Dienstag, 6. März 2012

John Cale – The Academy In Peril





John Cale – The Academy In Peril


Besetzung:

John Cale – piano


Gastmusiker:

Royal Philharmonic Orchestra – alle weiteren Instrumente
Ron Wood – bass, guitar
Legs Larry Smith – percussion


Erscheinungsjahr: 1972


Stil: Minimalismus Rock


Label: Edsel Records


Trackliste:

1. The Philosopher(4:33)
2. Brahms (6:26)
3. Legs Larry At Television Centre (3:40)
4. The Academy In Peril (6:57)
5. Intro / Days Of Steam (3:01)
6. Three Orchestral Pieces (8:45)
....a. Faust
....b. The Balance
....c. Captain Morgan’s Lament
7. King Harry (4:13)
8. John Milton (8:00)




Ein Jahr vor der endgültigen Auflösung von Velvet Underground, brachte John Cale 1972 mit „The Academy In Peril“ sein drittes Solowerk heraus, für dessen Covergestaltung sich Andy Warhol verantwortlich zeigte. Musikalisch zur Seite standen John Cale dabei Ron Wood von den Stones, Legs Larry Smith von der Bonzo Dog Doo-Dah Band, sowie das Royal Symphonic Orchestra aus London.

Die Musik auf dem Album ist sehr, sehr ruhig geraten und kann fast schon als minimalistisch bezeichnet werden. Oftmals wirkt es eher wie die Hintergrundmusik aus einem Spielfilm. Das erste Stück, „The Philosopher“ ist dabei gleich jenes, mit dem meisten „Drive“, denn zu oft mussten sich weder Ron Wood noch Legs Larry Smith an der Instrumentierung beteiligen, aber hier durften sie mal. Das Lied klingt schräg und weiß auf seine Art zu gefallen, da hier immerhin mal etwas „passiert“.

Weiter geht es mit „Brahms“, einem reinen Instrumentalstück, welches aus einem Pianosolo besteht. Hier zeichnet es sich bereits ab, wie es auf den restlichen Liedern weitergehen soll: Ruhig und getragen. Ganz nett dann noch „Legs Larry At Television Center“. Cello, Bratsche und Violine kommen zum Einsatz und man hört Legs Larry, wie er Regieanweisungen von sich gibt. Diese allerdings nicht gesungen, sondern gesprochen.

Das Titelstück „The Academy In Peril“ ist anschließend, wie die Nummer “Brahms”, ein Pianosolo von John Cale. Es folgen „Intro“ und „Days Of Steam“, wobei Letzteres durchaus als das Highlight des gesamten Albums bezeichnet werden kann. Denn hier findet sich zumindest eine Melodie. „Three Orchestral Pieces“ sind dann drei, nur aus Streichern bestehende Stücke, die schwerlich voneinander zu unterscheiden sind.

„King Harry“ startet mit Gewittergrollen, dann setzen Bläser ein und schließlich hört man King Harry diabolisch lachen. Anschließend flüstert dieser König beschwörend fast sinnfreie Wörter ins Mikro. Bleibt zum Schluss noch der Song „John Milton“, der acht Minuten, zumeist auch wieder sehr ruhig, aus den Boxen wabert. Aber immerhin ist darin eine gewisse Steigerung enthalten, die einem anzeigt: Hey, das Lied geht weiter!

Fazit: Ein minimalistisches Album, was nicht unbedingt nur zu ruhig, sondern manchmal auch einfach zu langweilig geraten ist. Man muss sich sehr darauf einlassen können, vielleicht lässt sich dem Ganzen so noch ein wenig mehr abgewinnen. Alles klingt ein wenig nach Soundtrack und so überrascht es überhaupt nicht, dass es das Lied „Days Of Steam“ sogar wirklich in die Filmmusik zum Andy Warhol Streifen „Heat“ geschafft hat. Und dieses Lied bildet wirklich eine Ausnahme, denn die anderen Nummern sind eher vergleichbar mit Filmmusiken in nicht besonders interessanten Szenen. So bleiben fünf Punkte für diesen hörbaren, jedoch nicht immer überzeugenden Minimalismus.

Anspieltipps: The Philosopher, Days Of Steam, John Milton



Montag, 5. März 2012

Incubus – Morning View





Incubus – Morning View


Besetzung:

Brandon Boyd – vocals, guitar, percussion
Michael Einziger – guitar, vocals
DJ Kilmore – keyboards
Dirk Lance – bass, vocals
Jose Pasillas II – drums, percussion


Gastmusiker:

Joel Derouin, Mario De Leon, Peter Kent, Gerry Hilera, David Stenske, Eve Butler – violin
Evan Wilson, Karie Prescott – viola
Larry Corbett, Dan Smith – cello
Jon Clarke – woodwinds
Dawn Beckman, Stephanie Alexander – background vocals on “Are You In?”


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Rock


Trackliste:

1. Nice To Know You (4:43)
2. Circles (4:09)
3. I Wish You Were Here (3:35)
4. Just A Phase (5:31)
5. 11am (4:14)
6. Blood On The Ground (4:35)
7. Mexico (4:21)
8. Warning (4:41)
9. Echo (3:34)
10. Have You Ever (3:15)
11. Are You In? (4:24)
12. Under My Umbrella (3:32)
13. Aqueous Transmission (7:47)




„Morning View“ aus dem Jahr 2001, ist das vierte Album der kalifornischen Rockband Incubus. Dreizehn Stücke haben sie dieses Mal auf die CD gepackt und das, was auf „Morning View“ vorherrscht, das ist die Abwechslung. Auf dem Album gibt es „harte“ Stücke zu hören, genauso wie die ruhigeren und verträumteren Nummern.

Eröffnet wird die Platte mit einem der wohl bekanntesten Stücke der US-Amerikaner. „Nice To Know You“ kracht nach dreißig Sekunden sphärischen Vorgeplänkels so richtig los, sodass jeder Hard Rock Fan seine Freude haben dürfte. Aber das Lied knallt nicht durchgehend, sondern weiß auch mit melodischen und ruhigeren Parts aufzuwarten. „Circles“ greift die härtere Stimmung dann erneut auf und zieht diese, mit Ausnahme einer kurzen Sequenz, das ganze Lied über durch. „Wish You Were Here“, der dritte Titel des Albums, ist eine Rocknummer, die ebenfalls mit schnelleren und langsameren Teilen aufwarten kann. Besonders hervorzuheben ist bei diesem Titel das „Scratchen“ von DJ Kilmore, welches bei diesem Song gut in das Lied eingebettet ist und einfach perfekt passt.

„Just A Phase“ ist eine ruhige Nummer, die mitunter sogar ein wenig schräg klingt und bei der jede Menge Streicher zum Einsatz kommen. „11 am“, im Anschluss daran, ist ebenfalls eher ein Lied der sanfteren Töne und wieder sehr melodisch, wohingegen „Blood On The Ground“ wieder sehr viel stärker rockt. Ein Höhepunkt wartet anschließend mit „Mexico“ auf den Hörer. Erneut eine eher stillere Nummer, dominiert durch die Akustik-Gitarre und den eindringlichen Gesang Brandon Boyds. Und um das Ganze rund zu machen, dürfen bei diesem Titel natürlich die Streicher in Form der Cellisten ebenfalls nicht fehlen.

