Sonntag, 11. Juni 2017

Eloy – The Legacy Box (DVD)




Eloy – The Legacy Box (DVD)


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Artist Station Records


Erscheinungsdatum: 2010


Stil: Progressive Rock, Rock


Trackliste:

DVD1:

Mighty Echoes - The Story Of Eloy:

1. The Beginning And First Steps Forward (1969-1975)
2. Years Of Success (1976-1979)
3. New Paths And Old Values (1980-1984)
4. From Project To Band (1985-Today)
5. Credits 

Gesamtspieldauer DVD1: 1:42:32

6. Picture Gallery


DVD2:

Clip Collection:

1. The Sun Song (1977)
2. The Midnight-Fight / The Victory Of Mental Force (1977)
3. Decay Of Logos (1978)
4. Illuminations (1980)
5. Silhouette (1980)
6. Shadow And Light (1983)
7. Fools (1983)
8. Heartbeat (1983)
9. On The Verge Of Darkening Lights (1983)
10. Voyager Of The Future Race (1988)
11. Rainbow (1988)
12. Poseidon‘s Creation (1994)
13. Generation Of Innocence (1994)
14. The Tides Return Forever (1994)
15. Age Of Insanity (2010)
16. I Work It Out (Bonus)
17. The Midnight-Fight / The Victory Of Mental Force (Bonus)
18. Shadow And Light (Bonus)
19. Fools (Bonus)

Gesamtspieldauer DVD2: 1:45:12




„The Legacy Box“ heißt eine Doppel-DVD der deutschen Progressive Rock Band Eloy. Auf der ersten DVD bekommt mittels Musik und einiger Interviews die Geschichte der Band erzählt, von ihren Anfängen, Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts, bis zur Entstehung dieser DVD. Die zweite DVD wartet dann mit fünfzehn verschiedenen Clips auf, die zum allergrößten Teil diversen Fernsehauftritten entnommen wurden. Und zu guter Letzt gibt es auch noch eine Photo-Galerie, die die Band in unterschiedlichen Formationen im Studio, bei Auftritten oder speziellen Photo-Shootings zeigt.

Auf der ersten DVD kommen einige Eloy-Musiker der unterschiedlichen Band-Zusammenstellungen zu Wort, sowie auch zwei ihrer Produzenten. Die Musiker erzählen etwas über die Entstehungsgeschichte verschiedener Alben, über Schwierigkeiten künstlerischer Art, jedoch auch über Probleme untereinander, die zu mehreren Trennungen bei Eloy führten. Man erhält so einen schönen Eindruck und Einblick über vierzig Jahre Bandgeschichte. Auch erfährt man, wie Frank Bornemann zum Sänger wurde, der er auf dem ersten Album von Eloy noch nicht war. Seine etwas gewöhnungsbedürftige Aussprache der englischen Sprache bleibt an dieser Stelle allerdings unerwähnt. Häufig werden Auftritte und Konzert-Mitschnitte eingeblendet, welche durchaus interessant sind. Jedoch gibt es auch immer wieder Einschübe, musikalisch untermalt, die eine Reise durch ein verschwommenes Weltall darstellen. Kurz, man sieht nichts außer bunten Punkten, die an einem vorbeiziehen. Dieses Stilmittel wurde leider deutlich über Gebühr strapaziert und nervt spätestens nach dem fünften oder sechsten Mal, doch es kommt noch deutlich öfter.

Auf der zweiten DVD bekommt man dann vor allen Dingen Mitschnitte von Fernsehaufnahmen zu sehen. Hier hätte man sich ganz klar einen vollständigen Konzertmitschnitt aus der Hochzeit von Eloy, Mitte bis Ende der 70er Jahre gewünscht. Oder zumindest mehrere Live-Mitschnitte unterschiedlicher Abschnitte in der Bandgeschichte. Stattdessen gibt es eben jene Fernsehaufzeichnungen und diese leider dann auch noch hauptsächlich aus den 80er Jahren, als die Musik der Band längst nicht mehr so der Bringer und überzeugend war, wie noch in dem Jahrzehnt zuvor.

Fazit: Die beiden DVDs bereiten den Zuschauerinnen und Zuschauern einen schönen Überblick über die Geschichte der Band Eloy mit zahlreichen Informationen, die man so bisher noch nicht gehört hatte. Dies gilt natürlich vor allen Dingen für die erste DVD. Die zweite DVD bringt einem dagegen mehr die Musik von Eloy in den 80er und 90er Jahren in Form von Fernsehauftritten nahe, die 70er Jahre mit den musikalischen Höhepunkten der Band, kommen hier definitiv zu kurz. Trotzdem, für Fans von Eloy sicherlich eine lohnende Anschaffung. Neun Punkte.

Anspieltipps: DVD 1



Samstag, 10. Juni 2017

Various Artists – Die Neue Tanzmusik Ist Das Da 2




Various Artists – Die Neue Tanzmusik Ist Das Da 2


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Label: Phonogram


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: Neue Deutsche Welle


Trackliste:

1. Halt Mich Fest Ich Werd Verrückt [Trio] 2:02
2. Dolce Vita Rita [Spider Murphy Gang] 3:43
3. Wir Leben Im Westen [Extrabreit] 3:03
4. Tango An Der Wand [Tom Robinson] 3:38
5. Sehnsucht Nach Allem [Yello + Joy Ryder] 3:10
6. Irrenanstalt [Zero Zero] 3:26
7. Stumm Wie Ein Fisch [Ente Vogts] 3:03
8. Kosmetik [Joachim Witt] 3:59
9. Wir Sind Toll, Jawoll [Jawoll] 3:28
10. Kling, Klang, Schicksalsmelodie [Markus] 3:40
11. Himmel Auf Erden [Geisterfahrer] 1:57
12. Hör Doch Endlich Auf Zu Quatschen [Axel B.] 3:39
13. Affentanz [Abwärts] 3:00
14. Komm Auf Meine Palme [Eigelb] 3:25
15. Frühsport Im Sachsenwald [Novalis] 3:55
16. Notausgang [Spliff] 2:49

Gesamtspieldauer: 51:57




Unzählige Kompilationsalben zum Thema „Neue Deutsche Welle“ sind erschienen. Und damit nicht überall ganz genau dasselbe Material vorhanden ist, so wurden viele dieser Zusammenstellungen auch mit deutlich unbekannteren Musikern und Bands oder mit deutlich unbekannterem Material eigentlich bekannter Musiker und Bands bestückt. Genau ein solches Kompilationsalbum ist das im Jahr 1982 auf dem Label Phonogram erschienene Album „Die Neue Tanzmusik Ist Das Da 2“.

