Sonntag, 21. September 2014

Placebo – Meds




Placebo – Meds


Besetzung:

Brian Molko – vocals, guitar, keyboard
Stefan Olsdal – bass, guitar, keyboard, backing vocals
Steve Hewitt – drums


Gastmusiker:

Alison Mosshart – vocals on track 1
Michael Stipe – vocals
Natalia Bonner – violin on tracks 4, 9 and 13
Ian Burge – cello on tracks 4, 9 and 13
Sarah Button – violin on tracks 4, 9 and 13
Krista Caspersz – violin on tracks 4, 9 and 13
Reiad Ceibah – viola on tracks 4, 9 and 13
Fiona Griffiths – viola on tracks 4, 9 and 13
Gita Langley – violin on tracks 4, 9 and 13
Vicky Matthews – cello on tracks 4, 9 and 13
Jessie Murphy – violin on tracks 4, 9 and 13
Emma Owens – viola on tracks 4, 9 and 13
Tom Piggot-Smith – violin on tracks 4, 9 and 13
Helen Rathbone – cello on tracks 4, 9 and 13
Katherine Shave – viola on tracks 4, 9 and 13
Ellie Stanford – violin on tracks 4, 9 and 13
Deborah White – violin on tracks 4, 9 and 13
Lucy Wilkins – violin on tracks 4, 9 and 13
Dave Williams – violin on tracks 4, 9 and 13
Sarah Willson – cello on tracks 4, 9 and 13
Fiona Brice – string arrangement on tracks 4, 9 and 13


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Meds (2:55)
2. Infra-Red (3:16)
3. Drag (3:21)
4. Space Monkey (3:51)
5. Follow The Cops Back Home (4:40)
6. Post Blue (3:12)
7. Because I Want You (3:22)
8. Blind (4:01)
9. Pierrot The Clown (4:22)
10. Broken Promise (4:13)
11. One Of A Kind (3:21)
12. In The Cold Light Of Morning (3:53)
13. Song To Say Goodbye (3:36)

Gesamtspieldauer: 48:03




„Meds“ ist das fünfte Album der Alternative Rockband Placebo aus London, welches im Jahr 2006 erschien. „Meds“ ist ein dichtes und sehr intensives Album geworden, das ursprünglich ganz anders geplant war. Es war zunächst deutlich Keyboard-lastiger und elektronischer geplant, als es dann wirklich wurde. Das Ergebnis ist sogar so eine Art „back to he roots“, da hier nun wieder sehr viel mehr Gitarre, Bass und Schlagzeug den Sound prägen – auch wenn der Elektronik natürlich noch immer ein großer Platz eingeräumt wurde. Und dies alles war die Idee des französischen Produzenten Dimitri Tikovoi, der den Musikern am ersten Tag im Studio vorschlug, doch genau das Gegenteil zu machen, nicht mehr ganz so stark auf den geplanten Einsatz der Elektronik zu setzen, sondern auf die etwas ursprünglicheren Instrumente – und die Musiker von Placebo ließen sich überzeugen.

Nun das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen. Ein dichtes, volles und stilistisch sehr kompaktes Album ist entstanden, bei dem eine düstere Atmosphäre über jedem einzelnen Akkord zu schweben scheint. Das macht die Musik von Placebo hier auf „Meds“ zu etwas sehr Eindringlichem und weiß den Hörer damit auch schnell einzufangen. Dabei geht die Musik hier noch nicht einmal so schnell ins Ohr, ein paar Durchläufe der CD bedarf es da schon mitunter. Dann ist jedoch alles angekommen und wird zu einem Begleiter, den man nicht mehr missen möchte.

Diese „mehreren Durchläufe“ sind allerdings nicht erforderlich für den Anfang und das Ende des Albums. Sowohl das Titellied „Meds“, als auch die letzte Nummer der Platte „Song To Say Goodbye“ gehen sofort ins Ohr, wobei gerade auch letzterer Titel mit einer deutlich fröhlicheren Atmosphäre aufzuwarten weiß – zumindest musikalisch, nicht jedoch inhaltlich – als der Rest des Albums.

Fazit: Es gibt viel zu entdecken auf „Meds“. Für Rockfreunde genauso geeignet für Liebhaber von Novemberstimmungen. Klar, hier findet man keine großartigen Stimmungslieder der guten Laune, jedoch Musik zum sehr tief darin Eintauchen. Einen weiteren Pluspunkt stellt der Umstand dar, dass es auf „Meds“ auch keine Ausfälle gibt. Alles wirkt und hat seinen Reiz. Ein sehr schönes und intensives Album. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Meds, Pierrot The Clown, Broken Promise, Song To Say Goodbye



Samstag, 20. September 2014

Various Artists - 25 Years Of Rock 'N' Roll 1981




Various Artists – 25 Years Of Rock ‘N’ Roll 1981


Besetzung:

Viele verschiedene Bands und dementsprechend Musiker, die alle nicht einzeln aufgeführt sind.


Label: Connoisseur Collection


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

Soft Cell - Tainted Love (2:42)
Duran Duran - My Own Way (3:38)
Altered Images - I Could Be Happy (3:33)
Adam & The Ants - Prince Charming (3:20)
Kim Wilde - Cambodia (3:57)
Dexy's Midnight Runners - Show Me (3:23)
Keith Marshall - Only Crying (4:10)
Electric Light Orchestra - Hold On Tight (3:09)
Graham Bonnet - Night Games (3:27)
Saxon - And The Band Played On (2:49)
Coast To Coast - (Do) The Hucklebuck (2:34)
Eddy Grant - Can't Get Enough Of You (4:22)
Modern Romance - Everybody Salsa (3:23)
Sheena Easton - When He Shines (3:54)
The Jacksons - Can You Feel It (3:53)
Earth, Wind & Fire - I've Had Enough (4:36)
The Four Tops - When She Was My Girl (3:22)
Godley & Creme - Under Your Thumb (3:34)
The Jam - Funeral Pyre (3:31)
Gary Numan - She's Got Claws (4:56)

Gesamtspieldauer: 1:12:12




Nun mit Kompilationen ist das natürlich immer so eine Sache. Ist da wirklich alles drauf, was dann auch essentiell ist? In diesem Fall war es wohl nicht ganz so, denn es wurde auch noch ein „25 Years Of Rock ‘N’ Roll 1981, Volume 2“ veröffentlicht. Geldmacherei? Etwas übersehen gehabt? Keine Ahnung, was auch immer… Die Hits des Jahres 1981 befinden sich jedoch definitiv nicht auf diesem Album.

