Donnerstag, 8. September 2016

Mahavishnu Orchestra – Birds Of Fire




Mahavishnu Orchestra – Birds Of Fire


Besetzung:

John McLaughlin – guitars
Rick Laird – Bass
Billy Cobham – drums, cymbals, percussion
Jan Hammer – keyboards, moog synthesizer
Jerry Goodman – violin


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 1973


Stil: Jazz Fusion


Trackliste:

1. Birds Of Fire (5:46)
2. Miles Beyond (Miles Davis) (4:42)
3. Celestial Terrestrial Commuters (2:52)
4. Sapphire Bullets Of Pure Love (0:23)
5. Thousand Island Park (3:22)
6. Hope (1:58)
7. One Word (9:56)
8. Sanctuary (5:05)
9. Open Country Joy (3:56)
10. Resolution (2:08)

Gesamtspieldauer: 40:14




Eines habe ich inzwischen mit Sicherheit gelernt, einiger Musik muss man ordentlich Zeit zum Reifen einräumen. So manches entwickelt sich erst nach einer gewissen Zeit und nach einigen eingelegten Pausen. Ein sehr gutes Beispiel ist für mich da das Mahavishnu Orchestra um John McLaughlin, dessen Musik sich in meinen Ohren erst entwickeln musste und überhaupt nicht von Anfang an überzeugen konnte. Genau so ging es mir auch beim Hören des zweiten Albums des Mahavishnu Orchestras mit dem Titel „Birds Of Fire“, welches im März des Jahres 1973 zuerst auf dem Musiklabel Columbia Records veröffentlicht wurde. Zu hören gibt es darauf Jazz Fusion, mit kleinen eingesprenkelten Anleihen des Progressive Rock.

Diese Art der Musik kann fürchterlich wilde Ausprägungen annehmen. Dann, wenn man überhaupt nicht mehr auf eine Melodie stößt, geschweige denn von einer solchen sprechen kann, dann wird es oftmals schwierig. Auch diese Phasen gibt es auf „Birds Of Fire“. Jedoch werden auf dieser Platte auch mal die langsameren, leiseren Phasen des Fusion Jazz bedient, die dann auch schöne und eingängige Melodien aufweisen können. Zu hören hier bei „Thousand Island Park“ oder „Sanctuary“. Auch gibt es auf der Scheibe solch einen Titel wie „Resolution“, mit dem die Platte zum Abschluss kommt. Dieses Lied hätte auch gut und gerne von King Crimson in dieser Art und Weise aufgenommen werden können. Diese Steigerung in der Nummer ist einfach grandios.

Aber auch das Hauptstück der Platte, „One Word“, weiß zu überzeugen. Nicht beim ersten Mal des Hörens, zumindest, wenn man sich dem Jazz nicht verschrieben hat. Auch nicht beim zweiten, dritten oder vierten Mal. Doch plötzlich ist sie dann irgendwie da, diese Vertrautheit zu dem Stück, die einen plötzlich mitreißende Stellen erkennen lässt, die vorher noch nicht so dagewesen zu sein schienen. Wahrlich überraschend und faszinierend dieses Musikhören. Trotzdem bleibt die Scheibe eine eher schwer zugängliche, für Freunde der Hitradiosender wohl kaum erträglich. Und auch, wenn man der etwas experimentelleren Musik durchaus aufgeschlossen gegenübersteht, so werden hier doch Grenzen berührt und zum Teil sogar überschritten, die einen dann doch manchmal eher ratlos zurücklassen.

Fazit: Durchaus denkbar, dass sich „Birds Of Fire“ nur denen erschließt, die zumindest was mit Emerson, Lake and Palmer oder King Crimson anzufangen wissen. Allerdings stellt das Mahavishnu Orchestra nochmals eine deutliche Steigerung dieser Bands dar, wenn es um musikalische Experimentierfreude geht. Nun, Jazz-Freunde werden auf jeden Fall damit ihren Spaß haben. Die Musik ist nicht einfach, sie ist aggressiv und treibend, selten melodiös. Doch ist sie auch immer wieder mitreißend. Und wenn man ihr eine gewisse Reifezeit einräumt, kann sie auch als Ganzes begeistern. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Thousand Island Park, One Word, Sanctuary, Resolution



Mittwoch, 7. September 2016

Monks Of Doom – Meridian




Monks Of Doom – Meridian


Besetzung:

David Immerglück – guitar, mandolin, harmonica, organ, vocals
Victor Krummenacher – basses, organ, accordion, vocals
Greg Lisher – guitars, vocals
Chris Pedersen – drums, percussion, vocals


Gastmusiker:

Edwin DeShazo – backing vocals
Mike Marshall – violin


Label: Baited Breath


Erscheinungsdatum: 1991


Stil: Folk


Trackliste:

1. Cherry Blossom Baptism (6:17)
2. Riverbed (3:06)
3. Turn It On Himself (4:34)
4. Geode I (2:24)
5. Door To Success (4:11)
6. The Traveler (5:19)
7. Interlude (0:21)
8. Argentine Dilema (2:29)
9. The Better Angels Of Our Nature (3:20)
10. Going South (5:44)
11. Follow The Queen (2:34)
12. Hieroglyphic (3:02)
13. The Harbor Incident (4:41)
14. Miracle Mile (5:28)
15. Geode II (1:30)
16. Circassian Beauty (6:51)

Gesamtspieldauer: 1:01:58




Die „Monks Of Doom“ sind eine US-amerikanische Alternative Rock Band, die sich 1986 in Kalifornien gründete. Die Band formierte sich bereits insgesamt drei Mal und löste sich zwei Mal wieder auf. Seit dem Jahr 2003 spielen die vier Musiker wieder ohne Unterbrechung zusammen, seitdem gab es allerdings nur noch eine Veröffentlichung in Form eines Studio-Albums – und das war im Jahr 2006. Bei „Meridian“ handelt es sich um das dritte Studio-Album der Monks Of Doom, welches im Jahr 1991 auf dem Label Baited Breath veröffentlicht wurde. Die Monks Of Doom sind ein Nebenprodukt der Band Camper Van Beethoven, an der ebenfalls alle Musiker beteiligt sind.

Die Musik auf „Meridian“ ist relativ unspektakulär. Groß überraschend ist es nicht, dass der Erfolg der Monks Of Doom sich einigermaßen in Grenzen hielt und auch noch hält. Das liegt zum einen ganz sicher an der Qualität der Lieder, die einfach nicht dafür geschaffen sind, Hörerinnen und Hörer mitzureißen. Allerhöchstens ist das Durchschnitt, der sich phasenweise ganz nett anhören lässt – allerdings auch nicht immer. Solch Lieder wie „Riverbed“, „Hieroglyphic“ und „Circassian Beauty“ setzen jede Menge musikalische Toleranz bei den Konsumenten voraus. Dass die vier Musiker es auch besser können, beweisen sie mit Titeln wie „The Traveler“, „Going South“, „The Harbor Incident“ oder „Miracle Mile“, die zumindest noch einigermaßen interessant klingen, ohne dabei jedoch restlos überzeugen zu können.