Damit ist im Grunde alles über diese Zusammenstellung gesagt, die wohl nur veröffentlicht wurde, um noch etwas Geld mit musikalischer B-Ware zu machen. Denn genauso hört sich der allergrößte Teil auf dieser Platte an. B-Ware, schlechte, langweilige Lieder, die man wahrlich nicht hören muss. Einzige Ausnahme ist das Stück der Spider Murphy Gang mit dem Titel „Dolce Vita Rita“, was allerdings noch nicht einmal der neuen Deutschen Welle zugerechnet werden kann. Doch irgendwie fast alles, was Deutsch war und zur damaligen Zeit veröffentlicht wurde, wurde oft unter dieser Überschrift subsumiert.

Fazit: Vielleicht wenn jemand absoluter Fan der damaligen Musik und speziell dieses musikalischen Genres der Neuen Deutschen Welle war, dann lohnt diese Platte. Oder jemand verbindet mit dieser Musik besondere Situationen, die sich lohnen erinnert zu werden. Aber sonst? Nein, sonst fällt mir kein triftiger Grund ein, der diese Platte hier auch nur ein klein wenig interessanter oder besser werden lässt. Vier Punkte.

Anspieltipps: Dolce Vita Rita



Freitag, 9. Juni 2017

Tangerine Dream – Ricochet




Tangerine Dream – Ricochet


Besetzung:

Edgar Froese – keyboards, guitar
Peter Baumann – keyboards
Christopher Franke – keyboards, drums


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1975


Stil: Electronic Rock / Ambiente


Trackliste

1. Ricochet, Part One (16:59)
2. Ricochet, Part Two (21:05)

Gesamtspieldauer: 38:05




„Ricochet“ heißt das erste Live-Album und das siebte Album der deutschen Band Tangerine Dream überhaupt. Veröffentlicht wurde die Platte im Dezember des Jahres 1975 auf dem Label Virgin Records und ist in England und Frankreich während ihrer 1975er Europa-Tour live eingespielt worden.

Elektronische Musik im Gewand der 70er Jahre gibt es hier zu hören. Mal schwebend, mal mystisch, dann wieder Fahrt aufnehmend und mit Sequenzer-Passagen über und über angehäuft, die die Musik schier nach vorne zu treiben scheinen. „Ricochet“ klingt sehr viel energiegeladener als noch die Veröffentlichungen von Tangerine Dream zuvor. Auch kommen elektronische Perkussion und Gitarre mehr zum, Einsatz als noch auf den Vorgängern „Phaedra“ und „Rubycon“, sodass die Musik phasenweise sogar ein wenig an Elektronik Rock erinnert.

Das Ambient-Gefühl wird auf „Ricochet“ deutlich weniger ausgespielt, immer wieder scheint die Musik jedoch zu vibrieren, um dann wieder in sphärische Bereiche abzudriften. Vom Publikum hört man nur etwas zu Beginn und am Ende des Albums in Form von Applaus. Selbst zwischen den beiden Teilen sind die Zuschauerinnen und Zuschauer sonst nicht wahrzunehmen. Besonders interessant und packend klingt dabei der zweite und längere Teil des Albums, der mit sanften Klavierklängen eingeleitet wird und immer wieder in süße Melancholie verfällt, jedoch auch schnellere Passagen beinhaltet und insgesamt ein wenig abwechslungsreicher klingt, als noch Part 1.

Fazit: Wer etwas auf elektronische Musik gibt, die oder der sollte hier definitiv mal Reinhören. „Ricochet“ klingt melancholisch und verspielt, fordernd und sanft, spacig und geerdet und geht dabei an vielen Stellen sehr gut ins Ohr. Für mich eine der besten Tangerine Dream Platten überhaupt. 11 Punkte.

Anspieltipps: Ricochet, Part Two









Donnerstag, 8. Juni 2017

Various Artists – Picture Music Instrumental Volume III




Various Artists – Picture Music Instrumental Volume III


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Label: Sky Records


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: Elektronische Musik, Ambient, Experimentelle Musik


Trackliste:

1. Foreign Affairs [Eno, Moebius, Roedelius] (3:10)
2. Katzenmusik 10 [Michael Rother] (6:40)
3. Avanti [Cluster] (4:44)
4. Rastakraut Pasta [Moebius & Plank] (6:30)
5. Angel Of Jupiter [Peter Backhausen] (1:34)
6. French Skyline Suite; Movement 1: Morning Song [Earthstar] (6:15)
7. Herold [Roedelius] (3:32)
8. Sonnenlicht [Tyndall] (6:58)
9. (Part Of) Iceland [Adelbert Von Deyen] (3:05)
10. Agitation Play [Ramses] (4:56)

Gesamtspieldauer: 47:24




Im Jahr 1980 erschien auf dem Label Sky ein Kompilationsalbum mit sehr unterschiedlichen Instrumentalstücken. Dieses war bereits die dritte derartige Zusammenstellung, weshalb die Platte auch den Titel „Picture Music Instrumental Volume III“ trägt. Diese Zusammenstellung sollte wohl einen weiteren Einblick geben in die Facetten, die hauptsächlich elektronische Instrumental-Rockmusik zu bieten hat. Somit sind auch die musikalischen Stile sehr breit gefächert und auch die Liedlänge reicht von knapp unter zwei Minuten bis an die Siebenminuten-Grenze.

Brian Eno hört man auf dem Album genauso wie Dieter Moebius, Hans-Joachim Roedelius, Konrad Plank, Adelbert von Deyen, Peter Backhausen oder Michael Rother. Aber auch eher unbekannte Bands wie Tyndall, Earthstar oder Ramses aus Hannover bekommen hier ihren Auftritt. Die musikalischen Stile reichen dabei von Ambient, eher experimentellen Ausflügen, progressive Rock bis hin zu relativ „normalen“ Rock, der vielleicht noch ein wenig in Richtung Krautrock ausschlägt. Alles auf „Picture Music Instrumental Volume III“ ist breit gefächert. Nicht alles trägt dabei zur Entspannung bei, wenn es zum Beispiel wie bei Moebius & Planks „Rastakraut Pasta“ mal etwas atonal und sehr experimentell klingt, muss man musikalisch schon sehr offen sein, um hier Spaß zu haben.

