Freitag, 7. August 2015

Pearl Jam – Ten




Pearl Jam – Ten


Besetzung:

Mike McCready – lead guitar
Stone Gossard – rhythm guitar
Jeff Ament – bass guitar
Eddie Vedder – vocals
Dave Krusen – drums


Gastmusiker:

Walter Gray – cello
Tim Palmer – fire extinguisher, pepper shaker
Rick Parashar – piano, organ, percussion


Label: Epic Records


Erscheinungsdatum: 1991


Stil: Grunge, Alternative Rock


Trackliste:

1. Once (3:51)
2. Even Flow (4:53)
3. Alive (5:41)
4. Why Go (3:19)
5. Black (5:43)
6. Jeremy (5:19)
7. Oceans (2:41)
8. Porch (3:30)
9. Garden (4:59)
10. Deep (4:18)
11. Release (9:06)

Gesamtspieldauer: 53:25




„Ten“ nannten die fünf Musiker aus Seattle, Washington ihr Debut-Album, welches zunächst gar nicht mal so erfolgreich startete. Als dann jedoch der „Grunge-Zug“ Fahrt aufnahm und den Musikmarkt weltweit überrollte, da wurde auch „Ten“ von Pearl Jam zu einem Verkaufsschlager und erreichte über ein Jahr nach dem Erscheinen immerhin Platz 2 der amerikanischen Billboard Charts. Nach der Auflösung ihrer vorherigen Band Mother Love Bone, gründeten Bassist Jeff Ament und Gitarrist Stone Gossard zusammen mit dem Sänger Eddie Vedder, dem Gitarristen Mike McCready und Schlagzeuger Dave Krusen Pearl Jam. Die Lieder auf „Ten“ entstanden dabei meist auf die Art, dass die vier Instrumentalisten darauf los jammten und Eddie Vedder schließlich seine Texte dazu sang, welche von Obdachlosigkeit, Depressionen oder Missbrauch handeln.

Das Ergebnis kann sich wahrlich sehen beziehungsweise hören lassen. Packende und mitreißende Rock Musik gibt es auf „Ten“ zu genießen. Die Musik bewegt sich dabei gar nicht mal zu sehr in den Gefilden des Grunge, kommt manches Mal auch in der Mitte, im Mainstream an, ohne dass dies hier abwertend gemeint wäre. Die einzelnen Nummern zünden ziemlich schnell und gehen ins Ohr. Höhepunkte sind dabei sicherlich das überragende „Alive“ und das nicht weniger gelungene „Jeremy“. Bei beiden Titeln kommt auch die Stimme des Eddie Vedder so richtig zur Geltung und er spielt mit den Silben und Wörtern auf seine ganz eigene Art, sodass diese sich schnell, in der Kombination mit der Melodie, beim Hörer verankern.

Die Scheibe läuft in einem Guss durch, niemals wird die Musik langweilig, keiner der Titel ist belanglos oder aber langweilig, alles hat seine Qualität. Auf „Ten“ gibt es Rock Musik zu hören, die allerdings niemals in das ganz harte Fach abdriftet. Über allem steht immer die Melodie, die sich in den allermeisten Fällen auch ziemlich zügig beim Konsumenten festzusetzen versteht.

Fazit: Ein wahrlich gelungenes Debut stellt „Ten“ für Pearl Jam dar. Auch wenn der Start des Albums verkaufstechnisch etwas zäh verlief, so ist die Platte heute immer noch ihre erfolgreichste, mit inzwischen bereits über zehn Millionen verkauften Kopien. Sehr eingängigen Grunge bekommt man auf „Ten“ zu hören, dessen einzelne Lieder zu treuen Begleitern werden. Macht Spaß. Elf Punkte.

Anspieltipps: Alive, Jeremy



Donnerstag, 6. August 2015

John Parr – Man With A Vision




John Parr – Man With A Vision


Besetzung:

John Parr – all instruments


Gastmusiker:

Richard Cottle – keyboards on “Wilderness”, saxophone on “Come Out Fightin’”
Paul Hodson – keyboards on “This Time”, “It’s Startin’ All Over Again” and “Everytime”
John Cook – piano on “Bedtime Story”
Dave Lane – piano on “Dirty Lovin’”, organ on “Ghost Driver”
Harold Faltermeyer – keyboards on “Restless Hearts”
Peter Goalby – rhythm guitar on “It’s Startin’ All Over Again” and “Everytime”
Nick Robinson – harmonica on “Dirty Lovin’”


Label: Blue Martin Records


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Adult Oriented Rock (AOR)


Trackliste:

1. Wilderness Years (1:34)
2. Man With A Vision (3:59)
3. It's Startin’ All Over Again (3:25)
4. Restless Heart (4:36)
5. Ghost Driver (4:10)
6. Bedtime Story (5:03)
7. Come Out Fightin' (5:17)
8. Everytime (4:55)
9. Killer On The Sheets (3:47)
10. Dirty Lovin' (4:42)
11. This Time (5:17)
12. Sarah (4:00)

Gesamtspielzeit: 50:52




Der Engländer John Parr steht für AOR, also Adult Oriented Rock. Musik, die genau auf den nordamerikanischen Mann abzielt und auch abgestimmt ist und mit der damals wie heute immer noch jede Menge Geld zu verdienen ist. AOR bedeutet eingängige Rock-Musik, nicht zu hart, jedoch auch auf keinen Fall verweichlicht. Die Texte drehen sich zum großen Teil um das Thema „Liebe“ und die Melodien müssen gleich beim ersten Mal des Hörens gefallen oder zumindest nicht nerven, dass man als Hörer weiter dabei bleibt.

Dieses dritte Album des John Parr, welches er 1992 unter dem Titel „Man With A Vision“ veröffentlichte, kann man beim Autofahren hören, beim Spazieren gehen, unter der Dusche, relaxt auf dem Sofa, während des Joggens, beim Abwasch, im Aufzug, beim Lesen, bei der Nahrungszubereitung, bei jeglicher Nahrungsaufnahme, beim Segeln, beim Kreuzworträtsellösen, beim Arbeiten am Computer, beim Staubsaugen und beim Apfelpflücken. Die Platte kann im Hintergrund laufen, während man sich unterhält. „Man With A Vision“ enthält jedoch auch Titel, die dann auch mal lauter abgespielt werden können, vielleicht findet sich ja doch die eine oder der andere, die oder der gerne mal tanzt. Diese Musik könnte bei diversen Fluggesellschaften als Teil des Unterhaltungsprogramms an Bord hinterlegt sein, als Kaufhaushintergrundmusik laufen und natürlich bei absolut jedem Radiosender dieser Welt in der Endlosschleife integriert sein – und zwar praktisch jede der zwölf Nummern.