„Warning“ stellt dann im Anschluss einen schönen Gegenpol dar. Beginnt das Stück zunächst noch verhalten, so steigert es sich im weiteren Verlauf immer mehr und wird zu einer groovenden Rocknummer, die dann allerdings auch immer wieder von ruhigeren Passagen durchzogen wird. „Echo“, Stück Nummer neun des Albums, ist ein Titel, der wieder ruhiger und fast ein wenig leicht schwebend wirkt, dafür allerdings auch ein wenig langweilig ist. Dafür kracht dann „Have You Ever“ sofort richtig los und reißt einen aus jedweder Lethargie – ohne dabei jedoch besonders gelungen oder besonders schlecht zu sein.

„Are You In?“ beginnt anschließend ein wenig sphärisch und wird dann fast ein schon ein bisschen poppig. Ein Eindruck, der wohl durch die Snare und den Gesang vermittelt wird. Dazu gesellt sich schließlich wieder das Scratchen Kilmores, was hier auch nicht so richtig zünden will. Wahrlich kein Highlight des Albums. Der vorletzte Track der Platte „Under My Umbrella“, ist dann eine deutlich härtere und treibendere Nummer, die immer wieder von Synthie-Pop-Klängen durchzogen wird, um schließlich erneut loszuschlagen. Mit „Aqueous Transmission“ wartet abschließend, ganz am Ende der Platte, noch ein weiterer Höhepunkt auf den Zuhörer. Das Stück ist knapp siebendreiviertel Minuten lang und auch wenn die letzte Minute nur noch aus Krötengequake besteht, so weiß das Stück trotzdem zu gefallen. Vielleicht liegt es an der Überraschung, die das Lied verursacht, denn es ist so ganz anders als alles andere auf dem Album oder von Incubus überhaupt. Sehr fernöstlich hört sich der Titel an und wirkt so unendlich relaxt und entspannt. Richtig gut gemacht.

Fazit: Ein sehr abwechslungsreiches Rock-Album haben Incubus mit „Morning View“ vorgelegt. Es gibt auf dem Album viele schöne Melodien zu entdecken und auch mitreißende Rocksongs, sowie Überraschungen, wie das letzte Lied der Platte. Nicht alle Titel des Albums können restlos überzeugen, trotzdem gibt es hier viel Interessantes zu entdecken und es macht immer wieder Spaß der Musik zu lauschen. Neun Punkte.

Anspieltipps: Nice To Know You, Mexico, Aqueous Transmission



Sonntag, 4. März 2012

Pink Floyd – The Piper At The Gates Of Dawn





Pink Floyd – The Piper At The Gates Of Dawn


Besetzung:

Syd Barrett – lead guitar and vocals
Nick Mason – drums
Richard Wright – organ, piano and vocals
Roger Waters – bass guitar and vocals


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1967, remastert 2007 und 2011


Stil: Psychedelic Rock


Trackliste:

1. Astronomy Dominé (4:12)
2. Lucifer Sam (3:07)
3. Matilda Mother (3:09)
4. Flaming (2:46)
5. Pow R. Toc H. (4:26)
6. Take Up Thy Stethoscope And Walk (3:06)
7. Interstellar Overdrive (9:40)
8. The Gnome (2:14)
9. Chapter 24 (3:42)
10. The Scarecrow (2:11)
11. Bike (3:24)




1967 erschien es also, das erste Pink Floyd Album, welches nach dem siebten Kapitel des Kinderbuchs „Der Wind in den Weiden“ von Kenneth Grahame benannt wurde. Für viele Pink Floyd Fans besitzt die Platte dabei Kult-Status. Das liegt zum einen an der Musik, die auf „The Piper At The Gates Of Dawn“ zu hören ist. Denn diese ist wahrlich anders, als alles, was bis hierhin auf Schallplatten gepresst wurde. Sicherlich waren auch die Beatles mit ihrer „Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band“-Platte, die im selben Jahr erschien, psychedelisch. Allerdings nicht mit dieser, auf „The Piper“ zu hörenden, Konsequenz. Ein anderer Punkt, der diesen „Kult-Status“ begründet, ist wohl der Beitrag Syd Barretts zu diesem Album, der nach Fertigstellung der Platte die Band verließ. Er wurde aufgrund seiner Drogenprobleme und der daraus resultierenden Unzuverlässigkeit, einfach von den restlichen Bandmitgliedern nicht mehr zu gemeinsamen Auftritten abgeholt. Und nachdem David Gilmour, bereits bei der Einspielung des Albums, auf den Konzerten der Band als „Back-Up“ für Barrett fungierte, ersetzte er diesen an der Gitarre dann auch auf dem nächsten Album.

Für acht Kompositionen zeichnet sich Syd Barrett auf „The Piper At The Gates Of Dawn“ alleine verantwortlich. Zwei Stücke entstanden in Koproduktion mit den anderen drei Bandmitgliedern. Das sind die beiden Instrumentalstücke des Albums, „Pow R. Toc H.“ und „Interstellar Overdrive”. Während „Pow R. Toc H.“ bei allen „psychedelischen Einflüssen“ wie seltsamen Schreien, komischen Tönen und unerwarteten Klangkollagen allerdings immer noch recht eingängig klingt, so eröffnet sich „Interstellar Overdrive“ dem Hörer nicht unbedingt beim ersten Hören. Ich kann es auch durchaus nachvollziehen, wenn jemand diese Musik für abgefahren hält, denn das ist sie auch. „Interstellar Overdrive“ ist kein Stück zum „Nebenbei-Hören“, kein Lied für den CD-Player im Auto. „Interstellar Overdrive“ ist an vielen Stellen mehr Klangkollage als Lied, welche in keinster Weise eingängig ist. Man muss sich darauf einlassen und man muss lauschen können. Bis zur Veröffentlichung des Albums gab es solche Musik noch nicht auf Platte, deshalb wirklich etwas ganz Besonderes.

An einer Nummer auf der Platte war Syd Barrett nicht beteiligt, denn diese stammt aus der Feder Roger Waters‘. „Take Up Thy Stethoscope And Walk” heißt sie, ist ebenfalls sehr “psychedelisch” und zeigt allerdings auch, dass Roger Waters zu diesem frühen Zeitpunkt bezüglich des Songwritings noch einigen Spielraum nach oben hatte.

Die restlichen acht Stücke stammen alle, wie eingangs schon erwähnt, von Syd Barrett. So beginnt das Album mit einem Klassiker, der auch viele Jahre später noch auf Pink Floyd Konzerten zu hören sein sollte. „Astronomy Dominé” klingt bereits zu Beginn nach Weltraum. Der Mond war noch nicht von Menschen betreten worden, aber mit dieser Musik hätte man die Reise dorthin am Fernseher sehr schön untermalen können, auch wenn im Text mehr von den Planeten Jupiter, Saturn und Neptun, sowie den Uranus Monden Oberon und Miranda die Rede ist. Alles klingt sphärisch und immer wieder werden Sprachfetzen aus dem Kontrollzentrum des Raumschiffs eingeblendet. In diese Reise kann man sich durchaus reinversetzen.

