Freitag, 13. Januar 2017

Vivid – Sundown To Sunrise




Vivid – Sundown To Sunrise


Besetzung:

Thomas Hanreich – vocals
Matthias Kloß – guitar
Holger Schmidt – bass
Torsten Kluske – drums


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1999


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

1. Nice Day (4:57)
2. Kingdom Underground (3:35)
3. Off We Go (5:09)
4. Up To Me (4:12)
5. Dancing Girl (4:06)
6. Is It Worth It? (3:42)
7. Come Around (5:00)
8. Something Else About You (3:39)
9. Whatever (5:03)
10. Again (4:06)
11. Music (Mind Expanding) (5:38)

Gesamtspieldauer: 49:13




Vivid war eine deutsche Rockband aus Salzgitter, die vor allen Dingen in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts aktiv war und in dieser Zeit Alben veröffentlichte. Im Jahr 2002 lösten sich Vivid dann schließlich auf. „Sundown To Sunrise“ ist dabei ihr drittes und vorletztes Album und wurde im Jahr 1999 auf dem Label Virgin Records veröffentlicht.

Zu hören gibt es auf „Sundown To Sunrise“ durchaus eingängigen Rock bis Pop, wobei die Platte nicht mehr so einen melodiösen Hit wie „Still“ vom Vorgängeralbum „Go!“ für die Hörerinnen und Hörer bereithält. Trotzdem klingen die Lieder von Vivid auf der Platte immer melodiös, gehen ebenfalls ins Ohr und klingen deutlich spannender als seichter Pop, der einem zumeist aus den Radios dieser Welt entgegenflutet.

Bis auf das etwas seltsame „Dancing Girl“, welches bei mir leider so gar nicht zünden will, gibt es dabei auch keine Ausfälle zu beklagen. Ab etwa der Mitte des Albums gibt es dann eine ganze Reihe gelungener Lieder zu hören, die alle im Bereich des Rock bis hin zum Pop angesiedelt sind. Welches davon dann das eigene Lieblingslid wird, hängt wie immer am jeweiligen, eigenen Musikgeschmack.

Fazit: „Sundown To Sunrise“ von Vivid ist eine sehr unaufgeregte Platte geworden. Vielleicht ist dies das kleine Manko der Scheibe, das Besondere fehlt hier nämlich in der Musik von Vivid. Andererseits ist das auch „Jammern auf hohem Niveau“. Denn wer auf gut gemachten Rock-Pop steht, die oder der kann mit dieser Scheibe ihre beziehungsweise seine Zeit durchaus versüßen. Schön ist es allemal, solch Musik auch mal von einer deutschen Band zu hören. Acht Punkte.

Anspieltipps: Is It Worth It?, Whatever, Music (Mind Expanding)



Donnerstag, 12. Januar 2017

Hans-Joachim Roedelius – Offene Türen




Hans-Joachim Roedelius – Offene Türen


Besetzung:


Hans-Joachim Roedelius – alle Instrumente


Label: Sky Records


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: Elektronische Musik


Trackliste:

1. Abenteuerliche Begegnung (3:52)
2. Besucher Im Traum (4:03)
3. Mit Offenem Visier (3:31)
4. Von Osten Her (4:19)
5. Der Sieger (2:11)
6. Auf Der Höhe (4:01)
7. Allemande (2:14)
8. Spiegelung (2:50)
9. Husche (2:43)
10. Stufe Um Stufe (3:08)
11. Zeremoniell (3:30)
12. Wende (4:10)

Gesamtspieldauer: 40:37




„Offene Türen“ heißt das achte Solo-Studio-Album des deutschen Musikers Hans-Joachim Roedelius, den die meisten Musikinteressierten der damaligen Zeit, wohl von seiner Beteiligung an der Band Cluster her kennen. Im Jahr 1982 wurde „Offene Türen“ auf dem Label Sky Records veröffentlicht und zeigt nun die eher minimalistische bis avantgardistische Seite des Hans-Joachim Roedelius.

Der Musiker arbeitet hier vor allen Dingen mit sanften und weichen Atmosphären, die fast schon zärtlich aus den Boxen zu dringen scheinen. Meistens verzichtet Hans-Joachim Roedelius auch auf den Einsatz eines Drum-Computers und zeichnet sehr warme und leise Stimmungen nach, bei denen die Melodie nicht unbedingt im Vordergrund steht. Manchmal klingt das Ganze dabei ein wenig verschroben über seltsam bis hin zu schräg und mitunter glaubt man, dieselben Töne auch ohne großartige Übung einem kleinen Casio-Gerät entlocken zu können. Völlige Überschätzung des eigenen Könnens ist dies natürlich, trotzdem bleibt in solchen Fällen ein nicht gerade überzeugender Eindruck zurück.

Allerdings erfassen einen solche Gedanken nur bei wenigen Titeln. Dann wieder klingen die Lieder des Hans-Joachim Roedelius auf „Offene Türen“ wie kleine aber feine und sehr stimmungsvolle Meisterwerke, die manches Mal viel zu kurz ausgespielt werden. So lassen sich auch hier einige sehr schöne Kompositionen entdecken, die sogar ein wenig ins Ohr gehen. Wunderbar intensiv klingt zum Beispiel „Spiegelung“. Ein Lied, welches praktisch ohne Melodie auskommt. Es sind die Töne, die aneinandergereiht auch kaum melodiös sind, aber doch wirken. „Zeremoniell“ besitzt dagegen eine Melodie, klingt nach Kirmes-Musik und geht dabei gut ins Ohr. Bei dem Stück „Wende“, dem letzten auf dem Album, geht es dann wieder mehr um die Atmosphäre, die hier irgendwie mystisch und ein klein wenig gespenstisch transportiert wird. In diesem Fall von Eingängigkeit zu sprechen, wäre wohl übertrieben, trotzdem hat das was.

Fazit: Das Schöne an Musik ist, dass es diese in so wunderbar unterschiedlichen Facetten zu hören gibt. Ganz klar, nicht alles kann einem dabei gefallen. Geschmäcker sind eben verschieden. Und auch für „Offene Türen“ von Hans-Joachim Roedelius werden sich nur die wenigsten begeistern lassen. Ganz bestimmt hört man hier nämlich eine minimalistische, avantgardistische Nischenmusik, die aber trotzdem beeindrucken kann, wenn man für so etwas ein Ohr hat. Nicht immer, aber doch mit einigen Titeln. Acht Punkte.

Anspieltipps: Spiegelung, Zeremoniell, Wende



Mittwoch, 11. Januar 2017

Black Spirit – Black Spirit




Black Spirit – Black Spirit


Besetzung:

Salvatore Curto – keyboards, lead vocals
Giovanni Granato – bass guitar
Nicola Cervolo – lead guitar
Johnny G. Pesce – drums


Gastmusiker:

G. Piras – percussion


Label: Brutkasten


Erscheinungsdatum: 1978


Stil: Rock, Psychedelic Rock


Trackliste:

1. Crazy Time (8:19)
2. Runk Rock’N Roll (6:30)
3. Nicolino (7:23)
4. Who Are You (2:39)
5. Old Times (12:14)

Gesamtspieldauer: 37:24




„Black Spirit“ heißt das Album der gleichnamigen Band aus dem Jahr 1978. Bei Black Spirit handelt es sich um eine Formation, bestehend aus vier Italienern, die alle in Nürnberg zu Hause waren. Die Aufnahmen stammen aus den Jahren 1969 bis 1978 und wurden schließlich auch im Jahr 1978 auf dem Label Brutkasten veröffentlicht.