Allerdings ist dies die Ausnahme auf „Picture Music Instrumental Volume III“. Zumeist ist die Musik sanft und geht ins Ohr, ein anderes Mal ist sie eher sphärisch gehalten. Dabei sind es nicht immer die Melodien, die überzeugen, oftmals sind es eher Atmosphären, die hier weitergetragen werden und Stimmungen vermitteln. Nun und ganz zum Schluss gibt es mit „Agitation Play“ noch ein Lied zu hören, welches im Grunde genommen fast völlig aus dem Rahmen fällt. Ramses haben hier ein Rock-Lied beigesteuert, welches eher im Krautrock angesiedelt scheint. Überzeugend klingt es allerdings und bereichert somit noch einmal mehr die Spannbreite dieses Albums.

Fazit: Einen schönen Einblick bekommt man mit „Picture Music Instrumental Volume III“ in die diversen Ausprägungen der elektronischen Instrumentalmusik der ausgehenden 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Vieles kann hier überzeugen, klingt spannend. Nur wenig wurde diesem Kompilationsalbum hinzugefügt, was etwas schwerer zu genießen ist. Von daher für Freunde elektronischer Klänge durchaus zu empfehlen, die die Variation dieser Musik am Ende der 70er Jahre genießen möchten. Sehr seltsam ist allerdings das Cover geraten. Wer sich da wohl etwas bei gedacht hat? Neun Punkte.

Anspieltipps: Foreign Affairs, Angel Of Jupiter, Sonnenlicht, Agitation Play



Mittwoch, 7. Juni 2017

Mike Batt – Waves




Mike Batt – Waves


Besetzung:

Mike Batt – vocals, keyboards


Gastmusiker:

Trevor Morais – drums
Frank McDonald – bass guitar
Jim Cregan – guitars
Ray Russel – guitars
Nigel Jenkins – guitars
Frank Ricotti – percussion
Mel Collins – saxes
Eddie Conrad – congas on “Conga Reel”
B.J. Cole – steel guitar on “Lobsterissimus Bumbicissimus”
The Amsterdam Chamber Orchestra


Label: CBS Records


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: Pop


Trackliste:

1. The Winds Of Change (3:56)
2. Waves (6:00)
3. Portishead Radio (4:08)
4. Mona (6:57)
5. Congal Reel (2:56)
6. Buenas Dias, Capitan (2:40)
7. Lobsterissimus Bumbicissimus (1:05)
8. Fishing For The Moon (3:16)
9. Echo Foxtrot (3:09)
10. Sierra Tango (2:50)
11. Waiting For A Wave (2:00)

Gesamtspieldauer: 38:57




„Waves“ heißt das siebte Studio-Album des britischen Musikers, Komponisten und Musikproduzenten Mike Batt, welches er nicht mit den Wombles oder im Rahmen seines The Mike Batt Orchestras veröffentlichte. Die Platte erschien im Jahr 1980 bei CBS Records und hatte mit dem Lied „The Winds Of Change“ auch einen kleineren Hit.

Auf „Waves“ hört man eine Mischung aus Pop-Musik und verpoppter Orchester-Musik. Dazu noch einige Karibik-Klänge, Rock, etwas Tango und fertig ist eine ziemlich krude musikalische Mischung, die einen etwas hilflos zurücklässt, da man sich auf diese Musik des Mike Batt nur ganz schwer einstellen kann. Abwechslungsreichtum ist selbstverständlich vorhanden, packend klingt das alles jedoch nur in den seltensten Fällen. Und bei solch einem Titel wie „Buenas Dias, Capitan“, bei dem man Calypso hört, wird es sogar ganz schwierig und man sucht unweigerlich den nächsten Notausgang.

Höhepunkt des Albums ist gleichzeitig das erste Lied der Platte und auch dessen Hit, „The Winds Of Change“. Wirklich eine schöne Nummer, die ins Ohr geht und dort auch Nachhaltigkeit besitzt. Sanft und etwas getragen umschmeicheln einen hier die Akkorde, die in ihrer Gesamtheit eine eingängige Melodie ergeben. Dann wird es schon schwierig weitere Titel hervorzuheben. So sei an dieser Stelle zumindest noch das Titellied „Waves“ erwähnt, da es diese Mischung aus Pop im Orchestergewand stellvertretend abbildet. Ob das allerdings gefällt, das muss wohl jede Hörerin, jeder Hörer mit sich selbst ausmachen. Ich finde es ganz „interessant“, gleichzeitig aber auch ein wenig „komisch“. Insgesamt klingt die erste Plattenseite auch deutlich gelungener als Seite 2, die einfach nur durchläuft, manchmal negativ aufhorchen lässt und ansonsten eher belanglos wirkt.

Fazit: Besondere Musik machte Mike Batt hier, das kann man ihm wahrlich nicht absprechen. Sehr viele musikalische Stile werden auf „Waves“ vermischt und miteinander kombiniert. Vor allen Dingen diese Verbindung zwischen Pop und Orchestermusik rückt der Brite auf „Waves“ immer wieder in den Vordergrund. So richtig überzeugen kann das allerdings alles nicht. Sechs Punkte.

Anspieltipps: The Winds Of Change, Waves, Portishead Radio



Dienstag, 6. Juni 2017

Flash And The Pan – Pan-orama




Flash And The Pan – Pan-orama


Besetzung:

Harry Vanda – guitar, vocals
George Young – synthesizer, vocals


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Ensign Records Ltd.


Erscheinungsdatum: 1983


Stil: Pop, New Wave


Trackliste:

1. Down Among The Deadmen (4:47)
2. Walking In The Rain (3:25)
3. Captain Beware (4:36)
4. Hole In The Middle (4:15)
5. Hey St. Peter (4:21)
6. Atlantis Calling (6:02)
7. Lights In The Night (4:19)
8. Where Were You (3:22)
9. California (4:26)
10. Waiting For A Train (4:42)

Gesamtspieldauer: 44:15




Das im Jahr 1983 unter dem Titel „Pan-orama“ erschienene „Best Of…-Album“ der australischen Band Flash And The Pan, war das erste Kompilationsalbum des Duos und erschien auf dem Label Ensign Records. Darauf enthalten sind die „Höhepunkte“ der ersten drei Studio-Alben „Flash And The Pan“ von 1978, „Lights In The Night“, erschienen 1980 sowie „Headlines“ aus dem Jahr 1982. Natürlich kann man wieder ganz unterschiedlicher Meinung sein, welches Lied denn nun unbedingt auf so eine Kompilation gehört. Die wichtigen Singles und Hits der ersten Veröffentlichungen von Flash And The Pan sind hier allerdings vereint, sodass man eine gewisse Logik in der Zusammenstellung durchaus erkennen kann.