Anschließend folgen mit „Lucifer Sam“, „Mathilda Mother“ und „Flaming“ drei Nummern, die schon sehr nach dem Pop der Sechziger klingen, auch wenn immer wieder diese psychedelischen Anwandlungen zu vernehmen sind. „Mathilda Mother“ hat dabei eine unglaublich eingängige Melodie, die das Stück zu einem wahren Ohrwurm lassen werden. Der Track „Flaming“ wiederum beginnt ganz ungewöhnlich mit Grollen und Pfeifen, entwickelt sich im weiteren Verlauf allerdings zu einem Stück, welches ein wenig wie ein Kinderlied klingt. Dazu wird ebenfalls eine sehr eingängige Melodie präsentiert, die angefüllt wird mit einigen „Nebengeräusche“ wie Klappern, Klingeln und Zischen.

Die letzten vier Stücke der Platte stammen ebenfalls von Syd Barrett. „The Gnome“ ist dabei wieder ein Pop-Lied, typisch für die Sechziger. Nette Melodie, nur ein klitzekleines bisschen psychedelisch. Sehr getragen und ruhig und wieder ein klein wenig mehr hin zur psychedelischen Schiene, wird es dann auf „Chapter 24“. „The Scarecrow“ lebt anschließend von den Klangeffekten. Hier klappert es überall, ansonsten ebenfalls ein Pop-Song, genau wie „The Bike“, mit dem das Album dann beschlossen wird. Das gilt bei letztem Titel allerdings nur bis zur Hälfte. Denn dann wird es wahrlich wirr und mit diesen „Geräuschen“, die auch mal nach schnatternden Enten klingen können, wird der Hörer schließlich aus dem Album entlassen.

Fazit: Etwas Besonderes ist „The Piper At The Gates Of Dawn“ auf jeden Fall. Zwar ist hier nicht alles “psychedelisch” und einiges dann doch ganz normaler Pop, allerdings schimmert sie immer wieder durch, diese Stimmung des “Neuen”, bisher “Ungehörten”. Dass dieses Album schon einige Jahre auf dem Buckel hat, merkt man ihm allerdings auch immer wieder an. Genau zwischen diesen zwei Polen bewegt sich die Musik auf dem ersten Pink Floyd Album, das manche Hörer, die nur die späteren Werke der Band kennen, sicherlich überraschen wird, für andere bereits den Höhepunkt des Schaffens von Pink Floyd darstellt. Dem kann ich mich allerdings nicht anschließen. Nicht schlecht und interessant, allerdings auch nicht überragend, zehn Punkte.

Anspieltipps: Astronomy Dominé, Matilda Mother, Flaming, Pow R. Toc H., Interstellar Overdrive



Samstag, 3. März 2012

Dredg - Leitmotif





Dredg – Leitmotif


Besetzung:

Gavin Hayes – vocals, guitars
Mark Engles – guitars
Dino Campanella – percussion, piano
Drew Roulette – bass


Label: Universal Music GmbH


Erscheinungsdatum: 1998


Trackliste:

1. Movement I: 45°N, 180°W (4:23)
2. Lechium (1:01)
3. Movement II: Crosswind Minuet (6:24)
4. Traversing Through The Arctic Cold We Search For The Spirit Of Yuta (1:32)
5. -Intermission- (6:37)
6. Movement III: Lyndon (3:07)
7. Penguins In The Desert (4:13)
8. Movement IV: RR (2:59)
9. Yatahaze (3:44)
10. Movement V: 90 Hours Sleep (20:20)




Ein sehr abwechslungsreiches Debutalbum haben die vier Kalifornier 1998 mit Leitmotif vorgelegt. Im Booklet legen die vier Wert auf die Feststellung, dass alle Instrumente und Sounds real seien, also keine Samples verwendet wurden. Und so klingt das Album auch meist: frisch und natürlich.

Es befinden sich insgesamt zehn Tracks auf dem Album, von denen fünf instrumentale Stücke sind. Nur einmal überschreiten diese kurzen Einschübe die Länge von drei Minuten, nämlich im Stück Movement III: Lyndon. Alle fünf Instrumentalkompositionen wirken gelungen, wobei vor allem „Traversing Through The Arctic Cold We Search For The Spirit Of Yuta“ mit einer sehr schönen Pianosequenz glänzen kann. Bei „Movement III: Lyndon“ überzeugen die Gitarrenspuren, wohingegen „Movement IV: RR“ zunächst ein bisschen an Tool erinnert, bis die Melodie von einer Violine getragen wird.

Dredg sind auf diesem Album noch etwas härter, als auf den späteren Veröffentlichungen. Eingeleitet wird Leitmotif mit dem Stück „45°N, 180°W“, welches bereits ordentlich abrockt. Gefolgt wird es vom Instrumentalstück „Lechium“, einem kurzen Lied, dass vom Stil und der Instrumentierung her, auch noch direkt zum ersten Track passen würde. Es schließt sich „Movement II: Crosswind Minuet“ an, was zunächst durch seinen ansteigenden Charakter gefällt, bis es bei 1:43 zu einem richtigen Hard-Rock-Song wird. Das Lied ist klasse und lebt vor allem durch seine Stil- und Tempiwechsel.

Auch das Stück, -Intermission-, ist gelungen, zumindest zu Beginn. Sehr schön ist hier das Gitarrenspiel in Verbindung mit dem Gesang, der deutlich in den Hintergrund gemischt wurde. Das Lied ist zwar 6:37 lang, trotzdem ist es eigentlich nach knapp vier Minuten zu Ende. Dann hört man nämlich nur noch ein undefinierbares Gequatsche und ein nerviges Synthesizergedudel. Ich mag eigentlich experimentelle Sounds, aber mit diesem kann ich nur sehr wenig anfangen. „Penguins In The Desert“ ist das härteste Lied auf dem Album und weiß als Hardrock-Stück zu gefallen. Aber auch hier wird das Genre wieder nur bis 1:25 durchgezogen, dann gibt es wieder sphärische Töne, die dieses Mal aber durchaus Spaß machen können, zum Mitwippen animieren und ebenfalls ein wenig an Tool erinnern. Gegen Ende des Liedes wird dann wieder richtig abgerockt. Auch bei diesen „Pinguinen in der Wüste“ wird es einmal mehr klar, dass Dredg es lieben zwei Lieder in einem Titel zu verpacken. Aber irgendwie haben sie die Songs dann doch noch getrennt, denn „Movement IV: RR“, der nächste Titel, ist vom Sound, der Instrumentierung und der Stimmung her dem Mittelteil der „schwitzenden Pinguine“ angelehnt und variiert das erste Thema nur ein wenig.

Yatahaze, das letzte Stück mit Gesang ist wieder ein guter Hardrock-Track, verzerrte Gitarren, treibender Bass, genau das richtige Maß an Schlagzeugbegleitung sowie ein Gesang, der mal leiser aus den Boxen fließt, oder einem schreiend aus den Boxen anspringt.

