Samstag, 4. August 2018

The Yardbirds – Little Games




The Yardbirds – Little Games


Besetzung:

Keith Relf – vocals, harmonica, percussion
Jimmy Page – guitars
Chris Dreja – bass guitar on all songs except where indicated, backing vocals
Jim McCarty – drums, percussion, backing vocals


Gastmusiker:

Clem Cattini – drums on “Ten Little Indians” and “Goodnight Sweet Josephine”
Bobby Gregg – drums on “Little Games”
Nicky Hopkins – keyboards on “Goodnight Sweet Josephine”
John Paul Jones – bass guitar on “Goodnight Sweet Josephine” and “No Excess Baggage”, bass and cello arrangement on “Little Games”, bass and orchestral arrangement on “Ten Little Indians”
Chris Karan – tabla on “White Summer”
Joe Macho – bass on “Ha Ha Said the Clown”
Rick Nielsen – organ on “Ha Ha Said the Clown”
Ian Stewart – piano on “Drinking Muddy Water”
Dougie Wright – drums on “Little Games”
Unidentified – oboe on “White Summer”


Label: Parlophone


Erscheinungsdatum: 1967


Stil: Psychedelic Rock


Trackliste:

1. Little Games (2:28)
2. Smile On Me (3:16)
3. White Summer (3:56)
4. Tinker, Tailor, Soldier, Sailor (2:49)
5. Glimpses (4:24)
6. Drinking Muddy Water (2:53)
7. No Excess Baggage (2:32)
8. Stealing Stealing (2:24)
9. Only The Black Rose (2:52)
10. Little Soldier Boy (2:39)

Gesamtspieldauer: 30:17




„Little Games“ heißt das fünfte Studioalbum der englischen Psychedelic Rock Band The Yardbirds. Die Platte erschien im Jahr 1967 und sollte bis zum Jahr 2003 auch die letzte Studio-Veröffentlichung der Band bleiben. Nach „Little Games“ war erst mal Schluss mit den Yardbirds und Keith Relf sollte bald die Progressive Rock Formation Renaissance gründen, Jimmy Page die Band Led Zeppelin. Wenn man bedenkt, was für bahnbrechende Musik diese Musiker noch veröffentlichen würden, so fällt die Betrachtung von „Little Games“ umso ernüchternder aus.

Auf dem Album hört man hauptsächlich 60ies Pop, etwas rockig angehaucht. Die Lieder gehen dabei weder ins Ohr noch wissen sie sonst irgendwie zu überzeugen. Sehr viel mehr klingt die Scheibe langweilig und fast schon belanglos. Warum die Yardbirds unter dem Label „Psychedelic Rock“ eingruppiert werden, erschließt sich einem beim Anhören von „Little Games“ auch in kaum einem Takt oder Akkord. Die sanften, diesbezüglichen Annäherungen sind rar gesät und klingen dabei alles andere als innovativ. Die Platte rauscht durch, ohne Spuren zu hinterlassen – auch noch nicht nach mehreren Durchläufen.

Selbst das Ausmachen und Benennen von Höhepunkten fällt auf der Scheibe schwer. Um dem doch zumindest etwas Rechnung zu tragen, seien hier der Opener und gleichzeitig das Titellied „Little Games“ erwähnt. Dann die ganz nette Instrumentalnummer „White Summer“. Das rockige und etwas indisch angehauchte Lied „Glimpses“ sowie das nach Sehnsucht klingende „Only The Black Rose“. Diese Titel mögen auf diesem Album Höhepunkte sein, würden auf anderen Scheiben jedoch unter „ferner liefen“ firmieren.

Fazit: Vor allen Dingen 60ies Pop bekommt man auf „Little Games“ von den Yardbirds geboten. Zu allermeist ist die Musik der Band eher langweilig denn begeisternd. Jimmy Page und Keith Relf sind an der Scheibe beteiligt, schaffen es jedoch nicht, ihre in der Zukunft vorhandenen wunderschönen Ideen schon auf diesem Album umzusetzen. Psychedelisch klingt hier nicht viel, doch das Albumcover ist schön farbenfroh gehalten. Das war es dann aber auch schon. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Little Games, White Summer, Glimpses, Only The Black Rose



Freitag, 3. August 2018

Joshua Kadison – Painted Desert Serenade




Joshua Kadison – Painted Desert Serenade


Besetzung:

Joshua Kadison – piano, lead vocals


Gastmusiker:

Mark Cresswell – guitar
Tim Pierce – guitar
Tim Renwick – guitar
Dave "Clem" Clempson – acoustic, electric & twelve-string guitars, mandolin
Paul Jones – harmonica
Phil Parlapiano – accordion
Rod Argent – keyboards & hammond organ, backing vocals
Jeffrey "CJ" Vanston – hammond organ
John Giblin – bass guitar
Chris Laurence – bass guitar
John Pierce – bass guitar
Denny Fongheiser – drums
Ian Thomas – drums
Neal Wilkinson – drums
Martin Ditcham – percussion
Frank Ricotti – congas & percussion
Peter Van Hooke – piano, drums, percussion
Mark Berrow – violin
Ben Cruft – violin
Roger Garland – violin
Wilfred Gibson – violin
Roy Gillard – violin
Tim Good – violin
Rita Manning – violin
Peter Oxer – violin
Bill Penham – violin
Barry Wilde – violin
David Woodcock – violin
Gavyn Wright – violin
Stephen Tees – viola
Robert Smissen – viola
George Robertson – viola
Andrew Parker – viola
Susie Hansen – viola
Paul Kegg – cello
Ben Kennard – cello
Helen Liebmann – cello
Roger Smith – cello
Frank Morgan, Richard Morgan: oboe
Rosemary Butler – backing vocals
Gene Miller – backing vocals
Tessa Niles – backing vocals
Sherwood Ball – choir & chorus vocals
Adele Bertei – choir & chorus vocals
Carmen Carter – choir & chorus vocals
Lance Ellington – choir & chorus vocals
Kathy Hazzard – choir & chorus vocals
David Lasley – choir & chorus vocals
Valerie Mayo – choir & chorus vocals
Arnold McCuller – choir & chorus vocals
Joseph Powell – choir & chorus vocals
Ian Shaw – choir & chorus vocals
Helen Terry – choir & chorus vocals
Ruby Turner – choir & chorus vocals
Carmen Twillie – choir & chorus vocals
Fred White – choir & chorus vocals


Label: Capitol Records


Erscheinungsdatum: 1993


Stil: Soft Rock


Trackliste:

1. Jessie (5:19)
2. Painted Desert Serenade (2:56)
3. Beau’s All Night Radio Love Line (4:26)
4. Invisible Man (4:58)
5. Mama’s Arms (3:00)
6. Beautiful In My Eyes (4:09)
7. Picture Postcards from LA (4:34)
8. When A Woman Cries (3:31)
9. Georgia Rain (4:03)

Gesamtspieldauer: 36:59




„Painted Desert Serenade“ heißt das Debut-Album des US-amerikanischen Sängers und Pianisten Joshua Kadison. Veröffentlicht wurde die Scheibe am 18. Mai 1993 auf dem Plattenlabel SBK Records, einer Tochter der Capitol Records, die ihrerseits Teil der Universal Music Group ist, welche schließlich zum größten französischen Medienkonzern Vivendi gehört. Zwei Singles wurden aus „Painted Desert Serenade“ ausgekoppelt. „Jessie“ und „Beautiful In My Eyes“ heißen diese, wobei der Titel „Jessie“ wohl auch das bekannteste Lied des Joshua Kadison darstellt. Die letzte Veröffentlichung eines Studio-Albums des US-amerikanischen Musikers erfolgte im Jahr 2006.