Allerdings ist es nicht nur alleine die Qualität der Lieder, die „Meridian“ von den Monks Of Doom zu einer etwas zwiespältigen Angelegenheit werden lässt. Es ist auch die Qualität der Aufnahmen, die mitunter an die einer Schüler-Band erinnern, die ihren ersten Titel „live“ mit einem Mikrophon einzuspielen versuchen. Ganz deutlich wird das gleich beim ersten Titel „Cherry Blossom Baptism“, der noch ganz nett startet, dann mit dem einsetzenden Gesang allerdings so etwas von amateurhaft abgemischt klingt, dass man Absicht dahinter einfach nicht mehr vermuten mag. Dass die Musiker allerdings gute Aufnahmen tätigen können, beweist zumindest Gitarrist David Immerglück, der zeitweise sogar festes Mitglied bei den Counting Crows war.

Fazit: Manche Ansätze auf „Meridian“ von den Monks Of Doom klingen gar nicht mal so schlecht. Manche Stücke auf dieser Scheibe klingen allerdings qualitativ – in Bezug auf das Songwriting wie auf die Aufnahmequalität – schon sehr gewöhnungsbedürftig. Alternative Rock ist das durchaus. Allerdings ein nur selten überzeugender Alternative Rock. So bleibt leider nur die Feststellung, dass man nicht so viel verpasst, wenn einem die Musik auf „Meridian“ im Leben nie über den Weg lauft. Sechs Punkte.

Anspieltipps: The Traveler, Going South, The Harbor Incident, Miracle Mile



Dienstag, 6. September 2016

Peter Mulvey – Kitchen Radio




Peter Mulvey – Kitchen Radio


Besetzung:

Peter Mulvey – vocals, acoustic guitar


Gastmusiker:

Kris Delmhorst – vocals
David "Goody" Goodrich – guitar
Mike Piehl – drums
Anita Suhanin – vocals
Paul Cebar – vocals
Lou Ulrich – bass


Label: Signature Sounds


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Folk


Trackliste:

1. Road To Mallow (3:08)
2. Shirt (3:10)
3. 29 Cent Head (3:38)
4. Falling (3:48)
5. Charlie (3:09)
6. Denver, 6 A.M. (4:05)
7. Rise (3:15)
8. Bloomington (3:40)
9. Me & Albert (2:56)
10. You (4:08)
11. Thirty (3:37)
12. Toad (3:31)
13. Sad, Sad, Sad, Sad (And Faraway From Home) (2:48)

Gesamtspieldauer: 44:58




„Kitchen Radio“ nannte der US-amerikanisache Folk Sänger und Songwriter Peter Mulvey aus Milwaukee, Wisconsin sein sechstes Studio-Album. Veröffentlicht wurde die Scheibe im Jahr 2004 auf dem Musiklabel Signature Sounds. Zu hören gibt es darauf zu allermeist sanften und nachdenklichen Folk, Ausflüge in eher rockige Gefilde, wie beim Stück „29 Cent Head“, bilden da eher die Ausnahme.

Auf „Kitchen Radio“ findet man „November-Musik“. Sanft sind die Lieder des Peter Mulvey und sie klingen zum allergrößten Teil auch melancholisch bis traurig. Seine Stimme und die diese begleitende Gitarre, stehen dabei immer im Zentrum der Musik, die zumeist sehr melodiös klingt, ohne dabei jede Menge Ohrwürmer für die Hörerin beziehungsweise den Hörer parat zu haben. Es sind die Stimmungen, die Peter Mulvey zu erzeugen versteht, die diese Platte so einnehmend machen. Sanfte und eingängige Musik, um sich fallen zu lassen, den Tag ausklingen zu lassen, Musik zum Träumen.

Und genau da liegt auch die Stärke des Peter Mulvey. Solch Lieder wie „Road To Mallow“, „Falling“ oder „Me & Albert“ überzeugen gerade wegen ihre Sanftheit und Unaufgeregtheit. Diese Nummern scheinen auch mit jedem weiteren Male des Hörens noch zu wachsen, werden zu Vertrauten, zu Freunden, die einen an bestimmten Stellen, zu bestimmten Zeiten, gerne begleiten. Nicht jedes Lied auf „Kitchen Radio“ kann dabei allerdings gleich gut überzeugen, was logischerweise am eigenen Musikgeschmack liegt. Solch ein Titel wie „You“ klingt aber nun mal auch nicht ganz so eingängig. Doch ganz gleich, ob melodiös und eher weniger, die Atmosphäre, die hier transportiert wird, bleibt die gleiche, ruhige, entspannte. Ganz leise Country-Klänge sind auch immer wieder zu hören, stehen jedoch nie im Vordergrund.

Fazit: Für Freunde der sanften Folk Musik bestens geeignet. Viele der Lieder gehen gut ins Ohr. Zumeist ist die Stimmungen, auf diesem sechsten Album des Peter Mulvey, eine ruhige bis sanfte. Absolut herausstechende Titel finden sich zwar nicht auf „Kitchen Radio“, doch die Platte wirkt durchaus insgesamt. Man legt sie nach einem anstrengenden Tag auf, hört die Titel Eins bis Dreizehn durch und ist entweder eingeschlafen oder tiefenentspannt – auf jeden Fall beruhigt. Acht Punkte.

Anspieltipps: Road To Mallow, Falling, Me & Albert



Montag, 5. September 2016

Alannah Myles – Alannah Myles




Alannah Myles – Alannah Myles


Besetzung:

Alannah Myles – lead and backing vocals


Gastmusiker:

Kurt Schefter – guitars
David Tyson – keyboards, bass, backing vocals on "Still Got This Thing"
Steve Webster – bass on all songs except for "Black Velvet"
Jørn Andersen – drums
David Wipper – acoustic guitar, mandolin
John Johnson – saxophone
Rick Waychesko – trumpet
Michael Sloski – percussion
Roberto Bartolucci – guitar overdubs on "Just One Kiss" and "Lover of Mine"
Scott Humphrey – keyboard programming
Gary Craig – drums on "Who Loves You"
Lisa Dalbello – backing vocals on "Just One Kiss" and "Kick Start My Heart"
Peter Fredette – backing vocals on "Kick Start My Heart" "Rock This Joint" and "If You Want To"
Dean McTaggart – backing vocals on "Kick Start My Heart" and "Rock This Joint"
Jackie Richardson – backing vocals on "Still Got This Thing"
Christopher Ward – backing vocals on "Love Is" and "Still Got This Thing"


Label: Atlantic Records


Erscheinungsdatum: 1989


Stil: Pop Rock, Mainstream Rock, AOR


Trackliste:

1. Still Got This Thing (4:37)
2. Love Is (3:40)
3. Black Velvet (4:49)
4. Rock This Joint (4:02)
5. Lover Of Mine (4:42)
6. Kick Start My Heart (3:42)
7. If You Want To (4:13)
8. Just One Kiss (3:35)
9. Who Loves You (3:37)
10. Hurry Make Love (2:16)

Gesamtspieldauer: 39:17




„Alannah Myles“ heißt das selbstbetitelte Debut-Album der kanadischen Sängerin Alannah Myles. Veröffentlicht wurde die Platte im März des Jahres 1989 auf dem Label Atlantic Records. Die Scheibe enthält die Hitsingle „Black Velvet“, die weltweit die Charts eroberte und sicherlich ein Grund dafür war, dass die Platte so erfolgreich lief und sich weltweit über sechs Millionen Mal verkauft. Das war es allerdings auch fast schon mit dem Erfolg der Alannah Myles, denn die nachfolgenden Scheiben konnten – insgesamt wurden bisher sechs Studioalben veröffentlicht – bei weitem nicht mehr diese Verkaufszahlen erzielen, außerhalb Kanadas lief der Absatz eher schleppend, die späteren Veröffentlichungen wurden selbst in Kanada nicht mehr wahrgenommen.

