Montag, 4. Februar 2019

Focus – Jan Akkerman & Thijs Van Leer




Focus – Jan Akkerman & Thijs Van Leer


Besetzung:

Thijs van Leer – keyboards, synthesizers, flute
Jan Akkerman – guitar, guitar synthesizers
Tato Gómez – bass
Mario Argandoña – drums


Label: Vertigo


Erscheinungsdatum: 1985


Stil: Instrumentale Musik, Pop, Rock


Trackliste:

1. Russian Roulette (5:53)
2. King Kong (3:45)
3. Le Tango (4:57)
4. Indian Summer (5:51)
5. Beethoven’s Revenge (18:53)
6. Olé Judy (3:50)
7. Who’s Calling? (16:22)

Gesamtspieldauer: 59:34




Jan Akkerman und Thijs Van Leer hatten nach Jahren der Trennung und einer mehrjährigen Pause der niederländischen Band Focus doch noch einmal zusammengefunden und veröffentlichten gemeinsam das siebte Studioalbum der Band. Dieses war unbetitelt und kursiert nunmehr unter dem Namen der zwei Haupt-Protagonisten, die sich auch das Songwriting teilten. „Jan Akkerman & Thijs Van Leer“ erschien im Jahr 1985 ursprünglich auf dem Plattenlabel Vertigo.

Das siebte Focus-Album ist ein reines Instrumentalalbum geworden und erklingt ganz im Stile der achtziger Jahre. Das bedeutet, auf der Scheibe hört man jede Menge Synthesizer-Klänge, die zwar noch durch die Querflöte des Thijs van Leer etwas aufgelockert werden, synthetisch klingt die Musik auf dieser Platte trotzdem durchgängig. Bei den Nummern „Indian Summer“ und „Beethoven’s Revenge“ nimmt das Ganze sogar hast schon verheerende Ausmaße an. Ein dumpfer Beat aus der Drum-Machine, darüber eine unfassbar seichte Melodie gelegt und fertig sind die Titel zum Davonlaufen. Ganz schlimm und „Beethovens Rache“ ist wahrlich grausam und unerbittlich. Man fragt sich, was wir ihm angetan haben. Das Lied „Beethoven’s Revenge“ gehört definitiv zu den schlechtesten und vor allen Dingen nervigsten Liedern, die ich überhaupt kenne.

Noch ein wenig erträglicher sind die Nummern „King Kong“, „Le Tango“ sowie „Who’s Calling?“. Dies deutet allerdings keinesfalls auf Qualität hin, jedoch kann man sich diese Titel noch anhören, ohne schreiend den Raum verlassen zu müssen. Die etwas „besseren“ Stücke auf „Jan Akkerman & Thijs Van Leer“ klingen nach seichter Unterhaltung, leider nicht mehr und nicht weniger.

Fazit: Musik kann begeistern aber auch so unfassbar grausam sein. Grausam ist die Musik auf dem siebten Album der Niederländer von Focus nicht durchgängig, dafür leider doch ein wenig zu oft. Auf „Jan Akkerman & Thijs Van Leer“ gibt es hauptsächlich Pop zu hören, der weder ins Ohr, viel zu synthetisch klingt und insgesamt keine Spuren hinterlässt außer: „Muss man nicht haben!“ Drei Punkte.

Anspieltipps: Le Tango



Sonntag, 3. Februar 2019

Arena – Songs From The Lions Cage




Arena – Songs From The Lions Cage


Besetzung:

Clive Nolan – keyboards
Mick Pointer – drums
John Carson – vocals
Keith More – guitars
Cliff Orsi – bass


Gastmusiker:

Steve Rothery – guest guitar solo on "Crying For Help IV"


Label: Griffin Records


Erscheinungsjahr: 1995


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Out Of the Wilderness (8:02)
2. Crying For Help I (1:22)
3. Valley Of The Kings (10:11)
4. Crying For Help II (3:09)
5. Jericho (6:51)
6. Crying For Help III (4:24)
7. Midas Vision (4:36)
8. Crying For Help IV (5:06)
9. Solomon (14:38)

Gesamtspieldauer: 58:24



„Songs From The Lions Cage“ heißt das Debütalbum der britischen Progressive Rock Band Arena, welches am 25. Juli 1995 auf dem Plattenlabel Griffin Records veröffentlicht wurde. Es ist das einzige Arena-Album mit Sänger John Carson und Bassist Cliff Orsi. Clive Nolan und Mick Pointer sind bis heute die einzigen beiden beständigen Mitglieder der Band, die im Jahr 2018 ihr bisher neuntes und letztes Album veröffentlichte.

Die Musik von Arena klingt auf ihrem ersten Album durchaus ein wenig nach Marillion aus der Fish-Zeit, ohne jedoch diese Klasse zu erreichen. Und wie zur Bestätigung dieser Aussage hat sogar der Marillion-Gitarrist Steve Rothery einen kurzen Gastauftritt. Er spielt das Gitarren-Solo in der Nummer „Crying For Help IV“. Inhaltlich befasst sich das Album in fünf kurzen Geschichten mit den Themen „Wildnis“, „Tal der Könige“, „Jericho“, „die Visionen des König Midas“ und schließlich zum Abschluss „König Salomon“. Dazwischen gibt es Einschübe in Form der Lieder „Crying For Help I-IV“, welche in den ersten drei Teilen sanfte Instrumentalnummern darstellen, wohingegen während des vierten Teils ebenfalls gesungen wird. Diese sanfteren, zum Teil akustischen Einschübe, setzen Kontrapunkte zum überaus vollen und rockigen Sound, den die restlichen Stücke aussenden. Dieser ist dann dicht, kompakt, voll und grenzt zum Teil an Bombast. Alle neun Lieder klingen dabei sehr melodiös und eingängig.

So richtig mitreißen kann mich diese Scheibe jedoch trotzdem nicht, auch wenn alles auf ihr „ganz nett“ klingt. Klar auch der progressive Ansatz in der Musik ist vorhanden. Melodien, Atmosphären und Rhythmen werden variiert, wechseln sich ab, gehen ineinander über. Langweilig klingt das an keiner Stelle, trotzdem schafft es diese Musik nicht, einen vollends in den Bann zu ziehen, da die Melodien beziehungsweise Ideen doch nicht absolut überzeugen können. Irgendetwas fehlt in der Musik von Arena auf „Songs From The Lions Cage“. Es ist dieses schwer zu quantifizierende „Besondere“ in der Musik, welches gute Musik zu genialer werden lässt. Zudem schrammen die Musiker manchmal auch haarscharf am Kitsch vorbei wie beim letzten Teil der „Crying For Help“-Reihe. Haarscarf. Meine Favoriten der Scheibe sind das zunächst leicht nach Mittelalter klingende „Crying For Help II“, welches eine schöne und ein wenig schwebende Melodie aufweist. „Solomon“ schließlich, das letzte und längste Lied des Albums macht wegen seinem Aufbau Spaß. Durch viele verschiedene Passagen hört man sich bei dem Stück, die zum allergrößten Teil auch noch vortrefflich ins Ohr gehen. Das macht durchaus Laune auf mehr.