Nun, man könnte natürlich auch sagen, diese Art der Musik ist irgendwie nichtssagend. Das lässt sich alles gut anhören, bleibt allerdings nicht unbedingt länger haften. Die einzelnen Titel ähneln sich auch durchaus ein wenig, großartig experimentiert wird dabei schon mal gar nicht – ein einmal eingeschlagener Weg wird konsequent durchgezogen. Sieht man das Ganze aus jener Perspektive, dass John Parr eben nur unterhalten will, kein Interesse daran hat, mit seiner Musik das Leben komplizierter zu gestalten, dann muss man feststellen, dass der Brite sein Ziel zu 100% erfüllt hat. Möchte man als Hörer allerdings etwas Neues, etwas Interessantes hören, dann ist dieses Album definitiv nicht dafür geeignet. Der Titel, der hier noch am meisten überzeugt, ist „Ghost Driver“, da dieser zumindest mit einer gewissen Atmosphäre und mit einem inhaltlich etwas anderen Text aufwarten kann.

Fazit: Adult Oriented Rock, Stadion Rock oder aber einfach schlicht und ergreifend Mainstream, das zelebriert John Parr auf „Man With A Vision“. Damit war er auch überaus erfolgreich, verkaufte weltweit mehr als zehn Millionen Kopien seiner Platten – diese hier mit eingeschlossen. Mit ist das ehrlich gesagt zu langweilig, die Texte nerven oft mit ihrem Gesülze und irgendwie ist das alles aalglatt. Einfach zu glatt. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Ghost Driver



Mittwoch, 5. August 2015

The Cure – Standing On A Beach – The Singles




The Cure – Standing On A Beach – The Singles


Besetzung:

Robert Smith – vocals, guitar, keyboards, violin
Michael Dempsey – bass
Lol Tolhurst – drums, drum machine, keyboards
Simon Gallup – bass
Matthieu Hartley – keyboards
Goulding – drums
Phil Thornalley – bass
Andy Anderson – drums
Porl Thompson – keyboards
Boris Williams – drums


Label: Fiction Records


Erscheinungsdatum: 1986


Stil: New Wave, Alternative Rock, Gothic Rock


Trackliste:

1. Killing An Arab (2:22)
2. Boys Don't Cry (2:35)
3. Jumping Someone Else's Train (2:54)
4. A Forest (4:53)
5. Primary (3:33)
6. Charlotte Sometimes (4:13)
7. The Hanging Garden (4:21)
8. Let's Go To Bed" (3:33)
9. The Walk (3:28)
10. The Love Cats (3:38)
11. The Caterpillar (3:38)
12. In Between Days (2:56)
13. Close To Me (3:39)

Gesamtspieldauer: 45:44




Dass sich Kompilationsalben auch lohnen können, bewiest diese, unter dem Namen „Standing On A Beach“, im Jahr 1986 erschienene Zusammenstellung der Singles der britischen Band The Cure. Hierbei werden die Jahre 1978 bis 1985 abgedeckt. Auf „Standing On A Beach“ bekommt man zu hören, wie die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts eben auch klingen konnten. Ist das Gothic Rock, Alternative Rock oder doch New Wave? Vollkommen egal, The Cure klingen hier frisch und spannend, teilweise irgendwie marode sowie immer sehr verspielt. Alle Titel sind dabei überaus eingängig und melodiös und bleiben sofort im Ohr hängen.

Viele, jedoch nicht jeder der Titel wurde auch ein Hit. Hört man die Platte zum ersten Mal, so werden einem viele Nummern bekannt vorkommen, da sie auch heute noch immer wieder mal im Radio gespielt werden. Andere Lieder sind einem dagegen eher unbekannt, wenn man denn nicht schon immer ein The-Cure-Junkie war oder ist und alle Scheiben der Band sein Eigen nennt. Doch auch wenn man eben nicht alle Nummern bereits mehrmals gehört hat, so wird bei deren erstem Hören bereits klar, dass diese sich qualitativ in keinster Weise von den bekannteren Stücken unterscheiden. Kein Lied fällt hier großartig gegenüber dem anderen ab, alles besitzt Qualität und das auf einem, für diese damalige musikalische Epoche, doch überraschenderweise hohem Niveau.

Nicht verwechseln darf man „Standing On A Beach“ übrigens mit der CD-Ausgabe der Platte, die unter dem Titel „Staring At The Sea“ veröffentlicht wurde. Aber man kann diese beiden Ausgaben verwechseln, denn so groß sind die Unterschiede nicht. Dies wiederum bedeutet, dass der Kauf der einen Ausgabe kaum lohnt, wenn man die andere bereits besitzt. Auf der CD-Ausgabe befinden sich vier weitere Titel, die ursprünglich allerdings keine Singles-Auskopplungen darstellten.

Fazit: New Wave bis Rock von seiner besten Seite bekommt man auf “Standing On A Beach“ serviert. Schöne, eingängige Melodien gibt es hier zu hören, kein Titel fällt gegenüber den anderen ab. Da macht es wahrlich Spaß zuzuhören. Leben muss man dabei allerdings mit der Stimme des Robert Smith, die mancher beziehungsweise manchem sicherlich zu weinerlich klingen wird. Allerdings macht diese – so finde zumindest ich – jedoch auch ein wenig der Magie von The Cure aus. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Boys Don’t Cry, Jumping Someone Else's Train, Close To Me



Dienstag, 4. August 2015

Endgames – Natural




Endgames – Natural


Besetzung:

David Rudden – vocals
Willie Gardner – guitar and bass
David Murdoch – keyboards
Brian McGee – drums


Gastmusiker:

Pandit Dinesh – percussion
Mel Gaynor – drums
John McKenzie – bass
John Reid – bass
Winston Blisset – bass
Ann Dudley – strings



Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1985


Stil: New Wave, Synthie Pop, Funk


Trackliste:

1. Shouting Out For Love (4:49)
2. Pressure (3:34)
3. Natural Joy (3:42)
4. Come Back Baby (3:42)
5. Keep On Believing (4:04)
6. I Cried (4:12)
7. Somewhere To Run (4:19)
8. If I Fall (4:18)
9. All My Life (3:54)

Gesamtspieldauer: 36:41




Nach der ersten Platte der Endgames, die den Titel „Building Beauty“ trug, haben sich die Schotten von ihrer Plattenfirma getrennt und es entstand ein Bieterwettbewerb unter den Labels, den schließlich Virgin Records für Europa und MCA für die USA gewann. Das Ergebnis heißt „Natural“, wurde 1985 veröffentlicht und stellt eine unfassbar seichte Mischung aus New Wave gepaart mit Synthie-Pop-Klängen dar, welche immer wieder mal mit funkigen Tönen angereichert wurde.

Es gibt wirklich Musik, die ist reine Zeitverschwendung. Bei den Endgames und ihrer zweiten und auch letzten Platte trifft dies zu hundert Prozent zu. Angeblich gibt es die Band allerdings immer noch. Das bedeutet sicherlich nichts anderes, als dass das dritte Album, was nun nach dreißig Jahren noch immer nicht erschien, wohl geplant und gut durchdacht sein wird... Meine Nerven ist das langweilig, was es hier zu hören gibt. Funkige Synthie-Pop-Klänge, die oftmals zum Fremdschämen einladen, wenn man sich dann auch noch die Mühe macht, die Texte etwas genauer zu studieren. Viel schlimmer geht es nimmer.

Mitunter erinnert das Ganze an einigen Stellen auch an Modern Talking, nicht durchgängig, jedoch gibt es diese Abschnitte. Genauso wie Stellen, die an Boygroups erinnern. Solch ein Titel wie „I Cried“ zielt eindeutig auf elf- bis zwölfjährige Mädchen ab, gesanglich, textlich und musikalisch. Absolut grauenvoll. Auch nach vielen Durchläufen, so fair sollte man sein, wenn man danach etwas darüber schreiben möchte, gibt es hier nicht viel, was auf der positiven Seite hängenbleibt.