Nun, die Jungs lassen es ordentlich krachen auf dieser Scheibe. Die Lieder bestehen zu einem überwiegenden Teil aus langen Gitarren-Soli, manchmal gibt es auch ein Keyboard-Solo. Mitunter klingt das Ganze auch ein wenig nach einem ausufernden Gejamme, macht dabei aber durchaus Laune, wenn hier einfach und kompromisslos losgerockt wird. Werden bestimmte Parts immer und immer wieder wiederholt, kommt auch der psychedelische Ansatz in der Musik von Black Spirit nicht zu kurz. Das lässt sich alles ganz gut hören, wenn man denn auf ein klein wenig selbstverliebte, ellenlange Gitarrensoli steht, die dann meist auch im Bereich des Hard Rock angesiedelt sind.

Soweit, so gut könnte man meinen. Bis dahin klingt das alles noch völlig unaufgeregt und ganz nett. Nur dann macht die Band einen Fehler, indem sie die einzelnen Lieder auch noch mit Text untermalt. Denn leider kann Keyboarder Salvatore Curto so überhaupt nicht singen. Daran ändert sich auch überhaupt nichts, wenn man die Platte zum x-ten Mal aufgelegt hat. Jetzt klingt die Musik von Black Spirit nicht mehr spannend, sondern leider ein wenig schräg. Allerdings schräg in einer so gar nicht interessanten Art und Weise. Salvatore Curto war anscheinend auch für die Kompositionen zuständig, die sich auch gut anhören lassen, aber das Singen hätte er mal lieber Seinlassen sollen.

Fazit: „Black Spirit“ von Black Spirit ist ein Rock Album geworden, auf dem es nur so von langen Instrumentaleinlagen wimmelt. Das ist nichts Besonderes, schlecht klingt das allerdings auch nicht. Nicht mehr gut hört es sich jedoch an, wenn auch noch Gesang zu hören ist, dann erhört man nämlich sehr gut den nicht professionellen Ansatz dieses Albums. Aber irgendwie hat die Scheibe trotzdem was. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Nicolino



Dienstag, 10. Januar 2017

Steve Winwood – Roll With It




Steve Winwood – Roll With It


Besetzung:

Steve Winwood – lead & backing vocals, bass guitar, guitar, piano, drums, keyboards, hammond organ, moog bass, minimoog solo, fairlight programming


Gastmusiker:

Paul Pesco – guitar
Robbie Kilgore – keyboards
Mike Lawler – keyboards
John “J.R.” Robinson – drums
Jimmy Bralower – percussion, drum machine
Bashiri Johnson – percussion
Andrew Love – tenor sax
Wayne Jackson – trombone, trumpet
The Memphis Horns – horn arrangements
Mark Williamson – background vocals
Tessa Niles – background vocals


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Pop, Rock, Blue-Eyed Soul


Trackliste:

1. Roll With It (5:20)
2. Holding On (6:15)
3. The Morning Side (5:14)
4. Put On Your Dancing Shoes (5:11)
5. Don't You Know What The Night Can Do? (6:54)
6. Hearts On Fire (5:15)
7. One More Morning (4:58)
8. Shining Song (5:28)

Gesamtspieldauer: 44:35




„Roll With It“ heißt das fünfte Studio-Album des Engländers Steve Winwood, der darauf einmal mehr seinem Image als „Blue-Eyed Soul Künstler“ entspricht. Die Scheibe wurde im Juni 1988 auf dem Label Virgin Records veröffentlicht, erreichte die Spitze der US-amerikanischen Album Charts und verkaufte sich über drei Millionen Mal. Auch, der als Single ausgekoppelte Titelsong „Roll With It“ erreichte in zahlreichen Ländern Platz 1 der Charts. Nach dem Vorgänger „Back In The High Life“ ist „Roll With It“ das erfolgreichste Album des Steve Winwood überhaupt.

Darauf zu hören gibt es absolut radiotauglichen Pop, der auch mal in den Gefilden des Funks und ganz oft in denen des Souls wildert. Jede Menge Bläser lassen zum Teil sogar ein gewisse Big Band Atmosphäre entstehen. Alles klingt auf seine Art und Weise leicht und luftig, geht schnell ins Ohr. Allerdings nur sehr, sehr oberflächlich, denn dort verbleibt die Musik des Steve Winwood auf „Roll With It“ nicht wirklich. Alles hört sich hier irgendwie platt und anbiedernd an. Vielleicht ist das aber auch nur so, wenn man eher auf Rock steht, denn auf diese weich gewaschene und radiotaugliche „Stimmungsmusik“.

Schwer für mich hier überhaupt etwas zu finden, dem ich etwas abgewinnen kann. Am ehesten geht das für mich noch mit dem Titel „The Morning Side“. Ein langsames Lied, welches dieses Mal wirklich über eine schöne Melodie verfügt. Zwar auch nicht sonderlich spektakulär, manchmal gibt man sich dann aber eben doch mit den kleinen Dingen des Lebens zufrieden. Und ansonsten? Freundinnen und Freunde des Souls werden hier sicherlich etwas für sich entdecken können, auch wenn ich mir sicher bin, dieses musikalische Genre schon bedeutend besser interpretiert gehört zu haben. Trotzdem, in diese Richtung geht fast alles auf „Roll With It“ und wer das mag, der oder dem wird auch diese Scheibe gefallen.

Fazit: „Blue-Eyed Soul“ gibt es auf „Roll With It“ zu hören. Jede Menge Bläser untermalen hier diese freaky, funky, souly Stimmung. Ins Ohr geht da – zumindest bei mir – nichts besonders. „Roll With It“ gehört bei mir zu der Kategorie von Platten, die man zwar hat, allerdings nie anhört, da sie zum einen nichts in einem auslöst und zum anderen furchtbar langweilig klingt. Vier Punkte.