Fazit: „Songs From The Lions Cage“ ist ein gutes, wenn auch kein überragendes Album geworden. An vielen Stellen erinnert die Musik auf der Scheibe ein wenig an die frühen Marillion. Die Lieder klingen abwechslungsreich, eingängig und man ist beim ersten Mal des Hörens immer gespannt, wie es wohl weitergehen wird. Mit den weiteren Durchläufen weiß man das jedoch und die Melodien und Ideen haben sich nicht so eingebrannt, dass man sie unbedingt öfters hören möchte. Trotzdem unterhalten die Lieder auf „Songs From The Lions Cage“ gut. Progressive Rock Fans wird es sicherlich gefallen. Es muss auch nicht jedes erste Album gleich ein Meilenstein werden. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Crying For Help II, Solomon



Samstag, 2. Februar 2019

IQ – Subterranea




IQ – Subterranea


Besetzung:

Peter Nicholls – lead and backing vocals
Mike Holmes – guitar and guitar synth
John Jowitt – bass guitar and backing vocals
Martin Orford – keyboards and backing vocals
Paul Cook – drums and percussion


Label: Giant Electric Pea


Erscheinungsjahr: 1997


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

CD1:

1. Overture (4:38)
2. Provider (1:36)
3. Subterranea (5:53)
4. Sleepless Incidental (6:23)
5. Failsafe (8:57)
6. Speak My Name (3:35)
7. Tunnel Vision (7:24)
8. Infernal Chorus (5:10)
9. King Of Fools (2:02)
10. The Sense In Sanity (4:48)
11. State Of Mine (2:00)

CD2:

1. Laid Low (1:29)
2. Breathtaker (6:04)
3. Capricorn (5:16)
4. The Other Side (2:22)
5. Unsolid Ground (5:04)
6. Somewhere In Time (7:11)
7. High Waters (2:43)
8. The Narrow Margin (20:01)

Gesamtspieldauer CD1 (52:30) und CD2 (50:13): 1:42:43



„Subterranea“ heißt das sechste Studioalbum der britischen Progressive-Rock-Band IQ, welches in Form eines Doppelalbums im Jahr 1997 auf dem Plattenlabel Giant Electric Pea veröffentlicht wurde. „Subterranea“ ist ein Konzeptalbum, das die Geschichte eines Mannes erzählt, der im Rahmen eines Experiments sein ganzes Leben lang gefangen gehalten wurde, keinen Kontakt zur Außenwelt hatte. Das Album beginnt mit seiner „Entlassung“ in die Welt, in der auf viele für ihn völlig neue Reize trifft, denen er zuvor noch nicht begegnet oder ausgesetzt war.

„Subterranea“ ist ein Album geworden, welches das Herz des Progressive Rock Fans höherschlagen lässt. Es bietet alles, was man sich von solch einer Platte wünscht. Tolle Melodien, die sich in das Ohr eingraben, eine ganz nette und gut durchdachte Story hinter der erzählten Geschichte und ganz, ganz viel Abwechslung. Da wird gerockt, es wird sphärisch, dann wieder etwas poppiger und schließlich auch noch hymnisch bis orchestral. Langeweile kommt auf „Subterranea“ an keiner Stelle auf und die Gesamtspieldauer von fast eindreiviertel Stunden lohnt sich in jeder Minute, denn es gibt auf diesem Album keine schlechten Titel oder gar Füllmaterial. Die Platte ist wie eine musikalische Reise, die zum Genießen einlädt. Eingängig ist die Musik dabei, niemals vertrackt oder zu kompliziert. Alles klingt irgendwie schön und angenehm. Vielleicht führt dies eine Hörerin oder ein Hörer als Nachteil der Scheibe auf, denn so viel Harmonie und Melodiösität und keine entsprechenden, fordernden Gegenparts lösen bei so manchem Progressive Rock Fan automatisch einen kleinen Widerstand aus. Steht man allerdings auf das Sanfte, das Schöne, das Eingängige in der Musik, wird man dieses Album lieben.

Höhepunkt gibt es einige, vor allen Dingen die erste Platte beziehungsweise CD hat es mir da angetan. Die Lieder „Tunnel Vision“, „Infernal Chorus“, „King Of Fools“ sowie „The Sense In Sanity“, allesamt direkt hintereinander angeordnet, bilden das intensive Highlight auf dem ersten Teil des Albums. Auf der zweiten Scheibe ist an dieser Stele natürlich der Longtrack „The Narrow Margin“ zu erwähnen, der das gesamte Album nochmals bestens zusammenfasst und abrundet. Allerdings hätte ich an dieser Stelle auch viele der anderen Lieder aufzählen können, die allesamt zu überzeugen wissen. Nur eines darf man nicht mit diesem Album machen. Es einmal hören und anschließend zurück in den Plattenschrank stellen. „Subterranea“ lohnt häufiger gehört zu werden, zumal sich viele der Melodien mit jedem weiteren Durchgang durchaus noch besser erschließen lassen.

Fazit: Wer Progressive Rock mag, die oder der wird auch dieses Album mögen. Ein wenig Zeit sollte man sich dafür schon nehmen, denn zum einen beträgt die Laufzeit dieses Doppelalbums fast eindreiviertel Stunden, zum anderen wachsen die einzelnen Titel auch mit jedem weiteren Durchlauf. Die Musik ist auch keine, die man nebenher hören kann, sondern erfordert durchaus die eigene Aufmerksamkeit. Und diese zu schenken lohnt sich, man bekommt sehr abwechslungsreichen Progressive Rock zu hören, der mit vielen wunderschönen Melodien und sehr viel Abwechslung aufwartet. Sehr überzeugend. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Tunnel Vision, Infernal Chorus, King Of Fools, The Sense In Sanity, The Narrow Margin



Freitag, 1. Februar 2019

A Perfect Circle – Thirteenth Step




A Perfect Circle – Thirteenth Step


Besetzung:

Maynard James Keenan − lead vocals, executive producer, artwork direction
Billy Howerdel − guitar, backing vocals, production, engineering
Josh Freese − drums
Jeordie White − bass


Gastmusiker:

Troy Van Leeuwen − guitar (on "The Package", "Vanishing" and "Gravity")
Paz Lenchantin - strings (on "Gravity")
Danny Lohner – guitar (on "The Noose"), additional production
The Section Quartet – strings (on "The Nurse Who Loved Me" and "A Stranger")
Jarboe – vocals (on "The Noose" and "Lullaby")
Devo H. Keenan – backing vocals (on "Pet")
K. Patrick Warren – instrumentation on "The Nurse Who Loved Me"
Jon Brion – instrumentation on "The Nurse Who Loved Me"


Label: Virgin Records


Erscheinungsjahr: 2003


Stil: Alternative Rock, Rock


Trackliste:

1. The Package (7:40)
2. Weak and Powerless (3:15)
3. The Noose (4:53)
4. Blue (4:13)
5. Vanishing (4:51)
6. A Stranger (3:12)
7. The Outsider (4:06)
8. Crimes (2:35)
9. The Nurse Who Loved Me (4:06)
10. Pet (4:34)
11. Lullaby (2:01)
12. Gravity (5:06)

Gesamtspieldauer: 50:34



„Thirteenth Step“ heißt das zweite Studioalbum der US-amerikanischen Rockband A Perfect Circle, welches am 16. September 2003 auf dem Plattenlabel Virgin Records veröffentlicht wurde. Auch dieses Album der Band war sehr erfolgreich, erreichte in der Premierenwoche Platz 2 der US Billboard 200 Charts und blieb 78 Wochen lang in diesen vertreten. Mit den Liedern „Weak And Powerless“, „The Outsider“ sowie „Blue“ wurden insgesamt drei Titel als Singles ausgekoppelt.

