Donnerstag, 4. Dezember 2014

Yes – 90125




Yes – 90125


Besetzung:

Jon Anderson – vocals
Chris Squire – bass guitars, vocals
Trevor Rabin – guitars, keyboards, vocals
Alan White – drums, percussion
Tony Kaye – keyboards


Label: ATCO


Erscheinungsdatum: 1983


Stil: ArtPop


Trackliste:

1. Owner Of A Lonely Heart (4:30)
2. Hold On (5:18)
3. It Can Happen (5:30)
4. Changes (6:20)
5. Cinema (2:08)
6. Leave It (4:14)
7. Our Song (4:18)
8. City Of Love (4:52)
9. Hearts (7:43)


Bonus Tracks der remasterten Version:

10. Leave It (Single Remix) (3:57)
11. Make It Easy (6:12)
12. It Can Happen (Cinema Version) (6:05)
13. It’s Over (5:41)
14. Owner Of A Lonely Heart (Extended Remix) (7:05)
15. Leave It (“A Capella” Version) (3:19)

Gesamtspieldauer: 1:17:13




Genau wie so viele andere Bands des Genres Progressive Rock der 70er Jahre, so verfiel auch Yes dem Glauben, nun unbedingt besonders poppig klingen zu müssen. Die Platte „90125“ stellt hier den eindeutigen Beweis für diese Behauptung dar. Yes produzieren auf ihrem bereits elften Studioalbum aus dem Jahr 1983 Pop in Reinkultur. Klar gibt es hier auch immer wieder mal kleinere Passagen, die für das Ohr des „normalen“ Pop-Hörers dann etwas ungewohnt klingen, als Ergebnis bleibt jedoch lediglich das Siegel „Pop“ übrig. Diese Vorgehendweise sollte den Bandmitgliedern allerdings Recht geben, denn bis heute ist „90125“ die erfolgreichste Scheibe der Band. Der etwas seltsam wirkende Name rührt dabei von der Nummer her, mit der die Platte im Katalog ihrer Plattenfirma ATCO abgelegt wurde: 90125 eben.

Diverse „Hits“ hatte die Platte zu bieten. Da ist zum einen „Owner Of A Lonely Heart“, welche zu damaligen Zeit in den Radios rauf- und runterlief und auch in mehreren Ländern die Position 1 der Charts eroberte. Zudem fand die Nummer in den Diskotheken vermehrten Einsatz. Das Lied geht schnell ins Ohr, groovt ganz nett und brachte Yes nun auch Erfolg bei Musikhörern, die mit der vorherigen Musik der Band nur sehr bedingt etwas anzufangen wussten. Ebenfalls einen kleinen Single-Hit stellte „Hold On“ dar. Ein wenig rockiger, ebenfalls wieder eingängig, aber wenn man ehrlich ist, einfach belanglos. Nun und dann kommt ab 2:30 ein kurzer Part mit mehrstimmigem Gesang, den man sich irgendwie für die ganze Platte gewünscht hätte. Hier klingen Yes wieder interessant. Die dritte Singleauskopplung hieß „Leave It“. Beinhaltet einen ganz netten à Capella Einstieg, aber ansonsten auch eher gewöhnungsbedürftig. Genau wie „Our Song“. Hier klingen Yes wie eine Mainstream Rockband. Diese Auskopplung hatte auch den geringsten verkaufstechnischen Erfolg.

Aber es gibt durchaus auch Positives zu berichten, von „90125“. Da ist zum Beispiel eine weitere und auch die letzte Singleauskopplung, das wirklich überragende „Changes“. Mit dem Xylophon wird hier ein wahrlich gelungener Titel eingeleitet. Jetzt bewegen wir uns nun auch mehr auf dem Terrain des Rock, als noch des Pop. Abwechslungsreich, treibend, ins Ohr gehend und damit ungemein melodiös ist „Changes“ ein Lied, welches durchaus auch mit zu den Höhepunkten in der Yes-Welt zählt. Sicherlich nicht an erster Stelle, doch durchaus mit unter den besten dreißig Titeln zu finden ist – und Yes haben viel Musik geschrieben. Ebenfalls noch lohnenswert sind „It Can Happen“ und „Hearts“. Beides wieder eingängige Nummern, erstere deutlich rockiger als „Hearts“ und beide ebenfalls überaus hörenswert.

Fazit: Ganz misslungen finde ich diese Platte nicht, auch wenn das immer wieder behauptet wird. Klar ist das oftmals poppiger bis rockiger Mainstream geworden, allerdings enthält die Scheibe durchaus auch drei Höhepunkte, bei deren Hören manch sich wünscht, dass populäre Musik doch immer so klingen müsste. Kein Überalbum, aber auch kein schlechtes. Durchschnitt eben. Acht Punkte.

Anspieltipps: It Can Happen, Changes, Hearts



Mittwoch, 3. Dezember 2014

Jethro Tull – Minstrel In The Gallery




Jethro Tull – Minstrel In The Gallery


Besetzung:

Ian Anderson – flute, acoustic guitar, vocals
Martin Barre – electric guitars
John Evan – piano and organ
Jeffrey Hammond – bass guitar and string bass
Barriemore Barlow – drums, percussion


Gastmusiker:

David Palmer – orchestral arrangements and conduction
Rita Eddowes – violin
Elizabeth Edwards – violin
Patrick Halling – violin
Bridget Procter – violin
Katharine Tullborn – cello


Label: Chrysalis


Erscheinungsdatum: 1975


Stil: Folk Rock, Hard Rock, Progressive Rock


Trackliste:

1. Minstrel In The Gallery (8:17)
2. Cold Wind To Valhalla (4:20)
3. Black Satin Dancer (6:53)
4. Requiem (3:46)
5. One White Duck/010 = Nothing At All (4:39)
6. Baker St Muse (Medley) (16:42)
7. Grace (0:38)

Gesamtspieldauer: 45:14




„Minstrel In The Gallery“ ist das achte Studioalbum von Jethro Tull und wurde im September 1975 veröffentlicht. Sehr viel härter klingen Jethro Tull hier, als auf vielen anderen Platten. Zum Teil geht das dieses Mal wahrlich bis hin zum Hard Rock. Ian Anderson ist im Nachhinein mit dem Album jedoch nicht ganz so zufrieden, da er es zu sehr für ein Solo-Album hält, wie er in diversen Interviews geäußert hat. Das lässt sich aus den ersten Titeln wahrlich nicht ableiten, denn hier klingen Jethro Tull so, als ob die fünf Musiker sehr viel Spaß am zusammen Musizieren hätten. In der zweiten Hälfte der Platte kann man das dann schon eher nachvollziehen, denn nun ist Ian Anderson allgegenwärtig und sehr dominierend mit seinem Gesang und der Querflöte.