Anspieltipps: The Morning Side



Montag, 9. Januar 2017

Gary Numan – Dance




Gary Numan – Dance


Besetzung:

Gary Numan – vocals, polymoog, sci prophet-5, roland jupiter-4, yamaha cp-30, arp odyssey, roland cr-78, linn lm-1, claptrap, guitar, bass, piano, percussion, claves, handclaps


Gastmusiker:

Paul Gardiner – bass, guitar, arp odyssey
Cedric Sharpley – drums
Chris Payne – viola
John Webb – roland jupiter-4, linn lm1, handclaps
Jess Lidyard – drums
Mick Karn – fretless bass, saxophone
Nash the Slash – violin
Roger Taylor – drums, tom-toms
Rob Dean – guitar
Tim Steggles – percussion
Sean Lynch – linn lm1
Connie Filapello – vocals
Roger Mason – sci prophet-5, yamaha cp-30
Mick Prague – bass


Label: Beggars Banquet


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: Experimental Music, New Wave, Synthie Pop


Trackliste:

1. Slowcar To China (9:05)
2. Night Talk (4:26)
3. A Subway Called „You“ (4:38)
4. Cry, The Clock Said (9:56)
5. She's Got Claws (4:58)
6. Crash (3:39)
7. Boys Like Me (4:16)
8. Stories (3:11)
9. My Brother's Time (4:38)
10. You Are, You Are (4:03)
11. Moral (4:33)


Bonus Tracks der remasterten Albumversion:

12. Stormtrooper In Drag (4:59)
13. Face To Face (3:46)
14. Dance (2:45)
15. Exhibition (4:24)
16. I Sing Rain (2:29)

Gesamtspieldauer: 1:15:53




„Dance“ heißt das fünfte Studio-Album des britischen Musikers Gary Numan. Es wurde im September 1981 auf dem Musiklabel Beggars Banquet Records veröffentlicht und enthält mit der Nummer „She's Got Claws“ einen Single-Hit, der bis auf Platz 6 der britischen Hitparade kletterte. Das Album selbst erreichte Platz drei der Charts und war damit die erste Platte des Gary Numan, seit dem ersten Album mit Tubeway Army, welches nicht den ersten Platz der britischen Charts erklomm.

Auf „Dance“ hört man im Grunde genommen keine Musik, die zum Tanzen einlädt. Vielmehr präsentiert Gary Numan auf dem Album eine Art minimalistische Musik, die eher monoton als abwechslungsreich klingt, sich dabei sehr unaufgeregt anhört und nur sehr wenig ins Ohr geht. Mitreißend und zum Tanzen anregend klingt „Dance“ erst zum Teil bei den Liedern, die auf der ursprünglichen zweiten LP-Seite zu hören waren. Hier ist die Grundstimmung der einzelnen Lieder dann auch eine etwas fröhlichere. Fast alles auf der Scheibe ist synthetisch und hört sich auch genauso an – die Synthesizer und Keyboards stehen absolut im Vordergrund. Auch der Sound der Drum Machine trägt seinen Teil zum Gesamthörerlebnis bei, leider oftmals sehr negativ.

Beeindruckend ist allerdings die Atmosphäre, die „Dance“ ausstrahlt. Diese ist eine düstere, oftmals auch verzweifelt wirkende. Die Lieder klingen dann, in den durch die Synthesizer gegebenen Grenzen, durchaus intensiv und geheimnisvoll. Einige bekannte Musiker konnte Gary Numan für das Einspielen der Scheibe gewinnen. So hört man hier Gitarrist Rob Dean und Bassist und Saxophonist Mick Karn der Band Japan, sowie Queen Schlagzeuger Roger Taylor. Alle jedoch nur ganz kurz und irgendwie nebenbei, da eben die digitalen Töne auf „Dance“ überwiegen.

Höhepunkte sind das intensive und fast zehnminütige „Cry, The Clock Said“, bei dem es Gary Numan wunderbar gelingt, eine tieftraurige bis marode Atmosphäre über das Lied zu transportieren. Ganz nett und deutlich melodiöser klingt „Stories“. „My Brother's Time“ hört sich dagegen wieder deutlich verzweifelter an, bleibt aber durch das interessante Piano-Spiel, welches die vorherrschende Stimmung bestens unterstreicht, ebenfalls im Ohr hängen. Der remasterten Version des Albums wurden fünf Zugaben hinzugemischt. Unter anderem auch der Titel „Dance“, der, obwohl namengebend, von der ursprünglichen Veröffentlichungsliste gestrichen worden war. Diese fünf hinzugefügten Stücke ergänzen sehr gut die ursprünglich mit „Dance“ veröffentlichten Lieder.

Fazit: Nun, auch wenn der Titel des Albums darauf hinweist und auch die beteiligten Musiker ein wenig darauf hindeuten, eines kann man dem Album „Dance“ garantiert nicht unterstellen, nämlich, dass diese Platte kommerziell wäre. Nein, auf „Dance“ hört man alles andere als kommerzielle Musik. Die Lieder sind zumeist nicht sonderlich melodiös, wenig davon geht ins Ohr. Es ist eher die düstere Atmosphäre, die hier hängenbleibt und die man mit dieser Scheibe verbindet. Keine Musik für den alltäglichen Gebrauch, manchmal nervig, manchmal interessant und ganz bestimmt nicht alltäglich. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Cry The Clock Said, Stories, My Brother's Time



Sonntag, 8. Januar 2017

REO Speedwagon – The Best Of REO Speedwagon - Take It On The Run




REO Speedwagon – The Best Of REO Speedwagon - Take It On The Run


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Rock, Mainstream, AOR


Trackliste:

1. Keep On Loving You (3:21)
2. Can't Fight This Feeling (4:53)
3. One Lonely Night (3:23)
4. Ridin' The Storm Out (5:48)
5. In Your Letter (3:13)
6. Golden Country (6:44)
7. Don't Let Him Go (3:46)
8. 157 Riverside Avenue (2:54)
9. Lightning (5:51)
10. Keep Pushin' (3:58)
11. Keep The Fire Burnin' (3:54)
12. Time For Me To Fly (3:36)
13. Roll With The Changes (5:34)
14. Say You Love Me Or Say Goodnight (4:54)
15. Take It On The Run (4:02)

Gesamtspieldauer: 1:05:57




„The Best Of REO Speedwagon - Take It On The Run“ heißt eines der zahlreichen Kompilationsalben, die es von der US-amerikanischen Band REO Speedwagon gibt. Die darauf enthaltenen Titel stammen aus der Zeit zwischen 1971 und 1984, also vom ersten Album „R.E.O. Speedwagon“ bis hin zur Platte „Wheels Are Turnin'“. Besonders vertreten ist natürlich das 1980er Album „Hi Infidelity“, mit dem REO Speedwagon ihren größten Erfolg feierten.

Zu hören gibt es auf dieser Zusammenstellung diesen unverwechselbaren Sound, den auch Bands wie Boston oder Journey gefrönt haben. Man hört hier Mainstream Rock, die speziell bei der weißen, männlichen Musikhörerschaft des US-amerikanischen Raumes Anklang fand. „Adult Oriented Rock“, kurz AOR, wird dieses musikalische Genre auch genannt. Die Lieder sind dabei rockig, jedoch noch nicht zu hart, meistens relativ einheitlich aus Strophe, Refrain und Gitarren-Solo aufgebaut und keinesfalls zu kompliziert klingend. Die Texte handeln in den allermeisten Fällen von Liebe und Herzschmerz, die Musik versucht sich bereits beim ersten Hören im Ohr zu platzieren. Eingängig ist das alles schon, jedoch meistens nicht allzu interessant.