Ein wenig erinnert die Musik von Joshua Kadison an jede des Billy Joel, ohne allerdings dessen Eingängigkeit und Melodiösität zu erreichen. Zum einen liegt diese musikalische Nähe an der Instrumentierung der Lieder mit sehr viel Piano, zum anderen sicher auch an der Stimme des Joshua Kadison, die durchaus leicht an jene des Billy Joel erinnert. Die Lieder auf „Painted Desert Serenade“ klingen poppig, immer sanft und manchmal auch etwas getragener. Fröhlichkeit kommt hier beim Hören der einzelnen Stücke eher nicht auf, vielmehr transportiert Joshua Kadison mit seinen Titeln das Gefühl der Nachdenklichkeit bis hin zur Melancholie.

Die Lieder klingen in ihren in Moll gehaltenen Strukturen ganz nett, ohne dabei jedoch allzu sehr zu überzeugen. Auch klingt das alles sehr ähnlich, ein gewisser Wiedererkennungswert der einzelnen Titel fehlt hier leider völlig. Trotz dieser Sanftheit und auch vorhandenen Intensität schafft man es kaum, tiefer in diese Musik einzutauchen, dazu sind die einzelnen Melodien einfach nicht einprägsam oder aber spannend genug. Höhepunkte des Albums sind der bekannteste Titel „Jessie“ sowie das wahrlich getragene und bereits etwas zu süßliche Nummer „Mama’s Arms“. Viel Unterschied besteht der Ehrlichkeit halber jedoch auch nicht zu den restlichen sieben Titeln, sie ähneln sich sehr.

Fazit: Eine sanfte und getragene, sehr Piano-dominierte Scheibe hat Joshua Kadison mit seinem Debut-Album „Painted Desert Serenade“ vorgelegt. Allzu interessant ist das alles jedoch leider nicht, obwohl die Musik wahrlich nicht „schmerzt“. Die ganz großen, einprägsamen Melodien oder auch Ideen, die hat Joshua Kadison leider nicht gefunden, sodass die Platte mehr oder weniger durchläuft, ohne dabei irgendwelche Aufmerksamkeit zu erregen. Es gibt Schlimmeres, musikalisch gesehen, jedoch auch viel, viel bessere Musik. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Jessie



Donnerstag, 2. August 2018

Regina Spektor – Begin To Hope




Regina Spektor – Begin To Hope


Besetzung:

Regina Spektor – piano, vocals, guitar, percussion


Gastmusiker:

Nick Valensi – guitar on “Better”
David Kahne – bass on “Better”
Zhao Gang – erhu on “Field Below”
Ralph U. Williams – saxophone on “Lady”
Shawn Pelton – drums on “Fidelity”, “Better”, “On The Radio”, “Hotel Song”, “Après Moi” & “That Time”


Label: Sire Records


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: Independent Pop


Trackliste:

1. Fidelity (3:47)
2. Better (3:22)
3. Samson (3:11)
4. On The Radio (3:22)
5. Field Below (5:18)
6. Hotel Song (3:29)
7. Après Moi (5:08)
8. 20 Years Of Snow (3:31)
9. That Time (2:39)
10. Edit (4:53)
11. Lady (4:45)
12. Summer In The City (3:50)

Gesamtspieldauer: 47:20



„Begin To Hope“ heißt das vierte Studioalbum der amerikanischen Singer-Songwriterin Regina Spektor. Es wurde am 13. Juni 2006 auf dem Plattenlabel Sire Records veröffentlicht. Das Album debütierte in den USA auf Platz 70 der Billboard 200 und kletterte nicht zuletzt aufgrund der Popularität der Single „Fidelity“ bis auf Platz 20 der Charts. Das Rolling Stone Magazine erwähnt „Begin To Hope“ als das 21. beste Album des Jahres 2006.

Zu hören gibt es auf „Begin To Hope“ einmal mehr eine zumeist sanfte Mischung aus Piano-dominierten Titeln, zu denen Regina Spektor ihren abwechslungsreichen Gesang hinzusteuert. Nur selten klingt es dabei etwas rockiger, wie beim Titel „Better“. Der Großteil der Stücke ist ruhig und sanft gehalten, von einer gewissen Melancholie bis Nachdenklichkeit getragen. Kleinere musikalische Experimente, wie sie noch auf dem Vorgängeralbum „Soviet Kitsch“ zu hören waren, fehlen dieses Mal völlig. Alle Stücke klingen eingängig und gehen ins Ohr. Auch wenn kein einzelner Titel sehr weit oder besonders heraussticht, so ist es das Gesamthörerlebnis, welches hier überzeugt und am Abend einen Tag entspannt ausklingen lässt.

Die Höhepunkte auf „Begin To Hope“ heißen „Fidelity“, „On The Radio“ und „Après Moi“. Erstgenannter Titel ist gleichzeitig mit eines der bekanntesten Stücke der gebürtigen Russin, verfügt über eine Melodie mit Wiedererkennungswert und geht ins Ohr. Das gilt ebenfalls für die Nummer „On The Radio“. „Après Moi“ singt Regina Spektor zum Teil in Russisch ein und dieses Lied hinterlässt den längsten und nachhallendsten Eindruck. Das Highlight auf dem Album, welches insgesamt sehr ausgewogen klingt und keinerlei Ausfälle aufweist.

Fazit: Eine schönes und entspanntes Pop-Album ist „Begin To Hope“ von Regina Spektor geworden. Zumeist sanfte Klänge sind darauf zu hören, welche schnell ins Ohr gehen. Alle Lieder sind sehr melodisch gehalten und gehen ins Ohr. Dazu gibt es ein paar Höhepunkte und keinen Titel, der überhaupt nicht wirkt. Eine Platte zum Entspannen und Herunterkommen. Neun Punkte.