Was man den vier Schotten, die hier die „unschottischste“ Musik überhaupt machen, jedoch garantiert nicht vorwerfen kann ist, dass sie allzu komplizierte, verkopfte Titel aufnehmen würden. Alles ist für den schnellen Gebrauch vorbereitet, man benötigt im Grunde genommen nicht viele Anläufe, um sich hier reinzuhören. Und dann gibt es auf „Natural“ auch noch ein Lied, welches man, wenn es mal nicht mit fisteliger Stimme gesungen wird, durchaus gut hören kann. „Somewhere To Run“ schlägt ein wenig aus der Reihe, ist ein Rock-Pop-Lied und funktioniert auch genau so.

Fazit: Definitiv nicht mein Ding, definitiv wohl auch nichts mehr für die heutige Zeit. Eine Nummer ist hörbar, der Rest mal mehr, mal weniger schlimm geraten. Musik für den Moment in den 80er Jahren. Die Musiker waren sich natürlich bewusst, dass sie mit „Natural“ keine Platte für die Ewigkeit schaffen werden. Aber so oberflächlich hätte „Natural“ doch auch nicht unbedingt werden müssen, wie „Somewhere To Run“ beweist. Drei Punkte.

Anspieltipps: Somewhere To Run



Montag, 3. August 2015

Marius Müller-Westernhagen – Lausige Zeiten




Marius Müller-Westernhagen – Lausige Zeiten


Besetzung:

Marius Müller-Westernhagen – Gesang


Gastmusiker:

Lothar Meid – Bass, Linn-Drum, DX-7, PPG Wave 22, Korg DW 8000, Emulator 2, Commodore
Rüdiger Elze – Gitarre, Mandoline
Christian Schneider – Saxophon


Label: Warner Brothers Records


Erscheinungsdatum: 1986


Stil: DeutschRock


Trackliste:

1. Lausige Zeiten (3:05)
2. Wir Sitzen Alle In Einem Boot (4:18)
3. Es Tut Weh (4:11)
4. Berlin (3:30)
5. Mir Ist So Heiss (4:49)
6. Kannst Du Mir Vertrauen (3:07)
7. Kein Gefuehl (6:25)
8. Sonntagskind (2:47)
9. Schrei (3:27)
10. Tanz Mit Mir (5:19)

Gesamtspieldauer: 40:15




„Lausige Zeiten“ ist bereits das zehnte Studioalbum des Marius Müller-Westernhagen und es erschien im Jahr 1986. Nun, dieses Datum sagt schon einiges darüber aus, was man als geneigter Hörer auf diesem Album zu hören bekommt, nämlich Musik, die absolut in ihrer Zeit verhaftet ist. Hier wird dem Drum-Computer gefrönt und der Synthesizer hat seinen großen Auftritt. Herkömmliche Rock-Instrumente treten da ganz, ganz deutlich in den Hintergrund und spielen nur noch am Rande eine Rolle.

Dies ist sicherlich der Grund dafür, dass diese Platte bei vielen Fans des Marius Müller-Westernhagen immer wieder ganz weit vorne landet, wenn es denn um die Krönung des schlechtesten aller Westernhagen-Alben geht. Gut, der Sound wirkt wahrlich steril und schmeckt irgendwie nach Plastik. Trotzdem finden sich jedoch auch ein paar ganz nette Titel auf dieser Platte, die durchaus einen guten Einblick beziehungsweise Hörbeispiele bezüglich des „typischen“ 80er Jahre Sounds vermittelt.

Höhepunkt der Platte ist für mich gleich die zweite Nummer „Wir Sitzen Alle In Einem Boot“. Ein Lied, welches sofort ins Ohr geht und einfach Spaß macht. Überhaupt, so richtige Ausfälle gibt es auf „Lausige Zeiten“ überhaupt nicht. Alles klingt irgendwie – und das gar nicht mal so schlecht. Die Melodien haben es durchaus in sich und wenn die Platte mit herkömmlichen Musikinstrumenten eingespielt worden wäre, dann hätte sie mit Sicherheit auch einen sehr viel höheren Stellenwert bei den Konsumenten. Naja und eine kleine geschichtliche Zeitreise in Bezug auf Deutschland gibt es auch noch, wenn man solch einen Song wie „Berlin“ hört, der sich zwar musikalisch wie textlich unglaublich anbiedert und somit eher zu den schlechteren des Albums zählt, jedoch textlich durchaus auch das damalige westdeutsche Gefühl wiederspiegelt, wenn es um unsere jetzige Hauptstadt geht.

Fazit: Es ist nicht alles schlecht auf „Lausige Zeiten“. Zwar ist auch nichts überragend, aber so mies, wie diese Platte häufig gemacht wird, ist sie dann auch wieder nicht. Okay, die Musik klingt sehr künstlich und ist für die meisten Ohren sicherlich gewöhnungsbedürftig, trotzdem wissen einige der Melodien durchaus zu gefallen. „Lausige Zeiten“ ist der Ehrlichkeit halber jedoch auch kein essentielles Album des Marius Müller-Westernhagen, welches man kennen sollte, um diesen Musiker zu kennen. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Wir Sitzen Alle In Einem Boot



Sonntag, 2. August 2015

Judas Priest – Killing Machine




Judas Priest – Killing Machine


Besetzung:

Rob Halford – vocals
K. K. Downing – guitar
Glenn Tipton – guitar
Ian Hill – bass guitar
Les Binks – drums


Label: Columbia Records


Erscheinungsdatum: 1978


Stil: Heavy Metal, Hard Rock


Trackliste:

1. Delivering The Goods (4:16)
2. Rock Forever (3:19)
3. Evening Star (4:06)
4. Hell Bent For Leather (2:41)
5. Take On The World (3:00)
6. Burnin' Up (4:07)
7. The Green Manalishi (With The Two-Pronged Crown) (3:23)
8. Killing Machine (3:01)
9. Running Wild (2:58)
10. Before The Dawn (3:23)
11. Evil Fantasies (4:15)

Gesamtspieldauer: 37:34




„Killing Machine“ gilt als eines der Klassiker in der Reihe der Studio-Alben von Judas Priest, obwohl diese Scheibe nie ganz den Kultstatus erzielen konnte, wie der Nachfolger „British Steel“. Dabei ist diese fünfte Platte der Briten, welches 1978 in England und dann Anfang 1979 auch in den USA erschien, angefüllt mit Heavy Metal, welches das Herz des Rock-Fans höher schlagen lassen dürfte.

Auch wenn diese Platte nicht ein einzelnes „Aushängeschild“, den einen Song enthält, der deutlich bekannter ist, als der Rest der Platte, so finden sich auf „Killing Machine“ elf Titel, die sich qualitativ kaum unterscheiden. Manches Mal driftet die Musik zwar bei einzelnen Refrains in eine Art Mitgröllied ab, wie zum Beispiel bei den ansonsten gar nicht schlechten „Evening Star“ oder „Take On The World“, allerdings wird diese kleine „Anbiederei“ auch nicht zu sehr eingesetzt, geschweige denn übertrieben.

