ist die Musik auf „Modern Times“ sehr eingängig. Ins Ohr geht da vieles, wenn es auch nicht unbedingt allzu lange dort verweilt. Höhepunkte des Albums sind das bereits erwähnte „New Millionaires“ und das sich daran anschließende „Truth About John“, ebenfalls ein Lied, welches beim ersten Mal des Hörens bereits ins Ohr geht und sogar ein klein wenig rockig klingt. Pop-Rock also in diesem Fall. Und der Rest der Scheibe? Der läuft so mit, kann nicht immer restlos überzeugen. Besonders ist davon allerdings noch „Cora“ zu erwähnen, ein sehr sanftes und zerbrechlich klingendes Lied, welches sich gerade dadurch, wegen dem sanften Gesang und der Instrumentierung mit dem Piano von den anderen Stücken als schöner Kontrast abhebt.

Fazit: Eine Mischung aus Pop Musik, garniert mit einer etwas größeren Prise New Wave gibt es auf „Modern Times“ von Latin Quarter zu hören. Hier bekommt man keine außergewöhnliche oder extravagante Musik zu hören, eher ganz nett gemachten Pop, der mitunter sogar gut ins Ohr geht. Dabei wird das Gefühl und die Atmosphäre der 80er Jahre sehr gut mit transportiert, denn genau diese hört man aus jedem Takt, aus jedem Akkord heraus. Sieben Punkte.

Anspieltipps: New Millionaires, Truth About John, Cora



Donnerstag, 1. Dezember 2016

Supertramp – Paris




Supertramp – Paris


Besetzung:

Rick Davies – keyboards, vocals, harmonica
Roger Hodgson – guitars, keyboards, vocals
John Helliwell – saxophones, woodwinds, keyboards, vocals, spoken intros
Dougie Thomson – bass
Bob Siebenberg – drums, percussion


Label: A&M Records


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: Art Rock


Trackliste:

Seite 1

1. School (5:41)
2. Ain't Nobody But Me (5:24)
3. The Logical Song (3:56)
4. Bloody Well Right (7:23)

Seite 2

1. Breakfast In America (2:57)
2. You Started Laughing (4:02)
3. Hide In Your Shell (6:54)
4. From Now On (7:05)

Seite 3

1. Dreamer (3:44)
2. Rudy (7:08)
3. A Soapbox Opera (4:51)
4. Asylum (6:51)

Seite 4

1. Take The Long Way Home (4:57)
2. Fool's Overture (10:57)
3. Two Of Us (1:25)
4. Crime Of The Century (6:31)

Gesamtspieldauer: 1:34:44




Das Live-Album „Paris“, welches ursprünglich „Roadworks“ heißen sollte, erschien im September 1980 auf dem Musiklabel A&M Records in Form eines Doppelalbums. Supertramp mussten die Lücke zwischen zwei Studioalben füllen. Die Platte „Breakfast In Amerika“ war weltweit ein Erfolg geworden und ein Nachfolger dafür war noch nicht in Sicht. Also sollte ein Live-Album erscheinen, welches Lieder enthielt, die auf der „Breakfast In Amerika“-Tour gespielt worden waren. Bei der Sichtung des Materials stellte sich heraus, dass vor allem jene Aufnahmen, die am 29. November 1979 während der Show im Pavillon de Paris entstanden, am besten gelungen waren. Diese Aufnahmen bilden das Gros der Veröffentlichung. Ergänzt wurden diese Aufnahmen durch weitere in Paris aufgenommenen Liedern, die dann allerdings bei anderen Shows eingespielt worden waren. Daher lag es nun also schon sehr nahe, das ganze Album „Paris“ zu nennen, was dann auch geschah.

„Paris“ ist eine Art live eingespieltes „Best Of“-Album von Supertramp. Natürlich fehlen ein paar der weiteren Höhepunkte der Band, wie „Even In The Quietest Moments“ oder „Child Of Vision“, die jeweils den deutlich schlechteren Aufnahmen zum Opfer fielen, trotzdem kann die Platte den Supertramp-Fan durchaus begeistern. Zwar sind die Lieder allesamt sehr nahe am Original angelegt, jedoch wird dieses „Live-Gefühl“ durchaus mit den einzelnen Stücken transportiert. Und die jeweiligen Titel haben es wahrlich in sich, was nicht zuletzt an der dann doch noch vorhandenen guten Aufnahmequalität liegt.

Titel wie „The Logical Song“, „Hide In Your Shell“, „A Soapbox Opera“, „Fool's Overture“ oder „Crime Of The Century“ lassen das Herz eines jeden Supertramp Fans selbstverständlich höher schlagen. Klar ist dabei auch, dass es gerade die Lieder aus der Feder des Roger Hodgson sind, die hier am meisten überzeugen können. Richtig gelungene Titel von Seiten des Rick Davis sind auf „Paris“ lediglich das bereits erwähnte „Crime Of The Century“, sowie „Bloody Well Right“. Trotzdem macht die Scheibe in ihrer Gesamtheit sehr viel Spaß und auch das Abwechseln zwischen einem Roger Hodgson- und einem Rick Davis-Titel erhöht durchaus die Spannung des ganzen Albums.

Fazit: Für Freunde der Musik von Supertramp sicherlich eine Bereicherung. Zwar sind alle Lieder sehr nah am Original gehalten, die Variationen sind zumeist nur marginal, trotzdem lohnt die Scheibe wegen des durchaus doch vorhandenen Live-Charakters der einzelnen Titel. Zu hören gibt es auf „Paris“ eine Art Werkschau über das Schaffen der Band in den 70er Jahren. Eine Art „Live-Best-Of“-Album mit ein paar Lücken. Letzteres macht dabei aber nichts, sehr gelungen ist das Album nämlich trotzdem. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: Fool's Overture