„Thirteenth Step“ ist ein Konzeptalbum über die verschiedenen Aspekte von Süchten und die Überwindung dieser. Der Titel des Albums selbst ist ein Verweis auf das 12-stufige Programm der Anonymen Alkoholiker. Die Musik auf dem Album ist nicht mehr ganz so „hart“ wie noch auf dem Debut Album „Mer De Noms“. Selbstverständlich hört man hier immer noch Rock, Alternative Rock genau genommen. Doch dieser ist weicher und sanfter geworden. Die Melodien sind stärker ausgearbeitet und treffen das Ohr noch ein wenig besser und auch eingängiger. Die Musik auf der Platte klingt dabei nun deutlich weniger als jene von Tool. Nun erinnert nur noch die Stimme von Sänger Maynard James Keenan an die Gemeinsamkeit der beiden Bands.

Viele der Lieder gehen ins Ohr, ganz egal ob sie eher rockig oder sanfter eingespielt wurden. Die Höhepunkte auf „Thirteenth Step“ heißen „The Package“, „The Noose“, „A Stranger“ sowie „The Nurse Who Loved Me“ und decken damit auch die gesamte Bandbreite der Musik von A Perfect Circle auf diesem Album ab. Da hört man harten Rock und sanfte Töne, die durch den Einsatz von Streichern noch lieblicher klingen. Die Abwechslung auf diesem Album wird großgeschrieben und weiß in allen ihren Ausprägungen zu überzeugen.

Fazit: Das zweite Album der US-amerikanischen Band A Perfect Circle mit dem Titel „Thirteenth Step“ ist ein etwas Sanfteres geworden, als noch das Debut der Band. Die Lieder gehen ein wenig schneller ins Ohr, klingen allesamt eingängig und melodiös. Dabei spielt auch die Abwechslung auf dieser Scheibe eine große Rolle, die das Album trotzdem homogen klingen und keineswegs konstruiert klingen lässt. Macht Spaß und bietet für viele etwas. Zehn Punkte.

Anspieltipps: The Package, The Noose, A Stranger, The Nurse Who Loved Me



Donnerstag, 31. Januar 2019

Muse – Simulation Theory




Muse – Simulation Theory


Besetzung:

Matt Bellamy – guitars, lead vocals, keyboards
Dominic Howard – drums
Chris Wolstenholme – bass guitar, backing vocals


Gastmusiker:

David Campbell – brass (track 3)
Mike Elizondo – keyboard (track 10)
Tove Lo – additional vocals (track 8)


Label: Warner Bros. Records


Erscheinungsjahr: 2018


Stil: Electronic Rock, Synthie Pop


Trackliste:

1. Algorithm (4:05)
2. The Dark Side (3:47)
3. Pressure (3:55)
4. Propaganda (3:00)
5. Break It To Me (3:37)
6. Something Human (3:46)
7. Thought Contagion (3:26)
8. Get Up And Fight (4:04)
9. Blockades (3:50)
10. Dig Down (3:48)
11. The Void (4:44)

Gesamtspieldauer: 42:08



„Simulation Theory“ ist das achte Studioalbum der englischen Rockband Muse. Es wurde am 9. November 2018 auf dem Plattenlabel Warner Bros. veröffentlicht. „Simulation Theory“ enthält Musik, die nach Electronic Rock bis Synthie Pop klingt. Die Texte der Lieder wurden durch das derzeitige traurige politische Klima der Vereinigten Staaten unter Trump inspiriert. Inhaltlich werden die Rolle von Simulationen in Gesellschaften und die Simulationshypothese des schwedischen Philosophen Nick Bostrom behandelt, nach der auch Realität nur eine Simulation sein könnte.

Die Platte klingt überaus synthetisch, Science Fiction und die Pop-Kultur der 80er Jahre standen hier angeblich Pate – das „angeblich“ kann man dabei getrost vergessen. „Simulation Theory“ klingt stark nach dem Synthie Pop dieses Jahrzehnts, auch wenn die Musik sich dann doch noch etwas voller und moderner anhört. Dennoch zerrt das an den Nerven und man denkt zwangsläufig an die Popper-Generation vergangener Tage, für die solch Lieder wie „Pressure“, „Propaganda“ oder „Break It To Me“ die Erfüllung dargestellt hätten. Für Freunde des Rock oder Fans der früheren Musik der Band klingt das ganz einfach schmerzend und kaum mehr tolerabel.

Nach den drei genannten Liedern wird die Musik etwas besser auf diesem Album. Es wird ein wenig rockiger, wenn auch der synthetische Einschlag weiter allgegenwärtig ist. Spaß macht das nur selten, am ehesten noch beim Titel „Something Human“, bei wohl schon aufgrund des Namens eine akustische Gitarre gezupft wird, die von einem Menschen, Matt Bellamy, eingespielt wurde. Der Höhepunkt der Platte. Und ansonsten? Natürlich hört man, dass es sich hierbei noch um Muse-Musik handelt, nicht zuletzt der Gesang gebesagten Matt Bellamys lässt da überhaupt keine Zweifel aufkommen. Doch auch wenn die Lieder jetzt wirklich etwas rockiger und zum Teil auch „handgemachter“ klingen, überzeugen kann diese Musik nur noch ansatzweise. Da fehlen die Ideen, die eingängigen Melodien oder sonst irgendetwas, was einen dazu verleiten würde, diese Platte öfters aufzulegen. Außer dem Gesang und hier und da dem Sound, erinnert nichts mehr an die Musik von Muse vergangener Tage. Entwicklung in der Musik einer Band muss sein, aber wenn dies das Ergebnis ist, dann ist das einfach nur sehr schade.

Fazit: Selbst die Muse Fans sind bei dieser Scheibe sehr in ihrer Bewertung geteilt. Manche der neueren Fans lieben diese Platte, viele der Fans der ersten Veröffentlichungen haben der Band zum Teil schon vorher den Rücken zugekehrt. Dieser Synthie Pop lässt auch Wellen der Gänsehaut über meinen Körper wallen. Das klingt nicht mehr gut, das klingt nicht mehr interessant, das klingt häufig sogar schlecht. Synthie Pop gab es in den 80ern des letzten Jahrhunderts genügend. Und genau da gehört er auch hin. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Something Human



Mittwoch, 30. Januar 2019

Steve Hackett – The Night Siren




Steve Hackett – The Night Siren


Besetzung:

Steve Hackett – electric and acoustic guitars, oud, charango, sitar guitar, harmonica, vocals


Gastmusiker:

