Donnerstag, 7. Dezember 2017

Kylie Minogue – Fever




Kylie Minogue – Fever


Besetzung:

Kylie Minogue – lead vocals, background vocals


Gastmusiker:

Steve Anderson – keyboards, programming
Rob Davis – drum programming, electric guitar, keyboards
Cathy Dennis – keyboards, background vocals
Bruce Elliot Smith – programming
Greg Fitzgerald – guitar, keyboards, programming
Julian Gallagher – rhodes piano, keyboards
Billie Godfrey – background vocals
Martin Harrington – guitar, keyboards, programming
Ash Howes – keyboards, programming
Anders Kallmark – programming
Phil Larsen – programming
Steve Lewinson – bass
Richard "Biff" Stannard – guitar, background vocals
Alvin Sweeney – programming
John Thirkell – flute, trumpet
Gavyn Wright – lead strings


Label: Parlophone


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Dance Pop


Trackliste:

1. More More More (4:41)
2. Love At First Sight (3:59)
3. Can't Get You Out Of My Head (3:51)
4. Fever (3:31)
5. Give It To Me (2:50)
6. Fragile (3:46)
7. Come Into My World (4:31)
8. In Your Eyes (3:20)
9. Dancefloor (3:25)
10. Love Affair (3:49)
11. Your Love (3:49)
12. Burning Up (3:59)

Gesamtspieldauer: 45:38



„Fever“ nannte die Australierin Kylie Minogue ihr achtes Studioalbum. Veröffentlicht wurde „Fever“ am 1. Oktober 2001 auf dem Plattenlabel Parlophone. Diese Platte ist ein Dance-Pop-Album geworden, das sehr synthetisch klingt und durchaus auch Attribute des Synthie Pop aufweist. Diskotheken- und Club Musik zum Tanzen gibt es auf der Scheibe vom ersten bis zum letzten Takt zu hören.

Zumeist sind die einzelnen Lieder dabei nicht besonders eingängig, es geht um den Beat, der immer auf den Punkt aus dem Synthesizer kommt und geradezu gnadenlos auf die Hörerin und den Hörer einhämmert. Ohne zu viel Melodie gibt es auf diesem Album auch wenig, was wirklich hängenbleibt. Dazu gesellt sich die ziemlich piepsig klingende Stimme der Kylie Minogue und fertig ist ein Album, welches durchaus auch von den Schlümpfen stammen könnte, wenn diese einen Synthesizer ausprobieren und vorher magische Pilze genossen haben. Das klingt alles sehr, sehr gewöhnungsbedürftig nach Plastik, rhythmisch und gleichzeitig monoton und ziemlich langweilig.

Da mich auf dieser Scheibe nichts überzeugt, ist es für mich auch entsprechend schwierig, Höhepunkte herauszuhören. Dieses dumpfe und eintönige Gestampfe mag vielleicht auf Tanzflächen klingen, ist ansonsten allerdings sehr schwere Kost. Eine Melodie kann man immerhin noch bei dem Lied „Can't Get You Out Of My Head“ und dem Titelstück „Fever“ erkennen. Deshalb seien diese beiden Nummern an dieser Stelle auch erwähnt. Ein Qualitätsmerkmal ist dies allerdings sicherlich nicht.

Fazit: Dance und Synthie Pop hört man auf „Fever“, dem achten Studioalbum der australischen Sängerin Kylie Minogue. Ein dumpfer und monotoner Beat wird aufgenommen – zu Beginn des Albums – und bis zum letzten Takt der Scheibe durchgezogen. Die Melodie der Lieder spielt nur eine untergeordnete Rolle, man hört einen absolut synthetischen Sound, nichts klingt echt auf „Fever“, noch nicht einmal die Stimme der Kylie Minogue. Drei Punkte.

Anspieltipps: Can't Get You Out Of My Head, Can't Get You Out Of My Head, Fever



Mittwoch, 6. Dezember 2017

Elton John – Love Songs




Elton John – Love Songs


Besetzung:

Elton John – vocals, piano


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: MCA Records


Erscheinungsdatum: 1995


Stil: Pop


Trackliste:

1. Can You Feel The Love Tonight (4:02)
2. The One (5:55)
3. Sacrifice (5:09)
4. Daniel (3:55)
5. Someone Saved My Life Tonight (6:47)
6. Your Song (4:03)
7. Don't Let The Sun Go Down On Me (5:50)
8. Believe (4:44)
9. Blue Eyes (3:29)
10. Sorry Seems To Be The Hardest Word (3:50)
11. Blessed (5:03)
12. Candle In The Wind (4:02)
13. You Can Make History (Young Again) (4:56)
14. No Valentines (4:11)
15. Circle Of Life (4:50)

Gesamtspieldauer: 1:10:51



Es gibt eine schier endlose Anzahl von Kompilationsalben des Elton John. „Love Songs“ aus dem Jahr 1995 hat als Aufhänger die Liebeslieder des Elton John gewählt. Die Platte ist eine weitere, die sich in der Diskographie des Engländers sehr gut verkaufte. Die Atmosphäre auf „Love Songs“ ist, genau wie der textliche Gehalt der Lieder, natürlich sehr eindimensional gehalten. Veröffentlicht wurde diese Zusammenstellung am 6. November 1995 auf dem Plattenlabel MCA Records. Die Platte erschien in verschiedenen Versionen, auf dieser hier hört man Elton John beim Titel „Don‘t Let The Sun Go Down On Me“ in einem Live-Duett mit George Michael.

Wenn die Musik im Pop-Bereich lediglich dieses Thema der Liebe behandelt, dann bleibt es häufig gar nicht aus, dass sie auch etwas weicher und manchmal auch etwas schleimiger klingt. Bei den fünfzehn Titeln auf „Love Songs“ trifft das zum allergrößten Teil zu. Sanfte Titel, allesamt melodiös und eingängig, immer harmonisch und das Ohr umschmeichelnd. Dies kann bis zur Nerverei auf die Spitze getrieben werden, passiert auch auf „Love Songs“. So mancher Titel ist da kaum auszuhalten, so unfassbar weich, süßlich, stark überzuckert klingt es dann, dass man sich einfach nach harten Gitarren sehnt.

Selbstverständlich gehen allerdings viele der Lieder eben auch angenehm ins Ohr, bleiben dort zudem hängen. Nur diese geballte Ladung ist irgendwie schwer zu verkraften. Lieder wie „Your Song“, „Believe“ oder auch das berühmte „Candle In The Wind“, welches Elton John zum Tode von Prinzessin Diana nochmals umtextete, besitzen durchaus eine ganz spezielle Atmosphäre, die auch wirkt. Dies allerdings neben anderen Titeln, die nur noch süßlich klingen und leider deutlich weniger begeistern können. Im Gesamtkonvolut dieser Zusammenstellung wirken allerdings alle Lieder irgendwann etwas „komisch“.