Das letzte Lied des Albums, „Movement V: 90 Hours sleep“ ist mit einer Gesamtlaufzeit von 20 Minuten und 20 Sekunden angegeben. In Wahrheit ist es knapp 2:10 Minuten lang, dann folgt erst einmal Ruhe, bis es bei 9:10 weitergeht. Man kann zu Hidden Tracks stehen wie man will, was das hier aber soll, verschließt sich dem geneigten Hörer fast vollständig. Man hört nun wirre Stimmen, Geräusche, lang anhaltende Töne, einen Schlagzeugeinsatz, verzerrte Gitarren, Fluchen und so weiter. Offensichtlich handelt es sich bei diesem Hördokument um einen Tonstudiomitschnitt, der noch nachbearbeitet wurde und sich weder schön, noch intelligent, noch originell anhört. Oftmals vernimmt man ein paar Instrumente, den Gesang weit entfernt im Hintergrund und sphärische, schräge Klänge im Vordergrund. Und das Ganze muss noch nicht einmal zueinander passen. Diese Hidden-Track-Geschichte wird ja immer wieder gerne verwendet, seit es die CD als Datenträger gibt. Ich habe allerdings noch nie einen sinnloseren Abschluss für ein Album gehört als diesen. Man fragt sich nur, was das eigentlich soll? Gegen Ende ist der Synthesizer dann auch nur noch schrill und nervig. Hat wenig bis nichts mit Musik zu tun und auch Studioatmosphäre kann man hier nicht schnuppern. Einfach nur sinnlos das Ganze.

Und ich habe gerade gemerkt, dass ich über etwas absolut Sinnloses, die letzten 18 Minuten der CD, sehr viel geschrieben habe. Das war dann wohl mein ganz persönlicher, Rezensions-Hidden-Track ;-)

Fazit: Punkte 9! “Leitmotif” von Dredg ist nicht schlecht, allerdings auch nicht überragend.

Anspieltipps: Movement 2: Crosswind Minuet, Traversing Through The Arctic Cold We Search For The Spirit Of Yuta, Penguins In The Desert, Movement IV: RR




Freitag, 2. März 2012

Blind Guardian - Memories Of A Time To Come





Blind Guardian - Memories Of A Time To Come


Denk ich an Krefeld in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht. Na ja, so schlimm ist es auch nicht, aber mit Krefeld verbinde ich nur Bayer Uerdingen, die es schon lange nicht mehr gibt. Ansonsten….aehm, war da was außer der Nähe zu Holland?

Ja, da gibt es noch was aus Krefeld: Blind Guardian. Für mich die wohl beste Power Metal Band. Das ist Pompösrock, theatralisch, protzig, schnell, hart und einfach genial. Eigentlich bin ich ja kein Fan von so Fantasy Geschichten, von Unterwelten und Trollen, Elfen und sonstigen Zottelwesen, die da durch die Welten schlappen. Mit “Herr der Ringe” kann man mich jagen und mir gehörig den Tag verderben. Bei Blind Guardian stört mich das gar nicht. Die Krefelder treiben sich nun schon seit 25 Jahren inhaltlich in irgendwelchen Halb- und Schattenwelten umher und das unterlegt mit schnellen Riffs, Chorgesängen und einer stimmungsgewaltigen Atmosphäre. Da muß ich einfach hinhören, aufdrehen, mittrommeln. Nun also die Best-of Doppel-CD “Memories of a time to come”, ein brillanter Rückblick dieser Ausnahmeband. Und Blind Guardian haben mit ihrem Sound das geschafft, was sich viele deutsche Bands wünschen. Sie haben eine weltweite Fangemeinde hinter sich, Spielen auf den größten Festivals zwischen Tokio und Los Angeles und selbst hier in den Plattenläden der San Francisco Bay Area stehen die Alben von Blind Guardian ganz vorne im Regal.

“Memories of a time to come” ist ein tolles Album für Fans und Neulinge zugleich. Zugreifen!!!





Donnerstag, 1. März 2012

Oomph – Monster





Oomph – Monster


Besetzung:

Dero Goi – Schlagzeug und Gesang
Andreas Crap – Gitarre und Keyboard
Robert Flux – Gitarre und Sampling


Label: Gun Records (Sony Music)


Erscheinungsdatum: 2008


Stil: Rock


Trackliste:

1. Beim ersten Mal tut's immer weh (4:01)
2. Labyrinth (4:13)
3. 6 Fuß tiefer (3:32)
4. Wer schön sein will muss leiden (3:04)
5. Die Leiter (3:50)
6. Lass mich raus (4:20)
7. Revolution (3:54)
8. Auf Kurs (3:35)
9. Bis zum Schluss (4:04)
10. In deinen Hüften (3:48)
11. Wach Auf! (3:30)
12. Geborn zu sterben (3:41)
13. Brich aus (3:40)




Die Band Oomph, die wie oben beschrieben nur aus drei Mitgliedern besteht, ist eine Synth Rock bis Metal Band vom Feinsten. Durch das Album Monster wurde die musikalische Linie der zwei letzten Alben fortgeführt und perfektioniert. Die Lieder des Albums eröffnen kaum die Chance, missverstanden zu werden.

Der Track „Wer schön sein will muss leiden“ zum Beispiel, handelt vom Schönheitswahn der Jugend, der ihnen zwar Schönheit bringen mag, aber jedoch auch eine Menge Schmerzen. Ein anderes Beispiel ist das Lied „Labyrinth“, welches von Leuten handelt, die nicht mehr weiter wissen und einfach keine Entscheidung treffen können. Alles in allem will die Band mit solchen Liedern auf die Missstände der jetzigen Gesellschaft hinweisen, und möglichst vielen klarmachen, was mit Kindern und Erwachsenen geschieht.

Sollte man sich das Album Monster kaufen, möchte ich besonders auf die Lieder „Wer schön sein will muss leiden“, „Labyrinth“, „Beim ersten Mal tut´s immer weh“ und „Bis zum Schluss“ aufmerksam machen, da diese, meiner Meinung nach, die besten sind. Das einzige Stück, welches ich nicht empfehlen kann, ist „Geborn zu sterben“.

Ich gebe dem Album elf Punkte.



Sonntag, 26. Februar 2012

The Verve – Urban Hymns





The Verve – Urban Hymnes


Besetzung:

Simon Jones – bass guitar
Peter Salisbury – drums
Richard Ashcroft – vocals, guitar
Nick McCabe – lead guitar
Simon Tong – guitar, keyboards


Label: Hut Recordings


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: Brit Pop


Trackliste:

1. Bitter Sweet Symphony (5:58)
2. Sonnet (4:21)
3. The Rolling People (7:02)
4. The Drugs Don't Work (5:05)
5. Catching The Butterfly (6:27)
6. Neon Wilderness (2:38)
7. Space And Time (5:37)
8. Weeping Willow (4:50)
9. Lucky Man (4:53)
10. One Day (5:03)
11. This Time (3:51)
12. Velvet Morning (4:57)
13. Come On (15:15)




Sehr eingängigen Brit Pop präsentiert The Verve unter anderem auf ihrem Album „Urban Hymns“, aus dem Jahr 1997. Musik, die nicht lange Zeit benötigt, um ins Ohr zu gehen. Das fängt gleich beim ersten Stück „Bitter Sweet Symphony“, dem wohl bekanntesten Lied der Band aus Wigan, in der Nähe von Manchester, an. Es ist wahrlich fast eine Symphonie, die dort zu hören ist. Unterstützt durch das Andrew Oldham Orchestra wird hier ein unglaublich weicher und doch kraftvoller, eingängiger und interessanter Klangteppich erzeugt, der dieses Stück frei schweben lässt. Dieser wird durch die Violinen erzeugt, die eine kurze, sehr eingängige Melodie immer und immer wieder wiederholen. Leider hatten die Musiker um Richard Ashcroft jedoch finanziell nicht viel an dem Erfolg des Stücks, da sie die Tantiemen hierzu aufgrund eines verlorenen Rechtsstreits an die Rolling Stones abtreten mussten. Was bleibt ist eine sehr eingängige Nummer, die von den Violinen nahezu getragen und von The Verve klasse umgesetzt wird.