Ich hatte damals die CD wegen Soft Cell und „Tainted Love“ gekauft, da ich zu diversen Veranstaltungen Platten auflegte. Und ich hatte die Hoffnung gehabt, dass sich auf so einer Zusammenstellung noch weitere „Perlen“ finden lassen. Nun, das sieht sicherlich jeder anders. Dem einen wird das mehr zusagen, der oder dem anderen jenes. Geschmackssache eben. Fakt ist jedoch, dass viele der hier enthaltenen Titel eher unbekannt sind. Von daher ist der Titel „25 Years Of Rock ‘N’ Roll 1981“ etwas verwirrend, denn man erwartet natürlich schon irgendwie die Hits des Jahres 1981. Deutlich logischer wird dann allerdings Volume 2 – ein Schelm, wer was Böses dabei denkt.

Fazit: Im Grunde genommen braucht man nur wenige Zusammenstellungen. Besser sind immer die Originalplatten. Wenn dann auch noch irgendwelche Marketingstrategen nach undurchschaubaren oder eben nur so möglichen Wegen ein Album zusammenstellen, ist immer Vorsicht geboten. Zumindest gibt eine solche Kompilation wie „25 Years Of Rock ‘N’ Roll 1981“einen gewissen Überblick darüber, was so in dem Jahr gehört wurde. Zumindest ganz grob. Das war es dann aber auch schon. Nicht mehr und nicht weniger. Heutzutage benötigt man solche CD‘s nicht mehr, da man sich einzelne Songs auch legal runterladen kann. Daher ist solch eine CD wie „25 Years Of Rock ‘N’ Roll 1981“ nun völlig sinnlos geworden. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Tainted Love, Cambodia



Freitag, 19. September 2014

Gene Pitney – 24 Hours From Tulsa




Gene Pitney – 24 Hours From Tulsa


Besetzung:

Ohne jegliche Angaben


Label: ARC Records


Erscheinungsdatum: 1991


Stil: Pop, Oldies


Trackliste:
1. Twenty Four Hours From Tulsa (3:00)
2. Mecca (2:21)
3. Every Breath I Take (2:46)
4. I'm Gonna Be Strong (2:14)
5. Town Without Pity (2:55)
6. (I Wanna) Love My Life Away (1:55)
7. Only Love Can Break A Heart (2:52)
8. The Man Who Shot Liberty Vallance (2:58)
9. It Hurts To Be In Love (2:33)
10. Looking Through The Eyes Of Love (3:17)
11. Something's Gotta Hold Of My Heart (3:36)
12. Backstage (2:36)

Gesamtspieldauer: 33:04




Gene Pitney veröffentlichte im Laufe seiner Karriere 37 Alben. Und jetzt kommt es: 29 davon entstanden in der Zeit zwischen 1962 und 1969 – unfassbar. Nun, da muss man sich nicht weiter wundern, wenn vielleicht auch mal die Qualität der Musik ein wenig darunter leidet. Muss sie aber aus dem Grunde vielleicht in diesem Fall überhaupt nicht, da Gene Pitney seine Songs nicht selber schrieb. So kreativ kann auch niemand sein. Nein, sie wurden für ihn geschrieben und man melkte die Kuh anscheinend eben so lange, wie das irgendwie ging.

„24 Hours From Tulsa“ ist so eine Art „Best Of Album“, welches 1991 erschien und auf dem nur Titel vertreten sind, die absolut in das Genre „Oldies“ passen. Genau so klingen sie – was natürlich auch zur Folge hat, dass jeder davon schon etwas gehört hat. Oftmals ist das Orchestermusik, ein etwas schleimiger Chor im Hintergrund und dazu Gene Pitney schmachtend. Klar nicht meine Zeit, aber eben vielleicht auch gerade deswegen überaus gewöhnungsbedürftig für heutige Ohren, anscheinend überholt sich Musik auch mit der Zeit. Zumindest die U-Musik.

Fazit: Wer auf Schlager amerikanischer Art steht, der ist hier bestens bedient. Die Qualität der Aufnahmen lässt dabei jedoch sehr zu wünschen übrig. Klingt alles ein wenig blechern und mit zu vielen Höhen digitalisiert. Ansonsten eignet sich die CD perfekt zum Vertonen irgendwelcher Geburtstagsüberraschungen, wenn es mal um die 60er Jahre gehen sollte. Musik, die einfach überholt ist und trotzdem, „Somethings Gotta Hold Of My Heart“ ist auch heute noch sehr schön und „The Man Who Shot Liberty Vallance“ erinnert einfach an den gleichnamigen Film mit James Stuart und John Wayne. Vier Punkte.

Anspieltipps: Somethings Gotta Hold Of My Heart



Donnerstag, 18. September 2014

John Waite – Ignition




John Waite – Ignition


Besetzung:

John Waite – vocals


Gastmusiker:

Ivan Kral – rhythm guitar, keyboards
Tim Pierce – lead guitar
Bruce Brody – keyboards, piano
Don “Donnie” Nossov – bass, backing vocals
Alan Childs – drums, percussion
Frankie La Rocka – drums, percussion
Crispin Cioe – horns
Arno Hecht – horns
“Hollywood Paul” Litteral – horns
Ilana Morrilo – backing vocals
Patty Smyth – backing vocals
Rahni Kugel – backing vocals
Brendan Bourke – handclaps, screams
John Elijah Wright – handclaps, screams
Dave Lang – handclaps, screams


Label: Chrysalis Records


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: Mainstream Rock, AOR


Trackliste:

1. White Heat (3:22)
2. Change (3:15)
3. Mr. Wonderful (4:07)
4. Going to the Top (4:36)
5. Desperate Love (3:55)
6. Temptation (2:59)
7. Be My Baby Tonight (3:22)
8. Make It Happen (3:18)
9. Still in Love with You (3:42)
10 Wild Life (3:23)

Gesamtspieldauer: 36:22




„Ignition“ heißt das Debut-Album des Rock-Sängers John Waite, der zuvor Sänger bei der Band The Babys war. Veröffentlicht wurde die Scheibe im Juni des Jahres 1982 auf dem Label Chrysalis. Zu hören gibt es auf „Ignition“ Mainstream Rock bis hin zum Adult Oriented Rock (AOR), wie er in den 80er Jahren auch von Bands wie Journey, Boston oder Foreigner zelebriert wurde. Das geht natürlich gut ins Ohr, sehr schnell sogar, besitzt jedoch allzu häufig nicht die Tiefe, um dort auch länger zu verbleiben.