Anspieltipps: Fidelity, On The Radio, Après Moi



Mittwoch, 1. August 2018

Richard Marx – Paid Vacation




Richard Marx – Paid Vacation


Besetzung:

Richard Marx – lead vocals, backing vocals (1, 3-6, 8-11), arrangements (1-5, 8, 10, 11, 12), horn arrangement (1), keyboards (2, 8), acoustic guitars (4), "ooh" vocals (5), additional keyboards (6), finger snaps (9), piano (10, 13)


Gastmusiker:

Tony Baird – drums (4)
Max Carl – backing vocals (5, 11)
Bill Champlin – organ (1, 11, 12), backing vocals (5, 11), bgv arrangement (11)
Luis Conte – percussion (3)
Nathan East – bass (7)
Mike Egizi – keyboards (13)
Bruce Gaitsch – arrangements (1, 2), guitars (1, 2, 3, 6, 8-12), acoustic guitar (7), mandolin (7)
Ross Garfield – finger snaps (9)
Vince Gill – backing vocals (10)
Myron Grombacher – drums (13)
Steve Grove – saxophone (1, 5)
David Innis – organ (4)
Randy Jackson – bass (2, 3, 5, 6, 9, 10, 11, 13), finger snaps (9)
Felix Krish – bass (4)
Russ Kunkel – drums (3)
John „Juke“ Logan – harmonica (11)
Cheryl Lynn – backing vocals (4)
Marilyn Martin – backing vocals (4, 8)
Richard Marx – lead vocals, backing vocals (1, 3-6, 8-11), arrangements (1-5, 8, 10, 11, 12), horn arrangement (1), keyboards (2, 8), acoustic guitars (4), „Ooh“ vocals (5), additional keyboards (6), finger snaps (9), piano (10, 13)
Ruth Marx – "Ooh" vocals (5)
Jonathan Moffett – drums (1, 2, 6, 8-11), finger snaps (9)
Bill Payne – keyboards (3), organ (10), piano solo (10)
Greg Phillinganes – fender rhodes (5), keyboards (6)
Jeff Porcaro – drums (12)
Lionel Richie – backing vocals (1)
Timothy B. Schmit – backing vocals (8)
Leland Sklar – arrangements (1), bass (1, 8, 12)
Terry Thomas – guitars (4), backing vocals (4), arrangements (4)
Lee Thornburg – trombone (1), trumpet (1)
Chris Trujillo – percussion (3, 5)
Luther Vandross – backing vocals (1)
Paul Warren – guitars (5, 13), guitar solo (12)
Jerry Goodman – strings on „Now And Forever“
Pavel Farkas – strings on „Now And Forever“
Israel Baker – strings on „Now And Forever“
Farhad Behroozi – strings on „Now And Forever“
Sid Page – strings on „Now And Forever“
Charlie Bisharat – strings on „Now And Forever“
Gailt Curz – strings on „Now And Forever“
James Getzoff – strings on „Now And Forever“
Henry Corbett – strings on „Now And Forever“


Label: Capitol Records


Erscheinungsdatum: 1994


Stil: Pop, Rock, AOR


Trackliste:

1. The Way She Loves Me (4:16)
2. One More Try (4:25)
3. Silent Scream (3:52)
4. Nothing To Hide (4:25)
5. Whole World To Save (5:33)
6. Soul Motion (5:22)
7. Now And Forever (3:34)
8. Goodbye Hollywood (4:55)
9. Heaven's Waiting (3:48)
10. Nothing Left Behind Us (5:22)
11. What You Want (3:49)
12. One Man (5:12)
13. Miami 2017 (Seen The Lights Go Out On Broadway) (4:34)
14. Baby Blues (0:54)

Gesamtspieldauer: 1:00:08




„Paid Vacation“ heißt das vierte Studio-Album des US-amerikanischen Musikers Richard Marx. Das Album wurde am 31. Januar 1994 auf dem Plattenlabel Capitol Records veröffentlicht. „Paid Vacation“ kletterte in den US Billboard 200 Charts bis auf Platz 37, in Deutschland sogar bis auf Position 18. Man hört auf der Scheibe eine Mischung aus Pop und Rock, die hauptsächlich im Genre des AOR angesiedelt ist. So eine Art Stadion-Rock, unkompliziert und eingängig.

Das Album enthält mit der Nummer „Now And Forever“ den neunten und bisher letzten Titel, der sich von Richard Marx in den US-amerikanischen Single-Charts platzieren konnte, obwohl nach diesem Album bisher noch sieben weitere folgten – die Zeit der Musik des Richard Marx scheint definitiv vorbei zu sein. Doch auch bereits auf „Paid Vacation“ weiß Richard Marx nicht zu überzeugen. Dieser Adult Oriented Rock, den es hier zu hören gibt, dieser tut niemanden weh, doch leider ist er auch furchtbar langweilig. Mitreißend klingt hier nichts, die Scheibe läuft lediglich einfach so durch, ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen. Nur die Texte fallen auf, diese sind schlecht.

Höhepunkte in meinen Ohren sind die Titel „Silent Scream“, „Nothing Left Behind Us“ sowie „Miami 2017“. Ob dies allerdings wirklich die „Highlights“ auf „Paid Vacation“ darstellen, das werden andere Hörerinnen und Hörer vielleicht anders sehen. Dies allerdings wäre nicht weiter verwunderlich, denn groß unterscheiden sich die einzelnen Lieder auch nicht voneinander. Der einmal eigeschlagene Weg, massentauglichen poppigen Rock im Mid-Tempo mit seichten Texten zu präsentieren, wird vom ersten bis zum letzten Takt des Albums konsequent verfolgt und umgesetzt.

Fazit: Wer auf Mainstream Rock steht, die oder der wird mit der Platte „Paid Vacation“ von Richard Marx wohl seinen Spaß haben. Nichts anderes hört man hier, AOR, der musikalisch keine Risiken eingeht und sich inhaltlich um die Liebe dreht. Das klingt niemals fürchterlich, doch zumeist irgendwie überflüssig oder belanglos. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Silent Scream, Nothing Left Behind Us, Miami 2017



Dienstag, 31. Juli 2018

Klaus Schulze – Cyborg




Klaus Schulze – Cyborg


Besetzung:

Klaus Schulze – organ, synthesizer, vocals, percussion


Label: Mig Music (ursprünglich Brain)


Erscheinungsdatum: 1973 (Wiederveröffentlichung in Form dieser Doppel-CD: 2006)


Stil: Elektronische Musik


Trackliste:

CD1:

1. Synphära (22:45)
2. Conphära (25:44)
3. Chromengel (23:45)

CD2:

4. Neuronengesang (24:43)

Bonus Track:

5. But Beautiful (50:45)

Gesamtspieldauer CD1 (1:12:14) und CD2 (1:15:28): 2:27:42




„Cyborg“ heißt das zweite Studio-Solo-Album des Berliner Elektronik-Klang-Künstlers Klaus Schulze. Ursprünglich wurde die Platte in Form eines Doppelalbums im Oktober 1973 veröffentlicht. Eine Wiederveröffentlichung gab es im Jahr 2006 mit dem 50-minütigen Bonus-Titel „But Beautiful“. In dieser Zusammenstellung gab es 2016 schließlich noch eine Wiederveröffentlichung der Wiederveröffentlichung. War es zunächst das Label Brain, auf welchem das Album erschien, so war es 2006 Revisited Records und im Jahr 2016 das Plattenlabel MIG-Music, auf dem „Cyborg“ erneut veröffentlicht wurde.

Im beiliegenden Booklet beschreibt Klaus Schulze, dass er aufgrund von Geldmangel neben der Orgel, dem VCS3-Synthesizer und der Revox-Maschine, wie schon auf dem Debut „Irrlicht“, auf Orchester Tapes zurückgriff, die er von Musikstudenten des Colloquium Musica in Berlin erhielt und die er verfremdete. Auf „Synphära“ und „Conphära“ hört man Klangteppiche aus Orgel und Synthesizer, die wabernd in sich übergehen, verschmelzen und wieder entwirren. Großartige Abwechslung kommt dabei nicht auf, intensiv klingt dies jedoch allemal.