Fazit: Eine Zusammenstellung der etwas anderen Art hat Elton John mit „Love Songs“ gewählt. Auf diesem Kompilationsalbum hört man, wie der Name bereits verrät, eine Auswahl seiner Liebeslieder. Die Atmosphäre auf „Love Songs“ ist eine warme, weiche und süße, die hier ganz geballt auf die Hörerin und den Hörer niederprasselt. Durchaus schöne Stücke sind auf diesem Kompilationsalbum enthalten, jedoch auch quälende Nummern, die ultrasüß klingen. Wohl nur etwas für ganz intensive Elton John Fans, die die Einzelplatten nicht besitzen oder aber für Träumer, die sich ab und an gerne in ihre eigene Welt zurückziehen und vom Alltag mit dieser Musik abschalten können. Genau das schaffe ich auch mit Musik, allerdings nicht mit dieser auf „Love Songs“. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Your Song, Believe, Candle In The Wind



Dienstag, 5. Dezember 2017

PJ Harvey – To Bring You My Love




PJ Harvey – To Bring You My Love


Besetzung:

PJ Harvey – vocals, organ, guitar (1, 4, 5, 8), piano (5, 6), vibraphone (1), marimba (9), bells (5), chimes (5), percussion (9)


Gastmusiker:

John Parish – guitar (1, 2, 6, 9, 10), organ (6), drums (4-8, 10), percussion (1-4, 6, 7, 9, 10)
Joe Gore – guitar (2-4, 6, 7), e-bow (1)
Mick Harvey – bass (6), organ (9)
Jean-Marc Butty – drums (2), percussion (9)
Joe Dilworth – drums (3)
Pete Thomas – string arrangements
Sonia Slany – violin (4, 7, 9)
Jocelyn Pook – viola (4, 7, 9)
Jules Singleton – viola (4, 7, 9)
Sian Bell – cello (4, 7, 9)


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 1995


Stil: Alternative Rock, Independent Rock


Trackliste:

1. To Bring You My Love (5:33)
2. Meet Ze Monsta (3:29)
3. Working For The Man (4:49)
4. C'mon Billy (2:50)
5. Teclo (4:58)
6. Long Snake Moan (5:15)
7. Down By The Water (3:14)
8. I Think I'm A Mother (4:02)
9. Send His Love To Me (4:20)
10. The Dancer (4:05)

Gesamtspieldauer: 42:41



Sehr viel eingängiger und melodiöser, als noch die Vorgängerplatte „Rid Of Me“, klingt das dritte Studioalbum der englischen Musikerin PJ Harvey mit dem Namen „To Bring You My Love“. Veröffentlicht wurde die Scheibe am 27. Februar 1995 auf dem Plattenlabel Island Records. Nachdem PJ Harvey sich von ihren vorherigen Begleitmusikern gelöst hatte, die mit ihr die ersten beiden Platten aufgenommen hatten, scheint Polly Jean Harvey nun sehr viel mehr Wert auf die Harmonie in ihrer Musik zu legen, die deutlich besser ins Ohr geht, als auf der Vorgängerplatte. Für alle zehn Lieder des Albums „To Bring You My Love“ hat PJ Harvey die Musik wie die Texte geschrieben.

Die einzelnen Lieder decken eine weite Spannbereite der Rock Musik ab, reichen von härteren Tönen zu den sanfteren und zurück. Vieles davon geht sehr gut ins Ohr, klingt dabei spannend und auch anders, als andere Alternative Rock Veröffentlichungen anderer Bands. Der Punk-Anteil in der Musik der PJ Harvey wurde deutlich heruntergefahren, kleine experimentellere Ausflüge gibt es allerdings noch zu hören. Die Musik biedert sich dabei keineswegs an, möchte fast schon „erarbeitet“ werden. Von daher wundert und überrascht es kaum, dass „To Bring You My Love“ nicht unbedingt gleich beim ersten Mal des Hörens vollends überzeugt. Doch die Scheibe wächst mit den Durchläufen, von daher lohnt es sich, dieser Musik mehr Zeit einzuräumen.

Gerade in der Mitte des Albums befinden sich mit „C'mon Billy“, „Teclo“ und „Long Snake Moan“ einige wirklich sehr gelungene Nummern. „C'mon Billy“ ist dabei die zweite Singleauskopplung des Albums (neben „Down By The Water“ und „Send His Love To Me“). Das Video zum Lied wurde von VH-1 nicht ausgestrahlt, da es ihrer Meinung nach zu gruselig und abstoßend sei. Der Text handelt von einer Frau, die „Billy“ anbettelt nach Hause zu kommen, um seinen Sohn zu treffen. Auch der letzte Titel, „The Dancer“, geht sehr schön ins Ohr und stellt einen weiteren Höhepunkt der Platte dar.

Fazit: Zehn Alternative Rock Lieder mit einem leicht experimentellen Ansatz präsentiert PJ Harvey ihren Hörerinnen und Hörern auf „To Bring You My Love“. Die Musik geht nicht immer, jedoch häufig ins Ohr, ist dabei spannend und abwechslungsreich. Die Bandbreite der Titel reicht von softer bis rockig, Punk-Klänge gibt es so gut wie nicht mehr zu hören. PJ Harvey klingt anders, als andere. Neun Punkte.

Anspieltipps: C'mon Billy, Teclo, Long Snake Moan, The Dancer



Montag, 4. Dezember 2017

Lionel Richie – Back To Front




Lionel Richie – Back To Front


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Motown Records


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Soul, R&B, Pop


Trackliste:

1. Do It To Me (6:04)
2. My Destiny (4:49)
3. Love, Oh Love (5:48)
4. All Night Long (4:19)
5. Easy (4:17)
6. Still (3:46)
7. Endless Love (4:28)
8. Running With The Night (4:09)
9. Dancing On The Ceiling (4:22)
10. Sail On (4:00)
11. Hello (4:09)
12. Truly (3:21)
13. Penny Lover (3:46)
14. Stuck On You (3:10)
15. Say You, Say Me (4:02)
16. Three Times A Lady (3:37)

Gesamtspieldauer: 1:08:15



„Back To Front“ heißt das erste Kompilationsalbum des US-amerikanischen Musikers Lionel Richie. Es erschien auf dem Plattenlabel Motown Records am 5. Mai des Jahres 1992. „Back To Front“ ist ein Album, welches die Höhepunkte aus der Kariere des Lionel Richie bis zu diesem Zeitpunkt wiedergibt. Es sind Lieder aus seinem Solo-Schaffen, wie aus seiner Zeit bei den Commodores enthalten. Dazu gibt es noch drei neue Titel, diese befinden sich alle am Anfang des Albums, es sind die ersten drei Stücke.