So ist es leider auch mit „Ignition“. Treibender Rhythmus und eine Melodie-Linie, einfach und eingängig. Der Fuß mit wippt und alles wirkt relativ unspektakulär. Doch leider geht die Musik genauso schnell wieder aus dem Ohr, wie sie auch darin hineingelangt ist. Ein großer Nachteil an der Geschichte ist zudem einmal mehr – wie praktisch immer bei dieser Art der Musik – dass kaum Wert auf die Texte gelegt wird. Diese handeln von Liebe und noch viel mehr von Schmalz, dass es einem die Röte in das Gesicht treibt. Es bleibt immer nur zu hoffen, dass Außenstehende gar nicht mitbekommen, was man sich hier für eine süßliche Mixtur gerade reinzieht. Denn sonst könnte es wahrlich peinlich werden.

Nun, „Ignition“ wäre nicht viel Aufhebens wert und ganz bestimmt keine Platte, die man länger in Erinnerung behält – auch wenn hier dieses „80er-Jahre-Rock-Gefühl“ perfekt wiedergegeben wird. Trotzdem bleibt die Scheibe hängen und das liegt an einem Lied: „Mr. Wonderful“. Dieses eine Lied, macht die Platte dann doch zu einer hörenswerten. Das Stück fängt mit einem groovigen Pianospiel an und entwickelt sich dann zu einem mitreißenden Rocker, der zwar immer noch im Mainstream angesiedelt ist, jedoch eben diese Melodie besitzt, die sich festsetzt und zum Ohrwurm wird. „Mr. Wonderful“ ist das Lied des John Waite, wenn auch sein bekanntestes Stück, „Missing You“, erst auf dem Album „No Brakes“ veröffentlicht werden sollte.

Fazit: Mainstream Rock bis AOR hört man größtenteils auf „Ignition“, dem Solo-Debut-Album des John Waite. Dazu gibt es ziemlich langweilige bis schleimige Liebestexte zu hören, die alles andere als überzeugen. Langweilig bis hierhin. Doch dann ist da eben noch die Nummer „Mr. Wonderful“, ein absoluter Ohrwurm und ein Lied, das auf jeden Fall hängenbleibt. Der Rest der Scheibe klingt manchmal ganz nett, langweilt aber größtenteils, doch mit „Mr. Wonderful“ brilliert John Waite. Acht Punkte.


Anspieltipps: Mr. Wonderful



Mittwoch, 17. September 2014

Billy Joel – Streetlife Serenade




Billy Joel – Streetlife Serenade


Besetzung:

Billy Joel – harmonica, keyboards, vocals, moog synthesizer


Gastmusiker:

Richard Bennett – guitar
Joe Clayton – conductor, conga
Gary Dalton – guitar
Mike Deasey – guitar
Don Evans – guitar
Wilton Felder – bass, keyboards
Emory Gordy, Jr. – bass
Al Hertzberg – guitar
Larry Knechtel – bass
Art Munson – guitar
Raj Rathor – guitar
William Smith – organ
Michael Stewart– guitar
Ron Tutt – drums
Tom Whitehorse – banjo, pedal steel


Label: Columbia Records


Erscheinungsdatum: 1974


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. Streetlife Serenade (5:17)
2. Los Angelenos (3:41)
3. The Great Suburban Showdown (3:44)
4. Root Beer Rag (2:59)
5. Roberta (4:32)
6. The Entertainer (3:48)
7. Last Of The Big Time Spenders (4:34)
8. Weekend Song (3:29)
9. Souvenir (2:00)
10. The Mexican Connection (3:37)

Gesamtspieldauer: 37:41




„Streetlife Serenade“ ist das dritte Album des Pianomans Billy Joel. 1974 erschienen, erreichte es nicht ganz die Umsatzzahlen der beiden vorherigen Alben. Ist auch nicht weiter verwunderlich, denn das Songmaterial ist nicht ganz so ausgereift, wie auf den Platten zuvor. Die einzelnen Titel klingen alle unglaublich amerikanisch, was auf den vorherigen Alben nicht so stark zum Ausdruck kam. Und es fehlt auch so ein Übertitel, der sonst sogar mehrfach enthalten war.

Obwohl, den gibt es auf „Streetlife Serenade“ doch auch. Und zwar in Form des Instrumentalstücks „Root Beer Rag“. Wenn man so gut Klavier spielen kann, dann hätte man mit Sicherheit auch Erfolg bei den Frauen, sagt ja schon ein etwas angegrauter Schlager. Nun, die Nummer ist so etwas von mitreißend komponiert und vorgetragen, da macht das Zuhören einfach ganz viel Spaß und Billy Joel hat auch Erfolg bei den Männern. „Los Angelinos“ ist ebenfalls noch sehr gelungen und zudem die zweite Instrumentalnummer des Albums, „The Mexican Connection“, ganz am Ende der Platte. Der Rest ist zwar nichts zum Weglaufen, läuft selbst allerdings irgendwie so durch. Nichts Packendes eben. Die Stimmung des Albums ist allgemein gedämpft und so kann es passieren, dass man bei Lied Nummer 4 den Kopf hebt und lauscht, um ihn anschließend wieder zu senken und sich anderweitig zu beschäftigen.

Fazit: Ein wirklich tolles Lied, zwei weitere, die überzeugen können und dann eben der Rest, der okay ist. Nun, das macht die Platte nicht zu einem schlechten Album, allerdings auch nicht zu einem Kracher. Ganz nett, aber eben nicht essentiell im Schaffen des Billy Joel. Bis auf „Root Beer Rag“, das lohnt sich. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Root Beer Rag



Dienstag, 16. September 2014

Various Artists – The All Time Greatest Movie Songs Volume 2




Various Artists – The All Time Greatest Movie Songs Volume 2


Besetzung:

Hunderte von Musikern, da ganze Orchester mit beteiligt sind.