Kobi Farhi – vocals on "West To East"
Mīrā ‘Awaḍ – vocals on "West To East"
Nick D'Virgilio – drums on "Martian Sea"
Malik Mansurov – tar on "Behind The Smoke"
Gunnlaugur Briem (credited as "Gulli Briem") – drums, cajon, percussion
Roger King – keyboards, programming (except on "The Gift")
Benedict Fenner – keyboards, programming on "The Gift"
Leslie-Miriam Bennett – keyboards on "The Gift"
Nad Sylvan – vocals on "Inca Terra"
Jo Hackett – vocals on "West To East"
Gary O'Toole – drums on "Fifty Miles from the North Pole", "El Niño", and "West To East"
Rob Townsend – baritone saxophone, soprano saxophone, flute, flageolet, quena, duduk, bass clarinet
Amanda Lehmann – vocals
Christine Townsend – violin, viola
Dick Driver – double bass
Troy Donockley – uilleann pipes on "In Another Life"
John Hackett – flute on "Martian Sea" and "West To East"
Ferenc Kovács – trumpet on "Fifty Miles From The North Pole"
Sara Kovács – didgeridoo on "Fifty Miles From The North Pole"


Label: InsideOut Music


Erscheinungsjahr: 2017


Stil: Art Rock, Art Pop, Progressive Rock


Trackliste:

1. Behind The Smoke (6:57)
2. Martian Sea (4:40)
3. Fifty Miles From The North Pole (7:08)
4. El Niño (3:51)
5. Other Side Of The Wall (4:00)
6. Anything But Love (5:56)
7. Inca Terra (5:53)
8. In Another Life (6:07)
9. In The Skeleton Gallery (5:09)
10. West To East (5:14)
11. The Gift (2:45)

Gesamtspieldauer: 57:45

Die Special Edition CD enthält das Album sowie eine Blu-ray, mit einem 5.1 Surround-Sound-Mix und einer „Making Of…“-Dokumentation.



„The Night Siren“ heißt das vierundzwanzigste Studioalbum des englischen Gitarristen und inzwischen auch Sängers Steve Hackett, welches am 24. März 2017 auf dem Plattenlabel InsideOut Music veröffentlicht wurde. Auf dem Album sind zahlreiche Künstler und Instrumente aus verschiedenen Ländern vertreten, darunter die Sänger Kobi Farhi und Mīrā 'Awaḍ aus Israel, eine Sitar aus Indien, eine Tar aus dem Nahen Osten, ein Charango aus Peru und die Uilleann-Pipes aus Irland. Steve Hackett hatte zunächst nicht die Absicht, solche Elemente der orientalischen und der Weltmusik für diese Platte aufzunehmen, doch im Entstehungsprozess von „The Night Siren“ flossen diese Aspekte der Musik schließlich mit ein, wie er berichtet. Besonders stolz zeigte sich Steve Hackett dabei in Interviews, dass er es schaffte auf dem Album Musiker aus ganz unterschiedlichen, zum Teil verfeindeten Regionen der Welt zusammenzuführen.

Obwohl „The Night Siren“ auch diese Einflüsse aus der Weltmusik enthält, so ist es doch ein typisches Steve Hackett Album geworden. Der musikalische Einfluss diverser Kulturen macht die Musik auf dem Album dabei spannend und sogar noch abwechslungsreicher. Die einzelnen Lieder klingen häufig ein wenig verträumt bis verwunschen. Die Stücke sind zudem aufwendig arrangiert und komponiert, Themen werden wie die Rhythmen variiert oder gewechselt. Mal klingt das Ganze rockiger, dann wieder etwas sphärischer, immer wieder erkennt man die Musik an der so typischen Atmosphäre, die den Liedern von Steve Hackett innewohnt. Dabei kommt einmal mehr sein tolles Gitarrenspiel zum Tragen. Auch der Gesang des Steve Hackett hat sich deutlich verbessert, wenn man diesen noch mit den ersten Alben vergleicht.

Alles klingt auf „The Night Siren“, auch wenn mir persönlich die absoluten Höhepunkte auf dem Album etwas fehlen. Trotzdem sind es drei Titel eher in der Mitte bis zum Ende des Albums, welche den größten und bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Lieder „Inca Terra“, „In Another Life“ sowie „In The Skeleton Gallery“ beinhalten den „typischen“ Steve Hackett Sound und gleichzeitig auch, die hier auf der Platte zu hörenden Anleihen aus der Weltmusik. Das klingt spannend und besonders.

Fazit: „The Night Siren“ ist ein gelungenes Album des Steve Hackett, dem Ex-Genesis-Gitarristen geworden. Alle Zutaten seiner Musik sind darauf vereinigt. Die rockigen Gitarrenparts wie auch die sphärisch schwebenden Passagen. Dazu gibt es dieses Mal noch einige Ausflüge in die arabische, südamerikanische, indische oder schottische Musik. Alles fein und bestens aufeinander abgestimmt. Einziger Nachtteil der Platte ist, das dieser eine, „dieser besondere“ Titel fehlt. Neun Punkte.

Anspieltipps: Inca Terra, In Another Life, In The Skeleton Gallery



Dienstag, 29. Januar 2019

Focus – Focus Con Proby




Focus – Focus Con Proby


Besetzung:

Thijs van Leer – hammond organ, piano, electric piano, mellotron, synthesiser, flute
Bert Ruiter – bass guitar
Steve Smith – drums
Philip Catherine – acoustic guitar, lead guitar, rhythm guitar
Eef Albers – lead guitar, rhythm guitar
P. J. Proby – vocals on "Wingless", "Eddy", "Brother", "Tokyo Rose" and "How Long"


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1978


Stil: Funk, Disco, Jazz Fusion


Trackliste:

1. Wingless (5:35)
2. Orion (4:07)
3. Night Flight (3:40)
4. Eddy (5:54)
5. Sneezing Bull (4:26)
6. Brother (5:19)
7. Tokyo Rose (5:06)
8. Maximum (8:40)
9. How Long (5:19)

Gesamtspieldauer: 48:11




„Focus Con Proby“ heißt das sechste offizielle Studioalbum der der niederländischen Rockband Focus, da es sich bei dem Vorgängeralbum „Ship Of Memories“ um eine Zusammenstellung bisher zwar unveröffentlichten, jedoch älteren Materials handelte. „Focus Con Proby“ wurde im Januar 1978 auf dem Plattenlabel EMI Records veröffentlicht. Die Platte enthält fünf Lieder mit Gesang des amerikanischen Sängers P. J. Proby. Von der Besetzung des fünften Albums „Mother Focus“ waren lediglich noch Thijs van Leer und Bert Ruiter übrig geblieben. Jan Akkerman, Gitarrist und Gründungsmitglied, der mit dem Sound und dem Spiel seiner Gitarre die Musik von Focus maßgeblich mit beeinflusst hatte, war nun ebenfalls ersetzt worden.

Mit den ersten Alben der Band hat „Focus Con Proby“ musikalisch gesehen überhaupt nichts mehr gemein. Die Musik wandelt in den Liedern mit Text zwischen Funk, Soul und einer kleinen Prise Disco. Der Gesang des P.J. Proby will auch einfach nicht zur Musik von Focus passen, die nun zudem auch völlig untypisch für die Niederländer klingt. Jene vier Titel ohne textliche Untermalung schwanken zwischen langweiligem Rock, Allerweltspop, einem Hauch Blues und etwas Jazz Fusion hin und her. Nichts auf dieser Platte erzeugt auch nur den kleinsten Anflug von Spannung. Nichts auf „Focus Con Proby“ geht ins Ohr. Vieles auf diesem Album ist schwer verdaulich, wenn man Musik der niederländischen Progressive Rock Band Focus erwartet, die sie zu Beginn ihrer Karriere einmal waren.