Auch die „Perlen“ des Albums liegen an dessen Anfang. Der Titelsong „Minstrel In The Gallery“ ist eine aus mehreren Teilen zusammengesetzte Nummer, bei der Martin Barre alles aus seiner Gitarre herausholen darf. Sehr rockig das Ganze. „Cold Wind To Valhalla“ startet wunderschön mit der Akustikgitarre und entwickelt sich dann im weiteren Verlauf ebenfalls zu einem Hard Rocker. Das klingt alles sehr überzeugend und sehr gelungen. Auch die weiteren Titel warten mit sehr viel Melodiösität auf. Die Musik geht sofort ins Ohr, klingt absolut typisch für Jethro Tull und sehr viel näher an einer Platte wie „Thick As A Brick“ als wie am Vorgänger „War Child“. Aber, die Härte macht dann doch den Unterschied zu den früheren Werken aus.

Fazit: Eine sehr gelungene Platte ist „Minstrel In The Gallery“ geworden. Wer Hard Rock mag und auch die musikalische Welt von Ian Anderson zu schätzen weiß, die oder der wird diese Platte lieben. Dazu gesellen sich einige sehr nette Einfälle, wieder jede Menge Melodiösität und auch ein Schuss Skurrilität, ebenfalls etwas, was der Musik nur gut tun kann. Sehr empfehlenswert. Elf Punkte.

Anspieltipps: Minstrel In The Gallery, Cold Wind To Valhalla



Dienstag, 2. Dezember 2014

Yes – Tormato




Yes – Tormato


Besetzung:

Jon Anderson – vocals, percussion, puerto rican cuatro
Steve Howe – gibson les paul custom, martin 00045, spanish guitar, fender broadcaster, acoustic gibson guitar, gibson es-175, mandolin, vocals
Chris Squire – rickenbacker bass guitar, gibson thunderbird bass guitar, piano, bass pedals, vocals
Rick Wakeman – piano, hammond organ, polymoog synthesizer, birotron, harpsichord, rmi electra piano
Alan White – drums, glockenspiel, crotales, cymbals, bell tree, drum synthesizer, gongs, vibraphone, vocals


Label: Rhino Records


Erscheinungsdatum: 1978


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Future Times/Rejoice (6:47)
2. Don't Kill The Whale (3:58)
3. Madrigal (2:27)
4. Release, Release (5:49)
5. Arriving UFO (6:09)
6. Circus Of Heaven (4:32)
7. Onward (4:05)
8. On The Silent Wings Of Freedom (7:52)


Bonus Tracks der 2004 remasterten Album-Version:

9. Abilene (B-side of "Don't Kill The Whale") (4:03)
10. Money (3:15)
11. Picasso (2:12)
12. Some Are Born (5:43)
13. You Can Be Saved (4:20)
14. High (4:30)
15. Days (demo) (1:01)
16. Countryside (3:12)
17. Everybody's Song (early demo of "Does It Really Happen") (6:48)
18. Onward (hidden track) (3:06)

Gesamtspieldauer: 1:19:49




„Tormato“ heißt das neunte Studioalbum der britischen progressive Rockband Yes, welches im Jahr 1978 veröffentlicht wurde. Der auf „Going For The One“ einmal eingeschlagene Weg wurde mit diesem Album konsequent fortgesetzt. Die langen und ausufernden Titel gibt es nicht mehr auf einem Yes Album. Stattdessen befinden sich nun je vier Titel auf jeder Seite der ursprünglichen Schallplatte. Fast hat man ein wenig das Gefühl, Yes wollten endlich eine ganz „normale“ Band werden.

Sind sie aber natürlich nicht, denn bei jedem einzelnen Ton hört man auch hier, dass die Band, die hier spielt, nur Yes sein kann. Klar, der Gesang des Jon Anderson ist verräterisch und diesem eindeutig zuzuordnen, doch das ist es nicht alleine. Es sind die Arrangements, der Sound, die Gitarre des Steve Howe und auch das Bassspiel des Chris Squire, die auch „Tormato“ eindeutig als Yes-Album überführen und kennzeichnen.

Leider ist jedoch das vorliegende Songmaterial nicht das allerbeste im kreativen Schaffen der Musiker. Leider muss man sogar noch einen Schritt weitergehen und diese Platte als jene kennzeichnen, die bisher die schwächste ist in der Geschichte der Band, von der Entstehung bis hin zum Jahr 1978. Auszunehmen von dieser Kritik ist dabei ganz eindeutig der Titel „Don’t Kill The Whale“, mit dem die Band sogar einen Charterfolg verzeichnen konnte. Ein richtig guter Pop-Rock-Titel, eingängig und dabei doch auch ein wenig verschroben. Die nächste Nummer, „Madrigal“, ist wieder eine für Yes so typische, ruhige Ballade und ebenfalls durchaus gelungen. Auch sehr überzeugend ist „Onward“ geworden. Hier klingen Yes nun auch so, wie sie vorher in diesem Jahrzehnt geklungen hatten. Das Lied ist dabei relativ ruhig gehalten und ebenfalls sehr melodiös und eingängig geworden.

Nun, die restlichen fünf Lieder sind noch nicht einmal besonders schlecht oder gar grauenvoll. Aber sie verstehen es nicht mehr, den Hörer irgendwie zu treffen. Wobei die Nummer „Release, Release“, ein etwas rockiger Titel, jedoch leider sogar ein wenig nervt mit diesem „Release, Release“-Gerufe und diesem fast schon penetranten Keyboardsound. Dieser wird übrigens sogar noch mal getoppt und zwar gegen Ende der ursprünglich letzten Titels „On The Silent Wings Of Freedom”. Wie Rick Wakeman diesen Sound gut finden konnte, wird sich mir wohl niemals erschließen.

Positive Erwähnung finden sollte hier allerdings, die mit zehn Bonus-Titeln mehr als üppige Ausstattung der remasterten CD. Auch wenn das Material ebenfalls nicht sonderlich weltbewegend ist, so ist es doch interessant zu hören, was Yes so alles ausprobierten. Manchmal klingt das sehr poppig, ein anderes Mal eher nach einem Rock’n’Roll. Klar wird auf jeden Fall, warum es so mancher Titel nie oder nur in stark abgeänderter Form auf ein Yes-Album geschafft hat. Zum Teil klingt das nämlich noch nicht einmal nach Yes-Musik. Trotzdem irgendwie interessant.

Fazit: „Tormato“ ist das schlechteste Yes-Album bisher in der Diskographie der Band. Trotzdem gibt es hier auch Höhepunkte zu erhören, die durchaus Spaß machen. Allerdings haben die einzelnen Lieder über die gesamte Platte hinweg gesehen nicht mehr ganz die Qualität vorheriger Veröffentlichungen. Irgendwie wirkt manche Nummer einfach nach Füllmaterial oder noch nicht ganz ausgereift. Klar ist die Scheibe ein Muss für alle Yes-Fans und „Don’t Kill The Whale“ sollte man als Rock-Fan auch mal gehört haben. Allerdings ist „Tormato“ kein Meilenstein in der Diskographie von Yes. Durchschnitt eben. Acht Punkte.