Die Musik von REO Speedwagon tut niemandem weh. Wenn man auf „The Best Of REO Speedwagon - Take It On The Run“ hört, was für Titel sich auf einem „Best Of…“-Album tummeln, dann weiß man, dass viele Platten der Band sich in Belanglosigkeiten verlieren. Zu hart soll diese Aussage dabei gar nicht klingen, denn die Musik unterhält durchaus, wenn auch die Texte zum Weglaufen sind. Die Höhepunkte der Scheibe befinden sicher eher an ihrem Anfang, mit den wirklichen Hits der Band. „Keep On Loving You“ war solch ein Charterfolg. Eine Nummer mit Wiedererkennungswert, keine Frage. Diesen besitzt auch „Can't Fight This Feeling“ und dieses Lied war ebenfalls ein Hit. Allerdings ist die Nummer sowohl textlich wie musikalisch die Schnulze par excellence – ins Ohr geht das dann jedoch auch. Nun, sehr viel besser gelingt dies allerdings dem Lied „One Lonely Night“. Vergessen wir hier auch mal den Text, aber diese Melodie macht das Lied zum besten Titel, den REO Speedwagon jemals geschrieben haben. Zumindest für meine Ohren. Und der ganze Rest? Nun, der läuft einfach so mit durch, nicht mehr und nicht weniger.

Fazit: Wer solche Bands wie Boston oder Journey mag, die oder der mag natürlich auch REO Speedwagon. Von dieser kann man behaupten, dass sie nicht allzu kreativ war, wenn es um die Texte geht, die Musik geht allerdings schon ins Ohr. Leider in meine Ohren zumeist nur sehr oberflächlich. Begeistern kann mich lediglich „One Lonely Night“. Aber was weiß ich schon? Sieben Punkte.

Anspieltipps: One Lonely Night



Samstag, 7. Januar 2017

Various Artists – Disco Nights




Various Artists – Disco Nights


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Label: Ganser & Hanke Media


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Pop, Disco


Trackliste:

CD1:

1. I Love To Love - Tina Charles (3:08)
2. Hang On In There Baby - Johnny Bristol (3:55)
3. Miss Broadway - Belle Epoque (7:28)
4. I'm On Fire - 5000 Volts (2:49)
5. Doctor's Order - Carol Douglas (2:56)
6. Pop Muzik - M (3:12)
7. The Show Must Go On - Luv (3:23)
8. West End Girls - Pet Shop Boys (4:50)
9. Ring My Bell - Anita Ward (4:09)
10. Don't Let Me Be Misunderstood - Santa Esmeralda (4:47)
11. Knock On Wood - Amii Stewart (4:08)
12. New York New York - Grandmaster Flash & The Furious Five (7:24)
13. Que Sera Mi Vida - Gibson Brothers (3:04)
14. Ladies Night (Live) - Kool & The Gang (2:54)
15. Shame Shame Shame - Linda & The Funky Boys (4:01)
16. Disco Bouzouki - Bouzouki Disco (4:18)
17. Puttin' On The Rtz - Taco (4:38)
18. I Just Want To Be With You - Whitney Houston, Cissy Houston,  (4:13)


CD2:

1. High Energy - Evelyn Thomas (3:53)
2. Kung Fu Fighting - Carl Douglas (3:13)
3. Shoot Your Shot - Divine (6:20)
4. Rock Your Baby - George McCrae (3:14)
5. Dancing Fever - Claudja Berry (2:26)
6. Cheek To Cheek - Taco (4:45)
7. Sold My Rock 'n' Roll - Linda & The Funky Boys (3:30)
8. A Walk In The Park - Nick Straker Band (3:50)
9. Bamboleo - Los Reyes (3:28)
10. Car Wash (Live) - Rose Royce (4:47)
11. Around My Dream - Silver Pozzoli (4:08)
12. Going Back To My Roots - Odyssee (5:26)
13. More Than A Woman - Tavares (2:43)
14. A.I.E. Mwana - Black Blood (2:53)
15. Fly Robin Fly - Silver Convention (5:23)
16. I Will Survive - Gloria Gaynor (3:44)
17. That's The Way (I Like It) - KC And The Sunshine Band (3:05)
18. D.I.S.C.O. - Ottawan (3:36)

Gesamtspieldauer CD1 (1:15:23) und CD2 (1:10:33): 2:25:56




Im Jahr 2004 erschien das Kompilationsalbum „Disco Nights“ auf dem Label Ganser & Hanke Media. Zu hören gibt es darauf – wenig überraschend – Disco Titel, die in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts fester Bestandteil in den Playlisten der Diskotheken rund um die Welt waren. Gleiches gilt für die diversen Radiostationen, sodass der allergrößte Teil der 36 Lieder wohl den allermeisten Musikhörerinnen und Musikhörern durchaus bekannt sein dürfte.

Zumeist sind die Titel in den Originalversionen enthalten, nur die Nummern „Don't Let Me Be Misunderstood“, „Knock On Wood“, „New York New York“, „Kung-Fu Fighting“ und „I Will Survive“ sind hier als Neueinspielungen gekennzeichnet. Die Abweichungen, zumindest in meinen Ohren, sind allerdings marginal. Für Hörerinnen und Hörer, deren Lieblingstitel dies sind, mag sich das aber natürlich wieder ganz anders anhören. „Ladies Night“ sowie „Car Wash“ sind auch etwas verändert, als Live-Versionen hinzugefügt worden. Das Doppelalbum enthält alles, was sich das Herz des DJ’s für seine Disco-Retro-Nacht erträumt. Und auch die Leute auf der Tanzfläche haben hiermit die Möglichkeit, in den „guten alten Zeiten“ zu schwelgen und ihre Körper entsprechend zu verdrehen.

Wurde man in dieser Zeit groß, gibt es sicherlich einige Titel, mit denen man bestimmte, eigene Geschichten oder Situationen verbindet. Da auch die allermeisten Lieder eher bekannt als unbekannt sind, stellt diese Zusammenstellung – ganz egal ob man nun auf Disco Musik steht oder nicht – eine kleine Reise in die eigene Vergangenheit dar. Hier nun die Höhepunkte aufzuzählen ist praktisch unmöglich, da dies jede und jeder wohl völlig anders sehen wird. Bei 36 unterschiedlichen Liedern finden sich ganz gestimmt ein paar Favoriten genau wie Nummern, bei denen man am allerliebsten Reißaus nehmen würde. Alles eine Frage des eigenen Geschmacks – und hier, auf dieser Zusammenstellung, noch mal ganz besonders.