Höhepunkte entdecke ich auf diesem kruden Stilmix keine mehr. Erträglich erklingen noch die Instrumentalnummer „Orion“ und das eingesungene „Brother“. Gerade letztgenanntes, sanftes Lied verfügt sogar über eine Melodie, die ins Ohr geht. Nicht selbstverständlich auf diesem Album. Über den ganzen Rest legt man besser das Mäntelchen des Schweigens.

Fazit: Die Zeit der niederländischen Band Focus schien nach der Re-Union mit diesem neu veröffentlichten Album definitiv vorbei. Auf „Focus Con Proby“ hört man jede Menge musikalische Genres, die irgendwie gedankenlos hintereinander oder durchmischt angeordnet worden zu sein scheinen. Nur ganz wenig davon lohnt gehört zu werden und „Focus Con Proby“ klingt absolut untypisch für Focus. Drei Punkte.

Anspieltipps: Orion, Brother



Montag, 28. Januar 2019

U2 – Achtung Baby




U2 – Achtung Baby


Besetzung:

Bono – lead vocals, guitar
The Edge – guitar, keyboards, vocals
Adam Clayton – bass guitar
Larry Mullen Jr. – drums, percussion


Gastmusiker:

Brian Eno – additional keyboards (tracks 3, 9, 12)
Daniel Lanois – additional guitar (1, 3, 9), additional percussion (4, 8)
Duchess Nell Catchpole – violin and viola (6)


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 1991


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Zoo Station (4:36)
2. Even Better Than The Real Thing (3:41)
3. One (4:36)
4. Until The End Of The World (4:38)
5. Who’s Gonna Ride Your Wild Horses (5:16)
6. So Cruel (5:49)
7. The Fly (4:29)
8. Mysterious Ways (4:03)
9. Tryin’ To Throw Your Arms Around The World (3:52)
10. Ultraviolet (Light My Way) (5:30)
11. Acrobat (4:30)
12. Love Is Blindness (4:23)

Gesamtspieldauer: 55:27




Ihr siebtes Studioalbum nannte die irische Rock-Band U2 „Achtung Baby“. Es wurde von Daniel Lanois und Brian Eno produziert und erschien am 18. November 1991 auf dem Plattenlabel Island Records. Die vier Musiker ließen in ihrer Musik nun andere musikalische Einflüsse wie Alternative Rock, Industrial Music und elektronischer Tanzmusik zu und veränderten damit den Sound ihrer Musik deutlich. Die Musik klingt auch sehr viel dunkler, als auf vorhergehenden Platten der Iren, die damit ihr öffentliches Erscheinungsbild von eher „unbeschwert“ in eher „nachdenklich“ änderte. Während des Entstehungsprozesses der Scheibe traten große Spannungen innerhalb der Band auf, da die Musiker sich nicht über die musikalische Neuausrichtung von U2 einigen konnten. Erst mit den Aufnahmen zu „One“ wurde die Band angeblich erneut zu einer Einheit. „Achtung Baby“ ist eine der erfolgreichsten Platten von U2 und erreichte in allen größeren westlichen Ländern Platz 1 der Charts. Mit den Liedern „The Fly”, „Mysterious Ways“, „One“, „Even Better Than The Real Thing“ sowie „Who‘s Gonna Ride Your Wild Horses“ wurden insgesamt fünf Singles ausgekoppelt, die sich ebenfalls sehr erfolgreich verkauften. Das gesamte Album ging bisher weltweit über 18 Millionen Mal über die Ladentheke und erhielt 1993 einen Grammy Award für die beste Rockperformance einer Gruppe mit Gesang.

Der Stil der Band hat sich mit „Achtung Baby“ verändert. Von den ursprüngliche Punk-Anleihen der ersten Platten ist auf „Achtung Baby“ nur noch ganz am Rande etwas zu hören. Dafür hat die Elektronik verstärkt Einzug gefunden in die Musik von U2, wodurch die Lieder automatisch etwas massenkompatibeler wurden, was sicherlich bei einigen Fans der ersten Stunden nicht unbedingt auf enthusiastische Zustimmung stieß. Jedoch klingt die Musik auf „Achtung Baby“ durchaus abwechslungsreich und hält allerlei Highlights für die Hörerin beziehungsweise den Hörer parat. Richtige Ausfälle gibt es dabei nicht zu beklagen und mit den Nummern „Who’s Gonna Ride Your Wild Horses“, „Mysterious Ways“ sowie „Love Is Blindness“ sind auf dem Album wunderschöne Titel enthalten, die auch die Dauer des Abspielens im Ohr überdauern.

Mit dem Titel „One“ schließlich enthält „Achtung Baby“ sicherlich eines der schönsten Lieder von U2 und vielleicht auch eines der schönsten Lieder der Pop-Musik überhaupt. Eindringlich und packend klingt dieser Titel, sehr melodiös und eingängig und mit einem sehr hohen Wiedererkennungswert ausgestattet. Dazu besitzt dieses Lied eine besondere, melancholische Atmosphäre, welche in Vollendung transportiert wird und fertig ist der perfekte Pop Song. Bono singt so beseelt, wie er es sonst bei keinem anderen Lied mehr zu vollführen weiß. Gerade kleinere Schwankungen in der Stimme des Sängers lassen diesen Eindruck entstehen und bewirken ebenfalls etwas Besonderes. Das Lied steigert sich in seinem Verlauf und ganz zum Schluss steht das Schwelgen in der Musik. Wohl denen, die vollständig in Musik eintauchen können und durch diese gerührt und berührt werden. Alle anderen verpassen Großes.

Fazit: Auf dem siebten Studioalbum „Achtung Baby“ von U2 ist nicht alles mitreißend, doch es enthält mit dem Titel „One“ eines der schönsten Lieder von U2 und der Pop-Musik überhaupt. Doch ist dieses Lied nicht der einzige Höhepunkt des Albums, wenn auch der eindrucksvollste. Ansonsten kann man auf der Scheibe auch weitere schöne Melodien entdecken und sich mit poppigen bis rockigen, sanften bis fordernden Liedern unterhalten lassen. Ein schönes Album. Elf Punkte.