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Querbeet von Pop über Rock bis Soul und Funk und Instrumentalmusik


Trackliste:

CD1:

1. Queen - Who Wants To Live Forever (Highlander)
2. Aerosmith - I Don't Want To Miss A Thing (Armageddon)
3. Len - Steel My Sunshine (Go)
4. Another Level - From The Heart (Notting Hill)
5. Jim Carrey - Cuban Pete (The Mask)
6. Fatboy Slim - Praise You (Cruel Intentions)
7. Bic Runga - Sway (American Pie)
8. Tina Turner - Golden Eye (James Bond Golden Eye)
9. Daryll Hall & John Oates - Maneater (Runaway Bride)
10. John Paul Young - Love Is In The Air (Strictly Ballroom)
11. Hot Chocolate - You Sexy Thing (The Full Monty)
12. Diana King - I Say A Little Prayer (My Best Friend's Wedding)
13. Sade - No Ordinary Love (Indecent Proposal)
14. Ben E King - Stand By Me (Stand By Me)
15. Mary Chapin Carpenter - Dead Man Walking (A dream like this) (Dead Man Walking)
16. Sixpence None The Richer - Kiss Me (She's All That)
17. Des'ree - I'm Kissing You (Romeo & Juliet)
18. John Williams - Star Wars - Star Wars Theme


CD2:

1. Boyzone - Picture Of You (Mr. Bean)
2. Savage Garden - The Animal Song (Other Sister)
3. Pixies - Where Is My Mind  (Fight Club)
4. Bryan Ferry - Slave To Love (9 1-2 Weeks)
5. Kenny Loggins - Footloose (Footloose)
6. Sophie B. Hawkins - As I Lay Me Down (Now & Then)
7. Oasis - Stay Young (The Faculty)
8. Kula Shaker - Hush (I Know What You Did Last Summer)
9. Chris Isaak - Wicked Game (Wild At Heart)
10. Lightning Seeds - Change (Clueless)
11. Faith Hill - This Kiss (Practical Magic)
12. Apollo Four Forty - Lost In Space (Lost In Space)
13. The Presidents Of The U.S.A. - Video Killed The Radio Star (The Wedding Singer)
14. The Foundations - Build Me Up Buttercup (There's Something About Mary)
15. Annie Lennox - Love Song For A Vampire (Bram Stoker's Dracula)
16. Bob Dylan - All Along The Watchtower (American Beauty)
17. Aretha Franklin - Think (Blues Brothers)
18. Stevie Ray Vaughan - Mary Had A Little Lamb (From Dusk Till Dawn)
19. Buena Vista Social Club - Candela (Buena Vista Social Club)

Gesamtspieldauer CD1 & CD2: 2:30:44




Wer kauft so etwas? Das soll nicht heißen, dass alle Titel, die sich auf „The All Time Greatest Movie Songs Volume 2“ befinden absoluter Mist wären. Trotzdem bleibt diese Frage im Raum stehen, da es sehr unwahrscheinlich ist, dass sich jemand diese CD kauft und alles darauf mögen wird.

Unendlich viele verschiedene Musikgenres werden logischerweise auf dieser Doppel-CD bedient. Da gibt es über Folk und Pop, Rock und Soul, Funk, Instrumentalmusik so gut wie fast jede, derzeitig in der Unterhaltungsmusik vertretene Richtung. Wenn mir ein Film gefällt und die dazugehörige Musik ebenfalls, kann sich der Kauf eines Soundtracks durchaus lohnen. Gefällt mir nur ein bestimmter Titel des Films, so kann ich den, für weniger als einen Euro, mit Sicherheit legal aus dem Netz herunterladen. Aber eine ganze CD mit unterschiedlichen Filmen und Musikstilen?

Auch noch nicht so schlimm könnte man meinen, denn es handelt sich ja immerhin um „The All Time Greatest Movie Songs“, wenn auch nur Volume 2. Das ist aber mal eine Ansage: Das Beste aller Zeiten! Nun, durchaus nicht cineastisch ganz ungebildet, kenne ich nicht alle, der hier genannten Filme. Und noch schlimmer, knapp die Hälfte der Titel sind total nichtssagend und völlig unbekannt. Klassiker wie „Golden Eye“, „Who Wants To Live Forever“ das Thema aus „Star Wars“ oder aber Aretha Franklins „Think“ sind zwar auch enthalten, aber durchaus nicht die Regel. Manche Nummern sind relativ oder ganz unbekannt und zum Teil auch richtig schlecht. Was macht man da? Weiterskippen.

Fazit: Verständlich und vollständig kann so eine Zusammenstellung nie sein, da hier jeder ein paar Titel finden wird, die sie oder er mag und genauso Nummern entdeckt, bei deren Hören es Zeit wird Reißaus zu nehmen. Somit nicht Fisch und nicht Fleisch und irgendwie seltsam solch eine CD zu erwerben, da es wie bereits oben geschrieben, auch anders geht, wenn man irgendwas klasse findet. Warum ich diese CD dann besitze? Geschenkt. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Jeder was er mag, alles ist unterschiedlich.



Montag, 15. September 2014

Kansas – Leftoverture




Kansas – Leftoverture


Besetzung:

Steve Walsh – organ, piano, lead vocals (all tracks), additional synthesizers, vibraphon
Robby Steinhardt – violin, viola, backing vocals, lead vocals ("Miracles Out Of Nowhere" and "Cheyenne Anthem")
Kerry Livgren – electric guitar, clavinet, moog, oberheim synthesizer, arp synthesizers, piano
Phil Ehart – drums, percussion
Dave Hope – bass guitar
Rich Williams – electric and acoustic guitars


Gastmusiker:

Toye LaRocca – vocals
Cheryl Norman – vocals



Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 1976


Stil: Progressive Rock, Hard Rock


Trackliste:

1. Carry On Wayward Son (5:13)
2. The Wall (4:47)
3. What's On My Mind (4:27)
4. Miracles Out Of Nowhere (6:29)
5. Opus Insert (4:26)
6. Questions Of My Childhood (3:38)
7. Cheyenne Anthem (6:50)
8. Magnum Opus (8:27)

     A. Father Padilla Meets The Perfect Gnat
     B. Howling At The Moon
     C. Man Overboard
     D. Industry On Parade
     E. Release The Beavers
     F. Gnat Attack



Bonus Tracks:

9. Carry On Wayward Son (live) (4:53)
10. Cheyenne Anthem (live) (6:42)

Gesamtspieldauer: 45:52

„Leftoverture“ nannten die Musiker der amerikanischen Band Kansas ihr viertes Album, welches im Jahr 1976 erschien. Und diese Scheibe gilt unter Fans der Band als einer der Klassiker und eines der besten Alben von Kansas. Dies ausdrücklich zu Recht, denn „Leftoverture“ ist wahrlich eine beeindruckende Scheibe geworden.