Anspieltipps: Don’t Kill The Whale, Madrigal, Onward



Montag, 1. Dezember 2014

Eloy – Ocean




Eloy – Ocean


Besetzung:

Frank Bornemann – lead vocals, all electric, acoustic and effect guitars
Klaus Peter Maziol – vocals, thunderbird and fender fretless bass guitars
Detlev Schmidtchen – hammond orga, mini moog and arp synthesizers, Mellotron, rmi keyboard computer, xylophone, angelic voices
Jürgen Rosenthal – sonor genuine rosewood drums,paiste cymbals, timbales, roto-toms, temple blocks, kettle drums, tubular bells, morse key, voice triangles, paper and flute


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Krautrock, Progressive Rock


Trackliste:

1. Poseidon’s Creation (11:43)
2. Incarnation Of Logos (8:27)
3. Decay Of Logos (8:19)
4. Atlantis’ Agony At June 5th -8498, 13 p.m. Gregorian Earthtime (15:40)

Gesamtspieldauer: 44:08




Im Jahr 1977 veröffentlichte die deutsche Progressive Rockband Eloy ihr sechstes Studioalbum unter dem Titel „Ocean“. Wieder einmal schafften es die Musiker um Frank Bornemann dabei, sehr melodiösen progressiven Rock auf ein Album zu pressen und erneut wurde diese Musik mit einer inhaltlichen Story versehen. Die Texte auf der Platte erzählen dieses Mal die Geschichte vom Untergang der Stadt Atlantis und dabei werden auch Parallelen zur heutigen Zeit gezogen.

Somit stellt „Ocean“ ein sehr typisches Eloy-Album für die damalige Zeit dar. Kauft man eine Scheibe aus den mittleren bis späteren 70er Jahren von Eloy, dann muss einem klar sein, dass hier der sehr melodiösen Form des Progressive Rocks gefrönt wird. Dazu gesellen sich futuristische oder phantastische Fantasy-Geschichten. Die Musik ist immer etwas mehr vom Keyboard als von den Gitarren dominiert, obwohl Gitarrist Frank Bornemann sicherlich maßgeblich am Sound von Eloy mit beteiligt war.

Das Album wurde zum erfolgreichsten Album für Eloy überhaupt. Hatte sich „Dawn“ bereits gut verkauft, so toppte „Ocean“ diese Verkaufszahlen spielend. Allerdings war Eloy niemals ein Liebling der Musikkritiker, diese „zerpflückten“ regelmäßig die Alben der Hannoveraner bis zum letzten Takt. Trotzdem verkaufte sich Eloy zu dieser Zeit sehr gut, den Hörern schien also das Gehörte sehr zu gefallen und die Meinung der diversen Musikkritiker keinerlei Rolle zu spielen.

Nun, auch wenn die Musik nicht ganz an jene auf „Dawn“ heranreicht, dort klangen Eloy für mich noch ein wenig innovativer, eingängiger, ideenreicher, so ist auch „Ocean“ kein schlechtes Album geworden. Wahrlich nicht. Warum es in der Musikpresse so schlecht wegkam, kann man sich im Grunde genommen nur über den Gesang erklären. Frank Bornemann hat noch nicht mal ein schlechte Stimme, nur er kann eben nicht Englisch singen. Wenn man statt „Earth“ dann „Öass“ hört, dann gruselt es einen schon ein wenig und dies mindert durchaus auch ein bisschen den Hörgenuss. Trotzdem hat die Musik etwas.

Fazit: Wieder Mal gibt es melodischen und progressiven Rock aus dem Hause Eloy. Wer diese Ausrichtung dieses Musikgenres mag, wird auch die Platte „Ocean“ lieben. Durchaus hörenswert die Scheibe. Sie reicht musikalisch nicht ganz an „Dawn“ heran, aber das stellt natürlich eine Geschmacksfrage dar, die Grenzen sind hier sehr fließend. Negativ fällt auf „Ocean“ einmal mehr der Gesang auf, „Denglisch“ ist einfach nicht jedermanns Sache. Sei’s drum, „Ocean“ lohnt gehört zu werden. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Poseidon’s Creation



Sonntag, 30. November 2014

The Hooters – Nervous Night




The Hooters – Nervous Night


Besetzung:

Eric Bazilian – lead vocals, guitars, bass, mandolin, saxophone
Rob Hyman – lead vocals, keyboards, melodica
Andy King – bass guitar, vocals
John Lilley – guitar
David Uosikkinen – drums


Label: CBS


Erscheinungsdatum: 1985


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

1. And We Danced (3:48)
2. Day By Day (3:24)
3. All You Zombies (5:58)
4. Don't Take My Car Out Tonight (3:55)
5. Nervous Night (3:58)
6. Hanging On A Heartbeat (4:20)
7. Where Do The Children Go (5:29)
8. South Ferry Road (3:43)
9. She Comes In Colors (4:12)
10. Blood From A Stone (4:13)

Gesamtspieldauer: 43:07




„Nervous Night” heißt das zweite Studioalbum der amerikanischen Rockband The Hooters und wurde im Jahre 1985 veröffentlicht. Oder sollte man besser Pop-Band sagen, denn die Übergänge zwischen diesen Musikgenres in der Musik der Hooters sind durchaus fließend. Nun, „Nervous Night“ ist das mit Abstand erfolgreichste Album der US-Amerikaner und hält gleich zu Beginn des Albums, mit die größten Hits der Band für ihre Hörer parat.

War es in Deutschland der Titel „All You Zombies“, der den größten Erfolg als Single einfuhr, so waren es in den USA „And We Danced“ und vor allen Dingen „Day By Day“, welche die höchsten Chartplatzierungen erreichten. Und genau so wie die beiden letztgenannten Titel, so klingen die Hooters im Grunde genommen durchweg, über die ganze Scheibe hinweg. Ziemlich geradlinig ins Ohr gehend, absolut unkompliziert, ein wenig fröhlich, etwas rockig, jedoch nicht zu sehr und durchaus melodiös.

„All You Zombies“ klingt dagegen etwas anders. Sehr viel dunkler und rockiger und auch rhythmischer, mit einem etwa stärkeren Groove versehen. Zudem auch genau so schnell eingängig, wie die anderen Nummern auf dem Album. Nun, die restlichen Stücke sind, wie bereits angedeutet, eher mit den ersten beiden Nummern zu vergleichen. Fröhlicher und unkomplizierter Pop-Rock ist hier zu hören, der keinem etwas antut. Leider läuft das dann manches Mal allerdings auch einfach so durch, ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen, denn ganz so zünden können die Melodien nun doch nicht mehr. Als leichte Hintergrundmusik durchaus geeignet – und das ist jetzt noch nicht einmal böse oder abwertend gemeint.

Fazit: Ein „nettes” Album ist „Nervous Night” geworden. Durchaus auch eine Scheibe, die unterhalten kann. Wer eher auf anspruchsvolle Musik steht, der ist hier, mit dieser Scheibe, allerdings ganz schlecht bedient. Die Hooters wollen hier sanft und unkompliziert unterhalten, das gelingt ihnen auch mit der Platte. Dabei ist „All You Zombies“ auch noch ein toller Song. Was will man mehr? Neun Punkte.