Auch der nächste Titel „Sonnet“ ist überaus ohrenkompatibel. Hier gibt zwar nicht ein Orchester den Weg vor, hier ist es die Gitarre, die eine wunderschöne Melodie entwickelt. Dazu Ashcrofts eindringlicher Gesang und fertig ist ein weiterer Höhepunkt des Albums. „The Rolling People“, Lied Nummer drei des Albums, wird eröffnet wie ein Rocksong Anfang der 70er Jahre. Eine Orgel ist da zu hören und ein sphärischer Sound entfaltet sich, der dann allerdings von der E-Gitarre getragen wird. Und auch wenn der Song nicht sofort ins Ohr geht, wie die beiden Vorgänger, so ist er doch eine klasse Nummer, die in ihren über sieben Minuten Länge nie Langeweile entstehen lässt. Gewundert hätte mich allerdings nicht, wenn sie auch wegen dieses Stücks einen Rechtsstreit verloren hätten, denn in dem Song gibt es eine Stelle, die fast schon unwirklich genau wie „The Four Horsemen“ von „Aphrodite’s Child“ klingt. Aber was auch hier bleibt: Ein richtig guter Song.

„The Drugs Don’t Work“ reiht sich dann in die Liste der ersten beiden Titel ein: Sehr eingängige Musik ist hier jetzt wieder zu hören, bei dem die Streicher wieder für die leicht melancholische bis sentimentale Stimmung sorgen. Und der Titel wurde ebenfalls ein Single-Hit. „Catching The Butterfly“ klingt dann manchmal ganz ähnlich wie „Radiohead“ auf „Ok Computer“. Völlig anders also, als die bisherigen Stücke des Albums. Eine nette Abwechslung, überzeugen kann das Stück allerdings nicht.

Und so geht es ein wenig weiter. Fast glaubt man, dass The Verve mit den ersten Stücken ihr Pulver auf „Urban Hymns“ schon verschossen haben. Die Lieder, die jetzt kommen sind auch nicht schlecht, allerdings erreichen sie nicht mehr die Klasse der Vorgänger. „Neon Wilderness“ ist sehr experimentell gehalten, zwar wieder Abwechslung, allerdings passt das Stück nicht so richtig zum Rest der Platte. „Space And Time“ ist anschließend wieder deutlich melodiöser ohne jedoch so richtig begeistern zu können. Selbiges gilt für „Weeping Willow“. Wie gesagt, dies sind alles keine schlechten Lieder, aber irgendwie klingt jetzt alles ein wenig glatt, Mainstream Pop eben.

Bei „Lucky Man“ haben die Streicher erneut ihren Auftritt und jetzt wird es wieder sehr viel melodiöser und eingängiger. Jetzt bewegt sich The Verve wieder auf dem Niveau der Ohrwürmer zu Beginn des Albums. Eine richtig gute Nummer. Das nachfolgende Stück „One Day“ klingt ein bisschen zu sehr nach Schmalz. Und damit sind sowohl die Musik, wie auch der Text gemeint. „This Time“ ist anschließend wieder ein wenig flotter, mit fast funkigen Ansätzen. „Velvet Morning“ klingt deutlich verträumter und auch ein bisschen langweiliger. Bliebe noch „Come On“. Das Lied ist natürlich keine 15 Minuten lang, sondern wieder mit einem „Hidden Track“ versehen, wie so oft bei Alben Ende der 90er Jahre. Das Stück läuft allerdings auch ohne Stille sechseinhalb Minuten und ist ein etwas härterer Titel. Dabei wissen die Wah-Wah-Effekte der Gitarre durchaus zu gefallen. Ganz am Ende, bei dem „Hidden Track“, handelt es sich um Sphäre pur, in die ein etwas bearbeitetes Babygeschrei eingebaut wurde.

Fazit: „Urban Hymns“ hat seine Stärke deutlich mehr in der ersten Hälfte des Albums. Dort gibt es mehrere richtig gute Songs zu hören, die sofort ins Ohr gehen. Der ganze Rest ist nicht schlecht, allerdings auch nicht mehr als Durchschnitt. Was bleibt ist trotzdem ein gutes Pop Album mit zehn Punkten.

Anspieltipps: Bitter Sweet Symphony, Sonnet, The Rolling People, The Drugs Don't Work, Lucky Man



Samstag, 25. Februar 2012

Circle – Alotus





Circle – Alotus


Besetzung:

Teemu Elo – guitars
Jyrki Laiho – guitars
Jussi Lehtisalo – bass
Janne Pettomäki – drums
Mika Rättö – keyboards, vocals


Label: Klangbad


Erscheinungsdatum: 2002


Stil: Elektronische Musik, Postrock


Trackliste:

1. Työlaisten Laulu (11:45)
2. Alotus (11:26)
3. Northern Sky (2:37)
4. Iopetus (11:10)
5. Potto (10:11)




Progressiven Rock und Krautrock im klassischen Sinne, sowie Spacerock à la Hawkwind, hört man auf „Alotus“ nur vereinzelt von den fünf Finnen. Die Musik klingt ein wenig nach Klaus Schulze. Aber auch nicht nach Klaus Schulze, wie man ihn kennt, sondern eher nach Klaus Schulze, wenn dieser versucht hätte, mal etwas „härter“ zu klingen.

Gleich das erste Lied „Työlaisten Laulu“ (wenn „mein Finnisch“ mich nicht ganz verlässt: „Arbeiterlied“) spiegelt das sehr gut wieder. Da werden Gitarrenläufe fast schon hypnotisierend wiederholt und bei lautem Hören des fast zwölfminütigen Stücks fehlt nicht viel und man hat sich in Trance versetzt. Es kann sich dabei also nur um sehr eintönige Arbeit am Fließband handeln, der Track selbst ist allerdings überhaupt nicht langweilig oder eintönig.