Die Lieder gehen praktisch alle gut ins Ohr und man hört der Musik durchaus auch die Epoche der Entstehung an. Auch wenn dies Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts war, so klingt die Musik auf dieser Zusammenstellung weder altbacken, noch überholt oder gar wie ein Oldie. Die einzelnen Lieder sind durchweg melodiös, klingen dabei immer noch modern und gehen auch in die Füße. Viele Nummern waren zur damaligen Zeit fester Bestandteil der DJ’s, wollten sie in den Discotheken die Tanzflächen füllen.

Die Höhepunkte, die ich in der Musik von Flash And The Pan ausgemacht habe heißen „Hey St. Peter“, „Lights In The Night“ und „California“. Diese sind hier ebenso vorhanden wie weitere Titel, die das schon besondere Flair der Musik von Flash And The Pan tragen. Wer in diesen Kosmos aus eingängigem Pop einmal eintauchen möchte, der ist mit diesem Kompilationsalbum bestens bedient.

Fazit: Eine schöne Übersicht über das Schaffen der australischen Band Flash And The Pan erhält man mit „Pan-orama“. Hier gibt es eingängigen und melodiösen Pop zu hören, der zahlreiche Ohrwürmer gebiert. Die Atmosphären der Lieder reichen von sanft und melancholisch, bis hin zu flott und rockig und tanzbar. Für viel Abwechslung ist also gesorgt. Elf Punkte.

Anspieltipps: Hey St. Peter, Lights In The Night, California



Montag, 5. Juni 2017

Fury In The Slaughterhouse – The Color Fury




Fury In The Slaughterhouse – The Color Fury


Besetzung:

Gero Drnek – keyboards, bass, guitars, mandolin, harmonica, percussion, vocals
Christian Decker – bass, piano, vocals
Thorsten Wingenfelder – guitars, keyboards, vocals, percussion
Rainer Schumann – drums, percussion, vocals
Christof Stein-Schneider – guitars, vocals
Kai Wingenfelder – vocals, keyboards, guitar


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 2002


Stil: Independent Rock


Trackliste:

Seite 1

1. Things Like This (3:07)
2. Angels & Saints (4:46)
3. Long Ride (3:47)
4. Midnight Rider (3:49)

Seite 2

5. Vincent & Victoria (4:57)
6. I Feel Fine (4:17)
7. Boomtown Babylon (4:47)
8. (Will You Follow Me) Down To Atlantis (4:42)

Seite 3

9. Falling Apart (4:46)
10. Can't Remember (2:29)
11. Shape Of Things To Come (3:37)
12. Sunday Again (3:23)

Seite 4

13. Grey November Day (5:15)
14. Waterless (2:06)
15. Fly, Sadness Fly (6:01)
16. Dear Prudence (4:20)

Gesamtspieldauer: 66:09




„The Color Fury“ heißt das neunte Studio-Album der deutschen Band Fury In The Slaughterhouse. Im Jahr 2002 wurde das Album auf dem Label EMI Electrola veröffentlicht und erschien dort in verschiedenen Ausführungen. Die Ausgabe in Form eines Doppel-LP-Albums unterscheidet sich insofern von der CD-Ausgabe von „The Color Fury“, dass es hier die Lieder „(Will You Follow Me) Down To Atlantis“, „Fly, Sadness Fly“ sowie „Dear Prudence“ zu hören gibt, die auf der Compact Disc Ausgabe nicht mit enthalten sind. Früher gab es immer Bonus-Lieder beim Kauf einer CD, Fury In The Slaughterhouse drehten diese Vorgehensweise um.

Bei den Fans hat die Scheibe ein geteiltes Echo hinterlassen. Fury In The Slaughterhouse waren nun bei einem Major Label gelandet und sicherlich war die Musik der Band nicht mehr ganz so innovativ, kantig und besonders, wie noch auf Scheiben zum Beginn ihrer Karriere. Die Musik auf „The Color Fury“ war auf Erfolg, auf Eingängigkeit getrimmt. Und melodiös und eingängig klingt das auch praktisch immer, was die Band auf diesem Album zum Besten gibt. Ein klein wenig wurde dabei zwar während der Produktion hinsichtlich dieser Eingängigkeit übertrieben, indem die Streicher wirklich zum Teil inflationär eingesetzt wurden, aber auch damit kann man sich beim Hören durchaus noch arrangieren. Ich persönlich empfinde es noch nicht als zu störend. Auf „The Color Fury“ befinden sich insgesamt sechzehn Titel, die allesamt lohnenswert sind.

Die Musik auf „The Color Fury“ geht ins Ohr und ist dabei auch abwechslungsreich. Man legt das Album auf, kann sich entspannt zurücklehnen und in den Fury-Kosmos eintauchen. Viele Lieder laden zum Träumen ein, sind sanft und ruhig, andererseits gibt auch wieder gute Rock-Nummern, die einem die Lethargie aus dem Körper treiben. Haben die Hannoveraner auf der letzten Platte „Home Inside“ noch den von David Bowie geschriebenen Titel „All The Young Dudes“ wirklich überzeugend gecovert, so versuchen sie sich dieses Mal an „Shape Of Things To Come“ von den Headboys. Auch diese Version ist gelungen, erreicht aber leider doch nicht ganz diese mitreißende Brillanz des Originals. Ebenso wird „Dear Prudence“ von den Beatles als einer der Bonus-Tracks der Vinylausgabe des Albums gecovert. In diesem Fall wirkt diese Version sehr gelungen.

Fazit: Auch das neunte Album von Fury In The Slaughterhouse mit dem Namen „The Color Fury“ klingt typisch für die Band aus Hannover. Die Lieder sind abwechslungsreich, gehen ins Ohr und wissen zu unterhalten. Vielleicht fehlen hier ein wenig die Ecken und Kanten in der Musik von Fury In The Slaughterhouse, wie mancher Fan der ersten Stunde behauptet. Trotzdem klingt die Scheibe und lohnt sich. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Things Like This, Can't Remember, Shape Of Things To Come



Sonntag, 4. Juni 2017

BAP – Da Capo




BAP – Da Capo


Besetzung:

Wolfgang Niedecken – Gesang
Manfred “Schmal” Boecker – Percussion
Alexander “Effendi” Büchel – Keyboards
Steve Borg – Bass
Klaus “Major” Heuser – Gitarre
Jürgen “Jürgens” Zöller – Schlagzeug
Fonz Wohllrath – Sounds


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Kölsch-Rock


Trackliste:

1. Stadt im Niemandsland (5:42)
2. Fortsetzung folgt (5:41)
3. Shanghai (4:37)
4. Op dä Deckel vum Clown (3:43)
5. Rääts un links vum Bahndamm (5:31)
6. Sandino (5:27)
7. Dat däät joot (4:32)
8. Saison der Container (4:25)
9. Flüchtig (3:30)

Gesamtspieldauer: 43:08




„Da Capo“ heißt ist das siebte Studioalbum der Kölner Rockband BAP. Es wurde im August des Jahres 1988 auf dem Label EMI Electrola veröffentlicht und hielt sich insgesamt fünf Wochen, vom 16. September bis zum 20. Oktober 1988 auf Platz Nr. 1 der deutschen Albumcharts. Zwei Jahre waren inzwischen seit der letzten Veröffentlichung „Ahl Männer, Aalglatt“ vergangen, dem Erfolg der Scheibe stand dies jedoch nicht im Wege. Auch die erste Single-Auskopplung des Albums mit dem Lied „Fortsetzung folgt“ kletterte bis auf Platz 10 der Charts. Die weiteren Singles waren „Saison der Container“ sowie „Dat däät joot“, sie erreichten allerdings nur noch die Plätze 65 beziehungsweise 75 der Charts.