Anspieltipps: And We Danced, Day By Day, All You Zombies



Samstag, 29. November 2014

Led Zeppelin – In Through The Out Door




Led Zeppelin – In Through The Out Door


Besetzung:

John Bonham – drums
John Paul Jones – bass guitar, mandolin, keyboards, synthesizer, piano
Jimmy Page – electric & acoustic guitars, gizmotron, production
Robert Plant – lead vocals


Label: Swan Song Records


Erscheinungsdatum: 1979


Stil: Rock


Trackliste:

1. In The Evening (6:51)
2. South Bound Saurez (4:14)
3. Fool In The Rain (6:13)
4. Hot Dog (3:17)
5. Carouselambra (10:34)
6. All My Love (5:56)
7. I'm Gonna Crawl (5:30)

Gesamtspieldauer: 42:36




„In Through The Out Door” ist das achte Studioalbum von Led Zeppelin und irgendwie auch das letzte offizielle. Denn „Coda“, die Platte die 1982 noch nachgeschoben wurde, war nur noch eine Pflichterfüllung nach dem Tode John Bonhams, der etwas über ein Jahr nach der Veröffentlichung von „In Through The Out Door” verstarb. Und diese Scheibe ist äußerst umstritten bei den Fans der Band. Meistens belegt diese gerade erwähnte Platte „Coda“ den letzten Platz, wenn es um das schlechteste Led Zeppelin Album geht. Oftmals findet sich dann allerdings auch „In Through The Out Door” auf dem vorletzten Platz.

Nun, was Led Zeppelin hier vielleicht ein wenig übertrieben haben ist die Tatsache, dass auf dieser Platte unglaublich viele verschiedene Musikgenres bedient werden. Rock, Pop, Rock’n’Roll, Country, Blues, Boogie Woogie und was weiß ich nicht noch alles. Ach ja, brasilianischer Samba ist auch dabei, wie man auf „Fool In The Rain“ hören kann. Das ist natürlich eine ganz heftige Mixtur, bei der auch noch zu bedenken ist, dass die Gitarren hier deutlich in den Hintergrund treten und die Platte dieses Mal durchaus vom Keyboard dominiert wird.

Trotzdem ist die Scheibe nicht so schlecht, wie viele sie sehen. Gleich die erste Nummer „In The Evening“ hat es bereits in sich. Ein wirklich guter Rock Song, der sofort ins Ohr geht. Kraftvoll und im Mid-Tempo angesiedelt, wäre die Nummer auch auf früheren Platten ein Höhepunkt gewesen. Weiteres Highlight ist sicherlich der Titel „All My Love”, den Robert Plant für seinen, mit fünf Jahren verstorbenen Sohn geschrieben hat. Bis auf diese doch etwas seltsame Keyboardfanfare in der Mitte des Liedes, eine wirklich gelungene Nummer. Ohrwurmcharakter inklusive.

Nun und der Rest? Da gibt es immer wieder Höhepunkte, wenn auch nicht durchgängig. Und klar, Boogie Woogie oder auch Samba-Töne, mag man von Led Zeppelin irgendwie nicht hören. Von daher ist diese Platte nicht durchgängig uneingeschränkt zu genießen. Allerdings stellt sich bei mehrmaligem Hören durchaus ein Gewöhnungseffekt ein, wie immer man diesen auch werten möchte.

Fazit: Ein paar Höhepunkte, ein paar seltsame Ausflüge und auch eine ganze Menge Mittelmaß kennzeichnen dieses letzte Studioalbum Led Zeppelins, bei dem noch alle vier Musiker unter den Lebenden weilten. Trotzdem bekommt man hier wahrlich keine schlechte Musik geboten, sondern zum Teil eben unbekannte Seiten von Led Zeppelin. Durchaus interessant. Neun Punkte.

Anspieltipps: In The Evening, All My Love



Freitag, 28. November 2014

Rainbow – Difficult To Cure




Rainbow – Difficult To Cure


Besetzung:

Ritchie Blackmore – guitars
Don Airey – keyboards
Roger Glover – bass, percussion
Joe Lynn Turner – vocals
Bobby Rondinelli – drums


Label: Polydor


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: Hard Rock


Trackliste:

1. I Surrender (4:05)
2. Spotlight Kid (4:54)
3. No Release (5:37)
4. Magic (4:09)
5. Vielleicht Das Nächste Mal (Maybe Next Time) (3:20)
6. Can't Happen Here (5:00)
7. Freedom Fighter (4:24)
9. Difficult To Cure (5:58)

Gesamtspieldauer: 42:53




„Difficult To Cure” ist das fünfte Album von Rainbow. Es wurde 1981 veröffentlicht und war ein riesiger Schritt der Band hin zum Mainstream Rock, um auch auf dem amerikanischen Musikmarkt endlich punkten zu können. Hatte Ronnie James Dio die Band bereits 1978 aufgrund von Streitigkeiten mit Ritchie Blackmore verlassen, so war der Auftritt Graham Bonnets als Sänger von Rainbow lediglich auf das Album „Down To Earth“ beschränkt. Hier auf „Difficult To Cure” war nun beim Singen Joe Lynn Turner zu hören. Ein Amerikaner, durch den sich Ritchie Blackmore ebenfalls noch einen Schub für den nordamerikanischen Markt erhoffte. Joe Lynn Turner macht seine Sache auf dem Album auch sehr gut, eine außergewöhnliche Stimme besitzt er jedoch nicht.

Mit den ersten Alben von Rainbow hat diese Scheibe hier nicht mehr viel gemein. Alles wirkt sehr geschliffen und irgendwie kantenlos. Eingängiger Hard Rock sollte zu hören sein, der auch Chartplatzierungen aufweisen sollte. Das gelang auch, denn die Nummer „I Surrender“ stieg bis auf Position 3 der britischen Hitparade und bedeutete damit gleichzeitig die höchste Chartposition einer Rainbow-Single überhaupt. Geschrieben worden war das Stück von Russ Ballard, der in dieser Zeit öfters als Songschreiber für Ritchie Blackmore tätig war.

Die Musik ist allgemein sehr massentauglich. Sicherlich befindet sich kein richtig schlechter Titel auf dem Album, herausragend ist das jedoch auch nicht mehr, da im Grunde genommen absolut austauschbar und leider auch ein wenig belanglos. Mit den zwei Instrumentalnummern „Vielleicht Das Nächste Mal (Maybe Next Time)“ und „Difficult To Cure“, in welchem sogar Beethovens Neunte mit verarbeitet wurde, geht die Band zumindest mal etwas andere Wege. Hier beweist Ritchie Blackmore zudem einmal mehr, dass er durchaus immer gewillt war, auch mal über den Tellerrand hinauszusehen. Außerdem kann er hier deutlich zeigen, dass er mit zu den besten Gitarristen seiner Zeit zählte.

Fazit: Ein durchschnittliches Album ist „Difficult To Cure“ geworden. Mit zumeist auch sehr durchschnittlichen Titeln. Klar ist das nicht schlecht, essentiell jedoch auch nicht. Die Platte kann man immer mal wieder auflegen, aber sie wird dabei keine großartigen Spuren hinterlassen. Ganz nett gemachter Mainstream Rock eben. Acht Punkte.