Fazit: Eine ganz nette „Party-Scheibe“ ist „Disco Nights“ geworden oder ein Album, mit dem man in alten Zeiten schwelgen kann, wenn man denn Zugang zu dieser Art der Musik findet beziehungsweise hat. Bei so vielen unterschiedlichen Liedern bleibt es nicht aus, dass manche langweilen, andere eher überzeugen können. Einen schönen Überblick über die Disco-Musik rund um die 70er und beginnenden 80er Jahre erhält man allerdings allemal. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Miss Broadway - Belle Epoque, Pop Muzik – M, Kung Fu Fighting - Carl Douglas, Shoot Your Shot - Divine



Freitag, 6. Januar 2017

Depeche Mode – Blasphemous Rumours (Single)




Depeche Mode – Blasphemous Rumours (Single)


Besetzung (ohne Instrumentenangabe):

Andrew Fletcher
Martin Gore
Alan Wilder
David Gahan


Label: Mute Records


Erscheinungsdatum: 1984


Stil: New Wave, Synthie Pop


Trackliste:

1. Blasphemous Rumours (6:20)
2. Somebody (Live) (4:26)
3. Two Minute Warning (Live) (4:36)
4. Ice Machine (Live) (3:45)
5. Everything Counts (Live) (5:45)

Gesamtspieldauer: 24:52




„Blasphemous Rumours“ ist die zwölfte Singe-Veröffentlichung von Depeche Mode in Großbritannien. Diese wurde in verschiedenen Variationen auf den Markt geworfen, unter anderem mal als Doppel-Single zusammen mit dem Stück „Somebody“ oder als Platte, bei der sich auf der ersten Seite eben dieses Lied „Blasphemous Rumours“ befindet und auf der Rückseite vier Live-Nummern vorhanden sind. Die erste davon ist auch wieder das Stück „Somebody“. Die Live Stücke wurde dabei im Empire Theatre in Liverpool, am 29. September 1984 eingespielt.

Die Platte wurde damals in farbigem Vinyl gepresst, was für Veröffentlichungen von Depeche Mode allerdings keine Seltenheit war. Das interessanteste Stück des kurzen Albums ist selbstverständlich „Blasphemous Rumours“. Hier wird die Geschichte eines 16-jährigen Mädchens erzählt, das Selbstmord verübt, damit jedoch scheitert. Sie findet dann zum Glauben und wird schließlich mit lediglich 18 Jahren bei einem Autounfall getötet. Legendär dazu die Textzeilen des Refrains: „I don't want to start any blasphemous rumours; But I think that God's got a sick sense of humour; And when I die, I expect to find him laughing.“ Dies sorgte bei einigen sehr religiösen Menschen für Verstimmung und Protest.

Man muss diese Scheibe natürlich nicht besitzen, wenn man das Album „Some Great Reward“ sein Eigen nennt. Dort ist „Blasphemous Rumours“ ebenfalls, genau wie die Nummer „Somebody“ enthalten. Die Stücke „Two Minute Warning“ sowie „Everything Counts“ stammen dagegen vom 83er Album „Construction Time Again“. Lediglich das Stück „Ice Machine“ ist sonst auf keiner mir bekannten Platte enthalten. Ob sich deshalb oder wegen dem farbigen Vinyl der Kauf der Schallplatte lohnt? Wohl eher kaum, außer man will eben alles von „seiner“ Band besitzen.

Fazit: Das Lied „Blasphemous Rumours“ ist absolut überzeugend, geht ins Ohr und weist auch einen Text auf, der sich lohnt mit verfolgt zu werden. Ansonsten gibt es hier vier Live-Aufnahmen dreier bekannter Lieder und einem bisher unbekannten Lied, „Ice Machine“, welches allerdings auch keinen Höhepunkt im Schaffen von Depeche Mode darstellt. Das Lied „Blasphemous Rumours“ lohnt sich auf jeden Fall, kann aber genauso gut auf dem offiziellen Album „Some Great Reward“ gehört werden. Ohne Bewertung.

Anspieltipps: Blasphemous Rumours



Donnerstag, 5. Januar 2017

R.E.M. – Tourfilm (DVD)




R.E.M. – Tourfilm (DVD)


Besetzung:

Bill Berry
Peter Buck
Mike Mills
Michael Stipe


Gastmusiker:

Peter Holsapple


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Intro (0:28)
2. Stand (3:11)
3. The One I Love (4:50)
4. These Days (3:40)
5. Turn You Inside-Out (4:15)
6. World Leader Pretend (5:24)
7. Feeling Gravitys Pull (6:34)
8. I Believe (5:05)
9. I Remember California (5:50)
10. Get Up (3:00)
11. It's The End Of The World As We Know It (And I Feel Fine) (4:51)
12. Pop Song 89 (5:10)
13. Fall On Me (3:19)
14. You Are The Everything (4:50)
15. Begin The Begin (3:47)
16. King Of Birds (7:06)
17. Finest Worksong (4:06)
18. Perfect Circle (3:59)
19. Credits (4:22)

Gesamtspieldauer: 1:23:59




„Tourfilm“ ist die Dokumentation des letztens Konzerts der Band R.E.M. welches sie im Rahmen ihrer Welttournee zum Album „Green“ im Jahr 1989 gaben. Veröffentlicht wurde die DVD schließlich im Jahr 1990 auf Warner Music Vision. Produziert haben diesen Film Sänger Michael Stipe sowie Regisseur Jim McKay. Das ganze Konzert ist in schwarz-weiß aufgenommen worden, wohl um dem so entstandenen Film einen etwas künstlerischen Anstrich zu verleihen. Lediglich manche der Zwischenszenen sind dabei farbig gehalten, das Konzert selbst nicht.

Handkameras kommen zum Einsatz, es gibt Überblendungen, überraschende Schnitte und auch mal verwackelte Bilder, was den Film von einer reinen Konzertaufzeichnung unterscheidet. Da allerdings auf weitergehendes Material, wie Interviews oder weitere Szenen, außer denen auf der Bühne, verzichtet wurde, wird dem Film einen etwas dokumentarischer Anstrich bezüglich eines R.E.M.-Konzertes verliehen.

Für Fans sicher ein schönes Dokument über die Zeit, in der R.E.M. ihren großen internationalen Durchbruch hatten. Dieser fand mit den beiden Alben „Green“ und „Out Of Time“ statt, Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre, als Michael Stipe auch noch Haare hatte. Die Musik genießt man sicherlich besser auf den Alben, da hier die Qualität doch höherwertiger ist, trotzdem lässt sich mit entsprechend großem Bildschirm und passender Anlage auch mit diesem Film gut in den Kosmos von R.E.M. einsteigen.

Fazit: Solche Filme sieht man sich natürlich nicht regelmäßig an und diese sind auch eher für den eingefleischten Fan gedacht. Man erhält hier allerdings einen schönen Einblick über ein durchaus mitreißendes Konzert einer der bekanntesten und erfolgreichsten Bands der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts. Acht Punkte.