Die Lieder „Easy“, „Still“, „Sail On“ sowie „Three Times A Lady“ stammen aus seiner Zeit bei den Commodores, die restlichen Nummern entspringen den Solo-Werken des Lionel Brockman Richie Jr., wie er mit vollem Namen heißt. Insgesamt sechszehn Lieder gibt es auf „Back To Front“ zu hören, die allesamt im Bereich zwischen Soul, R&B sowie Pop angesiedelt sind. Mal schlägt das musikalische Genre mehr in diese, mal in jene Richtung aus. Niemals klingt die Musik des Lionel Richie rockig, dagegen immer irgendwie relaxt, unaufgeregt und sehr entspannt.

Die Höhepunkte des Albums sind gleichzeitig die größten Hits des Lionel Richie und der Commodores. Das wären die Nummern „All Night Long“, „Easy“, „Running With The Night“, „Dancing On The Ceiling“, „Hello“ sowie „Say You, Say Me“. Alles sechs Lieder, die ins Ohr gehen und auch, wenn man sich der Musik immer eher von der rockigeren Seite nähert, einen gewissen Wiedererkennungswert besitzen. Wird das Ganze zu soulig, wie beim schmachtenden „Still“ oder dem Duett mit Diana Ross, „Endless Love“, dann wird es allerdings sehr schwierig und man muss sich zwingen, die Fernbedienung nicht zur Hand zu nehmen, um diese Lieder zu überspringen.

Fazit: Auf dem Kompilationsalbum „Back To Front“ von Lionel Richie gibt es einige bekannte Lieder zu entdecken. Ein reines „Best Of…“-Album ist es allerdings nicht, da am Beginn der Scheibe drei neue Lieder zu hören sind. Ansonsten erklingen auf dem Album die wichtigsten Hits des Lionel Richie aus seinen Solo-Werken und seiner Zeit bei den Commodores, bis eben zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Albums. Für Lionel Richie Fans sicherlich ein Ärgernis, wenn man die anderen Alben schon besitzt und für drei neue Lieder ein weiteres ganzes Album kaufen soll. Allen anderen wird hier ein ganz guter Überblick über die Musik des Lionel Richie geboten. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Running With The Night, Dancing On The Ceiling, Hello



Sonntag, 3. Dezember 2017

Cher – Believe




Cher – Believe


Besetzung:

Cher – vocals


Gastmusiker:

Tracy Ackerman – background vocals
Chris Anderson – piano
Paul Barry – background vocals
Jeffrey Bernstein – programming
Winston Blissett – bass
Johan Brunkvist – keyboards
Ada Dyer – background vocals
Marlon Graves – guitar
Matthias Heilbronn – programming
Sylvia Mason-James – background vocals
Eddie Martinez – guitar
Adam Phillips – guitar
Antoinette Roberson – background vocals
Tom Salta – keyboards, programming
Robin Smith – string arrangements
Hamish Stewart – background vocals
Jeff Taylor – laughs
Mark Taylor – guitar, keyboards, programming, string arrangements
Audrey Wheeler – background vocals
James Williams – background vocals


Label: Warner Brothers Records


Erscheinungsdatum: 1998


Stil: Dance Pop


Trackliste:

1.Believe (4:00)
2.The Power (3:56)
3.Runaway (4:46)
4.All Or Nothing (3:58)
5.Strong Enough (3:44)
6.Dov’ È L’Amore (4:18)
7.Takin’ Back My Heart (4:32)
8.Taxi Taxi (5:04)
9.Love Is The Groove (4:31)
10. We All Sleep Alone (5:10)

Gesamtspieldauer: 44:03



„Believe“ heißt das zweiundzwanzigste Studioalbum der US-Amerikanerin Cher. Veröffentlicht wurde die Platte am 22. Oktober im Jahr 1998 und erschien dabei auf dem Plattenlabel Warner Brothers Records. Nachdem sich das vorherige Album mit dem Titel „It’s A Man’s World” im Jahr 1995 nur sehr mäßig verkauft hatte, wollte und sollte Cher wieder neue musikalische Wege einschlagen. Das Ergebnis ist das Album „Believe”, auf dem man hauptsächlich Dance Pop hört. Gewidmet ist die Platte ihrem Ex-Ehemann Sonny Bono, der am 5. Januar 1998 bei einem Skiunfall ums Leben kam.

Liest man sich das Booklet aufmerksam durch, so stellt man vielleicht fest, dass auf „Believe“ kein Schlagzeug zu hören ist, dafür jedoch jede Menge programmiert wurde. Darunter leidet die Musik ein wenig, die allzu oft, aufgrund dieser Synthesizer-Drums, sehr synthetisch klingt. Neben Dance Pop hört man auch einige Latin-Klänge auf „Believe“. Neben einigen eingängigen Stücken, die etwas durch den Sound abgewertet werden, finden sich auf „Believe“ allerdings auch sehr viele Lieder, die entweder völlig uninteressant klingen oder sogar etwas nerven. Auch dieser permanente Beat, der das Dance-Flair heraufbeschwört, klingt mit der Zeit ziemlich ermüdend und immer gewöhnungsbedürftiger.

Die Höhepunkte der Platte sind gleichzeitig auch die bekannten Lieder des Albums. Da ist zum einen das Titellied „Believe“, sowie die Nummern „The Power“ und „Strong Enough“. Alles Lieder, die durchaus ins Ohr gehen und ohne diese „Dance-Attitude“ noch sehr viel besser klingen würden. „Taxi Taxi“ geht ebenfalls ins Ohr, wie auch weitere Stücke auf „Believe“ durchaus eingängig klingen. Allerdings ist eben alles mit diesem „Bum-Tsching-Bum-Tsching-Bum-Tsching“ versehen. Das wiederum brachte zumindest sehr viel Erfolg für die Scheibe, da alles tanzbar ist und die Musik durch Radiosender und entsprechende Lokalitäten schnell Verbreitung fand. Jedoch genau wegen dieser Einseitigkeit im Rhythmus, der bis zur Penetranz reicht, werden viele Hörerinnen und Hörer eben auch abgeschreckt sein.

Fazit: Ein Album an gefüllt mit Dance Pop ist „Believe“ geworden. Das mag für so manchen Club und für Discotheken passen, in den eigenen vier Wänden wirkt das alles allerdings nicht mehr ganz so schön. Trotz mancher schöner Melodien hört sich „Believe“ gekünstelt bis synthetisch an. Dadurch wird das Album zu einer Scheibe, die man Zuhause wohl nur selten auflegen wird. Vier Punkte.