Auf dem Debut-Album der Alannah Myles gibt es Mainstream Rock oder Adult Oriented Rock zu hören, der von diversen Songschreibern für Alannah Myles komponiert wurde. Nun, das Lied der Platte ist ganz klar die Nummer „Black Velvet“, welche durchaus auch einen gewissen Ohrwurmcharakter aufweist und selbst heutzutage noch, bald dreißig Jahre nach der Entstehung, immer wieder im Radio zu hören ist. Viel mehr Interessantes oder Hörenswertes lässt sich auf der Scheibe allerdings leider nicht mehr finden. Der ganze Rest der Platte ist Mainstream Rock, der eben nicht mehr diesen Wiedererkennungswert aufweist und einfach so durchläuft, etwas dahinplätschert, ohne auch nur den Hauch einer Spur zu hinterlassen. Manchmal klingt das Album fast so, als ob dieser eine Hit „Black Velvet“ eben gerade dagewesen wäre und man nun noch schnell ein paar weitere Lieder dazu komponieren musste, um die Platte voll zu bekommen.

Das wiederum bedeutet nichts Anderes als, dass sich auf der Scheibe zehn Lieder befinden, von denen eines wirklich gelungen ist und überzeugt, der Rest jedoch eher in Langeweile erstirbt. Und das gilt sowohl für die Musik selbst, als auch für die Texte. Die Musik auf „Alannah Myles“ von Alannah Myles nervt noch nicht einmal, aber sie langweilt eben.

Fazit: Alle diejenigen Musikhörerinnen und Musikhörer, die auf einfache und radiotaugliche Musik stehen, werden sicherlich auch mit dem Debut-Album der Alannah Myles ihre Freude haben. Diejenigen Hörerinnen und Hörer, die allerdings das Besondere in der Musik suchen, werden hier nicht fündig werden. Die Platte enthält ein Lied mit Ohrwurmcharakter, und zwar die Nummer „Black Velvet“. Das war es dann aber leider auch schon, der Rest ist eher zum Vergessen. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Black Velvet, Who Loves You



Sonntag, 4. September 2016

Muscadine – The Ballad Of Hope Nicholls




Muscadine – The Ballad Of Hope Nicholls


Besetzung (Ohne Instrumentenangabe):

Malcolm Walker
Benji Hughes
Stacey Leazer
Jonathan Wilson


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Sire Records


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1 Alice In Indieland (5:30)
2. Popsicles For Mummy (6:19)
3. Southern Belle (3:05)
4. Mon Petit Chou (2:11)
5. Analexis Dakota (4:06)
6. She Doesn't Want Me (2:41)
7. Saltwater Suntan (3:21)
8. Mr. Music (4:42)
9. Wind Up Doll (3:48)
10. Well (5:28)
11. Dignity (10:51)

Gesamtspieldauer: 52:06




Im Jahr 1995 gründeten die beiden Musiker Jonathan Wilson und Benji Hughes die Band Muscadine. Viel lässt sich über diese Formation nicht mehr herausfinden. „The Ballad Of Hope Nicholls“ war aber ihr erstes und wohl auch letztes Album und wurde im Jahr 1997 auf dem Label Sire Records veröffentlicht. Jonathan Wilson und Benji Hughes veröffentlichten nach ihrer Zeit mit Muscadine allerdings fleißig Solo-Alben.

Zu hören gibt es auf „The Ballad Of Hope Nicholls“ gut gemachten Gitarren-Rock, der im Bereich des Alternative Rock angesiedelt ist. Viele der Lieder gehen gut ins Ohr, am allerbesten dabei die sanfte Nummer „Well“, die auch längerfristig hängenbleibt und den Höhepunkt der Scheibe darstellt. Etwas experimentierfreudiger waren die vier Musiker beim letzten Stück, beim allerletzten, welches sich ziemlich zügig an „Dignity“ in Form eines Hidden Tracks anschließt. Die Pause zwischen beiden Nummern ist nicht sehr lange, nur wenige Sekunden und dann beginnt sie, die Kakophonie der schrägen Töne, die so gar nicht zum Rest der Platte passen will und sich deutlich von den eher melodischen Tönen absetzt.

Ansonsten sind die Lieder auf dem Album gut gemachte Stücke, die allerdings nicht allzu sehr aus dem Rahmen fallen. Mal klingt die Gitarre etwas schwerer, ein anderes Mal sind die Töne deutlich weicher gehalten. Melodiös und eingängig ist das fast immer, ohne dabei jedoch restlos zu überzeugen. Dazu sind die Lieder auf „The Ballad Of Hope Nicholls“ einfach zu sehr im Allgemeinen und Unspektakulären verwurzelt.

Fazit: Ein unaufgeregtes., mit ein paar Höhepunkten versehenes Album ist „The Ballad Of Hope Nicholls“ von Muscadine geworden. Freunde des Alternative Rock werden sicherlich Spaß an der Scheibe haben, die manchmal sehr überzeugt, manchmal allerdings einfach so an einem vorbeiläuft. Trotzdem, ganz sicher kein schlechtes Album. Neun Punkte.

Anspieltipps: Alice In Indieland, Well



Samstag, 3. September 2016

Muse – Black Holes And Revelations




Muse – Black Holes And Revelations


Besetzung:

Matthew Bellamy – lead vocals, lead and rhythm guitars, piano, synthesizers
Christopher Wolstenholme – bass, backing vocals, double bass on “Soldier's Poem”, some synthesizers on “Map Of The Problematique” and “Hoodoo”
Dominic Howard – drums, percussion, brief vocals and electronic drums on "Supermassive Black Hole", buchla 200e on “Take A Bow”


Gastmusiker:

Edoardo de Angelis – first violin on "Take a Bow", "City Of Delusion", "Hoodoo" and "Knights Of Cydonia"
Around Art – strings on "Take A Bow", "City Of Delusion", "Hoodoo" and "Knights Of Cydonia"
Marco Brioschi – trumpet on "City Of Delusion" and "Knights Of Cydonia"


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Take A Bow (4:35)
2. Starlight (3:59)
3. Supermassive Black Hole (3:29)
4. Map Of The Problematique (4:18)
5. Soldier's Poem (2:03)
6. Invincible (5:00)
7. Assassin (3:31)
8. Exo-Politics (3:53)
9. City Of Delusion (4:48)
10. Hoodoo (3:43)
11. Knights Of Cydonia (6:06)

Gesamtspieldauer: 45:31




„Black Holes And Revelations“ heißt das vierte Studioalbum der englischen Band Muse, bei der Sänger und Gitarrist Matt Bellamy einmal mehr für die Kompositionen inklusive der Texte zuständig war. Veröffentlicht wurde „Black Holes And Revelations“ im Juli 2006 auf dem Musiklabel von Warner Brothers und wurde von den Fans der Band überwiegend begeistert aufgenommen. Die Platte erreichte in Australien, Irland, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich den Spitzenplatz der Charts und konnte sich in fast allen westlichen Ländern in den Top Ten der jeweiligen Hitparaden platzieren.