Anspieltipps: I Surrender, Vielleicht Das Nächste Mal



Donnerstag, 27. November 2014

Jethro Tull – War Child




Jethro Tull – War Child


Besetzung:

Ian Anderson – flute, acoustic guitar, saxophones, vocals
Martin Barre – electric guitar, spanish guitar
John Evan – piano, organ, synthesisers, accordion
Jeffrey Hammond – bass guitar, string bass
Barriemore Barlow – drums, percussion


Gastmusiker:

David Palmer – orchestral arrangements


Label: Chrysalis


Erscheinungsdatum: 1974


Stil: Folk Rock, Hard Rock, Progressive Rock


Trackliste:

1. War Child (4:36)
2. Queen And Country (3:01)
3. Ladies (3:19)
4. Back-Door Angels (5:29)
5. Sealion (3:37)
6. Skating Away (On The Thin Ice Of The New Day) (3:58)
7. Bungle In The Jungle (3:37)
8. Only Solitaire (1:39)
9. The Third Hoorah (4:51)
10. Two Fingers (5:11)

Gesamtspieldauer: 39:19




„War Child“ ist das siebte Studioalbum von Jethro Tull und wurde im Oktober 1974 veröffentlicht. Nachdem die Band um Ian Anderson mit „Thick As A Brick“ und dem durchaus umstrittenen „A Passion Play“ zwei Alben veröffentlicht hatte, auf denen jeweils nur zwei Titel zu finden waren, je einer nämlich auf Seite 1 und Seite 2 der Schallplatte, so sollte nun wieder ein eher „normales“ Album veröffentlicht werden. Wichtig war der Band dabei auch, dass dieses nicht mehr so düster klingen sollte, wie noch „A Passion Play“.

Als Ergebnis bekommt der Hörer hier nun zehn Rock Songs geboten. Sehr abwechslungsreich das Ganze, durchaus. Manche der Titel sind eher ruhig gehalten und gehen überdies in die Richtung Folk Rock. Bestes Beispiel hierfür ist wohl die sehr eingängige Nummer „Skating Away (On The Thin Ice Of The New Day)“. Auch härtere Töne gibt es jetzt vermehrt zu hören, mitunter trifft hier der Begriff Hard Rock durchaus voll ins Schwarze. Nur Progressive Rock, den findet man auf „War Child“ nur noch am Rande, wenn er denn überhaupt mal angedeutet wird.

Von der Instrumentierung her gibt es auch etwas nicht ganz so Alltägliches für ein Jethro Tull Album. Neben dem relativ häufigen Einsatz der Spanischen Gitarre durch Martin Barre, ist es auch John Evan, der etwas Besonderes beiträgt. Dies ist der vermehrte Akkordeon-Einsatz, der so und in dieser Häufigkeit auch auf keiner anderen Jethro Tull Platte zu hören ist und in Verbindung mit Hard Rock durchaus positive Reizpunkte setzt. Dazu gesellen sich die wirklich gelungenen Orchester-Arrangements des David Palmer und der hier ebenfalls deutlich häufiger zum Tragen kommende Saxophon-Einsatz des Ian Anderson. Alles auch Punkte, die „War Child“ irgendwie außergewöhnlich werden lässt in der Diskographie von Jethro Tull.

Fazit: Für mich reicht diese Scheibe nicht an „A Passion Play“ und erst recht nicht an „Thick As A Brick“ heran, die beiden Vorgängeralben. Hörenswert ist „War Child“ jedoch allemal. Zwar ist die Scheibe eine einigermaßen „normale“ Rockplatte geworden, jedoch trägt diese deutlich die Überschrift „Jethro Tull“. Spannend und abwechslungsreich ist das allerdings durchaus, lohnenswert zu hören zudem. Zehn Punkte.

Anspieltipps: War Child, Skating Away, The Third Hoorah



Mittwoch, 26. November 2014

Grobschnitt – Rockpommel’s Land




Grobschnitt – Rockpommel’s Land


Besetzung:

Eroc – drums, percussion, electronic effects, lyrics, odd devicy brainwaves
Lupo – lead guitars, acoustic guitars, duck-bum-like background vocals
Mist – keyboards, theme and conception of the story
Pop – bass guitar, ardent advocate of the vegetable and other kingdoms
Wildschwein – lead vocals, electric and acoustic guitars, beer annihilation


Label: Brain Metronome


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Progressive Rock, Krautrock


Trackliste:

1. Ernie’s Reise (10:56)
2. Severity Town (10:05)
3. Anywhere (4:13)
4. Rockpommel’s Land (20:55)

Gesamtspieldauer: 46:09




„Rockpommel’s Land“ ist das vierte Studioalbum der deutschen Krautrocker von Grobschnitt. Veröffentlicht wurde es im Jahr 1977 und enthält dabei äußerst symphonischen Progressive Rock. Das Konzeptalbum erzählt die Geschichte von Ernie, einem Tagträumer, der in einem seiner Abenteuer mit dem Vogel Maraboo in die Stadt „Severity Town“ fliegt, dort Freundschaften schließt und seinen Freunden letztendlich aus der Unterdrückung heraushilft.

Alles auf „Rockpommel’s Land“ ist melodisch und harmonisch. Eingängiger Progressive Rock wird hier geboten. Die aggressiven Töne oder Abschnitte, die es im Prog auch immer wieder zu hören gibt, diese fehlen hier absolut und vollständig. „Rockpommel’s Land“ ist auf Harmonien ausgerichtet, das einzige, was manches Mal etwas rauer klingt, das ist die Stimme Wildschweins, die mitunter ruhig auch ein klein wenig lieblicher hätte klingen können, in all diesem „Wohlklang“. Die Musik erinnert stark an die offensichtlichen Vorbilder Grobschnitts aus England, die nur wenige Jahre zuvor ebensolche Musik veröffentlichten. 1977 waren diese „Vorbilder“ jedoch, offensichtlich beeinflusst durch die aufkommende Punk-Welle, zumeist deutlich poppiger oder rockiger geworden. Grobschnitt hält mit diesem Album jedoch die Fahne des melodiösen und sanften Progressive Rock hoch.

Es wird viel erzählt auf „Rockpommel’s Land“. Soll heißen, ausgedehnte Instrumentalpassagen - wie zum Beispiel auf „Solar Music“ gibt es hier nicht zu hören. Die Stimme Wildschweins ist allgegenwärtig. Auch drängt sich kein Instrument besonders in den Vordergrund. Alles scheint gleichberechtigt zu sein und genau so wirkt die komplette Scheibe dann auch, wie ein Miteinander verschiedener Musiker, die Spaß am Zusammenspiel haben. Die Musik geht schnell ins Ohr und verbleibt dort auch, wenn man denn auf diese melodische Melange aus Prog Rock und Krautrock steht.

Fazit: Durchaus gelungen, was Grobschnitt hier ihren Hörern bieten. Wenn man sich dann noch die Zeit nimmt, die Kopfhörer aufsetzt und es sich auf dem Sofa bequem macht, dann ist diese dreiviertel Stunde Spieldauer des Albums wie ein kleiner Film vor dem geistigen Auge, denn dem Text kann man auch sehr gut ohne allzu große Englischkenntnisse folgen. Empfehlenswert für alle Freunde von Yes, Genesis und auch Renaissance, die diese Bands gerade wegen ihrer harmonisch melodiösen Musik der frühen 70er Jahre lieben. Natürlich auch ein Meilenstein in der Diskographie von Grobschnitt selbst. An Solar Music kommt die Scheibe allerdings nicht heran. Elf Punkte.