Anspieltipps: Believe, The Power, Strong Enough, Taxi Taxi



Samstag, 2. Dezember 2017

Simply Red – Home




Simply Red – Home


Besetzung (ohne Instrumentenangabe):

Andy Wright
Anthea Clarke
Arthur Adams
Bernie Worrell
Chris de Margary
Danny Saxon
Dave Clayton
Dean Parks
Dee Johnson
Freddie Washington
Gota Yashiki
Ian Kirkham
James Gadson
Joe Sample
John Johnson
Karl Vanden Bossche
Kenji Suzuki
Kevin Robinson
Larry Williams
Lennie Castro
London Session Orchestra
Mark Jaimes
Mick Hucknall
Miles Bould
Paul ‘Harry’ Harris
Pete Lewinson
Sarah Brown
Steve Lewinson


Label: Simplyred.com


Erscheinungsdatum: 2003


Stil: Soul, Pop


Trackliste:

1. Home (3:17)
2. Fake (3:58)
3. Sunrise (3:19)
4. You Make Me Feel Brand New (5:05)
5. Home Loan Blues (5:00)
6. Positively 4th Street (4:33)
7. Lost Weekend (4:05)
8. Money In My Pocket (Plan B Mix) (3:38)
9. Something for You (5:59)
10. It's You (3:15)
11. Home (Reprise) (0:53)

Gesamtspieldauer: 43:06



„Home“ heißt das achte Studioalbum der englischen Soul- und Pop-Band Simply Red, die im Jahr 1985 in Manchester gegründet wurde. „Home“ erschien am 24. März 2003 auf Mick Hucknalls eigenem Plattenlabel Simplyred.com. „Home“ war auch das letzte Album von Simply Red, welches sich weltweit gut verkaufte. Die weiteren Veröffentlichungen von Simply Red in den Folgejahren stießen lediglich noch in ihrer Heimat Großbritannien auf ein klein wenig gesteigertes Interesse. Insgesamt vier Singles wurden aus dem Album mit den Liedern „Sunrise“, „Fake“, „You Make Me Feel Brand New“ und dem Titellied „Home“ ausgekoppelt.

„Home“ ist angefüllt mit süßlichem, oftmals von Streichern überfrachteten Liedern, die ihren zuckersüßen Anstrich noch durch überaus schleimig zu bezeichnende Texte untermauern. Das Lied, welches auf dieser Scheibe noch am meisten überzeugt, ist die Bob Dylan Coverversion des Liedes „Positively 4th Street“. Ansonsten gibt es hier für Hörer von eher rockigeren Tönen kaum etwas zu entdecken. Zu viel klingt hier gequält, gewöhnungsbedürftig, allzu oft sehr langweilig.

Die Musik geht leider kaum ins Ohr und der Soul, der hier geboten wird und die Seele treffen soll, bewirkt dies jedoch leider nicht. Da kann Mick Hucknall so inbrünstig singen wie er mag, die Lieder treffen weder Herz noch Seele. Man muss wohl das passende musikalische Gen dazu besitzen, diese Musik nicht langweilig oder nicht schlecht zu finden. Doch was hilft, sich beim Anhören der Texte nicht zu schämen? Am besten wohl kein Englisch zu verstehen und sprechen.

Fazit: Es gibt so Musik, die passt einfach nicht zum eigenen Geschmack. In meinem Fall und Simply Red ist dies definitiv so, im Falle von „Home“ sogar sehr ausgeprägt. Dieses Gesäusel langweilt über alle Maßen. Sicherlich Geschmackssache. Keine Geschmackssache sind dagegen die Texte, denn diese sind sehr, sehr gewöhnungsbedürftig und absolut eindimensional gehalten. Für Freundinnen und Freunde des Souls vielleicht eine Bereicherung, für mich leider nur Zeitverschwendung. Zwei Punkte.

Anspieltipps: Positively 4th Street



Freitag, 1. Dezember 2017

The Pains Of Being Pure At Heart – Days Of Abandon




The Pains Of Being Pure At Heart – Days Of Abandon


Besetzung:

Kip Berman – lead vocals and guitars
Kurt Feldman – percussion, synthesizers, programming and backing vocals
Alexander Naidus – bass guitar


Gastmusiker:

Jen Goma – lead female vocals on „Kelly“ and „Life After Life“ and backing vocals
Kelly Pratt – horns
Andy Savours – programming and additional synthesizers


Label: Fierce Panda Records


Erscheinungsdatum: 2014


Stil: Indie Pop


Trackliste:

1. Art Smock (2:17)
2. Simple And Sure (3:28)
3. Kelly (3:03)
4. Beautiful You (6:10)
5. Coral And Gold (3:39)
6. Eurydice (4:18)
7. Masokissed (3:23)
8. Until The Sun Explodes (2:26)
9. Life After Life (4:01)
10. The Asp At My Chest (4:16)

Gesamtspieldauer: 37:06




The Pains Of Being Pure At Heart ist eine im Jahr 2007 in New York gegründete Indie Pop Band, die bisher vier Studioalben veröffentlichte. Im Jahr 2017, als das vierte Album veröffentlicht wurde, war lediglich noch Kip Berman festes Mitglied bei The Pains Of Being Pure At Heart. „Days Of Abandon“ ist das dritte Werk in der Reihe der Studioalben und erschien am 13. Mai 2014 auf dem Plattenlabel Fierce Panda Records. Auf „Days Of Abandon“ hört man ziemlich unspektakuläre Pop-Musik, die konsequent vom ersten bis zum zehnten Lied erklingt.

The Pains Of Being Pure At Heart machen auf dieser Scheibe ganz bestimmt keine Musik zum Weglaufen. Allerdings lösen die zehn Titel sicherlich auch keine Begeisterungsstürme aus. Zu oberflächlich und seicht klingt das an sehr vielen Stellen der Platte. Lieder die gegenwärtig sind, wenn man sie gerade hört, dann jedoch sofort wieder in Vergessenheit geraten, wenn sie schließlich verklungen sind. „Days Of Abandon“ ist eines jener Alben, von denen man weiß, dass man es besitzt, jedoch keine Ahnung mehr hat, wie es klingt – und das bedeutet dann schon immer eine ganze Menge und keinesfalls etwas Gutes.

Das Album und somit seine zehn Lieder, plätschern vor sich hin, ohne Spuren zu hinterlassen und damit leider auch ohne großartige Höhepunkte. Alles klingt nach etwas flachem, fluffigem und seichten Pop, wie man ihn schon tausende Male gehört hat ohne aufhorchen zu müssen. Höhepunkte für mich sind das sehr eingängige „Coral And Gold“ sowie das letzte Lied der Platte, „The Asp At My Chest“. Dieses Lied klingt irgendwie passend zur Vorweihnachtszeit, war allerdings sicherlich nicht dafür konzipiert worden. Doch die sanften Harmonien in Verbindung mit Kelly Pratt am Horn lassen Zimtgerüche in der Nase aufsteigen. Ein wirklich schönes Lied.