Nach bereits wenigen Durchläufen zünden die einzelnen Lieder deutlich besser und haben sich dann auch im Musikzentrum des Hörers festgesetzt. Klar muss man etwas mit den schwereren Gitarren anzufangen wissen, denn verweichlicht klingt so gar nichts auf „Killing Machine“. Mit Ausnahme von „Before The Dawn“, einer wirklich sehr schönen Ballade, wird hier nach bester Heavy Metal Manier gerockt. Neben diesem ruhigen Höhepunkt weiß auch noch das sehr abwechslungsreiche „Burnin‘ Up“ zu gefallen. Sehr futuristisch eingeleitet, rockt auch dieses Stück im weiteren Verlauf perfekt und geht schnell ins Ohr.

Fazit: Judas Priest Fans lieben dieses Album sowieso, wie man in diversen Foren nachlesen kann. Aber auch der Heavy Metal Fan allgemein dürfte an der Scheibe sehr viel Spaß haben. Konsequent und doch abwechslungsreich ist die Musik von Judas Priest hier, als sie sich gerade in einer Schaffensphase befanden, in der die Band ihre besten Alben veröffentlichte. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Burnin' Up, Before The Dawn



Samstag, 1. August 2015

Isaac Hayes – Tough Guys




Isaac Hayes – Tough Guys


Besetzung:

Isaac Hayes – performer 
The Movement – rhythm
The Memphis Symphony Orchestra – strings

Keine weiteren Angaben zu den Musikern


Label: Enterprise Records


Erscheinungsdatum: 1974


Stil: Soundtrack


Trackliste:

1. Title Theme (2:32)
2. Randolph & Dearborn (4:24)
3. The Red Rooster (4:04)
4. Joe Bell (4:57)
5. Hung Up On My Baby (6:15)
6. Kidnapped (2:40)
7. Run Fay Run (2:45)
8. Buns O' Plenty (4:37)
9. The End Theme (1:13)

Gesamtspieldauer: 33:28




Isaac Hayes war ein US-amerikanischer Musiker, Schauspieler und Produzent. Beim Film „Three Tough Guys“ spielte er nicht nur eine der Hauptrollen neben Lino Ventura und Fred Willamson, sondern steuerte auch den Soundtrack bei, der unter dem Titel „Tough Guys“ erschien.

Ehrlich gesagt weiß ich überhaupt nicht mehr, wie ich an diese Platte kam, ich besitze sie allerdings schon eine halbe Ewigkeit und habe sie mir jetzt, für diese Seiten hier, wohl zum ersten Mal so richtig angehört. Nun, der Ehrlichkeit halber muss ich zwar zugeben, dass ich dabei nicht zu viel verpasst habe, jedoch schlecht ist das, was man hier zu hören bekommt, wahrlich auch nicht. Auf „Tough“ Guys hört man zumeist funkige bis rockige orchestrale Filmmusik, die absolut – auch ohne den Film zu kennen – zu einem Gangsterstreifen der 70er Jahre gehören muss. Dabei gibt es keinen absolut herausragenden Titel, der sich irgendwie sofort festsetzt, oftmals dient die Musik nämlich lediglich zur Untermalung bestimmter Szenen, so scheint es zumindest.

Beim „Title Theme“ singt Isaac Hayes auch wenige Zeilen, dies ist somit der einzige Titel, der zumindest dadurch etwas hervorsticht. Manchmal ist die Musik allerdings auch ein wenig langweilig, da solch Filmmusik eben ohne die Bilder oftmals nicht ihre ganze Wirkung entfalten kann. Man hört hier eben kein „Pink Panther Theme“ des Henry Mancini und keinen Ennio Morricone, obwohl es sich bei „Three Tough Guys“ sogar um einen italienischen Gangsterfilm handelt, der also gar nicht so weit entfernt ist von den Italo Western, die zu dieser Zeit auch zu Hauff entstanden sind.

Fazit: Die Musik auf „Tough Guys“ klingt funkig, jedoch nicht übertrieben. Das hört sich alles recht lässig an. Doch solch eine Instrumentalplatte – und das ist sie mit nur einer Ausnahme – legt man eben nicht so häufig auf. Möchte man allerdings mal in „Gangster-Stimmung“ geraten, na dann könnte einem diese Scheibe schon deutlich weiterhelfen. Acht Punkte.

Anspieltipps: Title Theme, The Red Rooster



Freitag, 31. Juli 2015

Kansas – Audio-Visions




Kansas – Audio-Visions


Besetzung:

Phil Ehart – percussion, drums, vocals
Dave Hope – bass guitar, vocals
Kerry Livgren – guitar, percussion, keyboards, vocals
Robby Steinhardt – violin, viola, vocals
Steve Walsh – percussion, keyboards, vocals, vibraphone
Rich Williams – guitar, percussion, vocals


Gastmusiker:

Terry Ehart – vocals
Four Bassmen – vocals, background vocals
Joey Jelf – vocals, background vocals
Victoria Livgren – vocals
Anne Steinhardt – violin, viola, vocals
Lisa White – vocals, background vocals
Donna Williams – vocals, background vocals


Label: Epic Records


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: Melodic Rock, AOR


Trackliste:

1. Relentless (4:56)
2. Anything For You (3:58)
3. Hold On (3:53)
4. Loner (2:30)
5. Curtain Of Iron (6:12)
6. Got To Rock On (3:21)
7. Don't Open Your Eyes (4:05)
8. No One Together (6:58)
9. No Room For A Stranger (3:00)
10. Back Door (4:23)

Gesamtspieldauer: 43:16




Im Jahr 1980 war nichts mehr mit Progressive Rock, für den Kansas ja auch einmal standen. Kansas hatten dabei auf ihren ersten Platten eine ganz spezielle Art dieses musikalischen Genres kreiert, die so nur von den US-Amerikanern gespielt wurde. Auf dem siebten Album der Band mit dem Titel „Audio-Visions“ hört man nun mehr AOR, also Adult Oriented Rock, Stadionrock, Mainstream oder wie immer das man auch nennen möchte – progressiv ist da wahrlich nicht mehr viel.

Klar ist der für Kansas so typische Sound durchaus noch vorhanden und das liegt jetzt nicht alleine an der Geige, die hier auch immer wieder ihren Einsatz findet. Es ist der Sound des Rocks in Verbindung mit dem oftmals auch mehrstimmigen Gesang, der diese Platte ganz eindeutig zu einer Kansas-Platte werden lässt. Nur der innovative Teil, das Besondere wurde der Musik von Kansas absolut entzogen. Da hört man nun oftmals eingängigen Allerwelts-Rock, der nur dazu da ist, möglichst schnell zu zünden. Genau dieser Musik wird man jedoch noch schneller auch überdrüssig. Und wenn dann auch noch so schmachtende Texte wie bei „Hold On“ auf den Hörer einprasseln, dann wird es wahrlich schwierig.