Anspieltipps: One



Sonntag, 27. Januar 2019

Cream – Disraeli Gears




Cream – Disraeli Gears


Besetzung:

Ginger Baker – drums, percussion, vocals
Jack Bruce – vocals, bass guitar, harmonica, piano
Eric Clapton – guitar, vocals


Label: Polydor (ursprünglich Reaction Records)


Erscheinungsjahr: 1967


Stil: Psychedelic Rock


Trackliste:

1. Strange Brew (2:50)
2. Sunshine Of Your Love (4:13)
3. World Of Pain (3:05)
4. Dance The Night Away (3:36)
5. Blue Condition (3:32)
6. Tales Of Brave Ulysses (2:49)
7. SWLABR (2:34)
8. We’re Going Wrong (3:29)
9. Outside Woman Blues (2:27)
10. Take It Back (3:08)
11. Mother's Lament (1:47)

Gesamtspieldauer: 33:35




„Disraeli Gears“ heißt das zweite Studioalbum der britischen Rockband Cream. Es wurde am 2. November 1967 auf dem Plattenlabel Reaction Records veröffentlicht und erreichte Platz 5 auf der UK Albums Chart. „Disraeli Gears“ stellte auch den amerikanischen Durchbruch der Band dar und kletterte dort im Jahr 1968 immerhin bis auf Platz 4 der US-amerikanischen Charts. Mit den beiden Titeln „Strange Brew“ sowie „Sunshine Of Your Love“ wurden zwei Singles aus dem Album ausgekoppelt. Im Jahr 2003 wurde das Album auf der Liste der 500 größten Alben aller Zeiten des Rolling Stone Magazins auf Platz 114 geführt. 2001 wurde es von VH1 zum 87. größten Album aller Zeiten ernannt.

Auf „Disraeli Gears“ hört man Musik, die sich bereits deutlich von der des Debut Albums „Fresh Cream“ unterscheidet. Cream hatten sich auf ihrer zweiten Veröffentlichung ziemlich weit von ihren Blues-Wurzeln entfernt und „Disraeli Gears“ beinhaltet eher einen psychedelischen Sound – wenn auch der Blues noch bei wenigen Titeln zu hören ist. Das Album klingt deutlich interessanter und spannender als noch die Debut-Platte von Cream. Auch wirkt die Musik an vielen Stellen moderner und auch in der heutigen Zeit immer noch aktuell. Die Melodien gehen sehr viel besser ins Ohr und bleiben dort auch hängen, was auf dem Vorgängeralbum in dieser Art und Weise noch gar nicht zu hören war.

Gleich mehrere Höhepunkte gibt es auf „Disraeli Gears“ zu erhören. Die erste Singleauskopplung „Strange Brew“ ist dabei noch eines der wenigen bluesigen Lieder der Platte. „Sunshine Of Your Love” ist wiederum eines der bekanntesten Stücke der Engländer, eine rockige Nummer, die ins Ohr geht. „Dance The Night Away” ist ebenfalls ein kleiner Ohrwurm und taucht nun bereits deutlich in das Genre des Psychedelic Rocks ein. Dies gilt auch für den Titel „Tales Of Brave Ulysses“ der schon schwer an die Nummer „White Room“ von der nächsten Platte „Wheels Of Fire“ erinnert. Und schließlich gibt es da noch das Lied „We’re Going Wrong”. Erneut eine Nummer, die eher im psychedelischen Fach anzusiedeln ist und nicht nur durch den recht hohen Gesang des Jack Bruce irgendwie entrückt klingt.

Fazit: Deutlich interessanter, spannender und auch eingängiger klingt das zweite Album der britischen Band Cream mit dem Namen „Disraeli Gears“. Dies liegt auch mit an dem Umstand, dass die drei Musiker das Genre Blues etwas nach hinten gerückt haben und auf dieser zweiten Platte mehr im Bereich des Psychedelic Rocks unterwegs waren. Das eindringliche Cover vermittelt dies bereits. Jetzt klingen Cream wirklich innovativ. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Dance The Night Away, Tales Of Brave Ulysses



Samstag, 26. Januar 2019

Hayley Reardon – Where I Know You




Hayley Reardon – Where I Know You


Besetzung:

Hayley Reardon – vocals, acoustic guitar


Gastmusiker:

Reed Stherland – upright bass
Ryan Hommel – guitars, electric bass, op-1, synthesizer, background vocals
Bobby Hawk – strings
Heather Maloney – background vocals


Label: Hayley Reardon Music


Erscheinungsjahr: 2019


Stil: Folk


Trackliste:

1. Where I Know You (2:48)
2. Bethany (2:51)
3. 200 Years Old (3:02)
4. Julia (3:42)
5. A World Away (3:16)

Gesamtspieldauer: 15:41



Hayley Reardon ist eine US-amerikanische Sängerin und Songwriterin, die im Bundesstaat Massachusetts aufgewachsen ist und bereits in jungen Jahren begann ihre ersten Folks Songs zu schreiben. Am 1. März 2019 erscheint nun ihre neue EP mit dem Titel „Where I Know You“, die alle Freundinnen und Freunde des Folk sehr beschenen wird. Hayley Reardon präsentiert darauf ihre Musik, und diese ist besonders.

Fünf wunderschöne und sanfte Titel gibt es auf „Where I Know You“ zu hören, die mit viel Tiefe von Menschen und deren Verhalten erzählen. Sehr poetische und auch nachdenklich machende Texte gibt es mit den fünf Liedern zu hören, die sich lohnen gehört und beachtet zu werden. Diese werden von wunderschönen Melodien untermalt, die in ihrem Zusammenspiel mit dem Gesang zu kleinen, fast schon zerbrechlich wirkenden Kunstwerken werden. Die Musik setzt sich im Ohr fest und klingt zu jeder Zeit melodiös und eingängig.

Alle fünf Titel dieser EP wirken. Von daher ist das Herausheben eines Höhepunktes gar nicht einfach, würde auch den übrigen vier Titeln nicht ganz gerecht werden. Trotzdem erwähne ich an dieser Stelle die letzte Nummer „A World Away“, die einen gleich beim ersten Mal des Hörens in den Bann zieht. Diese schöne Stimme, die dazugehörenden Worte in Kombination mit der eingängigen Melodie, das wirkt.

Fazit: Wer Folk mag, die oder der wird diese EP lieben. Der einzige Nachteil an „Where I Know You“ ist lediglich, dass es sich bei dem Album „nur“ um eine EP handelt. Man wünscht sich mehr Lieder von Hayley Reardon zu hören. Intelligente Texte, schöner und sanfter Gesang, dazu Melodien zum Eintauchen. Sehr gelungen. Es besteht sogar die Möglichkeit Hayley Reardon demnächst live zu erleben, sicherlich eine sehr lohnende Abendveranstaltung. Und am 1. März 2019 kann man das Erlebte dann nochmals nachhören. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Alle fünf Lieder


Die Tourdaten:

Di 19.02. Cowhide House Concerts | Frankfurt (DE)
Mi 20.02. Warenwirtschaft | Hamburg (DE)
Do 21.02. Bar Bobu | Berlin (DE)
Fr 22.02. Spital | Viechtach (DE)
Sa 23.02. Irish Pub | Jena (DE)
Mo 25.02. Die Scherbe | Graz (AT)
Di 26.02. Haus der Musik | Wien (AT)
Mi 27.02. Glashus | Frastanz(AT)
Do 28.02. Cafe Gramsci | Dachau (DE)
Fr 01.03. Reusser Guitars | Brienz (CH)
Mo 04.03. Inspire | Chemnitz (DE)
Di 05.03. Ludwigs Bar | Nürnberg (DE)
Mi 06.03. Bistro Cozy | Weilburg (DE)
Do 07.03. Verden til Herredsvang | Aarhus (DK)
Fr 08.03. Harders | Svendborg (DK)
Sa 09.03. Ølluminati | Viborg (DK)
Di 12.03. Freundlich und Kompetent | Hamburg (DE)
Mi 13.03. The Shakespeare Pub | Herdecke (DE)
Do 14.03. Lagerhalle | Osnabrück (DE)
Fr 15.03.Artfarm |Wiehl (DE)
Sa 16.03. Schloßcafe | Rottenburg (DE)
So 17.03 Grüner Baum | Ottersweier (DE)