Nun, was man auf der Scheibe zu hören bekommt, das ist Musik, die ganz eindeutig von Muse stammt, zu unverwechselbar sind einfach der Gesang des Matt Bellamy und mitunter auch mal das bombastische Element, welches der Musik der Engländer auch immer wieder mal anhaftet. Viele der Nummern auf „Black Holes And Revelations“ gehen durchaus ins Ohr, auch wenn man dafür sicherlich ein paar Durchläufe der Scheibe benötigt. Der Sound ist toll, wirklich gut abgemischt, jedem Instrument wird ein passender Auftritt zugestanden. Mal klingt die Musik indisch, mal mexikanisch, mal etwas orientalisch angehaucht. Viele musikalische Stile verwenden Muse auf „Black Holes And Revelations“, trotzdem bleibt das immer Rock, der mitunter richtiggehend mitreißend ist. Und beim kurzen Titel „Soldier's Poem“ klingt dann das Gesangsarrangement schon sehr nach Queen, denen hier wohl auch noch eine musikalische Reminiszenz gewidmet ist.

So weiß die Musik auf „Black Holes And Revelations“ durchaus zu überzeugen. Vor allem aber wohl, wenn man eingefleischter Muse-Fan ist. Die richtig herausragenden Lieder, die auf anderen Platten von Muse immer wieder vorhanden sind, fehlen hier nämlich. Trotzdem überzeugt das Album durchaus. Alles klingt, alles wirkt. Die Musik nähert sich oftmals durchaus dem etwas härteren Rock an, wirkt aufgrund des Gesangs und der eingesetzten Instrumente dann jedoch sehr viel weicher und sanfter.

Fazit: Wer Muse liebt wird auch dieses Album lieben. Die Band um Sänger, Gitarrist und Songschreiber Matthew Bellamy unternimmt hier keine Experimente. Der einmal von Muse eingeschlagene Weg wird konsequent fortgesetzt. Die Musik bewegt sich nahe des Hard Rock, ist dabei sehr melodiös und wirkt durch den Gesang ganz speziell. Sicherlich keine Mainstream-Musik. Spannend sind Muse irgendwie immer. Neun Punkte.

Anspieltipps: Take A Bow, Map Of The Problematique, Assassin



Freitag, 2. September 2016

Mother’s Finest – Live




Mother’s Finest – Live


Besetzung:

Joyce "Baby Jean" Kennedy – vocals
Mike Keck – keyboards
Gary "Moses Mo" Moore – guitar
Glenn "Doc" Murdock – vocals
Barry "B.B. Queen" Borden – drums
Jerry "Wyzard" Seay – bass


Label: Epic Records


Erscheinungsdatum: 1979


Stil: Rock, Funk Rock


Trackliste:

1. Somebody To Love (5:55)
2. Fire (4:10)
3. Mickey's Monkey (6:03)
4. Give You All The Love (6:30)
5. Baby Love (4:13)
6. Magic Carpet Ride (5:11)
7. Love Changes (5:21)
8. Watch My Stylin' (4:46)
9. Don't Wanna Come Back (3:28)
10. Can't Fight The Feeling (4:34)

Gesamtspieldauer: 50:13




Mother’s Finest sind mit die Pioniere des Funk Rock, die vor allen Dingen durch ihre Live-Auftritte, sowie ihre Live-Alben zu überzeugen wussten und wissen, denn die Bands ist bis heute noch aktiv. 1970 wurden Mother’s Finest in Atlanta, Georgia, gegründet und erlangten hierzulande vor allen Dingen durch einen Auftritt im Rahmen der Rockpalast Serie des WDR’s im Jahr 1978 ihren Bekanntheitsgrad. Das Album „Live“ entstand dann auf der Tour 1979 während verschiedener Auftritte im Januar und Februar, deren Örtlichkeiten nicht weiter angegeben sind.

In den frühen 80er Jahren durfte schließlich, die auf der Platte vorhandene Live-Version des Titels „Baby Love“, auf keiner Party fehlen, wenn man denn die anwesenden Gäste zum Tanzen bewegen wollte. Ganz gleich, ob man mit funkiger Musik etwas anzufangen weiß oder nicht, diese Mischung aus Funk und Rock, die sich auf „Live“ befindet, ist so etwas von energiegeladen und mitreißend, dass man sich ihr kaum entziehen kann.

Zwar gilt das nicht ausnahmslos und für jeden Titel des Albums, wenn man allerdings die hier enthaltende Version des Jefferson Airplane Klassikers „Somebody To Love“ hört, geht einem automatisch das Herz auf, so überzeugend und kraftvoll klingt diese Interpretation. Auch „Magic Carpet Ride“ ist eine, mit so viel Energie angefüllte Nummer, dass man kaum die Füße stillhalten kann. Und dann ist da natürlich noch das Meisterwerk von Mother’s Finest: „Baby Love“. Ein unfassbar dynamisches Lied, bei dem Joyce "Baby Jean" Kennedy wirklich alles aus ihrer Stimme herausholt und einfach nur begeistert. Es ist die Verbindung des Funks mit der in die Richtung Hard Rock tendierenden Musik, die alles so kraftvoll klingen lässt. Da gilt für jeden Titel auf der Scheibe, auch wenn nicht alle gleichermaßen zu überzeigen wissen. Zwar gehen die Nummern durchgehend in die Beine, nicht alle davon schaffen es jedoch hängenzubleiben – für richtige Funk-Rocker ist diese Platte allerdings die Offenbarung und ohne jegliche Hänger ausgestattet.

Fazit: Eine besondere Platte ist „Live“ von Mother Finest durchaus. Noch niemals vorher hatte es diese so energiegeladene Verbindung von Funk und Rock gegeben, die auch das Herz eines Rock-Fans höherschlagen lässt. Nicht alles darauf ist gleich gut gelungen, die Höhepunkte haben es jedoch in sich und sind auch viele, viele Jahre nach ihrer Entstehung noch sehr hörenswert. Neun Punkte.