„Alotus“ der Titeltrack, beginnt härter, geht aber schnell in einen Drumpart mit sphärischen Gitarren über. Und je länger das Stück dauert, desto eher fühlt man sich wieder an Klaus Schulze und mit Abstrichen an Tangerine Dream erinnert, nur wieder härter. Dann folgt ein Teil des Liedes, auf dem eine Art „Growling“-Sprechgesang zu hören ist, bis das Ganze in Töne mündet, die einen unweigerlich an einen Magen-Darm-Virus erinnern: Kurzzeitig übergibt sich da Jemand. „Nothern Sky“, das kürzeste Lied auf dem Album, ist ganz gitarrenorientiert und erinnert so gar nicht mehr an Schulze und Co. Eine schöne sphärische Gitarre schafft eine Stimmung, wie man sie wirklich haben kann (oder sich zumindest vorstellt), wenn man sich im Winter mal in den nördlicheren Gefilden Finnlands rumtreibt. Düster und melancholisch.

„Iopetus“ ist erneut ganz anders, sehr ruhig gehalten und bestimmt durch eine nicht alltägliche Gesangsspur, die mitunter sogar an die Stimme eines Klaus Nomi erinnert. Nur, das ist hier kein Pop, „Iopetus“ geht jetzt wirklich in die Richtung „sphärischer Krautrock“, bei dem der „Trance-Anteil“ auch wieder nicht zu kurz kommt. Gegen Ende des Stücks reißen einen schließlich verzerrte Gitarren aus allen Tagträumen. Den Abschluss bildet dann das Stück „Potto“. Dieses Lied beginnt absolut minimalistisch, bis nach drei Minuten der finnische und mehrstimmige Gesang einsetzt. Dabei wird das redundante Grundthema beibehalten. Nach 6:30 wird es dann richtig metal-mäßig und laut, wobei das Grundthema weitergeführt wird und klasse, den jetzt deutlich härteren Tönen, angepasst wurde.

Fazit: Ein interessantes und dichtes Album, welches trotz seiner Mantra artigen Wiederholungen nie langweilig wird, haben die fünf Finnen von Circle da vorgelegt. Und wer die Stimmung elektronischer Musik mal mehr von Gitarren dominiert hören möchte, kann hier wirklich nichts falsch machen. Von mir gibt es dafür neun Punkte.

Anspieltipps: Muss man wohl durchhören.



Freitag, 24. Februar 2012

Electric Light Orchestra – On The Third Day





Electric Light Orchestra – On The Third Day


Besetzung:

Jeff Lynne – vocals, guitars, synthesizer
Bev Bevan – drums and percussion
Richard Tandy – keyboards, guitar
Michael D'Albuquerque – bass
Mik Kaminski – violin
Mike Edwards – cello
Hugh McDowell – cello


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1973


Stil: Art Rock, Pop


Trackliste:

1. Ocean Breakup / King Of The Universe (4:07)
2. Bluebird Is Dead (4:43)
3. Oh No Not Susan (3:07)
4. Ocean Breakup Reprise (4:05)
5. Showdown (4:09)
6. Daybreaker (3:51)
7. Ma-Ma-Ma Belle (3:57)
8. Dreaming Of 4000 (5:04)
9. In The Hall Of The Mountain King (6:38)


Bonus Tracks:

10. Auntie (Ma-Ma-Ma Belle) - Take 1 (1:19)
11. Auntie (Ma-Ma-Ma Belle) - Take 2 (4:05)
12. Mambo (Dreaming Of 4000) - Alternate Mix (5:05)
13. Everyone's Born To Die (3:43)
14. Interludes (3:41)

Gesamtspieldauer: 57:35




Es stimmt, hier, mit ihrem dritten Album, „On The Third Day“, ist das Electric Light Orchestra wieder einen Schritt weiter in Richtung Pop geschritten. Allerdings unterscheidet sich die Musik auf diesem Werk noch sehr stark von den Veröffentlichungen, die ELO um die 80er Jahre herum auf den Markt schmeißen sollte. Hier gibt es sie noch zu entdecken, die schönen und intelligenten Melodien, die noch so gar nicht mainstreammäßig klingen.

Der Opener „Ocean Breakup / King Of The Universe” beginnt wie ein Kammerstück. Wieder mal stehen auf einem ELO-Album die Streicher mit im Vordergrund und unterstützen die Stimmung des Stücks, das mit einer schönen Melodie aufwartet. Wohl so schön, dass Jeff Lynne davon nicht ablenken wollte, daher der Gesang zunächst nur bestehend aus „Aaaahs“ und „Ooohs“. Und so entsteht ein eingängiges und fast schon sanftes Stück Musik.

Es geht direkt weiter mit „Bluebird Is Dead”. Einer ziemlich traurigen Nummer, die einen irgendwie an die Beatles erinnert. Bei diesem getragenen Titel spielen ebenfalls wieder die Streicher eine große Rolle, was nicht weiter verwundert, denn unter den festen Bandmitgliedern der damaligen Zeit befinden sich unter anderem auch zwei Violinisten und ein Cellist. Und diese Zutaten, Streicher in Verbindung mit getragener Stimmung, kommen auch bei „Oh No Not Susan“ zum Tragen. Und die Ähnlichkeit in den Stilmitteln geht sogar so weit, dass man auch hier erneut glaubt, ein verschollenes Lied der Beatles entdeckt zu haben.

“Ocean Breakup Reprise” kommt dann schon deutlich eigenständiger daher und entspricht sehr viel mehr dem Sound des “Electric Light Orchestras” Anfang der 70er Jahre. Das Lied ist spannend, wieder mit einem sehr großen Part für Violine und Cello versehen und hat eine klasse, eingängige Melodie. Wirklich gut gemacht und ein Höhepunkt des Albums.

Poppiger, aber durchaus auch überzeugend wird es dann bei „Showdown”. Das Lied hat einen guten Groove und gerade das Zusammenspiel der Streicher mit dem Synthesizer erzeugt hier eine richtig interessante Stimmung. Würden alle Pop-Lieder so klingen, dann wäre Pop-Musik etwas durchaus Anspruchsvolles.

Es folgt eines der seltenen Instrumentalstücke des Electric Light Orchestras: “Daybreaker”. Was zunächst erneut mit Streichern beginnt, wird dann von einer Keyboard-Melodie getragen. Auch hier bewegen wir uns wieder in Pop-Gefilden. Eigentlich nicht weiter schlimm, allerdings ist dieses Stück schon deutlich weniger anspruchsvoll als seine Vorgänger. Nicht zuletzt der fast durchgängig stampfende Rhythmus erzeugt hier eher Langeweile als Aufgeregtheit oder Interesse.

Noch ein bisschen schlechter wird es dann bei „Ma-Ma-Ma Belle“. Wieder mal so ein irgendwie uninspiriert wirkender Rocker, der auch immer wieder auf den Scheiben von ELO auftaucht. Wäre das zehn Jahre später gewesen, würde das Stück mit Sicherheit zum Highlight der Scheibe werden. Aber hier, auf „On The Third Day“ aus dem Jahr 1973, gehört es zu den schlechteren Stücken.

Aber noch hatte Jeff Lynne sein Pulver auf dem dritten Album nicht ganz verschossen. Denn auf den Hörer wartet noch ein absolutes Highlight im Songkatalog des Electric Light Orchestras. „Dreaming Of 4000“ ist eine klasse Nummer. Wieder ruhiger gehalten, um dann doch noch Fahrt aufzunehmen und zu begeistern. Viele Rhythmuswechsel gibt es während dieses Stücks, das Ganze versehen mit wunderschönen Melodien. Und auch bei diesem Titel wird den Streichern wieder der nötige Raum zugestanden und auch sie tragen somit zu diesem schönen Hörerlebnis bei.