Freitag, 25. Januar 2019

George Ezra – Staying At Tamara’s




George Ezra – Staying At Tamara’s


Besetzung:

George Ezra – bass, guitar, harmonium, keyboards, percussion, synthesizer, vocals


Gastmusiker:

Florrie Arnold – drums, vocals, vocals (background)
Atlantic Horns – brass
Rob Blackham – vocals (background)
Cam Blackwood – bass, brass arrangement, guitar, keyboards, organ, percussion, piano, programming, string arrangements, synthesizer, synthesizer bass, vocals, vocals (background)
Mark Brown – saxophone
Dan Caplen – cello
Emma Corby – brass arrangement
Duncan Eagles – sax (alto), sax (soprano)
Ben Edwards – trumpet
First Aid Kit – vocals
Jaleesa Gemerts – drums
Fred Gibson – bass, drums, keyboards
Rebecca Goulding – vocals (background)
Derek Green – vocals (background)
Ollie Hodge – vocals (background)
Michael Kearsey – trombone
Billie Marten – vocals
Sylvia Mason – vocals (background)
Rae Morris – piano
Mary Pearce – vocals (background)
Joel Laslett Pott – vocals (background)
Matthew Racher – drum programming, drums, percussion, programming, vocals (background)
Juliet Roberts – vocals (background)
Jamie Sefton – flugelhorn, flute, saxophone, trombone, trumpet
Daniel Thomas – vocals (background)
Liam Thorne – percussion, programming, synthesizer
James Wyatt – organ


Label: Columbia Records


Erscheinungsjahr: 2018


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. Pretty Shining People (3:32)
2. Don’t Matter Now (2:56)
3. Get Away (2:34)
4. Shotgun (3:21)
5. Paradise (3:42)
6. All My Love (2:40)
7. Sugarcoat (3:22)
8. Hold My Girl (3:31)
9. Saviour (3:32)
10. Only A Human (3:34)
11. The Beautiful Dream (4:30)

Gesamtspieldauer: 37:18



„Staying At Tamara’s“ heißt das zweite Studioalbum des englischen Sängers und Songwriters George Ezra. Es wurde am 23. März 2018 auf dem Plattenlabel Columbia Records veröffentlicht. Das Album erreichte den ersten Platz der Charts in Großbritannien, in Deutschland kletterte es bis auf Platz 10, in den USA bis auf Platz 68 der Billboard 200. Insgesamt vier Singles wurden aus „Staying At Tamara’s“ ausgekoppelt. Das waren die Lieder „Don’t Matter Now”, „Paradise“, „Shotgun“ sowie der Titel „Hold My Girl“. Das Lied „Shotgun“ stellt dabei gleichzeitig den ersten Nummer 1 Hit von George Ezra in Großbritannien dar.

Das Markenzeichen des Engländers ist seine sonore, bass-bariton Stimme, die er auf „Staying At Tamara’s“ sehr variantenreich und überzeugend einsetzt. Insgesamt hört auf dem Album massentauglichen Pop. Dieser ist im Falle des zweiten Albums von George Ezra allerdings überaus gelungen. Wer auf dieser Platte sehr komplizierte und tiefgründige Musik erwartet, wird selbstverständlich enttäuscht werden beziehungsweise erleichtert sein – ganz nach eigenem Standpunkt. Auf „Staying At Tamara’s“ werden der Hörerin und dem Hörer jedoch sehr eingängige und melodiöse Lieder präsentiert, welche sich oftmals im Ohr festzusetzen verstehen. Diese sind zum Teil sogar aufwendig mit Orchester instrumentiert und sind eher ruhige bis maximal Nummern, die sich im Mid-Tempo bewegen. Allen diesen Titeln gleich ist die Eingängigkeit.

Absoluter Höhepunkt der Scheibe ist das Liebeslied „Hold My Girl“. Wunderschöne Melodie, sehr verliebt klingender Text und das Gesamtgebilde rast haarscharf am Kitsch-Lied vorbei. Aber es rast wahrlich daran vorbei, denn die Nummer besitzt eine Melodie zum Niederknien. Auch Kuschelrock kann durchaus schön sein – wenn auch selten. Mit etwas Abstand, aber ebenfalls noch ganz nett klingt die weitere Singleauskopplung „Don’t Matter Now”. Und im selben Atemzug kann man an dieser Stelle auch die Nummern ziemlich am Ende des Albums „Saviour“ und „Only A Human“ erwähnen.

Fazit: Ein schönes Pop-Album ist „Staying At Tamara’s“ des Engländers George Ezra geworden. Einige sehr melodiöse Nummern darauf gehen sehr gut ins Ohr, manche davon sind sogar kleine Ohrwürmer. Auf „Staying At Tamara’s“ hört man Pop-Musik, die gut unterhält. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Acht Punkte.

Anspieltipps: Hold My Girl, Saviour



Donnerstag, 24. Januar 2019

Focus – Ship Of Memories




Focus – Ship Of Memories


Besetzung:

Thijs van Leer – hammond organ, piano, moog synthesizer, drum machine (track 5), moog bass synth (track 6), flute, non-lexical vocables
Jan Akkerman – guitar, electric sitar (track
Bert Ruiter – bass guitar (tracks 1, 2, 3, 4, 5, 8, 10)
Martin Dresden – bass guitar (track 7)
Pierre van der Linden – drums (tracks 1, 2, 3, 4, 9)
Hans Cleuver – drums (track 7)
David Kemper – drums (track 6, 8)


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1976


Stil: Progressive Rock, Instrumental Rock, Jazz Fusion, Funk


Trackliste:

1. P’s March (4:49)
2. Can’t Believe My Eyes (5:22)
3. Focus V (3:02)
4. Out Of Vesuvius (5:50)
5. Glider (4:38)
6. Red Sky At Night (5:50)
7. Spoke The Lord Creator (2:33)
8. Crackers (2:43)
9. Ship Of Memories (1:47)

Bonus Track:

10. Hocus Pocus (US Single Version) (3:25)

Gesamtspieldauer: 40:04




„Ship Of Memories“ betitelte die niederländische Band Focus ihr sechstes Studioalbum. Allerdings wird diese Platte nicht als offizielle sechste Platte der Band gezählt, da es sich dabei um eine Zusamenstellung älterer Aufnahmen handelt. „Ship Of Memories“ erschien im Jahr 1976 auf dem Plattenlabel EMI. „Ship Of Memories“ ist also die sechste Studioveröffentlichung der Band, gleichzeitig jedoch auch eine Scheibe, die aus altem Material besteht. Darauf zu hören sind Aufnahmen aus der Zeit von Januar 1970 bis Mitte 1975, um die gerade inaktive Zeit von Focus trotzdem mit einer Veröffentlichung zu füllen. Die ersten Lieder der Platte stammen dabei aus Studiosessions, die Ende 1972 bis 1973 stattfanden, um ein Nachfolgealbum für Focus 3 zu veröffentlichen. Aufgrund von Streitigkeiten innerhalb der Band kam es jedoch nicht dazu und stattdessen erschien im Jahr 1973 dann das Live-Album „At The Rainbow“.