Mittwoch, 4. Januar 2017

The Slow Show – White Water




The Slow Show – White Water


Besetzung:

Robert Goodwin – vocals, guitar
Joel Byrne-McCullough – lead guitar
Frederik ‘T Kindt – keyboards
James Longden – bass
Christopher Hough – drums


Gastmusiker:

Kesha Ellis – backing vocals (4, 8)
Jenna McBride – cornet (1, 3, 7, 8)
Jess Trederea – cornet (5, 11)
Sheona White – tenor horn (1, 3, 8, 9)
Anita Milde – tenor horn (11)
Adrian Sandham – euphonium (11)
David Price – trombone (2, 3, 7, 8, 9)
Jon Davies – e-flat & b-flat bass (2, 3, 8, 9)
Liz Barras – french horn (5)
Maria Bonner – violin (7, 9)
Belinda Hammond – violin (4, 6)
Thea Spiers – violin (4, 6)
Alexandra Fletcher – viola (4, 6)
Elinor Gow – cello (4, 6)
Adrianne Wininsky – cello (2, 3, 5, 9)


Label: Haldern Pop Recordings


Erscheinungsdatum: 2014


Stil: Rock, Art Pop


Trackliste:

1. Dresden (5:03)
2. Long Way Home (3:50)
3. Bloodline (5:09)
4. Testing (3:53)
5. Brother (4:02)
6. Bad Day (3:36)
7. Augstine (3:15)
8. Paint You Like A Rose (3:30)
9. Flowers To Burn (3:57)
10. Lucky You, Lucky Me (4:13)
11. God Only Knows (4:15)

Gesamtspieldauer: 44:47




Der Name ist Programm bei der englischen Band The Slow Show. Alles klingt hier sanft, langsam, ruhig, leise, absolut unaufgeregt. Die elf Lieder ihres Debut-Albums aus dem Jahr 2014 zeigen dies in jedem Akkord, in jedem Takt, mit jedem Ton – oder besser, The Slow Show lässen all dies erklingen. Veröffentlicht wurde „White Water“ auf dem Label Haldern Pop Recordings und ist angefüllt mit absolut melodischer und eingängiger Musik. Die Lieder der Scheibe entwickeln sich meist in deren Verlauf und leben davon, dass neben den klassischen Pop- und Rock-Instrumenten wie Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboards noch jede Menge weiterer Streicher und Bläser hier ihre Einsätze finden und die Musik immer weiter und dichter anschwellen lassen.

Absolut eingängig ist diese sanfte Musik, die zwar leise und unaufgeregt klingt, allerdings dabei doch mitreißen kann. Das beginnt gleich mit dem überragenden Opener „Dresden“, der wie ein kirchlicher Choral beginnt und dann in ein absolut intensives Lied, untermalt mit Piano und Chor übergeht. All diese Zutaten werden durch den sehr charismatischen und ausdrucksstarken Gesang des Robert Goodwin noch mehr unterstrichen. Leider eröffnet sich einem nicht so ohne Weiteres die Bedeutung des Textes, packend und auch ein klein wenig bedrückend wirkt es allerdings.

Nun, um die Höhepunkte auf dieser Scheibe aufzuführen, bedarf es einiger Überlegungen, denn irgendwie überzeugen alle Stücke auf „White Water“, sodass man den nun nicht genannten Liedern nicht ganz gerecht werden würde. Aber neben dem Auftakttitel „Dresden“ sollte man hier auf jeden Fall „Bloodline“, „Testing“, „Brother“, „Augstine“ oder „Paint You Like A Rose“ nennen. Oder hätte ich doch lieber die anderen Lieder aufführen sollen? Egal, so ziemlich alles von „The Slow Show“ auf „White Water“ wirkt. Gerade die Arrangements mit den Blasinstrumenten und Streichern, machen diese Musik so voll und intensiv, da lohnt sich so ziemlich alles gehört zu werden.

Fazit: Mal wieder ein ganz anderer Sound ist The Slow Show da mit ihrem Erstlingswerk „White Water“ gelungen. Diese Musik ist ganz bestimmt nicht alltäglich. Sanfte Musik, Bläser, Streicher und der Gesang des Robert Goodwin, der mich entfernt an den der Marla Glen erinnert, das sind die Zutaten der Lieder von The Slow Show. Alles wirkt sanft und weich, ist absolut melodiös und geht bereits mit dem ersten Male des Hörens ins Ohr. Musik zum Entspannen und zum Genießen der ruhigen Stunden des Lebens. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Dresden, Bloodline, Testing



Dienstag, 3. Januar 2017

Mahavishnu Orchestra – The Lost Trident Sessions




Mahavishnu Orchestra – The Lost Trident Sessions


Besetzung:

John McLaughlin – guitar
Jan Hammer – electric piano, synthesizer
Billy Cobham – drums
Jerry Goodman – electric violin, viola, violow
Rick Laird – bass


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 1999 (Musik aufgenommen 1973)


Stil: Jazz Fusion


Trackliste:

1. Dream (11:10)
2. Trilogy (9:33)
     - The Sunlit Path
     - La Mere De La Mer
     - Tomorrow's Story Not The Same
3. Sister Andrea (6:47)
4. I Wonder (3:10)
5. Steppings Tones (3:11)
6. John's Song #2 (5:53)

Gesamtspieldauer: 39:47




„The Lost Trident Sessions“ ist ein Studioalbum der Jazz Fusion Formation Mahavishnu Orchestra, was bereits im Juni 1973 aufgenommen worden war, allerdings dann erst am 21. September 1999 auf dem Label Sony Music veröffentlicht worden ist – ganze 26 Jahre nach der Entstehung. Irgendwie war die Band damals nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis und veröffentlichte anstatt dieses Albums die Live-Platte „Between Nothingness And Eternity“, die auf diesen Seiten auch bereits besprochen wurde. Die Lieder des Albums sind allerdings mit einer Ausnahme bereits alle veröffentlicht worden. Violinist Jerry Goodman und Keyboarder Jan Hammer spielten die Nummern „I Wonder“ und „Steppings Tones“ noch einmal für ihr 1974 Album „Like Children“ ein, wohingegen das bereits erwähnte Live-Album „Between Nothingness And Eternity“ die entsprechenden Live-Versionen von „Dream“, „Trilogy“ und „Sister Andrea“ enthält. Lediglich die Nummer „John's Song #2“ war bisher noch nicht veröffentlicht worden. Wiederentdeckt wurden die Aufnahmen übrigens im November 1998 durch den Columbia Records Produzenten Bob Belden, der beim Suchen der Mastertapes für die Wiederveröffentlichung des Albums „Birds Of Fire“ überrascht auf die Bänder stieß.

Nun, das Live-Album „Between Nothingness And Eternity“ ist eine nicht gerade einfache Sache, die Musiker leben dort ihr Können an den jeweiligen Instrumenten zum Teil etwas selbstverliebt aus, sodass man den Zugang zu den Nummern nicht mehr so ohne Weiteres findet – außer man ist vielleicht der Jazz Fan schlechthin. Auf „The Lost Trident Sessions“ klingt das dann allerdings schon ein wenig anders. Zwar ist das immer noch Jazz Fusion, der nicht unbedingt sofort ins Ohr gehen möchte, aber die Musik macht es dann doch irgendwann. Vielleicht nicht beim ersten Mal des Hörens, jedoch scheint alles mit jedem weiteren Durchgang eingängiger und auch ein wenig einfacher zu klingen.