Insgesamt ist die Stimmung auf „Da Capo“ zumindest wieder etwas zurückhaltender, ruhiger geworden. Zwar griffen die Musiker erneut auf das bereits bewährte Konzept zurück, sanfte und rockige Lieder sich abwechseln zu lassen, doch die Grundstimmung des Albums ist insgesamt eine etwas ruhigere, als noch auf dem Vorgänger. Als Beispiel für härtere Rock-Stücke sei zum Beispiel die Cover-Version des Kinks Stückes „Death Of A Clown“, hier „Op dä Deckel vum Clown“ genannt, erwähnt oder der Opener der ehemaligen zweiten Plattenseite „Rääts un links vum Bahndamm“. Ganz sanft klingt das Album dagegen mit dem Titel „Flüchtig“ aus, ein Lied, das dem ein Jahr zuvor an Krebs verstorbenen Ex-Schlagzeuger der Band, Pete King, gewidmet ist.

Die Abwechslung war und ist also durchaus noch gegeben. Sanftere Titel wechseln sich mit etwas härteren ab und umgekehrt. Es wird mit Lautstärken und Stimmungen wie mit Atmosphären gespielt, sodass beim Hören der Scheibe keinesfalls Langeweile aufkommt. Allerdings kann „Da Capo“ leider nicht mehr so begeistern, wie es das noch so manches Album aus den Anfängen der Band schaffte. Das wiederum liegt an den Liedern in ihrer Gesamtheit, die einfach nicht mehr ganz so gut „zünden“, nicht mehr so ins Ohr gehen wollen und dort auch nicht mehr ganz so hängenbleiben, wie manch Titel auf den vorherigen Alben. Schlecht, seicht oder auch anbiedernd klingt auf „Da Capo“ freilich nichts, jedoch fehlen die absoluten Höhepunkte und das Album läuft somit häufig einfach nur durch.

Fazit: Erneut einen Gang zurückgeschaltet haben BAP auf ihrem siebten Studio-Album „Da Capo“. Immer noch wird zwar zwischen rockigeren und sanfteren Stücke hin- und herjongliert, trotzdem ist die Grundstimmung eine etwas gedämpftere geworden. Was dem Album ein wenig fehlt, das sind Höhepunkte, Ohrwürmer, allgemein Lieder, die auch länger hängenbleiben. Ganz sicher keine schlechte Platte, jedoch auch keine mitreißende Scheibe. Trotzdem für BAP-Fans natürlich eine Bereicherung. Acht Punkte.

Anspieltipps: Flüchtig



Samstag, 3. Juni 2017

Genesis – Genesis With Peter Gabriel




Genesis – Genesis With Peter Gabriel


Besetzung:

Tony Banks – keyboards, piano, vocals
Peter Gabriel – vocals, flute, percussion
Anthony Phillips – guitars, vocals
John Silver – drums
Mike Rutherford – bass guitar, vocals
Chris Steward – drums


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Decca


Erscheinungsdatum: 1981 (Musik aus den Jahren 1968 und 1969)


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. The Silent Sun (2:13)
2. Where The Sour Turns To Sweet (3:12)
3. Fireside Song (3:25)
4. The Serpent (4:35)
5. Am I Very Wrong? (3:25)
6. In The Wilderness (3:15)
7. The Conqueror (3:30)
8. In Hiding (2:35)
9. One Day (3:10)
10. Window (3:25)
11. A Winter's Tale (3:29)
12. That's Me (2:38)

Gesamtspieldauer: 38:52




Im Jahr 1981 kam die Plattenfirma Decca auf die Idee, das erste Album der Band Genesis erneut aufzulegen. Allerdings wurde hierzu die Liederliste etwas verändert, die ursprüngliche Anordnung variiert, Titel dazu genommen, andere weggelassen und alle ursprünglich vorhandenen Lieder um wenige Sekunden gekürzt. Der Sinn dahinter erschließt sich einem auch mit viel Nachdenken keinesfalls. Als Titel für das Album wurde „Genesis With Peter Gabriel“ gewählt, wohl um vor allen Dingen die Fans der progressiven Ära der Band anzusprechen.

Den Großteil der Lieder, die bereits auf dem Album „From Genesis To Revelation“ – so der ursprüngliche Name der ersten Genesis-Platte – vorhanden waren, gibt es auch auf „Genesis With Peter Gabriel“ zu hören. Allerdings fehlen dort die letzten beiden Nummern „A Winter's Tale“ sowie „That's Me“. Andererseits waren auf „From Genesis To Revelation“ die Lieder „In The Beginning“, „In Limbo“ sowie „A Place To Call My Own“ zu hören, die nun wiederum auf „Genesis With Peter Gabriel“ nicht zu hören sind.

Musikalisch besteht zwischen diesen beiden Veröffentlichungen natürlich kein Unterschied. Auch dieses Album hat so gar nichts mit der Musik zu tun, mit der die Band bereits ein Jahr später erste Erfolge verzeichnen sollte. Progressiven Rock hört man hier noch nicht, sondern sehr viel mehr unaufgeregten 60er Jahre Pop bis Rock, durchaus eingängig, allerdings noch nichts Besonderes. Nun, ein paar ganz nette Titel lassen sich auf der Platte durchaus finden und so richtig schlecht klingt dabei auch nichts – kein Lied fällt auf „Genesis With Peter Gabriel“ total durch. Der Musik hört man allerdings das Alter durchaus an, allerdings kann man mit dieser Scheibe zumindest in das Flair der Musik der 60er Jahre bestens einsteigen und hört die Ursprünge dieser stilbildenden Band.