Die Musik insgesamt als schlecht zu beschreiben, würde dieser Platte jedoch auch überhaupt nicht gerecht werden. Sie ist lediglich nichts Besonderes mehr. Alles wirkt ganz nett, geht ins Ohr, nur dieser magische Moment, der bestimmter Musik auch manches Mal innewohnt, dieser fehlt auf „Audio-Visions“ leider völlig. Fast völlig. Bei „Don’t Open Your Eyes“ schimmert noch ein wenig die Leidenschaft früherer Kansas-Alben mit durch. Ein wenig hört man dies auch noch beim abwechslungsreichen „Curtain Of Iron“ sowie beim zunächst sehr dynamischen „No One Together“. Der Rest läuft irgendwie so ganz nett mit. Leider nicht mehr, aber immerhin auch nicht weniger.

Fazit: Insgesamt vierzehn Studioalben haben Kansas in den Jahren 1974 bis 2000 veröffentlicht. Mit dieser siebten Platte „Audio-Visions“, ging es nun erst mal deutlich bergab, obwohl diese Scheibe hier für mich noch einigermaßen Qualität besitzt, wenn auch nicht mehr jene früherer Alben. Hören kann man das allerdings noch ganz gut und es gibt wahrlich schlechtere Musik – auch von Kansas. Von daher durchaus hörbar, Mainstream-Freunde dürften sogar begeistert sein. Das bin ich allerdings definitiv nicht mehr. Acht Punkte.

Anspieltipps: Curtain Of Iron, Don't Open Your Eyes, No One Together



Donnerstag, 30. Juli 2015

Eurythmics – Touch




Eurythmics – Touch


Besetzung:

Annie Lennox – vocals, flute, percussion, keyboard
Dave Stewart – vocals, dulcimer, bass, guitar, drum programming, keyboard, xylophone


Gastmusiker:

Dick Cuthell – trumpet, cornet, flugelhorn
Martin Dobson – baritone saxophone
Dean Garcia – bass
Michael Kamen – conductor
British Philharmonic – strings


Label: RCA Records


Erscheinungsdatum: 1983


Stil: New Wave, Synthie Pop


Trackliste:

1. Here Comes The Rain Again (4:54)
2. Regrets (4:43)
3. Right By Your Side (4:05)
4. Cool Blue (4:48)
5. Who's That Girl? (4:46)
6. The First Cut (4:44)
7. Aqua (4:36)
8. No Fear, No Hate, No Pain (No Broken Hearts) (5:24)
9. Paint A Rumour (7:30)

Gesamtspieldauer: 45:30




Die Eurythmics waren eine große Nummer, damals in den 80er Jahren. Annie Lennox war Kult und Dave Stewart hielt sich schön im Hintergrund. Viele Lieder der beiden schafften es in die jeweiligen Hitparaden vieler Länder, verkauften sich toll, genau wie die Alben. Dass die LP’s, die es damals ja noch waren, so erfolgreich wurden, das lag eindeutig an den Singleauskopplungen. Auch auf dieser dritten Patte des Musik-Duos aus dem Jahr 1983 gab es zwei sehr erfolgreiche Hits, die da waren „Here Comes The Rain Again“ und „Who's That Girl?“.

Beide Nummern verfügen über diese Eingängigkeit, die ein Lied zu einem Ohrwurm werden lässt. Dabei muss einem diese Musik noch nicht einmal gefallen, jedoch wenn diese Lieder einmal gehört wurden, dann bleiben sie abgespeichert, ob man das jetzt gut findet oder nicht. Steht man der Pop-Musik allerdings aufgeschlossen gegenüber, dann gehören beide besagten Titel ganz bestimmt mit zu den Höhepunkten der Platte. Allerdings sind es leider auch die einzigen beiden Höhepunkt auf „Touch“. Der Rest, ganz egal ob er poppig klingt, ob da Calypso-Klänge mit verarbeitet wurden oder aber im Bereich des Synthie-Pop gefischt wird, dieser Rest, der wirkt einfach nicht, klingt zum Teil belanglos, mitunter auch regelrecht atonal und nervig. Einzige Ausnahmen sind noch „Regrets“ und „Cool Blue“, allerdings benötigt man hier auch schon einige Durchläufe, bis man diesen Nummern ebenfalls etwas abgewinnen kann.

Somit stellt „Touch“ ein Album dar, welches man kaum in einem durchhören kann, da wahrlich einige Titel dabei sind, die einfach wie Füllmaterial klingen. Nach dem großen Erfolg des Vorgängers „Sweet Dreams (Are Made Of This)“ musste anscheinend schnell ein Nachfolger her, immerhin war das Vorgängeralbum ebenfalls im Jahr 1983 veröffentlicht worden. Für eine entsprechende Platte, fehlten allerdings die Lieder, mit Ausnahme der bereits erwähnten „Hits“. Das Ergebnis ist dann diese, durch anscheinend schnell produziertes Material, doch recht unausgewogene Scheibe.

Fazit: „Touch“ hat durchaus seine Stärken, leider allerdings noch mehr Schwächen. Einige Lieder darauf zerren wahrlich an den Nerven des Hörers, sind weder Fisch noch Fleisch, manchmal langweilig, mitunter allerdings leider auch einfach nur nervend. Auf „Touch“ gibt es einige Nummern die man ganz gut mit dem Wort „Zeitverschwendung“ umschreiben kann. Es gibt so viel tolle Musik auf diesem Planeten, warum dann seine Zeit mit maximal mittelmäßigen Songs verschwenden – und Ausnahmen bestätigen die Regel. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Here Comes The Rain Again, Who's That Girl?



Mittwoch, 29. Juli 2015

Fleetwood Mac – Fleetwood Mac




Fleetwood Mac – Fleetwood Mac


Besetzung:

Lindsey Buckingham – guitar, banjo, vocals
Stevie Nicks – vocals
Christine McVie – keyboards, synthesizer, vocals
John McVie – bass guitar
Mick Fleetwood – drums, percussion


Gastmusiker:

Waddy Wachtel – rhythm guitar on "Sugar Daddy"


Label: Reprise Records


Erscheinungsdatum: 1975


Stil: Rock


Trackliste:

1. Monday Morning (2:48)
2. Warm Ways (3:54)
3. Blue Letter (2:41)
4. Rhiannon (4:11)
5. Over My Head (3:38)
6. Crystal (5:14)
7. Say You Love Me (4:11)
8. Landslide (3:19)
9. World Turning (4:25)
10. Sugar Daddy (4:10)
11. I'm So Afraid (4:22)

Gesamtspieldauer: 42:12




„Fleetwood Mac“ heißt das zehnte Studioalbum von Fleetwood Mac. Da es eine selbstbetitelte Platte allerdings schon im Rahmen der Debut-Scheibe aus dem Jahr 1968 gab, wurde jenes Debut dann kurzerhand in „Peter Green’s Fleetwood Mac“ umgetauft. Andererseits kursiert dieses zehnte, 1975 entstandene Album bei Fans auch unter dem Titel „The White Album“, um Verwechslungen zu vermeiden.