Dennoch wird diese Musik niemals zu einer, welche man auf den Radio-Stationen dieser Welt hört, die sich der populären Musik verschrieben haben. Kompliziert bleibt das weiterhin. Wer auf Drei-Minuten-Titel mit Strophe und Refrain steht, wird zu dieser Scheibe nur schwerlich einen Zugang finden. Den bekommen dann schon sehr viel eher diejenigen Hörerinnen und Hörer, die auch dem etwas ausgefalleneren Progressive Rock etwas abgewinnen können. Die auf lange und ausladende Soli stehen und die es genießen, wenn Musiker ihr Instrument genießen und sich in dessen Spiel verlieren.

Fazit: Das eigentlich dritte Studioalbum des Mahavishnu Orchestras, welches erst 26 Jahre nach seinem Entstehen veröffentlicht wurde, heißt nun „The Lost Trident Sessions“, da die Aufnahmen in den Trident Studios entstanden und dann in Vergessenheit gerieten. Jazz Fusion gibt es darauf zu hören, vielleicht nicht ganz so abgefahren, wie noch auf dem Live-Album „Between Nothingness And Eternity“, welches die Band damals stattdessen veröffentlichte. Doch eingängig ist das alles immer noch nicht und der Besitz eines jazzigen Gens, kann hierbei sicherlich hilfreich sein. Sieben Punkte.

Anspieltipps: „Dream“, „I Wonder“



Montag, 2. Januar 2017

Feuerschwanz – Walhalligalli




Feuerschwanz – Walhalligalli


Besetzung:

Hauptmann Feuerschwanz – betörender Gesang und reizende Laute
Prinz Hodenherz – liebliche Laute und geiles Gebläse
Johanna von der Vogelweide – verführende Geige
Hans der Aufrechte – laute Stromlaute und leise Laute
Knappe Latte – 5 saitige Kontralaute
Sir Lanzeflott – großes Bum Bum und feiner Gesang
Mieze Musch Musch und die Miezen – lieblich energetischer Gesang


Label: Fame Recordings


Erscheinungsdatum: 2012


Stil: Mittelalter-Rock


Trackliste:

1. Mach dich frei (3:52)
2. Schlammschlacht (3:29)
3. Johanna (4:05)
4. Metnotstand im Märchenland (3:52)
5. Mieze für immer (3:10)
6. Der Geizhals (3:17)
7. Die Spielmannsträne (3:29)
8. Genoveva (3:14)
9. Nimmerland (3:16)
10. Aurum Potabile (3:20)
11. Bandit (3:16)
12. Der Hengst (4:11)
13. Rübezahl (4:06)
14. Das niemals endende Gelage (3:36)

Gesamtspieldauer: 50:19




Feuerschwanz ist eine deutsche Mittelalter-Band aus dem Raum Erlangen, die 2004 gegründet wurde und seitdem sieben Studioalben veröffentlichte. Die Scheibe „Walhalligalli ist dabei die fünfte Veröffentlichung dieser Reihe und wurde im Jahr 2012 auf dem Label Fame Recordings auf den Markt gebracht. Die Musiker von Feuerschwanz bezeichnen ihren musikalischen Stil dabei selbst als Mittelalter-Folk-Comedy.

Dieser musikalische Stil scheint jedoch wohl hauptsächlich auf der Bühne zum Tragen zu kommen, zumindest was den Comedy-Charakter dieser Musik betrifft. Besonders lustig sind die Texte nämlich nicht oder sie sind meinem Humorverständnis irgendwie nicht zugänglich, was natürlich durchaus auch sein kann. Folk sucht man allerdings auch ein wenig vergeblich auf dieser Scheibe, wenn man nicht gleich den Klang einer Violine mit Folk-Musik gleichsetzt. Von daher passt die Selbstbeschreibung des musikalischen Stils nur bedingt. Auf „Walhalligalli“ gibt es Mittelalter-Musik zu hören, die bei Feuerschwanz allerdings in zumeist rockige Töne verpackt wurde. Manchmal klingt das nach Hard Rock, dann wieder sind die Lieder etwas gemäßigter, der rockige Charakter der Stücke bleibt allerdings erhalten.

Wie die Musik, so orientieren sich auch die Texte nicht unbedingt an den Vorgaben oder aber speziellen Themen des Mittelalters. Hört man in der Musik neben den Rock-Instrumenten auch die typischen „Verdächtigen“ des Mittelalters, so ist es auch bei den Texten so. Auf „Walhalligalli“ werden neuere und aktuelle Themen aufgegriffen, die inhaltlich oftmals jedoch auf beide Zeitalter übertragbar sind – nur eben nicht von der Sprache und den gemalten Szenarien her. Die einzelnen Lieder gehen durchaus ins Ohr, ohne dabei jedoch zu Ohrwürmern zu werden, die auch länger nachhallen. Des Weiteren muss man wohl auch ein Gen besitzen, die einen für diese Art der Musik begeistern kann. Das klingt ja alles ganz nett, bleibt aber Mittelalter-Musik, die man eher auf diversen Ritterfesten oder Mittelaltermärkten hören möchte, denn in den eigenen vier Wänden.

Fazit: Mittelalter-Rock spielen Feuerschwanz auf „Walhalligalli“. Anhören lässt sich das alles gut, begeistern kann es einen wohl nur dann, falls man gerne in dieses Zeitalter eintaucht. Einen gewissen Bezug zum Mittalter sollte man schon haben, wenn man sich für diese Art der Musik begeistern möchte. Das Schöne an „Walhalligalli“ ist der rockige Charakter der Musik, der dann doch immer wieder mal aufhorchen lässt. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Nimmerland, Aurum Potabile, Bandit



Sonntag, 1. Januar 2017

Deine Lakaien – Kasmodiah




Deine Lakaien – Kasmodiah


Besetzung:

Ernst Horn – keyboards, instruments
Alexander Veljanov – vocals


Gastmusiker:

Michael Popp – guitar
Christian Komorowski – violin


Label: Chrom Records


Erscheinungsdatum: 1999


Stil: Electronica, Dark Wave


Trackliste:

1. Intro (0:45)
2. Return (4:23)
3. Kiss The Future (4:06)
4. My Shadows (4:38)
5. Into My Arms (5:21)
6. Overpaid (3:42)
7. Venus Man (4:06)
8. The Game (4:23)
9. Kasmodiah (3:51)
10. Lass mich (4:46)
11. Sometimes (4:35)
12. Fight (5:35)
13. Try (6:23)

Gesamtspieldauer: 56:40




„Kasmodiah“ heißt das fünfte Studioalbum des Electronica und Dark Wave Duos „Deine Lakaien“. Die Band wurde bereits im Jahr 1985 vom Komponisten und Multiinstrumentalisten Ernst Horn sowie dem Sänger Alexander Veljanov gegründet. Auf „Kasmodiah“, welches auf dem Musiklabel Chrom Records veröffentlicht wurde, gibt es eine bunte Mischung aus Electronica und Dark Wave, angefüllt mit einer Prise Avantgarde zu hören. Nicht alles kann dabei restlos überzeugen, jedoch enthält die Scheibe durchaus einige Höhepunkte, die zu hören sehr lohnt.