Anspieltipps: Somebody To Love, Baby Love, Magic Carpet Ride



Donnerstag, 1. September 2016

Van Morrison – Pay The Devil




Van Morrison – Pay The Devil


Besetzung:

Van Morrison – acoustic guitar, vocals


Gastmusiker:

Crawford Bell – vocals
Trionagh Moore – vocals
Olwin Bell – vocals
Paul Godden – guitar, steel guitar
Mick Green – guitar
Karen Hamill – vocals
Bobby Irwin – drums
Ian Jennings – double bass
Bob Loveday – violin
Leon McCrum – vocals
Paul Riley – acoustic bass
Johnny Scott – guitar, vocals
Nicky Scott – electric bass
Fiachra Trench – vocals, string arrangements
Geraint Watkins – piano
Aine Whelan – vocals
Gavyn Wright – string section leader


Label: Polydor


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: Country


Trackliste:

CD:

1. There Stands The Glass (2:17)
2. Half As Much (2:35)
3. Things Have Gone To Pieces (3:10)
4. Big Blue Diamonds (2:56)
5. Playhouse (4:13)
6. Your Cheatin' Heart (2:32)
7. My Bucket's Got A Hole in It (2:22)
8. Back Street Affair (2:48)
9. Pay The Devil (3:02)
10. What Am I Living For? (3:56)
11. This Has Got To Stop (4:44)
12. Once A Day (2:51)
13. More And More (2:46)
14. 'Til I Gain Control Again (5:59)

Gesamtspieldauer: 46:18


DVD:

Aufgenommen im Ryman Auditorium am 7. März 2006

1. Playhouse (5:38)
2. 'Till I Gain Control Again (6:24)
3. Big Blue Diamonds (3:05)
4. This Has Got To Stop (4:25)
5. There Stands The Glass (3:01)

Spieldauer DVD: 22:33




„Pay The Devil“ heißt das bereits 32. Studio-Album des nordirischen Sängers und Songwriters Van Morrison. Diese wurde in diesem Jahr, 2016, sogar zum Ritter geschlagen, aufgrund seiner musikalischen Verdienste und jener, die er für den nordirischen Tourismus geleistet hat. Nun, „Van The Man“, wie er von seinen Fans auch genannt wird, hat mit „Pay The Devil“ allerdings ein Album vorgelegt, bei dem der Teufel durchaus seine Finger mit im Spiel gehabt haben könnte. Nomen est omen.

Auf dieser Scheibe sind elf Cover-Versionen vertreten, lediglich die Titel „Playhouse“, „Pay The Devil“ und „This Has Got To Stop“ stammen aus der Feder von Van Morrison selbst. Ansonsten sind die Komponisten US-amerikanische Country-Größen wie Hank Williams, Billy Wallace, Webb Pierce oder Rodney Crowell. Auf „Pay The Devil“ ist also nicht „so ein bisschen“ Country zu hören. Nein „Pay The Devil“ ist angefüllt mit Country Musik in Reinkultur. Und schon bin ich leider wieder einmal an einem Punkt angelangt, an dem ich die zu hörende Musik wohl nicht mehr ganz so würdigen kann, wie sie eigentlich gewürdigt werden sollte. Es ist schon so ein Kreuz mit dem eigenen Musikgeschmack.

Nun, ich mache es kurz. Die Musik ist grauenvoll – zumindest in meinen Ohren. Diese gezogenen Gitarrenklänge, diese unfassbar süßlich klingenden Hintergrundgesänge und dieser immer gleich klopfende Rhythmus, der sich so verdammt nach dem Herumtapsen irgendeines altersschwachen Pferdes anhört, all das ergibt eine Mischung, die kaum zu ertragen ist. Tut mir leid und ich entschuldige mich auch ganz lieb bei allen Country Fans. Asche auf mein Haupt. Es ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass man ansonsten als durchschnittlicher Mitteleuropäer sehr tapfer sein muss, wenn man dieses Werk ganz durchhören möchte. Die mitgelieferte DVD, worauf man fünf Titel eines Live-Konzertes sehen und hören kann, ist übrigens genauso schlimm.

Fazit: Auf „Pay The Devil“ gibt es Musik, die das Country-Fan-Herz höherschlagen lässt. Diese ist jedoch nicht – oder nur schwerlich dazu geeignet, einen Freund von Rock-Musik auch nur im Ansatz zu unterhalten. Ganz im Gegenteil, man nimmt Reißaus. Wie ein Pferd sein, Anlauf nehmen und über den Zaun gesprungen und dann ganz schnell der untergehenden Sonne entgegen, nur weg von hier. Ein Punkt.

Anspieltipps: 'Til I Gain Control Again



Mittwoch, 31. August 2016

Morrissey – Bona Drag




Morrissey – Bona Drag


Besetzung:

Morrissey – voice
Vini Reilly – guitar, keyboards
Craig Gannon – guitar
Kevin Armstrong – guitar
Stephen Street – keyboards, guitar, bass guitar
Andy Rourke – bass guitar
Matthew Seligman – bass guitar
Andrew Paresi – drums
Mike Joyce – drums


Gastmusiker:

Graham "Suggs" McPherson – additional vocals on "Piccadilly Palare"
Kirsty MacColl – backing vocals on "Interesting Drug"
Mary Margaret O'Hara – additional voice on "November Spawned A Monster"


Label: Sire


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Pop


Trackliste:

1. Piccadilly Palare (3:26)
2. Interesting Drug (3:27)
3. November Spawned A Monster (5:25)
4. Will Never Marry (2:22)
5. Such A Little Thing Makes Such A Big Difference (2:51)
6. Last Of The Famous International Playboys (3:37)
7. Ouija Board, Ouija Board (4:25)
8. Hairdresser On Fire (3:50)
9. Everyday Is Like Sunday (3:33)
10. He Knows I'd Love To See Him (3:08)
11. Yes I Am Blind (3:44)
12. Lucky Lisp (2:51)
13. Suedehead (3:54)
14. Disappointed (3:05)

Gesamtspieldauer: 49:46




Bei „Bona Drag“ handelt es sich um ein Kompilationsalbum, welches Morrissey im Oktober 1990 veröffentlichte. Darauf befinden sich Lieder aus der Anfangszeit seiner Karriere, die zumeist vorher noch auf keinem Album veröffentlicht worden waren. „Suedehead" und „Everyday Is Like Sunday" stammen allerdings vom ersten Solo-Album „Viva Hate“. Die Titel „The Last Of The Famous International Playboys", „Interesting Drug" und „Ouija Board, Ouija Board" waren im Laufe des Jahres 1989 als Singles veröffentlicht worden, wobei die erstgenannten beiden Stücke sogar die Top 10 der britischen Charts erreichten. Mehr neues Material hatte Morrissey jedoch noch nicht zusammen und beschloss so, diese Nummern zusammen mit zwei Liedern aus dem ersten Album, sowie B-Seiten als neue Platte zu veröffentlichen. Dies also die kurze „Inhaltsangabe“ zu der 1990er Veröffentlichung „Bona Drag“.

„Bona Drag“ ist dabei ein Album geworden, welches angefüllt wurde mit Gitarren-Pop, der nicht immer so ganz und hundertprozentig überzeugen kann. Mal gibt es ein paar Streicher mehr, mal wird auf diese Orchestrierung verzichtet. Immer klingen die Lieder dabei jedoch eingängig und irgendwie weich, allerdings nicht in der Art und Weise, dass man das Album öfters hört und einem danach die einzelnen Stücke immer noch im Ohr herumschwirren.