Es hatte sich etwas getan im Line-Up der Band. Bob Welch hatte Fleetwood Mac Ende 1974 verlassen und Gitarrist und Sänger Lindsey Buckingham sowie Sängerin Stevie Nicks waren zu Fleetwood Mac gestoßen. Das hatte nun auch eine Veränderung im Musikstil der Band zu Folge. Waren die Platten davor noch vom Blues und auch Rock geprägt, so ist es auf „Fleetwood Mac“ eine Mischung aus Rock und Pop, die ganz eindeutig dem Mainstream zugeschrieben werden kann, welche jetzt vorherrscht. Nun, der Erfolg gibt den Musikern natürlich Recht, denn die Scheibe kletterte bis auf Platz 1 der US-amerikanischen Billboard-Charts und verkaufte sich weltweit über fünf Millionen Mal. Der große finanzielle Durchbruch für Fleetwood Mac.

Bekanntestes Lied der Platte ist wohl „Rhiannon“, geschrieben von Steve Nicks. Ein sanfter und verträumter Song, der schnell ins Ohr geht. Diese Singleauskopplung war jedoch nicht die erfolgreichste des Albums. Das war „Over My Head“, ebenfalls von einer Frau, dieses Mal von Christine McVie geschrieben. Die Nummer kletterte in den US-Single-Charts und trug sicherlich zu einem nicht unerheblichen Teil mit zum Erfolg des ganzen Albums bei. Fleetwood Mac klingen hier ebenfalls sanft und das Lied ist fast schon dem Genre Folk zuzuschreiben.

Nun, das waren die beiden erfolgreichsten und wohl auch bekanntesten Nummern der Scheibe. Hörenswert sind außerdem „Crystal“, ebenfalls von Stevie Nicks geschrieben. Lindsey Buckingham singt diese gefühlvolle und ruhige Nummer. „World Turning“ schrieben Lindsey Buckingham und Christine McVie zusammen und jetzt wird es sogar mal ein wenig rockig. Die Nummer groovt, dass man die Füße kaum still halten kann. Den Gesangspart teilen sich hier beide Musiker, bis zu einem Punkt, fast noch in der Mitte des Stücks, ab dem das Lied rhythmisch und groovend ausklingt. Wahrlich überzeugend. Für den Höhepunkt der Platte – zumindest für mich – ist dann allerdings Lindsey Buckingham in Eigenregie verantwortlich. „I'm So Afraid“ ist eine Rock-Nummer, wenn auch nicht die schnellste. Endlich hört man hier jedoch auch mal ein schönes E-Gitarren-Solo und das Lied ist keineswegs mehr so ganz im Mainstream verhaftet, wie eben doch Vieles auf „Fleetwood Mac“. Ein schöner Gegenpunkt.

Fazit: „Fleetwood Mac von Fleetwood Mac gefällt sicher auch deshalb, weil es zum größten Teil eben radiotaugliche Musik ist, die durchaus das Zeug hat, schnell in das Ohr des Hörers einzudringen und sich dort auch zu verfestigen. Mir persönlich gefallen gerade die Titel auf „Fleetwood Mac“ besser, die sich ein Stück von diesem Mainstream entfernen. Dann klingt das für mich auch überzeugend. Der Rest ist für jemanden, der gerne das Außergewöhnliche in der Musik sucht, einfach manchmal zu langweilig. Trotzdem, wahrlich kein schlechtes Album. Neun Punkte.

Anspieltipps: World Turning, I Am So Afraid



Dienstag, 28. Juli 2015

Billy Idol – Billy Idol




Billy Idol – Billy Idol


Besetzung:

Billy Idol – vocals, guitar, arrangements


Gastmusiker:

Steve Stevens – guitars, arrangements
Phil Feit – bass
Steve Missal – drums


Label: Chrysalis


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: Rock, New Wave


Trackliste:

1. Come On, Come On (3:59)
2. White Wedding - Part 1 (4:10)
3. Hot In The City (3:38)
4. Dead On Arrival (3:53)
5. Nobody's Business (4:05)
6. Love Calling (4:55)
7. Hole In The Wall (4:08)
8. Shooting Stars (4:32)
9. It's So Cruel (5:07)
10. Congo Man (1:08)
11. Dancing With Myself (3:16)

Gesamtspieldauer: 42:03




1982 erschien das selbstbetitelte Debut des Billy Idol, jenes Sängers und Musikers, der so herrlich seine Lippen schürzt und damit – unfreiwillig (?) – so manch einen Lacher sofort auf seiner Seite hatte. Billy Idol gab sich damals gerne als Punk, ist das allerdings mit Sicherheit nun nicht mehr, zumindest nicht auf seiner Debut-Platte – vielleicht aber immer noch ganz tief drin in seinem Herzen, wer weiß das schon… Auf dem Album „Billy Idol“ hört man eine Mischung aus Rock mit einigen kleineren New Wave-Anleihen. Alles sehr eingängig komponiert und gestaltet, damit die Musik auch möglichst sofort beim Hörer ankommt du zündet.

Billy Idol hatte Generation X verlassen, von daher wohl auch noch die Aura des Punk, die ihn umgab und mit der Single „Dancing With Myself“, die 1981 veröffentlicht worden war, bereits einen Erfolg gefeiert. Seltsamerweise war dieses Lied auf der ursprünglichen Ausgabe der Platte gar nicht vorhanden, sondern wurde erst der neuerlichen Auflage der Scheibe im Jahr 1983 am Ende hinzugefügt. Was man also auf „Billy Idol“ hört ist ein rockiger New Wave Mix, eingängig und ziemlich schnörkellos. Die Stärken der Platte liegen dabei ganz klar bei den beiden „Hits“ der Scheibe.

Da ist zum einen „White Wedding - Part 1“, welches übrigens so heißt, da es wirklich einen Part 2 gibt, der auf der 12-Inch-Single-Version vorhanden war und sehr viel mehr Synthesizer-lastig ist. Auch dem Kompilations-Album „Vital Idol“ ist die Nummer beigefügt worden. „White Wedding - Part 1“ ist auf jeden Fall eine sehr gelungene Nummer, ein Rocker, den man auch viele Jahre später noch sehr gerne hört und den man, nach dem ersten Genuss, auch nicht mehr vergisst. „Dancing With Myself“ ist schließlich viel eher dem New Wave zuzurechnen. Jedoch auch hier gilt, dass das Lied ziemlich schnell hängenbleibt und eben über eine Melodie verfügt, die es durchaus zu einem Ohrwurm werden lässt. Einmal gehört nicht mehr vergessen.

Nun und der Rest der Scheibe? Ich glaube gar nicht mal, dass man da von „Füllmaterial“ sprechen kann, neun Nummern wären dafür auch definitiv zu viele. Jedoch schaffen es diese Titel längst nicht mehr so zu begeistern und wollen einfach irgendwie nicht so richtig zünden Das kann man alles ganz gut anhören, es bleibt jedoch nur relativ wenig davon hängen. Schade eigentlich.

Fazit: Das Debut des Billy Idol lebt von seinen zwei Höhepunkten, von denen einer ursprünglich gar nicht mit auf der Platte vorhanden war. Allgemein ist das gut eingängiger Rock, den man hier zu hören bekommt, der manches Mal ins Genre des New Wave wildern geht. Viele der Nummer laufen jedoch leider nur mit durch, ohne großartig Spuren beim Hörer zu hinterlassen. Schlecht ist das alles jedoch gewiss nicht, absolut überzeugend allerdings auch nur an zwei Stellen. Acht Punkte.