Das ursprünglich letzte auf der Platte vorhandene Stück “In The Hall Of The Mountain King“ ist wieder mal eine Bearbeitung eines klassischen Stücks, wie es auf der Platte zuvor „Roll Over Beethoven“ war. Wenn man sich allerdings „In der Halle des Bergkönigs“ aus „Peer Gynt“ von Edvard Grieg anhören möchte, ist es eindeutig besser, diesem Stück in der richtigen, klassischen Instrumentierung zu lauschen. Das kommt einfach besser. Doch auch dieses Stück wurde zu einem festen Bestrandteil der Live-Auftritte der Band. Man fragt sich: „Warum?“ - bei dem restlichen, tollen Material auf dieser Platte.

Und auch auf dieser remasterten Version gibt es wieder einige Bonus Tracks zu hören. Dass diese dann allerdings, bis auf die letzte Nummer, identisch sind, mit den Bonus Tracks auf ELO 2, zeugt entweder von wenig Sorgfalt oder aber von wenig Interesse am Kunden beziehungsweise Konsumenten. Und dabei sind Bonus Track 3 und 4 sogar richtig gut – wenn auch doppelt. „Mambo (Dreaming Of 4000) - Alternate Mix” ist eine schöne Alternative zum offiziellen Track und bei „Everyone's Born To Die“ wundert man sich immer, dass dieses Stück nie ein offizielles Lied eines Album war oder wurde. Der einzige neue Bonus Track heißt „Interludes“ und ist eine gaaanz ruhige und sphärische Angelegenheit.

Fazit: Auch wenn „On The Third Day” irgendwie einen Mix aus den ersten beiden Platten und den späteren, poppigeren Alben darstellt, ist es ein gutes Album geworden. Hier klingen einige Lieder noch progressiv und die anderen, die Pop Stücke, sind Titel der besseren Sorte, die ebenfalls gefallen können. Auch diese Platte ist durchaus gelungen und hat noch so garnichts mit Disco und billigem Pop zu tun. Wem die ersten beiden ELO-Alben gefallen, der wird auch mit dem dritten „On The Third Day“ etwas anfangen können. Dafür gibt es zehn Punkte.

Anspieltipps: Ocean Breakup / King Of The Universe, Ocean Breakup Reprise, Showdown, Dreaming Of 4000







Donnerstag, 23. Februar 2012

Zee – Identity





Zee – Identity


Besetzung:

Richard Wright – keyboards, backing vocals, percussion, fairlight;
Dave Harris – guitars, lead vocals, keyboards, percussion, fairlight;


Erscheinungsdatum: 1984


Stil: New Wave, Pop


Label: EMI


Trackliste:

1. Cönfüsiön (3:44)
2. Vöices (3:54)
3. Priväte persön (5:49)
4. Stränge rhythm (5:18)
5. Cüts like ä diämönd (5:55)
6. By töüching (5:21)
7. Höw dö yöü dö it (2:00)
8. Seems we were dreäming (4:53)




Rick Wright hatte gerade frei. Er war bei Pink Floyd entlassen und die Neuformierung unter der Leitung von David Gilmour hatte noch nicht begonnen. Die Rechtsstreitereien über die Rechte am Namen „Pink Floyd“ nahmen gerade an Fahrt auf, aber auch darin war Rick Wright zunächst nur am Rande involviert. Er genoss das süße Leben auf Rhodos und als er diesem überdrüssig wurde, nahm er mit Dave Harris, unter dem Projektnamen „Zee“, das Album „Identity“ auf. Er hätte besser auf Rhodos bleiben sollen…

Bereits die Aufmachung der CD, wie die der Platte, weist darauf hin, dass es sich hierbei wohl nicht um ein Album im Stile von Pink Floyd handelt. Die Außenhülle des Booklets ist schlicht in Silber und etwas Rosa gehalten. Die Innenseite ist dann völlig rosa. Alles sehr langweilig und so gar nichts erinnert hier an die zum Teil surreal gestalteten Pink Floyd Cover von Hipgnosis beziehungsweise Storm Thorgerson. Aber noch seltsamer erscheinen einem diese komischen „Ä’s“, „Ö’s“ und „Ü’s“, die sowohl die Songtitel wie auch die Credits verzieren.

Nun also Richärd Wright und Däve Härris zeichnen sich für die Musik auf „Identity“ verantwortlich. Aber genauso wenig, wie das Cover einem Pink Floyd Cover entspricht, genauso wenig entspricht die hier zu hörende Musik der von Pink Floyd oder einem der beiden Soloalben von Richard Wright.

Was man zu hören bekommt ist schlecht gemachter Synthie-Pop, so in der Art von New Order nur auf einem viel tieferen Niveau. Hier weiß gar nichts zu überzeugen, weder Gesang, noch die Texte, noch die zum Teil sogar fehlenden Melodien. Das, was man hier zu hören bekommt ist schlecht, abgrundtief schlecht sogar. Das Kreativste an der ganzen Scheibe sind wahrlich diese komischen Umlaute.

Auf dem Cover ist ein Sticker mit der Aufschrift: „Featuring Richard Wright ex Pink Floyd“. Ich nehme an, ohne diesen Aufkleber hätten sie keine einzige Platte oder CD davon verkauft. Alle Titel entstanden in Zusammenarbeit von Rick Wright und Dave Harris, wobei sich letzter als alleiniger Autor der Texte auszeichnete. Aber wie es Richard Wright schaffte, diese Art von Musik mit zu komponieren, bleibt mir ein Rätsel.

Fazit: Nun, dieser Synthi-Pop hat überhaupt nichts mit Pink Floyd und schon gar nichts mit Progressiver Rockmusik zu tun. Die Melodien sind, soweit überhaupt vorhanden, lahm, uninteressant und zum Teil richtig nervig. Alles wirkt absolut unausgewogen, als ob es in wenigen Stunden zusammengestöpselt worden wäre. Einzig das Lied „Voices“ (ich wehre mich irgendwie gegen dieses blöde „ö“), auf dem Wright auch den Gesang übernimmt, ist akzeptabel. Und dieses Lied ist es auch, weshalb ich diesem Werk doch noch einen Punkt mehr gebe, als dem absoluten Bodensatz. Ist aber wirklich nur was für Leute, die alles von Rick Wright oder im weitesten Sinne von Pink Floyd haben wollen. Sonst Finger weg. 2 Punkte.

Anspieltipps: Voices, der Rest ist ganz, ganz schlecht.