Anspieltipps: Sollte man gesamt durchhören.



Dienstag, 25. November 2014

Various Artists – Troubadours – Folk And The Roots Of American Music




Various Artists – Troubadours – Folk And The Roots Of American Music


Die amerikanische Folk Music wird seit rund einhundert Jahren aufgezeichnet. Gitarre, Banjo, Mundharmonika, Gesang. Ganz schlicht, ganz einfach, doch umso ausdrucksstärker. Da wird nicht geschnörkelt, da wird nicht viel Zeit mit Solos verloren, da wird gesungen, um eine Botschaft zu vermitteln. Folk Music war die Grundlage für vieles, was wir heute hören. Einige Namen stechen heraus, wie Woody Guthrie, Pete Seeger, Bob Dylan oder Joan Baez. Doch es gibt viel mehr Stimmen zu entdecken.

Bear Family Records liefert mit der vierteiligen CD Serie “Troubadours – Folk and the Roots of American Music” eine umfassende Sammlung. Viermal drei CDs. Folk Music zum Eintauchen. Geschichten aus dem amerikanischen Jahrhundert. Vom Gewerkschaftskampf, der Wirtschaftskrise, den Kriegen und der Bürgerrechtsbewegung. Folk Music hat sich eingemischt, war zum hochpolitisch, hat Standpunkte bezogen, hat einen Soundtrack für das Leben am Rande des “American Dream” geliefert.

Diese CD Reihe ist eine fantastische Liedersammlung aus teils bekannten und noch mehr unbekannten Songs und Künstlern. Es ist eine Dokumentation, die zum Einmischen, zum Hinsehen, zum Nachlesen auffordert. “Which side are you on” zum Beispiel, ein Lied aus dem Jahr 1941, gesungen von den Almanac Singers. Dahinter steckten  Millard Lampell, Lee Hays, Pete Seeger und Woody Guthrie. Nur zwei Jahre lang existierte diese Formation, doch sie war Teil einer durchaus bedeutenden Anti-Rassismus, Anti-Kriegs und Pro-Gewerkschafts Bewegung in den USA. Im Rückblick auf die 40er Jahre wird das leider allzuoft übersehen. Amerika war (und ist) nicht nur Kriegsmaschinerie.

Die vierteilige Serie “Troubadours – Folk and the Roots of American Music” auf insgesamt 12 CDs, begleitet von umfangreichen Booklets fordert den Hörer richtiggehend dazu auf, sich mit diesem Teil der amerikanischen Geschichte zu befassen. Und es lohnt sich in vielerlei Hinsicht. Es ist eine etwas andere Lehrstunde, es sind diese Geschichten, die mich persönlich anziehen, begeistern. Manches rauscht, manches knistert, das macht gar nichts aus, ganz im Gegenteil, es bringt einem der Musik nur näher. Hier hört man die Wurzeln, hier kann man verfolgen, welche Einflüsse die frühen Pioniere, wie die Carter Family, auf die nächste und die übernächste Generation hatten.

Amerika, Deine Musik. “Troubadours – Folk and the Roots of American Music” ist ein wunderbares Geschichtsalbum zum Hören.

Montag, 24. November 2014

Yes – Going For The One




Yes – Going For The One

Besetzung:

Jon Anderson – lead vocals, harp
Chris Squire – 4-, 6-, and 8-string bass guitars, backing vocals
Steve Howe – acoustic and electric guitars, pedal steel guitar, backing vocals
Rick Wakeman – polymoog and minimoog synthesizers, church organ, piano, mellotron, choir arrangement
Alan White – drums, tuned percussion


Gastmusiker:

Richard Williams Singers – choir


Label: Atlantic Records


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Going For The One (5:36)
2. Turn Of The Century (7:43)
3. Parallels (6:11)
4. Wonderous Stories (3:53)
5. Awaken (15:35)

Gesamtspieldauer: 38:59




„Going For The One“ betitelten die fünf Musiker von Yes ihr achtes Studioalbum, welches im Sommer des Jahres 1977 veröffentlicht wurde. Hatten Yes in den ersten sechs Jahren ihres Bestehens bereits sieben Studioalben veröffentlicht, so waren nun bereits drei Jahre seit „Relayer“, dem Vorgängeralbum, vergangen. Rick Wakeman war zurückgekehrt und übernahm wieder die Tasteninstrumente, der Schweizer Patrick Moraz hatte die Band aufgrund musikalischer Differenzen verlassen. Für den Fan sprang noch eine Änderung sofort ins Auge. Waren vorher zumeist irgendwelche Fantasy-Landschaften auf den Covern abgebildet, so kann man das Cover für „Going For The One“ durchaus als steril bezeichnen. Man sieht einen unbekleideten Mann von hinten, der vor einem mehrfach angeordneten Wolkenkratzer steht. Dafür zeichnete sich dieses Mal nicht mehr der Fantasy-Künstler Roger Dean verantwortlich, sondern die Gestaltung wurde von Storm Thorgerson und seiner Firma Hipgnosis übernommen, die vor allem durch die Plattencover von Pink Floyd Berühmtheit erlangte.

Patrick Moraz wollte weiter den etwas jazzigen Stil der Band auf „Relayer“ ausbauen, womit die anderen Musiker so überhaupt nicht einverstanden waren, somit war eine Trennung unumgänglich geworden. Nachdem dann schließlich Rick Wakeman die ersten Ideen zum neuen Album gehört hatte und ihm zugesichert wurde, dass er sich zudem um seine Solokarriere kümmern könnte, stieg dieser wieder bei Yes ein. Der Sound der Band sollte nun nach dem Willen der Musiker wieder eingängiger und „massentauglicher“ werden.

Dann legt man die Platte auf, beziehungsweise die Scheibe ein, und ist erst mal überrascht. Nein, man ist sich sogar sicher, dass hier nur ein Fehler vorliegen kann. Irgendetwas muss bei der Verpackung schief gelaufen sein, man hat irgendeine Rock’n’Roll-Combo aus Versehen in die Hülle eines Yes Covers gepackt. Wirklich, das Album startet mit Rock’n’Roll-Musik. Gut bereits nach wenigen Sekunden weiß man dann, dass hier doch Yes zu hören sind und zwar mit dem Titellied des Albums „Going For The One“. Jetzt wird es nämlich durchaus ein wenig Yes-typischer und ist eben kein normaler Rock’n’Roll mehr, eher ein Rocker à la Yes. Nun richtig überzeugend ist das jedoch nicht, auch wenn Steve Howe sich hier mal so richtig im Solo ausleben kann. Mit jedem weiteren Hören geht die Nummer sogar sehr gut ins Ohr, jedoch absolute Begeisterung kann dieses Lied trotzdem nicht hervorrufen. Das gilt ebenfalls für den zweiten „Rocker“ der Scheibe, „Parallels“ aus der Feder Chris Squires. Dieses Mal ist die Nummer auch nicht so eingängig wie noch das Titellied. Rockig zwar, aber es klingt irgendwie ein wenig überladen, da die Soli auf der Gitarre und der Orgel gleichzeitig gespielt werden und Jon Anderson darüber auch noch singt. Nun und besonders melodiös ist das dann auch nicht mehr.