Dabei ist das mit Kansas im Grunde genommen gar nicht so einfach. Klar kennt man „Dust In The Wind“ vom Nachfolgealbum „Point Of Know Return“. Und auch auf „Leftoverture“ gab es einen Hit, „Carry On Wayward Son” hieß dieser und wird den meisten Rockfans auch schon mal „über den Weg” gelaufen sein – auch wenn dieser Titel allgemein wohl nicht ganz so bekannt sein dürfte wie erstgenanntes Lied. Trotzdem, bekannte Lieder gibt es auch von Kansas, allerdings nicht unbedingt viele, da die Band einfach weniger im Radio gespielt wird und auch wurde. Dies mag an dem Umstand liegen, dass die Musik der Band allgemein ein wenig erarbeitet werden muss. Das findet man immer wieder mal bei einem Titel irgendeiner Band oder eines Künstlers, aber die ganze Musik einer ganzen Band? Es gibt jede Menge Stilrichtungen, die nicht dem eigenen Geschmack entsprechen und die man hunderte Male hören kann, wenn man das denn aushält, und die einen trotzdem nie begeistern werden.

Anders bei Kansas und auch bei diesem Album. Das muss man hören, mehrmals. Man muss sich reinhören und mit jedem weiteren Durchlauf wird die Musik darauf irgendwie besser, spannender und eingängiger. Kansas zelebrieren auf „Leftoverture“ die ganze Bandbreite des Progressive Rock. Mal härter mit E-Gitarren, mal weicher mit der Akustik-Gitarre. Manches Mal hat man das Gefühl, jedes der vielen Instrumente, die da gerade zu hören sind, wolle sich nun absolut in den Vordergrund spielen, denn jeder Musiker scheint in diesem Abschnitt alles aus seinem Instrument herauszuholen. Ein anderes Mal klingt es dann wieder lieblich, verspielt und sehr harmonisch, Musik zum Dahinschmelzen. Auch der Gesang ist überaus abwechslungsreich. Mal ist es Steve Walsh alleine, dann wiederum hört man ihn in einem perfekt arrangierten Chor. Auch Kinder sind zu hören und dann klingt es im Hintergrund wieder ganz sanft nach einer Opernarie. Langeweile kommt hier bestimmt nicht auf.

Fazit: Ein wirklich gutes Progressive Rock Album ist „Leftoverture” geworden. Eines, in das man sich allerdings hineinhören muss, erst dann fängt die Musik so richtig an zu wirken. Überaus abwechslungsreich wird hier gerockt und dann wieder in sanften Tönen geschwelgt, sodass man als Hörer eine kleine akustische Reise anzutreten scheint, die viel Spaß macht – vor allem laut gehört, am besten mit Kopfhörern, ganz bequem am Sofa. Eignet sich bestens für alle, die mehr als 08/15 von Musik erwarten. Spannend. Elf Punkte.

Anspieltipps: Magnum Opus



Sonntag, 14. September 2014

Johnny Warman – Walking Into Mirrors




Johnny Warman – Walking Into Mirrors


Besetzung:

Johnny Warman – vocals and guitar


Gastmusiker:

Jerry Marotta – drums
Dave Lawson – keyboard and sequencers
Larry Fast – synthesizer effects and keyboards
John Giblin – bass guitar
Tony Levin – chapman stick and fretless bass
Peter Gabriel – accompanying vocals, chants, screaming on “Screaming Jets”


Label: Angel Air


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: Synthie Pop, Pop


Trackliste:

1. Walking Into Mirrors (3:39)
2. Radio Active (3:41)
3. Searchlights (2:58)
4. Martian Summer (4:46)
5. Screaming Jets (5:24)
6. Three Minutes (4:04)
7. Will You Dance With Me? (3:18)
8. (Sos) Sending Out Signals (3:21)
9. Dancing Dolls (3:49)
10. Fantasic Light (6:19)


Bonus Tracks: 

11. American Machines (3:28)
12. Automatic Kids (3:23)
13. King Robot (2:59)
14. Future Fun (Live) (2:29)
15. Here Come The Reds (2:35)
16. Golden Lions (4:05)

Gesamtspieldauer: 1:00:18




Wer mal typischen Synthie Pop der 80er Jahre hören möchte, der wird mit „Walking Into Mirrors“ von Johnny Warman sehr gut bedient. Das ist eindeutig Musik dieses Jahrzehnts und zwar der frühen 80er Jahre, zu einem Zeitpunkt, an dem man noch nicht wusste, wo die Reise genau hingehen wird. Progressive Rock war „out“, Punk war „in“. Nun und dann gab es jede Menge Bands, die meist mit einem kleinen Casio-Gerät plötzlich weltweit Aufmerksamkeit erregten. New Wave und auch die Neue Deutsche Welle waren geboren.

Johnny Warman hat nicht nur einen kleinen Synthesizer zum Umsetzen seiner Musik benutzt, sondern eine ganze Band. Trotzdem ist es Synthie-Pop in sehr ausgeprägter Form geworden, auch wenn Peter Gabriel hier auf einem Lied mitwirkt. Und da sind wir jetzt auch schon bei dem Höhepunkt der gesamten Platte, „Screaming Jets“. Diese Nummer ist eindeutig das Highlight auf „Walking Into Mirrors“. Natürlich für Peter Gabriel Fans sowieso, allerdings auch für diese Platte. Eingängig, auch rockig, dieses Mal nur in den Randbereichen Synthie Pop, ein wahrlich überzeugendes Lied. Den Song hatte Johnny Warman innerhalb von 25 Minuten geschrieben, nachdem er sich den Film „Apocalypse Now“ angesehen hatte. 250 britische Pfund zahlte Johnny Warman Peter Gabriel für seinen Gastauftritt, die besten 250 Pfund, die er jemals investiert hat, wie er später meinte.

Nun, dieser Titel ist sicherlich der Höhepunkt des Albums. Allzu viel mehr hörenswertes befindet sich leider allerdings nicht auf der Platte. Der ganze Rest klingt so etwas von künstlich, auch wenn es da mal so eingängige Titel wie „(Sos) Sending Out Signals“ oder, zumindest zum Teil, Reggae Nummern wie „Dancing Dolls“ gibt .Und noch einen Titel möchte ich ausnehmen, das ist das letzte Lied der Platte „Fantasic Light“. Das klingt trotz seiner Synthesizer-dominierten Art sehr eingängig und immer wieder hörbar. Das war es dann aber endgültig. Kommen wir zu den Zugaben. Die Nummern reihen sich sehr gut stilistisch in den Rest der Platte ein. Das war es dann aber auch schon. Sicherlich ganz nett, wenn man denn Johnny Warman Fan ist, wegen der Vollständigkeit. Aber wer ist schon Johnny Warman Fan?