Noch etwas „intensiver“ wird es dann mit dem Stück „Chromengel“, in dem Cello-Sounds sehr düster und traurig eine geheimnisvolle bis bedrohliche Stimmung erzeugen. Dazu gesellen sich zwitschernde bis schwirrende Synthesizer-Geräusche, die Bilder von umherfliegenden Fledermäusen in dunklen und mystischen Wäldern aufkommen lassen. „Neuronengesang“ klingt dann sehr viel aggressiver, trotzdem sphärischer und schräger. Auch bei diesem Stück gibt es selbstverständlich keinerlei Melodien zu hören, nur Stimmungen und Atmosphären werden transportiert. Das mag vielen Musikhörern sehr monoton erscheinen, besitzt jedoch durchaus seinen Reiz, wenn man sich diesen Klängen ganz hinzugeben versteht.

Der Bonus-Track „But Beautiful“ ist knappe 51 Minuten lang und ist eine Live-Einspielung, die aus einem Konzert aus dem Jahr 1977 stammt, welches Klaus Schulze in der Brüsseler St.-Michael-Kathedrale gab. Die Aufnahme entstand also ein paar Jahre nach „Cyborg“ und klingt zum Teil auch etwas melodischer und abwechslungsreicher, als die ursprünglichen Titel. Da auch hier allerdings die „Sphäre“ im Vordergrund steht, ergänzt das Stück trotzdem sehr gut das ursprüngliche Album.

Fazit: Sphärische Musik mit einem kleinen Hang zur Monotonie gibt es auf „Cyborg“ zu hören. Die Musik punktet dabei durch intensive Stimmungen, die sich in das Ohr graben und einen vereinnahmen. Die Lieder sind kompromisslos und lang, sodass man entweder in diese einzutauchen versteht und sich darin räkelt oder aber vor Langweile ertrinkt. Für Freundinnen und Freunde elektronischer Klänge bestens geeignet, für Hitparaden-Hörer wohl ein Graus. Neun Punkte.

Anspieltipps: Chromengel



Montag, 30. Juli 2018

A Perfect Circle – Eat The Elephant




A Perfect Circle – Eat The Elephant


Besetzung:

Maynard James Keenan – vocals
Billy Howerdel – guitar, bass, keyboards
Matt McJunkins – bass on “By And Down The River” and “Feathers”
Jeff Friedl – drums


Gastmusiker:

Dave Sardy – drums, string arrangements
Matt Chamberlain – drums
Isaac Carpenter – drums
UZ – vinyl scratches on “Get The Lead Out”


Label: BMG


Erscheinungsdatum: 2018


Stil: Art Rock, Independent Rock


Trackliste:

1. Eat The Elephant (5:13)
2. Disillusioned (5:54)
3. The Contrarian (3:58)
4. The Doomed (4:41)
5. So Long, And Thanks For All The Fish (4:26)
6. TalkTalk (4:08)
7. By And Down The River (5:04)
8. Delicious (3:49)
9. DLB (2:06)
10. Hourglass (5:14)
11. Feathers (5:48)
12. Get The Lead Out (6:40)

Gesamtspieldauer: 57:08




A Perfect Circle ist eine US-amerikanische Rock Band, die 1999 von Gitarrist Billy Howerdel und Tool-Sänger Maynard James Keenan gegründet wurde. Vier Alben hat die Band bisher veröffentlicht, wobei die ersten drei Scheiben in den Jahren zwischen 2000 und 2004 erschienen. „Eat The Elephant“ heißt nun das vierte Studioalbum von A Perfect Circle und wurde am 20. April 2018 auf dem Plattenlabel BMG veröffentlicht. Vier Singles wurden mit den Nummern „The Doomed“ im Oktober 2017, „Desillusioned“ im Januar 2018, „TalkTalk“ im Februar 2018 sowie „So Long, And Thanks For All The Fish“ im April 2018 bereits vor der eigentlichen Album-Veröffentlichung ausgekoppelt. Das Album kletterte in den US Billboard 200 Charts bis auf Platz 3, in Deutschland sogar bis auf Platz 2 der Charts.

Die früheren Alben der Band klangen härter und noch rockiger, was einige Kritiker und Fans an „Eat The Elephant“ bemängeln. Und tatsächlich hört man auf dem Album mehr Klavier- und auch elektronische Klänge, die Gitarre kommt dabei jedoch auch nicht zu kurz – aber das ist auch eben immer Ansichtssache. Man hört auf der Scheibe auf jeden Fall sehr abwechslungsreichen und vielschichtigen Rock, der an jeder Stelle des Albums auch ins Ohr geht. Es wird ordentlich gerockt, doch es gibt auch die ruhigeren Momente auf der Scheibe, zudem klingen einige Stellen recht unkonventionell und es wird mit Sounds und Atmosphären experimentiert. Das macht „Eat The Elephant“ von A Perfect Circle durchaus zu etwas Besonderem in der Musiklandschaft. Die Stimmung ist eine eher gedrückte und dunkle bis mystische, welche durch das Cover-Design bereits angedeutet wird.

Die Höhepunkte des Albums finden sich im Titellied und Opener „Eat The Elephant” sowie in den Nummern „The Contrarian” und „So Long, And Thanks For All The Fish”. Alles Lieder, die ins Ohr gehen, das Potential besitzen, dort auch länger zu verbleiben und zum Mitwippen animieren. Mit „Get The Lead Out“ wird das Album schließlich mit einem sehr intensiven und dunklen Titel beschlossen, der eine ganz eigene Atmosphäre entwickelt und vom Piano und elektronischen Sounds geprägt ist.

Fazit: Ein sehr abwechslungsreiches Album ist den Musiker von A Perfect Circle mit „Eat The Elephant“ gelungen. Seit dem Jahr 2008 arbeiteten Billy Howerdel und Maynard James Keenan an der Scheibe und das Ergebnis kann sich durchaus sehen beziehungsweise hören lassen. Abwechslungsreicher Art Rock, der manchmal einen Hang zum progressiven hin besitzt – mitunter, an manchen Stellen, auch leicht zum Pop. Die Lieder klingen und gehen ins Ohr. Macht Spaß. Elf Punkte.

Anspieltipps: Eat The Elephant, The Contrarian, So Long, And Thanks For All The Fish, Get The Lead Out



Sonntag, 29. Juli 2018

Robert Wyatt – Rock Bottom




Robert Wyatt – Rock Bottom


Besetzung:

Robert Wyatt – vocals, keyboards, percussion, slide guitar


Gastmusiker:

Mike Oldfield – guitar (6)
Gary Windo – bass clarinet, tenor saxophone (5)
Ivor Cutler – voice (3 and 6), baritone concertina, harmonium (6)
Alfreda Benge – voice (5)
Mongezi Feza – trumpets (3)
Fred Frith – viola (6)
Hugh Hopper – bass guitar (2, 4 and 5)
Richard Sinclair – bass guitar (1, 3 and 6)
Laurie Allan – drums (2 and 6)


Label: Domino Recording Co.