Das sieht beim zweiten Stück des Albums „Turn Of The Century“ allerdings schon ganz anders aus. Die Nummer ist zwar ein wenig proggig und vertrackt, klingt aber genau so, wie man Yes von früheren Alben, vor „Relayer“, her kannte. Zunächst sehr ruhig gehalten, entwickelt sich das Lied dann immer weiter, wird lauter und schneller, bleibt seinen Harmonien jedoch treu. „Wonderous Stories“ ist dagegen eine wunderschöne Ballade. Melancholisch verträumt, geht diese sofort in Ohr und besitzt auch diesen besonderen Wiedererkennungswert, der manchen Titeln einfach innewohnt.

Bliebe noch das Hauptstück der Platte „Awaken“, welches nicht nur wegen seiner Laufzeit von bald sechzehn Minuten an frühere Tage erinnert. Mit „Awaken“ sind Yes wieder einmal auf ihrem Höhepunkt angekommen. Ein unglaublich komplexes Lied, bestehend aus mehreren Teilen. Mal treibend, dann wieder sanft fließend, melodisch, aber auch fordernd und sehr, sehr spannend. Hier passt einfach alles. Yes nehmen einen mit „Awaken“ auf eine musikalische Reise, die es lohnt gehört und genossen zu werden. Progressive Rock von seiner besten Seite.

Fazit: Nicht alles auf „Going For The One“ ist überzeugend. Rock’n’Roll mag ich auch gar nicht von dieser Band hören. Da gibt es genügend andere Combos, die das sehr viel besser können. Aber ich möchte von Yes Progressive Rock hören und genau dieses Musikgenre zelebrieren die fünf Musiker mit „Awaken“ exzellent. Zweifellos der Höhepunkt der Platte. Dazu gibt es mit „Turn Of The Century” und „Wonderous Stories“ zwei weitere, wahrlich gelungene Tracks, die das Album für Freunde des Progressive Rock sehr lohnenswert werden lassen. Und noch etwas soll hier nicht unerwähnt bleiben. Der Punk hatte seinen Siegeszug begonnen, der Progressive Rock war den meisten Hörern viel zu komplex und ausufernd geworden. Und dann kommen Yes im Jahr 1977 daher und legen diese Platte vor. Vielleicht sind die beiden rockigen Titel kleine Zugeständnisse an den geänderten Musikgeschmack der damaligen Zeit. Dem Rest der Platte ist dieser Zeitgeist jedoch so etwas von egal. Hier wird weiter Musik gemacht, wie zu den Hochzeiten des Progressive Rock: kompromisslos kompliziert, vertrackt und melodiös harmonisch. Danke Yes. Elf Punkte.

Anspieltipps: Awaken



Sonntag, 23. November 2014

Van Der Graaf Generator – A Grounding In Numbers




Van Der Graaf Generator – A Grounding In Numbers


Besetzung:

Peter Hammill – voice, piano, electric guitar, ashbory bass
Hugh Banton – organs, bass pedals, bass guitar, hapsichord, piano, glockenspiel, 10 string bass, guitar
Guy Evans – drums, percussion, guitar


Label: Esoteric Recordings


Erscheinungsdatum: 2011


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Your Time Starts Now (4:15)
2. Mathematics (3:38)
3. Highly Strung (3:36)
4. Red Baron (2:23)
5. Bunsho (5:03)
6. Snake Oil (5:21)
7. Splink (2:37)
8. Embarrassing Kid (3:07)
9. Medusa (2:12)
10. Mr. Sands (5:22)
11. Smoke (2:30)
12. 5533 (2:42)
13. All Over The Place (6:04)

Gesamtspieldauer: 48:50




„A Grounding In Numbers“ heißt das elfte Studioalbum von Van Der Graaf Generator und dieses stellt durchaus etwas Besonderes dar. Denn wann gab es das schon einmal, dass auf einem Van Der Graaf Generator Album dreizehn verschiedenen Titel zu finden sind, die oftmals nur mit drei Minuten Laufzeit ausgestattet wurden? Genau, noch nie! Trotzdem hört man auf „A Grounding In Numbers“ Progressive Rock, der durchaus auch mal ein wenig vertrackter sein kann, zudem jedoch immer wieder sehr melodiöse Passagen aufweist.

Inhaltlich befasst sich die Scheibe mit Zahlen und ganz allgemein mit der Mathematik. Veröffentlicht wurde das Album am 14. März, im amerikanischen schreibt man das als 3.14, also die ersten drei Ziffern der Zahl Pi. Zufall? Sicherlich kein Zufall ist jedoch, dass Van Der Graaf Generator hier auf „A Grounding In Numbers“ wieder mal aus dem Vollen schöpfen. Auch wenn es dieses Mal keinen Longtrack mehr gibt, so vereinen diese dreizehn Nummern doch alles in sich, was die Musik von Van Der Graaf Generator schon immer ausgenmacht hat. Hier gibt es die schwer zugänglichen Stellen genauso wie die lieblichen, das Ohr umschmeichelnden Passagen. Alles klingt voll, ist ein klein bisschen weniger rockig geraten, als noch der Vorgänger und die Orgel hat hier das Duell für sich entschieden und ist nun wieder etwas dominanter als die Gitarre.

Ebenfalls etwas ungewöhnlich in der Musik von Van Der Graaf Generator sind Instrumentalstücke. Auch diese gibt es hier zu bestaunen und zwar in Form der sehr entspannten Titel „Red Baron“ und „Splink“, wobei letzteres Lied gegen Ende durchaus als „schräg“ zu bezeichnen ist. Höhepunkte der Scheibe sind das sehr eingängige „Mathematics“, auf denen Van Der Graaf Generator wie in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts klingen. Auch „Snake Oil“ gehört zu den besonderen Titeln der Platte, die einen auf eine Zeitreise vierzig Jahre in die Vergangenheit schicken möchten. Dazu noch die letzte und gleichzeitig längste Nummer „All Over The Place“. Dieses klingt zunächst ein wenig mitttelalterlich, woran sich mehrere, sehr spannende und melodiöse, typisch nach Van der Graaf klingende, jedoch nicht mehr unbedingt einer Epoche zuzuordnende Abschnitte anschließen.

Fazit: Es gibt nicht allzu viele Bands oder einzelne Musiker, die über solch einen langen Zeitraum nie eine einzige Platte veröffentlicht haben, die nicht deutlich vom restlichen Durchschnitt der eigenen Diskographie abfällt. Im Bereich des progressiven Rocks lässt sich da wohl überhaupt kein Beispiel finden. Doch eines gibt es, ein Vertreter dieses Genres, der mit jeder Platte zu überzeugen wusste und diese Band heißt Van Der Graaf Generator. Auf „A Grounding In Numbers“ sind die Titel kürzer geworden, die Qualität ist jedoch geblieben. Durchaus empfehlenswert. Elf Punkte.