Fazit: Ein Pop Album mit dem Namen „Days Of Abandon“ ist die dritte Scheibe der US-amerikanischen Band The Pains Of Being Pure At Heart geworden. Richtig interessant oder gar essentiell ist die Musik auf dieser Platte leider nicht geworden. Vielmehr hört man Pop-Musik, die nur an ganz wenigen Stellen spannend und wirklich gut klingt. Allzu oft verliert sich das Ganze jedoch in einem riesigen See aus Langweile und Bedeutungslosigkeit. Kein Album zum Weglaufen allerdings auch keines, was die Chance besitzt, ein Lieblingsalbum zu werden. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Coral And Gold, The Asp At My Chest



Donnerstag, 30. November 2017

Anastacia – Freak Of Nature




Anastacia – Freak Of Nature


Besetzung:

Anastacia – vocals, background vocals


Gastmusiker:

Dameon Aranda – guitar
Thomassina Atkins – vocals (background)
Rob Bailey – guitar (electric)
Louis Biancaniello – keyboards, programming
Sharon Bryant – vocals (background)
Denyse Buffum – viola
Becky Bunnell – violin
Eve Butler – violin
Chris Camozzi – guitar
David Paul Campbell – string arrangements
Patrick Carroll – drum programming, guitar (bass), percussion programming
Susan Chatman – violin
Larry Corbett – cello
Jason Crosby – fiddle
Joel Derouin – violin
Russ Desalvo – guitar (acoustic), keyboards
Charles Everett – violin
Kirstin Fife – violin
Angela Fisher – vocals (background)
Kemba Francis – vocals (background)
Matthew Funes – viola
Norm Hughes – violin
Ruth Johnson – violin
Richie Jones – drum programming, drums, percussion
Lamenga Kafi – vocals (background)
Roland Kata – viola
Suzie Katayama – cello
Roland Kato – viola
Shane Keister – organ (hammond), piano
Peter Kent – violin
Curtis King – vocals (background)
Eric Kupper – bass, guitar, guitar (acoustic), keyboards, talking drum
Mario de León – violin
Danny Madden – vocals (background)
Billy Mann – guitar, vocals (background)
Paulette McWilliams – vocals (background)
Chieli Minucci – guitar (acoustic)
Maria Newman – violin
Bob Peterson – violin
Nicki Richards – vocals (background)
Mark Russell – guitar (bass)
Dan Tobin Smith – cello
Daniel Smith – cello
Carol Steele – percussion
Edmund Stein – violin
Jeanie Tracy – vocals (background)
Sam Watters – vocals (background)
Audrey Wheeler – vocals (background)
John Wittenberg – violin


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Soul, Pop, Disco, Funk, R&B


Trackliste:

1. Freak Of Nature (3:39)
2. Paid My Dues (3:21)
3. Overdue Goodbye (4:34)
4. You'll Never Be Alone (4:21)
5. One Day In Your Life (3:28)
6. How Come The World Won't Stop (4:03)
7. Why'd You Lie To Me (3:43)
8. Don'tcha Wanna (3:43)
9. Secrets (5:22)
10. Don't Stop (Doin' It) (4:21)
11. I Dreamed You (5:04)
12. Overdue Goodbye (Reprise) (1:35)

Gesamtspieldauer: 47:19



„Freak Of Nature“ betitelte die US-Amerikanerin Anastacia Lyn Newkirk ihr zweites Studioalbum. Veröffentlicht wurde die Platte am 23. November des Jahres 2001 und erschien, wie bereits das Vorgänger- und Debutalbum auf dem Plattenlabel Sony Music. Erneut war die Sängerin mit der Scheibe außerhalb den Vereinigten Staaten wesentlich erfolgreicher, als in den USA selbst. Immerhin kletterte „Freak Of Nature“ dort jedoch sogar bis auf Platz 27 der US Billboard 200 Charts. In Europa belegte das Album allerdings in vielen Ländern die Spitzenposition der entsprechenden Charts.

Wie bereits auf „Not That Kind“, so hört man auf dem neuesten Werk der Anastacia auch wieder überwiegend Soul, vermischt mit R&B, Disco, Funk und etwas Pop. Und erneut werden die Meinungen über dieses Album – zunächst unabhängig von der Musik – durch die Stimme der Anastacia geteilt bleiben. Man muss diese schnarrende, sich häufig sehr gepresst anhörende und deutlich überzeichnete Stimme mögen oder zumindest akzeptieren, um überhaupt die Platte durchhören zu können. Denn diese Stimme steht immer und zu jeder Zeit im Vordergrund der Musik und beherrscht diese. In meinem Fall ergibt sich hier bereits die erste, fast schon unüberwindliche Hürde für ein angenehmes musikalisches Hörerlebnis. Lediglich in den wenigen, etwas sanfteren Stücken, klingt Anastacia weniger schrill. Dazu gesellt sich selbstverständlich noch der Umstand, dass man diesen souligen R&B mit ganz viel Hintergrundchor und massenweise „Aaahs“, „Ooohs“, „Yeahs“ und „Oh Babys“ mögen muss. Ganz bestimmt nicht jedermanns Sache – aber da stellt die Musik der US-Amerikanerin sicherlich keine Ausnahme dar. Alles reine Geschmackssache eben.

Zu Beginn klingen die Lieder der Anastacia auf „Freak Of Nature“ sogar ein wenig abwechslungsreicher und auch eingängiger als noch auf dem Debutalbum. Dies sei auf jeden Fall positiv vermerkt. Doch dann ist es keine „reine Geschmackssache“ mehr, denn im weiteren Verlauf der Platte klingt alles deutlich ähnlicher bis gleich, austauschbarer. Neben der dominanten Stimme kommt nun auch noch große Langeweile auf, was das Hörerlebnis zusätzlich deutlich schmälert. Die Texte, das muss an dieser Stelle auch angeführt werden, wirken dabei keineswegs so, als ob sie mit Liebe zum Detail geschrieben wurden. Leider klingt es sogar eher so, als ob sie lediglich zum Vehikel der Stimme degradiert wurden, der Inhalt ist dabei vollkommen unwichtig. Und genau so platt und belanglos hören sie sich dann leider auch an.

Fazit: Zwei ganz wichtige Dinge sollte man mit sich klargemacht haben, wenn man Gefallen an Anastacias zweiter Platte „Freak Of Nature“ finden möchte. Zum einen sollte man diese schnarrende Stimme mögen, zum anderen Soul und R&B klasse finden. Werden beide Elemente der Musik der Anastacia nicht zu intensiv dargeboten, kann man auch als Anhänger von Rock Musik an manchen Stellen etwas mit dieser Musik anfangen. Ansonsten nur schwerlich. Leider sind diese Stellen allerdings sehr rar gesät auf „Freak Of Nature“. Drei Punkte.