Die Musik auf „Ship Of Memories“, die nun völlig ohne das gesungene Wort auskommt (sieht man mal von dem einen oder anderen Jodler ab), schwankt irgendwo zwischen jazzig angehauchten oder rockigen Einlagen bis hin zu funkigen Easing Listening Verschnitten. Innovativ, spannend oder sonst irgendwie hörenswert klingt auf diesem Album kaum etwas, welches wirklich wohl nur für Komplettisten und eingefleischte Fans der Band eine lohnende Anschaffung darstellt. Die Musik packt einen irgendwie gar nicht mehr. Im Booklet ist nachzulesen, dass in den Entstehungszeiten der Lieder ein einziges davon Thijs van Leer und Jan Akkerman zumindest noch so einigermaßen zufrieden stellte. Die ist die Nummer „P.‘s March“, die gerade durch das Flötenspiel des Thijs van Leer fröhlich klingt und ein klein wenig an Mittelaltermusik erinnert – zumindest in dem Abschnitt mit der Querflöte.

Außer „P.‘s March“ hört sich „Red Sky At Night“ noch ganz interessant an, eine etwas getragene rockige Nummer, die sogar ganz gut ins Ohr geht und noch am ehesten im Segment des Progressive Rock angesiedelt ist. Der Höhepunkt der geasamten Scheibe. Der Titel „Glider“ ist übrigens die Ur-Version des Liedes „Mother Focus“, welches ein Jahr zuvor veröffentlicht worden ist und die ersten Gehversuche der Band im Funk Rock einleitete. Ebenfalls neue Wege ging man beim Titel „Spoke The Lord Creator“, bei dem der Versuch gestartet wurde, Klassische Musik in einem Rock-Kontext zu integrieren. Diese Nummer wurde als Untertitel „Starter“ in veränderter Form dem 1974er „Hamburger Concerto“ beigefügt.

Fazit: Ziemlich viel Stückwerk hört man auf „Ship Of Memories“, dem sechsten Studioalbum der Band Focus. Kennt man die Entstehungsgeschichte der Platte, ist dies nicht weiter verwunderlich. Einige wenige ganz nette Titel gibt es auf der Scheibe, je mehr es allerdings nach Funk Rock klingt, umso weniger interessant klingt das alles. „Ship Of Memories“ ist eine Platte für Focus Fans. Sechs Punkte.

Anspieltipps: P.‘s March, Red Sky At Night



Mittwoch, 23. Januar 2019

Steve Hackett – Out Of The Tunnel’s Mouth




Steve Hackett – Out Of The Tunnel’s Mouth


Besetzung:

Steve Hackett – vocals, guitars (1–8)


Gastmusiker:

Anthony Phillips – 12 string guitar (3,5)
Chris Squire – bass guitar (1,2)
Nick Beggs – bass guitar, Chapman stick (2,3,5,6,7)
Dick Driver – double bass (5)
Christine Townsend – violin, viola (5,6,8)
Ferenc Kovacs – violin (8)
Roger King – keyboards, programming (1–8)
John Hackett – flute (5,8)
Amanda Lehmann – vocals (3,5,7)
Jo Lehmann – backing vocals (7)
Lauren King – backing vocals (7)
Rob Townsend – soprano sax (3,8)


Label: Wolfwork Records


Erscheinungsjahr: 2009


Stil: Progressive Rock, Art Rock


Trackliste:

1. Fire On The Moon (6:11)
2. Nomads (4:31)
3. Emerald And Ash (8:59)
4. Tubehead (3:36)
5. Sleepers (8:50)
6. Ghost In The Glass (2:59)
7. Still Waters (4:35)
8. Last Train To Istanbul (5:56)

Gesamtspieldauer: 45:42




„Out Of The Tunnel’s Mouth“ heißt das bereits zwanzigste Studioalbum des Ex-Genesis Gitarristen Steve Hackett. Das Album ist die erste Veröffentlichung Steve Hacketts, die auf seinem neuen Plattenlabel Wolfwork erschien, nachdem er sein bisheriges Label Camino verlassen hatte. „Out Of The Tunnel’s Mouth“ wurde am 30. Oktober 2009 veröffentlicht und Steve Hackett hat zahlreiche Gastmusiker darauf versammelt. Chris Squire spielt bei „Fire On The Moon” und bei „Nomads” den Bass. Nick Beggs spielte den Bass und Chapman Stick bei den restlichen Liedern ein. Schließlich ist auch noch Anthony Phillips zu hören. Ebenfalls Gitarrist wie Steve Hackett und sein Vorgänger und Gründungsmitglied bei Genesis. Diesen hört man auf den Titel „Emerald And Ash“ und „Sleepers“.

„Out Of The Tunnel’s Mouth“ ist ein sehr schönes Album geworden, wenn man auf abwechslungsreiche Musik steht. Steve Hackett präsentiert auf dieser Platte Lieder, die irgendwie verzaubern und märchenhaft klingen. Das bedeutet keineswegs, dass die Musik weichgespült wurde, doch sie klingt auf ihre Art anders und besonders. Das ist keine Genesis-Musik, auch kein Progressive Rock der frühen 70er Jahre mehr. Trotzdem klingen die Lieder auf „Out Of The Tunnel’s Mouth“ nicht wie aus dem Jahr 2009 –  ohne sich dabei alt und überholt anzuhören. Die Lieder sind melodiös gehalten, eingängig und abwechslungsreich. Man benötigt auch keineswegs viele Durchläufe, um sich den musikalischen Kosmos des Steve Hackett zu erschließen. Schwebende Melodien, die orchestral untermalt sind, wechseln sich mit doch rockigen Passagen ab. Und niemals verliert Steve Hackett dabei seinen Ansatz der Melodiösität.

Höhepunkte gibt es einige auf „Out Of The Tunnel’s Mouth“. Diese wären zum Beispiel die ersten beiden Titel mit Chris Squire am Bass, „Fire On The Moon“ und „Nomads“. Und auch die beiden längeren Nummern „Emerald And Ash“ sowie „Sleepers“ können überzeugen. Das sind Melodiösität und Abwechslung in einem. Zudem zeigt Steve Hackett in diesen Titeln auf beeindruckende Weise, welch guter Gitarrist er doch ist.

Fazit: Wer auf abwechslungsreiche, nicht alltägliche Musik steht, die oder der sollte definitiv mal ein Ohr bei „Out Of The Tunnel’s Mouth“ riskieren. Fans von Genesis der früheren Jahre dürfte dieses Album ebenfalls viel geben, obwohl sich die Musik durchaus deutlich von Genesis der 70er Jahre unterscheidet. Doch ein gewisser Zauber wohnte der Musik damals inne und dieser musikalische Zauber ist zum Teil auch auf „Out Of The Tunnel’s Mouth“ zu entdecken. Elf Punkte.

Anspieltipps: Fire On The Moon, Nomads