Gelungen sind – wie immer bei Morrissey – die Texte, die niemals 08/15-Ware darstellen und immer wieder zum Nachdenken anregen. Am Gelungensten klingen für mich auf „Bona Drag“ das traurig und warm klingende „Will Never Marry“, das sich daran anschließende „Such A Little Thing Makes Such A Big Difference“, welches nun richtiggehend fröhlich klingt. Schön hier auch die Textzeile „Most people keep their brains between their legs“. Und schließlich wäre da noch die Nummer „Yes I Am Blind“ zu erwähnen. Ein schönes und sanftes Lied, welches durchaus auch das Potential besitzt, etwas länger hängenzubleiben.

Fazit: Ein klein wenig hört man „Bona Drag“ schon an, dass sich darauf auch B-Seiten befinden. Dazu das zweite Solo-Album auch noch mit zwei Nummern des ersten Solo-Albums aufzufüllen, sorgt zumindest bei mir für einiges Stirnrunzeln. Zu hören gibt es auf „Bona Drag“ Pop-Musik, keineswegs der schlechten Sorte, jedoch auch nicht von besonders spektakulärer Art. Eine Scheibe für den eingefleischten Morrissey-Fan. Acht Punkte.

Anspieltipps: Will Never Marry, Such A Little Thing Makes Such A Big Difference, Yes I Am Blind



Dienstag, 30. August 2016

Marillion – The Thieving Magpie




Marillion – The Thieving Magpie


Besetzung:

Steve Rothery – guitar
Mark Kelly – keyboards
Fish – vocals
Pete Trewavas – bass, vocals
Ian Mosley – drums, percussion


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1988 (aufgenommen 1984, 1986, 1987)


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

CD1:

1. Intro: La Gazza Ladra (2:45)
2. Slàinte Mhath (4:49)
3. He Knows You Know (5:12)
4. Chelsea Monday (8:00)
5. Freaks (4:06)
6. Jigsaw (6:24)
7. Punch & Judy (3:23)
8. Sugar Mice (6:03)
9. Fugazi (8:39)
10. Script For A Jester's Tear (8:45)
11. Incommunicado (5:23)
12. White Russian (6:14)


CD2:

1. Pseudo Silk Kimono (2:19)
2. Kayleigh (3:52)
3. Lavender (2:27)
4. Bitter Suite (7:38)
5. Heart Of Lothian (5:12)
6. Waterhole (Expresso Bongo) (2:16)
7. Lords Of The Backstage (6:07)
8. Blind Curve (5:34)
9. Childhoods End? (2:48)
10. White Feather (4:22)

Gesamtspieldauer CD1 (1:09:47) und CD2 (42:40): 1:52:27




„The Thieving Magpie“ heißt das zweite Live-Album der britischen Progressive Rockband Marillion und wurde im Jahr 1988 auf dem Musik-Label EMI veröffentlicht. Benannt ist die Scheibe nach der Einführungsmusik, welche die Band zum Auftakt eines jeden Konzertes während ihrer „Clutching At Straws“-Tour gewählt hatte. Dies war die Ouvertüre der Oper „La Gazza Ladra“ von Rossini, welche eben auf Englisch „The Thieving Magpie" heißt. Im Deutschen ist es „Die Diebische Elster“.

Das Doppelalbum wurde kurz nach dem Ausstieg Fishs veröffentlicht, noch bevor Steve Hogarth seinen Platz eingenommen hat. Es sollte die Live-Musik der Band mit Fish abbilden. Dabei ergänzt die Scheibe das erste Live-Album Marillions „Real To Reel“, da hier andere Lieder zu hören sind, als auf diesem Vorgänger. Auch ist „The Thieving Magpie“ kein einzelnes Konzert, sondern eine Zusammenstellung von Liedern, die live eingespielt wurden, allerdings zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten. Die ursprüngliche Plattenausgabe unterscheidet sich von der später nachgeschobenen CD-Ausgabe, dass sich darauf nur die zweite Seite des live eingespielten Konzeptalbums „Misplaced Childhood“ aus dem Jahr 1985 befindet. Auf der CD-Ausgabe des Albums gibt es beide Seiten der Platte zu hören. Zudem hört man auf der Compact Disc Ausgabe auch noch der Titel „Freaks", der am 21. Juni 1986 live in Mannheim auf dem „Maimarktgelände" eingespielt wurde. Bei diesem Konzert spielte Marillion direkt vor Queen, die hier eines ihrer letzten Konzerte mit Freddie Mercury in Deutschland gaben – und Arndt und ich waren dabei.

Nun, die Musik der Band, im Zusammenspiel mit Fish, wurde auf diesen Seien schon bei den entsprechenden Studio-Alben besprochen. Steht man auf Progressive Rock, der sehr melodisch ist und sofort ins Ohr geht, dann kommt man an Marillion in den 80er Jahren nicht vorbei. Zudem gibt die Platte auch einen ganz guten Überblick über die Entwicklung der Band, die ihre besten Platten ganz klar mit den beiden ersten Scheiben hatte, dann durchaus etwas kommerzieller klang und natürlich damit auch noch erfolgreicher wurde – oder vielleicht sogar erst so richtig erfolgreich wurde.

Von daher ist dieses Doppelalbum durchaus gelungen, allerdings nicht mehr ganz so überzeugend, wie es noch „Real To Reel“ war. „Misplaced Childhood“ wird hier wirklich 1:1, wie im Studio, eingespielt. Den Unterschied merkt man daran, dass zwischen den einzelnen Titeln Applaus zu hören ist. Ansonsten klingt es fast gleich wie das Studio-Album. Das bedeutet allerdings auch, dass die Qualität der Aufnahme sehr gut ist, diese hat wahrlich fast Studioqualität.

Fazit: Um einen Überblick über die Musik von Marillion in den 80er Jahren, die zusammen mit Sänger Fish entstand, zu erhalten, dazu eignet sich „The Thieving Magpie“ allerbestens. Auch klang die Musik der Band zur damaligen Zeit deutlich weniger kommerziell, als wie sie später noch werden sollte, obwohl die Grundlagen dafür bereits auf den letzten beiden „Fish-Platten“ schon deutlich zu hören sind. Trotzdem macht „The Thieving Magpie“ Spaß. Gut gemachter Neo-Progressive Rock eben. Elf Punkte.