Mittwoch, 22. Februar 2012

Deep Purple – Deep Purple





Deep Purple – Deep Purple


Besetzung:

Rod Evans – vocals
Ritchie Blackmore – guitar
Jon Lord – organ
Nick Simper – bass
Ian Paice – drums


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1969


Stil: Rock, Progressive Rock, Klassik-Rock


Trackliste:

1. Chasing Shadows (5:33)
2. Blind (5:26)
3. Lalena (5:05)
4. Fault Line (1:46)
5. The Painter (3:51)
6. Why Didn't Rosemary? (5:04)
7. Bird Has Flown (5:35)
8. April (12:10)


Bonus Tracks:

9. The Bird Has Flown (Alternate A-Side Version) (2:54)
10. Emmaretta (3:01)
11. Emmaretta (BBC Top Gear Session) (3:09)
12. Lalena (BBC Sounds Like Tony Brandon Show Session) (3:33)
13. The Painter (Version One) [BBC Sounds Like Tony Brandon Show Session] (2:17)




Okay, die dritte Scheibe von Deep Purple, kurz nur mit “Deep Purple” bezeichnet, ist anders, als all die Platten, die man sonst von Deep Purple her kennt, beziehungsweise anders als das, für was die Band später stehen sollte: Hardrock, oftmals bluesig angehaucht. Auf „Deep Purple“ aus dem Jahr 1969, klingt die Band noch sehr progressiv und auch ein wenig experimentell. Zudem ist dieses dritte Album auch das letzte, was in der ursprünglichen Besetzung der Band aufgenommen wurde. Nach diesem Album wurden Nick Simper und Rod Evans durch Roger Glover und Ian Gillan ersetzt.

Und es ist ein Lied, welches auf diesem Album ganz klar hervorsticht. Der „Übersong“ des Albums: „April“. Dieses Stück Musik ist ein wahrer Rausch für den Gehörssinn. Das Lied beginnt mit einem fetten Orgelsound, wird dann herrlich beschwingt, durch eine Akustikgitarre, getragen von einem breiten Orgelklangteppich. Schließlich wird die akustische Gitarre eine elektrische und Chöre füllen den Raum hintergründig aus. Anschließend kommen alle Stilmittel und Instrumente gleichzeitig zum Einsatz und es entsteht eine herrliche Symbiose aus allem, bisher Gehörtem. Dann folgt der klassische Abschnitt des Stücks, nur noch instrumentiert durch ein Orchester. Ein Kammermusikstück entfaltet sich hier und dieses hat wahrlich eine unglaubliche Qualität. Letzteres liegt nicht zuletzt daran, dass Deep Purple hier nicht den Fehler begehen, ein klassisches Musikstück zu adaptieren, wie es etwa ELO mit Beethovens Neunter oder Auszügen aus Peer Gynt von Grieg machten. Nein, hier entspringt die Idee zur Musik den Vorstellungen von Ritchie Blackmore und Jon Lord. Und diese Vorstellung kann wahrlich begeistern und überzeugen. Absolut klasse gemacht. Und die Qualität der Nummer wird anschließend auch im dritten Teil des Stückes fortgeführt, der sich nun dem Hard Rock annähert. Und so fragt man sich: Rock, Hard Rock und Klassik, kann das zusammenpassen? Ganz klares „Ja“. Mit „April“ hat Deep Purple selbiges bewiesen.

Nun zu den anderen Stücken auf dem Album, denn auch diese können überzeugen. „Chasing Shadows“ ist ein treibendes Rock-Stück, was vor allem bezüglich der Rhythmusfraktion außergewöhnlich ist. Der Gesang Evans ist hier langsam und getragen, ganz im Gegenteil zum Bass, Schlagzeug und diversen anderen Schlaginstrumenten, die loslegen, was das Zeug hält. Und dieses Zusammenspiel erzeugt eine ganz eigene Stimmung, die die Nummer ein wenig gehetzt wirken lassen, ohne dass dies in diesem Fall negativ gemeint wäre. Zudem beinhaltet der Titel noch ein wirklich gutes Orgelsolo von Jon Lord. Und auch das Ende des Stücks ist interessant, denn das kommt ganz unverhofft und unerwartet. „Blind“, Lied Nummer 3 auf dem Album, klingt dann wieder völlig anders. Spinettartige Klänge sind da zu hören, das Ganze in Kombination mit einer schönen Gesangsmelodie und fertig ist das getragene Lied, das so herrlich relaxt den Weg zum Ohr des Hörers findet.

„Lalena“ ist ein Donovan Cover. Ganz langsam und sehr zurückhaltend instrumentiert. Die Ballade des Albums, bei der Evans so schön sehnsüchtig singt. Die beiden folgenden Stücke „Fault Line“ und „The Painter“ waren auf der ursprünglichen CD, wie auf der originalen LP-Version des Albums, zu einem Track zusammengefasst. „Fault Line“ ist etwas experimentell, mit rückwärts abgespielten Orgelakkorden sowie einer sphärischen Gitarre, die dem Titel die Melodie verleiht. Das Stück ist auch nicht sonderlich lang und wird dann von „The Painter“ abgelöst. Eine Rock Nummer bei der man diese Hammond Orgel Jon Lords hört, die damals, Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre so in war und einfach klasse klang. Dazu gesellt sich ein Gitarrensolo Ritchie Blackmores, welches sich mit einem Orgelsolo abwechselt. Eine richtig gute und schnelle Nummer.

„Why Didn’t Rosemary“ präsentiert sich schließlich eher als Rock’n’Roll. Und auch dieses Lied beinhaltet wieder erstklassige Instrumentalpassagen, bestehend aus Orgel- und Gitarrensoli, die einfach mitreißend umgesetzt sind. „Bird Has Flown“ ist im Anschluss daran wieder eine etwas härtere Nummer. Von „richtigem“ Hard Rock kann man dabei allerdings noch nicht sprechen. Vielmehr ist das Stück ein gitarrendominierter Track, der dann ebenfalls mit einem Orgelsolo aufwartet und hier eine richtig progressive Stimmung erzeugt. Es folgt schließlich „April“, ein ursprünglich wahrlich würdiger Abschluss für dieses Meisterwerk von Deep Purple.

Auf der remasterten Version von 2000 sind nun noch fünf Zugaben enthalten. Dabei handelt es sich bei „The Bird Has Flown“ um eine alternative Version des Originals, welches an dieses jedoch nicht heraneicht. „Emmaretta“ ist ein kurzer Rocker, ganz im Stile der damaligen Zeit und deutlich einfacher aufgebaut, als die ursprünglichen Titel des Albums. Das Stück gibt es anschließend noch in einer BBC Top Gear Session Version. Auch von „Lalena“ ist eine weitere Version enthalten, die hier wunderschön klar klingt. Sonst sind die Bonus Tracks allerdings leider von etwas schlechterer Tonqualität. Zum Abschluss der remasterten Fassung gibt es dann noch eine Version von „The Painter“ mit ganz viel Wah-Wah-Effekten zu hören.

Fazit: „Deep Purple“ von „Deep Purple“ ist ungewöhnlich für „Deep Purple“. Das liegt nicht an der Qualität der Musik, sondern an deren Art. Mit „April“ findet sich auf dem Album ein Meilenstein im Songwriting der Band. Allerdings sind auch die anderen Stücke von hoher Qualität und auf der remasterten Version des Albums kommen die einzelnen Instrumente noch einen Tick besser zur Geltung. Ein nicht ganz alltägliches Rockalbum, welches man als Rockfan kennen sollte und welches auch für Fans progressiver Rock-Musik interessant ist. Dafür gibt es dreizehn Punkte.

Anspieltipps: April und all die anderen guten Titel.