Fazit: Das Lied mit Peter Gabriel ist überzeugend. Sehr sogar. Der Rest deutlich weniger und entspricht zum Teil sogar sehr oberflächlicher Musik der 80er Jahre. Johnny Warman konnte allerdings wirklich gute Musik machen, zumindest hat er das mit dem nächsten Album gezeigt – jedoch nicht mit diesem. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Screaming Jets, Fantastic Light



Samstag, 13. September 2014

Spider Murphy Gang – Dolce Vita




Spider Murphy Gang – Dolce Vita


Besetzung:

Barny Murphy – Gitarre
Michael Busse – Piano, Orgel
Günther Sigl – Gesang, Bass
Franz Trojan – Schlagzeug


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: Rock’n‘Roll


Trackliste:

1. Schickeria (3:41)
2. Wer wird denn woana (3:40)
3. Zwoa Zigarettn (2:38)
4. Vis-A-Vis (3:07)
5. Skandal im Sperrbezirk (3:40)
6. Schuitog (Schooldays) (3:07)
7. Mit 'n Frosch im Hois und Schwammerl in de Knia (3:44)
8. Dolce Vita Rita (3:48)
9. Da moi oans (2:33)
10. Herzklopfen (5:15)

Gesamtspieldauer: 35:12




Wenn man an die Spider Murphy Gang denkt, dann fallen einem ganz spontan solche Titel wie „Schickeria“, „Skandal im Sperrbezirk“ und vielleicht auch noch „Dolce Vita Rita“ und „Herzklopfen“ ein. Alle diese Lieder sind auf dem zweiten offiziellen Album der Spider Murphy Gang mit dem Titel „Dolce Vita“ vertreten. Veröffentlicht wurde die Scheibe 1981 und stellte den Durchbruch für die Münchner Band dar. Da zeitgleich auch der Hype um die Neue Deutsche Welle am Durchstarten war, wurde die Spider Murphy Gang ganz spontan mit in diesen Topf geworfen. Mit Neuer Deutscher Welle hat die Musik auf „Dolce Vita“ jedoch reichlich wenig zu tun. Die Münchner machen Rock’n’Roll und setzen zugegebenermaßen auch mal einen Synthesizer ein, aber genau letzteres ist auch der einzige Überschneidungspunkt.

Rock’n’Roll also mit Deutschen, nein Bayrischen Texten. Das gab es so noch nicht allzu oft. Die Zeiten eines Peter Krauss waren zu diesem Zeitpunkt auch schon lange vorbei und waren eben auch nicht „boarisch“ gewesen. Dazu gesellen sich nun noch ganz witzige Texte, die sich eben nicht nur um die Liebe drehen. Dies soll allerdings auch zu Auseinandersetzungen zwischen Eltern und deren Nachwuchs geführt haben. „Und draußen vor der großen Stadt steh’n die Nutten sich die Füße platt“ war damals noch ein Satz, vor dem die Kinder durch ihre Eltern geschützt werden mussten.

Die gespielten Rock’n’Rolls gehen alle durch die Bank weg schnell ins Ohr. Einen solchen wie „Schickeria“ kann man bereits nach dem ersten Hören mitpfeifen und wenn es dann doch eher mal in die Pop-Richtung geht, wie beim größten Hit der Band „Skandal im Sperrbezirk“, dann gibt es auch hier sehr eingängige Melodiebögen zu hören, die auch längerfristig hängenbleiben. Allzu oft kann man sich das allerdings nicht reinziehen, dann erreichen die Titel sehr schnell die Nerv-Grenze. Ausnahme vielleicht – und auch die beste Nummer der Spider Murphy Gang überhaupt – „Dolce Vita Rita“. Toller Aufbau, dominierendes Klavier und ein wahrlich genialer und witziger Text. Die Nummer lohnt sich auf jeden Fall.

Fazit: An der Spider Murphy Gang kam in den 80ern keiner vorbei. Das kannte jeder und man wurde damit auch durchgehend aus dem Radio bedudelt. Das konnte mitunter sehr nerven. Dann ebbte das Ganze wieder ab und hört man diese Musik jetzt, denkt man bei entsprechendem Alter an die Jugend zurück. Manche mehr, ich weniger, war eben niemals ganz so meins. Aber „Dolce Vita Rita“ liebe auch ich. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Dolce Vita Rita



Freitag, 12. September 2014

Family - The Best Of Family




Family – The Best Of Family


Besetzung:

Roger Chapman – vocals, harmonica, tenor saxophone, percussion
John "Charlie" Whitney – guitars, sitar, keyboards
Jim King – saxophones, harmonica, tin whistle, piano, vocals
Ric Grech – bass, violin, cello, vocals
Harry Ovenall – drums, percussion
Rob Townsend – drums, percussion
John Weider – bass, guitar, violin
John "Poli" Palmer – keyboards, flute, vibraphone, synthesisers
John Wetton – bass, guitar, vocals
Jim Cregan – bass, guitars
Tony Ashton – keyboards, accordion, mellotron, vocals

Sowie weitere Studiomusiker


Label: Line Music


Erscheinungsdatum: 1994


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

1. No Mule's Fool (3:20)
2. The Weaver's Answer (5:00)
3. Burning Bridges (4:44)
4. Love Is A Sleeper (4:01)
5. Drowned In Wine (4:11)
6. In My Own Time (3:33)
7. Good Friend Of Mine (3:33)
8. My Friend The Sun (4:21)
9. Wheels (4:42)
10. Between Blue And Me (5:05)
11. Blind (4:07)
12. Strange Band (3:15)
13. Some Poor Soul (2:45)
14. Burlesque (4:05)
15. Top Of The Hill (5:40)
16. Boom Bang (3:04)
17. Hometown (3:10)
18. Sweet Desire (3:39)


Gesamtspieldauer: 1:12:13




Sieben Alben veröffentlichten die Briten von Family in den sechs Jahren von 1968 bis 1973. Und diese achtzehn, auf das „The Best Of Family“-Album gepressten Titel, sollen nun also die Crème de la Crème daraus darstellen. Nun, das wird jeder wohl ein wenig anders sehen, was denn nun letztendlich die besten Lieder von Family gewesen sind. Eindeutig Geschmackssache.