Anspieltipps: Vor allem CD1



Montag, 29. August 2016

Marilyn Manson – Mechanical Animals




Marilyn Manson – Mechanical Animals


Besetzung:

Marilyn Manson – vocals, vocoder, electric drums and syncussion, synthesizer, guitar, piano
Zim Zum – guitar, synth-guitar
Twiggy Ramirez – bass, guitar, synth-bass, noises
Ginger Fish – drums, electric drums
M.W. Gacy – keyboards, piano, mellotron, shaker, electric percussion, sampler, synth-bass, electric drums


Gastmusiker:

Dave Navarro – guitar on "I Don't Like The Drugs (But The Drugs Like Me)"
Danny Saber – keyboards, clavinet, strings, programming
Rose McGowan – vocals on "Posthuman"
Alexandra Brown – background vocals on "I Don't Like The Drugs (But The Drugs Like Me)"
Lynn Davis – background vocals on "I Don't Like The Drugs (But The Drugs Like Me)"
Dyanna Lauren – "pornography" on "New Model No.15"
John West – background vocals on "I Don't Like The Drugs (But The Drugs Like Me)"


Label: Interscope Records


Erscheinungsdatum: 1998


Stil: Rock


Trackliste:

1. Great Big White World (5:01)
2. The Dope Show (3:46)
3. Mechanical Animals (4:33)
4. Rock Is Dead (3:09)
5. Disassociative (4:50)
6. The Speed Of Pain (5:30)
7. Posthuman (4:17)
8. I Want To Disappear (2:56)
9. I Don't Like The Drugs (But The Drugs Like Me) (5:03)
10. New Model No. 15 (3:40)
11. User Friendly (4:17)
12. Fundamentally Loathsome (4:49)
13. The Last Day On Earth (5:01)
14. Coma White (5:38)

Gesamtspieldauer: 1:02:37




„Mechanical Animals“ heißt das dritte Studioalbum der US-amerikanischen Rock Band Marilyn Manson. Veröffentlicht wurde es im September des Jahres 1998 auf dem Label Interscope Records. Wie das Vorgänger-Album, „Antichrist Superstar“, sowie die Nachfolge-Platte „Holy Wood (In The Shadow Of The Valley Of Death)“, so ist auch „Mechanical Animals“ ein Konzeptalbum und als solches ebenfalls Teil einer Trilogie mit den anderen beiden, bereits genannten Werken.

Die Musik darauf erreicht zwar nicht ganz die Klasse des Nachfolgers „Holy Wood (In The Shadow Of The Valley Of Death)“, überzeugt jedoch mehr, als die des Vorgängers „Antichrist Superstar“, was ganz eindeutig an der der Melodiösität der einzelnen Nummern liegt. Diese schaffen es durchaus, sich auch längerfristig festzusetzen. Gerade gegen Ende des Albums, häufen sich sogar die Lieder die ganz – oder zumindest teilweise Stellen aufweisen – die perfekt ins Ohr gehen und dort auch verbleiben. Die Texte sind dabei sicherlich nicht ganz jugendfrei, Hauptthema der Scheibe sind Drogen, die oftmals eine ganz zentrale Rolle im Leben einnehmen. Von einer Verherrlichung derselben kann hier jedoch ganz sicher nicht gesprochen werden, eher das Gegenteil ist der Fall. Aber wer weiß schon, was bei manchem, während des Hörens der einzelnen Stücke, im Kopf vorgeht?

Es wird weit weniger geschrien, als noch auf „Antichrist Superstar“ und solch ein eingängiges Lied wie „Coma White“ findet man dort sowieso nicht. Dieses Lied startet sanft und gemäßigt und entwickelt sich dann zum überzeugenden Rocker. Thema sind dabei natürlich wieder die Drogen. Auch die beiden Nummern davor sind ähnlich aufgebaut. Ein zunächst etwas verhaltenes Lied steigert sich langsam. Dabei bestechen auch diese beiden Stücke durch sehr viel Eingängigkeit, wissen genau damit zu überzeugen. Die Platte klingt allgemein sehr viel melodiöser als noch „Antichrist Superstar“. Ob das wohl auf eine Veränderung in der Besetzung der Band zurückzuführen ist? Daisy Berkowitz hatte Marilyn Manson verlassen und war durch Zim Zum, alias Timothy Michael Linton ersetzt worden, der sich auch in den Entstehungsprozess der Titel mit einbrachte.

Fazit: „Mechanical Animals“ ist eine gute Rock Platte geworden. Die Musik wird nicht bis zum Exzess gesteigert, wirkt bestimmt nicht zu hart und ist doch „harter“ Rock. Die Lieder wurden alle mit Melodien ausgestattet, die ins Ohr gehen und dort zu verbleiben verstehen. Und selbstverständlich wächst auch dieses Album mit jeder Umdrehung, die es vollführt – ohne dass man sich dabei zu schnell an dem Gehörten überhört. Wenn man dann noch die Stimme des Marilyn Manson, der hier lediglich am Entstehungsprozess zweier Titel beteiligt war, mag, dann steht dem Hörgenuss gar nichts mehr im Wege. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Fundamentally Loathsome, The Last Day On Earth, Coma White



Sonntag, 28. August 2016

Stereophonics – Keep Calm And Carry On




Stereophonics – Keep Calm And Carry On


Besetzung:

Kelly Jones – lead vocalist, guitar
Richard Jones – bass
Adam Zindani – guitar, backing vocals
Javier Weyler – drums


Gastmusiker:

Niel Cowley – piano, wurlitzer, organ on track 2, 3, 4, 12
Jim Abbiss – piano, percussion on track 1, piano on track 2, organ on track 3, 4, 5, synthesizer on track 3, vibraphone on track 5
Arnulf Lindner – cello on track 12


Label: Mercury Records


Erscheinungsdatum: 2009


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. She's Alright (3:27)
2. Innocent (3:41)
3. Beerbottle (3:54)
4. Trouble (3:04)
5. Could You Be The One? (3:52)
6. I Got Your Number (3:22)
7. Uppercut (4:16)
8. Live 'n' Love (3:45)
9. 100mph (4:15)
10. Wonder (3:44)
11. Stuck In A Rut (3:07)
12. Show Me How (4:42)

Gesamtspieldauer: 45:07




„Keep Calm And Carry On“ nannten die Musiker der walisischen Rockband Stereophonics ihr siebtes Studio-Album, welches im Jahr 2009 auf dem Label Mercury Records erschienen ist. Die Band war im Laufe der Jahre immer bekannter geworden und machte mit „Keep Calm And Carry On“ einen weiteren Schritt hin, zum doch einigermaßen massentauglichen Rock bis Pop. Die Lieder sind dabei jedoch keine 05/15-Nummern, geben dabei allerdings durchaus sehr schnell ins Ohr.

Somit ist „Keep Calm And Carry On“ eine Scheibe geworden, die keine lange Anlaufzeit benötigt, um sich im Ohr der Hörerin und des Hörers festzusetzen. Die Melodien der einzelnen Lieder sind eingängig, bleiben dabei oft schon beim ersten Male des Hörens hängen. Eine dieser Nummern ist zum Beispiel das Lied „Beerbottle“. Dieses überzeugt sehr schnell und zwar nicht nur durch die sehr melodiöse und eingängige Melodie, sondern auch durch einen guten und lohnenswerten Text. Sehr, sehr schade – und das muss an dieser Stelle einfach angemerkt werden – ist dabei jedoch die Rhythmusfraktion geraten. Warum bei diesem tollen Titel ein Drum-Computer, der auch wirklich sehr synthetisch klingt, zum Einsatz kommen muss, das weiß wohl nur die Band alleine. Trotzdem bleibt das Lied ein gutes Lied. Dieser Drum-Computer findet glücklicherweise auf „Keep Calm And Carry On“ nur noch wenige weitere Betätigungsfelder.