Anspieltipps: Mathematics, Snake Oil, All Over The Place



Samstag, 22. November 2014

Wovenhand – The Laughing Stalk




Wovenhand – The Laughing Stalk


Besetzung:

David Eugene Edwards – guitar, piano, banjo and vocals
His Grace, Sir Charles French – guitar
Ordy Garrison – drums
Gregory Garcia – bass
Jeffrey Linsenmeier – organ


Label: Glitterhouse Records


Erscheinungsdatum: 2012


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Long Horn (4:56)
2. The Laughing Stalk (5:02)
3. In The Temple (5:14)
4. King O King (4:18)
5. Closer (3:18)
6. Maize (4:06)
7. Coup Stick (4:28)
8. As Wool (5:42)
9. Glistening Black (5:48)

Gesamtspieldauer: 42:51




„The Laughing Stalk” ist das bereits siebte Studioalbum von Wovenhand oder sollte man besser sagen das siebte Soloalbum des David Eugene Edwards? Es erschien im Jahr 2012 und knüpft stilistisch exakt am Vorgängeralbum „The Threshingfloor“, welches zwei Jahre zuvor veröffentlicht wurde, an. Erneut benötigt man sehr viele Durchläufe dieser Scheibe, um die Musik besser fassbar zu machen. Wieder wirkt alles düster, fast sogar schon dunkel. Die christlichen Botschaften, die David Eugene Edwards mit seinen Liedern zu transportieren versucht, wirken musikalisch gesehen eher einschüchternd, als aufmunternd.

Natürlich ist dies auch kein Alternative Country mehr, höchstens noch in ganz, ganz kleinen Ansätzen. Zu hören gibt es auf „The Laughing Stalk” hauptsächlich Alternative bis Independent Rock, der sehr treibend vorgetragen wird. Zeit zum „Ausruhen“ gibt es hier nicht. Die Musik prescht in ihrer Finsternis nach vorne, versucht den Hörer zu treffen ohne, dass ihr das so richtig gelingen will – höchstens mal phasenweise. Ausfälle gibt es zwar keine auf diesem Album, jedoch fehlen nicht nur die richtigen Höhepunkte. Die Scheibe läuft einfach so durch, leider auch immer wieder, egal wie oft man diese in den CD-Spieler einlegt. Ein wenig wirkt das Ganze so, als ob David Eugene Edwards mit 16 Horsepower auf dem Höhepunkt seines Schaffens war, welchen er auch noch mit zu den Anfängen von Wovenhand hinüberretten konnte. Nun aber, bereits einige Jahre nach 16 Horsepower, scheinen ihm irgendwie die Ideen und Einfälle ausgegangen zu sein.

Fazit: Nein, „The Laughing Stalk” ist kein schlechtes Album. Wirklich nicht. Wenn es das erste ist, welches man von Wovenhand hört, kann es durchaus passieren, dass man beeindruckt ist von dieser dunklen Stimmung und dem vollen Sound dieses Alternative Rock. Wenn man die Band jedoch seit ihrem Beginn verfolgt, fällt auf, dass vieles schon mal da war und nun noch in leicht abgewandelter Form wiedergegeben wird. Dazu fehlen auch die wirklich eingängigen Melodien, die aus der Masse herausragen. Diese gibt es einfach nicht auf „The Laughing Stalk”. Was bleibt ist ein durchschnittliches Album. Acht Punkte.

Anspieltipps: Long Horn, Maize, Glistening Black



Freitag, 21. November 2014

Gentle Giant – In A Glass House




Gentle Giant – In A Glass House


Besetzung:

Derek Shulman – vocals, alto and soprano saxophone and recorder
Gary Green – 6 and 12 string guitars, mandolin, percussion and alto recorder
Kerry Minnear – all keyboards, tune percussion, recorder and vocals
Ray Shulman – bass guitar, violin, acoustic guitar, percussion and backing vocals
John Weathers – drums and percussion


Label: Vertigo


Erscheinungsdatum: 1973


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. The Runaway (7:24)
2. An Inmates Lullaby (4:31)
3. Way Of Life (7:53)
4. Experience (7:50)
5. A Reunion (2:11)
6. In A Glass House (8:08)

Gesamtspieldauer: 37:57




„In A Glass House” heißt das fünfte Album von Gentle Giant. Im Jahre 1973 wurde es veröffentlicht, ist es dabei sehr viel schneller zugänglich, als die meisten anderen Platten der Band. Dies alles vor dem Hintergrund, dass der dritte Shulman Bruder Gentle Giant gerade verlassen hatte, um wieder als Lehrer zu arbeiten. Aber es gab noch mehr Schwierigkeiten. Die Plattenfirma machte Schwierigkeiten, weil sie die Musik von Gentle Giant auf „In A Glass House“ für nicht zugänglich und damit unverkäuflich ansah. Das amerikanische Label der Band ging da sogar noch einen Schritt weiter und veröffentlichte die Platte gar nicht erst in den USA. Der Grund war derselbe, Kosten würden entstehen und die Scheibe selbst klang den Marketing Leuten einfach nicht verkäuflich.

Gentle Giant zelebrierten zu dieser Zeit Progressive Rock, der sehr viel komplizierter war, als jener der Kollegen von zum Beispiel Genesis oder Yes. Nicht weiter verwunderlich, dass der Band der große Durchbruch somit nie restlos gelang. Sehr schade, denn alleine dieses Album hätte so viel mehr Aufmerksamkeit verdient. Hier gibt es treibende und rockige Parts zu hören, verträumte Abschnitte, sehr melodiöse Passagen, gleichberechtigt neben deutlich vertrackteren Abschnitten. Hier wird der Rhythmus mal aus zerschlagenen Gläsern generiert, ein anderes Mal hört man ein wunderschön verträumtes Glockenspiel, welches überhaupt keine Perkussion mehr benötigt. Die fünf Musiker spielen auf „In A Glass House“ Alt- und Sopran-Saxophon, 6- und 12-String akustische und elektrische Gitarren, Moog, Hammond Orgel, Piano, Orgel, Klavichord, Celesta, Glockenspiel, Marimba, Vibraphone, Pauke, Cello, Bass, Violine, elektrische Violine, Tamburin, Schlagzeug und Kuhglocke. Und dazu wurden keinerlei Gastmusiker eingeladen, alles wurde selbst eingespielt. Zu all diesen Instrumenten gesellt sich dann der oftmals noch mehrstimmig arrangierte Gesang und fertig ist das volle und intensive Klangerlebnis, welches immer wieder auch von Überraschungen wie plötzlichen Rhythmus- und Tempowechseln, lauteren und leiseren Passagen lebt.

Fazit: Progressiv Rock von seiner besten Seite bieten hier die fünf Musiker von Gentle Giant. Abwechslungsreich, voller Ideen und Einfälle, wunderbar umgesetzt und durchaus auch eingängig gehalten. Sicherlich wieder mal keine Musik für das Radio, wohl auch deshalb blieb Gentle Giant der große Erfolg immer versagt. Dafür ist die Musik der Band so unfassbar anders als alles andere, was man sonst so zu hören bekommt. Genau dies macht die Musik von Gentle Giant so spannend und hörenswert. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: The Runaway, An Inmates Lullaby