Anspieltipps: Freak Of Nature



Mittwoch, 29. November 2017

Robbie Williams – Escapology




Robbie Williams – Escapology


Besetzung:

Robbie Williams – vocals, backing vocals


Gastmusiker:

Alex Acuña – percussion
Wayne Bergeron – trumpet
Dave Bishop – brass
Becky Bunnell – strings
Eve Butler – strings
Carole Castillo – strings
Dave Catlin-Birch – acoustic guitar
Guy Chambers – farfisa organ, fuzz guitar, guitar, acoustic guitar, electric guitar, harpsichord, orchestral arrangements, hammond organ, piano, synthesizer bass, wurlitzer
Yolanda Charles – bass, bass guitar
David Clayton – sound effects, synthesizer
Larry Corbett – strings
Jim Cox – clavinet, hammond organ, piano
Joel Derouin – strings
Melvin Duffy – guitar, pedal steel
Andy Duncan – percussion
Michelle Escoffery – background vocals
Steve Ferrone – drums
Richard Flack – drum loop, programming
Simon Gardner – brass, trumpet
Grant Geissman – acoustic guitar
Isobel Griffiths – orchestra contractor
Sally Herbert – orchestral arrangements
Tiffany Yi Hu – strings
Norm Hughes – strings
Nick Ingman – orchestral arrangements
Luis Jardim – percussion
Katie Kissoon – background vocals
Greg Leisz – guitar, pedal steel
Eric Marienthal – tenor saxophone
Maria Newman – strings
Tessa Niles – background vocals
Gary Nuttall – 12 string guitar, acoustic guitar, electric guitar, rhythm guitar, background vocals
Boots Ottestad – electric guitar, background vocals
Sid Page – concert master, strings
Phil Palmer – acoustic guitar, spanish guitar
Johnny Rockstar – drum loop
Nancy Roth – strings
Zenia Santini – vocals, background vocals
Chris Sharrock – drum loop, drums
J. Neil Sidwell – brass
Steve Sidwell – brass, trumpet
Anne Skates – choir director, vocal director
Leland Sklar – bass, bass guitar
Dan Smith – strings
Phil Spalding – bass, bass guitar, electric guitar, background vocals, wah wah guitar
Jeremy Stacey – drums
Edmund Stein – strings
Dave Stewart – keyboards
Rose Stone – choir, vocals
Neil Taylor – guitar, acoustic guitar, electric guitar, slide guitar
Waddy Wachtel – electric guitar
Andy Wallace – hammond organ, piano
Paul Williams – background vocals
Robbie Williams – vocals, background vocals
John Wittenberg – strings
Claire Worrall – background vocals
Gavyn Wright – orchestra leader


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 2002


Stil: Pop, Soft Rock, Rock


Trackliste:

1. How Peculiar (3:13)
2. Feel (4:23)
3. Something Beautiful (4:48)
4. Monsoon (3:46)
5. Sexed Up (4:21)
6. Love Somebody (4:10)
7. Revolution (5:44)
8. Handsome Man (3:56)
9. Come Undone (4:38)
10. Me And My Monkey (7:12)
11. Song 3 (3:50)
12. Hot Fudge (4:08)
13. Cursed (4:01)
14. Nan's Song (3:52)
15. How Peculiar (Reprise) (Hidden Track) (2:08)
16. I Tried Love (Hidden Track) (3:38)

Gesamtspieldauer: 67:55 (angegeben: 73:55)



„Escapology” heißt das fünfte Studioalbum des englischen Musikers Robbie Williams. Es erschien am 18. November des Jahres 2002 auf dem Plattenlabel EMI. Erneut gibt es auf einem Robbie Williams Album eine Mischung aus Pop und Rock zu hören, die bei Kritikern wie Fans allerdings auf sehr geteiltes Echo stieß. So unterschiedlich sind eben die musikalischen Geschmäcker und Ansichten, denn in meinen Ohren klingt diese Platte deutlich interessanter als zum Beispiel das hochgelobte „Sing When You’re Winning” aus dem Jahr 2000.

Die Variationsbreite in der Musik des Robbie Williams ist weiter geworden. Selbstverständlich gibt es noch die Pop-Lieder, dazu einige Nummern, die eher im Rock beheimatet sind und diese hauptsächlich in der etwas weicher gehaltenen Ausprägung. Jedoch rockt Robbie Williams auf „Escapology” durchaus auch mal. Im Falle des Titels „Cursed“ sind dabei sogar Elemente des Hard Rock mit enthalten. Die Musik geht allgemein gut ins Ohr, ist melodiös und bleibt hängen. Die Texte überzeugen dagegen allerdings nicht immer durchweg.

Höhepunkte der Scheibe sind das sehr eingängige „Feel“, ein Lied mit Ohrwurmcharakter, auch wenn der Text durchaus schmalzige Anwandlungen aufweist. Die gibt es ebenfalls bei „Love Somebody“, jedoch ist es auch in diesem Fall die Musik, die sofort ins Ohr geht, kraftvoll klingt und hängenbleibt. Das längste Lied des Albums, „Me And My Monkey“, startet mit mexikanischen Trompetentönen, klingt sehr relaxt und weist ebenfalls eine Melodie auf, die man bereits nach nur einem Mal des Hörens wiedererkennt. Auch sonst sind die Lieder auf „Escapology” alles andere als langweilig oder nicht hörenswert. Ausfälle gibt es auf dem Album keine zu beklagen.

Fazit: Ein gelungenes Pop Album ist „Escapology” von Robbie Williams geworden. Ein Pop Album, auf dem auch gerockt wird. Das wiederum macht die Platte sehr abwechslungsreich und viel interessanter. Dazu gibt es auf „Escapology” einige schöne Lieder zu entdecken, die hörenswert, melodisch und einprägsam sind. Es existieren definitiv schlechtere Pop Alben als dieses – auch von Robbie Williams. Neun Punkte.

Anspieltipps: Feel, Love Somebody, Me And My Monkey



Dienstag, 28. November 2017

Various Artists – The Message




Various Artists – The Message


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Charly Records


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Jazz


Trackliste:

1. Daydream (Duke Ellington) (3:42)
2. Old Folks (Ben Webster) (7:59)
3. Blue Room (Ruby Braff) (2:51)
4. Johnny The Note (Charly Mariano) (5:31)
5. Flamingo (Frank Rosolino) (4:43)
6. Mellow Mood (Dodo Marmarosa) (4:02)
7. Time After Time (Betty Roache) (3:06)
8. What’s New? (Dexter Gordon) (9:50)
9. If T Should Lose You (Boooker Little) (5:14)
10. Easy Livin’ (Roland Kirk) (4:42)
11. I Like To Recognise The Tune (Mel Torme) (3:18)
12. ‘Round Midnight (Wes Montgomery) (9:30)
13. Memories Of You (Charlie Mingus) (4:28)
14. I Want To Talk About You (John Coltrane) (9:42)

Gesamtspieldauer: 1:18:46



„The Message“ heißt eine Zusammenstellung älterer Jazz-Aufnahmen verschiedener Musiker. Die Einspielungen stammen zum größten Teil aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts, die 60er Jahre sind jedoch auch mit vertreten. Genau genommen entstanden die einzelnen Aufnahmen in den Jahren von 1954 bis 1969. Zum Teil handelt es sich dabei um live eingespielte Stücke, der überwiegende Teil der Lieder entstand allerdings im Studio.