Erscheinungsdatum: 1974


Stil: Progressive Rock, Jazz Rock


Trackliste:

1. Sea Song (6:31)
2. A Last Straw (5:46)
3. Little Red Riding Hood Hit The Road (7:40)
4. Alifib (6:55)
5. Alife (6:31)
6. Little Red Robin Hood Hit The Road (6:08)

Gesamtspieldauer: 39:34




„Rock Bottom“ heißt das zweite Solo-Album des früheren Soft Machine Drummers Robert Wyatt. Die Platte entstand ein Jahr nachdem Robert Wyatt am 1. Juni 1973, während einer Party in London, betrunken aus dem Badezimmerfenster im dritten Stock fiel und seitdem von der Taille abwärts gelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen war. Da er das Schlagzeug n nicht mehr bedienen konnte, wechselte der Engländer zu den Tasten-Instrumenten und zur Gitarre. „Rock Bottom“ erschien am 26. Juli 1974 zunächst auf dem Plattenlabel Virgin Records und wurde im Jahr 2008 auf dem Label Domino Recording Co. wiederveröffentlicht. Mike Oldfield ist auf „Rock Bottom“ während des letzten Liedes an der Gitarre zu hören und Nick Mason, Schlagzeuger von Pink Floyd, produzierte die Platte.

Die Musik auf „Rock Bottom“ klingt sehr dicht und manchmal auch etwas verstörend. Die Texte hören sich sehr persönlich an und man entschlüsselt sie nicht ohne Weiteres. Robert Wyatt hat jedoch immer geleugnet, dass die Musik in direktem Zusammenhang mit seinem Unfall steht. Glauben wir ihm das einfach mal, da ein Großteil der Lieder wohl bereits ein Jahr zuvor in Venedig geschrieben worden ist. Beim Hören solcher Stücke wie „Sea Song“, „Alifib“ oder „Alife“ kommen allerdings zwangsläufig diese Gedanken auf, denn gerade diese drei Stücke klingen so wunderbar bewegend und fast schon mystisch, dabei jedoch immer melodisch und eingängig sowie atmosphärisch sehr dicht gepackt. An diesen Stellen klingt Robert Wyatt sanft, oftmals zart bis an die Grenze zur Zerbrechlichkeit hin. Musik, die man sonst nicht so zu hören bekommt. Ganz besonders eben. Das Gegenstück zu diesen Liedern sind die beiden Titel „Little Red Riding Hood Hit The Road“ und „Little Red Robin Hood Hit The Road“. Auch diese Nummern klingen auf ihre Art etwas verschroben, sind allerdings deutlich lauter, fordernder, ganz leicht aggressiver. Das ist dann keine Musik mehr zum Zurücklehnen, der Rhythmus zieht deutlich an, man möchte Mitwippen und auch diese beiden Stücke gehen ins Ohr – benötigen dazu allerdings den ein oder anderen Durchlauf mehr. Das Stück „A Last Straw“ ist stilistisch schließlich zwischen diesen beiden „Polen“ angesiedelt und weiß letztendlich ebenso zu überzeugen.

Aus dieser Platte Höhepunkte herauszuheben erscheint einigermaßen schwierig, da man somit den anderen, dann nicht genannten Titeln, nicht gerecht werden würde. Was man jedoch unbedingt an dieser Stelle betonen muss ist, dass man sich für diese Scheibe Zeit nehmen sollte. „Rock Bottom“ wächst und wächst. Alles auf diesem Album wirkt und Freundinnen und Freunde der außergewöhnlichen Musik werden auf dieser Platte jede Menge Musik für sich entdecken.

Fazit: Definitiv etwas ganz Besonderes ist das zweite Solo-Album des Robert Wyatt geworden. Darauf enthalten ist Musik, die alles andere als alltäglich klingt. Verschrobene Melodien und auch die Instrumente scheinen hier völlig anders zu klingen. Dazu gesellt sich der oft ergreifende Gesang des Robert Wyatt und fertig ist eine Platte, die einen nicht unbeeindruckt zurücklässt. „Rock Bottom“ ist ein sehr spannendes Album geworden, welches all jene Hörerinnen und Hörer begeistern wird, die sich gerne auf musikalische Experimente einlassen und das Besondere in der Musik lieben. Besonders, das ist „Rock Bottom“ ganz klar geworden. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: Sea Song, Alifib, Alife



Samstag, 28. Juli 2018

Lacrimosa – Live In Mexico City




Lacrimosa – Live In Mexico City


Besetzung:

Tilo Wolff – vocals, guitar, keyboards
Anne Nurmi –vocals, keyboards
JP Genkel – guitar
Henrik Flyman – guitar
Yenz Leonhardt – bass, backing vocals
Julien Schmidt – drums


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 2014


Stil: Gothic Rock, Dark Wave


Trackliste:

CD1:

1. Lacrimosa Theme (2:44)
2. Ich Bin Der Brennende Komet (7:08)
3. Welcome To The Show (0:45)
4. Schakal (6:28)
5. Alleine Zu Zweit (4:20)
6. Alles Lüge (6:17)
7. Not Every Pain Hurts (5:25)
8. Verloren (7:41)
9. Ohne Dich Ist Alles Nichts (6:43)
10. Weil Du Hilfe Brauchst (6:27)
11. Apart (4:08)
12. If The World Stood Still A Day (4:10)

CD2:

1. Feuerzeug I & II (5:47)
2. Der Morgen Danach (4:41)
3. Irgendein Arsch Ist Immer Unterwegs (6:12)
4. Liebesspiel / Fassade III (6:29)
5. Rote Sinfonie (6:18)
6. Revolution (6:47)
7. Durch Nacht Und Flut (4:21)
8. Stolzes Herz (8:11)
9. Feuer (4:39)
10. Lichtgestalt (5:42)
11. Copycat (5:24)

Gesamtspieldauer CD1 (1:02:22) und CD2 (1:04:38): 2:07:00

DVD:

1. Lacrimosa Theme / Airport Arrival
2. Irgendein Arsch Ist Immmer Unterwegs
3. Schakal
4. Alles Lüge

Gesamtspieldauer DVD: 20:22




Jede Menge Gothic Rock bis Dark Wave gibt es auf dem im Jahr 2014 auf dem Plattenlabel Sony Music erschienen dritten Live-Album der Schweizer Band Lacrimosa zu hören. Dieses trägt den Titel „Live In Mexico City“, wurde als Doppel-Album veröffentlicht und der ersten Ausgabe des Albums wurde sogar noch eine zwanzig-minütige DVD mit Live-Aufnahmen hinzugefügt.

„Live In Mexico City“ verschafft den Hörerinnen und Hörern einen sehr guten Überblick über die Musik der Gothic Band Lacrimosa. Ab dem vierten Album „Inferno“ aus dem Jahr 1995, sind Lieder auf diesem Live-Album enthalten. Diese Live-Atmosphäre wird mit dem Doppel-Album auch sehr gut transportiert. Zum Teil sogar zu gut, denn die Mexikaner scheinen ein sehr schreifreudiges Völkchen zu sein. Jedes Lied wird mit frenetischem Gebrüll begrüßt und ebenso überschwänglich auch wieder verabschiedet. Für die Musiker auf der Bühne mag das ganz sicher eine schöne und euphorisierende Situation gewesen sein, auf „Live In Mexico City“ und damit im heimischen Wohnzimmer klingt es allerdings mitunter fast schon befremdlich und übertrieben.