Fazit: Als Genesis-Fan besitzt man diese Platte dann, wenn man alles von „seiner“ Band besitzen möchte. Die beiden zusätzlichen Lieder lohnen ansonsten nicht die Anschaffung des Albums. Wenn jemand die Musik von Genesis kennenlernen möchte, dann wäre diese Platte mit Sicherheit eine der schlechtesten Einstiege, die man wählen könnte, da die Musik auf „Genesis With Peter Gabriel“ nicht der entspricht, für welche die Band Genesis sonst steht – egal welche weitere Schaffensphase man hier zum Vergleich heranzieht. Acht Punkte.

Anspieltipps: Am I Very Wrong?



Freitag, 2. Juni 2017

Rainhard Fendrich – Ich wollte nie einer von denen sein




Rainhard Fendrich – Ich wollte nie einer von denen sein


Besetzung:

Rainhard Fendrich – Gesang


Gastmusiker:

Dieter Frank – Gitarre
Rens Nieuwland – Gitarre
Hans Jäger – Bass
Joris Dudley – Drums
Herwig Gratzer – Klavier und Keyboards
Guiseppe Solera – Tenor-Saxophon, Klarinette, Flöte, Piccolo
Peter Klinger – Tenor-Saxophon, Klarinette, Flöte, Piccolo
Hannes Kottek – Trompete
Maria Wolf – Oboe
Kurt Andress – Fagott
Richard Harrand – Cello
Streichergruppe der Wiener Volksoper, Konzertmeister: Hans Grötzer


Label: Phonogram


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: Liedermacher


Trackliste:

1. Heut sauf i mi an (3:10)
2. Mundgeruch (2:01)
3. Halt mi net für'n Narrn (3:30)
4. Kommune (2:35)
5. Menschen (3:15)
6. Leben (5:35)
7. Disco-Baby (1:54)
8. Zweierbeziehung (3:36)
9. Du sitzt vor mir (3:49)
10. Angst (3:21)
11. Kinder (3:50)
12. Ich wollte nie einer von denen sein (3:18)

Gesamtspieldauer: 39:54




1980 erschien das erste Studio-Album des Musikers und Liedermachers Rainhard Fendrich aus Österreich. Der Titel des Albums, „Ich wollte nie einer von denen sein“, entspricht dabei dem Namen des letzten Liedes auf der Platte und gibt den textlichen Inhalt der Lieder des Rainhard Fendrich sehr gut wieder. Auf dem Erstlingswerk des Rainhard Fendrich geht es um Menschen und deren Charaktere, um das Leben mit unseren Mitmenschen und entsprechenden Situationen. Erschienen ist das Album auf Metronome Musik und konnte sich seinerzeit nur in Österreich für vier Wochen in den Charts platzieren.

Großartig überraschend ist dieser nicht ganz so große Erfolg keineswegs. Nicht alle Texte sind interessant, manches klingt übertrieben, anderes sogar etwas platt. Dazu kommt noch die Musik selbst, die hier so gar nicht überzeugen kann. Die Idee, in der Musik ein Saxophon einzusetzen ist sicherlich keine schlechte, wird dies allerdings ein Stilmittel, welches in fast jedem Titel auftaucht, so kann das sogar letztendlich Langeweile hervorrufen. Werden die Streicher eingesetzt, wie zum Beispiel beim Lied „Du sitzt vor mir“, so klingt es in dieser Art und Weise fast schon kitschig, da viel zu überladen und getragen. Irgendwie hört sich Vieles auf „Ich wollte nie einer von denen sein“ nach ein wenig zu viel Pathos, nach einer Prise zu viel gut gemeinter Idee an. All dies kumuliert schließlich, textlich wie musikalisch, im letzten und gleichzeitigen Titellied des Albums „Ich wollte nie einer von denen sein“.

Und dann gibt es auf der Scheibe auch noch Titel, die ein wenig nach Calypso klingen, womit man auch nicht so ohne Weiteres klarkommt, wenn man sich der Musik eher von der Pop- oder gar Rock-Seite her nähert. Auch überwiegend orchestral instrumentiert ist das Lied „Angst“. Diese Nummer stellt allerdings einen Höhepunkt, wenn nicht gar das Highlight auf „Ich wollte nie einer von denen sein“ dar, was sicherlich an der Melodie des Stücks liegt, welche nun wirklich mal ins Ohr geht. Allerdings ist in diesem Fall auch der Text gelungen, den man wohl am besten mit „Anti-Kriegslied“ umschreibt.

Fazit: Ein wenig zu viel des Guten hat Rainhard Fendrich in sein erstes Album mit dem Titel „Ich wollte nie einer von denen sein“ gepackt. Dies gilt sowohl für die Texte, die genau wie die Instrumentierung mitunter etwas übertrieben und pathetisch klingen. Nur wenig auf diesem Erstlingswerk geht ins Ohr und leider ändert sich dieser Umstand auch nicht nach mehreren Durchläufen der Scheibe. Ganz im Gegenteil sogar. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Angst, Kinder



Donnerstag, 1. Juni 2017

Rammstein – Mutter




Rammstein – Mutter


Besetzung:

Till Lindemann – vocals
Richard Z. Kruspe – electric guitar
Paul H. Landers – electric guitar
Oliver "Ollie" Riedel – bass guitar
Christoph "Doom" Schneider – drums
Christian "Flake" Lorenz – keyboards


Label: Universal Music


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Neue Deutsche Härte, Industrial Metal


Trackliste:

1. Mein Herz brennt (4:39)
2. Links 2-3-4 (3:36)
3. Sonne (4:33)
4. Ich will (3:37)
5. Feuer frei! (3:11)
6. Mutter (4:32)
7. Spieluhr (4:46)
8. Zwitter (4:17)
9. Rein raus (3:10)
10. Adios (3:50)
11. Nebel (4:54)

Gesamtspieldauer: 45:09




„Mutter“ heißt das dritte Studioalbum der deutschen Band Rammstein. Es erschien im April des Jahres 2001 auf dem Label Motor Music, einer Tochter von Universal Music. Im Gegensatz zum Vorgängeralbum ist die Musik auf „Mutter“ sehr viel eingängiger geworden und einen weiteren Unterschied gibt es auch bei den Texten festzustellen. Diese sind nicht mehr ganz so provokativ geraten, wie noch auf der Vorgängerscheibe und damit auch für jüngere Musikhörerinnen und Musikhörer gut hörbar.

Der Stil der Neuen Deutschen Härte ist auf „Mutter“ zwar durchaus noch vorhanden, doch deutlich mehr Stücke sind auf diesem Album sanfter und nachdenklicher gehalten, haben mitunter gar balladeske Züge. Lieder wie „Mutter“, „Spieluhr“ und „Nebel“ zeigen auf dem Album die eher musikalisch sanfte Seite der Band. Über die Inhalte der Texte, die alle einigermaßen Spekulationsspielraum übrig lassen, gibt es ganz unterschiedliche Deutungsversuche. Aussagen in irgendeine Richtung werden dabei von der Band zumeist nicht weiter kommentiert.