Swingenden Jazz gibt es auf diesem Kompilationsalbum genauso zu hören, wie die fast schon lasziv relaxte Ausprägung dieses musikalischen Genres. Ins Ohr geht da nichts mehr, es werden eher Atmosphären transportiert und die Musiker haben Raum sich auszuleben. Nichts klingt hier melodiös und eingängig, alles wirkt irgendwie zufällig und man kann kaum glauben, dass so ein Lied das nächste Mal wieder genauso klingen wird – wird es aber sicherlich. Man bekommt jede Menge Soli verschiedenster Musikinstrumente geboten, den Spaß am Spiel glaubt man in den einzelnen Stücken den verschiedenen Musikern dabei durchaus anhören zu können. Einfacher wird das Zuhören dadurch allerdings keineswegs.

Fazit: Diese Musik ist wohl nur etwas für eingefleischte Jazz Fans. Auch wenn es sich bei den einzelnen Aufnahmen nicht um Free Jazz Stücke handelt, so ist für einen, in diesem musikalischen Genre nicht bewanderten Hörer, kaum etwas Schönes auszumachen. In meinen Ohren klingt das alles unfassbar langweilig und teilweise leider sogar richtig nervig und vor allen Dingen sehr konstruiert. Ich kann mit dieser Art der Musik gar nichts anfangen, kann sie nicht so schätzen, wie sie es wahrscheinlich verdienen würde. Von daher verkneife ich mir an dieser Stelle auch eine Bewertung in Form von dem auf diesen Seiten verwendeten Punktesystem. Geht einfach nicht, denn das würde dieser Musik ganz bestimmt nicht gerecht werden. Ohne Bewertung.

Anspieltipps: I Want To Talk About You



Montag, 27. November 2017

Nelly Furtado – Whoa, Nelly!




Nelly Furtado – Whoa, Nelly!


Besetzung:

Nelly Furtado – lead and background vocals, acoustic guitar


Gastmusiker:

Field – guitar, bass, acoustic guitar, micro-synth guitar, pitched-up guitar, scratches, cheeky telecaster
Track – tambourine, background vocals, human quica, shakers
Kurt Bisquera – drums
Lil' Jaz – scratches
Johnny "The American" – electric guitar
Rick Waychesko – trumpet, fluglehorn
Mike Elizondo – bass, electric and upright bass
Victor Rebelo – percussion, berimbau and shakers
Camara Kambon – piano
James McCollum – guitar, swamp guitar
Russ Miller – drums
Allan Molnar – vibraphone
Brad Haehnel – pepper shaker
Roberto Occhipinti – bass
Luis Orbegoso – congas and toms
Joe "Public" Allen – trumpet
Nuno Cristo – guitarra
Alex Rebelo – rhythm guitar
Daniel Stone – udu, shakers, woodblocks, triangle
Martin Tillmann – cello


Label: Dreamworks Records


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Pop, Latin, Bossa Nova, R&B


Trackliste:

1. Hey, Man! (4:10)
2. Shit On The Radio (Remember The Days) (3:54)
3. Baby Girl (3:46)
4. Legend (3:34)
5. I'm Like A Bird (4:03)
6. Turn Off The Light (4:36)
7. Trynna Finda Way (3:33)
8. Party (4:02)
9. Well, Well (3:01)
10. My Love Grows Deeper (Part 1) (4:22)
11. I Will Make U Cry (3:59)
12. Scared Of You (6:09)
13. Onde Estas (4:14)
14. I Feel You (4:10)
15. My Love Grows Deeper (Single Version) (4:54)

Gesamtspieldauer: 1:02:35



„Whoa, Nelly!” heißt das erste Studioalbum der Kanadierin Nelly Furtado. Es erschien am 24. Oktober des Jahres 2000 auf dem Plattenlabel DreamWorks Records und brachte gleich den internationalen Durchbruch für die kanadische Musikerin mit den portugiesischen Wurzeln, da ihre Eltern Ende der 60er Jahre von den Azoren nach Kanada auswanderten. „Whoa, Nelly!” verkaufte sich bis heute über neun Millionen Mal und ist nach ihrem dritten Album „Loose“ ihre zweiterfolgreichste Platte.

Auf „Whoa, Nelly!” hört man Pop mit einigen südamerikanisch klingenden Einschüben. Ebenso wurde eine Prise R&B hinzugemischt und um das Gesamtbild abzuschließen ist auch der Titel „Party“ vertreten, ein Lied, welches auch Bossa Nova-Anspielungen aufweist. Drei Singles wurden mit den Titeln „I'm Like A Bird”, „Turn Off The Light” und „...On The Radio (Remember The Days)” von der Platte ausgekoppelt, die sich ebenfalls in den wichtigsten Charts platzieren konnten.

Die einzelnen Lieder sind nicht unbedingt gleich beim ersten Mal des Hörens sehr eingängig, erschließen sich einem allerdings mit den weiteren Durchläufen etwas mehr. Der Rhythmus steht bei vielen der Nummern stark im Vordergrund, zum Tanzen damit dementsprechend ideal geeignet. Nelly Furtado klingt auf „Whoa, Nelly!” durchaus anders, als viele vergleichbare Musikerinnen, die sich in ähnlichen musikalischen Genres bewegen. Die musikalischen Stile sind breiter gefächert, die Musik klingt varianten- und abwechslungsreicher. Dies gilt ebenso für die sehr wandlungsfähige Stimme der Nelly Furtado, die sie zwischen schnarrend, nölend, weich und sanft perfekt zu variieren versteht.

Fazit: „Whoa, Nelly!” ist ein poppiges Album mit lateinamerikanischen Einflüssen geworden. Die Lieder klingen wahrscheinlich am besten auf Tanzflächen und in Clubs, um ordentlich die Hüften schwingen zu lassen und den Körper zu verdrehen. Dem Pop mit R&B und Latin-Einflüssen sollte man von daher definitiv zugetan sein, um seine uneingeschränkte Freude mit diesem Album zu finden. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Hey, Man!, Turn Off The Light, Onde Estas



Sonntag, 26. November 2017

Jethro Tull – Original Masters




Jethro Tull – Original Masters


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Chrysalis Records


Erscheinungsdatum: 1985 (Musik von 1969 - 1977)


Stil: Rock, Progressive Rock


Trackliste:

1. Living In The Past (3:18)
2. Aqualung (6:34)
3. Too Old To Rock 'n' Roll, Too Young To Die (5:38)
4. Locomotive Breath (4:22)
5. Skating Away On The Thin Ice Of The New Day (3:27)
6. Bungle In The Jungle (3:35)
7. Sweet Dream (4:00)
8. Songs From The Wood (4:52)
9. Witch's Promise (3:47)
10. Thick As A Brick (3:00)
11. Minstrel In The Gallery (7:48)
12. Life's A Long Song (3:18)

Gesamtspieldauer: 53:46



„Original Masters“ ist ein „Greatest Hits Album” der englischen Band Jethro Tull. Es erschien im Jahr 1985 auf dem Plattenlabel Chrysalis Records. „Original Masters“ ist bereits das vierte Kompilationsalbum und das dritte „Best Of…”-Album der Band um Ian Anderson. 1976 waren bereits „M.U. - The Best Of Jethro Tull” und ein Jahr später „Repeat - The Best Of Jethro Tull - Vol II” veröffentlicht worden, die praktisch denselben musikalischen Zeitraum der Band abdecken, wie das vorliegende Album.