Anspieltipps: White Wedding – Part 1, Dancing With Myself



Montag, 27. Juli 2015

Earth, Wind & Fire – The Best Of Earth, Wind & Fire, Vol. 1




Earth, Wind & Fire – The Best Of Earth, Wind & Fire, Vol. 1


Besetzung:

Philip Bailey – vocals, percussion
Roland Bautista – guitar
Jessica Cleaves – vocals
Rhamlee Michael Davis – trumpet, flugelhorn
Larry Dunn – keyboards
Johnny Graham – guitar, percussion
Michael Harris – trumpet, flugelhorn
Alan Hewitt – keyboards
Ralph Johnson – drums, percussion
Ronnie Laws – soprano saxophone, tenor saxophone, flute
Al McKay – guitar, percussion
Don Myrick – saxophone
Louis Satterfield – trombone
Dick Smith – guitar
Fred White – drums
Maurice White – vocals, drums, percussion
Verdine White – bass
Andrew Woolfolk – saxophone, flute


Label: Columbia Records


Erscheinungsdatum: 1978


Stil: Disco, Rhythm & Blues


Trackliste:

1. Got to Get You Into My Life (4:03)
2. Fantasy (3:46)
3. Can't Hide Love (4:10)
4. Love Music (3:55)
5. Getaway (3:46)
6. That's The Way Of The World (5:46)
7. September (3:36)
8. Shining Star (2:50)
9. Reasons (4:59)
10. Sing A Song (3:23)

Gesamtspieldauer: 40:22




Hm, im Grunde genommen kommt jetzt überhaupt keine Plattenbesprechung, sondern eine Entschuldigung. Eine Entschuldigung, dass ich mit dieser Best Of …-Scheibe von Earth, Wind & Fire so überhaupt nichts anfangen kann. Es trug sich zu, dass ich Geburtstag hatte. Dies zu einem Zeitpunkt, als ich genau sechs Platten besaß. Das waren vier Pink Floyd Scheiben, nämlich „Meddle“, „The Dark Side Of The Moon“, „Wish You Were Here“ und „Obscured By Clouds“. Dazu gesellte sich dann noch „Breakfast In Amerika“ von Supertramp sowie „Pyramid“ vom Alan Parsons Project. So, nun kam also mein Geburtstag und ich packte hoffnungsfroh meine Geschenke aus, unter anderem diese Platte hier, „The Best Of Earth, Wind & Fire, Vol. 1“. Es war ein Geschenk meiner großen Schwester, die mir die Scheibe mit den Worten „Damit Du nicht nur sowas wie Pink Floyd hörst“, sicherlich gut gemeint überreichte.

Ich bin sofort rüber in mein Zimmer und habe die Scheibe aufgelegt und völlig ungewohnte Töne, ganz neue Klänge drangen an mein Ohr. Gut, um sich bei dieser Musik aus dem Fenster zu stürzen, dazu war unsere Wohnung einfach nicht geeignet, da wir im Parterre wohnten. Allerdings konnte ich wirklich kaum glauben, was ich da hörte. Ich hatte nämlich die Musik gefunden, mit der ich so etwas von überhaupt nichts anfangen konnte, wie nur irgend möglich – und das habe ich meiner Schwester bis heute nicht vergessen. Sie hat mir übrigens nie wieder Musik geschenkt…

Gut, ich kann also mit dieser Art der Disco- und Rhythm & Blues Musik so gar nichts anfangen, sie macht mich fertig. Dabei ist das, was die US-Amerikaner von Earth, Wind & Fire hier ihren Hörern bieten, garantiert nicht einfallslos oder aber einfach nur flach. Wohl eher das Gegenteil stimmt wahrscheinlich, soweit ich das zumindest beurteilen kann anhand der Arrangements zum Beispiel und dem Aufbau einzelner Stücke. Allerdings ist und bleibt Musik eben doch immer eine Geschmackssache und deshalb kann ich es auch absolut nicht nachvollziehen, wie Musikkritiker sich hinstellen können und behaupten, ihr Musikgeschmack hätte keinerlei Einfluss auf eine Rezension. Meiner hat es deutlich, ganz deutlich sogar. Nun, ich gehe also meine Platten durch und unweigerlich musste auch diese hier mal mit aufgenommen werden. Das wusste ich bereits, seitdem ich mit diesen Seiten begonnen habe und seitdem gruselt es mich vor diesem Tag, da ich die Platte ja auch noch einige Male anhörte, um ihr vielleicht doch gerechter werden zu können.

Nun, das hat nicht geklappt, vielmehr hatte ich ein paar schlechte Stunden zu verkraften. Ich flippe innerlich schier aus, wenn ich diesen Fistelgesang höre. Anderseits weiß ich seit damals, dass sich auf „The Best Of Earth, Wind & Fire, Vol. 1“ zumindest zwei Titel befinden, die ich ohne Probleme anhören kann. Da ist zum einen „September“, was gerade noch so geht, zum anderen „Fantasy“, für mich auch eher eine Popnummer mit funkigem Einschlag. Allerdings ausgestattet mit einer schönen Melodie die hängenbleibt. Der Gesang allerdings auch hier… Naja, Schwamm drüber.

Fazit: Ich bete, dass niemals eine Platte mit dem Titel „The Worst Of Earth, Wind & Fire, Vol. 1“ veröffentlicht wird. Was mich echt seit damals beschäftigt ist nämlich die Frage: Wenn dies das Beste von Earth, Wind & Fire ist, wie sieht es dann mit dem Schlechtesten aus? Nicht auszudenken! „The Best Of Earth, Wind & Fire, Vol. 2“ gibt es übrigens auch und noch weitere knapp zwanzig Kompilationsalben. Alles geeignet für Freunde der schwarzen Musik, für R&B-Jüngerinnen und Jünger, für Disco-Tänzer der 70er Jahre. Menschen mit einem ähnlichen Geschmack wie ich, werden mit derartiger Musik massive Probleme haben. Aber ist doch schön, dass die Geschmäcker so unterschiedlich sind. Aber von mir gibt es hierfür jedoch trotzdem lediglich drei Punkte.

Anspieltipps: Fantasy



Sonntag, 26. Juli 2015

Bryan Ferry – These Foolish Things




Bryan Ferry – These Foolish Things


Besetzung:

Bryan Ferry – lead vocals, piano


Gastmusiker:

Bryan Ferry – lead vocals, piano
John Porter – guitar, bass guitar
Phil Manzanera – guitar
Eddie Jobson – strings, keyboards, synthesizer
Roger Ball – alto and baritone saxophones
Ruan O'Lochlainn – alto saxophone
Malcolm Duncan – tenor saxophone
Henry Lowther – trumpet
David Skinner – piano
Paul Thompson – drums
John Punter – drums
Robbie Montgomery – background vocals
Jessie Davis – background vocals
The Angelettes – background vocals


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1973


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

1. A Hard Rain's A-Gonna Fall (5:19
2. River Of Salt (1:48)
3. Don't Ever Change (2:15)
4. Piece Of My Heart (3:06)
5. Baby I Don't Care (1:50)
6. It's My Party (2:00)
7. Don't Worry Baby (4:13)
8. Sympathy For The Devil (5:50)
9. The Tracks Of My Tears (3:04)
10. You Won't See Me  (2:32)
11. I Love How You Love Me (3:02)
12. Loving You Is Sweeter Than Ever (3:06)
13. These Foolish Things (5:41)