Klar, an einem Titel wird man nicht vorbeikommen, „The Weaver's Answer“ ist sicherlich die bekannteste Nummer der Band und einer jener Titel, der sich sofort, beim ersten Hören, im Ohr des Musikhörer festsetzt. Stimmungsmäßig und stilistisch passt sich der Titel an die restlichen siebzehn hier enthaltenen Nummern dadurch an, dass man diese überhaupt nicht vergleichen kann. Beim Musikstil habe ich für die Scheibe Rock, Psychedelic Rock und Progressive Rock angegeben. Das stimmt allerdings nur zum Teil, im Grunde genommen müsste da zusätzlich noch Folk, Pop und auch Jazz – zumindest in Anleihen – stehen. Absolut breit gefächert sind die Musikgenres, die hier auf dieser CD zusammentreffen. Das darf einen auch nicht weiter verwundern, denn schon die Fans damals wurden immer wieder in Erstaunen versetzt, wenn sie die neue Family-Platte auflegten. War das noch die Band vom Jahr zuvor? Oftmals haben die Musiker hier nämlich sehr drastische Stilwechsel vollzogen, sodass wahrlich kein Album dem anderen gleicht.

Besonders herauszuheben an der Musik von Family ist dabei sicherlich die Stimme Roger Chapmans, die sogar Mike Oldfield für sich und seine Kompositionen entdeckte, denn wer kennt nicht „Shadow On The Wall“? Das ist es jedoch nicht alleinig, was die Musik auf dieser Kompilation ausmacht. Es ist auch der Einsatz diverser Instrumente, die eben nicht so häufig in der Rock-Musik zu hören sind und dabei die einzelnen Lieder noch ein wenig an Spannung gewinnen lassen. Und schließlich gibt es da noch die Mannigfaltigkeit in der Musik selbst, die diese Zusammenstellung zu einem nie langweilig werdenden Kleinod werden lässt. Dabei kommen all jene Hörer auf ihre Kosten, die eingängige Melodien und Harmonien jeglicher Art zu schätzen wissen.

Fazit: Ob das jetzt tatsächlich die besten achtzehn Lieder von Family sind, das sollte jeder für sich selbst entscheiden. Festzuhalten bleibt jedoch, dass alle Titel auf der Platte einen gewissen Reiz versprühen, der die Scheibe such heute noch sehr lohnenswert werden lässt. Wer auf nicht immer ganz unkomplizierte Musik steht, die dabei trotzdem nie den Pfad der Melodiösität verliert, der sollte hier unbedingt mal reinhören. Elf Punkte

Anspieltipps: No Mule's Fool, The Weaver's Answer, Burning Bridges



Donnerstag, 11. September 2014

Nirvana – Nevermind




Nirvana – Nevermind


Besetzung:

Kurt Cobain – vocals, guitar
Dave Grohl – drums, vocals
Krist Novoselic – bass, vocals


Label: Geffen Records


Erscheinungsdatum: 1991


Stil: Grunge, Alternative Rock


Trackliste:

1. Smells Like Teen Spirit (5:01)
2. In Bloom (4:15)
3. Come As You Are (3:39)
4. Breed (3:04)
5. Lithium (4:17)
6. Polly (2:57)
7. Territorial Pissings (2:23)
8. Drain You (3:44)
9. Lounge Act (2:37)
10. Stay Away (3:33)
11. On A Plain (3:16)
12. Something In The Way (+ Hidden Track: Endless, Nameless) (3:51) + (7:24)

Gesamtspieldauer: 49:01




Ganz schöne Sprünge hier. Gestern Stefanie Hertel aus dem Jahr 1991, heute Nirvana – ebenfalls von 1991, mit einem der wohl bekanntesten Alben überhaupt. „Nevermind“ wurde mit Preisen überschüttet, verkaufte sich zig-millionenfach, ebnete dem Grunge den Weg und bewirkte den Aufstieg des Kurt Cobain in den Rock-Olymp.

Und all dies völlig zu Recht. „Nevermind“ ist ein Album voller unglaublich kraftvoller Musik, die einfach mitreißt und zu einem langfristigen Begleiter wird. Dabei sind es nicht nur die „Hits“ der Platte wie „Smells Like Teen Spirit“, „Come As You Are“ oder „Lithium“, die hier überzeugen können, es ist die Gesamtheit der Songs, die diese Ausstrahlung besitzt. Alles wirkt und klingt. Wenn Kurt Cobain schreit, dann hört sich dies nach Verzweiflung an, die ergreift. Wenn er „normal“ singt, wirkt das intensiv und packend. Die Melodien gehen ins Ohr, egal wie hart da gerade gespielt wird. Und wenn man, wie ich 1993, das Glück hatte, diese Band noch live zu erleben, dann weiß man, dass hier Musik gemacht wurde, die ohne jeglichen Schnickschnack, fast schon statisch eingespielt, die Zuhörer zum kollektiven Ausrasten zu bewegen im Stande ist. Wahrlich beeindruckend.

Es gibt keine Ausfälle auf „Nevermind“. Und selbst so einem „Hidden Track“ wie „Endless, Nameless“ wohnt irgendwas Faszinierendes inne. Hidden Tracks waren mit Aufkommen der CD richtig „in“ und eigentlich eine Unart, da sich zumindest mir der Sinn nie richtig erschloss. Hier kann man es allerdings ein wenig nachvollziehen, da es sich in diesem Fall um eine Art Improvisation handelt, die nicht ganz zum Rest der Platte passt.

Fazit: Klasse und packende Musik, für Rock-Fans wahrlich ein Nirwana. Ganz klar, diese Scheibe ist ein Meilenstein der Rock-Musik, den man kennen sollte. Die Texte sollte man sich dabei auch mal zu Gemüte führen, um in die Welt des Kurt Cobain noch weiter einsteigen zu können. Wer Rock mag, die oder der wird dieses Album lieben. Ganz sicher. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: Lithium



Mittwoch, 10. September 2014

Stefanie Hertel – So a Stückerl heile Welt




Stefanie Hertel – So a Stückerl heile Welt


Besetzung:

Keine Nennung


Label: East West Records


Erscheinungsdatum: 1991


Stil: Volkstümlicher Schlager


Trackliste:

1. So a Stückerl heile Welt (3:01)
2. In seiner Hütte ist er König (3:11)
3. Jeder braucht sein Kuscheltier (3:09)
4. Die liebe Familie (2:25)
5. Kinder brauchen gar nicht viel (3:28)
6. Hab mich lieb (3:52)
7. Papa, die Oma hat erzählt (3:17)
8. Und ewig singen die Wälder (3:08)
9. Ein Zuhause gesucht (3:28)
10. Ferien auf dem Bauernhof (3:02)
11. Was macht der Elefant in unserem Gartenhaus? (2:52)
12. Mehr Zeit für uns beide (2:51)

Gesamtspieldauer: 37:44




Okay, da muss ich jetzt durch. Auch Alben von Stefanie Hertel besitze ich. Was man da nicht so alles bekommt, im Laufe einer Musikhörer-Karriere... Da ich hier allerdings auch alles besprechen möchte, was sich so bei mir angesammelt hat, wird auch die gute Stefanie hier erwähnt. Richtig und fair beurteilen kann ich das aber wohl nicht.