Doch man gewöhnt sich irgendwie daran, die Laufzeit des Albums relativiert alles. Die Soundqualität von „Live In Mexico City“ ist noch in Ordnung, wenn sie auch nicht perfekt ist und an der einen oder anderen Stelle etwas verwässert und nebulös klingt. So kann es an mancher Stelle leicht breiig klingen, ist aber aufgrund des Live-Charakters noch zu verschmerzen. Sound-Junkies könnten dies allerdings als größeren Kritikpunkt anführen. Die Lieder selbst überzeugen und gehen zum Teil auch mitreißend ins Ohr. Noch etwas mehr auf der zweiten CD, auf der mit den Liedern „Irgendein Arsch Ist Immer Unterwegs“, „Liebesspiel / Fassade III“, „Rote Sinfonie“ und „Revolution“ gleich vier Höhepunkte hintereinander angeordnet sind. Da macht das Zuhören gleich noch mehr Laune. Seine eigenen Höhepunkte findet man sicherlich an den Stellen am ehesten, an denen man die Musik bereits kennt. Doch dieser melodiöse Gothic Rock wirkt.

Der Erstausgabe des Albums ist noch eine kurze, 22-minütige DVD beigefügt, die einen kleinen Einblick in das Konzert gewährt sowie die Ankunft der Band in Mexiko dokumentiert. Beim Anblick dieser Bilder wundert man sich dann auch nicht mehr über den Beifall der Zuschauer während des Konzertes. Mexikaner scheinen Musik deutlich mehr zu feiern als wir Mitteleuropäer.

Fazit: Möchte man sich eine Übersicht über das Schaffen der Schweizer Band Lacrimosa verschaffen, so eignet sich das Album „Live In Mexico City“ bestens hierfür. Der Sound dieser Live-Aufnahmen ist nicht immer einwandfrei, dafür wird das Live-Erlebnis des Konzertes sehr schön transportiert. Und wenn man dann auch noch Spaß an Gothic Rock beziehungsweise Dark Wave hat, dann steht dem Hörerlebnis im Grunde genommen nichts mehr im Wege. Neun Punkte.

Anspieltipps: Irgendein Arsch Ist Immer Unterwegs, Liebesspiel / Fassade III, Rote Sinfonie, Revolution



Freitag, 27. Juli 2018

Gazpacho – Soyuz




Gazpacho – Soyuz


Besetzung:

Jan-Henrik Ohme – vocals
Thomas Alexander Andersen – keyboards
Jon-Arne Vilbo – guitars
Mikael Krømer – violin, mandolin, guitars
Kristian "Fido" Torp – bass
Robert Risberget Johansen – drums and percussion


Gastmusiker:

Kristian (The Duke) Skedsmo – guest musician


Label: Kscope


Erscheinungsdatum: 2018


Stil: Progressive Rock, Art Rock


Trackliste:

1. Soyuz One (6:21)
2. Hypomania (3:38)
3. Exit Suite (3:38)
4. Emperor Bespoke (7:42)
5. Sky Burial (4:25)
6. Fleeting Things (4:18)
7. Soyuz Out (13:23)
8. Rappaccini (4:06)

Gesamtspieldauer: 47:34




Das bereits zehnte Studioalbum der norwegischen Art Rock bis Progressive Rock Band Gazpacho wurde am 17. Mai 2018 auf dem Plattenlabel Kscope veröffentlicht – wie inzwischen alle Alben der Band. „Soyuz“ heißt dieses Album und ist einmal mehr angefüllt mit dem so typischen Sound, für den die Norweger bereits seit Jahren stehen.

Doch es ist inzwischen nicht mehr nur noch der Sound, der sofort auf Gazpacho schließen lässt. Es sind die Melodiebögen und vor allen Dingen die Atmosphären, die die Musiker mit ihren Liedern so unverwechselbar zu transportieren verstehen. Die Stimmung auch auf „Soyuz“ ist durchweg melancholisch bis traurig gehalten, alles wirkt und klingt irgendwie dunkel, Musik zum Eintauchen, gemacht für die ruhigeren Stunden des Tages. Inhaltlich befasst sich „Soyuz“ mit der Vergänglichkeit, die auf ganz unterschiedliche Art und Weise in das Leben der Menschen Einzug halten kann. Von daher klingt die getragene Stimmung der Platte keineswegs überraschend.

Die Melodien auf „Soyuz“ gehen einmal mehr ins Ohr. Besonders gelungen klingen dabei der Opener „Soyuz One“, in dem (zusammen mit „Soyuz Out“) die Mission Sojus 1 zum Thema gemacht wird. Auf dieser verlor der Kosmonaut Wladimir Michailowitsch Komarow im Jahr 1967 als erster Mensch in der Raumfahrt sein Leben, als der Fallschirm seiner Landekapsel sich nicht öffnete und diese fast ungebremst auf den Boden knallte. Zweiter Höhepunkt ist „Emperor Bespoke“, ein Lied, welches auf das Mädchen „Des Kaisers neue Kleider“ von Hans Christian Andersen anspielt. Beides sind Lieder, die sich sehr schnell im Gehörgang festsetzen. Doch auch der Rest auf „Soyuz“ lohnt sich, sodass dem Hörvergnügen nichts mehr im Weg steht – wenn man dem Album ein paar Durchläufe gönnt.

Fazit: Mit „Soyuz“ ist den Norwegern von Gazpacho erneut ein schönes und überzeugendes Album gelungen. Irgendwie scheint das Adjektiv „schön“ besonders für die Musik von Gazpacho zu passen. Alles klingt melodisch und eingängig, wirkt niemals hektisch und entspannt Zuhörerin wie Zuhörer. Wer also auf Art Rock steht und den sanften Tönen etwas abgewinnen kann, die oder der wird mit „Soyuz“ etwas Besonderes für sich finden können. Elf Punkte.

Anspieltipps: Soyuz One, Emperor Bespoke



Donnerstag, 26. Juli 2018

Hans-Joachim Roedelius – Selbstportrait Vol. III - Reise durch Arcadien




Hans-Joachim Roedelius – Selbstportrait Vol. III - Reise durch Arcadien


Besetzung:

Hans-Joachim Roedelius – synthesizer


Label: Bureau B


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: Improvisationsmusik, Elektronische Musik


Trackliste:

1. Sonntags (1979) (3:40)
2. Geburtstag (1974) (1:43)
3. Fieber (1976) (5:57)
4. Hochzeit (1979) (3:03)
5. Geradewohl (1976) (3:50)
6. Erinnerung (1978) (3:21)
7. Zuversicht (1973) (10:53)
8. Stimmung (1975) (9:34)

Gesamtspieldauer: 42:06




„Selbstportrait Vol. III - Reise durch Arcadien“ ist das fünfte Solo-Werk des gebürtigen Berliners Hans-Joachim Roedelius und gleichzeitig die dritte und letzte Veröffentlichung seiner kleinen Reihe mit der Überschrift „Selbstportrait“. Die Aufnahmen dazu fanden in den Jahren 1973 bis 1979 statt, das Album selbst erschien 1980 zunächst auf Sky Records, wurde im Jahr 2013 auf dem Plattenlabel Bureau B wiederveröffentlicht.