Gesamtspieldauer: 43:46




Warum man als Musiker ein Album mit lauter Cover-Versionen aufnehmen muss, das wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben. Auch Bryan Ferry hat dies jedoch getan und zwar bereits mit seinem ersten Solo-Album „These Foolish Things“ im Jahr 1973. Nun; wenn die Lieder jetzt vielleicht ganz neu interpretiert werden, dann liegt drin wahrscheinlich noch ein gewisser Reiz für ein Cover-Album, obwohl man wohl immer alle Titel mit dem Original vergleicht und der Vergleich meist zu Ungunsten der Kopie ausfällt – wenn einem das Original denn überhaupt bekannt ist. Im Grunde genommen kenne ich nur einen Musiker, der es fast durchgängig schaffte, die Titel anderer, durch seine ganz eigene Interpretation dieser, zu seinen eigenen zu machen. Das war Johnny Cash mit seiner „American Recordings“-Reihe, die er in den letzten Jahren seines Lebens veröffentlichte.

„These Foolish Things“ wurde von Bryan Ferry 1973 veröffentlicht und erreichte immerhin Platz 5 der britischen Albumcharts. Bryan Eno hatte gerade Roxy Music verlassen und Bryan Ferry war nun dort der uneingeschränkte Taktgeber und versuchte jedoch gleichzeitig auch auf Solo-Wegen Fuß zu fassen. Wenn man auf Oldies steht – und das waren viele dieser Nummern schon damals, 1973 – dann liegt man mit dieser Scheibe garantiert richtig. Wenn man allerdings etwas Neues dabei hören möchte, dann wird es schon schwieriger. Bryan Ferry ist ein guter Sänger, zweifelsohne, die Titel halten sich allerdings leider zu nah an den jeweiligen Originalen, sodass sich einem die Notwendigkeit für diese Scheibe nicht unbedingt ganz erschließt.

So läuft die Platte durch und man horcht höchstens mal auf, wenn da zu Beginn die Bob Dylan Nummer „A Hard Rain's A-Gonna Fall“ oder „Sympathy For The Devil“ von den Rolling Stones ganz nett wiedergegeben werden. Das war es dann allerdings auch schon, der Rest ist irgendwie kaum der Rede wert. Allerdings wartet der Höhepunkt des ganzen Albums noch am Ende der Platte auf den Zuhörer, die oder der bis hier hin durchgehalten hat. Das Titelstück „These Foolish Things“ hat es wahrlich in sich und geht sofort ins Ohr. Das Stück wurde 1936 von Jack Strachey geschrieben und Eric Maschwitz steuerte unter seinem Pseudonym Holt Marvell den Text bei. Seither wurde die Nummer zig Mal gecovert und ich muss zugeben, ich kenne nur wenige Versionen davon. Allerdings ist diese hier von Bryan Ferry die überzeugendste in meinem kleinen musikalischen Kosmos.

Fazit: „These Foolish Things“ ist ein Cover-Album des Bryan Ferry, auf dem er Titel quer durch das 20. Jahrhundert interpretiert. Vielleicht ist es die Songauswahl oder einfach dann doch die Tatsache, dass es diese Lieder alle schon gibt, die diese Scheibe etwas fragwürdig dastehen lässt. Nun, wer Oldies mag, die oder der kommt hier auf seine Kosten. Ansonsten legt man diese Platte wohl nur sehr selten auf. Einen Höhepunkt hat die Scheibe aber immerhin mit „These Foolish Things“, dem Titellied. Diese Nummer lohnt sich, der Rest jedoch irgendwie weniger, da oftmals belanglos. Sechs Punkte.

Anspieltipps: These Foolish Things



Samstag, 25. Juli 2015

Heaven 17 – Pleasure One




Heaven 17 – Pleasure One


Besetzung:

Glenn Gregory
Ian Craig Marsh
Martyn Ware


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1986


Stil: Synthie Pop


Trackliste:

1. Contenders (5:24)
2. Trouble (4:14)
3. Somebody (4:30)
4. If I Were You (3:34)
5. Low Society (3:40)
6. Red (3:56)
7. Look At Me (5:14)
8. Move Out (3:18)
9. Free (6:25)

Gesamtspieldauer: 39:56




„Heaven 17“ machen für mich irgendwie typische 80er Jahre Musik. Der Sound der Band stand manchmal ein wenig beispielgebend für viele andere Bands, zumindest wenn es sich um Synthie Pop handelte. Nichts anderes hört man auch auf ihrem vierten Album „Pleasure One“ aus dem Jahre 1986. Obwohl, so ganz „reiner“ Synthie Pop ist das gar nicht, für den die drei Musiker von Heaven 17 auch auf diesem Album stehen. Es ist die funkige Ausgabe dieses musikalischen Genres, den Heaven 17 einmal mehr auch auf „Pleasure One“ frönen.

Gut, das muss man mögen, denn diese Musik klingt, unabhängig davon, dass sie in diesem Genre den Funk hochhält, auch sehr synthetisch und irgendwie kalt und nüchtern. Das mag sicherlich auch mit an der Instrumentierung liegen, in der natürlich die Synthesizer die dominierenden Momente darstellen. Dazu noch eine Rhythmusmaschine, die alles noch ein kleinwenig mehr nach Plastik klingen lässt – zumindest in meinen Ohren. Oh Du wunderschöne synthetische Welt.

Mir selbst gefällt das, was ich hier höre – zumindest einigermaßen – immer dann, wenn es eher poppig klingt. Das ist eigentlich lediglich zwei Mal der Fall. Die Nummer „Trouble“ ist poppig und dabei eingängig. Ein Lied, welches durchaus hängenbleibt. Nun, mit einigen Abstrichen trifft das auch noch auf die Nummer „If I Were You“ zu. Oder habe ich etwa nur diesen Eindruck des Gefallens, da das Lied sich irgendwie schon sehr dem Titel „Trouble“ ähnelt? Nun und der Rest? Alles diese Kombination aus Synthie Pop und Funk, relativ unmelodiös gehalten, allerdings durchaus groovend. Doch da wird es schwierig für mich, sehr schwierig sogar.

Fazit: Ich gebe es zu, ich habe meine beiden Heaven 17 Platten im Vollbesitz meiner geistigen Fähigkeiten gekauft. Ich frage mich allerdings warum? Bis heute habe ich darauf keine Antwort gefunden. … und ich habe beide Scheiben schon viele Jahre. Nun, für Funk Freunde mag das vielleicht was sein, wenn diese mit dem vorhandenen Synthie Pop klarkommen. Vielleicht ist die Platte allerdings auch was für Freunde des Synthie Pop, wenn diese mit einer gehörigen Portion Funk ebenfalls leben können. Vielleicht muss man diese Musik jedoch auch in irgendwelchen Clubs in den 80er Jahren genossen haben, um das cool zu finden. Habe ich allerdings nicht und finde die Platte somit auch nicht cool. Sie zerrt eher an meinen Nerven. Vier Punkte.

Anspieltipps: Trouble