Das Komponisten-Duo Jean Frankfurter und Irma Holder hat hier zugeschlagen. Und zwar gleich zwölf Mal. Alle Titel stammen von diesem Komponisten und dieser Texterin, die beide Stefanie Hertel noch lange begleiten sollten. Wenn man sich die CD so anhört, habe ich sogar mehrmals gemacht, dann wirkt das mitunter ein wenig unfreiwillig komisch, da das Küken aus der DDR hier im Dirndl natürlich auch ein wenig Bayrisch klingen und singen soll. Kann sie aber nicht so richtig. Inhaltlich wirkt alles ein wenig wie Heintje der 90er Jahre, die Omas dieser Welt sollten dieses Mal ihr süßes Enkelkind bekommen.

Stefanie Hertel machte dann beim Grand Prix der Volksmusik mit und sollte diesen auch ein Jahr später mit „Über jedes Bacherl geht a Brückerl“ gewinnen. Alleine diesen Titel hinzuschreiben, ruft fassungsloses Kopfschütteln hervor. Genauso wie bei „So a Stückerl heile Welt“, dem hier enthaltenen Grand Prix der Volksmusik-Beitrag. Und so klingt es auch irgendwie. Titel wie „Was macht der Elefant in unserem Gartenhaus?“ weisen ebenfalls in eine kaum vorstellbare Richtung. Da wird gereimt auf Teufel komm raus.

Fazit: Unfassbare Texte, Musik aus der Retorte. Der Synthesizer lässt grüßen. Vom Schlagzeug bis zur Violine. Klar kann ich das nicht fair beurteilen. „In“ scheint diese Musik inzwischen auch nicht mehr zu sein, denn man bekommt die CD kaum noch und wenn, dann nur zu horrenden Preisen. Wenn hier Nachfrage wäre, sähe das sicher besser aus. Ein Album für Schlagerfreunde, die sich immer so ein süßes Enkelkindchen gewünscht haben. Null Punkte möchte ich dafür aber trotzdem nicht vergeben, allerdings ist das Ganze mit einem Punkt bestens bedient.

Anspieltipps: Alles



Dienstag, 9. September 2014

Bachman-Turner Overdrive – Not Fragile




Bachman-Turner Overdrive – Not Fragile


Besetzung:

C.F. Turner – bass guitar, vocals
Randy Bachman – lead guitar, vocals
Blair Thornton – second lead guitar, background vocals
Bob Bachman – drums, percussion


Gastmusiker:

Frank Trowbridge – slide guitar (on "Blue Moanin'")


Label: Mercury Records


Erscheinungsdatum: 1974


Stil: Rock


Trackliste:

1. Not Fragile (4:08)
2. Rock Is My Life, And This Is My Song (5:06)
3. Roll On Down The Highway (4:00)
4. You Ain't Seen Nothing Yet (3:58)
5. Free Wheelin (3:48)
6. Sledgehammer (4:36)
7. Blue Moanin' (3:46)
8. Second Hand (3:24)
9. Givin' It All Away (3:49)

Gesamtspieldauer: 36:32




Doch „Ja“, ein bisschen Patina versprüht dieses Album von Bachman-Turner Overdrive aus dem Jahr 1974 schon – oder „Nein“, das stimmt nicht? „Not Fragile“ ist auf jeden Fall die dritte Platte der Kanadier aus Winnipeg und wurde vor allem durch den Titel „You Ain't Seen Nothing Yet“ ein Erfolg. Sicherlich ein Lied, was man auch heute noch ab und an im Radio zu hören bekommt.

Erstmals hat hier Blair Thornton seinen Auftritt als Gitarrist bei der Band, er hatte nun Tim Bachman ersetzt. Und sein Zusammenspiel mit Randy Bachman hat durchaus etwas Besonderes. Beide Gitarren ergänzen sich perfekt und die Musik klingt voll und perfekt abgestimmt. Musikalisch kann zwar nicht alles restlos überzeugen auf „Not Fragile“, allerdings befinden sich auf dem Album durchaus sehr hörenswerte Stücke. Da ist zum Beispiel der Opener und gleichzeitig das Titellied „Not Fragile“. Sehr kraftvoll und rockig klingen Bachman-Turner Overdrive hier. Wie übrigens überhaupt an all jenen Stellen, an denen ordentlich gerockt wird und die Band so richtig Spaß an dem hat, was sie da gerade produziert – so hört sich das dann zumindest an. Klar auch „You Ain't Seen Nothing Yet” sollte man als Rock-Freund mal gehört haben und hat man sicherlich auch. Eines jener Lieder, die sofort ins Ohr gehen und dort auch längerfristig hängenbleiben.

Auch die Instrumentalnummer „Free Wheelin“ lohnt das Anhören, da sie manches Mal sogar in etwas experimentelle Bereiche abdriftet, was die Musik nur noch spannender werden lässt. Auch die restlichen Titel haben zumeist etwas, was durchaus hörenswert ist. Vielleicht mit Ausnahme des letzten Liedes „Givin‘ It All Away“. Hier wird zwar auch gerockt, aber der Gesang klingt dann schon sehr nach den Les Humphries Singers. Muss man heutzutage nicht mehr unbedingt haben. Aber auch so etwas findet garantiert seine Freunde.

Fazit: Es ist der Rock der härteren Sorte, der dieses Album hörenswert werden lässt und für die damalige Zeit gar nicht so selbstverständlich war. „You Ain't Seen Nothing Yet” fällt dabei sogar aus dem Rahmen, denn erstens ist das eher Pop als Rock und zweitens ist die Nummer sogar ziemlich untypisch für die Platte. Und „Nein“, an Patina erinnert hier auf „Not Fragile“ im Grunde genommen nur wenig bis gar nichts. Hört man diese Scheibe zum ersten Mal, kommt man kaum auf ein Alter von nun bereits 40 Jahren. Nicht alles ist darauf zwar restlos überzeugend, aber doch sehr viel. Lohnt sich also auch heute noch, hier mal reinzuhören. Neun Punkte. 

Anspieltipps: Not Fragile, You Ain't Seen Nothing Yet, Free Wheelin