Auf dem Cover zu dem Album vermerkt Hans-Joachim Roedelius: „Die Stücke auf dieser vorerst letzten „Selbstportraitplatte“ sind, wie auch jene auf den beiden Vorläufern, zu verschiedenen Zeiten während stiller Stunden entstanden. Sie sind, wie der Titel andeuten soll, eine Art ‚musikalisches Tagebuch‘.“ Die Entstehung während „stiller“ Stunden kann man dabei sehr gut nachvollziehen, denn die Musik auf dieser Platte ist sehr still. Praktisch ohne Melodien werden hier Atmosphären mal etwas pulsierender, mal etwas wabernder vorangetrieben. Auf „Selbstportrait Vol. III - Reise durch Arcadien“ gibt es keine Harmonien, die ins Ohr gehen, keine Melodiebögen, die einen zu packen verstehen, lediglich Stimmungen werden hier transportiert. Diese sind oft sphärischer Natur, wenn es einen Rhythmus gibt auch etwas deutlicher erdverbunden.

Das klingt alles sehr experimentell und lediglich der Titel „Hochzeit“ weist dann doch so etwas wie eine Melodie auf. Diese klingt allerdings so platt und wie auf einem Casio-Heimgerät eingespielt, dass es diese Nummer zum schlechtesten Titel auf dem Album werden lässt. Die anderen sieben Stücke nerven zwar nicht derartig, sind allerdings allesamt äußerst langweilig und erklingen zunächst, um dann wieder fast schon bedeutungslos auszuklingen. Unterhaltsam ist das nur am Rande und man weiß die Leistung eines Klaus Schulze noch viel mehr zu schätzen, der Atmosphären deutlich überzeugender zu zelebrieren weiß.

Fazit: „Selbstportrait Vol. III - Reise durch Arcadien“ ist ein sehr sphärisches Album geworden, auf dem nicht die Melodie oder die Harmonie im Vordergrund stehen, sondern die Atmosphäre, die mit der Musik transportiert wird. Diese ist eher unaufgeregt, sanft und sehr entspannt. Ambient-Fans sowie Freundinnen und Freunde von elektronischen Klängen könnten hier unter Umständen etwas für sich entdecken. Man kann das Ganze aber auch durchaus als langweilig empfinden – reine Ansichtssache. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Erinnerung, Zuversicht



Mittwoch, 25. Juli 2018

Bon Jovi – Keep The Faith




Bon Jovi – Keep The Faith


Besetzung:

Jon Bon Jovi – lead vocals, additional guitars
Richie Sambora – lead guitar, backing vocals
Alec John Such – bass, backing vocals
Tico Torres – drums, percussion
David Bryan – keyboards, backing vocals


Label: Mercury Records


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: AOR, Stadion Rock


Trackliste:

1. I Believe (5:49)
2. Keep The Faith (5:46)
3. I'll Sleep When I'm Dead (4:43)
4. In These Arms (5:19)
5. Cama De Rosas (5:05)
6. If I Was Your Mother (4:27)
7. Dry County (9:52)
8. Woman In Love (3:48)
9. Fear (3:06)
10. I Want You (5:36)
11. Blame It On The Love Of Rock & Roll (4:24)
12. Little Bit Of Soul (5:45)
13. Save A Prayer (5:57)

Gesamtspieldauer: 1:09:41




„Keep The Faith“ heißt das fünfte Studio-Album der US-amerikanischen Rockband Bon Jovi. Die Scheibe erschien am 30. Oktober 1992 auf dem Plattenlabel Mercury Records und bedeutete das Ende der Heavy Metal Zeit von Bon Jovi, die Ära des Mainstreams und des Stadion Rocks war hiermit eingeläutet und sollte Bon Jovi noch sehr erfolgreicher werden lassen.

Auf „Keep The Faith“ wechseln sich etwas härtere Nummern mit Balladen ab, alles klingt eingängig und sollte wohl keinesfalls Ecken und Kanten aufweisen, um wirklich auch die größtmögliche Hörerschaft anzusprechen. Die Musik klingt dann auch wirklich unfassbar angepasst, besitzt kaum mehr interessante Stellen und verfügt über Texte, die einen fast schon zum Fremdschämen animieren. Süßholzgeraspel an allen Ecken und Enden, sodass der Schleim aus allen Poren quillt. Doch diese Art des Pop-Rocks kommt eben gut an und die Platte verkaufte sich bisher weltweit über zwölf Millionen Mal.

Ein paar der bekannteren Stücke von Bon Jovi sind auf dem Album enthalten. „Keep The Faith“ und „Save A Prayer“ sind hier zu nennen und selbstverständlich „Cama De Rosas“, was den meisten wohl eher unter dem englischen Titel „Bed Of Roses“ bekannt sein dürfte, auf meiner Ausgabe jedoch in der spanischen Version zu finden ist. Alles Mainstream-Massenware, aber durchaus ins Ohr gehend. Der überzeugendste Titel auf „Keep The Faith“ ist das fast zehnminütige „Dry County“, welches vor allen Dingen aufgrund seiner Instrumental-Passagen überzeugt. Inhaltlich handelt das Lied von den Arbeitern in der US-Erdölindustrie, die um ihre Jobs zittern. Donald Trump wird es auch im Nachhinein freuen, auch damals gab es schon „America First“.

Fazit: Klar, diese Mainstream-Suppe verkauft sich sehr gut. Da gibt es einfach Nichts, was einen aufregen könnte. Genauso funktioniert „Keep The Faith“. Poppigen Hard Rock mit jeder Menge Balladen verbandelt. Das kann man gut finden, allerdings auch extrem langweilig und belanglos. Ich tendiere eher in diese Richtung, denn nur ein Lied, welches mal etwas anders funktioniert, ist mir mit „Dry County“ einfach zu wenig. Von den Texten ganz abgesehen. Somit funktioniert „Keep The Faith“ aber für den Großteil der Hörerinnen und Hörer, für mich leider nicht. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Dry County



Dienstag, 24. Juli 2018

Various Artists – Mixed Emotions II




Various Artists – Mixed Emotions II


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Polygram


Erscheinungsdatum: 1998


Stil: Pop, Soul, R&B


Trackliste:

CD1 (Lost Love):

1. Wet Wet Wet - Yesterday (2:47)
2. Boyzone - Baby Can I Hold You (3:13)
3. All Saints - Never Ever (5:09)
4. En Vogue - Don't Let Go (Love) (4:01)
5. No Mercy - Please Don't Go (4:16)
6. Hanson - Weird (3:55)
7. East 17 Featuring Gabriell - If You Ever (4:01)
8. Trisha Yearwood - How Do I Live (3:59)
9. Tina Turner - I Don't Wanna Lose You (4:13)
10. Roy Orbison - Crying (2:46)
11. Commodores - Sail On (3:56)
12. Bryan Ferry - Slave To Love (4:21)
13. Everything But The Girl - I Don't Want To Talk About It (4:12)
14. Tony Hadley - Save A Prayer (3:35)
15. Paul Young - Every Time You Go Away (4:14)
16. The Righteous Brothers - Unchained Melody (3:36)
17. Sheryl Crow - Home (4:46)
18. Bread - Everything I Own (3:06)
19. Barry Manilow - Mandy (3:35)