Schön gelungen auch das sehr nachdenkliche „Could You Be The One?“, ebenso ein Lied, welches schnell, wenn nicht sofort ins Ohr geht. Das gilt auch für „100mph“, für mich mit einer der Höhepunkte auf dieser gelungenen Scheibe. Bei dieser Nummer kommt auch wieder sehr schön der Gesang des Kelly Jones zum Tragen, der einmal mehr alle Lieder in Eigenregie schrieb und auch die Texte dazu verfasste. Die Stimme des Kelly Jones klingt immer dann am Überzeugendsten, wenn er beziehungsweise sie so herrlich sehnsüchtig klingt. Genau dann wirkt dieses rauchzarte Timbre in seiner Stimme am besten. Für mich sind die drei genannten Lieder die Höhepunkte auf „Keep Calm And Carry On“, was jemand anderes wieder ganz anders sehen kann und vielleicht auch wird. Das wiederum liegt daran, dass die einzelnen Stücke alle ihre Qualität haben und die eigenen Höhepunkte ganz im und am eigenen Ohr liegen.

Fazit: Eine Mischung aus Alternative Rock mit ein paar poppigen Einsprengseln gibt es auf „Keep Calm And Carry On“ zu hören. Zum einen ist dies eine Platte, die zwar schon beim ersten Mal des Hörens gefällt, wenn Alternative Rock zum eigenen, musikalischen „Beuteschema“ gehört, andererseits wächst die Scheibe trotzdem noch mit jedem weiteren Durchgang. Die Musik wird auf „Keep Calm And Carry On“ nicht neu erfunden und es ist auch nicht die beste Scheibe der Stereophonics, trotzdem macht das Album Spaß und klingt sich kurzweilig. Neun Punkte.

Anspieltipps: Beerbottle, Could You Be The One?, 100mph



Samstag, 27. August 2016

Oasis – Don't Believe The Truth




Oasis – Don't Believe The Truth


Besetzung:

Liam Gallagher – lead vocals, tambourine
Noel Gallagher – lead guitar, lead and backing vocals, bass guitar
Andy Bell – bass guitar, lead guitar, acoustic guitar
Gem Archer – rhythm guitar, bass guitar, keyboards, harmonica, backing vocals (track 6)
Zak Starkey – drums and percussion, handclaps


Gastmusiker:

Lenny Castro – percussion (track 7)
Martin Duffy – piano (track 4)
Terry Kirkbride – drums and percussion (track 2)
Henry Phillpotts – mixing assistant (track 2)
Paul 'Strangeboy' Stacey – mixing (track 2), piano and mellotron (track 11)


Label: Epic Records


Erscheinungsdatum: 2005


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Turn Up The Sun (3:59)
2. Mucky Fingers (3:55)
3. Lyla (5:10)
4. Love Like A Bomb (2:52)
5. The Importance Of Being Idle (3:39)
6. The Meaning Of Soul (1:42)
7. Guess God Thinks I'm Abel (3:24)
8. Part Of The Queue (3:48)
9. Keep The Dream Alive (5:45)
10. A Bell Will Ring (3:07)
11. Let There Be Love (5:31)

Gesamtspieldauer: 42:59




„Don't Believe The Truth“ ist das sechste Studio-Album der englischen Alternative Rock Band Oasis und erschien am 30. Mai im Jahr 2005, wie schon der Vorgänger „Heathen Chemistry“, auf dem Label Epic Records. „Don't Believe The Truth“ war verkaufstechnisch auch wieder deutlich erfolgreicher als die beiden vorherigen Alben von Oasis. „Lyla“, „The Importance Of Being Idle“ sowie „Let There Be Love“ hießen die drei ausgekoppelten Singles, wobei die ersten beiden bis auf Platz 1 der britischen Charts kletterten – genau wie das Album selbst, welches in Deutschland immerhin auch Platz 2 der Charts belegte.

Erneut ist diese Platte eine für Oasis unverwechselbare geworden. Und wieder liegt das nicht nur am Gesang des Liam Gallagher, sondern am Gesamtsound des Albums, denn auch sein Bruder und Gitarrist Noel übernahm einige Gesangsparts. Die einzelnen Lieder wirken musikalisch nach und gehen ins Ohr – und das wahrlich ohne Ausnahme. Dazu wartet ein absoluter Höhepunkt mit dem Stück „The Importance Of Being Idle“ auf die Hörerin beziehungsweise den Hörer. Ein Lied, welches mit einem stampfenden Rhythmus beginnt, sofort ins Ohr geht und auch vom Gesang lebt, den dieses Mal Gitarrist und Songschreiber Noel Gallagher selbst beisteuert. Das Lied startete sogleich als Nummer 1 der britischen Single-Charts, dadurch schaffte es die Band erstmals, zwei Nummer 1 Hits in einem Jahr zu platzieren, da die vorherige Singleauskopplung „Lyla“ ebenfalls bis auf Platz 1 kletterte. Gleichzeitig war „The Importance Of Being Idle“ der letzte Nummer 1 Hit der Band, bis zu deren Auflösung im Jahr 2009. In einem Interview mit dem Q Magazine gab Noel Gallagher mal zu Protokoll, dass das Lied für ihn, auf das Gitarrenspiel bezogen, wie eine Mischung aus der Musik der Bands The Kinks und The La’s klingen würde und die darin ausgedrückte Stimmung nahe der des Titels „Sunny Afternoon“ von den Kinks wäre. Da kann man ihm beim Hören des Stücks durchaus beipflichten. Zudem meinte er, dass er zu dem Text durch seine eigene Faulheit inspiriert worden wäre. Die Umsetzung des Ganzen im Video ist dabei durchaus witzig gelungen und sehr sehenswert.

Neben diesem Titel sind allerdings noch mehrere Lieder enthalten, die alle in die Richtung „Ohrwurm“ tendieren. Sei es der Opener „Turn Up The Sun“, welchen Bassist Andy Bell beisteuerte, das ebenfalls überragende und mitreißende „Part Of The Queue“ oder der ruhige und entspannte Abschlusstitel „Let There Be Love“. Allesamt sehr eingängige und melodiöse Nummern, die hängenbleiben, angesiedelt meist in der rockigen Ecke, jedoch durchaus auch mit poppigen Einsprengseln ausgestattet. Einen Ausfall gibt es auf „Don't Believe The Truth“ glücklicherweise unter den restlichen Nummern auch nicht zu beklagen, sodass dem Hörerlebnis im Grunde genommen nichts im Wege steht.

Fazit: „Don't Believe The Truth“ von Oasis ist eine sehr überzeugende Scheibe geworden, die neben rockigen auch die poppigen Töne nicht ganz vergisst. Die Scheibe enthält mit „The Importance Of Being Idle“ einen richtigen Ohrwurm, wobei man das auch von anderen Nummern auf der Platte behaupten kann. Mit „Don't Believe The Truth“ haben Oasis nochmals einen Höhepunkt in ihrer Kariere gesetzt. Elf Punkte.

Anspieltipps: Turn Up The Sun, The Importance Of Being Idle, Part Of The Queue, Let There Be Love