Diese wirklich überzeugenden Nummern schuf Ernst Horn immer dann, wenn er sich mehr dem Dark Wave annähert und die Musik etwas weniger elektronisch und künstlich klingen lässt. Zwar ist das natürlich fast immer elektronische Musik, die man auf „Kasmodiah“ zu hören bekommt, mitunter ist diese jedoch auch so gut „verpackt“, dass auch eine Drum Machine nicht mehr negativ ins Gewicht fällt.

Die Stimmung auf „Kasmodiah“ ist eine eher melancholische bis traurige. Kommt diese Atmosphäre sehr stark zum Tragen, dann können die Lieder der Platte auch am meisten begeistern und Ernst Horn zeigt hier seinen Hörerinnen und Hörern gleichzeitig, welch musikalisches Gefühl er für die eine, ins Ohr gehende Melodie besitzt. Zu diesen tollen Nummern auf „Kasmodiah“ gehören die Single-Auskopplung „Return“, ein etwas mystisch und verwunschen klingendes Lied, welches bereits beim ersten Mal des Hörens überzeugen kann und im Ohr verbleibt. Ebenfalls gut gelungen ist das etwas poppigere „Into My Arms“, was genauso durch seine eingängige Melodie zu überzeugen weiß.

Dann gibt es auf dem Album mit „The Game“ und dem letzten Stück „Try“ noch zwei wunderschöne, hauchzarte Stücke. Beide Lieder sind lediglich sanft instrumentiert und wirken dabei irgendwie zerbrechlich. Gerade hier kommt dann auch der tiefe und ausdrucksstarke Gesang des Alexander Veljanov wunderbar zur Geltung. Wer gerne verträumte und melancholische Musik mag, die oder der wird mit diesen beiden Liedern sicherlich nicht enttäuscht werden. Aber auch unter den restlichen Stücken kann man noch eine ganze Menge Musik entdecken, die ebenfalls überzeugen kann. Einzige Ausnahme ist dabei das einzige in Deutsch eingesungene Stück „Lass Mich“. Dieses Lied vereinigt in sich eine Genre-Mischung aus Synthie Pop, Techno und Neue Deutsche Welle. Diese musikalischen Stile kumulieren hier zu einem Endergebnis, welches eher nervend als gelungen klingt und insgesamt auf „Kasmodiah“ deutlich mehr wie ein Fremdkörper wirkt als ein Lied, welches integraler und wichtiger Bestandteil des Albums wäre.

Fazit: Meistens klingen die Lieder, welche man auf „Kasmodiah“ von Deine Lakaien zu hören bekommt, sehr überzeugend und oftmals einfach schön. Mitunter erinnert die Musik, nicht zuletzt auch durch die Eingängigkeit und den Gesang des Alexander Veljanov, ein wenig an die Band Rome. Am schönsten klingen Deine Lakaien nämlich immer dann, wenn sie sich melancholisch und sentimental anhören, in traurigen Stimmungen unterzugehen scheinen. Dann sind Deine Lakaien auch packend. Das passiert immer wieder auf „Kasmodiah“, allerdings nicht durchgehend. Trotzdem, mir gefällt, was ich da zu hören bekomme. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Return, Into My Arms, The Game, Try



Samstag, 31. Dezember 2016

Justin Sullivan – Navigating By The Stars




Justin Sullivan – Navigating By The Stars


Besetzung:

Justin Sullivan – vocals, guitars and keyboards


Gastmusiker:

Ty Unwin – string arrangements and keyboards
Michael Dean – drums and percussion
Danny Thompson – double bass
Dean White – electric guitar
Mark Feltham – harmonica
Bryan Corbett – flugel


Label: Attack Attack Records


Erscheinungsdatum: 2003


Stil: Rock


Trackliste:

1. Twilight Home (4:06)
2. Blue Ship (4:25)
3. Ocean Rising (5:30)
4. Sentry (4:41)
5. Tales Of The Road (5:01)
6. Navigating By The Stars (6:19)
7. Sun On Water (5:26)
8. Ghost Train (5:01)
9. Green (5:35)
10. Home (4:59)
11. Changing Of The Light (3:16)
12. Apocalypse Dreams (3:02)

Gesamtspieldauer: 57:28




Dass Justin Sullivan nicht nur zusammen mit seinen Bandkollegen von New Model Army tolle Lieder schreiben kann, beweist er sehr überzeugend auf seinem im Jahr 2003 erschienen Solo-Album mit dem Namen „Navigating By The Stars“. Dieses, auf dem New Model Army eigenen Musiklabel „Attack Attack Records“ erschienene Album, ist angefüllt mit atmosphärisch sehr dichten Liedern, die sich durchaus etwas von denen seiner Band unterschieden.

Ist die Musik bei New Model Army eher rockig und oftmals nach vorne preschend, so hört man auf „Navigating By The Stars“ eher die weichen, melancholischen und nachdenklichen Töne. Dabei ist die Stimmung der Lieder meistens eine dunkle, eher traurige, alles ist atmosphärisch sehr dicht gepackt und mitunter richtiggehend ergreifend. Justin Sullivan erzählt auf dem Album viele kleine Geschichten, denen sich zu lauschen lohnt. Die Musik spielgelt hier nicht selten eine bestimmte Szene des Inhalts wieder. Wenn bei „Ocean Rising“ eine vierzig Fuß hohe Welle über das Schiff hereinbricht, dann scheint man diese vor dem geistigen Auge mit zu sehen und zu erleben. Perfekt sind hier Text und Musik miteinander verwoben.

Und dann all diese wunderschönen Melodien, die es auf der Platte zu entdecken gilt. Da geht alles ins Ohr, sanft, manchmal etwas getragen und wieder ein anderes Mal geradezu mystisch klingend. Höhepunkte sind dabei das bereits erwähnte „Ocean Rising“, welches auf dem 2009er New Model Army „Today Is A Good Day“ in einer etwas rockigeren Version enthalten ist. Doch diese hier, auf „Navigating By The Stars“ enthaltene, ist da die eindeutig bessere Alternative. Grandios auch das intensive „Sentry“. Hier kommt man gar nicht umhin, in diese Musik vollkommen eintauchen zu wollen. Und schließlich gibt es da noch das Lied „Green“. Ganz bestimmt eines der intensivsten Lieder, die Justin Sullivan jemals geschrieben hat. Wie eine wundervolle und geheimnisvolle Traumreise gebiert sich dieses Stück, welches im weiteren Verlauf sanft zu explodieren scheint, anders kann man diese Intensität kaum beschreiben. Wahrlich packende Musik.

Fazit: Ein sehr stimmungsvolles und atmosphärisch dichtes Album hat Justin Sullivan mit „Navigating By The Stars“ veröffentlicht. Die Lieder sind deutlich ruhiger gehalten, als die meisten seiner Band New Model Army. Dabei gehen die einzelnen Titel ohne Ausnahme gut ins Ohr. Die Platte hat dazu einige Höhepunkte zu bieten, die Musik allgemein zu etwas Besonderem werden lassen. Diese Melodien in Verbindung mit dem sehr ausdrucksstarken Gesang des Justin Sullivan lassen einen jeden Titel genießen. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Ocean Rising, Sentry, Green, Apocalypse Dreams