Gerade diese eher ruhigen Stücke gehen gut ins Ohr und hallen dort auch nach. Doch auch die härteren Nummern können dieses Mal überzeugen. „Sonne“, was ursprünglich als Einlauflied für die Klitschko-Brüder gedacht war, spielt ebenso mit Tempi, Rhythmen und Stilen wie „Ich will“. Dabei sind die beiden Stücke allerdings immer melodiös und eingängig – auch in den sehr rockigen Abschnitten. Im Grunde genommen kann man dies allerdings auf fast jedes Lied auf „Mutter“ übertragen, sodass eine Heraushebung sicherlich eine reine Geschmackssache ist. Festzuhalten bleibt dabei jedoch immer, dass Rammstein hier elf Lieder auf das Album gepackt haben, die wirklich fast ausnahmslos wirken und auch mit den weiteren Durchläufen noch an Eingängigkeit gewinnen.

Fazit: „Mutter“ von Rammstein macht Spaß. Dies gilt nicht nur für Freunde der Neuen Deutschen Härte, denn auf dem Album befinden sich auch Nummern, die im eingängigen Rock verwurzelt sind. Die Musik auf „Mutter“ ist abwechslungsreich und geht fast durchgängig ins Ohr. Dazu übertreibt es Till Lindemann dieses Mal auch nicht mit seinem Gesang, der zwar häufig noch martialisch klingt, jedoch auf „Mutter“ in einer durchaus akzeptablen Art und Weise. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Sonne, Mutter, Spieluhr, Nebel



Mittwoch, 31. Mai 2017

R.E.M. – This Film Is On (DVD)




R.E.M. – This Film Is On (DVD)


Besetzung:

Bill Berry
Peter Buck
Mike Mills
Michael Stipe


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1991


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Intro
2. Losing My Religion
3. Shiny Happy People
4. Near Wild Heaven
5. Radio Song
6. Love Is All Around
7. Losing My Religion (acoustic)
8. Low
9. Belong
10. Half A World Away
11. Country Feedback
12. Credits

Gesamtspieldauer: ~ 50:00




„This Film Is On“ ist eine Zusammenstellung von Videos der US-amerikanschen Band R.E.M, die alle in Zusammenhang mit ihrem Album „Out Of Time“ stehen, welches im selben Jahr erschienen war. Im Jahr 1991 erschien die Video-Fassung dieser Veröffentlichung auf VHS, im August des Jahres 2000 gab es dann eine Wiederveröffentlichung auf DVD. Der Titel der DVD, „This Film Is On“, ist dem Lied „Country Feedback“ entnommen.

Auf dem Film enthalten sind alle vier Videos der Single-Auskopplungen des Albums „Out Of Time“. Dies waren die Videos zu den Liedern „Losing My Religion“, „Shiny Happy People“, „Near Wild Heaven“ sowie „Radio Song“. Dazu gibt es Videos zu den Liedern „Low“, „Belong“, „Half A World Away“ und „Country Feedback“. Des Weiteren ist eine Live-Akustik-Version des Stücks „Losing My Religion“ enthalten, die in der The Late Show eingespielt wurde. Ebenso eine Live-Akustik-Version des Liedes „Love Is All Around“ von MTV Unplugged. Im Abspann gibt es schließlich noch das Instrumentalstück „Endgame“ zu hören. Somit sind lediglich die beiden „Out Of Time“-Stücke „Texarkana“ und „Me In Honey“ nicht auf diesem Video-Album enthalten. Zwischen den einzelnen Stücken werden immer kurze schwarzweiß Videos eingeblendet, die weder mit der Band, noch mit der Musik von R.E.M. etwas zu tun haben und zum Beispiel verfallenen Gebäude zeigen.

Fazit: Für Freunde von R.E.M. und auch für Fans des Albums „Out Of Time“ eine schöne Erweiterung, die durchaus unterhaltsam ist und das Album noch ein wenig weiter abrundet. Allerdings sicherlich nichts, was man sich öfters ansieht. Ab und an dann vielleicht dann aber doch, denn die Videos haben ihren Reiz. Für R.E.M.-Fans. Neun Punkte.



Dienstag, 30. Mai 2017

The Who – The Who




The Who – The Who


Besetzung:

Roger Daltrey – lead vocals, trombone and bass drum
John Entwistle – bass guitar, french horn, trumpet, keyboards, lead vocals, backing vocals
Pete Townshend – lead and rhythm guitars, penny-whistle, keyboards, vocals
Keith Moon – drums, percussion, tuba, vocals


Label: Polydor


Erscheinungsdatum: 1966


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

1. Run Run Run (2:41)
2. Heatwave (1:50)
3. In The City (2:20)
4. Boris The Spider (2:26)
5. I Need You (2:19)
6. Circles (2:27)
7. Don't Look Away (2:48)
8. You See My Way (1:50)
9. Whiskey Man (2:53)
10. Cobwebs And Strange (2:27)
11. Disguises (3:18)
13. I'm A Boy (2:35)

Gesamtspieldauer: 29:54




„The Who“ von The Who ist nicht die erste Platte der britischen Band, wie man vielleicht meinen könnte, es ist überhaupt keine der „regulären“ Alben der Band. Doch auch das stimmt nicht so ganz, denn die Scheibe ist eine alternative Version des Albums „A Quick One“, welches ebenfalls im Jahr 1966 veröffentlicht worden war. Doch diese hier vorliegende Ausgabe war wohl für den deutschen und den australischen Markt gedacht. Eine Platte mit denselben Liedern, nur in anderer Reihenfolge, wurde in Japan unter dem Titel, „I’m A Boy“ veröffentlicht.

Zu „A Quick One“ unterscheidet sich „The Who“ insofern, dass die sich dort befindlichen letzten beiden Titel, „So Sad About Us“ und „A Quick One, While He's Away“, hier fehlen. Dafür enthält „The Who“ die Lieder „Circles“, „Disguises“ sowie „I'm A Boy“, die wiederum auf „A Quick One“ nicht vorhanden sind. Musikalisch gesehen gilt ansonsten hier, was auch für „A Quick One“ gilt: Nie wieder wurde das Songwriting bei The Who auf so vielen Schultern verteilt, alle vier Musiker haben sich hier kompositorisch eingebracht. Der Titel „Heatwave“, der hier entgegen anderen Veröffentlichungen zusammengeschrieben wird, ist dagegen eine Cover-Version – die einzige des Albums.