Obwohl „Original Masters“ erst im Jahr 1985 veröffentlicht wurde, enthält das Album mit dem Titel „Songs From The Wood“ aus dem Jahr 1977 nur ein Lied, welches etwas später entstand als die Lieder, die bereits auf den beiden anderen genannten „Best Of…“-Alben enthalten sind. Die Titelauswahl ist fast identisch. Nimmt man jetzt noch das Kompilationsalbum „Living In The Past“ hinzu, auf dem sich auch Single-B-Seiten und EP-Titel befinden, so kann man feststellen, dass es auf „Original Masters“ absolut nichts Neues zu hören gibt, noch nicht einmal einen anderen Mix eines Liedes.

Von daher ist dieses Album unter mehreren Gesichtspunkten völlig überflüssig. Besitzt man die Originalalben, lohnt sich der Erwerb für die vier Single-Veröffentlichungen nicht. Besitzt man auch die beiden „Best Of…“-Platten, bekommt man mit „Original Masters“ alles in doppelter Ausführung. Einfach sinnlos.

Fazit: Die Musik von Jethro Tull ist freilich gut und gelungen. Allerdings solch ein wirres Album herauszubringen, mit Liedern, die in rarer Form bereits auf zwei Kompilationsalben vorhanden sind, macht irgendwie wenig Sinn. Dazu noch Stücke, die auf offiziellen Studioalben vorhanden sind, hier jedoch nur auszugsweise wiedergegeben werden. Das macht noch weniger Sinn und noch weniger Spaß. Auch um sich einen Überblick über die Musik von Jethro Tull zu verschaffen, eignet sich dieses Album nicht. B-Seiten, ein paar „Hits“, ein paar Ausschnitte von Liedern… Wo liegt da der Sinn? Bei diesem Album kann man gar nicht die Musik bewerten, die wäre allerdings gut. Bei „Original Masters“ muss man das Marketing einer Band beurteilen, welches den Fans das Geld aus der Tasche ziehen möchte. Vier Punkte.

Anspieltipps: Aqualung



Samstag, 25. November 2017

PJ Harvey – Rid Of Me




PJ Harvey – Rid Of Me


Besetzung:

PJ Harvey – guitar, vocals, cello, violin, organ


Gastmusiker:

Rob Ellis – drums, percussion, vocals
Steve Vaughan – bass


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 1993


Stil: Alternative Rock, Independent Rock, Punk


Trackliste:

1. Rid Of Me (4:29)
2. Missed (4:25)
3. Legs (3:40)
4. Rub 'til It Bleeds (5:03)
5. Hook (3:57)
6. Man-Size Sextet (2:19)
7. Highway 61 Revisited (2:57)
8. 50ft Queenie (2:23)
9. Yuri-G (3:28)
10. Man-Size (3:16)
11. Dry (3:23)
12. Me-Jane (2:42)
13. Snake (1:36)
14. Ecstasy (4:27)

Gesamtspieldauer: 48:12




„Rid Of Me“ heißt das zweite Album der englischen Musikerin Polly Jean Harvey, besser bekannt unter ihrem Vornamenkürzel PJ Harvey. Das Album erschien am 4. Mai des Jahres 1993 auf dem Plattenlabel Island Records. Eingespielt wurde es von dem Trio mit PJ Harvey an der Gitarre, Cello, Violine und Orgel, Rob Ellis am Schlagzeug sowie Steve Vaughan am Bass. Ende des Jahres trennten sich dann die Wege der Musiker, die auch schon das Debut-Album „Dry“ ein Jahr zuvor eingespielt hatten. Mit der Nummer „Highway 61 Revisited“ befindet sich eine Cover-Version eines Bob Dylan Stückes auf dem Album, die restlichen Stücke schrieb Polly Jean Harvey selbst.

„Rid Of Me“ klingt ungeschliffen und zum Teil richtiggehend aggressiv. Immer wieder siedelt sich die Musik im Bereich des Punks an, klingt an anderer Stelle sehr schräg und verschroben, fast schon avantgardistisch. Dann gibt es allerdings auch jene Lieder und Abschnitte, die sehr viel eher dem Alternative oder Independent Rock zugerechnet werden können. Die musikalische Bandbreite ist groß auf „Rid Of Me“. Vielleicht ist das auch der Grund, warum das Rolling Stone Magazin die Platte auf Platz 406 der besten Alben aller Zeiten eingruppierte. Das wiederum scheint reichlich übertrieben, denn auch wenn auf der Scheibe beim Hören keine Langeweile aufkommt, so fehlt es zum einen an Liedern, die einen wirklich mitreißen können, andererseits erfindet Polly Jean Harvey mit „Rid Of Me“ auch die Musik nicht neu – auch nicht in Ansätzen. Diese Mischung aus Rock und Punk klingt hart und rau, jedoch keineswegs innovativ oder stilprägend.

Doch die Kritiker feierten das Album aufgrund seiner „dunklen Aggressivität“ und der Ungewöhnlichkeit der Musik. „Rid Of Me“ platzierte sich auch in den britischen Album-Charts und kletterte dort immerhin bis auf Platz 3. Das Lied „50ft Queenie“ wurde als Single ausgekoppelt und schaffte es ebenfalls, sich unter die Top 30 zu platzieren. Trotzdem fehlt mir auf dem Album das Besondere. Ins Ohr gehen will es irgendwie nicht. Ein Lied, welches sich festzusetzen versteht, gibt es ebenfalls nicht. Höhepunkte stellen für mich die drei Titel „Rid Of Me“, „Missed“ sowie „Me-Jane“ dar, die zumindest ein wenig einen Wiedererkennungswert aufweisen. Vor allen Dingen das Lied „Missed“ geht ganz gut ins Ohr, stellt allerdings leider eher eine Ausnahme dar. Die Texte haben es allerdings ziemlich ins sich. Viel dreht sich hier um das Thema Sex. Dieses wird zum Teil wahrlich mit Humor, auch mit schwarzem, aufgearbeitet. Da lohnt es sich genauer zuzuhören.

Fazit: Eine Mischung aus Rock und Punk serviert PJ Harvey auf „Rid Of Me“ ihren Hörerinnen und Hörern. Zumeist klingt das aggressiv, manchmal auch schrill, selten eingängig oder melodiös. Die musikalische Bandbreite ist allerdings trotzdem gegeben, langweilig hört sich PJ Harvey auf „Rid Of Me“ keineswegs an. Keine Musik zum Kuscheln, sehr viel eher, um sich seinen Stress und Ärger von der Seele zu schreien. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Rid Of Me, Missed, Me-Jane