CD2 (Sweet Love):

1. Lighthouse Family - High (4:34)
2. Eternal - I Am Blessed (4:20)
3. 3T - I Need You (3:54)
4. Shania Twain - You're Still The One (3:33)
5. Cher, Chrissie Hynde, Neneh Cherry - Love Can Build A Bridge (4:13)
6. The Brand New Heavies - You've Got A Friend (3:20)
7. Shola Ama - You're The One I Love (3:50)
8. Conner Reeves - Earthbound (4:01)
9. Al Green - Let's Stay Together (4:41)
10. Stevie Wonder - My Cherie Amour (2:55)
11. The Style Council - You're The Best Thing (4:19)
12. Eurythmics - Miracle Of Love (4:34)
13. Crowded House - Weather With You (3:40)
14. Dina Carroll - The Perfect Year (3:45)
15. Jackson 5 - I'll Be There (3:55)
16. Spandau Ballet - True (5:29)
17. Eric Clapton - Wonderful Tonight (3:41)
18. Elton John - Your Song (3:59)
19. Fern Kinney - Together We Are Beautiful (3:03)

Gesamtspieldauer CD1 (1:13:49) und CD2 (1:15:55): 2:29:45




„Mixed Emotions II“ heißt ein im Jahr 1998 auf dem Plattenlabel Polygram erschienenes Kompilationsalbum, randvoll gefüllt mit Liebesliedern. Die „gemischten Gefühle“, die der Titel des Albums vermittelt, rühren daher, dass sich auf der ersten CD des Doppelalbums thematisch alles um die verlorene Liebe dreht, wohingegen auf der zweiten CD Lieder zu hören sind, die von der süßen, erfüllten Liebe handeln.

Großartig wundern darf man sich bei diesem Ansatz natürlich nicht, dass auf dem Album hauptsächlich Schnulzen zu hören sind. Es wird reichlich gejammert, überraschenderweise hauptsächlich auf der zweiten CD, die laut der Thematik im Grunde genommen deutlich fröhlicher klingen sollte. Macht sie jedoch nicht, was vielleicht dem Umstand geschuldet ist, dass hier deutlich weniger Pop und sehr viel mehr Soul zu hören ist.

Zweieinhalb Stunden Musik gibt es auf „Mixed Emotions II“ zu hören, die sich auf 38 Lieder verteilt. Richtige „Knaller“ sind nur wenige darunter, sehr viel Füllmaterial in Form von absolut unbekannten und keinesfalls mitreißenden Titeln wurde dem Kompilationsalbum beigemischt. Somit kann man auf dieser Zusammenstellung sicherlich den ein oder anderen ganz netten Titel entdecken, zum Durchhören ist diese Scheibe allerdings kaum geeignet. Die Fernbedienung sollte immer griffbereit liegen, denn einige Nummern sind nur schwerlich zu ertragen, so süßlich quellen sie breiig aus den Boxen. Und wenn ganz am Ende der zweiten CD anscheinend auch noch Mickey Mouse zu singen anfängt, dann ist alles verloren.

Fazit: Vielleicht ist diese Scheibe etwas für verträumte Liebende, doch so ganz kann ich selbst das nicht glauben. Zu viel Füllmaterial befindet sich auf „Mixed Emotions II“, zu wenige Titel, die wirklich lohnen, viel zu viel schlechte Musik. Eine Platte, lediglich mit Liebesliedern klingt an sich logischerweise etwas süßlich, doch man kann es auch übertreiben. Das passierte hier. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Mandy, Miracle Of Love, Your Song



Montag, 23. Juli 2018

Maerzfeld – Tief




Maerzfeld – Tief


Besetzung:


Heli Reissenweber – vocals
Matthias Sitzmann – guitar
Roland Hagen – guitar
Samir Elflein – bass
Thomas Buchberger-Voigt – drums
Thilo Weber – keyboards


Gastmusiker:

Simon Michael – additional programming


Label: Südpolrecords


Erscheinungsdatum: 2012


Stil: Neue Deutsche Härte


Trackliste:

1. Vollkommen (3:39)
2. Still (4:25)
3. Hübschlerin (3:57)
4. Erleuchtung (4:19)
5. Ich flieg (4:01)
6. Vaterland (3:23)
7. Lass ab (3:51)
8. Tief (4:05)
9. Virus (Der Gast) (5:00)
10. Exil (3:39)
11. Schwarzer Mann (3:51)

Gesamtspieldauer: 44:15




Maerzfeld ist eine deutsche Band, die stilistisch der Neuen Deutschen Härte zuzurechnen ist. Im Jahr 2005 entschlossen sich die Musiker unter dem Namen Stahlzeit als Rammstein-Tribute-Band aufzutreten. 2009 entschied man sich schließlich auch eigene Musik zu schreiben und zu veröffentlichen. Im Jahr 2011 erschien daraufhin eine erste Single und ein Jahr später am 16. März das selbstproduzierte Debut-Album mit dem Titel „Tief“, welches auf dem Plattenlabel Südpolrecords veröffentlicht wurde.

Hört man die Musik von Maerzfeld auf „Tief“, so glaubt man sofort Rammstein zu hören. Das liegt nicht nur an der Stimme des Heli Reissenweber, die jener des Till Lindemanns wirklich sehr ähnelt. Auch der Klang der Instrumente sowie die auf „Tief“ vorherrschende, eher dunkle Atmosphäre, lassen hier zwangsläufig Vergleiche aufkommen. Dabei fällt allerdings auf, dass bei aller Ähnlichkeit die außergewöhnlichen Titel, die Ohrwürmer, die es in der Musik von Rammstein gibt, bei Maerzfeld leider fehlen.

Da Maerzfeld wie eine Kopie von Rammstein klingen, dürften Freundinnen und Freunde der Neuen Deutschen Härte ganz bestimmt Gefallen an diesem Album finden. Mich überzeugen am ehesten die Titel „Hübschlerin“, „Erleuchtung“ sowie „Virus (Der Gast)“. Da allerdings alle elf enthaltenen Lieder in derselben Art gehalten sind und sich durchaus auch untereinander ähneln, sind die Unterschiede marginal und ein anderer hätte an dieser Stelle andere Nummern aufgeführt, die ebenso klingen.

Fazit: Neue Deutsche Härte, kompromisslos und konsequent, dafür stehen Maerzfeld. Das Ganze klingt sehr nach Rammstein, die hier in vielem kopiert werden. Nicht weiter verwunderlich, denn das zweite Standbein der Band ist die Rammstein-Tribute-Band Stahlzeit. Von daher dürften alle Rammstein-Fans die Musik von Maerzfeld als weiteres Angebot, als Ausweitung ihrer Lieblingsmusik sehen. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Hübschlerin, Erleuchtung, Virus (Der Gast)