„The Who“ ist mit nicht mal 30 Minuten Spieldauer sehr kurz geraten, genau wie die zwölf darauf enthaltenen Lieder, die nur in einem Fall die Dreiminutengrenze überschreiten. Zu hören ist auf dem Album ziemlich unaufgeregter 60ies Pop, der nur bei dem Titel „Boris The Spider“, aufgrund von Keith Moons Refrain-Gesang, besonders auffällt und mit der von Keith Moon komponierten Nummer „I Need You“ seinen melodischen Höhepunkt besitzt.

Fazit: „The Who“ von The Who ist wirklich nur was für Komplettisten, die alles von „ihrer“ Band besitzen möchten. Die Musik auf dem Album klingt für heutige Ohren bereits etwas überholt, ihren musikalischen Höhepunkt sollte die Band erst einige Jahre später haben. Wer The Who Fan ist und die Platte „A Quick One“ bereits besitzt, die oder der braucht diese Ausgabe hier ganz bestimmt nicht mehr. Acht Punkte.

Anspieltipps: I Need You



Montag, 29. Mai 2017

Red Hot Chili Peppers – Greatest Videos (DVD)




Red Hot Chili Peppers – Greatest Videos (DVD)


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Warner Brothers Records


Erscheinungsdatum: 2003


Stil: Rock


Trackliste:

1. Higher Ground
2. Suck My Kiss
3. Give It Away
4. Under The Bridge
5. Soul To Squeeze
6. Aeroplane
7. My Friends
8. Around The World
9. Scar Tissue
10. Otherside
11. Californication
12. Road Trippin'
13. By The Way
14. The Zephyr Song
15. Can't Stop
16. Universally Speaking

Sowie diverse Features

Gesamtspieldauer: ~162 Minuten




Im Jahr 2003 wurde die DVD „Greatest Videos“ mit den Videos der Red Hot Chili Peppers auf Warner Brothers Records veröffentlicht. Wie immer bei einer noch aktiven Band, kann solch eine Veröffentlichung immer nur eine Bestandsaufnahme des damaligen Ist-Zustandes sein, womit der Titel „Greatest Videos“ unter Umständen nicht mehr der Realität entspricht.

Nun, auf „Greatest Videos“ erhält man immerhin einen sehr schönen Überblick über die Video-Hits der Red Hot Chili Peppers bis zu diesem Zeitpunkt. Nicht alle Videos sind dabei wirklich sehenswert, bei manchen trifft dies allerdings sehr zu. Natürlich sollte man jedoch etwas mit der Musik der Band anzufangen wissen, sonst wird das Ganze sicherlich nicht ganz so einfach. Die Hits der Band bis zu diesem Zeitpunkt sind vorhanden, nicht alles kann davon musikalisch überzeugen, künstlerisch mit einem Video gelingt dies auch nicht immer. Trotzdem sind hier auch sehr gelungene Videos vorhanden, interessant und witzig umgesetzt.

Dazu gibt es zu vielen Videos noch Informationen in Form von Kommentaren zur Entstehung der kurzen Musikfilme durch die Regisseure, Schauspieler oder Bandmitglieder. Zu manchen Videos gibt es auch noch die Rubrik „Behind The Scenes“, in denen die Entstehung des jeweiligen Videos genauer erklärt wird. Und schließlich kann man sich über den Ordner „Extra Features“ noch kurze Dokumentationen sowie Live Auftritte der Red Hot Chili Peppers ansehen. Diese Zugaben machen die DVD noch ein wenig „runder“.

Fazit: Für Fans der Red Hot Chili Peppers ist diese Zusammenstellung mit Sicherheit eine schöne und auch interessante Investition. Es gibt die Videos der Band zu sehen, zahlreiche Erklärungen und allerhand weitere Informationen über die Red Hot Chili Peppers können hier erfahren werden. Und wer des Englischen nicht so mächtig ist, die oder der muss sich auch nicht grämen. Alles kann in diversen Sprachen, natürlich auch in Deutsch, untertitelt werden. So eine DVD schaut man sich natürlich nicht regelmäßig an, interessant ist sie dann allerdings schon. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Calfornication, Road Trippin', By The Way



Sonntag, 28. Mai 2017

David Bowie – Alabama Song / Amsterdam (Single)




David Bowie – Alabama Song / Amsterdam (Single)


Besetzung:

David Bowie – vocals, guitar


Gastmusiker:

Adrian Belew – guitar
Carlos Alomar – guitar
Simon House – violin
Sean Mayes – piano
Roger Powell – keyboards
George Murray – bass
Dennis Davis – drums


Label: RCA Records


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: Cabaret, Pop


Trackliste:

1. Alabama Song (3:50)
2. Amsterdam (3:20)
3. Space Oddity (4:50)

Gesamtspieldauer: 12:00




Was für ein großartiger Sänger und Künstler David Bowie war, sieht und hört man vor allen Dingen auch an seiner Interpretation von Berthold Brechts und Kurt Weills „Alabama Song“ und noch viel mehr an ebensolcher Interpretation von Jacques Brels Lied „Amsterdam“, die er zu einer Cover-Version werden lässt, die tief berührt.

David Bowie war ein Brecht Fan und sang das Stück „Alabama Song“ zum ersten Mal im Rahmen seiner Welt Tournee im Jahr 1978. Zwei Jahre später, am Ende seiner Zusammenarbeit mit RCA Records, veröffentlichte er dieses Lied als Single, wobei sich auf der B-Seite eine Akustik-Version seines Liedes „Space Oddity“ befand. Noch sehr viel interessanter ist allerdings die Veröffentlichung, die es in Deutschland gab. Hierauf war nämlich zusätzlich noch die bereits erwähnte Interpretation von Jacques Brels Lied „Amsterdam“ enthalten.

Wenn jemand Musik lebt und liebt, dann kann er diesen Titel nur auf genau diese Art und Weise singen. So viel Gefühl steckt hier in der Stimme David Bowies, dass man beeindruckt nach Worten ringt. Musik kann so unfassbar packend und mitreißend sein, was David Bowie hier mit einer Cover-Version zeigt, die niemals großes Aufsehen erregte, jedoch unbedingt gehört gehört.

Fazit: Der Hauptsong dieser Veröffentlichung, „Alabama Song“, klingt schräg und verschroben in der Version des Davids Bowie. Das wirklich beeindruckende Lied dieser Single ist allerdings „Amsterdam“, mit dem David Bowie die Herzen seiner Zuhörerinnen und Zuhörer trifft. Beeindruckend. Keine Bewertung.

Anspieltipps: Amsterdam